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Schweiz

Deutschland streicht Schweiz von Risikoliste

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Bregenzer Festspiele rechnen mit vollen Opern-Tribünen

Am Montag beginnen die Proben für die Verdi-Oper «Rigoletto», das Spiel auf dem See, das am 22. Juli seine Wiederaufnahme bei den Bregenzer Festspielen feiert. Bereits sind 80 Prozent der Tickets verkauft.

«Ein bisschen wie am ersten Schultag», fühlt sich Elisabeth Sobotka, Intendantin der Bregenzer Festspiele, vor dem Probenstart für die 75. Festivalsaison. Das Bühnenbild habe die einjährige Corona-Zwangspause unbeschadet überstanden, sagte sie am Freitag in Bregenz.

Velo-Verkäufe boomen dank Corona

Neuer Rekord dank Pandemie: In ihrer über 100-jährigen Geschichte hat die Schweizer Velobranche noch nie so viele Drahtesel verkauft wie im Corona-Jahr 2020.

Gemäss der ETH-Studie «Mobis Covid» stieg die Velonutzung ab März 2020 zeitweise um über 200 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Der Velohandel freute sich über eine Steigerung des Umsatzes um satte 24,4 Prozent auf knapp 2,4 Milliarden Franken. So steht es in der eben erschienenen Branchenstudie «Marktbulletin Velohandel Schweiz 2021» von dynaMot, dem Fachbüro für Fahrradthemen. Mehr dazu gibt es hier.

Schweiz nicht mehr auf deutscher Risikoliste

Für Einreisende aus Frankreich, Griechenland, der Schweiz und weiteren Ländern und Regionen werden in Deutschland von Sonntag an die Bestimmungen gelockert. Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen werden sie von der Liste der Risikogebiete gestrichen, wie das Robert Koch-Institut am Freitag mitteilte.

Die deutsche Regierung nimmt demnach auch Belgien, Norwegen und einzelne Regionen in Dänemark, den Niederlanden und Spanien von der Liste.

Wer von dort auf dem Landweg nach Deutschland kommt, muss künftig keinerlei Einreisebeschränkungen wegen Corona mehr beachten. Die Regeln für Flugreisende bleiben allerdings bestehen: Jeder, der mit dem Flugzeug einreist, egal ob aus einem Risikogebiet oder nicht, muss vor dem Abflug ein negatives Testergebnis, einen Impf- oder Genesenennachweis vorlegen. Alles zum Thema gibt es hier.

623'008 neue Impfungen in den letzten 7 Tagen

Vom 10. Juni bis 16. Juni sind in der Schweiz 623’008 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden. Dies geht aus den Angaben hervor, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag auf seiner Website veröffentlichte.

Pro Tag wurden damit durchschnittlich 89’001 Impfungen durchgeführt. Im Vergleich zur Woche davor sank die Impfkadenz um 5 Prozent.

Insgesamt wurden bis Mittwoch 6’433’922 Impfungen durchgeführt. Bislang sind 2’497’599 Personen vollständig geimpft, das heisst 28,9 Prozent der Bevölkerung haben bereits zwei Impfdosen erhalten. Bei 1’438’724 Personen wurde bislang nur die Erstimpfung durchgeführt.

Bereits an die Kantone ausgeliefert, aber noch nicht eingesetzt, sind momentan 230’303 Impfdosen. Zudem sind noch 97’550 Impfdosen beim Bund gelagert.

BAG-Zahlen vom Freitag

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag, 18. Juni 2021 innerhalb von 24 Stunden 173 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG Zwei neue Todesfälle und 25 Spitaleinweisungen.

Auf 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen zwei Wochen 47,89 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag vor rund zehn Tagen bei 0,64.

Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zur Zeit 68,7 Prozent. 8,4 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten besetzt.

Israel tauscht mit Palästinensern eine Million Impfdosen aus

Israel liefert nach eigenen Angaben rund eine Million Biontech/Pfizer-Impfdosen an die Palästinensische Autonomiebehörde im Westjordanland. Die Impfdosen gegen das Coronavirus würden sonst in Kürze ablaufen, hiess es in einer Mitteilung der israelischen Regierung am Freitag.

Im Gegenzug werde Israel den gleichen Umfang an Dosen aus einer Lieferung von Pfizer für die Palästinenserbehörde im Herbst erhalten. Die Autonomiebehörde bestätigte den Vorgang zunächst nicht.

Israels Regierung schrieb in der Mitteilung, es gebe der Autonomiebehörde die Dosen, weil sein eigener Vorrat den aktuellen Bedarf im Land abdecke. In dem Neun-Millionen-Einwohner-Land sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums bereits knapp 5,5 Millionen Einwohner einfach geimpft, von diesen wiederum rund 5,1 Millionen bereits zweifach.

Deutschland erleichtert Einreisebestimmungen für weitere Länder

Die deutsche Regierung erleichtert ab dem Wochenende Einreisen für weitere Bürger aus Nicht-EU-Ländern.

Angesichts gesunkener Infektionszahlen würden Einreisen «zu allen zulässigen Aufenthaltszwecken einschliesslich Tourismus» aus den USA, Taiwan, Hongkong, Macau, Albanien, Serbien, Nordmazedonien und dem Libanon ab Sonntag zugelassen, teilte das Bundesinnenministerium am Freitag mit.

Damit werde die Liste der Drittstaaten, aus denen unbeschränkt nach Deutschland eingereist werden könne auf insgesamt 15 Länder erweitert.

Kanton Zürich plant vier Impfzentren für Kinder

Der Kanton Zürich plan vier Impfzentren exklusiv für Kinder. Das sagen die Zürcher Regierungsrätin Natalie Rickli und der Zürcher Regierungsrat Mario Fehr am Donnerstag im Interview mit der «NZZ».

Der Kanton wolle die 12- bis 15-Jährigen impfen, sobald er die Empfehlungen der eidgenössischen Impfkommission erhalten habe. Dafür sind laut den beiden Regierunsräten bereits 4000 bis 5000 Impfdosen von Pfizer/Biontech reserviert. Diese sollen voraussichtlich an vier Orten für Kinderimpfungen eingesetzt werden. «Der Aufwand wird grösser sein als bei den Impfungen für Erwachsene, weil die Eltern dabei sein wollen und man auch die Urteilsfähigkeit der Kinder abklären muss», sagt Rickli.

Moskau verlängert Beschränkungen

Wegen weiter rasant steigender Corona-Zahlen verhängt die russische Hauptstadt Moskau wieder eine Reihe von Beschränkungen. Veranstaltungen sollen auf maximal 1000 Menschen begrenzt werden, schrieb Bürgermeister Sergej Sobjanin am Freitag in seinem Blog.

«Theater und Kinos bleiben geöffnet», hiess es darin. Geschlossen werde dagegen die Fanzone zur Fussball-Europameisterschaft, erklärte der Bürgermeister. Spielplätze in sollen Parks weitere zehn Tage geschlossen bleiben, hiess es. «Danach schauen wir uns die Lage wieder an.»

Spiel- und Sportplätze wurden im Moskau abgesperrt. (Bild: Keystone)

In Europas grösster Metropole mit rund zwölf Millionen Einwohnern gibt es seit Tagen täglich mehr als 6000 Neuinfektionen. In Russland breitet sich laut den Behörden vor allem die zuerst in Indien entdeckte Delta-Variante des Coronavirus aus.

Wales verschiebt Corona-Lockerungen wegen Delta-Variante

Nach England hat auch der britische Landesteil Wales geplante Corona-Lockerungen wegen der Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante um vier Wochen verschoben.

«Wir haben alle Daten überprüft und werden die Änderungen der Regeln um vier Wochen verschieben», twitterte der walisische Regierungschef Mark Drakeford am späten Donnerstagabend. Sein Land habe noch immer die höchste Impfquote und die niedrigsten Corona-Zahlen im Vereinigten Königreich, aber es seien nun in allen Teilen Wales Fälle der Delta-Variante nachgewiesen worden. Mitte Juli sollen die Corona-Beschränkungen erneut überprüft werden.

Wie auch in anderen Teilen Grossbritanniens ist das Leben in Wales jedoch in vielen Bereichen ohnehin schon wieder fast zur Normalität zurückgekehrt – Pubs, Restaurants und Geschäfte haben geöffnet, auch Hochzeiten und kleinere Kulturveranstaltungen können unter Auflagen stattfinden.

Basler Chefarzt relativiert geringe Wirksamkeit von Curevac

Rückschlag für die Tübinger Biopharmafirma Curevac: Der Impfstoffkandidat hat nur eine vorläufige Wirksamkeit von 47 Prozent erzielt. Von dem Impfstoff hat auch die Schweiz fünf Millionen Dosen bestellt. Rausgeworfenes Geld? Der Basler Chefarzt und ehemaliges Mitglied der Taskforce des Bundes relativiert auf Twitter. Eine zu kleine Dosisierung sei der Grund für die geringe Wirksamkeit. Damit bestärkt er die Meinung seines Kollegen vom Unispital Zürich, Steve Pascolo. «Eine Dosis enthält nur 12 Mikrogramm RNA. Bei Biontech sind es 30 Mikrogr. bei Moderna sogar 100 Mikrogr.», schreibt Battegay auf Twitter.

Ob das Unternehmen die RNA-Dosis nun erhöht ist nicht bekannt. Der Curevac-Impfstoffkandidat ist seit rund einem halben Jahr in der finalen und damit zulassungsrelevanten 2b/3-Studienphase. Die Hoffnung, dass die Schweiz trotzdem auf einen weiteren guten Impfstoff setzt, bleibt bestehen. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) betonte gegenüber der SRF Tagesschau, dass der Bund zurzeit weiterhin auf die beiden zugelassenen Impfstoffe Moderna und Biontech/Pfizer setzt.

Weltärztechef warnt vor raschen Lockerungen der Corona-Auflagen

Weltärztechef Frank Ulrich Montgomery warnt angesichts der als besonders ansteckend geltenden Delta-Variante des Coronavirus vor zu raschen Lockerungsschritten in Deutschland.

Es sei zu erwarten, dass sich die Delta-Variante in Deutschland noch schneller ausbreite als die anderen bisherigen Formen des Virus, sagte Montgomery den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitagsausgaben). Solange noch nicht genügend Menschen geimpft seien, müssten die Ansteckungsrisiken im Alltag reduziert werden.

Im öffentlichen Nahverkehr, in Geschäften und anderen Innenräumen sollten unbedingt weiterhin FFP2-Masken getragen werden, sagte der Präsident des Weltärtzebundes. Die Bundesländer sollten jetzt prüfen, ob die von ihnen angekündigten Lockerungen nicht zu weit gingen.

Menschen treffen sich zum Essen und Trinken vor den Gebäuden des Bankendistrikts in Frankfurt. (Bild: Keystone)
Lissabon wegen Ausbreitung der Delta-Variante abgeriegelt

Lissabon wird wegen einer besorgniserregenden Zunahme der Corona-Infektionsfälle für rund zweieinhalb Tage abgeriegelt. Von Freitagnachmittag (1600 MESZ) bis Montagmorgen (0600 MESZ) dürfen die 2,8 Millionen Bewohner der portugiesischen Hauptstadt den Grossraum Lissabon nur aus triftigem Grund verlassen, wie die Regierung am Donnerstag mitteilte. Auswärtige werden nur in Ausnahmefällen einreisen dürfen.

Mit 928 neuen Infektionen binnen 24 Stunden verzeichnete Lissabon am Donnerstag den höchsten Wert seit dem 19. Februar. Das waren rund 75 Prozent aller in Portugal registrierten Fälle (1233). In der «Area Metropolitana» Lissabons wohnen aber lediglich rund 27 Prozent aller 10,3 Millionen Bürger Portugals.

Lissabon wird für zweieinhalb Tage dichtgemacht. (Bild: Keystone)

In Lissabon breite sich derzeit die zunächst in Indien entdeckte Delta-Variante des Coronavirus relativ stark aus, sagte Präsidentschaftsministerin Mariana Vieira da Silva. «Es ist nicht leicht, solche Massnahmen zu ergreifen, aber uns erschienen sie unerlässlich, damit die Lage, die in Lissabon derzeit herrscht, nicht auf das ganze Land übergreift», betonte sie.

Der einstige Hotspot Portugal hatte im Winter erfolgreich gegen Corona gekämpft und im Frühjahr zeitweilig mit die niedrigsten Werte Europas aufgewiesen. Der Ausnahmezustand zur Eindämmung der Pandemie war deshalb am 1. Mai nach fünfeinhalb Monaten zu Ende gegangen. Die landesweite 14-Tage-Inzidenz stieg jedoch nach Angaben der EU-Behörde ECDC innerhalb weniger Wochen von 55 auf 87.

Vier von fünf Erwachsenen in Grossbritannien inzwischen geimpft

In Grossbritannien sind inzwischen 80 Prozent aller Erwachsenen mindestens ein Mal gegen das Coronavirus geimpft. Das teilte das britische Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Das Ziel, allen Menschen über 18 Jahren bis zum 19. Juli ein Impfangebot zu machen, sei damit in Reichweite. Der Anteil der Erwachsenen, die beide Impfungen erhalten haben, liegt den Angaben zufolge bei knapp 60 Prozent. Noch in dieser Woche soll laut Gesundheitsminister Matt Hancock die Impfpriorisierung enden. Alle über 18-Jährigen können dann einen Termin buchen – bislang war die Impfreihenfolge streng nach Risikogruppen gegliedert.

(Bild: Keystone)

Wegen der Ausbreitung der Delta-Variante in Grossbritannien hat die Regierung die eigentlich für den 21. Juni geplante Aufhebung aller Corona-Massnahmen bis zum 19. Juli verschoben. Zudem können über 40-Jährige nun bereits nach acht Wochen eine Zweitimpfung erhalten, statt wie bisher erst nach zwölf Wochen.

Italien macht Weg für digitalen Corona-Pass frei

Italien hat den Weg für das EU-weit gültige Corona-Zertifikat frei gemacht. Regierungschef Mario Draghi habe dazu eine Verordnung unterzeichnet, die festlege, wie die «Grünen Pässe» ab sofort ausgegeben werden, teilte die Regierung am Donnerstag mit. Der Pass erleichtere es den Menschen, an öffentlichen Veranstaltungen wie Konzerten teilzunehmen oder Altenheime zu betreten.

Die italienische Regierung setzte nach eigenen angaben die EU-Regeln für den «Grünen Pass» um. Damit sei garantiert, dass das Zertifikat in allen EU-Ländern genutzt werden könne und dass Reisende sich in der EU frei bewegen könnten. Menschen, die vollständig geimpft sind, eine Corona-Infektion überstanden haben oder negativ auf das Virus getestet wurden, können sich das Zertifikat herunterladen. Beim Reisen können so etwa Quarantänevorgaben umgangen werden.

EMA: Vorerst keine Folgen für Zulassungsverfahren von Curevac

Die enttäuschenden Zwischenergebnisse zur Wirksamkeit des Impfstoffes des Tübinger Herstellers Curevac haben vorerst keine Folgen für das Prüfverfahren bei der Europäischen Arzneimittelbehörde. Es gebe keine harte Mindestgrenze bei der Wirksamkeit, erklärte die EMA am Donnerstag in Amsterdam. Vor einer Bewertung müssten alle Ergebnisse vorliegen.

Curevac hatte zuvor mitgeteilt, dass der Impfstoff des Unternehmens einer Zwischenanalyse zufolge eine Wirksamkeit von nur 47 Prozent gegen eine Covid-19-Erkrankung «jeglichen Schweregrades» zeige. Das ist niedriger als bei anderen Impfstoffen.

Der Impfstoff von Curevac hat lediglich eine Wirksamkeit von 47 Prozent. (Bild: Keystone)

Bei klinischen Studien werde zwar von einer Mindestgrenze von 50 Prozent Wirksamkeit ausgegangen, sagte die EMA. Aber vor allem im Zusammenhang mit den neuen Virusvarianten müsse man die Daten sehr gut prüfen und Vorzüge gegen Nachteile abwägen.

Die Experten der EMA prüfen zur Zeit vier Impfstoff-Kandidaten. Wann mit einer Entscheidung zu rechnen sei, sei noch nicht abzusehen. Die Hersteller müssen nach Angaben der Behörde noch zusätzliche Daten liefern.

Dänemark will 12- bis 15-Jährige impfen

In Dänemark sollen auch Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren gegen Covid-19 geimpft werden. Ihnen soll im Rahmen der nationalen Impfkampagne eine Corona-Impfung angeboten werden, nachdem alle anderen Impfgruppen im Alter ab 16 Jahren an der Reihe gewesen sind.

Das empfahl die dänische Gesundheitsverwaltung (SST) am Donnerstag. Das bedeutet, dass es für die Jüngeren gemäss dem derzeitigen Impfkalender voraussichtlich ab September soweit ist.

Die Europäische Arzneimittelagentur hatte den Impfstoff von Biontech/Pfizer im Mai für Kindern ab zwölf Jahren zugelassen. (Bild: Keystone)

SST-Direktor Søren Brostrøm sagte auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen, dies geschehe in erster Linie aus einem Wunsch heraus, den Grad der Immunität innerhalb der Bevölkerung zu erhöhen. Das werde auch eine Auswirkung darauf haben, die Pandemie im Winter unter Kontrolle zu behalten. Das Ganze sei vollkommen freiwillig.

Löwe stirbt mit oder an Corona in indischem Zoo

Ein Löwe ist in einem indischen Zoo gestorben, nachdem er zuvor positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Bereits Anfang Monat war in dem gleichen Zoo in Chennai eine Löwin nach einen positiven Test gestorben, und weitere Löwen waren infiziert worden.

Der gestorbene Löwe Pathbanathan habe zunächst etwas gehustet, später habe er aufgehört zu fressen, sagte der Zoo-Vizechef der Zeitung «The New Indian Express». Sein Zustand habe sich trotz aller Anstrengungen der Tierärzte schnell verschlechtert. Am Dienstag habe das zwölf Jahre alte Tier Mühe beim Atmen gehabt, am Mittwoch sei es dann gestorben.

Nach dem Tod der Löwin Anfang Juni hatte der Arignar Anna Zoological Park mitgeteilt, Tierpfleger seien gegen Corona geimpft und trügen Schutzanzüge.

Hunderte Infektionen im Gesundheitswesen in Indonesien trotz Impfung

In Indonesien haben sich Hunderte Ärzte und Mitarbeiter des Gesundheitswesens trotz vollständiger Impfung mit dem Coronavirus infiziert.

Die Betroffenen arbeiteten alle in der Region Kudus in Zentral-Java und seien mit dem Vakzin des chinesischen Herstellers Sinovac geimpft worden, sagte Siti Nadia Tarmizi, eine Sprecherin des indonesischen Impfprogramms, am Donnerstag. Alle zeigten jedoch nur milde Symptome. «Sinovac ist wirksam gegen die neuen Varianten», betonte Tarmizi.

Aargauer Impfzentren bieten künftig Impfung ohne Anmeldung an

Personen ab 18 Jahren können sich ab dem 28. Juni ohne Voranmeldung in den Aargauer Impfzentren die erste Impfdosis gegen Covid-19 verabreichen lassen. Den Termin für die zweite Dosis kann man anlässlich der ersten Impfung vereinbaren.

Fast alle registrierten impfwilligen Aargauerinnen und Aargauer hätten ihre Impftermine bereits erhalten, teilte das kantonale Departement Gesundheit und Soziales (DGS) am Donnerstag mit. Täglich würden sich noch immer knapp 1000 Personen für die Impfung anmelden. Fast alle von ihnen würden umgehend einen Termin bekommen.

Die zweite Woche in Folge wurden im Aargau über 50’000 Personen geimpft. (Bild: Keystone)

Beim neuen Walk-in-Angebot ohne Voranmeldung ab dem 28. Juni werden die persönlichen Daten vor Ort erfasst. Das Angebot sei beschränkt, schrieb das DGS. Es könne Ausnahmesituationen geben, in denen Personen abgewiesen werden müssten.

Mehr dazu hier.

Zwei Corona-Fälle bei den Slowaken

Die Slowakei ist vor ihrem zweiten EM-Spiel am Freitag gegen Schweden in St. Petersburg von zwei Corona-Fällen betroffen. Verteidiger Denis Vavro und ein Betreuer mussten sich nach positiven Tests in Isolation begeben.

Sie würden eng mit den russischen Gesundheitsbehörden zusammenarbeiten und hätten sofort das Protokoll der UEFA angewendet, damit sich das Virus nicht weiter im Team verbreiten könne, versicherte der slowakische Coach Stefan Tarkovic.

UEFA-Turnierdirektor Martin Kallen sagte während einer Medienrunde am Donnerstag, man gehe vom planmässigen Anpfiff des Spiels aus. «Im Moment mache ich mir keine Sorgen», sagte der Schweizer.

Italien will Maskenpflicht draussen beenden

Italiens Regierung steuert wegen der niedrigeren Corona-Zahlen auf eine Abschaffung der Maskenpflicht im Freien zu. Wann genau die seit Herbst 2020 geltende Pflicht zum Tragen der Corona-Schutzmasken für den Aussenbereich fällt, war am Donnerstag noch offen.

Aussenminister Luigi Di Maio schrieb auf Facebook: «Die Maske draussen ab dem Sommer abnehmen zu können, ist das Ziel der Regierung, und es ist nahe.» Zeitungen spekulierten über Mitte Juli, andere hielten eine schnellere Lockerung für möglich. In Südtirol, wo die Landesregierung oft einen Sonderkurs in der Corona-Politik fährt, fällt schon ab Montag (21. Juni) die generelle Maskenpflicht draussen.

(Bild: Keystone)

Der Chef der in Italien mitregierenden rechten Lega, Matteo Salvini, machte nach eigenen Angaben bei einem Gespräch mit Premier Mario Draghi in Rom Druck auf eine schnelle landesweite Lockerung. Er sprach nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa über eine mögliche Perspektive «von Tagen» für die «Freiheit beim Atmen».

Draghi ist für seinen vorsichtigen Kurs bei der Entschärfung von Vorschriften bekannt. Di Maio von der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung erläuterte: «Wir warten schon seit Monaten auf diesen Moment, und jetzt, wo die Zahlen zeigen, dass wir die Gesundheitskrise überwinden, muss man schneller vorangehen.» Vor zwei Monaten habe es mehr als 3000 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen gegeben, am Vortag seien es etwa 470 gewesen.

In der Autonomen Provinz Südtirol muss die Corona-Maske ab Montag im Freien nur noch bei Menschenansammlungen getragen werden. Die Bürger müssen den Mund-Nasen-Schutz aber weiter dabei haben, wie die Landesregierung am Dienstag in Bozen angekündigt hatte. Für Innenräume etwa in Geschäften, Museen, Bussen, Zügen und Restaurants, dürfte die Tragepflicht in Italien zunächst unverändert bleiben.

BAG meldet xxx Neuinfektionen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem BAG am Donnerstag innerhalb von 24 Stunden 194 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG sieben neue Todesfälle und 78 Spitaleinweisungen. Mehr dazu hier.

Japan lockert Corona-Notstand für Tokio

Nach Ende des wochenlangen Notstands an diesem Sonntag werde man jedoch verschiedene Restriktion weiter aufrechterhalten, beschloss die Regierung von Ministerpräsident Yoshihide Suga. So darf zwar Alkohol wieder ausgeschenkt werden, aber nur bis 19.00 Uhr. Zudem sind Restaurants weiter aufgerufen, schon um 20.00 Uhr zu schliessen.

Gut einen Monat vor Beginn der Olympischen Spiele in Tokio sieht Japans Regierung die Corona-Lage entspannter. Der wochenlange Notstand für Tokio wird aufgehoben. (Symbolbild: Keystone)

Angesichts landesweit gesunkener Infektionszahlen will die Regierung eine begrenzte Zahl an heimischen Zuschauern in den Olympia-Wettkampfstätten zulassen. Wie lokale Medien berichteten, erwägt die Regierung in Tokio eine Obergrenze von 10’000 Zuschauern. Fans aus dem Ausland sind bereits ausgeschlossen worden.

Erstes Kreuzfahrtschiff in Mallorca seit 15 Monaten

Erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie ist wieder ein Kreuzfahrtschiff in Palma auf Mallorca vor Anker gegangen. Die «Mein Schiff 2» der deutschen Reederei Tui Cruises kam am frühen Donnerstagmorgen in Mallorca an. Für die meisten der hauptsächlich deutschen Passagiere war die beliebte Urlauberinsel Endpunkt ihrer Kreuzfahrt. Die Fahrt führte über Málaga nach Palma.

Corona-Infektionen in England steigen wieder stark

Wegen der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus steigt die Zahl der Neuinfektionen in England wieder stark an. Einer Datenanalyse im Auftrag der Regierung zufolge lag das Wachstum zwischen dem 3. Mai und dem 7. Juni bei 50 Prozent.

Wegen dem erneuten Anstieg der Neuinfektionen musste Grossbritannien auf weitere Lockerungen vorerst verzichten. (Keystone)

Der Zeitraum stimme mit der Verbreitung von Delta überein, teilte das Gesundheitsministerium in London am Donnerstag mit. Treiber seien junge und meist ungeimpfte Menschen. Mehr dazu hier.

US Open wieder vor vollen Zuschauerrängen

Das US Open wird in diesem Jahr wieder vor vollen Zuschauerrängen ausgetragen. Während der zwei Wochen vom 30. August bis 12. September in Flushing Meadows in New York soll eine hundertprozentige Zuschauerkapazität erlaubt sein. Wie die US Tennis Association bekanntgab, sollen im Juli alle Tickets für das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres in den Verkauf gehen.

Diese Gottesanbeterin ist bald nicht mehr alleine: An den US Open wird wieder vor vollen Zuschauerrängen gespielt. (Keystone)

Das US Open wäre damit das erste Grand-Slam-Turnier mit voller Zuschauerauslastung seit dem Australian Open im Januar/Februar 2020. Im Vorjahr schlugen die Profis in New York wegen der Corona-Pandemie vor leeren Rängen auf. 2019 hatten mehr als 700’000 Menschen das US Open besucht.

Aargauer Regierungsrat begrüsst Corona-Öffnungsschritt des Bundes

Der Aargauer Regierungsrat hat sich positiv zu den vom Bundesrat ab dem 28. Juni geplanten Lockerungen der Corona-Massnahmen geäussert. Dabei begrüsst der Regierungsrat die zentrale Rolle, die das Covid-Zertifikat spielen soll.

Österreich lockert weiter - Sperrstunde fällt weg

In Österreich fallen zum 1. Juli weitere Corona-Beschränkungen. So wird die wegen der Corona-Krise eingeführte Sperrstunde aufgehoben. Damit sei auch die Nachtgastronomie bei zunächst etwas reduzierter Kapazität wieder möglich, sagte Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Donnerstag in Wien.

«Es kann getanzt, geheiratet, gefeiert werden», sagte Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Donnerstag in Wien. (Keystone)

Kunst, Kultur und Sport seien – wie bereits vor einiger Zeit angekündigt – ab 1. Juli wieder in ihrer ganzen Breite zu erleben, sagte Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer (Grüne). Alle Veranstaltungen seien dann ohne Obergrenzen für das Publikum möglich. Dann würden auch wieder Events mit Stehplätzen erlaubt. Statt einer FFP2-Masken-Pflicht werde im Handel, in Bussen und Bahnen sowie in den Museen das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ausreichen. Mehr dazu hier.

Keine Ausnahmen für Covid-Zertifizierte bei Zugang zu Anlässen

Personen mit einem Covid-Zertifikat sollen nicht von Zugangsbeschränkungen ausgenommen werden. Der Ständerat hat am Donnerstag dem Nationalrat nachgegeben und den entsprechenden Antrag der Einigungskonferenz in diesem Punkt gutgeheissen.

(Symbolbild: Keystone)

Ausnahmen für Geimpfte, Getestete und Genesene soll es also nicht geben. Der Ständerat hätte solche Privilegien für «3G-Zertifizierte» gerne ins Gesetz geschrieben, fügte sich am Schluss aber der grossen Kammer. Es gebe zu viele ungelöste Fragen, etwa die Trennung von Personen mit und ohne Zertifikat, war deren Hauptargument. Mehr dazu hier.

Uhrenexporte nähern sich im Mai dem Vor-Corona-Niveau an

Die Ausfuhren von Schweizer Uhren sind im Mai im Vergleich zum Vorjahr wie erwartet in die Höhe geschnellt. Damals waren sie auf dem Höhepunkt der Pandemie regelrecht eingebrochen. Die aktuellen Zahlen liegen nun schon fast wieder auf Vorkrisen-Niveau.

Die aktuellen Mai-Werte liegen nun aber nicht nur deutlich über dem Vorjahreswert, sondern auch beinahe auf jedem vom Mai 2019 (2,04 Mrd). (Symbolbild: Keystone)

Insgesamt beliefen sich die Uhrenexporte im Mai auf 1,80 Milliarden Franken, wie den Zahlen der Eidgenössische Zollverwaltung vom Donnerstag zu entnehmen ist. Das entspricht einer massiven Steigerung um fast 180 Prozent. Vor einem Jahr waren wegen des Shutdowns zur Eindämmung der Coronapandemie nur noch Uhren im Wert von knapp 656 Millionen Franken ins Ausland abgesetzt worden.

Curevac-Impfstoffkandidat weniger wirksam als erhofft

Rückschlag für einen Hoffnungsträger der Impfkampagne in Deutschland: Im Rennen um die Markteinführung eines weiteren hochwirksamen Corona-Impfstoffs hat die Tübinger Biopharmafirma Curevac einen empfindlichen Dämpfer publik gemacht. Das Unternehmen musste am späten Mittwochabend in einer Pflichtbörsenmitteilung einräumen, dass der eigene Impfstoffkandidat CVnCoV in einer Zwischenanalyse nur eine vorläufige Wirksamkeit von 47 Prozent gegen eine Corona-Erkrankung «jeglichen Schweregrades» erzielt habe. Damit habe er die vorgegebenen statistischen Erfolgskriterien nicht erfüllt.

Zur Frage, wie es mit dem bisherigen Impfstoffkandidaten nun weitergehen soll, äusserte sich Curevac in der Mitteilung nicht im Detail. (Keystone)

Der Curevac-Impfstoffkandidat befindet sich schon seit Dezember – also seit rund einem halben Jahr – in der finalen und damit zulassungsrelevanten 2b/3-Studienphase. Während zahlreiche Konkurrenten ihre Vakzine längst auf den Markt gebracht haben, sammelt Curevac nach wie vor Daten. Ob Curevac nun überhaupt absehbar – und wenn, wann – liefern kann, bleibt vorerst unklar.

Vom Impfstoff Curevac hat die Schweiz fünf Millionen Dosen bestellt. Der Impfstoff ist in der Schweiz jedoch noch nicht zugelassen.

Onlinehandel bleibt weiter auf Wachstumskurs

Der Onlinehandel hat vergangenes Jahr wegen der Coronapandemie einen Riesenschub erlebt. Und nachdem die Konsumenten auf den Geschmack des Internetshoppings gekommen sind, dürfte der Boom laut Experten auch weiterhin anhalten.

Gesamthaft stiegen die Onlineverkäufe in der Schweiz über Webseiten mit einer Schweizer Domain vergangenes Jahr um knapp ein Drittel, wie aus einer Studie des Marktforschungsunternehmens GfK hervorgeht. Zum Vergleich: Die stationären Läden erzielten nur ein Wachstum von 2,6 Prozent.

US-Notenbank bestätigt Leitzinsen

Die US-Notenbank Fed hat ihre sehr lockere Geldpolitik bestätigt. Der Leitzins bleibe in der Spanne von null bis 0,25 Prozent, teilte die Notenbank am Mittwoch in Washington nach ihrer Zinssitzung mit. Ökonomen hatten mit der Entscheidung gerechnet. Ziel der lockeren Linie ist es, die US-Wirtschaft in der Corona-Pandemie zu stützen.

Allerdings signalisierten die Währungshüter in ihren Projektionen im Mittel erstmals seit Beginn der Krise, dass es 2023 eine Erhöhung geben könnte. Bislang hatten sie eine Zinswende erst ein Jahr später angepeilt.

Ungarn öffnet nach Pandemie am 24. Juni die Schengen-Binnengrenzen

Das EU-Land Ungarn hebt am 24. Juni die wegen der Corona-Pandemie eingeführten Kontrollen an den Binnengrenzen des Schengen-Raums wieder auf. Dies erklärte der ungarische Aussenminister Peter Szijjarto am Mittwoch in der Botschaft seines Landes in der slowakischen Hauptstadt Bratislava. Voraussetzung dafür sei, dass es in Hinblick auf die Pandemie bis dahin «keine unerwartete Wendung» gibt, fügte er hinzu.

Szijjarto sprach am Mittwoch in Bratislava mit Vertretern der Parteien der ethnischen Ungarn, die sich demnächst vereinigen wollen. Zur Aufhebung der Grenzkontrollen, die sich auf die Nachbarländer Österreich, Slowakei und Slowenien bezieht, sagte er: «Wenn es gelingt, die Entscheidung umzusetzen, wird man endlich wieder jeden Grenzübergang zwischen den beiden Ländern (Ungarn und Slowakei) frequentieren können.» Im Zuge der Pandemiebekämpfung hatte Ungarn zahlreiche kleine Grenzübergänge völlig geschlossen.

Corona-Aufbauhilfen für Portugal und Spanien gebilligt

Knapp ein Jahr nach dem EU-Beschluss für ein grosses Corona-Aufbauprogramm haben die wirtschaftlich hart getroffenen Länder Spanien und Portugal konkrete Aussicht auf das erste Geld. Die EU-Kommission billigte am Mittwoch die Aufbaupläne beider Länder – 69,5 Milliarden Euro für Spanien und 16,6 Milliarden Euro für Portugal.

Kommissionschefin Ursula von der Leyen reiste zur Übergabe der Bescheide persönlich nach Lissabon und Madrid. Der Start der Auszahlungen wird für Juli erwartet. Vorher muss noch der Rat der EU-Länder zustimmen.

Das Geld kommt aus dem Aufbaufonds RRF, dem Herzstück des im Sommer 2020 vereinbarten Programms Next Generation EU im Umfang von 750 Milliarden Euro – angepasst an die Inflation beträgt die Summe sogar rund 800 Milliarden Euro. Damit soll die europäische Wirtschaft nach der Pandemie wieder auf die Beine kommen und zugleich modernisiert werden. Das Geld gibt es teils als Zuschuss, teils als Kredit. Finanziert wird das Programm über gemeinsame Schulden.

Corona geleugnet und Personal belästigt: Klinik-Verbot für Briten

Sie stellten die Corona-Pandemie in Live-Videos aus Kliniken als Falschmeldung dar und belästigten das Personal – nun dürfen vier Männer in England nur noch aus medizinischen Gründen ein Krankenhaus betreten. Die Polizei der westenglischen Stadt Worcester belegte die Männer im Alter von 27 bis 34 Jahren mit einem entsprechenden Verbot, sie müssen zudem Geldstrafen wegen Verstosses gegen Corona-Regeln zahlen.

Das Quartett hatte Krankenhauspersonal belästigt, als es in Livestreams aus mehreren Kliniken behaupteten, die Corona-Risiken würden völlig übertrieben dargestellt. Die Männer trugen dabei weder Masken noch hielten sie Abstand, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte.

Grossbritannien: Höchster Wert an Corona-Neuinfektionen seit Februar

Die Delta-Variante des Coronavirus treibt die Zahl der Neuinfektionen in Grossbritannien weiter deutlich in die Höhe. Am Mittwoch meldeten die Behörden 9055 neue Fälle – das waren etwa 1380 mehr als am Vortag und der höchste Tageswert seit Februar. Die Sieben-Tage-Inzidenz, die noch Anfang Mai unter 20 lag, stieg mittlerweile wieder auf deutlich mehr als 70 Neuinfektionen pro 100’000 Einwohner binnen sieben Tagen.

 

Grossbritannien kämpft gegen die sich rasant verbreitende Delta-Variante. (Bild: Keystone)

Wie schnell sich das Virus derzeit ausbreitet, zeigt die Gesamtzahl der Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage: 55 216 Fälle zwischen dem 10. und 16. Juni bedeuten ein Plus von fast einem Drittel im Vergleich zur Vorwoche. Experten gehen zudem von einer Dunkelziffer in etwa gleicher Höhe aus. Die Zahl der Krankenhauseinweisungen nahm im Wochenvergleich sogar um 40 Prozent zu.

Nationalrat für Intervention bei Kantonen für Schutzmassnahmen

Der Nationalrat verlangt, dass Pflegeheimen zusätzliche Quarantäne-Anweisungen erhalten und die Intensivpflegeplätze der Spitäler finanziell abgesichert werden. Er hat am Mittwoch gegen den Willen des Bundesrates einen entsprechenden Vorstoss mit 128 zu 57 Stimmen bei 5 Enthaltungen gutgeheissen.

Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates (SGK-N) wollte den Bundesrat beauftragen, den Kantonen diesbezüglich Dampf zu machen. Sie müssten den Pflegeheimen die nötigen Mittel in die Hand geben, damit sie regelmässig testen und dem Personal ermöglichen können, die Quarantäneregeln einzuhalten. Falls Personal fehle, müsse die Armee Leute zur Verfügung stellen.

Die Spitäler ihrerseits benötigten genaue Vorgaben und die notwendige finanzielle Sicherheit, damit sie ihre Intensivpflegekapazitäten bei einem erneuten Aufflammen der Pandemie rasch steigern könnten. Kommissionssprecher Pierre-Yves Maillard (SP/VD) räumte ein, die Lage sei unterdessen weniger angespannt. Aber niemand wisse, wie es nächsten Herbst oder Winter aussehe. Die Institutionen müssten bereit sein.

Estland nicht mehr Risikogebiet

Das BAG veröffentlicht seine neue Liste mit den Risikogebieten. Neu müssen Reisende aus Estland nicht mehr in Quarantäne. Damit ist die Risikoliste so kurz, wie noch nie zuvor, seit ihrer Einführung.

Die vollständige Liste aller Regionen und Staaten, die in der Schweiz als Risikogebiet gelten, finden Sie hier.

Britischer Ex-Berater Cummings erhebt erneut schwere Vorwürfe gegen Johnson

Der frühere Regierungsberater Dominic Cummings hat erneut schwere Vorwürfe gegen den britischen Premier Boris Johnson erhoben.

In einem langen Beitrag auf seiner privaten Internetseite warf er der Regierung vor, die Wahrheit zu verdrehen und ihre Entscheidungen in der Corona-Pandemie nachträglich schön zu reden. Alles zum Thema gibt es hier.

 

Legt Auszüge aus Whatsapp-Chats als Beweise für seine Corona-Vorwürfe vor: Der frühere britische Regierungsberater Dominic Cummings. (Bild: Keystone)

Nationalrat will keine sofortige Aufhebung der «besonderen Lage»
Der Nationalrat lehnt die Motion der SVP ab, die «besondere Lage» sofort aufzuheben. (Bild: Keystone)

Die SVP-Fraktion möchte den Bundesrat verpflichten, die «besondere Lage» gemäss Epidemiengesetz sofort aufzuheben. Sie steht mit ihrem Anliegen alleine da. Der Nationalrat hat am Mittwoch eine entsprechende Motion abgelehnt.

Seit genau einem Jahr gilt in der Schweiz die «besondere Lage», die dem Bundesrat noch immer weitgehende Kompetenzen bei den Eindämmungsmassnahmen gegen das Coronavirus gibt. Jedoch haben auch die Kantone und das Parlament wieder ein Wort mitzureden. Alle Hintergründe zum Thema lesen Sie hier.

Wimbledon Final in vollem Stadion

Die Organisatoren in Wimbledon rechnen für die entscheidende Phase des Grand-Slam-Turniers mit vollen Rängen. Ab den Halbfinals soll der 15’000 Zuschauer fassende Centre Court voll ausgelastet werden.

Mehr Publikum für Roger Federer? Ab den Halbfinals soll der 15’000 Zuschauer fassende Centre Court voll ausgelastet werden. (Bild: Keystone)

Die Organisatoren von Wimbledon wollen gemäss einer Mitteilung die Auslastung kontinuierlich steigern. Zum Start des Rasenturniers in Wimbledon sollen der Centre Court und der zweitgrösste Platz bis zur Hälfte gefüllt werden, während kleinere Plätze bis zu 75 Prozent ausgelastet werden können. Für die Achtel- und Viertelfinals soll die Zuschauerzahl auf den Hauptplätzen ein erstes Mal erhöht werden. Alles zum Thema gibt es hier.

Räte uneinig über Ausnahme für Covid-Zertifikat bei Zugangsbeschränkungen

Im Parlament ist umstritten, ob Personen mit einem Covid-Zertifikat von den Zugangsbeschränkungen ausgenommen werden sollen. Während der Ständerat solche Ausnahmen für Geimpfte, Getestete und Genesene befürwortet, lehnt sie der Nationalrat ab.

Die Zugangsbeschränkungen um das Covid-Zertifikat sind im Parlament umstritten. (Bild: Keystone)

Die grosse Kammer ist am Mittwoch einem entsprechenden Antrag der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats (WBK-N) gefolgt. Die Kommission sah zu viele ungelöste Fragen, etwa die Trennung von Personen mit und ohne Zertifikat, wie Matthias Aebischer (SP/BE) sagte. Nun muss sich die Einigungskonferenz mit der Frage der Privilegien für Menschen mit Covid-Zertifikat befassen.

Der Ständerat möchte, dass Inhaberinnen und Inhaber des Covid-Zertifikats von Zugangsbeschränkungen für öffentliche Veranstaltungen und Messen ausgenommen werden. Dies entschied er mit 25 zu 16 Stimmen und bei einer Enthaltung. Mehr dazu lesen Sie hier.

US-Exporteure heben Preise in Rekordtempo an - Plus 17,4 Prozent

Die US-Exporteure haben ihre Preise im Mai so stark angehoben wie noch nie. Sie stiegen um 17,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Arbeitsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte.

Das ist das grösste Plus seit Beginn dieser Statistik 1983. Auch die US-Importe verteuerten sich deutlich: Sie legten um 11,3 Prozent zu und damit so kräftig wie seit September 2011 nicht mehr.

Ein Jahr zuvor waren die Preise wegen der Corona-Pandemie in den Keller gerauscht, doch befindet sich die weltgrösste Volkswirtschaft auch dank erheblicher Impffortschritte inzwischen in einem kräftigen Aufschwung. Das treibt die Preise hoch – unter anderem für Ölimporte. Auch Engpässe durch gestörte Lieferketten treiben die Preise hoch.

Grünes Licht aus Brüssel für Corona-Aufbauhilfen an Portugal

Knapp ein Jahr nach dem EU-Beschluss für ein gemeinsames Corona-Aufbauprogramm haben die wirtschaftlich hart getroffenen Länder Portugal und Spanien konkrete Aussicht auf das erste Geld. Der Start der Auszahlungen wird für Juli erwartet.

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen reiste am Mittwoch nach Südeuropa, um die ersten Bescheide für die Milliardenhilfen persönlich in Lissabon und Madrid zu übergeben. Als erstes Land überhaupt bekam Portugal von der EU-Kommission grünes Licht für seinen Aufbauplan im Umfang auf 16,6 Milliarden Euro, wie die Brüsseler Behörde mitteilte. Davon sollen 13,9 Milliarden Euro als Zuschuss und 2,7 Milliarden als Kredit fliessen.

Das Geld kommt aus dem Aufbaufonds RRF, dem Herzstück des im Sommer 2020 vereinbarten Programms Next Generation EU im Umfang von 750 Milliarden Euro – angepasst an die Inflation beträgt die Summe sogar rund 800 Milliarden Euro. Damit soll die europäische Wirtschaft nach der Pandemie wieder auf die Beine kommen und zugleich modernisiert werden. Das Geld gibt es teils als Zuschuss, teils als Kredit. Finanziert wird das Programm über gemeinsame Schulden.

Detailhandel kratzt dank Pandemie an der 100-Mrd-Grenze

Den Umsatz dank der Pandemie gesteigert: Die Schweizer Detailhändler haben im Jahr 2020 nur knapp die 100-Milliarden-Marke verpasst. Kochen, gärtnern und zuhause arbeiten: Während des Lockdowns habt sich die Bevölkerung mit Dingen wie Lebensmittel, Blumenerde oder Bildschirme eingedeckt und ausgesprochen viel online bestellt. Die hiesigen Detailhändler haben nur knapp die 100-Milliarden-Marke verpasst.

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Randgruppen auch beim Impfen zumeist benachteiligt

Benachteiligte Gesellschaftsgruppen sind laut einem EU-Menschenrechtsbericht auch in vielen nationalen Covid-Impfplänen zu kurz gekommen.

Die Europäische Agentur für Grundrechte (FRA) in Wien kritisierte am Mittwoch, dass der Fokus auf ältere Menschen, medizinisches Personal und Schlüsselkräfte manchmal den Blick auf andere Risikogruppen verstellt habe.

Laut einem Bericht der FRA, der die Situation Ende April widerspiegelt, waren nur in einem Drittel der EU-Länder Gefangene für Impfungen bevorzugt vorgesehen, obwohl sie wegen ihrer gedrängten Unterbringung einem höheren Infektionsrisiko ausgesetzt sind. In vielen Ländern war zudem keine Priorisierung für Obdachlose, Geflüchtete, Migranten und Angehörige der Roma vorgesehen. Auch diese Gruppen seien wegen ihrer Lebens- und Gesundheitssituation oft einer grösseren Gefahr durch Covid-19 ausgesetzt, betonten die EU-Menschenrechtler.

Nur in Deutschland, Österreich und Rumänien wurden sowohl Obdachlose als auch Gefangene sowie Menschen in Einrichtungen für Geflüchtete als priorisierte Gruppen definiert. Die FRA beschäftigte sich in ihrem Bericht auch mit digitalen Impf-, Test- und Genesungszertifikaten. Die Diskriminierung von Ungeimpften müsse vermieden werden, hiess es: «Negative Tests sollten Menschen dieselben Rechte und Freiheiten ermöglichen wie Impfzertifikate.»

Moskau führt Corona-Pflichtimpfungen in Unternehmen ein

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen verpflichtet Russlands Hauptstadt Moskau eine Reihe von Unternehmen, mindestens 60 Prozent ihrer Mitarbeiter impfen zu lassen.

Unter anderem im Handel, in der Gastronomie sowie im Bildungs-, Kultur- und Sportbereich soll diese Impfquote bis Mitte August erfüllt sein, wie aus einer Anordnung der obersten Amtsärztin Moskaus, Jelena Andrejewa, hervorgeht. Die neue Regelung gilt auch für staatliche und kommunale Einrichtungen.

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Angesichts steigender Fallzahlen verpflichtet Moskau eine Reihe von Unternehmen ihre Mitarbeiter zu impfen. (Bild: Keystone)

Johnson & Johnson liefert nach EU-Angaben weniger als geplant

Der US-Hersteller Johnson & Johnson kann nach Angaben der EU-Kommission sein Lieferziel für Corona-Impfstoff bis Ende Juni nicht einhalten. Die den EU-Staaten zugesagte Menge von 55 Millionen Dosen im zweiten Quartal werde nicht erreicht, sagte ein Kommissionssprecher am Mittwoch in Brüssel.

Wie viel geliefert werde, könne er noch nicht sagen. Der Sprecher bekräftigte aber das Ziel, bis Ende Juli insgesamt genug Corona-Impfstoff verschiedener Hersteller zu haben, damit 70 Prozent der Erwachsenen in der EU geimpft werden können.

Der US-Hersteller Johnson & Johnson kann sein Lieferziel für die EU nicht einhalten. (Bild: Keystone)

Der Impfstoff von Johnson & Johnson ist wichtig für die europäische Impfkampagne, weil anders als bei anderen Vakzinen eine Dosis für den vollen Impfschutz ausreicht. Sehr seltene Thrombosefälle bei Geimpften hatten kritische Fragen aufgeworfen, doch hat der Impfstoff weiter die uneingeschränkte Zulassung durch die EU-Arzneimittelagentur EMA.

BAG verzeichnet 282 neue Corona-Fälle

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch innerhalb von 24 Stunden 282 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG sechs neue Todesfälle und 19 Spitaleinweisungen.

Alle aktuellen Zahlen finden Sie hier.

Solothurner Regierung begrüsst Lockerungen des Bundes

Der Solothurner Regierungsrat hat die vom Bundesrat ab dem 28. Juni geplanten Lockerungen der Corona-Massnahmen begrüsst. Diese würden zu deutlichen Erleichterungen in Beruf und Freizeit führen.

Die Lockerungen brächten eine spürbare Normalisierung des Alltags mit sich, teilte die Solothurner Staatskanzlei am Mittwoch mit. Sie würden eine kontrollierte Durchführung von privaten und öffentlichen Veranstaltungen, Messen sowie Sport- und Kulturaktivitäten ermöglichen. Die Lockerungen sind derzeit bei den Kantonen in der Vernehmlassung. Der Bundesrat will am 23. Juni darüber entscheiden.

Je mehr Personen sich impfen lassen würden, desto geringer sei das Risiko, dass mit Lockerungen die Fallzahlen wieder stark ansteigen würden, schrieb die Staatskanzlei weiter. Im Kanton Solothurn gebe es genügend freie Impftermine und Impfstoff. Wer sich jetzt für die Impfung anmelde, erhalte rasch einen Termin.

Indien öffnet den Taj Mahal wieder

Indiens berühmteste Sehenswürdigkeit, der Taj Mahal, ist nach zwei Monaten Corona-Zwangspause wieder geöffnet.

Angesichts sinkender Infektionszahlen dürften ab Mittwoch täglich 650 Besucher auf das Gelände des Marmormonuments und Unesco-Weltkulturerbes, wo an gut besuchten Tagen vor der Corona-Krise um die 25’000 gewesen seien, sagte ein Sprecher der zuständigen Behörde der Deutschen Presse-Agentur.

Die Gäste müssten dabei immer Masken tragen, Abstand halten, ihre Temperatur messen sowie ihre Hände desinfizieren lassen, und sie dürften keine Oberflächen berühren. Tickets müssen online erworben werden.

Das Monument, das ein Mughal-Herrscher im 17. Jahrhundert für seine Lieblingsfrau bauen liess, soll zudem dreimal täglich gereinigt werden.

Weitere 5 Millionen Franken für Coronahilfe gesammelt

Nach dem Spendenaufruf der Glückskette sind weitere fünf Millionen Franken für die internationale Coronahilfe zusammengekommen. Damit summiert sich der Spendenbetrag der Schweizer Bevölkerung seit letztem Oktober auf mehr als 14 Millionen Franken. Das Geld fliesst neu auch in Projekte in Nepal und Indien.

Die Schweizer Bevölkerung zeigte sich auch beim erneuten Aufruf für die internationale Coronahilfe sehr solidarisch, wie die Glückskette am Mittwoch mitteilte. Zu den bisher 20 finanzierten Projekten in 14 Ländern werden bereits neun weitere Projektanfragen geprüft, hiess es weiter.

Die Glückskette sammelte weitere 5 Millionen Franken für internationale Coronahilfe. (Bild: Keystone)

Die Hilfe konzentriert sich auf die Stärkung der lokalen Gesundheitsversorgung, auf die Gesundheitsprävention, die Verteilung von medizinischem Schutzmaterial wie Masken und Desinfektionsmittel sowie auf Sensibilisierungskampagnen.

Ende Mai rief das Hilfswerk zu weiteren Spenden zugunsten der vom Coronavirus Betroffenen auf. Die bis damals gesammelten neun Millionen Franken waren bereits fast vollständig eingesetzt gewesen.

Variante Lambda: WHO beobachtet Ausbreitung in Lateinamerika

ine bisher vor allem in Lateinamerika auftretende Corona-Variante steht nun unter besonderer Beobachtung der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Aufgrund ihrer Mutationen könnte die Virus-Version mit dem Namen Lambda möglicherweise ansteckender sein oder vom menschlichen Immunsystem schlechter bekämpft werden, berichtete die Genfer UN-Behörde in der Nacht auf Mittwoch. Belastbare Studien und gesicherte Erkenntnisse dazu lägen jedoch noch nicht vor.

Die Variante wurde erstmals im August 2020 in Peru identifiziert. In dem Land wurden seit April 81 Prozent aller analysierten Corona-Fälle Lambda zugeordnet. In Argentinien und Chile waren es in den vergangenen Monaten rund ein Drittel.

Britische Musikindustrie erlebt Rekordjahr trotz Pandemie

Trotz der Corona-Pandemie hat die britische Musikindustrie ein Rekordjahr hinter sich. Britische Musiker machten im vergangenen Jahr im Ausland einen Rekordumsatz von knapp 520 Millionen Pfund (rund 605 Millionen Euro), wie die BBC am Mittwoch berichtete.

Das sind der British Phonographic Industry zufolge sechs Prozent mehr als im Jahr 2019. Während die Einnahmen durch Live-Konzerte pandemiebedingt weitgehend ausblieben, kam das Geld zu grossen Teilen durch Streaming aus dem Ausland. Der BBC zufolge war einer von zehn weltweit gestreamten Songs von britischen Künstlern.

Impfpflicht für Beschäftigte in englischen Pflegeheimen

Für Beschäftigte in englischen Pflegeheimen soll es Berichten zufolge bald eine Corona-Impfpflicht geben.

Das Personal solle einen Zeitraum von 16 Wochen bekommen, um sich impfen zu lassen oder ansonsten die eigene Anstellung verlieren, wie unter anderem der «Guardian» und die «Times» unter Berufung auf Regierungsquellen am Mittwoch berichteten.

Möglicherweise könnte die Impfpflicht später auch auf medizinisches Personal im englischen Gesundheitsdienst ausgeweitet werden. Gesundheit ist in Grossbritannien Ländersache.

(Bild: Keystone)

Dem «Times»-Bericht zufolge sollen rund zehn Prozent der medizinischen Beschäftigten und sogar 16 Prozent des Personals in Pflegeheimen noch nicht gegen Corona geimpft sein, obwohl die Gruppen gleich zu Beginn der mittlerweile weit fortgeschrittenen Impfkampagne immunisiert wurden.

Die Labour-Partei und Gewerkschaften lehnen die Pläne ab – sowohl aus ethischen und rechtlichen Gründen als auch aus der Sorge, dass eine Impfpflicht den Personalmangeln in den systemrelevanten Berufsgruppen verschärfen könnte.

Zahlreiche Corona-Fälle an der Copa America

Nur zwei Tage nach dem Auftakt der Copa America in Brasilien sind schon Dutzende Corona-Infektionen bekannt. Beim südamerikanischen Kontinentalturnier seien bereits 52 Spieler und Mitarbeiter positiv getestet worden, berichtete die Sportzeitung «Lance» am Dienstag unter Berufung auf das brasilianische Gesundheitsministerium. Allein in der venezolanischen Delegation hatten sich zuletzt rund ein Dutzend Spieler und Mitarbeiter infiziert.

Bisher 52 Spieler und Mitarbeiter wurden positiv getestet. (Bild: Keystone)

Die Copa America begann am Sonntag. Das Turnier war erst vor wenigen Wochen nach Brasilien verlegt worden, nachdem Argentinien wegen der zweiten Corona-Welle als Ausrichter abgesprungen war. Der südamerikanische Fussballverband CONMEBOL geriet daraufhin in die Kritik, denn auch Brasilien ist noch immer ein Corona-Brennpunkt.

Zahl der Corona-Neuinfektionen in den USA geht weiter zurück

In den USA sinkt die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter. Mit 10’334 an einem Tag erfassten Fällen am Dienstag meldeten die Behörden rund 2680 weniger als vor genau einer Woche, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Mittwochmorgen (MESZ) hervorging.

EU will strenge Beschränkungen für Einreise aus den USA aufheben

Menschen aus den Vereinigten Staaten und mehreren anderen Ländern können künftig wieder leichter in die Europäische Union einreisen. Das bestätigte die portugiesische Ratspräsidentschaft am Mittwoch nach Beratungen der ständigen Vertreter der EU-Staaten in Brüssel.

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Die Einreise aus den USA in die EU soll erleichtert werden. (Bild: Keystone)
Mallorca verlegt Sperrstunde auf zwei Uhr

Die Ferieninsel Mallorca nähert sich im Zuge der guten Entwicklung der Corona-Lage immer mehr der Normalität. Die Sperrstunde für Gastronomiebetriebe und Nachtlokale wird ab Samstagabend auf der spanischen Insel und den anderen Balearen Ibiza, Menorca und Formentera von bisher Mitternacht auf zwei Uhr morgens verlegt. Die neuen Regeln wolle man am Freitag offiziell beschließen, sagte der Sprecher der Regionalregierung, Iago Negueruela.

Das Virus Sars-CoV-2 wird bleiben – trotz Impfung

Das Coronavirus Sars-CoV-2 wird bleiben, selbst wenn einmal der Grossteil der Weltbevölkerung geimpft sein sollte – davon geht inzwischen die Mehrheit der Experten aus. Die viel erwähnte Herdenimmunität ändert daran nichts. Sie bedeutet, dass grosse Infektionswellen unwahrscheinlich werden, nicht aber, dass das Virus verschwindet.

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Neue Varianten des Virus werden auftreten und Impfstoffe müssen angepasst werden. (Bild: Keystone)
Über 600'000 Corona-Tote in den USA

Seit Beginn der Pandemie sind in den USA mehr als 600’000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das geht aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) in der US-Stadt Baltimore hervor. In keinem anderen Land der Welt sind so viele Tote im Zusammenhang mit dem Erreger Sars-CoV-2 erfasst worden. In den USA leben rund 330 Millionen Einwohner. Die Vereinigten Staaten sind in absoluten Zahlen auch mit Blick auf die nachgewiesenen Infektionen – mittlerweile knapp 33,5 Millionen – das am schlimmsten von der Pandemie betroffene Land.

Südafrika verschärft Restriktionen nach Anziehen der Corona-Zahlen

Als Reaktion auf ein deutliches Anziehen der Corona-Infektionszahlen verschärft Südafrika erneut seine Restriktionen. Präsident Cyril Ramaphosa kündigte am Dienstagabend in einer TV-Rede an die Nation eine Heraufstufung auf die Alarmstufe drei an. Sie sieht Beschränkungen bei Versammlungen, beim Alkoholverkauf sowie nächtliche Ausgangsbeschränkungen vor. «Wir müssen schnell und entschlossen handeln», warnte Ramaphosa. Am schwersten betroffen sei die Region um das Wirtschaftszentrum des Landes in Johannesburg und Pretoria, die rund zwei Drittel aller landesweiten täglichen Neuinfektionen registriert. Dort befindet sich laut Ramaphosa die Gesundheitsinfrastruktur an der Kapazitätsgrenze.

Auf der Südhalbkugel hat der Winter begonnen. Das zahlenmässig am schwersten betroffene Land Afrikas hat inmitten einer dritten Infektionswelle bisher 1,75 Millionen Fälle dokumentiert. In dem Kap-Staat kursiert eine neue Variante des Sars-CoV-2-Virus, die als besonders ansteckend gilt. Deswegen haben viele Länder Restriktionen für Reisende aus Südafrika verhängt. Bisher sind knapp zwei Millionen Menschen in dem Kap-Staat geimpft. Aktuell würden rund 150’000 Menschen über 60 Jahren pro Tag geimpft – eine Zahl, die bald auf 200’000 steigen sollen.

Mehr als 600’000 Corona-Tote in den USA
Am Dienstag stieg die Zahl der Corona-Toten in den USA auf über 600’000 an. (Bild: Keystone)

Seit Beginn der Pandemie sind in den USA mehr als 600 000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das ging am Dienstag aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) in der US-Stadt Baltimore hervor. In keinem anderen Land der Welt sind so viele Tote im Zusammenhang mit dem Erreger Sars-CoV-2 erfasst worden. In den USA leben rund 330 Millionen Einwohner. Die Vereinigten Staaten sind in absoluten Zahlen auch mit Blick auf die nachgewiesenen Infektionen – mittlerweile knapp 33,5 Millionen – das am schlimmsten von der Pandemie betroffene Land.

US-Präsident Joe Biden hatte den Angehörigen der Toten am Montag in Brüssel seine Anteilnahme ausgedrückt. «Mein Mitgefühl gilt allen, die einen geliebten Menschen verloren haben», sagte er und rief die Amerikaner auf, sich impfen zu lassen. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC haben 52,5 Prozent der Gesamtbevölkerung mindestens eine Dosis bekommen, 43,7 Prozent sind voll geimpft.

Lektionen gelernt: EU-Vorbereitung auf nächste Pandemie

Europa will auf künftige Pandemien deutlich besser vorbereitet sein – entsprechende Vorschläge wie das gehen soll, hat die EU-Kommission am Dienstagabend vorgestellt. Als eine der Lehren aus der Corona-Pandemie soll es ab Ende des Jahres einen europäischen Chef-Epidemiologen geben. Damit soll unter anderem die Kommunikation in einer Pandemie verbessert werden. Zudem ist geplant, noch in diesem Jahr ein neues und verbessertes Informationssystem einzuführen. «Wir müssen nun diese Lehren in Veränderungen umwandeln», sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen laut einer Mitteilung.

 

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will die Lehren der Corona-Pandemie in Veränderungen umwandeln. (Bild: Keystone)

Künftig soll es auch jährlich einen Bericht über den Status von Vorbereitungen geben, zudem wird die Möglichkeit diskutiert, einen EU-weiten Pandemie-Ausnahmezustand ausrufen zu können. Zudem will die EU in der Lage sein, 500 bis 700 Millionen Impfdosen im Jahr zu produzieren, die Hälfte davon während der ersten sechs Monate einer Pandemie. EU-Vizekommissionspräsident Margaritis Schinas betonte, die Lehren bezögen sich nur auf gesundheitliche, nicht auf wirtschaftliche Aspekte.

Noch sind die Ideen nicht beschlossen. Über die Vorschläge der EU-Kommission soll beim kommenden EU-Gipfel Ende nächster Woche gesprochen werden. Neben den Staats- und Regierungschefs sollen auch die Europaparlamentarier mitreden können. Bis Ende des Jahres will die Kommission dann konkrete Ergebnisse vorlegen.

Lettland lockert Corona-Einreisebeschränkungen

Lettland hat die Corona-bedingten Einreisebeschränkungen für nachweislich Geimpfte und Genese gelockert. Wer bei Einreise in das baltische EU-Land ein digitales Covid-19-Zertifikat vorlegt, muss sich von Mittwoch an nicht mehr testen lassen und nicht mehr für 10 Tage in Quarantäne. Auch darf jeder künftig wieder ohne triftigen Grund in den Ostseestaat im Nordosten Europas einreisen. Dies teilte das Verkehrsministerium in Riga am Dienstag mit.

Die Ankündigung folgt auf neue Vorrechte für Geimpfte, Getestete und Genesene bei Veranstaltungen und in der Gastronomie. Die Regierung in Riga beschloss am Dienstag zudem Lockerungen der allgemeinen Maskenpflicht und der geltenden Corona-Regeln im Einzelhandel.

Zurück ins Leben: 70 Prozent in New York geimpft

Nachdem mehr als 70 Prozent der Erwachsenen im US-Bundesstaat New York mindestens eine Impfdosis gegen das Coronavirus bekommen haben, hat Gouverneur Andrew Cuomo alle noch verbliebenen Einschränkungen aufgehoben. «Heute ist ein bedeutsamer Tag», sagte Cuomo am Dienstag bei einer Pressekonferenz. «Wir können jetzt in das Leben zurückkehren, was wir kennen.» Zuvor hatte es unter anderem noch Beschränkungen für Grossveranstaltungen und ähnliches gegeben, die meisten Einschränkungen des Alltags waren allerdings schon in den vergangenen Wochen aufgehoben worden.

 

Mit 70 Prozent Impfungen hat der US-Staat New York die Herdenimmunität erreicht. (Bild: Keystone)

Mit 70 Prozent Erstimpfungen bei Erwachsenen hat der Bundesstaat auch das von US-Präsident Joe Biden landesweit bis zum Unabhängigkeitstag am 4. Juli vorgegebene Ziel erreicht. Zur Feier solle es in der Nacht zum Mittwoch an zahlreichen Orten im Bundesstaat Feuerwerk geben, ausserdem sollten berühmte Gebäude in Gold und Blau leuchten, sagte Cuomo. Nicht alle Bundesstaaten sind schon so weit, landesweit haben nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC rund 65 Prozent aller Erwachsenen mindestens eine Impfdosis erhalten.

EU schliesst einige Grossbanken von bestimmten Anleiheverkäufen aus

Die Europäische Union hat einige in der Vergangenheit an Wettbewerbsverstössen beteiligte grosse Investmentbanken von bestimmten Anleiheverkäufen im Zusammenhang mit dem Corona-Wiederaufbaufonds ausgeschlossen.

Die EU-Kommission will sorgfältig prüfen, ob solche Primärhändler, die Wettbewerbsregeln gebrochen zu haben, notwendige Schritte zur Beendigung dieser Praktiken getroffen haben, wie die Brüsseler Behörde am Dienstag mitteilte. Bis zum Abschluss würden diese Institute zwar zum Primärhändler-Netzwerk zugelassen. Aber sie würden nicht eingeladen, für einzelne syndizierte Transaktionen zu bieten.

Auch Schottland wird weitere Corona-Lockerungen wohl verschieben

Wie in England müssen sich auch die Menschen in Schottland wohl noch länger gedulden, bis weitere Corona-Massnahmen gelockert werden. Regierungschefin Nicola Sturgeon sagte am Dienstag in Edinburgh, es sei sehr unwahrscheinlich, dass am 28. Juni weiter gelockert werden könne.

Ursprünglich sollte an diesem Datum das gesamte Land wieder weitgehend zur Normalität zurückkehren. Eine endgültige Entscheidung soll kommende Woche getroffen werden.

Berliner Humboldt Forum öffnet am 20. Juli erstmal seine Türen

Das Humboldt Forum in Berlin wird am 20. Juli erstmals für Besucherinnen und Besucher zugänglich sein. Dann sollen erste Bereiche innerhalb des international ambitionierten Kulturprojekts öffnen, wie die Stiftung Humboldt Forum am Dienstag in Berlin mitteilte.

Corona-bedingt ebenfalls erst seit vergangener Woche sind die Höfe des auch wegen seiner historisierenden Schlossfassade umstrittenen Baus öffentlich zugänglich. Wegen des Lockdowns in der Corona-Pandemie hatte der im vergangenen Dezember vorgesehene erste Öffnungsschritt nur digitale Zugänge erschlossen.

US-Industrie fährt Produktion deutlicher als erwartet hoch

Die US-Industrie hat ihre Produktion im Mai überraschend deutlich gesteigert. Die Firmen stellten 0,9 Prozent mehr her als im Vormonat, wie die Notenbank (Fed) am Dienstag in Washington mitteilte.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Plus von 0,6 Prozent gerechnet, nach einem leichten Rückgang von 0,1 Prozent im April. Verantwortlich für den spürbaren Zuwachs ist die Autobranche, die deutlich mehr herstellte.

Die Produktion insgesamt – neben der Industrie werden hier auch Versorger und Bergbau berücksichtigt – stieg im Mai um 0,8 Prozent und damit ebenfalls deutlicher als erwartet.

Covid-Zertifikat für doppelt geimpfte Aargauer ab sofort verfügbar

Doppelt gegen Covid-19 geimpften Aargauerinnen und Aargauern steht seit Dienstag das Covid-Zertifikat zur Verfügung. Personen, die von der Erkrankung genesen sind, können ihr Zertifikat seit Montag beim Bund beantragen.

Covid-Zertifikate sind für Geimpfte, Genesene und negativ Getestete vorgesehen. Für die Bestellung des Geimpft-Zertifikats auf der Website des Kantons spiele es keine Rolle, ob die Impfungen in einem Impfzentrum, bei einem Hausarzt oder in einer Apotheke verabreicht worden seien, teilte das kantonale Departement Gesundheit und Soziales mit.

 

Wer doppelt gegen Covid-19 geimpft ist, kann im Aargau ab sofort ein Zertifikat beantragen. (Symbolbild: Keystone)

Schweiz impft schneller als andere Länder Europas

Die Schweiz impft laut Bundesamt für Gesundheit (BAG) schneller als andere Länder in Europa. Momentan sind es rund 70 Impfungen pro 100 Einwohner.

2,3 Millionen Menschen, also 27 Prozent der Bevölkerung, sei vollständig geimpft, sagte Virginie Masserey, Leiterin der Sektion Infektionskontrolle im Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag am Point de Presse auf Fachebene. Rund 44 Prozent hätten bisher eine Erstimpfung erhalten. 80 Prozent der gefährdeten Personen seien geimpft, das sei mehr als die erhofften 75 Prozent.

 

Die Schweiz hat den Impfturbo angeschaltet: Aktuell wird hier schneller geimpft, als in anderen Ländern Europas. (Bild: Keystone)

Hauri: Delta-Variante kann sich bei Ungeimpften schnell verbreiten

In der Schweiz fällt die Delta-Variante des Coronavirus, die sich in anderen Ländern stark verbreitet, noch nicht speziell auf. Aber etwas, das man nicht sehe, könne sich schnell verbreiten – insbesondere bei Ungeimpften.

Das sagte Rudolf Hauri, Zuger Kantonsarzt und Präsident der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte am Dienstag vor den Medien in Bern. Die Delta-Variante hat die Corona-Zahlen in Grossbritannien wieder ansteigen lassen. Die geplante Aufhebung aller Restriktionen wurde deshalb am Montag um vier Wochen verschoben.

 

Kantonsarzt Rudolf Hauri warnt: Die Delta-Variante kann sich bei Ungeimpften schnell verbreiten. (Bild: Keystone)

Der Schweiz seien noch die Hände gebunden, was diese Variante betrifft, sagte zudem Virginie Masserey, Leiterin der Sektion Infektionskontrolle im Bundesamt für Gesundheit (BAG). Die Behörden würden beobachten, was mit der Delta-Variante passiert und ob sie auch dominant werde. Man setze darauf, die Verbreitung des Virus in der Schweiz möglichst zu verzögern. «Wir können aber nicht voraussagen, was passiert.» Es gebe noch keinen Grund, die Prozesse für die nächsten Lockerungen deswegen zu stoppen.

Sorge vor Ausbreitung der Delta-Variante in Frankreich

In Frankreich wächst die Sorge vor einer Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante des Coronavirus.

Derzeit werde bei zwei bis vier Prozent der positiven Corona-Tests, die auf Varianten untersucht werden, die zunächst in Indien entdeckte Variante festgestellt, sagte Gesundheitsminister Olivier Véran am Dienstag in Paris. Das klinge zwar nach wenig, sei aber vergleichbar mit der Lage in Grossbritannien vor einigen Wochen.

Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Véran. (Bild: Keystone)

Die Delta-Variante hat die Corona-Zahlen in Grossbritannien wieder ansteigen lassen. Die geplante Aufhebung aller Restriktionen wurde deshalb am Montag um vier Wochen verschoben.

In Frankreich hat sich die Corona-Lage zuletzt deutlich entspannt. Zuletzt wurden landesweit etwa 43 Corona-Neuinfektionen pro 100’000 Einwohner binnen sieben Tagen gezählt. Bis Montagabend erhielten knapp 46 Prozent der Gesamtbevölkerung mindestens eine Spritze. Seit diesem Dienstag können sich auch Jugendliche ab 12 Jahren impfen lassen. Dafür brauchen sie die Zustimmung der Eltern.

Corona-Pandemie belastet das Gemüt

Mehr als jeder zehnter Person ist es in den letzten Monaten «nicht so gut» gegangen. Vor allem den Jungen schlugen die letzten Monate aufs Gemüt. Das zeigt eine Umfrage des Forschungsinstituts Sotomo, die im Auftrag von pro mente sana, den Deutschschweizer Kantonen und der Gesundheitsförderung Schweiz durchgeführt und am Dienstag, 15. Juni, veröffentlicht wurde.

Mit der Frage «Wie geht’s dir?», die auch der Titel einer neuen Kampagne ist, wurden über 33’000 Personen befragt. Die Resultate zeigen, dass ältere Befragte ihre Befindlichkeit positiver einschätzen als jüngere, wie es in der Mitteilung hiess.

Mehr dazu hier.

 

27 Prozent der Bevölkerung der Schweiz doppelt geimpft

Vom 7. Juni bis 13. Juni sind in der Schweiz 628’962 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden. Dies geht aus den Angaben hervor, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag auf seiner Website veröffentlichte.

Pro Tag wurden damit durchschnittlich 89’852 Impfungen durchgeführt. Im Vergleich zur Woche davor sank die Impfkadenz um 6 Prozent. Insgesamt wurden bis Sonntag 6’120’202 Impfungen durchgeführt.

Bislang sind 2’351’712 Personen vollständig geimpft, das heisst 27,2 Prozent der Bevölkerung haben bereits zwei Impfdosen erhalten. Bei 1’416’778 Personen wurde bislang nur die Erstimpfung durchgeführt. Bereits an die Kantone ausgeliefert, aber noch nicht eingesetzt, sind momentan 9’798 Impfdosen. Zudem sind noch 536’225 Impfdosen beim Bund gelagert.

BAG meldet 243 Neuinfektionen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb von 24 Stunden 243 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG zwei neue Todesfälle und 14 Spitaleinweisungen.

Die weiteren aktuellen Zahlen finden Sie hier.

Emirates macht wegen Corona-Krise Milliarden-Verluste

Die Fluggesellschaft Emirates hat wegen der Corona-Krise erstmals in mehr als 30 Jahren Verluste gemacht. Die staatliche Airline aus dem Emirat Dubai schloss das vergangene Jahr mit einem Minus von 5,5 Milliarden US-Dollar (rund 4,5 Mrd Euro) ab, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Der Umsatz ging um 66 Prozent auf 8,4 Milliarden Dollar zurück. Das Passagier- und Frachtaufkommen sei um 58 Prozent geschrumpft. Emirates führt den Einbruch allein auf den vorübergehenden Stopp des Flugverkehrs im vergangenen Frühjahr und die weltweiten Reisebeschränkungen zurück.

Die Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) hatte den Flugverkehr im März vergangenen Jahres wegen der Ausbreitung des Coronavirus für acht Wochen weitgehend eingestellt. Emirates kündigte damals vorübergehende Gehaltskürzungen an. Die Airline reduzierte auch die Zahl ihrer Flugzeuge. Das Unternehmen flog bis dahin 145 Ziele weltweit an. Es beschäftigt etwa 60’000 Mitarbeiter und ist die grösste Fluggesellschaft im arabischen Raum.

Aargau stellt Zertifikate für Geimpfte und Genesene aus

Doppelt geimpfte und genesene Aargauerinnen und Aargauer können ihr Covid-Zertifikat nun beantragen. Das teilt der Kanton am Dienstag mit.

Ab Mittwoch in Griechenland Impfung für alle ab 18

Von Mittwoch an können sich in Griechenland alle Erwachsenen im Alter ab 18 Jahren impfen lassen. Die Impfpriorisierung nach Altersgruppen wird damit aufgehoben, wie das griechische Impfkomitee am Montagabend mitteilte.

Die Impfpriorisierung in Griechenland wurde aufgehoben. (Bild: Keystone)

Zudem wurde der Einsatz des Impfstoffs AstraZeneca erneut eingeschränkt – er soll künftig nur noch Menschen über 60 verabreicht werden. Begründet wird die Entscheidung mit den niedrigen Fallzahlen in Griechenland. Den Impfexperten zufolge ist es für jüngere Menschen derzeit unwahrscheinlicher, sich mit Corona zu infizieren, als durch AstraZeneca ein lebensgefährliches Blutgerinnsel zu entwickeln.

Wirtschaft erholt sich stark nach Lockerung der Corona-Massnahmen

Das Jahr 2021 wird das Jahr der wirtschaftlichen Erholung nach dem Einbruch in der Coronakrise. Darin sind sich die Schweizer Ökonomen einig. Ob es kommendes Jahr im gleichen Tempo weitergeht, ist hingegen nicht so eindeutig.

Die Schweizer Wirtschaft ist 2020 wegen Corona so stark eingebrochen wie nie mehr seit Mitte der 70er Jahre im Zuge der damaligen Ölkrise. Die hiesige Wirtschaft schrumpfte im «Corona-Jahr» um 2,6 Prozent.

Mit den Lockerungen der Corona-Massnahmen zeichnet nun sich eine schwungvolle Erholung der Schweizer Wirtschaft ab. Am Dienstag veranschlagten die Experten der Credit Suisse das Wachstum des realen Bruttoinlandproduktes (BIP) für 2021 auf 3,5 Prozent, jene des Bundes gar auf 3,8 Prozent.

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Tui verzeichnet deutlichen Nachfrageschub für Sommer und Herbst

Der Reiseanbieter Tui Suisse gibt eine optimistische Prognose für die Sommer- und Herbstferien ab. «Bei den bereisbaren Destinationen erwarten wir für den Restsommer eine Auslastung von 75 Prozent im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019», sagte Tui-Suisse-Chef Philipp von Czapiewski am Dienstag an einem Medienanlass.

Dass man dieses Ziel erreiche, hänge natürlich von der Situation in den einzelnen Destinationen und der Entwicklung der Pandemie ab, erklärte er. Aktuell seien viele sehr beliebte Destinationen aber wieder problemlos bereisbar.

(Bild: Keystone)

Die Top-Destinationen liegen laut von Czapiewski rund um das Mittelmeer. Am liebsten buchen die Kunden ihm zufolge aktuell Reisen auf die griechischen Inseln Kreta, Rhodos und Kos. Aber auch Mallorca und die türkische Stranddestination Antalya seien äusserst beliebt.

Die täglichen Buchungseingänge liegen bei Tui Suisse im Moment um 50 bis 100 Prozent über dem Volumen vom Sommer 2019, betonte von Czapiewski. «Die Kunden haben einen grossen Nachholbedarf nach Ferien», sagte er. Vor allem auch für den Herbst erwartet er einen Anstieg der Buchungen. «Der Herbst ist der neue Spätsommer», heisse es im Betrieb jeweils, so der Chef.

Swiss spricht 550 Kündigungen aus - weniger als erwartet

Beim Personalabbau der Swiss erhalten 550 Angestellte Kündigungen oder Änderungskündigungen. Das sind weniger als erwartet. Gemäss den ursprünglichen Plänen wären bis zu 780 Mitarbeiter von Kündigungen betroffen gewesen.

Im Rahmen des Konsultationsverfahrens mit den Personalvertretern habe man die Zahl reduzieren können, gab die Lufthansa-Tochter am Dienstag in einem Communiqué bekannt. Insgesamt werde die Swiss bis Ende Jahr rund 1700 Vollzeitstellen abgebaut haben, davon zwei Drittel über freiwillige Massnahmen und durch die natürliche Fluktuation.

Die Flotte der Swiss wird um 15 Prozent verkleinert. (Bild: Keystone)

Denn aufgrund des Nachfrageeinbruchs wegen der Coronapandemie verkleinert die Swiss die bisher aus 90 eigenen und im Auftrag der Swiss fliegenden Maschinen bestehende Flotte um 15 Prozent. Dabei werden fünf Langstreckenflieger und zehn Kurzstreckenflieger ausgeflottet.

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Impfung verhindert Klinikaufenthalt bei Delta-Variante

Ein vollständiger Impfschutz mit zwei Dosen der Mittel von Biontech/Pfizer oder Astrazeneca verhindert einer britischen Datenanalyse zufolge sehr gut schwere Krankheitsverläufe bei der Delta-Variante des Coronavirus.

Die Effektivität sei in etwa so hoch wie bei der zuvor dominierenden Alpha-Variante, teilte die Behörde Public Health England (PHE) am späten Montagabend mit.

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H&M steigert Umsatz deutlich

Die Geschäfte des Moderiesen Hennes & Mauritz (H&M) erholen sich dank immer weniger pandemiebedingter Einschränkungen und mehr geöffneter Geschäfte. Im zweiten Geschäftsquartal (bis Ende Mai) kletterte der Umsatz im Jahresvergleich um 62 Prozent auf 46,5 Milliarden Kronen (4,6 Mrd Euro), wie das Unternehmen am Dienstag in Stockholm mitteilte.

Die belastenden Effekte der starken schwedischen Krone herausgerechnet, betrug das Plus sogar 75 Prozent. Die Umsatzentwicklung sei im Zeitraum März bis Mai aber weiter von der anhaltenden Pandemie beeinflusst worden, hiess es.

(Bild: Keystone)

Zu Beginn des zweiten Geschäftsquartals seien rund 1300 Filialen vorübergehend geschlossen gewesen. In Frankreich und Deutschland, die zu den grössten Märkten des Bekleidungskonzerns gehören, seien die Filialen fast das ganze Quartal über zu gewesen. In den geöffneten Geschäften habe es Einschränkungen wie etwa bei den Öffnungszeiten, der Anzahl der Kunden und der Ladenfläche gegeben.

Da aber immer mehr Menschen geimpft werden, konnten in einer Reihe von Märkten die Geschäfte nach und nach wieder geöffnet werden, wie das Unternehmen weiter mitteilte. Auch wenn viele Läden wieder geöffnet hätten, entwickelten sich Online-Verkäufe weiterhin sehr gut.

Britische Regierung will Lockdown-Ende nur im Ausnahmefall erneut verschieben

Die britische Regierung will das Ende aller Corona-Massnahmen nur im Ausnahmefall erneut verschieben. «Es müsste eine beispiellose und bemerkenswerte Veränderung in der Entwicklung der Krankheit geben», sagte Staatsminister Michael Gove am Dienstag dem Sender Sky News.

Am Vorabend hatte Premierminister Boris Johnson angekündigt, die für den 21. Juni geplante Aufhebung aller Restriktionen wegen der Ausbreitung der hoch ansteckenden Delta-Variante um vier Wochen bis zum 19. Juli zu verschieben.

«Es ist bedauerlich, dass wir diese Pause einlegen müssen», sagte Gove. «Aber wir wollen sicherstellen, dass wir nichts zurücknehmen müssen, wenn wir diesen Schritt gehen.» Es wäre für Unternehmen und Gesellschaft fatal, wenn Freiheiten erneut gestrichen werden müssten.

Am Montagabend kündigte Boris Johnson an, dass die Aufhebung aller Corona-Massnahmen um vier Wochen verschoben wird. (Bild: Keystone)

Die Regierung will die kommenden Wochen nutzen, um noch mehr Tempo beim Impfprogramm zu machen. So sollen alle über 40-Jährigen spätestens in der Woche ab 19. Juli ihre für den vollen Schutz nötige zweite Dosis erhalten, alle über 18-Jährigen ihre erste. Seit Dienstag können sich 23- und 24-Jährige für eine Impfung anmelden.

Wissenschaftler haben die Verschiebung begrüsst. Viele konservative Politiker aus Johnsons Regierungspartei hingegen murren und drängen darauf, dass der 19. Juli wirklich der «Tag der Freiheit» sein müsse.

Israel hebt Maskenpflicht bis auf wenige Ausnahmen auf

Israel hebt wegen der anhaltend niedrigen Zahl von Corona-Neuinfizierten die Maskenpflicht bis auf wenige Ausnahmen auf. Ab Dienstag müssen etwa nur noch ungeimpfte Besucher und Mitarbeiter in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen Masken tragen.

Hintergrund ist das erhöhte Risiko der Patienten und Senioren, krank zu werden. Auch Personen, die sich auf dem Weg in ihre Quarantäne befinden, sowie Passagiere und Personal in Flugzeugen müssen weiter Masken tragen. Dies teilte das Gesundheitsministerium am Montagabend mit.

Das Neun-Millionen-Einwohner-Land Israel setzt seit dem 19. Dezember erfolgreich eine Impfkampagne um. Fast 5,5 Millionen Menschen haben bereits eine Erstimpfung und mehr als 5,1 Millionen eine Zweitimpfung erhalten. Neuinfektionen und schwere Erkrankungen gingen in den vergangenen Monaten stark zurück. Am Montag teilte das Gesundheitsministerium mit, binnen 24 Stunden seien nur vier neue Fälle registriert worden.

Einfluss der Corona-Pandemie auf Militärversicherung gering

Die Militärversicherung hat im vergangenen Jahr 173,5 Millionen Franken Versicherungsleistungen ausbezahlt, 2,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Corona-Pandemie führte zu weniger Diensttagen und hatte einen insgesamt geringen Einfluss auf die Anzahl Fälle und Kosten.

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Inzidenz in Deutschland fällt weiter

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet am Dienstag 652 neue Corona-Fälle. Das sind 552 weniger als am Dienstag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt damit weiter auf 15,5 von 16,6 am Vortag.

Der Inzidenzwert in Deutschland sinkt weiter. (Bild: Keystone)

Der Inzidenzwert gibt an, wie viele Menschen je 100’000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 93 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 89’937.

Lufthansa kündigt Einsparungen an - Kapitalerhöhung kommt

Die Lufthansa nimmt eine Kapitalerhöhung in Angriff und umwirbt Investoren dafür mit neuen Spar- und Gewinnzielen. Zur Vorbereitung einer Kapitalerhöhung seien vier Banken mandatiert worden, erklärte die Fluggesellschaft am Montagabend per Pflichtmitteilung.

Die Lufthansa war durch die Corona-Krise in Existenznot geraten und musste mit einem Finanzrahmen von neun Milliarden Euro von Deutschland und ihren anderen Sitzländern gestützt werden.

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(Bild: Keystone)
Grossbritannien erlaubt 40'000 Zuschauer im Final

Trotz der rapiden Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante des Coronavirus erlaubt Grossbritannien bei mehreren grossen Sport-Events in den kommenden Wochen Zehntausende Zuschauer. So dürfen am Final der Fussball-EM am 11. Juli im Londoner Wembley-Stadion rund 40’000 Zuschauer dabei sein, wie Kultur- und Sportminister Oliver Dowden am Montag mitteilte. Bis zu 15’000 Zuschauer sollen am Grand-Slam-Turnier in Wimbledon zugelassen werden.

WHO: Corona-Fallzahl sinkt seit sieben Wochen - aber keine Entwarnung

Die globale wöchentliche Zahl an Covid-Fällen ist sieben Wochen in Folgen gefallen – der längste Rückgang seit Beginn der Pandemie. Dieser Trend verdecke jedoch die beunruhigende Zunahme von Krankheits- und Todesfällen in vielen einzelnen Ländern, warnte der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, am Montag in Genf.

Der Anstieg in Afrika sei besonders alarmierend, da diese Region weltweit am wenigsten Impfdosen, Tests und Sauerstoff für Patienten zur Verfügung habe, sagte Tedros. Er nannte keine konkreten globalen oder regionalen Zahlen. Die WHO legt ihre Corona-Wochenstatistik meist am Dienstag oder Mittwoch vor.

Boris Johnson verlängert Corona-Massnahmen für weitere vier Wochen

Wegen der rapiden Ausbreitung der Delta-Variante müssen sich die Menschen in England für weitere Corona-Lockerungen noch länger gedulden. Der britische Premierminister Boris Johnson verlängerte am Montag die noch geltenden Corona-Massnahmen bis zum 19. Juli, wie er bei einer Pressekonferenz in London erklärte. Das Impfprogramm soll nun nochmals beschleunigt werden.

 

Die Delta-Variante bereitet den Briten Sorgen: Der britische Premierminister Boris Johnson verlängert die Corona-Massnahmen vorerst um vier Wochen. (Bild: Keystone)

Der bislang für den 21. Juni geplante «Tag der Freiheit» soll damit um bis zu vier Wochen aufgeschoben werden. Geplant war bislang, dass am Montag nächster Woche alle noch geltenden Kontaktbeschränkungen aufgehoben werden. Geschäfte und Gastronomie haben bereits seit Wochen wieder geöffnet.

Lockerungen für Hochzeiten

Nun werden lediglich die Regeln für Hochzeiten zu diesem Datum gelockert – dort sind nun auch wieder mehr als 30 Gäste erlaubt. Die anderen Landesteile Schottland, Wales und Nordirland haben eigene Corona-Regeln, die sich jedoch nur geringfügig von denen in England unterscheiden. Sollte sich die Lage in England schnell verbessern, könnten Johnson zufolge nach zwei Wochen Änderungen erfolgen.

Obwohl die britische Impfkampagne weit vorangeschritten ist und bereits fast 57 Prozent der Erwachsenen voll geimpft sind, hat die zunächst in Indien entdeckte Delta-Variante die Infektionszahlen im Land wieder in die Höhe schnellen lassen. Nachdem wochenlang nur sehr wenig Neuinfektionen gezählt wurden, liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz nun wieder bei fast 68. Der Wert spiegelt die Zahl der neuen Ansteckungen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche.

New York will Pandemie-Einsatzkräfte mit Konfettiparade feiern

Die US-Millionenmetropole New York will die am Kampf gegen die Corona-Pandemie beteiligten Menschen mit einer grossen Konfettiparade feiern. Die «Hometown Heroes Parade» sei für den 7. Juli geplant, teilte Bürgermeister Bill de Blasio am Montag mit.

Bereits im vergangenen April – auf dem Höhepunkt der Pandemie in New York – hatte de Blasio «die grösste, beste Parade» für den Zeitpunkt versprochen, an dem die Pandemie in der Metropole unter Kontrolle sei. «Wenn der Tag kommt, an dem wir das vibrierende wunderschöne Leben dieser Stadt wieder starten können, dann ist das Erste, was wir machen werden, eine Konfettiparade für unsere Gesundheits- und Rettungskräfte», hatte der Bürgermeister damals gesagt. «Wir werden diejenigen ehren, die uns gerettet haben.»

EU-Staaten einigen sich auf gemeinsame Corona-Reisebedingungen

Die EU-Länder haben sich darauf geeinigt, Reisebeschränkungen koordiniert und schrittweise zu lockern. «Mit Beginn des Sommers wird den Bürgerinnen und Bürgern das Reisen erleichtert – mit nur begrenzten und verhältnismässigen Reisebeschränkungen, wenn überhaupt», teilte EU-Justizkommissar Didier Reynders am Montag mit. So sei vorgesehen, dass vollständig Geimpfte und Genesene keinen Reisebeschränkungen unterliegen sollen. Zudem sei vorgesehen, dass Menschen aus Regionen mit wenigen Infektionen ebenfalls ohne Beschränkungen reisen können.

Derzeit ist nur Mecklenburg-Vorpommern als einziges Bundesland ein grünes Gebiet nach den Massstäben des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC). Von Reisenden aus orangen Gebieten könne ein Test verlangt werden, heisst es in der Mitteilung der EU-Kommission. Wer aus einem roten Gebiet kommt, für den könne Quarantänepflicht gelten. Die ECDC-Einteilung der Gebiete in die Farben Grün, Orange, Rot und Dunkelrot erfolgt anhand der Fallzahlen und der Positivrate von Tests. Mehr zum Thema gibt es hier.

Keine Ausnahme von Zugangsbeschränkungen für Zertifikat-Inhaber
 

Der Nationalrat will keine Aufhebung der Zugangsbeschränkungen für Covid-Zertifikat-Inhaber. (Bild: Keystone)

Zugangsbeschränkungen an Veranstaltungen und in öffentlich zugänglichen Einrichtungen sollen auch für Personen mit Covid-19-Zertifikat gelten. Der Nationalrat hat entschieden, dass es für diese Personen keine Ausnahmen geben soll.

Er folgte am Montag mit 135 zu 52 Stimmen bei 2 Enthaltungen der Mehrheit seiner Wissenschaftskommission (WBK-N) und strich eine entsprechende Bestimmung wieder aus dem Covid-19-Gesetz, das die Räte zurzeit revidieren. Nun muss noch der Ständerat darüber entscheiden. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Studie: Corona-Impfstoff von Novavax schützt vor Covid-19

Ein Impfstoff-Kandidat des US-Herstellers Novavax bietet nach Unternehmensangaben einen hohen Schutz vor Covid-19. Die Wirksamkeit des Impfstoffs NVX-CoV2373, der zweimal gespritzt werden muss, liege nach den Ergebnissen einer Phase-3-Studie bei 90,4 Prozent, teilte Novavax am Montag mit.

Der Impfstoff von Novavax weist eine hohe Wirksamkeit auf. (Bild: Keystone)

Das bedeutet, dass bei den Probanden der geimpften Gruppe rund 90 Prozent weniger Erkrankungen auftraten als bei den Teilnehmern der Kontrollgruppe. Der Schutz vor mittelschweren und schweren Erkrankungsverläufen lag demnach sogar bei 100 Prozent. Alles zum Thema gibt es hier.

Seco: Corona führt nicht zu Schub an Pflicht-Stellenmeldungen

Die Mitte 2018 eingeführte Stellenmeldepflicht für Branchen mit einer hohen Arbeitslosigkeit hat die Zahl der Meldungen im Coronajahr nicht steigen lassen. Von der Massnahme profitieren aber nicht alle Berufsgruppen gleich.

 

In der Corona-Pandemie wurde kein Schub an Pflicht-Stellenmeldungen verzeichnet. (Bild: Keystone)

Im Jahr 2020 registrierten die Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) 70’000 Meldungen mit insgesamt 162’000 meldepflichtigen Stellen, teilte das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Montag mit.

Zwei Drittel in der Baubranche und der Industrie

Die Meldepflicht war aufgrund der Covid-19-Pandemie aber im Frühjahr 2020 während fast 10 Wochen sistiert worden. Unter Berücksichtigung der befristeten Aufhebung wurden etwa gleich viele Stellen gemeldet wie 2019: Rund 17’000 Stellen pro «aktivem» Monat, erklärte das Seco.

Die meisten Stellen wurden 2020 mit einem Anteil von 66 Prozent in der Baubranche und in der Industrie gemeldet. Die Meldungen in der Hotellerie und Gastronomie waren hingegen – wenig überraschend – stark rückläufig, war doch die Branche besonders stark von den Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie betroffen.

Mehr Geld für psychische Gesundheit von Jugendlichen gefordert

Die Dargebotene Hand, die Stiftung pro Mente Sana und der Fachverband Public Health Schweiz haben 125 Millionen Franken Soforthilfe gefordert, um den Zugang zu niederschwelligen Hilfs- und Therapieangeboten für Jugendliche und junge Erwachsene zu verbessern.

Die psychische Gesundheit von Jugendlichen und jungen Erwachsenen sei aufgrund der Corona-Pandemie stark belastet, heisst es in ein gemeinsamen Mitteilung der Organisationen vom Montag. Die einschränkenden Massnahmen hätten zu Einsamkeit, Schulstress, Unsicherheit auf dem Lehrstellen- und Arbeitsmarkt und zu Zukunftsängsten geführt. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Hegglin muss wegen Covid-Erkrankung auf Sessionsende verzichten

Der Zuger Mitte-Ständerat Peter Hegglin kann nicht an der dritten Sessionswoche in Bern teilnehmen. Laut Ständeratspräsident Alex Kuprecht (SVP/SZ) ist Hegglin am Coronavirus erkrankt. Er musste ins Spital.

Der Zuger Ständerat Peter Hegglin liegt mit Corona im Spital. (Bild: Keystone)

«Das zeigt uns, dass die Geschichte noch nicht ausgestanden ist», sagte Kuprecht zur Eröffnung der letzten Sessionswoche im Ständerat. Er rief die Ratsmitglieder dazu auf, sich weiterhin testen zu lassen.

Erstmals konnten sich während der Frühlingssession alle Parlamentarierinnen und Parlamentarier freiwillig zwei Mal pro Woche testen lassen. Diese Tests werden auch in der laufenden Sommersession angeboten.

Mehr als 450'000 Covid-Zertifikate ausgestellt

Bis Sonntag wurden in der Schweiz laut BAG insgesamt 450’495 Covid-Zertifikate ausgestellt, davon 450’245 an Geimpfte, 121 an Genesene und 129 an negativ Getestete. 121’893 Zertifikate dabei allein am Sonntag ausgestellt. Ab wann und wie Sie in den beiden Basel ein Covid-Zertifikat anfordern können, erfahren Sie hier.

BAG meldet 684 neue Corona-Fälle innert 72 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag innerhalb von 72 Stunden 684 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 19 Spitaleintritte und drei neue Tote.

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Verordnung für digitalen EU-Impfnachweis unterzeichnet

Die Verordnung für den digitalen EU-Impfnachweis ist offiziell unterzeichnet worden. Damit ist der Prozess für die Rechtsgrundlage der Zertifikate am Montag abgeschlossen worden. Mitte der Woche sollen bereits mindestens 15 EU-Länder an die notwendige Technik angeschlossen sein.

Offiziell werden die EU-weit gültigen Nachweise für Covid-Impfungen, frische Tests und überstandene Infektionen erst zum 1. Juli eingeführt. In mehreren Ländern werden die Zertifikate aber schon ausgegeben.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sieht das Zertifikat als Symbol eines offenen und digitalen Europas. (Bild: Keystone)

Unter portugiesischer Ratspräsidentschaft hatten sich das Europaparlament und die EU-Länder in einer für EU-Verhältnisse extrem kurzen Zeit von zwei Monaten auf die Verordnung geeinigt. Mit den digitalen Nachweisen, die auch in Papierform ausgegeben werden, sollen Reisen und Pendeln in Europa wieder einfacher werden. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte: «Dieses Zertifikat ist ein Symbol eines offenen und digitalen Europas.» Sie sieht in dem EU-Impfnachweis einen Beleg für die Führungsrolle der Union im digitalen Zeitalter.

Novavax zeigt Wirksamkeit von über 93 Prozent

Das US-Biotechunternehmen Novavax plant nach weiteren positiven Studienergebnissen mit seinem Covid-19-Impfstoff nun einen Zulassungsantrag im dritten Quartal.

In einer Studie mit rund 30’000 Teilnehmern in den USA und Mexiko zeigte das Vakzin eine Wirksamkeit von mehr als 93 Prozent gegen die vorherrschenden Virusvarianten, wie Novavax am Montag mitteilte. Während der Untersuchung sei die erstmals in Grossbritannien aufgetretene Alpha-Variante B.1.1.7 am häufigsten aufgetreten, Studienteilnehmer hätten sich aber auch mit den Varianten aus Brasilien, Südafrika und Indien infiziert, sagte Novavax-Forschungschef Gregory Glenn.

Der Impfstoff schützte Studienteilnehmer, die ein hohes Risiko für einen schweren Verlauf hatten, demnach zu 91 Prozent und zeigte eine Wirksamkeit von 100 Prozent bei der Vorbeugung mittelschwerer und schwerer Covid-19-Fälle. Gegen Varianten, die Novavax nicht identifizieren konnte, sei er zu etwa 70 Prozent wirksam gewesen, sagte Glenn.

Novavax hatte bereits zu Jahresbeginn erste Daten aus seiner Studie in Grossbritannien vorgelegt, wonach das Vakzin eine Wirksamkeit von gut 89 Prozent zeigte. Das Unternehmen hatte aber mehrmals seine Produktionsziele verschieben müssen und kämpfte mit Engpässen bei Materialien und Zubehör zur Herstellung seines Impfstoffs. Bis Ende des dritten Quartals will der Konzern 100 Millionen Impfdosen pro Monat herstellen und 150 Millionen Dosen monatlich bis End des vierten Quartals.

Maskenpflicht auf Island nur noch bei Sitzveranstaltungen

Die Menschen auf der Nordatlantik-Insel Island können sich auf weitere gelockerte Corona-Massnahmen und eine weniger strikte Maskenpflicht einstellen.

Ab Dienstag sind nach Angaben der Regierung in Reykjavik wieder Zusammenkünfte mit bis zu 300 Menschen erlaubt, Restaurants und Kneipen dürfen bis Mitternacht offen bleiben. Einen Mund-Nasen-Schutz müssen die Isländerinnen und Isländer dann nur noch bei Veranstaltungen tragen, bei denen sie sitzen, also zum Beispiel im Theater, bei Gottesdiensten und Sportveranstaltungen. Die Abstandsregel wird von zwei auf einen Meter verringert.

Armee bietet in Sommer-RS Impfungen an

Die Armee bietet in der Sommer-RS Impfungen gegen das Coronavirus an. Die erste Impfung ist für die zweite Woche der Rekrutenschule geplant, also ab dem 12. Juli, die zweite Dosis für die sechste RS-Woche, wie Armeesprecher Stefan Hofer am Montag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA auf Anfrage sagte. Die Impfungen sind freiwillig.

Ab Juli können sich Armeeangehörige direkt in der Kaserne impfen lassen. (Bild: Keystone)

«Alle Impfwilligen sollen sich in der RS impfen lassen können, wenn sie das im Zivilleben noch nicht machen konnten», sagte Hofer. Der Impfstoff werde wie in den Kantonen durch die Logistikbasis der Armee bereitgestellt. Die Impfungen führe das Personal des Sanitätsdienstes der Armee durch. Zuerst berichtete «20 Minuten» darüber.

Personen, die sich nicht impfen lassen wollen, werden gemäss Hofer zurzeit nicht von den wöchentlichen Tests befreit und müssen sich bei einem engen Kontakt einer an Covid-19 erkrankten Person in Quarantäne begeben. Mit Blick auf mögliche Lockerungsmassnahmen, wie das Verlassen der Kaserne während des Ausgangs, orientiere sich die Armee an der Entwicklung der epidemiologischen Lage und den Vorgaben des Bundesamts für Gesundheit, sagte Hofer.

Corona-Zahlen in Indien gehen weiter zurück

In Indien gehen die Corona-Zahlen weiter zurück. Innerhalb von 24 Stunden wurden in dem südasiatischen Land mit mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern etwa 70’000 neue Infektionen im Zusammenhang mit der Pandemie gemeldet, die niedrigste Zahl seit Anfang April.

Wie das Gesundheitsministerium am Montag in der Hauptstadt Neu Delhi weiter mitteilte, wurden zudem 3921 neue Todesfälle registriert.

In Indien sinken die Corona-Zahlen weiter. (Bild: Keystone)

In den vergangenen beiden Monaten hatte es an manchen Tagen mehr als 400’000 neue Infektionen gegeben. Dafür wurden auch Grossveranstaltungen wie Wahlkampf-Auftritte und religiöse Feste verantwortlich gemacht. In Indien wurde die als besonders ansteckend geltende Delta-Variante des Corona-Virus zuerst erkannt. Inzwischen werden Schutzmassnahmen wieder gelockert, auch in Neu Delhi. Dort sind Läden wieder geöffnet. Restaurants dürfen 50 Prozent der Plätze wieder besetzen.

Parahotellerie mit Rückgang von knapp 11 Prozent bei Logiernächten

Die Schweizer Parahotellerie musste 2020 einen Rückgang bei den Logiernächten hinnehmen. Eine höhere Nachfrage inländischer Gäste kompensierte den starken Einbruch bei den ausländischen Gästen immerhin teilweise.

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Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete Parahotellerie 2020 ein Minus von 11,3 Prozent. (Bild: Keystone)
London will Massnahmen laut Medienberichten doch verlängern

Der britische Premierminister Boris Johnson will Medienberichten zufolge die Corona-Massnahmen in England wegen der Ausbreitung der zunächst in Indien entdeckten Delta-Variante verlängern.

Der bislang für den 21. Juni geplante «Tag der Freiheit» solle um bis zu vier Wochen aufgeschoben werden, meldeten verschiedene britische Medien am Montag. Mit einer offiziellen Ankündigung des Regierungschefs wurde am Abend gerechnet.

Grossbritanniens Premier Boris Johnson will am Montag eine Entscheidung treffen. (Bild: Keystone)

Geplant war bislang, dass am Montag nächster Woche alle noch geltenden Kontaktbeschränkungen aufgehoben werden. Geschäfte und Gastronomie haben bereits seit Wochen wieder geöffnet. Die anderen Landesteile Schottland, Wales und Nordirland haben eigene Corona-Regeln, die sich jedoch nur geringfügig von denen in England unterscheiden.

Obwohl die britische Impfkampagne weit vorangeschritten ist und bereits mehr als 56 Prozent der Erwachsenen voll geimpft sind, hat die Delta-Variante die Infektionszahlen im Land wieder in die Höhe schnellen lassen. Nachdem wochenlang nur sehr wenig Neuinfektionen gezählt wurden, liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz nun wieder bei knapp 65. Der Wert spiegelt die Zahl der neuen Ansteckungen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche wieder.

Maskenpflicht in Dänemark quasi beendet

Die Däninnen und Dänen müssen von nun an kaum noch Mund-Nasen-Schutz tragen. Die seit Monaten im Kampf gegen das Coronavirus geltende Pflicht zum Tragen einer Maske oder eines Visiers ist zum Montag für fast alle Bereiche des öffentlichen Lebens aufgehoben worden.

Darauf hatten sich die Regierung und der Grossteil der Parlamentsparteien geeinigt. Einen solchen Corona-Schutz muss man in Dänemark jetzt nur noch im öffentlichen Nahverkehr tragen, wenn man dort nicht sitzt. Bis zum 1. September soll die Maske dann gänzlich verschwinden.

Corona-Zahlen in Deutschland weiter deutlich runter

Erstmals seit mehr als acht Monaten haben die Gesundheitsämter in Deutschland weniger als 1000 Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet.

So registrierte das staatliche an das Robert Koch-Institut (RKI) 549 neue Fälle, wie aus Zahlen vom Montagmorgen hervorgeht. Sie geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.01 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Zuletzt war die Zahl der Neuinfektionen pro Tag am 21. September mit 922 dreistellig.

Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland sinkt weiter. (Bild: Keystone)

Vor einer Woche hatte der Wert bei 1117 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Montagmorgen mit deutschlandweit 16,6 an (Vortag: 17,3, Vorwoche: 24,3).

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 10 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 22 Tote.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3’715’518 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3’580’600 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 89’844 angegeben.

Lockerung in England auf der Kippe

Der britische Premier Boris Johnson will im Laufe des Tages seinen weiteren Fahrplan für die Corona-Maßnahmen bekanntgeben. Mit Spannung wird erwartet, ob am 21. Juni wie zunächst geplant alle noch geltenden Corona-Beschränkungen in England aufgehoben werden.

Wegen der Ausbreitung der zunächst in Indien entdeckten Delta-Variante des Virus gilt es zunehmend als unwahrscheinlich, dass der «Tag der Freiheit» am angepeilten Datum stattfinden wird. Durch die letzte geplante Lockerungsstufe könnten etwa Nachtclubs wieder öffnen und Theater wieder ihre Säle voll besetzen. Gastronomie und Geschäfte haben in England bereits seit Wochen wieder auf.

Was bisher geschah

Die bisherigen Kurzmeldungen aus der Schweiz und der Welt zu Corona finden Sie hier.

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