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Tausende Italiener haben den zweiten EM-Titel euphorisch auf den Strassen und Plätzen im Land gefeiert. (Bild: Keystone)
International

Tausende Fans begrüssen die EM-Sieger in Rom

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Tausende Fans feiern Europameister Italien in Rom

Der Europameister Italien wird in Rom von Tausenden Fans begeistert empfangen und bejubelt.

Zahlreiche Menschen säumten am Montagabend die Strassen der italienischen Hauptstadt, durch die der Mannschaftsbus mit dem Team von Trainer Roberto Mancini fuhr. Die Menschen schwenkten Fahnen, jubelten den Spielern zu und applaudierten. Die Mannschaft brauchte daher deutlich länger als vorgesehen für die kurze Strecke durch die Stadt, weil der Bus nur langsam vorankam und immer wieder anhalten musste.

Das Team war zunächst von Staatspräsident Sergio Mattarella empfangen worden, anschliessend stand noch ein Treffen mit Regierungschef Mario Draghi an. Ursprünglich hatte die Mannschaft anschliessend mit einem offenen Bus durch die Stadt fahren und den Pokal präsentieren wollen. Dies wurde aus Sorge vor Corona-Ansteckungen jedoch abgesagt.

30 Millionen Briten am TV

Über 30 Millionen Menschen in Grossbritannien haben am Sonntagabend das Penaltyschiessen im EM-Final zwischen England und Italien live im Fernsehen verfolgt. Das ist die höchste Einschaltquote seit der Beerdigung von Prinzessin Diana im Jahr 1997. Wie die BBC mitteilte, schauten 30,95 Millionen Menschen die letzten Minuten der Partie, während des Spiels lag der Durchschnitt bei 29,85 Millionen. Die Three Lions haben während des Turniers eine Welle der Euphorie ausgelöst. Zahlreiche Schulen erlaubten den Kindern, am Montag erst später in den Unterricht zu kommen, um den Final bis zum Ende sehen zu können.

Schweizer Fussballfans schauen SRF zwei

Neun von zehn Fussballfans verfolgten die EM auf dem Sender SRF zwei. Diese Zahl veröffentlichte das Schweizer Fernsehen per Communiqué.

In Leutschenbach wird die EM entsprechend als Erfolg verbucht. Knapp 90 Prozent aller Personen, welche das Fussballfest an den TV-Geräten der Deutschschweizer Privathaushalte sahen, schalteten SRF zwei ein. Im Durchschnitt erreichten die Livespiele auf SRF zwei 526’000 Zuschauende aus der Deutschschweiz und einen Marktanteil von 47,0 Prozent. Also knapp die Hälfte aller TV-Zuschauenden an den jeweiligen Abenden schauten Fussball, neun von zehn auf SRF zwei.

Den Final zwischen Italien und England verfolgten bis zu 1,376 Millionen Zuschauende live auf SRF zwei. Im Durchschnitt über das ganze Spiel inklusive Penaltyschiessen waren am Sonntagabend ab 21.00 Uhr 1,206 Millionen Personen aus der Deutschschweiz zugeschaltet, was einem Marktanteil von 63,9 Prozent entspricht.

Damit war das Endspiel zugleich die meistgesehene Partie der EM ohne Schweizer Beteiligung. Das zuschauerstärkste Spiel überhaupt war das dritte Gruppenspiel der Schweiz gegen die Türkei. In der Spitze verfolgten mehr als 1,8 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer aus der Deutschschweiz den 3:1-Erfolg.

So feierten die Italien-Fans in der Schweiz

Tausende Tifosi haben am späten Sonntagabend in Schweizer Städten den Sieg Italiens über England an der Fussball-Europameisterschaft gefeiert. Die Fans feierten mit Sprechchören und hupende Autos ausgelassen den sportlichen Triumph.

Schon wenige Sekunden nach dem EM-Abpfiff am Sonntag sind in der Zürcher Langstrasse die ersten Feuerwerkskörper in die Luft gegangen. Tausende Fussballfans und sonstige Partygänger feierten den Sieg der Italiener.

Nach dem Abpfiff versammelten sich Fussballfans und Partylustige in der Langstrasse in Zürich. (Bild: Keystone)

Innert Kürze verwandelte sich die Langstrasse in eine rot leuchtende Freiluftparty. Die Mehrheit der Fans waren klar für die Italiener. Englische Fans gab es kaum zu sehen. Dafür aber viele, die offensichtlich gar nicht so sehr wegen des Fussballs dort waren, sondern vielmehr wegen der Party.

Hupende Autocorsos gab es in der Langstrasse keine, da die Ausgehmeile ohnehin für den Verkehr gesperrt war. Die Stadtpolizei war mit einem grösseren Aufgebot an mehreren Orten präsent. Bis auf Weiteres verlief die Freiluftfeier aber friedlich.

In Lausanne und Genf waren dagegen laut und vernehmlich hupende Autos zu hören. Die italienischen Fans, die das Finale bereits in grosser Zahl in den Bars und auf Grossbildschirmen in den Strassen verfolgt hatten, liessen Lausanne erzittern, als der italienische Torwart Donnarumma den letzten englischen Elfmeter parierte.

In Genf zeigten die Tifosi ihre Freude mit Hörnern und Gesang. Sie zogen zunächst in einen Teil der Avenue du Mail, die entlang des Plainpalais verläuft. Dort winkten mindestens hundert Menschen den Autos zu, die durch die Menge fuhren. Die Polizei verfolgte die Feiern aus der Ferne, musste aber nicht eingreifen.

Europameister Italien kassiert 28,25 Millionen Euro UEFA-Prämie

Für den Finalsieg bei der Europameisterschaft kassiert Italiens Fussball-Nationalmannschaft 8 Millionen Euro aus dem Preisgeldtopf der UEFA. England muss sich nach der 2:3-Niederlage im Elfmeterschiessen mit 5 Millionen Euro Prämie für die Teilnahme am Endspiel begnügen, wie aus der von der Europäischen Fussball-Union vor dem Turnier festgelegten Geldverteilung hervorgeht.

Italien streicht damit die für den Titelgewinner maximal mögliche Summe von 28,25 Millionen Euro ein. 9,25 Millionen gab es als Startgeld für jede Mannschaft. Für die drei Siege in den Gruppenspielen verbuchte die Squadra Azzurra jeweils eine Million Euro. Der Einzug ins Achtelfinale brachte 1,5 Millionen, der Sprung in die nächste Runde weitere 2,5 Millionen. Für das Halbfinale erhielten die Italiener weitere vier Millionen Euro.

Insgesamt sollten bei dem Turnier 331 Millionen Euro ausgeschüttet werden. Eigentlich hätten es sogar 40 Millionen mehr sein sollen, doch wegen der Corona-Krise reduzierte der Dachverband die Summe für das um ein Jahr verschobene Turnier. Dennoch ist die Summe des Preisgelds immer noch ein Rekord. Vor fünf Jahren beim Turnier in Frankreich, das erstmals mit 24 Teilnehmern gespielt wurde, hatte die UEFA 301 Millionen Euro ausgezahlt. Damals lag die mögliche Maximalsumme für den Europameister bei 27 Millionen Euro.

Italiener feiern EM-Titel auf Strassen und Plätzen im Land

Tausende Italiener haben den zweiten EM-Titel für ihre Fussball-Nationalmannschaft euphorisch auf den Strassen und Plätzen im Land gefeiert. In der Hauptstadt Rom gab es für die Fans nach dem gewonnenen EM-Endspiel gegen England am Sonntagabend kein Halten mehr.

Nach dem entscheidenden Elfmeter stürmten die Menschen auf die Piazza Navona im Zentrum der Altstadt, rissen sich die Trikots vom Leib und fielen sich in die Arme. Die Polizei liess die Sirenen ihrer Autos aufheulen, Feuerwerkskörper knallten.

Hunderte Fans sangen, tanzten und jubelten. Italien war durch ein 3:2 im Elfmeterschiessen im Londoner Wembley-Stadion zum zweiten Mal Europameister geworden.

Auch in anderen italienischen Städten feierten die Fans den Triumph ihrer Mannschaft. In Mailand liessen die Menschen auf dem zentralen Platz vor dem Dom mit Tröten und Jubelschreien ihrer Freude freien Lauf, viele schwenkten laut Nachrichtenagentur Ansa italienische Flaggen. Auch Feuerwerk wurde gezündet. In Rom hatten Tausende Fans die Partie gemeinsam auf Grossbildleinwänden vor dem Kolosseum und auf der zentralen Piazza del Popolo verfolgt und den Sieg gefeiert.

Ministerpräsident Draghi empfängt Europameister am Montag

Italiens Fussball-Nationalmannschaft wird nach dem Gewinn des Europameistertitels am Montag in Rom von Ministerpräsident Mario Draghi empfangen.

Der Regierungschef wolle sich nach dem 3:2-Sieg im EM-Endspiel im Elfmeterschiessen gegen England persönlich bei der Mannschaft und dem Trainerteam bedanken, teilte die Regierung am späten Sonntagabend nach der Partie im Londoner Wembley-Stadion mit. Die Mannschaft sollte noch in der Nacht nach Italien zurückreisen.

Die Squadra Azzurra habe «neben grosser Individualität ein aussergewöhnliches Spiel und einen besonderen Teamgeist» gezeigt, heisst es in der kurzen Mitteilung der italienischen Regierung. Für Italien war es der zweite EM-Titel nach 1968.

Premierminister Johnson: England hat Nation stolz gemacht

Premierminister Boris Johnson hat der englischen Fussball-Nationalmannschaft trotz der Niederlage im EM-Finale gegen Italien gratuliert und Trost gespendet.

«Das war ein herzzerreissendes Ergebnis am Ende der EM», schrieb Johnson am späten Sonntagabend bei Twitter. Die Mannschaft von Trainer Gareth Southgate hatte im Endspiel im Londoner Wembley-Stadion gegen die Italiener mit 2:3 im Penaltyschiessen verloren.

Sie hätten dennoch wie Helden gespielt, schrieb der konservative Regierungschef und lobte: «Sie haben die Nation stolz gemacht und verdienen grosse Anerkennung.»

Auch Prinz William meldete sich zu Wort und twitterte: «Herzzerreissend. Gratulation Azzurri zu einem grossartigen Sieg. England, ihr seid alle so weit gekommen, aber leider war diesmal nicht unser Tag. Ihr könnt Eure Köpfe erhoben halten und so stolz auf euch sein. Ich weiss, da kommt noch mehr.»

Englands Fussball-Legende Gary Lineker schrieb in den sozialen Netzwerken: «Das ist nicht das Ende für dieses junge englische Team, es ist erst der Anfang.»

Milde UEFA-Strafe für England nach Fan-Vorfällen

Der englische Verband FA ist nach dem Fehlverhalten einiger Fans im EM-Halbfinal gegen Dänemark mit einer milden Strafe davongekommen. Die UEFA verhängte eine Geldbusse in Höhe von 30’000 Euro. Bestraft wurden die Verwendung eines Laserpointers durch Zuschauer, die Störungen durch Fans während des Abspielens der dänischen Nationalhymne und das Abbrennen von Feuerwerkskörpern. Zu welchem Ergebnis die Ermittlungen der britischen Polizei kommen, ist noch offen.

Die Three Lions zeigen Herz
(Justin Tallis, Pool Photo via AP)

Englands Fussballer punkten vor dem EM-Final gegen Italien mit einer grosszügigen Aktion. Medienberichten zufolge würden die Spieler ihr Preisgeld für den EM-Titel an die Gesundheitsbehörden NHS spenden. Englands Fussballverband FA bekäme bei einem Finalsieg am Sonntag gegen Italien umgerechnet insgesamt etwas mehr als 30 Millionen Franken an Turnier-Preisgeld, etwa 40 Prozent davon würde die FA dann an die Mannschaft von Nationaltrainer Gareth Southgate ausschütten. Der National Health Service wird von den Three Lions schon länger unterstützt. Derzeit setzt er sich besonders im Kampf gegen die Corona-Pandemie ein. (sda)

Kein Neid bei Englands altem Weltmeister
 (AP Photo, file)

Nach 55 Jahren ohne grossen Titel könnten Englands Fussballer im EM-Final gegen Italien eine ganze Nation erlösen. Auch Sir Geoff Hurst drückt den Three Lions am Sonntag den Daumen und hofft auf ein Ende des Alleinstellungsmerkmals seiner englischen Weltmeister-Mannschaft von 1966. «Die Zyniker werden mich anschauen und sagen, dass ich nicht will, dass England die WM oder EM gewinnt, was völliger Unsinn ist», sagte der 79-jährige dreifache WM-Final-Torschütze im «Mirror». «Ich verstehe mehr als irgendjemand, wie wichtig der Erfolg unseres Nationalteams für die Mannschaft selbst und für das Land ist. Ich bin ein Fan und will, dass wir gut spielen und gewinnen.» (sda)

UEFA leitet Untersuchung gegen englische FA ein

Die UEFA hat wegen diverser Vorkommnisse beim EM-Halbfinal zwischen England und Dänemark (2:1 n.V.) am Mittwoch im Londoner Wembley ein Disziplinarverfahren gegen den englischen Verband FA eingeleitet. Ermittelt werde wegen der Verwendung eines Laserpointers durch Zuschauer, wegen Störungen durch Fans während des Abspielens der dänischen Nationalhymne und wegen des Abbrennens von Feuerwerkskörpern, teilte die UEFA mit. Vor allem der Vorfall mit dem Laserpointer hatte zuvor bereits für grossen Wirbel gesorgt.

Vor dem Elfmeter, den Englands Harry Kane im Nachschuss zum 2:1 verwandelte, wurde Dänemarks Torwart Kasper Schmeichel offenbar gestört. Auf TV-Bildern ist zu sehen, dass ein Laserpointer auf Schmeichel gerichtet war. Kurz bevor Kane schiesst, huscht ein grünes Licht über Schmeichels Gesicht und nähert sich seinen Augen.

Bereits während der zweiten Halbzeit beschwerten sich dänische Spieler bei Referee Danny Makkelie, dass sie durch Laserpointer geblendet würden, worauf der Niederländer die Beschwerde an den UEFA-Offiziellen weitergab.

Der TV-Kommentator Mark Pougatch des britischen Senders ITV verwies nach dem Spiel auf den Vorfall, der zunächst unbemerkt geblieben war. «Das ist völlig inakzeptabel und lächerlich», schimpfte Pougatch, «wer auch immer das war, ist ein Idiot.»

Niederländer Kuipers pfeift den EM-Final

Der Niederländer Björn Kuipers pfeift am Sonntag den EM-Final zwischen Italien und England im Londoner Wembley. Für den 48-Jährigen ist es die vierte Spielleitung an dieser Endrunde, nachdem er in der Vorrunde Dänemark gegen Belgien und Slowakei gegen Spanien sowie den Viertelfinal Tschechien gegen Dänemark gepfiffen hat.

Der Niederländer Björn Kuipers pfeift am Sonntag den EM-Final zwischen Italien und England im Londoner Wembley. (Bild: Keystone)

Kuipers pfeift seit 2006 internationale Spiele. 2014 leitete er den Champions-League-Final zwischen Real und Atlético Madrid. Seit der EM 2012 stand er an jeder grossen Endrunde im Einsatz.

Leere Plätze auch für den Final

Die Zuschauerkapazität im Londoner Wembley-Stadion wird für den EM-Final zwischen Italien und England am Sonntag nicht noch einmal erhöht. Die britische Regierung hat Spekulationen eine Absage erteilt, wonach für das Endspiel sämtliche 90’000 Plätze in Wembley genutzt werden könnten. «Es gibt keine Pläne, die Kapazität zu erhöhen», liess die Regierung mitteilen. «Nur dank der Impfkampagne können wir überhaupt diesen Pilotversuch starten und eine signifikante Anzahl von Zuschauern im Stadion haben – wie gestern Abend.»

Die Zuschauerkapazität im Londoner Wembley-Stadion wird für den EM-Final zwischen Italien und England am Sonntag nicht noch einmal erhöht.  (Bild: Keystone)

Den Halbfinal zwischen England und Dänemark (2:1 n.V.) hatten am Mittwoch 64’950 Zuschauer im Stadion erlebt. Nach dem Spiel feierten viele Engländer ausserhalb des Stadions ungeachtet der geltenden Corona-Restriktionen den Sieg des Gastgebers. Im Zusammenhang mit dem Spiel kam es gemäss der Londoner Polizei 20 Festnahmen.

Am 19. Juli sollen in England trotz der grassierenden Delta-Variante des Coronavirus sämtliche Corona-Beschränkungen aufgehoben werden. Mit Blick darauf hatten Fussballfans gehofft, dass für den EM-Final bereits eine Ausnahme in Kraft treten werde.

Song von Atomic Kitten wird zum Fan-Hit

Die britische Pop-Band Atomic Kitten ihren Kassenschlager «Whole Again» in abgeänderter Form hochleben. England-Fans hatten den Song während der WM 2018 umgedichtet und singen an Spielen seither: «Southgate, you’re the one, you still turn me on. Football’s coming home again.» Vor dem Halbfinal gegen Dänemark veröffentlichte das Trio den Song auf Facebook in der Fassung der Fans. Den ganzen Song gibt’s hier zu hören.

Englische Fans setzten Laser-Pointer ein

Einige englische Fans haben ihr Team im Halbfinal gegen Dänemark über den legalen Rahmen hinaus unterstützt. Bereits während der zweiten Halbzeit beschwerten sich dänische Spieler bei Referee Danny Makkelie, dass sie durch Laser-Pointer geblendet würden, worauf der Niederländer die Beschwerde an den UEFA-Offiziellen weitergab. Vor dem entscheidenden Penalty, den Englands Captain Harry Kane in der Verlängerung zum 2:1 verwandelte, wurde auch Dänemarks Torhüter Kasper Schmeichel Opfer eines Blendversuches. Auf TV-Bildern ist zu sehen, dass ein Laser-Pointer auf Schmeichel gerichtet war. Der TV-Kommentator Mark Pougatch des britischen Senders ITV verwies nach dem Spiel auf den Vorfall, der zunächst unbemerkt geblieben war. «Das ist völlig inakzeptabel und lächerlich», schimpfte Pougatch, «wer auch immer das war, ist ein Idiot.»

Dänemarks Torhüter Kasper Schmeichel wurde beim Penalty von Harry Kane durch einen Laser-Pointer geblendet. (Bild: Keystone)
Maskottchen Spinazzola ist am EM-Final dabei

Bis zu seinem Riss der Achillessehne im EM-Viertelfinal unterstützte Italiens Aussenverteidiger Leonardo Spinazzola mit Flügelläufen sein Team auf dem Platz. Nun wird der 28-Jährige im Final am Sonntag gegen England im Wembley als Maskottchen auf der Tribüne sitzen. Am Samstag reist Spinazzola gemeinsam mit dem Team in die englische Hauptstadt. Den Halbfinal-Krimi seiner Nationalmannschaftskollegen verfolgte der Verteidiger der AS Roma am Dienstag mit eingegipstem Bein noch daheim der auf Couch.

Leonardo Spinazzola verletzte sich im Viertelfinalspiel gegen Belgien schwer. (Bild: Keystone)
Inzaghi wartet mit offenen Armen

Simone Inzaghi, der neue Trainer des italienischen Meister Inter Mailand, hofft auf eine Rückkehr von Christian Eriksen nach dessen Herzstillstand an der EM. «Er braucht Zeit, sich zu erholen. Aber natürlich werden wir ihn mit offenen Armen wieder bei uns begrüssen», sagte Inzaghi bei seiner ersten Pressekonferenz nach der Amtsübernahme. Er habe Eriksen vor dem EM-Start gesprochen, ihn nach dem Kollaps aber bewusst in Ruhe gelassen.

Simone Inzaghi hofft auf eine Rückkehr von Christian Eriksen nach dessen Herzstillstand an der EM. (Bild: Keystone)
1'000 Fans aus Italien

Italiens Nationalteam darf für den Final im Londoner Wembley-Stadion auf Unterstützung aus der Heimat hoffen. Mit den britischen Behörden soll vereinbart worden, dass 1’000 Fans aus der Heimat nach England reisen dürfen – unter Einhaltung strenger Schutzmassnahmen. Interessierte sollen mit Charterflügen ab Rom oder Mailand in die englische Hauptstadt gebracht werden und dürften dort zwölf Stunden bleiben.

Ein Finalticket für die Retter und für Christian Eriksen

Beim dramatischen Zusammenbruch von Christian Eriksen während der Partie zwischen Dänemark und Finnland sind auch Helden geboren. Sechs der Rettungskräfte, die sich unmittelbar nach dem Kollaps um den 29-Jährigen gekümmert hatten, wurden einem dänischen Bericht zufolge von der UEFA als Ehrengäste zum EM-Final nach Wembley eingeladen. Das berichtete das Fachblatt «Fagbladet Foa», das mit einem der Sanitäter gesprochen hat.

Nicht nur seine Retter, auch Christian Eriksen ist von der UEFA zum Final in London eingeladen worden. Präsident Aleksander Ceferin habe die Einladung an den 29-Jährigen und dessen Frau ausgesprochen, teilte der Kontinentalverband mit. Es sei aber noch nicht klar, ob Eriksen vier Wochen nach seinem Herzstillstand ins Wembley-Stadion komme oder sich weiter erhole.

60'000 vorsichtige Zuschauer im Wembley?

60’000 Zuschauer dürfen im Wembley-Stadion in den Halbfinals und im Final dabei sein. Die angesichts der steigenden Corona-Zahlen umstrittene Aufstockung brachte der UEFA massive Kritik ein. Auf seiner Internetseite aktualisierte der Verband deshalb noch einmal die Sicherheitshinweise – unterlegt mit dem aus den Stadien bekannten Video mit Pierre-Emile Höjbjerg, Harry Kane, Ciro Immobile und Dani Olmo, die appellieren, sich an die Regeln zu halten. Ob das reicht, damit das «Final Four» nicht zum Superspreader-Event wird, und die EM nicht als Treiber der Pandemie abgestempelt wird? We’ll see.

Oliver sorgte schon einmal für Ärger

Schiedsrichter Michael Oliver sorgte mit seinem Platzverweis am Freitag gegen Remo Freuler im Viertelfinal gegen Spanien nicht zum ersten Mal für rote Köpfe. Als der Engländer im April 2018 im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League zwischen Real Madrid und Juventus Turin (1:3) in der Nachspielzeit einen fragwürdigen Penalty gegen die Italiener pfiff und Torhüter Gianluigi Buffon vom Platz stellte, hielt dieser im Anschluss eine legendäre Wutrede.

«Wenn du nicht die Fähigkeit hast, um im Bernabeu zu bestehen und dem Druck stand zu halten, dann geh auf die Tribüne, iss Pommes Frites, trink Coca-Cola, Sprite oder einen Orangensaft.» Wenn man einen solchen Penalty pfeife, sein man kein Mensch, sondern eine Bestie. Juventus hatte im Rückspiel in Madrid bis zum Zeitpunkt des Penaltypfiffs den 0:3-Rückstand aus dem Hinspiel aufgeholt.

Weiss gewinnt in der K.o.-Runde

Wer Weiss trägt, ist unschlagbar. Neunmal trat ein Team in den zwölf K.o.-Spielen mit weissen Trikots an, alle neun gewannen. Dagegen hatten es Mannschaften mit roten Trikots schwer.

Von sechs siegte nur Belgien im Achtelfinal gegen Portugal in Rot. Danach verloren die Belgier gegen Italien, das beim 2:1 am Freitag in München in Weiss spielte. Die Schweiz und Tschechien hatten ihren Achtelfinal in Weiss gewonnen und ihren Viertelfinal mit roten Trikots gegen weiss gekleidete Gegner verloren. In der Vorrunde unterlagen die Schweizer Italien allerdings in Weiss – und siegten gegen die Türkei in Rot.

(Foto: Key)
Bleibt Petkovic Nati-Trainer? Eher ja als nein

Am Tag nach der Niederlage gegen Spanien blieb Vladimir Petkovic vage, als es um seine Zukunft als Schweizer Nationaltrainer ging. Eine Garantie, den Vertrag zu erfüllen, gab er nicht ab. Seine Antworten lassen aber vermuten: eher ja als nein.

Knapp 18 Stunden nach dem Ausscheiden im EM-Viertelfinal gegen Spanien blickte Vladimir Petkovic nochmals zurück auf die intensiven Tage zwischen Rom, Baku, Bukarest und St. Petersburg. «Es ist wichtig, dass wir unseren Status in der Welt verbessert haben. Wir sind sympathisch geworden. Die Welt hat ein besseres Bild von uns als vorher. Ich habe viele solche Reaktionen bekommen. Das ist ein grosses Lob und ein grosser Schritt nach vorne.»

Natürlich redete Petkovic aber auch über die Zukunft. Seine Zukunft. Während der EM waren Gerüchte aufgekommen, er habe Offerten vorliegen von Zenit St. Petersburg und Fenerbahce Istanbul. «Die Medien sind nicht gut informiert, Fenerbahce hat jetzt einen neuen Trainer.» Auf ein mögliches Engagement bei Zenit St. Petersburg ist Petkovic nie eingegangen.

(Bild: Keystone)

Dennoch blieb am Samstag von Petkovic ein klares Statement aus, ob er seinen bis nach der WM 2022 gültigen Vertrag erfüllen würde. «Im Fussball kann es schnell gehen – nicht nur in einer einzelnen Partie. Als Trainer fälle ich auch die Entscheide nicht selber.» Dennoch waren Petkovics Worte eher ein «Ja» als ein «Nein». «Um diesen Beruf auszuüben, braucht es die Leidenschaft für den Fussball und das Vertrauen in die Gruppe, die man trainiert. Es ist eine Mannschaft, die sich weiter verbessern kann. Deshalb sehe ich nicht, weshalb ich nicht in die gleiche Richtung weitergehen sollte.»

In gewisser Weise hat Petkovic bereits am Tag nach der Niederlage gegen Spanien den Blick in die Zukunft gerichtet. «Ich habe dem Team beim Mittagessen gesagt: Was ihr an der EM geleistet habt, müsst ihr als Ausgangspunkt nehmen. Wie wenn ihr von null wieder beginnt.»

Federer: «Traum gsi mit euch die EM»

Roger Federer gratulierte der Schweizer Nationalmannschaft via Twitter zur erfolgreichen EM-Kampagne: «Danke. Es war ein wunderbarer Sommer. Ein grossartiger Effort, ich kann die WM kaum erwarten… Kopf hoch Jungs. Traum gsi mit euch die EM.»

Auch Sportministerin Viola Amherd lobte auf Twitter die Nati und postete Fotos aus dem Stadion in St. Petersburg, wo sie das Spiel live mitverfolgte. «Was für eine Spannung, was für ein Wahnsinnsspiel! Herzliche Gratulation zur super EM. Die Schweiz ist stolz auf eure Leistung. Leider hat es nicht ganz zum Einzug in die Halbfinals gereicht. Gratulationen an das Team.»

Ex-Nationalspieler Stephan Lichtsteiner postete auf Instagram: «Unglaublich stolz, auf was ihr geleistet habt Jungs. Ihr habt Geschichte geschrieben. Miss you Boys!!»

Zehntes Eigentor des Turniers

Denis Zakaria war für das bereits zehnte Eigentor bei der Europameisterschaft verantwortlich. Zuvor hatte es in der EM-Geschichte bei allen vorherigen Turnieren zusammengezählt nur neun Eigentore gegeben.

Fans treffen in der Gazprom-Arena ein – Nati beginnt mit Warm-up

Bald geht es los, die Schweizer Nati trifft im Viertelfinal auf Spanien. In St. Petersburg sammeln sich die Fans in der Gazprom-Arena bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel.

Die Nati hat mit dem Warm-up begonnen. Ab 18 Uhr können Sie das EM-Spiel gegen Spanien im Live-Ticker auf telebasel.ch mitverfolgen.

Das Warm-up im Sankt-Petersburg-​Stadion hat begonnen. (Video: Telebasel)
Grosse Vorfreude in Basel: Steine füllt sich mit Nati-Fans

Der Viertelfinal zwischen der Schweiz und Spanien steht um 18 Uhr an. Die Vorfreude ist riesig – so auch in der Steine in Basel. Langsam versammeln sich die Fans, um das mit Spannung erwartete Spiel in St. Petersburg am Public Viewing mitzuverfolgen.

Denis Zakaria ersetzt Granit Xhaka

Wie erwartet ersetzt Denis Zakaria im EM-Viertelfinal gegen Spanien den gesperrten Granit Xhaka. Der Rest der Startformation bleibt unverändert.

Rund eine Stunde vor Spielbeginn in St. Petersburg lüftete Nationalcoach Vladimir Petkovic das Geheimnis. Die Frage nach dem Ersatz für den gesperrten Captain Granit Xhaka ist beantwortet: Denis Zakaria von Borussia Mönchengladbach spielt im Zentrum neben Remo Freuler. Zakaria kommt damit zu seinem ersten Einsatz von Beginn weg in einem Spiel an einer Endrunde.

Die Schweizer Formation gegen Spanien: Sommer; Elvedi, Akanji, Rodriguez; Widmer, Zakaria, Freuler, Zuber; Shaqiri; Embolo, Seferovic.

Schweizer Fans singen schon im Flieger

Die Stimmung unter den Schweizer Fussballfans ist an diesem Freitag grossartig. Das zeigen Bilder aus einem der Flugzeuge, das am Vormittag in Richtung St. Petersburg unterwegs war: In rot-weissen Trikots singen die Nati-Fans und freuen sich auf das Spiel am Abend gegen Spanien. Ein Land steckt im EM-Fieber!

(Video: Telebasel)

«Superfan» Luc darf Business Class fliegen

Der über Nacht zum Social-Media-Star gewordene Nati-«Superfan» Luca Loutenbach bekam von der Swiss den Flug nach St. Petersburg spendiert. Nach den Fotos seiner Emotionen während des Achtelfinal-Spiels der Schweiz gegen Frankreich stürzten sich diverse Unternehmen regelrecht auf den Jurassier. Die Fotos der Enttäuschung und des anschliessenden Jubels des 28-Jährigen im Stadion von Bukarest gingen viral.

Die Swiss postete denn auch Fotos von Lucas Reise nach St. Petersburg im klassischen «Meme-Style». Luca durfte in der Business Class reisen. Ob er am Abend beim Viertelfinal-Knüller der Schweiz gegen Spanien wieder in Ekstase verfällt?

Nati-Fans starten nach St. Petersburg zur «Mission Halbfinals»

Am frühen Freitagmorgen stehen im Flughafen Zürich Schweizer Fans Schlange: Sie checken in den Flug nach St. Petersburg ein, wo die Schweizer Nati am Abend an der EM das Viertelfinal-Spiel gegen Spanien bestreiten wird. Ob auch diese Reise in die Geschichte eingehen wird?

(Bild: Telebasel)

Vor dem Abflug werden alle Dokumente der Passagiere kontrolliert: Fan-ID, Corona-Test, Boardkarte und Pass. Dann kann es losgehen.

(Bild: Telebasel)

Arsène Wengers Lob nicht nur für Xhaka

Die Schweizer Nationalmannschaft hat den Fussballgelehrten Arsène Wenger mit ihrem Auftritt im Achtelfinal gegen Frankreich tief beeindruckt. Wenger traut der Mannschaft von Vladimir Petkovic noch einiges, wenn nicht alles zu – auch wenn sie im Viertelfinal gegen Spanien ohne Wengers früheren Schützling Granit Xhaka auskommen muss.

Wenger, der 22 Jahre lang, bis 2018, Arsenal trainierte und heute als Nichtbrite als «Officer of the Order of the British Empire» (OBE) geadelt ist, hatte sehr wohl verfolgt, wie sich die Schweizer am EM-Turnier vor dem Match gegen den Weltmeister geschlagen hatten. «Die Schweizer Spieler wurden in der Schweiz für ihre Mentalität und ihr Verhalten extrem stark kritisiert», sagte Wenger mit Blick auf die 0:3-Niederlage gegen Italien. «Sie wurden in Frage gestellt. Aber sie haben die Antwort gegeben, die man geben muss, wenn man eine Mannschaft ist. Auf dem Platz.»

Lob für Xhaka

Über die Leistung der Schweizer im Match gegen Frankreich sagte Wenger in einer Gesprächsrunde im französischen Fernsehen: «Die Schweizer haben im ganzen Spiel Ruhe, technisches Können und viel Geschick gezeigt. Auf das Ganze gesehen, war der Sieg überhaupt nicht unverdient.»

Arsène Wenger bedauert es, dass Granit Xhaka für das Spiel gegen Spanien gesperrt ist. Über Xhakas Leistung im Match gegen die Franzosen sagte der 71-Jährige: «Er war herausragend von Anfang an und bis zuletzt. Alle seine Entscheide waren gut. Als es zum Penaltyschiessen ging, hat er die Spieler eingeschworen. Die Bilder davon sind sehr schön. Er hat es verdient, der Mann des Spiels zu werden.»

(Bild: AP Photo/Matt Dunham, File)
Schweizer aus Stadion gejagt

Die Mixed Zone mit den Schweizern Christian Fassnacht und Remo Freuler musste am Mittwoch, 30. Juni, nach dem Training im Petrowski-Stadion von St. Petersburg unvermittelt unterbrochen werden.

Der russische Steward nahm den Zeitplan sehr genau und schimpfte die SFV-Delegation und die Schweizer Medien nach dem ersten Teil aus dem Stadion. Offenbar waren die Spanier für ihre Trainingseinheit im Anmarsch. Das burschikose Eingreifen des wackeren Russen hatte aber nicht nur Nachteile – vor allem nicht für die TV-Kameras: Die Interviews mit Remo Freuler fanden danach nämlich auf dem Platz vor dem Stadion statt – in der Abendsonne mit wunderbarem Ausblick über den Fluss Kleine Newa auf das Stadtzentrum von St. Petersburg.

(Bild: KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)
Seferovićs grösste Fans

Haris Seferović kann auch am Freitag in St. Petersburg auch auf den Support seiner grössten Fans zählen. Ehefrau Amina und die zweijährige Tochter Inaya reisen dem Schweizer Nationalteam auf dessen Siegeszug auch nach Russland zum Viertelfinalspiel gegen Spanien hinterher – und das, obwohl Seferovićs Frau schwanger ist. Sie habe bislang eine komplikationsfreie Schwangerschaft und befolge alle ärztlichen Empfehlungen und Vorschriften, sagte Amina Seferović zum «Blick». «Mir tut es gut, endlich mal raus zu kommen und etwas Besonderes mit Inaya zu erleben.»

Amina begleitet ihren Ehemann Haris Seferović auch nach St. Petersburg. (Archivbild: Keystone)
Englischer Schiedsrichter im Schweizer Viertelfinalspiel

Der Engländer Michael Oliver pfeift die Viertelfinal-Partie der EM zwischen der Schweiz und Spanien am Freitag, 2. Juli, in St. Petersburg. Für den 38-Jährigen, der seit mehr als zehn Jahren hauptberuflich als Schiedsrichter tätig ist und fast 300 Premier League-Spiele geleitet hat, ist es der dritte Einsatz im laufenden Turnier. In der Gruppenphase stand er in den Partien Ungarn – Frankreich (1:1) und Schweden – Polen (3:2) auf dem Platz.

Der Engländer Michael Oliver wird den Viertelfinal-Match zwischen der Schweiz und Spanien leiten. (Bild: Keystone)
Spanien in St. Petersburg am Trainieren

Nach ihrer Ankunft in St. Petersburg hat die spanische Nationalmannschaft die Vorbereitung auf das Viertelfinalspiel gegen die Schweiz am Freitag, 2. Juli, direkt wieder aufgenommen. Die Mannschaft von Trainer Luis Enrique absolviert ihr Training im Petrowski-Stadion, dem früheren Stadion von Zenit St. Petersburg.

Die Spanier reisten am Dienstag von Kopenhagen, wo sie in den Achtelfinals gegen Kroatien gewonnen hatten, nach St. Petersburg. Vom Flughafen in St. Petersburg ging es ins Quartier nahe der Trainingsstätte.

Spanien trifft dank des Siegs gegen Kroatien am 2. Juli 2021 in St. Petersburg auf die Schweiz. (Bild: Keystone)
Giorgio Chiellini wieder fit

Italiens Captain Giorgio Chiellini ist übereinstimmenden Medienberichten zufolge nach seiner Verletzung bereit für den Einsatz im EM-Viertelfinal gegen Belgien am Freitag in München. Der 36-jährige Innenverteidiger trainiert nach seiner gegen die Schweiz erlittenen Oberschenkel-Verletzung schon seit einigen Tagen wieder voll mit der Mannschaft und gehörte dort zuletzt zur Formation der Stammspieler, wie mehrere Medien berichteten.

Giorgio Chiellini ist laut Medienberichten für den EM-Viertelfinal wieder fit. (Bild: Keystone)
Die «Todesgruppe» ist tot

«Todesgruppe» hatten sie die Gruppe F mit den letzten beiden Weltmeistern Frankreich und Deutschland sowie Europameister Portugal und Aussenseiter Ungarn vor dem Turnier genannt. Nach der ersten K.o.-Runde hat der Begriff eine ganz andere Bedeutung erhalten. Nachdem es Ungarn standesgemäss in der Vorrunde erwischt hatte, scheiterten in den Achtelfinals der Reihe nach auch Portugal (gegen Belgien), Frankreich (gegen die Schweiz) und Deutschland (gegen England). Die Todesgruppe F ist somit … tot.

Aus der Traum vom EM-Titel: Deutschlands Thomas Müller hadert nach seiner vergebenen Torchance gegen England. (Bild: Keystone)
Frank de Boer tritt als Bondscoach zurück

Frank de Boer legt sein Amt als Trainer der niederländischen Nationalmannschaft per sofort ab. Eine eingehende Analyse mit Sportchef Nico-Jan Hoogma und Verbandspräsident Eric Gudde habe zum Entscheid des 51-jährigen De Boer geführt.

Der Druck auf ihn und das Team habe nach der überraschenden 0:2-Niederlage im Achtelfinal gegen Tschechien stark zugenommen, machte De Boer klar. «Das ist weder für mich noch für die Mannschaft eine gesunde Situation vor den wichtigen Spielen der WM-Qualifikation», so der scheidende Bondscoach. De Boer hatte den Posten als Nationaltrainer erst im Herbst 2020 als Nachfolger des populären und erfolgreichen Ronald Koeman angetreten, der dank einer Ausstiegsklausel zum FC Barcelona gewechselt war.

Ein Nachfolger für De Boer steht beim Königlichen Niederländischen Fussballbund (KVNB) noch nicht in den Startlöchern.

Zieht nach dem frühen Ausscheiden die Konsequenzen: Frank de Boer. (Bild: Keystone)
Fabian Frei zum Exploit der Schweizer Nati gegen Frankreich

(Video: Telebasel)

Der aktuelle FCB- und ehemalige Schweizer Nati-Spieler Fabian Frei hat das Drama im Achtelfinal gegen Frankreich aus der Ferne mitverfolgt. Zusammen mit den Teamkollegen von Rotblau.

Die Freude über den Einzug seiner Nati-Kollegen und Weggefährten in die Viertelfinals ist gross. Sein Nervenkostüm sei dünn gewesen, aber er habe stets an den Coup geglaubt, so der Mittelfeldspieler. Wie lange die Freinacht bei Rotblau wurde und was für Chancen der FCB-Spieler seiner Nati im Viertelfinal gegen Spanien vom Freitag gibt, sehen Sie im Video-Interview.

Blanc: «Wir wollen die Geschichte weiterschreiben»

Auch Dominique Blanc, der Präsident des Schweizerischen Fussballverbandes, äusserte sich am Tag nach dem Sieg im Penaltyschiessen im EM-Achtelfinal gegen Frankreich zum historischen Coup: «Es ist eine Riesenfreude, die wir erlebt haben und noch immer erleben. Einerseits die Freude für das Team und den Staff, die seit einem Monat unglaublich diszipliniert und fokussiert auf diesen Ziel hin arbeiten, die diesen Sieg unbedingt wollten und ihn auch verdienten. Auf der anderen Seite ist es eine unglaubliche Freude, so viele Menschen in der Schweiz vereint und glücklich zu sehen. Wir haben 67 Jahre gewartet, wieder einmal einen Viertelfinal zu erreichen. Es war ein historischer Tag für den Schweizer Fussball, der auch für den Verband eine grosse Bedeutung hat. Aber wir sind noch mitten im Turnier. Wir wollen die Geschichte weiterschreiben.»

Nati landet in St. Petersburg
De Bruyne und Eden Hazard für Viertelfinal gegen Italien fraglich

In der belgischen Mannschaft sorgt man sich vor dem Viertelfinal gegen Italien vom Freitag in München um die Einsätze von Eden Hazard und Schlüsselspieler Kevin De Bruyne.

De Bruyne verletzte sich im Achtelfinal gegen Portugal am Knöchel. Die Heilung kommt aber gemäss belgischen Medienberichten überraschend gut voran, sodass es am Freitag für einen Einsatz reichen könnte. Für den am Oberschenkel verletzten Eden Hazard dagegen stehen die Chancen gemäss diesen Informationen bei 50 Prozent.

Belgiens Kevin de Bruyne könnte im Viertelfinal gegen Italien verletzt fehlen. (Bild: Keystone)
Schweizer Fans sind im Stadion bereit

Die Schweizer Fans haben den Weg ins Stadion gefunden und sind bereit für ein grosses Spiel zwischen der Nati und Frankreich. Um 21 Uhr geht’s los! Hier können Sie das Spiel im Live-Ticker mitverfolgen.

Party im Shuttlebus Richtung Stadion

Die Nati-Fans haben sich um circa 18 Uhr mit Shuttlebussen auf den Weg in Richtung Stadion gemacht. In der Arena Națională steigt dann um 21 Uhr der Achtelfinal Knüller zwischen der Schweiz und Frankreich (im Live-Ticker auf telebasel.ch). Während der Fahrt sind die Fans in Feierlaune, singen Lieder und freuen sich auf das Spiel der Nati.

(Video: Telebasel)

Deutsche verzocken sich und reisen nach Bukarest

Nebst einigen hundert Schweizer Fans trifft man am Achtelfinal-Tag im Zentrum von Bukarest auch einige Deutschland-Fans an. Der Grund: Sie rechneten damit, dass das DFB-Team die Hammergruppe F als Erster abschliesst und in den Achtelfinals folglich auf die Schweiz trifft. Stattdessen heisst der Gegner der Schweiz am Montagabend nun aber Frankreich. Die Deutschen liessen es sich trotzdem nicht nehmen, nach Bukarest zu reisen und dort ein Fussballfest zu feiern – nun halt mit Schweizer Fans und ohne die deutsche Nationalmannschaft auf dem Feld.

Schweiz-Fans unterstützen Nati in Bukarest

Am Montagabend muss sich die Schweiz an der EM gegen den Giganten Frankreich in den Achtelfinals behaupten. Gelingt ihr das Wunder oder wird die Nati ausscheiden? Die Fans unterstützen ihre Mannschaft auch vor Ort. Zahlreiche Schweizerinnen und Schweizer sind nach Bukarest gereist, um den Match vor Ort zu erleben.


(Bild: Telebasel)

Rund 600 Fans haben sich in Bukarest eingefunden und rund auch verschiedene Bars in der Innerstadt verteilt. Die Stimmung ist gut die Fans freuen sich auf den Match. Am Abend planen die Fans noch einen Fanmarsch vor dem Stadion.

(Video: Telebasel)
Die Medien sparen nicht mit Kritik an der Elftal

Die niederländischen Medien gehen mit ihrer Nationalmannschaft nach dem Achtelfinal-Out gegen Tschechien hart ins Gericht.

«Alles zusammengenommen ist dies eine EM, für die sich Trainer und Spieler von Oranje tief schämen müssen», urteilte «De Telegraaf». Vor allem Frank de Boer, der den vakanten Posten nach dem Wechsel von Ronald Koeman zum FC Barcelona erst im September vergangenen Jahres übernommen hatte, wurde nach dem 0:2 zur Zielscheibe. «Statt aufzubauen auf der Arbeit von Koeman, schmiss De Boer alles, wofür die holländische Schule steht, ein paar Wochen vor der EM einfach so in die Amsterdamer Grachten. In Budapest wurde für diese unglaubliche Dummheit der Hauptpreis bezahlt.»

De Boer wird vorgeworfen, das traditionelle 4-3-3-System aufgeben zu haben. «Die Tschechen – so ungefähr das Niveau vom FC Groningen – demaskierten Frank de Boer, sein heilloses defensives 5-3-2-System und seine Stars», schrieb «De Telegraaf» weiter. «Lichtjahre entfernt von der Philosophie, mit der Oranje aus einem kleinen Land ein grosses Fussballland machte, erlitt die Mannschaft eine schmachvolle Niederlage gegen Tschechien», meinte «De Volkskrant». Das «Algemeen Dagblad» bilanzierte: «Armseliger Abgang von ruhmlosem Oranje regt zum Nachdenken an. Die EM ist total misslungen, irgendeinen Anknüpfungspunkt in Richtung Zukunft gibt es nicht.»

Positiv getesteter Perisic fehlt Kroatien

Ivan Perisic fehlt Kroatien am Montag im EM-Achtelfinal gegen Spanien. Der 32-jährige Flügelspieler wurde im Rahmen einer regulären Testreihe positiv auf das Coronavirus getestet und musste sich für zehn Tage in Isolation begeben. Der Rest der Mannschaft wurde negativ getestet.

Der bei Inter Mailand spielende Perisic erzielte in der Vorrunde zwei Tore: beim 1:1 gegen Tschechien und beim 3:1 gegen Schottland.

Zuschauerkapazität für Schweiz - Frankreich erhöht

Die Behörden in Rumänien haben die Zuschauerkapazität für den EM-Achtelfinal vom Montag zwischen der Schweiz und Weltmeister Frankreich erhöht. Die UEFA darf nun 50 Prozent der verfügbaren Plätze verkaufen.

Die Kapazität im Bukarester Nationalstadion liegt damit bei 26’900. Für das Spiel vom Montag wurden bislang 22’000 Tickets abgesetzt. Für die drei Gruppenspiele hatte das Stadion nur zu einem Viertel gefüllt werden dürfen.

Portugal als Topspiel der EM-Achtelfinals

Am Sonntag, dem zweiten Tag der Achtelfinals der Fussball-EM, steht ein Duell zweier der besten Ländermannschaften im Programm. Belgien, das alle drei Gruppenspiele gewonnen hat, spielt ab 21 Uhr in Sevilla gegen den aktuellen Europameister Portugal. Der Sieger wird in den Viertelfinals vor einer weiteren schwierigen Aufgabe stehen: Es wartet Italien.

In einem weiteren Achtelfinal vom Sonntag messen sich ab 18 Uhr in Budapest die Niederlande und Tschechien. Der Sieger wird in den Viertelfinals gegen Dänemark antreten.

25'000 Fans beim Duell gegen Frankreich

Für EM-Achtelfinal zwischen Frankreich und der Schweiz vom Montag werden in Bukarest mehr Zuschauer zugelassen als bisher im EM-Turnier. Die Kapazität in der National Arena wird um die Hälfte auf ungefähr 25000 heraufgesetzt.

Ein Streiflicht für den Video-Schiedsrichter

In den nationalen Meisterschaften Europas vergeht kaum ein Spieltag ohne Ärger über den Video-Assistenten (VAR). An der EM blieben grosse Debatten bisher aus, weil die Hilfe endlich im Sinne des Grundgedankens eingesetzt wird.

Die Kompetenzen des Video Assistant Referees (VAR) sind fast in allen Ligen gleich geregelt, eigentlich. Zu korrigieren gilt es klare Fehlentscheide heisst es allenthalben – und hier enden die Gemeinsamkeiten oft auch schon. Weil das Entscheiden über klare Fehlentscheide nicht immer klar ist. Handelt es sich nicht bei jedem übersehenen Kontakt im Strafraum eines der beiden Teams um einen klaren Fehlentscheid? Klar, sagt ein Team, das den fälligen Penalty zugesprochen bekommen würde. Mitnichten findet die Mannschaft, die die Sanktion zu spüren bekäme.

Die EM verlief in Sachen VAR bislang ruhig, das belegen die lediglich zwölf korrigierenden Entscheide in den 36 Gruppenspielen. Die drei Video-Schiedsrichter und drei Operatoren, die den Schiedsrichter pro Spiel von der Zentrale in Nyon aus unterstützen, hielten sich mit Interaktionen zurück und damit an ihr ursprüngliches Jobprofil. «Das Ziel ist es, dass der VAR vorsichtig und klar ist in seinen Interventionen. Über das Turnier soll Konsistenz und Einheitlichkeit herrschen», sagte Roberto Rosetti, der Vorsitzende der UEFA-Schiedsrichterkommission vor der Endrunde.

UEFA untersucht Diskriminierungen in und um Ungarn

Die UEFA leitet wegen des Verdachts «diskriminierender Vorfälle» beim letzten EM-Gruppenspiel des deutschen Nationalteams gegen Ungarn eine Disziplinarverfahren ein. Das teilt die UEFA am Freitag mit.

Es werde wegen des möglichen Fehlverhaltens ungarischer Fans während der Partie Deutschland – Ungarn in München ermittelt. Details wurden nicht bekanntgegeben. Medienberichten zufolge sollen ungarische Fans homosexuellenfeindliche Rufe getätigt haben.

Wegen möglicher «diskriminierender Vorfälle» hatte die UEFA bereits letzten Sonntag in Bezug auf die ersten EM-Spiele Ungarns gegen Portugal am 15. Juni und gegen Frankreich am 19. Juni Ermittlungen angestellt.

Daniel Koch: 60’000 Fans «sichere Sache»
Sieht keine Gefahr, wenn 60’000 Fans zu den Halbfinals und dem Finale in London ins Stadion gehen: Der medizinische EM-Berater Daniel Koch. (Bild: Keystone)

Der medizinische Berater der EM, Daniel Koch, verteidigt die Pläne für eine Zulassung von 60’000 Zuschauern zu den Halbfinals und dem Finale in London. «Leute im Stadion zu haben, bedeutet nicht automatisch ein höheres Risiko», sagt der frühere Corona-Berater des BAG bei einer Medienrunde der UEFA am Donnerstag.

Die Menschen würden «unter Sicherheitsvorkehrungen ins Stadion gehen und unter Sicherheitsvorkehrungen reisen». Die (Teil-)Zulassung von Zuschauern in Stadien sei es nicht, die aktuell die Unterschiede in der Entwicklung der Pandemie ausmacht, so der Berner weiter. Alles zum Thema gibt es hier.

Frankreich sorgt sich um die Linksverteidiger

Frankreich beklagte im Spiel gegen Portugal (2:2) den Ausfall beider Linksverteidiger. Zunächst musste Bayern Münchens Lucas Hernandez zur Pause ausgewechselt werden und sieben Minuten nach seiner Einwechslung auch Ersatz Lucas Digne.

Zuerst musste Lucas Hernandez zur Pause ausgewechselt werden und sieben Minuten nach seiner Einwechslung auch Ersatz Lucas Digne. (Bild: Keystone)

Nationaltrainer Didier Deschamps macht sich vor dem Achtelfinal gegen die Schweiz am Montag mehr Sorgen um Digne: «Er hat ein muskuläres Probleme. Für ihn wird es schwierig.» Die Auswechslung von Hernandez, der mit Knieproblemen kämpft, sei vorab eine Vorsichtsmassnahme gewesen.

Mit Ousmane Dembélé musste bereits einer aus dem 26-Spieler-Kader von Frankreich für den Rest des Turniers Forfait erklären.

Das Nationalteam zu Besuch im Vatikan

Die Schweizer Nationalmannschaft und ihr Staff waren am Mittwoch zu Besuch bei der Päpstlichen Schweizer Garde im Vatikan. Auf Einladung des Kommandanten der Garde erhielten Granit Xhaka und Co. einen Einblick in die Räumlichkeiten und das Innenleben der Garde, selbstverständlich unter Einhaltung der an der EM geltenden Corona-Vorschriften.

Nebst der berühmten Waffenkammer zeigten die Gardisten der SFV-Delegation ihre Wohn- und Arbeitsräume. Als Dank überreichten Trainer Vladimir Petkovic und Captain Xhaka dem Kommandanten ein von den Spielern unterzeichnetes Nationaltrikot. Den päpstlichen Segen gab es für die SFV-Auswahl vor dem EM-Achtelfinal indes nicht.

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(Bild: zVg)
Schweden erzielt das zweitschnellste Tor der EM-Geschichte

Der Schwede Emil Forsberg erzielte am Mittwoch das zweitschnellste Tor der EM-Geschichte. Gegen Polen traf der Mittelfeldspieler bereits nach 82 Sekunden. Schneller war nur der Russe Dimitri Kiritschenko, der 2004 gegen Griechenland (2:1) nur 67 Sekunden benötigte.

Emil Forsberg schoss das 1:0 nach nur 82 Sekunden. (Bild: Keystone)

Mit Yussuf Poulsen blieb an dieser EM auch schon ein anderer Spieler unter 100 Sekunden. Der Däne, wie Forsberg bei Leipzig unter Vertrag, traf gegen Belgien (1:2) nach 99 Sekunden.

Fans reisen aus Versehen nach Bukarest statt Budapest

Die Reise durch Europa wird für Einige zur geografischen Knacknuss. So etwa für die sechs französischen Fans, die am letzten Samstag eigentlich nach Budapest wollten, aber in Bukarest landeten. Erst als sie mit ukrainischen Fans, die für den Match gegen Österreich Vorort waren, auf die Partie anstiessen, wurde ihnen das Missgeschick bewusst. Weshalb so spät? Die Franzosen erklärten einem lokalen Journalisten: «Vom Flughafen her sind wir anderen Fussballfans gefolgt. Wir haben uns gedacht, die Ungarn werden den Weg zum Stadion schon kennen. Wir wären nie auf die Idee gekommen, dass das Ukrainer sind.»

Wijnaldum im Achtelfinal mit spezieller Captainbinde

Der niederländische Captain Georginio Wijnaldum wird während des Achtelfinals in Budapest am Sonntag eine Binde mit der Aufschrift «One Love» am Arm tragen. Damit wollen der Mittelfeldspieler und seine Mannschaft ein Zeichen setzen. «Wir sind gegen jede Form von Ausgrenzung und Diskriminierung. Wir hoffen, auf diese Art und Weise jeden, der sich irgendwo auf der Welt diskriminiert fühlt, zu unterstützen», sagte Wijnaldum. Auch der deutsche Captain Manuel Neuer hatte in der Vorrunde jeweils eine Regenbogenbinde am Arm getragen.

Dänemarks Trainer kann mit Druck vor Wales-Spiel gut umgehen

Dänemarks Nationalcoach Kasper Hjulmand steht mit seiner Mannschaft erst im Achtelfinal. Doch was der 49-Jährige in den ersten drei EM-Partien erlebt hat mit dem Herzstillstand von Christian Eriksen und dem phänomenalen Sieg gegen Russland zum Vorrunden-Abschluss, reicht für eine ganze Karriere. Auf die Frage nach dem Druck im Achtelfinal gegen Wales meinte er: «es ist, wie wenn man am Sonntagmorgen sein Brot beim Bäcker holt. «Es sei ein Druck, mit dem man gut umgehen könne.

Kasper Hjulmand erlebte bei den ersten drei EM-Partien schon so einiges. (Bild: Keystone)
EM-Aus für Luuk de Jong

Für den Niederländer Luuk de Jong ist die EM wegen einer Knieverletzung vorbei. Der Stürmer vom FC Sevilla zog sich am Dienstag im Training eine Innenbandverletzung zu.

Trainer Frank de Boer stehen damit nur noch 24 Spieler zur Verfügung. Kurz vor Beginn des Turniers erklärte Mittelfeldspieler Donny van de Beek von Manchester United wegen einer Verletzung Forfait. Mit Topverteidiger Virgil van Dijk und Torwart Jasper Cillessen hatten bereits zuvor zwei wichtige Spieler passen müssen.

Die Niederlande schloss die Gruppe C mit dem Punktemaximum als Erster ab.

Orban mahnt deutsche Politik: Regenbogen-Verbot bei EM akzeptieren

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat an die deutsche Politik appelliert, das UEFA-Verbot für eine Beleuchtung des Münchner EM-Stadions in Regenbogenfarben zu akzeptieren. «Ob das Münchner Fussballstadion oder ein anderes europäisches Stadion in Regenbogenfarben leuchtet, ist keine staatliche Entscheidung», sagte Orban am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Auch in Budapest gehören Orban zufolge «die Regenbogenfarben selbstverständlich zum Strassenbild».

Zuvor hatte die Europäische Fussball-Union UEFA einen Antrag von Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) abgelehnt, die Münchner Arena am Mittwoch beim Spiel der deutschen Mannschaft gegen Ungarn in Regenbogenfarben zu erleuchten. Sie sei «aufgrund ihrer Statuten eine politisch und religiös neutrale Organisation. Angesichts des politischen Kontextes dieser speziellen Anfrage – eine Botschaft, die auf eine Entscheidung des ungarischen Parlaments abzielt – muss die UEFA diese Anfrage ablehnen», teilte sie mit.

Die Regenbogenfahne steht als Symbol für die Akzeptanz und Gleichberechtigung von Menschen, die sich nicht mit dem traditionellen Rollenbild von Mann und Frau oder anderen Normen rund um Geschlecht und Sexualität identifizieren.

Hintergrund der Debatte ist ein Gesetz, das die Informationsrechte von Jugendlichen in Hinblick auf Homosexualität und Transsexualität in Ungarn einschränkt und in der vergangenen Woche vom ungarischen Parlament gebilligt wurde. Das Gesetz gilt als besonderes Anliegen von Ministerpräsident Orban.

Angeblich hat Orban wegen des Beleuchtungsstreits seine Reise nach München abgesagt. Offizielle Bestätigungen gibt es nicht.

WHO «besorgt» wegen Corona-Lockerungen rund um EM

Die Weltgesundheitsorganisation WHO zeigt sich «besorgt», weil einige Länder die Corona-Beschränkungen rund um die Spiele der laufenden Fussball-Europameisterschaft gelockert haben. Dies berichtet SRF. In einigen dieser Länder würden bereits steigende Infektionszahlen verzeichnet, sodie WHO auf Nachfrage der französischen Nachrichtenagentur AFP mit.

«Die WHO ist besorgt über die Lockerung der Beschränkungen in einigen der Gastgeberländer. Einige Länder, in denen das Turnier ausgetragen wird, erhöhen jetzt die Zahl der Zuschauer, die ins Stadion dürfen, um ein Spiel zu sehen», sagte Robb Butler, Exekutivdirektor beim WHO-Regionalbüro für Europa.

UEFA verbietet Stadion in Regenbogen-Farben in München

Mit einem in Regenbogenfarben leuchtenden EM-Stadion wollte Deutschland im letzten Gruppenspiel gegen Ungarn in München ein Zeichen für Toleranz und Gleichstellung setzen. Doch die UEFA schob dem Vorhaben den Riegel vor. «Angesichts des politischen Kontextes dieser speziellen Anfrage – eine Botschaft, die auf einen Entscheid des ungarischen Parlaments abzielt – muss die UEFA diese Anfrage ablehnen», teilte die UEFA mit. Stattdessen springen andere deutsche Stadionbetreiber in die Bresche. Die Klubs von Eintracht Frankfurt und dem 1. FC Köln kündigten an, dass ihr Stadion während der Partie der Deutschen bunt erstrahlen werde. Zugleich riefen sie dazu auf, dem Beispiel zu folgen.

Gegen Ungarn nicht erlaubt: Die UEFA verbietet für das Deutschland-Spiel ein Münchner Stadion in Regenbogenfarben. (Archivbild: Keystone)
Schweizer wegen Flugzeug-Panne mit grosser Verspätung

Die Rückreise der Schweizer Nationalmannschaft am Montag von Baku nach Rom ging nicht ohne Probleme über die Bühne. Wegen eines technischen Defekts an der Maschine flogen die Schweizer mit drei Stunden Verspätung ab. Sie landeten erst um 22:15 Uhr Ortszeit auf dem Flughafen Roma-Fiumicino – immerhin gerade noch rechtzeitig, um live von der Qualifikation für die Achtelfinals zu erfahren.

Ben Chilwell und Mason Mount isoliert

Die englischen Internationalen Ben Chilwell und Mason Mount sind vorsorglich vom Rest der Mannschaft isoliert worden. Beide hatten im Rahmen des 0:0 am vergangenen Freitag gegen Schottland Kontakt mit dem schottischen Spieler Billy Gilmour, der am Montag positiv auf Corona getestet wurde.

Damit dürften Chilwell und Mount auch für das abschliessende Vorrundenspiel der «Three Lions» am Dienstagabend gegen Tschechien ausfallen.

Haris Seferović wünscht sich Belgien als Achtelfinal-Gegner

Der Stürmer Haris Seferović würde gerne auf Belgien treffen, falls sich die Schweiz für das Achtelfinale qualifizieren würde. Im Chat mit Medienvertretern äusserte er sich auch auf die Kritik, mit der die Nationalmannschaft konfrontiert wurde. «Kritik vor dem Spiel muss nicht sein.» Nach dem Spiel sei Kritik jedoch angebracht, sagte er weiter.

(Video: Keystone-SDA)

EM-Aus für Frankreichs Ousmane Dembélé

Frankreichs Flügelspieler Ousmane Dembélé verpasst wegen einer Knieverletzung den weiteren Verlauf der Europameisterschaft. Der 24-jährige Dribbelkünstler des FC Barcelona sei am Montag bereits aus dem EM-Camp des französischen Nationalteams abgereist, teilte Frankreichs Fussballverband mit.

Eine konkrete Diagnose nannte der Verband nicht. Man gab lediglich bekannt, dass der voraussichtliche Heilungsprozess über die EM-Endrunde hinausgehe.

Dembélé hatte im Gruppenspiel gegen Ungarn am Samstag (1:1) einen Schlag aufs Knie erlitten und wurde daraufhin in einem Spital in Budapest untersucht.

Schottlands Shootingstar Gilmour fällt aus

Schottlands Shootingstar Billy Gilmour fällt nach einem positiven Corona-Test für das entscheidende Gruppenspiel gegen Kroatien aus. Wie der schottische Verband mitteilte, muss sich der Profi vom FC Chelsea für zehn Tage in häusliche Quarantäne begeben. Damit wäre der 20-Jährige auch im allfälligen Achtelfinal der Bravehearts nicht dabei.

Schottlands Shootingstar Billy Gilmour fällt nach einem positiven Corona-Test für das entscheidende Gruppenspiel gegen Kroatien aus. (Bild: Key)

Gilmour war beim 0:0 gegen England zum Spieler des Spiels gekürt worden.

In der Gruppe B und C fällt die Entscheidung

Am Montag, 21. Juni, fällt an der Fussball-EM sowohl in der Gruppe B als auch in der Gruppe C die Entscheidung. Um 18 Uhr machen in Bukarest die Ukraine und Österreich Platz 2 in der Gruppe C unter sich aus, Gruppensieger Niederland trifft in Amsterdam auf das bereits ausgeschiedene Nordmazedonien.

In der Gruppe B spielt um 21 Uhr Finnland gegen das bereits qualifizierte Belgien (in St. Petersburg) und Russland trifft in Kopenhagen auf Dänemark, wobei den Finnen und den Russen ein Remis wohl zur sicheren Achtelfinal-Qualifikation reichen dürfte.

Auch für die Schweizer Nationalmannschaft sind die Resultate beider Gruppen von Bedeutung. Im Idealfall steht die Schweiz am Montagabend bereit sicher als einer der besten vier Gruppendritten in den Achtelfinals.

Wirbel um Neuers Captainbinde

Manuel Neuer, Keeper und Captain des deutschen Nationalteams, musste um seine regenbogenfarbene Captainbinde bangen. Der europäische Fussballverband prüfte, ob Neuer mit einer individuell gestalteten Binde auflaufen darf. «Die Regularien besagen, dass die offiziell von der UEFA bereitgestellte Binde getragen werden muss», hatte der Deutsche Fussballbund (DFB) in einer ersten Meldung mitgeteilt. Nach nur kurzer Beratung erteilte die UEFA grünes Licht. Sie bewertet die Regenbogenbinde «als Zeichen der Mannschaft für Vielfalt und damit für «good cause».

Pandev beendet Nationalmannschaftskarriere nach EM

Das letzte EM-Gruppenspiel Nordmazedoniens gegen die Niederlande wird zum Abschiedsspiel für Rekordspieler Goran Pandev. Der Captain des EM-Neulings stellte am Sonntagabend klar, dass er nach der EM seine Karriere in der Nationalmannschaft beenden werde. «Ich glaube, dass es der richtige Moment ist, um zurückzutreten», sagte der 37-Jährige, der zuletzt für Genoa in der Serie A gespielt hat.

Sportlich geht es für Nordmazedonien am Montag in Amsterdam gegen Gruppensieger Niederlande nur noch darum, eventuell doch noch erstmals überhaupt bei einem grossen Turnier zu punkten. Nach den beiden Vorrundenspielen gegen Österreich (1:3) und die Ukraine (1:2) hat der Aussenseiter keine Chance mehr auf die Achtelfinals.

«Jedes Spiel im Nationaltrikot war für mich emotional. Aber natürlich wird dieses Spiel für mich noch einmal speziell», sagte Pandev, der das erste EM-Tor Nordmazedoniens überhaupt gegen Österreich erzielt hat. Ursprünglich wollte der Champions-League-Sieger von 2010 im WM-Qualifikationsspiel gegen Deutschland im Herbst in Skopje noch einmal vor Zuschauern auflaufen. «Das geht aber nicht mehr. Mein Vertrag in Genoa ist ausgelaufen. Ich weiss noch nicht, wie es mit mir weiter geht. Aber es ist sehr wahrscheinlich, dass ich nicht mehr professionell spielen werde», so Pandev.

Das ist die Startelf der Schweizer Nati gegen die Türkei

Nationaltrainer Vladimir Petkovic nimmt im entscheidenden Gruppenspiel gegen die Türkei zwei Wechsel vor. Silvan Widmer und Steven Zuber ersetzen Fabian Schär und Kevin Mbabu.

Ob sich die Wechsel auf das System auswirken, ist nicht klar. Offiziell spielt die Schweiz auch gegen die Türkei mit einem 3-4-1-2. Ricardo Rodriguez rückt für Fabian Schär in die Dreierabwehr. Seinen Platz auf der linken Seite nimmt Steven Zuber ein. Auf der rechten Seite wird Kevin Mbabu durch Silvan Widmer ersetzt.

Die Schweizer Startformation gegen die Türkei: Sommer; Elvedi, Akanji, Rodriguez; Widmer, Freuler, Xhaka, Zuber; Shaqiri; Embolo, Seferovic.

Babyglück im russischen Team

Die Familienplanung war wegen der Corona-Pandemie etwas komplizierter als vor anderen Turnieren. Womöglich deshalb scheinen öfter als an anderen Endrunden die Spieler im Babyglück. Nach Yann Sommer und Kingsley Coman konnte sich der russische Goalie Matwej Safonow über die Geburt einer Tochter freuen.

Haarschnitt fürs Selbstbewusstsein

Nicht nur die Schweizer setzen auf einen guten Haarschnitt während der EM. Die Schweden liessen drei Coiffeure ins EM-Camp kommen. Diese mussten sich streng an die Corona-Regeln halten. Dazu gehörten Tests und das Tragen eines Mundschutzes. Der Nutzen überwiegt den Aufwand aber, versicherte Robin Quaison vom Bundesligisten Mainz: «Es ist sehr wichtig, dass die Haare gepflegt und gut frisiert sind. Es gibt dir ein gutes Selbstwertgefühl.» Und dann würde man auch besser spielen.

Nächste Flugzeugaktion bei Oranje

Es ist inzwischen schon gute Tradition, dass beim Abschlusstraining der Niederlande ein Flugzeug mit einem Banner über dem Oranje-Campus in Zeist fliegt. Auch am Sonntag gab es wieder eine Botschaft für Bondscoach Frank de Boer. «Bist du jetzt so schlau Frank? Bring Malen», stand dieses Mal auf dem Banner geschrieben. Gemeint war damit Angreifer Donyell Malen von der PSV Eindhoven, der seinen Stammplatz im bisherigen Turnierverlauf an den Wolfsburger Wout Weghorst verloren hatte. Gegen Österreich wurde der 22-Jährige eingewechselt und bereitete das 2:0 von Denzel Dumfries vor.

Mamas Stolz und Murrays Idol

Billy Gilmour hat sich mit seinem Auftritt für Schottland beim 0:0 gegen England in die Herzen der Schotten gespielt. Besonders glücklich zeigte sich Mutter Carrie, die ihren Sohn auf Twitter mit lieben Worten eindeckte. «Ich bin so, so, so stolz auf dich. Mein Herz platzt vor Stolz. Ich liebe dich so sehr», schrieb sie. Der von der UEFA als Star des Spiels ausgezeichnete Youngster darf sich neu auch Vorbild nennen, etwa von der schottischen Tennislegende Andy Murray. «Billy Gilmour ist mein Idol», schrieb der dreifache Grand-Slam-Sieger auf Twitter – seinen 14 Jahren Altersvorteil zum Trotz.

Petkovic richtet offenen Brief an Schweizer Bevölkerung

Der Schweizer Nationaltrainer Vladimir Petkovic wendet sich in einem offenen Brief, der am Samstag in der «Schweiz am Wochenende» abgedruckt ist, an die «lieben Schweizerinnen und Schweizer». Es ist die Rede von nicht erfüllten Erwartungen, Menschlichkeit und Solidarität.

Nach dem verpatzten Auftritt gegen Italien und vor dem alles entscheidenden gegen die Türkei am Sonntag gibt Petkovic einen kleinen Einblick ins Innenleben der Mannschaft. Er drückt sein Bedauern aus wegen der enttäuschenden Leistung gegen Italien und appelliert an die Unterstützung «von Euch allen». Einige Auszüge aus seinem Brief.

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Eriksen aus Spital entlassen

Der dänische Internationale Christian Eriksen konnte sechs Tage nach seinem Herzstillstand in der EM-Auftaktpartie von Dänemark gegen Finnland das Spital verlassen. Wie der dänische Fussballverband in einer Mitteilung auf Twitter schrieb, ist Eriksen auf dem Weg nach Hause im Camp des Nationalteams in Helsingör zu Besuch gewesen. «Es war grossartig, das Team wiederzusehen, nachdem sie eine fantastische Partie gespielt haben», sagte der 29-Jährige.

In den kommenden Tage wird sich der Spieler von Inter Mailand im Kreis der Familie weiter von einer fällig gewordenen Operation erholen. Eriksen war nach seinem Kollaps am Samstag ein Defibrillator eingebaut worden. «Die Operation ist gut verlaufen, und ich fühle mit den Umständen entsprechend gut», liess er dazu verlauten.

Freiburger Polizei geht gegen Autokorsos nach EM-Spielen vor

Die Freiburger Kantonspolizei hat acht Fussballfans angezeigt, welche nach Spielen der Fussball-Europameisterschaften in der Nähe von jubelnden Menschen gefährlich mit ihren Autos herumfuhren. Laut der Polizei handelte es sich zum Teil um provokante Aktionen.

Wie die Freiburger Kantonspolizei am Freitag mitteilte, zwangen diese Aktionen die Polizei dazu, die Autokorsos zu unterbinden. Sie werde solche Verhaltensweisen weiterhin ahnden. Aktiv wurde die Freiburger Kantonspolizei in Bulle und Freiburg. Zufrieden ist sie mit der bisherigen Situation in den Fanzonen.

«Times» berrichtet über mögliche Verlegung des EM-Finals

Kurz vor den K.o.-Spielen im Londoner Wembley-Stadion erhöht die UEFA den Druck auf die englischen Behörden, Corona-Ausnahmeregelungen zu beschliessen.

Einen Bericht der britischen «Times», wonach sogar die Verlegung von Halbfinals und Final nach Budapest diskutiert werden könne, kommentierte die UEFA zurückhaltend, aber auch mit dem Satz: «Es gibt immer einen Notfallplan, aber wir sind zuversichtlich, dass die Finalwoche in London ausgerichtet wird.»

In Wembley sind in der kommenden Woche zwei Achtelfinals (26. und 29. Juni) angesetzt, ehe dort am 6. und 7. Juli beide Halbfinalspiele und am 11. Juli der Final steigen sollen. Für die K.o.-Runde sollen bis zu 45’000 Zuschauer zugelassen werden, was 50 Prozent der Gesamtkapazität des Stadions entspricht.

Sommer ist zurück bei der Nati

Der Nati-Torhüter Yann Sommer ist zum zweiten Mal Vater geworden. Tochter Nayla ist am Mittwoch zur Welt gekommen.

Nach dem 0:3-Debakel gegen Italien ist Sommer direkt nach Deutschland zu seiner Frau Alina gereist. Inzwischen hat er sich aber wieder der Nati angeschlossen. Laut SRF ist er seit Freitagvormittag zurück bei der Nati. Im entscheidenden Spiel gegen die Türkei steht die Nummer 1 also wieder im Schweizer Tor.

Yann Sommer ist wieder zurück bei der Schweizer Nati. (Bild: Instagram/Yann Sommer)
Zwei Corona-Fölle bei den Slowaken

Die Slowakei ist vor ihrem zweiten EM-Spiel am Freitag gegen Schweden in St. Petersburg von zwei Corona-Fällen betroffen. Verteidiger Denis Vavro und ein Betreuer mussten sich nach positiven Tests in Isolation begeben.

Sie würden eng mit den russischen Gesundheitsbehörden zusammenarbeiten und hätten sofort das Protokoll der UEFA angewendet, damit sich das Virus nicht weiter im Team verbreiten könne, versicherte der slowakische Coach Stefan Tarkovic.

UEFA-Turnierdirektor Martin Kallen sagte während einer Medienrunde am Donnerstag, man gehe vom planmässigen Anpfiff des Spiels aus. «Im Moment mache ich mir keine Sorgen», sagte der Schweizer.

Eriksen bekommt nach Zusammenbruch ICD-Defibrillator
EPA/Stuart Franklin

Der dänische Spielmacher Christian Eriksen bekommt wenige Tage nach seinem Zusammenbruch während des EM-Spiels gegen Finnland einen ICD-Defibrillator eingesetzt.

«Bei Christian wurden verschiedene Herz-Untersuchungen durchgeführt. Danach wurde entschieden, dass er ein ICD bekommen sollte. Dies ist nötig, nachdem Herzrhythmusstörungen bei ihm eine Herzattacke ausgelöst hatten», wird der dänische Mannschaftsarzt Morten Boesen in einer Mitteilung des Verbands zitiert. Boesen stand in den vergangenen Tagen regelmässig in Kontakt mit den Herzspezialisten des behandelnden Spitals in Kopenhagen.

Eriksen selbst habe dieser Behandlung bereits zugestimmt, teilte der dänische Verband mit. Die Einsetzung eines ICD-Defibrillators bedeutet nicht automatisch, dass der 29-Jährige damit seine Profikarriere beenden muss. Der niederländische Internationale Daley Blind oder die deutsche Stabhochspringerin Katharina Bauer betreiben damit weiterhin Leistungssport.

Beim ICD-Defibrillator handelt es sich um ein kleines Gerät, dass einem Herzschrittmacher ähnelt und Menschen implantiert wird, die ein erhöhtes Risiko für Herzrhythmusstörungen haben.

Im ersten Spiel nach dem Zusammenbruch von Christian Eriksen treffen die Dänen am Donnerstag auf Belgien. Es dürfte ein emotionaler Abend in Kopenhagen werden.

Yann Sommer wegen Vaterfreuden abgereist

Yann Sommer hat unmittelbar nach dem 0:3 gegen Italien im zweiten EM-Gruppenspiel in Rom das Schweizer Team in Richtung Deutschland verlassen. Der 32-jährige Torhüter wird in den nächsten Tagen zum zweiten Mal Vater, seine Frau befindet sich im Spital.

Wann Sommer zur Nationalmannschaft zurückkehren wird, ist offen. Die Schweiz spielt zum Abschluss der Vorrunde am Sonntag in Baku gegen die Türkei.

Autobomben-Alarm sorgt für Aufregung in Rom vor EM-Spiel

Ein Autobomben-Alarm hat am Mittwoch in Rom vor dem EM-Spiel für Strassensperrungen und Aufregung gesorgt. Im Auto eines für städtische Parks Verantwortlichen wurde nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa ein handgefertigter Sprengsatz entdeckt. Laut der Zeitung «La Repubblica» hatte der Wagenbesitzer am Nachmittag die Polizei über die Entdeckung informiert.

Weil in der italienischen Hauptstadt am Abend das EM-Spiel Italiens gegen die Schweiz ausgetragen wurde und das Olympia-Stadion gut zwei Kilometer vom Fundort entfernt liegt, schlossen Medien anfangs mögliche Bezüge nicht aus. Nach Angaben der Agentur Ansa hatte der für die Sanierung von Parks zuständige Autobesitzer allerdings wegen seiner beruflichen Aufgabe schon früher Drohungen erhalten. Über die Hintergründe des aktuellen Vorfalls machten die Behörden zunächst keine Angaben.

Der Sprengsatz in einer Spraydose sei nicht explodiert und von Experten entschärft worden, schrieb Ansa. Die Behörden gaben auf Anfrage keine Details heraus. Roms Bürgermeisterin Virginia Raggi nannte den Fund der Bombe auf Twitter eine «sehr ernste Angelegenheit». Sie bekundete dem potenziellen Anschlagsopfer ihre Solidarität.

Kompliziertes Einlassverfahren ins Stadion in Rom

Rund 16’000 Zuschauer dürfen heute im Stadio Olimpico das Spiel Schweiz-Italien live verfolgen. Darunter auch viele Schweizer Fans. Keystone-SDA hat sie ins Stadion begleitet. Das Einlassprodezere ist kompliziert. Auf jedem Fanticket gibt es eine genaue Einlasszeit, ins Stadion darf nur wer einen aktuellen Covid-19-Test hat oder in Italien doppelt geimpft wurde.

(Video: Keystone-SDA)

Das ist die Aufstellung der Schweizer Nati im Spiel gegen Rom

Keine Änderung im Schweizer Team: Nationalcoach Vladimir Petkovic schenkt im zweiten EM-Spiel gegen Italien in Rom (21.00 Uhr) den gleichen elf Spielern das Vertrauen wie beim 1:1 zum Auftakt gegen Wales.

Bei den Italiener gibt es einen Wechsel im Vergleich zum 3:0 gegen die Türkei. Giovanni Di Lorenzo ersetzt als rechter Aussenverteidiger den verletzten Alessandro Florenzi.

Die Schweizer Startformation gegen Italien: Sommer; Elvedi, Schär, Akanji; Mbabu, Freuler, Xhaka, Rodriguez; Shaqiri; Embolo, Seferovic-

Mario Fernandes glimpflich davongekommen

Mario Fernandes, brasilianisch-russischer Verteidiger in Russlands Nationalmannschaft, erlitt in der ersten Halbzeit des mit 1:0 gewonnenen EM-Spiels gegen Finnland in St. Petersburg eine gefährliche Verletzung. Der 30-Jährige fiel nach einem Zweikampf auf Rücken und Genick. Er wurde mit Verdacht auf eine Rückenmarkverletzung in ein Spital gebracht. Untersuchungen bestätigten die Befürchtungen nicht. Der Spieler werde nun von den Teamärzten beobachtet und danach nach Moskau gebracht werden. Mario Fernandes spielt seit 2012 für ZSKA Moskau.

Spielsperre sorgt in Österreich für Missmut

Über die Spielsperre gegen Marko Arnautovic ist man in Österreich nicht begeistert. Aber Österreichs früherer Nationalgoalie Helge Payer relativierte als Experte im ORF-Studio die Bedeutung der Sperre, die Arnautovic im Match gegen die Niederlande wird absitzen müssen. Wichtig sei, sagte Payer, dass Arnautovic im Match gegen die Ukraine wieder werde mittun können und danach im Achtelfinal und im Viertelfinal. Und im Halbfinal, wenn man diesen «hoffentlich» auch erreiche. Zur Erinnerung: Österreich hat in der Geschichte der EM erst ein Spiel gewonnen. Es war das 3:1 gegen den Debütanten Nordmazedonien im ersten Gruppenspiel.

Mehr Tore als Verwarnungen - eine Seltenheit
(Anton Vaganov/Pool via AP)

Nach den ersten zwölf EM-Spielen, nachdem also jede Mannschaft eine Partie absolviert hat, fällt auf, dass mehr Tore fielen, als Gelbe Karten gezeigt wurden. 28 Toren stehen 23 Verwarnungen gegenüber.

Mehr Tore als Gelbe Karten: Sollte dies auch nach allen 51 Spielen gelten, wäre es eine Seltenheit, denn beispielsweise an den letzten drei EM-Endrunden dominierten die Verwarnungen die Tore jeweils eindeutig. 108 Tore:204 Verwarnungen 2016 in Frankreich, 76:122 2012 in Polen und der Ukraine, 77:124 an der EURO 2008 in der Schweiz und Österreich.

Arnautovic gegen die Niederlande gesperrt

Marko Arnautovic ist wegen Beleidigung eines Gegenspielers für ein Spiel gesperrt worden. Der Österreicher steht seinem Team damit am Donnerstag im zweiten EM-Gruppenspiel gegen die Niederlande in Amsterdam nicht zur Verfügung.

Arnautovic war vorgeworfen worden, nach seinem Tor zum 3:1-Endstand gegen Nordmazedonien seinen Gegenspieler Ezgjan Alioski beleidigt und dabei auch rassistische Äusserungen getätigt zu haben. Die UEFA stufte die Äusserungen in ihrer Untersuchung nicht als Rassismus ein.

Pavards Blackout
(AP Photo/Alexander Hassenstein, Pool)

Benjamin Pavards Erinnerung an den Auftaktsieg der Franzosen gegen Deutschland weist eine Lücke auf. Der französische Verteidiger war nach seinem Zusammenprall mit Deutschlands Robin Gosens eigenen Angaben zufolge schwer benommen. «Ich war ein wenig ausgeknockt. 10 bis 15 Sekunden lang. Danach war es besser», sagte Pavard nach der Partie. Der Bayern-Profi war bei einer Abwehraktion nach knapp einer Stunde von Gosens mit voller Wucht am Kopf getroffen worden und hart auf dem Rasen aufgeschlagen. Nach kurzer Behandlung spielte der 25-Jährige die Partie zu Ende.

Eine Kerze für die Seleção
EPA/HOMEM GOUVEIA

Der Beistand von Cristiano Ronaldos Mutter dürfte sich für die Portugiesen gelohnt haben. Dolores Aveiro hatte angekündigt, eine Kerze für ihren Sohn und die Seleção in der Kathedrale von Funchal anzuzünden. Der Titelverteidiger startete am Dienstag mit einem 3:0 und einem Doppelpack von Cristiano Ronaldo gegen Ungarn in die Fussball-EM. Ein Karriereende ihres 36-jährigen Sohnes sei noch nicht absehbar. «Es wird noch drei Jährchen oder so dauern», meinte Dolores Aveiro, die während der Endrunde wie gewohnt auf Madeira mitfiebern wird und nur zum Final am 11. Juli anreisen würde. «Ich werde mir nur das letzte Spiel ansehen. Die Party ist hier auf Madeira», sagte sie.

Spanien und der «Rasen von Sevilla»
(Jose Manuel Vidal/Pool via AP)

Spaniens Fussballer wollten es nicht als Ausrede verstanden wissen. Unerwähnt liessen sie den schlechten Zustand des Rasens im Estadio La Cartuja von Sevilla nach dem harzigen 0:0 gegen Schweden im Auftaktspiel aber nicht. Auch zwei Tage später sorgte das Thema für Schlagzeilen in den spanischen Medien. «Und jetzt das Chaos um den Rasen», schrieb die Sportzeitung «Marca» am Mittwoch. Wobei der Ausrichter Besserung versprach: «Jede Situation auf dem Rasen, die verbessert werden kann, wird sich verbessern», teilten die Verantwortlichen mit. Am Samstag muss Spanien im La Cartuja gegen Polen ran, am Mittwoch nächster Woche gegen die Slowakei. Sevilla war erst Ende April als Ausrichter für Bilbao eingesprungen. (sda)

Frankreich - Deutschland als Quotenhit
(AP Photo/Rafael Yaghobzadeh)

Das Schlagerspiel zwischen Frankreich und Deutschland sorgte erwartungsgemäss für gute Einschaltquoten. Dem ZDF bescherte die Partie mit 22,55 Millionen Zuschauern den bisherigen Top-Wert im Turnier. Der Marktanteil für den öffentlich-rechtlichen Sender lag bei 67,4 Prozent. Das heisst, dass zwei von drei Fernsehzuschauern zu der Zeit Fussball im ZDF geschaut haben, wobei die Partie auch auf dem Bezahlsender Magenta TV übertragen wurde. Im Weltmeister-Land Frankreich schauten etwas mehr Menschen zu als im Eröffnungsspiel der vorherigen Europameisterschaft im eigenen Land. Der übertragende Free-TV-Sender M6 verzeichnete im Durchschnitt 15,1 Millionen Zuschauer und einen Marktanteil von 57,5 Prozent. (sda)

Ein guter Moment für ein Zeichen

Im zweiten EM-Spiel in Rom gegen Italien hat die Schweiz am Mittwoch die Gelegenheit, zu beweisen, dass man den eigenen Ansprüchen gerecht werden kann.

Eigentlich ist die Ausgangslage für die Schweiz beruhigend. Gegen Gastgeber Italien, im schwierigsten Spiel der Vorrunde, kann sie viel gewinnen, hat sie aber wenig zu verlieren. Schafft die Schweiz den Coup und schlägt den Favoriten, ist sie so gut wie sicher in den Achtelfinals. Gewinnt sie nicht, ist auch nach zwei sieglosen Spielen noch nichts verloren. Die Entscheidung würde – wie erwartet – in der letzten Partie am Sonntag in Baku gegen die Türkei fallen.

Mehr dazu hier.

Verfolgen Sie das Spiel am Mittwoch, 16. Juni, ab 21 Uhr im Live-Ticker auf telebasel.ch und in der Telebasel-App.

Türkei und Russland unter Zugzwang

In der Schweizer Gruppe A steht die Türkei in der Partie vom frühen Mittwochabend (18.00 Uhr) bereits unter Zugzwang. Das Team von Senol Günes muss nach der 0:3-Auftaktniederlage gegen Italien im zweiten Spiel gegen Wales eine Reaktion zeigen, um sich noch Hoffnungen auf einen Platz im Achtelfinal machen zu können. Die Waliser sprachen nach dem 1:1 gegen die Schweiz von einem gelungenen Auftakt und wollen gegen die Türkei entsprechend nachlegen.

In der Gruppe B kann sich EM-Neuling Finnland mit dem ersten Sieg seit über 100 Jahren gegen Nachbar Russland vorzeitig seinen Platz in den Achtelfinals sichern. Finnland feierte beim EM-Debüt am Samstag einen 1:0-Sieg über Dänemark. Das Spiel wurde vom Zusammenbruch des Dänen Christian Eriksen überschattet. Die Russen leisteten sich in St. Petersburg in der 1. Runde einen 0:3-Fehlstart gegen Belgien.

Schweiz trifft auf Favorit Italien

Im zweiten EM-Gruppenspiel bekommt es die Schweiz am Mittwoch in Rom mit einem harten Brocken zu tun. Gastgeber Italien ist seit 28 Spielen ungeschlagen und gehört spätestens nach dem überzeugenden 3:0 zum Auftakt gegen die Türkei zu den Favoriten auf den Titel. Die Schweiz dagegen enttäuschte im Startspiel mit einem 1:1 gegen Wales.

 (Bild: Keystone)

Das macht die Ausgangslage für den Rest der Gruppenphase delikat. Selbst wenn die Schweiz gegen Italien ein Unentschieden holt, dürfte sie im abschliessenden Spiel gegen die Türkei zum Siegen verdammt sein. Allerdings kann sie sich gegen Italien auch eine Niederlage erlauben. Die Qualifikation für die Achtelfinals wäre danach immer noch möglich.

Arnautovic und Alioski im Reinen - UEFA nicht

Untereinander haben Marko Arnautovic und Ezgjan Alioski in einem «Gespräch unter Freunden» (Alioski) nach dem Schlusspfiff alles geklärt. Für Nodmazedoniens Verband bedarf der Vorfall anlässlich des 1:3 gegen Österreich indes weiterer Aufarbeitung. Der EM-Debütant legte bei der UEFA Beschwerde ein und fordert «die schärfste Strafe für den österreichischen Nationalspieler». Leistete sich Arnautovic ein rassistisches Vergehen, das ihn um weitere EM-Einsätze bringen könnte? Oder übten sich die Heisssporne lediglich im Trash Talk? Der Ball liegt bei der UEFA. Sie leitete ein Ethik- und Disziplinarverfahren gegen Arnautovic ein, der sich für seine verbale Entgleisung öffentlich entschuldigt hat.

«Danke, Mesut Özil»

Das ist ein Zeichen der Entspannung: Drei Jahre nach seinem von schweren Vorwürfen und grosser Enttäuschung begleiteten Rücktritt aus der deutschen Nationalmannschaft hat Mesut Özil der DFB-Elf einen erfolgreichen EM-Start gewünscht. «Viel Glück Jungs und alles Gute beim 1. EM-Spiel gegen Frankreich. Die Gruppe ist brutal schwer, aber mit einem erfolgreichen Start ist alles möglich», schrieb der 32-Jährige am Dienstag auf Twitter.

Der DFB bedankte sich wenige Stunden vor dem Anpfiff der Partie in München über seinen Account beim Weltmeister von 2014 und schrieb zurück: «Danke, @MesutOzil1088!».

Flitzer und Ungarn, Aktivist in München

Ein Flitzer hat im ersten EM-Gruppenspiel zwischen Titelverteidiger Portugal und Mit-Gastgeber Ungarn kurz für Aufregung gesorgt. Der Mann lief in der Schlussphase der Partie in Budapest auf den Rasen und stand dann ganz nahe bei Adam Szalai, bevor er von Ordnern abgeführt wurde.

Kurz vor dem Anpfiff des EM-Spiels zwischen Deutschland und Frankreich bringt ein Fallschirmspringer sich selbst und die Fans in der Münchner Arena in Gefahr. Zwei Menschen werden verletzt.

Vor dem EM-Spiel zwischen Deutschland und Frankreich bringt ein Fallschirmspringer sich selbst und die Fans in der Münchner Arena in Gefahr. (Bild: Keystone)

Der Mann schwebte am Dienstagabend über dem Stadion und versuchte, einen grossen gelben Ball in die Arena zu werfen. Dabei geriet er in eine Stahlseilkonstruktion am Stadiondach und kam ins Trudeln. Nur mit grosser Mühe konnte er einen Absturz in die Zuschauerränge verhindern und landete unsanft auf dem Rasen.

Hinter der Aktion stand die Umweltorganisation Greenpeace, die damit gegen den Sponsor Volkswagen protestieren wollte. Die Umweltorganisation hat sich nach ihrer misslungenen Protest-Aktion entschuldigt. «Das tut uns wahnsinnig leid», liess die Organisation verlauten.

Zwei Menschen wurden einem Polizeisprecher zufolge verletzt und zur weiteren medizinischen Versorgung ins Spital gebracht worden. Über die Schwere der Verletzungen gab es zunächst keine Informationen. Der Greenpeace-Aktivist wurde festgenommen, wie der Polizeisprecher weiter sagte

Ronaldos Ode an das Wasser

So hat sich Coca Cola seinen Werbevertrag an der EM nicht vorgestellt. An den Pressekonferenzen platzieren die Organisatoren jeweils Flaschen des Getränkeherstellers. Cristiano Ronaldo fand daran kein Gefallen. Der 36-jährige Routinier schob anlässlich der Pressekonferenz vor dem Auftaktspiel gegen Ungarn die Flaschen zur Seite und stellte sein Wasser an den prominenten Platz. Dazu sagte der Superstar: «Trinkt Wasser.»

Ronaldo wird zum Rekordtorschützen

Cristiano Ronaldo ist nun alleiniger EM-Rekordtorschütze. Der 36-jährige Portugiese erzielte beim 3:0-Sieg im Gruppenspiel gegen Ungarn seine Tore 10 und 11 an EM-Endrunden.

Zuvor hatte sich der fünffache Weltfussballer den Rekord mit dem Franzosen Michel Platini geteilt, der alle seine neun Treffer an nur einer EM (1984) erzielte. Cristiano Ronaldo bestreitet seine fünfte Endrunde. Auch in dieser Sparte ist der Stürmer von Juventus Turin jetzt alleiniger Rekordhalter.

Ist der neue EM-Torschützenkönig: Christiano Ronaldo. (Bild: Keystone)
EM für russischen Routinier Schirkow vorzeitig beendet

Für den Routinier Juri Schirkow ist die EM vorzeitig beendet. Dies gab der russische Fussballverband auf Twitter bekannt und verwies auf die Oberschenkelverletzung, die Schirkow am Wochenende erlitten hatte.

Schirkow hatte sich beim 0:3 gegen Belgien kurz vor der Pause verletzt und wurde ausgewechselt. Der 37-Jährige war der mit Abstand erfahrenste Spieler im Kader der Russen und hatte die Partie als Linksverteidiger begonnen.

Ramsdale ersetzt Henderson in Englands Kader

England, das am Sonntag mit einem 1:0 gegen Kroatien im Wembley in die EM gestartet ist, hat einen weiteren Ausfall zu beklagen. Der Ersatztorhüter Dean Henderson von Manchester United fällt mit einer Hüftverletzung für den Rest des Turniers aus. Ersetzt wird der 24-Jährige durch Aaron Ramsdale von Sheffield United.

Das wissen die Basler über Nati-Gegner Italien

Am Mittwoch gilt es wieder ernst für die Schweizer Nati. In der nächsten Gruppenphase-Partie warten die Italiener in Rom. Wie gut kennen die Basler den nächsten Schweiz-Gegner? Telebasel hat nachgefragt.

Der Telebasel Sport-Beitrag vom 14. Juni 2021.

Grossbritannien erlaubt 40'000 Zuschauer im Final

Trotz der rapiden Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante des Coronavirus erlaubt Grossbritannien bei mehreren grossen Sport-Events in den kommenden Wochen Zehntausende Zuschauer. So dürfen am Final der Fussball-EM am 11. Juli im Londoner Wembley-Stadion rund 40’000 Zuschauer dabei sein, wie Kultur- und Sportminister Oliver Dowden am Montag mitteilte. Bis zu 15’000 Zuschauer sollen am Grand-Slam-Turnier in Wimbledon zugelassen werden.

Russe pfeift zweites Schweizer Spiel

Das zweite Gruppenspiel der Schweiz gegen Italien am Mittwoch in Rom wird vom Russen Sergej Karassew geleitet. Der 42-Jährige aus Moskau wird assistiert von seinen Landsmännern Igor Demeschko und Maxim Gawrilin.

Karassew pfiff schon einmal eine EM-Partie der Schweiz. Mit einem gerechtfertigten Penaltypfiff nach einem Trikot-Zupfer von Stephan Lichtsteiner trug er 2016 in Frankreich dazu bei, dass die Schweiz beim 1:1 gegen Rumänien nach 18 Minuten ins Hintertreffen geriet.

Zwei Blonde im Training

Die Schweizer Nationalmannschaft hat vor dem zweiten Gruppenspiel gegen Italien offenbar zwei neue Spieler erhalten. Am Montag standen im Training in Rom im Stadio «Tre Fontane» jedenfalls zwei blonde Spieler auf dem Platz, die bisher nicht dabei gewesen waren. Oder doch? Nach kurzer Verwirrung wurde die Sache geklärt: Granit Xhaka und Manuel Akanji hatten sich am Sonntag die Haare blond färben lassen. Granit Xhaka postete zudem auf Instagram ein Video, das zeigt, wie er seine Frau Leonita mit der neuen Haarpracht via FaceTime überrascht:

Wie der SFV-Kommunikationschef Adrian Arnold erklärte, habe ein Coiffeur am Tag nach dem 1:1 gegen Wales im Römer Hotel mehreren Schweizer Spielern die Haare geschnitten. «Granit Xhaka und Manuel Akanji haben sich blond färben lassen, bei Nico Elvedi gab es ein paar blonde Strähnen.» Der Coiffeur habe selbstverständlich einen PCR-Test vorgelegt und alle Corona-Schutzmassnahmen beachtet, so Arnold.

Stellt sich bloss die Frage nach dem Warum. Arnold: «Die Spieler wollten offenbar ein Zeichen setzen.» Bleibt zu hoffen, dass Xhaka & Co. gegen Italien nicht bloss wegen neuer Frisur und neuer Haarfarbe auffallen.

Schweizer Nati absolviert erstes Training in Rom

Nach einer kurzen Nacht stand am Sonntagabend im Stadio Tre Fontane in Rom für die Schweizer Nati das erste Training auf dem Programm. Zum Training erschienen waren wie üblich nur die gegen Wales nicht von Anfang an eingesetzen Spieler, der Rest der Mannschaft gönnte sich eine Ruhepause im Hotel. Ersatztorhüter Yvon Mvogo sprach nach dem Training über die Stimmung in der Mannschaft nach dem Unentschieden und wie die Mannschaft auf das Drama um den Dänen Christian Eriksen reagierte.Leistungsphysiologe Markus Tschopp verriet, wie die Mannschaft den langen Flug von Baku nach Rom für die Regeneration nutzte.

Christian Eriksen nach Kollaps: «Fühle mich jetzt besser»

Am EM-Spiel der Dänen gegen Finnland am Samstag kollabierte Christian Eriksen gegen Ende der ersten Halbzeit plötzlich. Der Mittelfeldspieler von Inter Mailand musste auf dem Rasen nach einem Herzstillstand reanimiert werden.

Der Zustand des 29-Jährigen sei mittlerweile stabil. Am Montag äusserte sich Eriksen nun selbst zu dem tragischen Vorfall in Kopenhagen. Er lässt er über seinen Manager der italienischen Zeitung «Gazzetta dello Sport» ausrichten: «Danke an alle, ich werde nicht aufgeben.» Auch zu seinem gesundheitlichen Zustand äussert er sich. «Ich fühle mich besser. Aber ich will verstehen, was passiert ist.»

Nach dem Zusammenbruch am Samstag meldet sich Christian Eriksen am Montag erstmals zu Wort. (Bild: Keystone)

Weshalb der Fussballer vergangenen Samstag zusammengebrochen ist, ist noch nicht geklärt. Wie sein zuständiger Arzt gegenüber dem Sender TV2 berichtet, sei Eriksens Zustand stabil. Erste Untersuchungen hätten einen Herinfarkt bestätigt. Die Dänen werden trotz des Vorfalls weiter an der Em mitspielen.

Schwerverletzter nach Sturz von Tribüne im Wembley

Beim EM-Spiel zwischen England und Kroatien im Londoner Wembley-Stadion ist ein Zuschauer schwer verletzt worden. Wie ein Sprecher nach der Partie mitteilte, stürzte die Person kurz nach dem Anpfiff von einer Tribüne. Nach medizinischer Erstbehandlung vor Ort sei die Person in «kritischem Zustand» in ein Spital gebracht worden.

Jonas Omlin verletzt – Gregor Kobel rückt nach

Die Nati muss einen personellen Wechsel vollziehen. Goalie Jonas Omlin erlitt beim Aufwärmen des Auftaktspiels zur EM in Baku gegen Wales eine leichte Sprunggelenksverletzung im rechten Fuss. Dadurch steht der 27-jährige Torhüter der Nati für das Turnier nicht mehr zur Verfügung. Anstelle des Keepers von Montpellier HSC rückt am Montag Gregor Kobel (neu Borussia Dortmund) nach. Das schreibt der Schweizerische Fussballverband am Sonntagabend in einer Mitteilung.

Gregor Kobel rückt für den verletzten Jonas Omlin nach. (Bild: Keystone)
Dänemark bestrebt Turnier fortzusetzen

Dänemarks Nationalteam will die EM nach dem Kollaps von Christian Eriksen zu Ende spielen. «Wir wollen weitermachen. Wir wünschen uns, dieses Turnier fortzusetzen», sagte Sportdirektor Peter Möller am Sonntag. Trainer Kasper Hjulmand sagte: «Christian fühlt sich am besten, wenn seine Füsse nah an einem Fussball sind. Wir werden versuchen, uns zusammenzureissen und für Christian zu spielen.»

Das dänische Nationalteam wird nach dem Zusammenbruch seines Offensivspielers derzeit psychologisch betreut. «Ab Montag wollen wir wieder versuchen, so gut wie möglich zur Normalität zurück zu kehren», sagte Möller. Dass dies nicht allen Spielern nach den traumatischen Erlebnissen vom Samstag möglich sein werde, sei nicht auszuschliessen.

Die Dänische-Nationalmannschaft möchte die EM zu Ende spielen. (Foto: Keystone)
UEFA unter Beschuss

Der Kollaps von Christian Eriksen löste am Samstag weltweit Bestürzung aus. Ein Athlet in der Blütezeit seiner Karriere, regelmässig medizinisch gecheckt und für gesund befunden, kippt während eines Spiels einfach um. Wie kann so etwas passieren?

Der Fall Eriksen verlangt nach Antworten, weil er Zeitzeugen so hilflos und verwundbar macht. Lesen sie die Kritik an der UEFA und deren Erklärung im ganzen Artikel.

Christian Eriksen kippte während dem Spiel bewusstlos um. (Bild: Keystone)
Cancelo liefert positiven Corona-Test

Portugals Joao Cancelo ist kurz vor dem EM-Auftakt des Titelverteidigers am Dienstag gegen Ungarn positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dem 27-jährigen Verteidiger von Manchester City geht es gemäss Mitteilung des portugiesischen Fussballverbandes (FPF) gut. Cancelo begab sich nach dem positiven Testresultat umgehend in Budapest in Isolation. Für ihn rückte U21-Nationalspieler Diogo Dalot (22) von der AC Milan nach.

Portugals Joao Cancelo (links) ist kurz vor dem EM-Auftakt des Titelverteidigers am Dienstag gegen Ungarn positiv auf das Coronavirus getestet worden. (Bild: Keystone)
Ruhig und idyllisch: So logiert die Nati in Rom

Für ihren Aufenthalt in Rom hat sich die Schweizer Fussballnationalmannschaft eine ruhige Unterkunft weitab vom Hauptstadttrubel ausgesucht. Das Viersterne-Haus Sheraton Golf Parco de’Medici liegt rund 20 Minuten vom Zentrum entfernt. Die Unterkunft liegt in einer grosszügigen Gartenanlage, in der sich die Spieler nach den Trainings am Pool bestens entspannen können. Gleich neben dem Hotel gibt es einen Golfplatz. Keystone-SDA nahm noch vor der Ankunft der Spieler einen Augenschein vor Ort:

(Video: Keystone-SDA)
Darum waren so wenige Zuschauer in Baku

Obwohl über 30’000 Zuschauer zugelassen gewesen wären, sahen am Samstag offiziell nur 8782 Fans die Partie im Olympiastadion in Baku zwischen Wales und der Schweiz (1:1). Wegen der Restriktionen aufgrund der Corona-Pandemie reisten nur ein paar hundert Fans aus der Schweiz und Wales an.

Zwar wurden die Einreisebestimmungen für EM-Fans in Aserbaidschan erleichtert, die walisischen Fans müssen bei ihrer Rückkehr nach Grossbritannien aber in Quarantäne. Für viele Einheimische waren die Tickets, die zwischen 30 und 130 Franken kosten, zu teuer. Bei den beiden Spielen der Türkei werden aufgrund der geografischen Nähe deutlich mehr Zuschauer erwartet.

Dänemark verschiebt Training

Dänemarks Nationalteam hat nach dem Zusammenbruch von Starspieler Christian Eriksen das für Sonntag geplante Training zunächst verschoben. Auch alle Medienaktivitäten wurden gestrichen. Ausserdem bot der dänische Verband seinen Spielern psychologische Hilfe an, wie er am Tag nach der 0:1-Niederlage in Kopenhagen gegen EM-Neuling Finnland mitteilte.

Christian Eriksen wird auf dem Feld versorgt. (Foto: Key)

Eriksen war während des EM-Startspiels der Dänen kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit auf dem Platz kollabiert und musste reanimiert werden. Inzwischen ist der Zustand des 29-jährigen Offensivspielers von Inter Mailand nach Verbandsangaben stabil, er liegt in einem Spital in Kopenhagen. Laut Inter Mailands Geschäftsführer Beppe Marotta soll Eriksen wenige Stunden nach seinem Zusammenbruch eine Nachricht in den klubinternen Mannschaftschat geschickt haben.

Trotz des Vorfalls wurde die Partie nach einer 100-minütigen Unterbrechung auf Wunsch beider Mannschaften schliesslich fortgesetzt. Auch Eriksen, der sich über Facetime mit seinen Teamkollegen ausgetauscht haben soll, sprach sich für eine Fortsetzung der Partie aus.

Mit Zuspruch von Federer, Josi, Cologna und Co. zum Exploit

In einer Video-Botschaft hat die Schweizer Sportwelt am Tag des ersten EM-Auftritts dem Fussball-Nationalteam von Trainer Vladimir Petkovic die Unterstützung ausgesprochen.

Über den 20-fachen Grand-Slam-Sieger Roger Federer, zu den NHL-Stars Roman Josi, Timo Meier oder Nino Niederreiter und den Wintersportlern Wendy Holdener, Dario Cologna oder Andri Ragettli liess es sich die Schweizer Sportelite nicht nehmen, der SFV-Auswahl Glück zu wünschen. Tipps inklusive: «Nicht vergessen, tief spielen und hoch gewinnen», liess sich etwa Dario Cologna entlocken. Das 4:10 Minuten lange Video zeigt eins deutlich. Die Schweizer Sportwelt traut der Nationalmannschaft den grossen Exploit zu: «Brecht den Bann, holen wir endlich so einen Titel», sagte Fischer, Petkovics Pendant im Eishockey-Nationalteam.

Ritterorden für Henderson und Sterling

Die englischen Nationalspieler Jordan Henderson und Raheem Sterling werden mit dem britischen Ritterorden geehrt. Der 30-jährige Henderson erhält die Auszeichnung «Member of the British Empire» für besondere Dienste für Fussball und Wohltätigkeit während der Corona-Pandemie. Sterling (26) wird für seinen Einsatz für Gleichberechtigung und gegen Rassismus im Sport ausgezeichnet.

Beim MBE handelt es sich um die niedrigste der fünf Ordensstufen, die noch nicht zum Prädikat «Sir» berechtigt. Die Ritterehre erhalten haben etwa die englischen Weltmeister Sir Bobby Charlton und Sir Geoff Hurst, aber auch Jahrhundertfussball Pelé, der als ausländischer Würdenträger jedoch nur ehrenhalber aufgenommen werden konnte und ebenfalls auf das Sir verzichten muss. (sda)

Italien glänzt zum EM-Auftakt
(Alfredo Falcone/LaPresse via AP)

Im Eröffnungsspiel der EURO lässt Italien zum Auftakt ins Turnier die Muskeln spielen und gewinnt gegen eine überforderte Türkei diskussionslos mit 3:0. Und das vor rund 16’000 Zuschauern im römischen Stadion Olimpico.

Den ausführlichen Matchbericht finden Sie hier.

Russe Mostowoi positiv getestet

Auch Russland hat seinen ersten Corona-Fall. Der Flügelstürmer Andrej Mostowoi von Zenit St. Petersburg wurde positiv getestet und am Tag vor dem ersten Gruppenspiel in St. Petersburg gegen Belgien durch Roman Jewgenjew von Dinamo Moskau ersetzt.

 

Belgien zum Auftakt ohne De Bruyne
(AP Photo/Francisco Seco)

Belgien muss das erste EM-Gruppenspiel am Samstag gegen Russland ohne Kevin de Bruyne bestreiten. Der Mittelfeldstratege ist noch verletzt.

Der WM-Dritte und Mitfavorit Belgien ist gemäss übereinstimmenden Medienberichten ohne Schlüsselspieler Kevin de Bruyne nach St. Petersburg gereist, wo er am Samstag auf Gastgeber Russland (21 Uhr) trifft. Der 29-jährige Mittelfeldspieler von Manchester City hatte am 29. Mai im Final der Champions League gegen Chelsea einen Nasenbeinbruch sowie einen Bruch des Augenhöhlenbodens erlitten und musste operiert werden. De Bruyne hofft, im zweiten Spiel am kommenden Donnerstag gegen Dänemark (18 Uhr) einsatzfähig zu sein.

Der Veränderung von Vladimir Petkovic
(KEYSTONE/Ti-Press/Samuel Golay)

Nati-Coach Vladimir Petkovic ist kein Mann der vielen Worte. Aber er hat sich in den letzten zwei Jahren verändert. Das hat mit Personen im Hintergrund zu tun. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Italien ohne Lorenzo Pellegrini

Der Schweizer Gruppengegner Italien muss einen Tag vor dem EM-Eröffnungsspiel gegen die Türkei eine Kadermutation vornehmen. Lorenzo Pellegrini wird nach an die EURO reisen können. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Gareth Bale - Messias oder Judas?
(AP Photo/Darko Vojinovic)

Für die einen der Messias, für die anderen ein Judas. Die Karriere von Wales-Superstar Gareth Bale wandelt zwischen Heilsbringer und Hassfigur. Wieso das so ist, lesen Sie hier.

1 Kommentar

  1. Ich finde es eine doofe EM. Wie kann und darf es sein, dass Mannschaften bevorzugt sind mit andauerndem Heimvorteil!
    Italien spielt Zuhause, Deutschland spielt Zuhause, Spanien auch! Was soll das??
    Das ist doch kein Wettbewerb so, wenn die Favoriten immer Zuhause vor eigenem Publikum spielen können.
    Auch wenn man ein Turnier zusammen plant, so das jeder die Heimvorteile genießen kann. Für mich unverständlich so etwas!Report

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