Beim Thema Gleichstellung hinkt die Schweiz andern Ländern gewaltig hinterher. (Bild: Keystone)
Schweiz

Frauenstreik fordert gleiche Rechte

Die Frauen fordern bessere Löhne und Altersrenten, genügend Kinderbetreuungsplätze und verstärkten Schutz vor sexueller Gewalt.

Die Frauen werden am Montag, 14. Juni 2021, in der Schweiz erneut auf die Strasse gehen und ihre Rechte mit zahlreichen Aktionen im ganzen Land einfordern. Im Zentrum des diesjährigen Frauenstreiks stehen Forderungen nach besseren Löhnen und Altersrenten, nach genügend Kinderbetreuungsplätzen und nach verstärktem Schutz vor sexueller Gewalt.

50 Jahre nach der Einführung des Frauenstimmrechts, 30 Jahre nach dem ersten Frauenstreik 1991 und 25 Jahre nach der Einführung des Gleichstellungsgesetzes hat die feministische Bewegung in der Schweiz zwar viel erreicht. Doch sie sieht sich noch lange nicht am Ziel.

Gerade die Pandemie hat aus Sicht der Organisatorinnen des Streiks erneut deutlich gemacht, dass die Arbeit von Frauen weder angemessen anerkannt noch korrekt entlöhnt wird.

Feierabend

Um 15:19 Uhr werden viele Frauen am 14. Juni Feierabend machen. Die Lohndiskriminierung hat seit 2019 noch zugenommen und auf einen Tag umgerechnet arbeiten die Frauen inzwischen statt ab 15:24 Uhr bereits ab 15:19 Uhr gratis.

In Zürich und Chur etwa wird laut der Webseite 14juni.ch um 15:19 Uhr eine Lärm-Aktion stattfinden unter dem Motto «Wir lassen uns nicht unter den Teppich kehren». In Bern ist ein rückwärts laufender Flashmob geplant, um auf die Rückständigkeit der Schweiz bei der Gleichstellung aufmerksam zu machen.

An anderen Orten gibt es feministische Picknicks und Workshops. Kundgebungen sind in grösseren und kleineren Städten in der ganzen Schweiz um 18 Uhr geplant.

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