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Der Telebasel News Beitrag vom 13. Juni 2021.
Basel

Klimajugend enttäuscht nach CO2-Absage

Das Rennen war knapp, aber am Schluss gewannen die Gegner des neuen CO2-Gesetzes: Trotz Ja im Kanton Basel-Stadt.

66,66 Prozent der Stimmbevölkerung im Stadtkanton stimmten für das neue CO2-Gesetz. Auf nationaler Ebene votierten jedoch nur wenige Kantone mit einem Ja. Auch das Baselbiet lehnte die Klimaschutzvorlage mit 53 Prozent der Stimmen ab.

In den letzten Jahren hat sich vor allem die sogenannte Klimajugend lautstark für mehr Klimaschutz eingesetzt. Die Enttäuschung bei den Vertreterinnen und Vertretern des Basler Klimastreiks und der Stadtbasler Jungparteien Juso und jgb ist gross. Sie haben sich am Abstimmungssonntag im St. Johanns-Park getroffen, um zusammen die eintreffenden Resultate zu verfolgen.

«Ich kann es nicht verstehen»

«Ich kann es nicht verstehen», sagt Anouk Feurer, Co-Präsidentin jgb nordwest. Seit drei Jahren setzten sie sich auf der Strasse für mehr Klimaschutz ein, um die Klimakrise möglichst zu verhindern. «Und die Menschen denken einfach zu kurzfristig.»

Auch Michal Oskedra vom Klimastreik Basel ist enttäuscht. Er zeigt sich aber auch selbstkritisch. Es sei wohl zu wenig gelungen, die kritischen eigenen Mitglieder zu mobilisieren. «Das Gesetz konnte eigentlich niemanden begeistern. Für uns war es viel zu wenig weitgehend», sagt Oskedra.

Trotz Niederlage wollen die jungen Klimaschützer nicht aufgeben. Sie schauen schon auf die nächsten Abstimmungen wie die Gletscherinitiative oder die Klimagerechtigkeits-Initiative Basel 2030. Anouk Feurer zeigt sich weiter kämpferisch: «Es wird weiter gehen, wir werden weiter auf die Strasse gehen».

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