In Rom wurde ein Alarm wegen einer Autobombe ausgelöst. (Bild: Keystone)
International

Autobombe in Rom sorgt für Aufregung

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Autobomben-Alarm sorgt für Aufregung in Rom vor EM-Spiel

Ein Autobomben-Alarm hat am Mittwoch in Rom vor dem EM-Spiel für Strassensperrungen und Aufregung gesorgt. Im Auto eines für städtische Parks Verantwortlichen wurde nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa ein handgefertigter Sprengsatz entdeckt. Laut der Zeitung «La Repubblica» hatte der Wagenbesitzer am Nachmittag die Polizei über die Entdeckung informiert.

Weil in der italienischen Hauptstadt am Abend das EM-Spiel Italiens gegen die Schweiz ausgetragen wurde und das Olympia-Stadion gut zwei Kilometer vom Fundort entfernt liegt, schlossen Medien anfangs mögliche Bezüge nicht aus. Nach Angaben der Agentur Ansa hatte der für die Sanierung von Parks zuständige Autobesitzer allerdings wegen seiner beruflichen Aufgabe schon früher Drohungen erhalten. Über die Hintergründe des aktuellen Vorfalls machten die Behörden zunächst keine Angaben.

Der Sprengsatz in einer Spraydose sei nicht explodiert und von Experten entschärft worden, schrieb Ansa. Die Behörden gaben auf Anfrage keine Details heraus. Roms Bürgermeisterin Virginia Raggi nannte den Fund der Bombe auf Twitter eine «sehr ernste Angelegenheit». Sie bekundete dem potenziellen Anschlagsopfer ihre Solidarität.

Kompliziertes Einlassverfahren ins Stadion in Rom

Rund 16’000 Zuschauer dürfen heute im Stadio Olimpico das Spiel Schweiz-Italien live verfolgen. Darunter auch viele Schweizer Fans. Keystone-SDA hat sie ins Stadion begleitet. Das Einlassprodezere ist kompliziert. Auf jedem Fanticket gibt es eine genaue Einlasszeit, ins Stadion darf nur wer einen aktuellen Covid-19-Test hat oder in Italien doppelt geimpft wurde.

(Video: Keystone-SDA)

Das ist die Aufstellung der Schweizer Nati im Spiel gegen Rom

Keine Änderung im Schweizer Team: Nationalcoach Vladimir Petkovic schenkt im zweiten EM-Spiel gegen Italien in Rom (21.00 Uhr) den gleichen elf Spielern das Vertrauen wie beim 1:1 zum Auftakt gegen Wales.

Bei den Italiener gibt es einen Wechsel im Vergleich zum 3:0 gegen die Türkei. Giovanni Di Lorenzo ersetzt als rechter Aussenverteidiger den verletzten Alessandro Florenzi.

Die Schweizer Startformation gegen Italien: Sommer; Elvedi, Schär, Akanji; Mbabu, Freuler, Xhaka, Rodriguez; Shaqiri; Embolo, Seferovic-

Mario Fernandes glimpflich davongekommen

Mario Fernandes, brasilianisch-russischer Verteidiger in Russlands Nationalmannschaft, erlitt in der ersten Halbzeit des mit 1:0 gewonnenen EM-Spiels gegen Finnland in St. Petersburg eine gefährliche Verletzung. Der 30-Jährige fiel nach einem Zweikampf auf Rücken und Genick. Er wurde mit Verdacht auf eine Rückenmarkverletzung in ein Spital gebracht. Untersuchungen bestätigten die Befürchtungen nicht. Der Spieler werde nun von den Teamärzten beobachtet und danach nach Moskau gebracht werden. Mario Fernandes spielt seit 2012 für ZSKA Moskau.

Spielsperre sorgt in Österreich für Missmut

Über die Spielsperre gegen Marko Arnautovic ist man in Österreich nicht begeistert. Aber Österreichs früherer Nationalgoalie Helge Payer relativierte als Experte im ORF-Studio die Bedeutung der Sperre, die Arnautovic im Match gegen die Niederlande wird absitzen müssen. Wichtig sei, sagte Payer, dass Arnautovic im Match gegen die Ukraine wieder werde mittun können und danach im Achtelfinal und im Viertelfinal. Und im Halbfinal, wenn man diesen «hoffentlich» auch erreiche. Zur Erinnerung: Österreich hat in der Geschichte der EM erst ein Spiel gewonnen. Es war das 3:1 gegen den Debütanten Nordmazedonien im ersten Gruppenspiel.

Mehr Tore als Verwarnungen - eine Seltenheit
(Anton Vaganov/Pool via AP)

Nach den ersten zwölf EM-Spielen, nachdem also jede Mannschaft eine Partie absolviert hat, fällt auf, dass mehr Tore fielen, als Gelbe Karten gezeigt wurden. 28 Toren stehen 23 Verwarnungen gegenüber.

Mehr Tore als Gelbe Karten: Sollte dies auch nach allen 51 Spielen gelten, wäre es eine Seltenheit, denn beispielsweise an den letzten drei EM-Endrunden dominierten die Verwarnungen die Tore jeweils eindeutig. 108 Tore:204 Verwarnungen 2016 in Frankreich, 76:122 2012 in Polen und der Ukraine, 77:124 an der EURO 2008 in der Schweiz und Österreich.

Arnautovic gegen die Niederlande gesperrt

Marko Arnautovic ist wegen Beleidigung eines Gegenspielers für ein Spiel gesperrt worden. Der Österreicher steht seinem Team damit am Donnerstag im zweiten EM-Gruppenspiel gegen die Niederlande in Amsterdam nicht zur Verfügung.

Arnautovic war vorgeworfen worden, nach seinem Tor zum 3:1-Endstand gegen Nordmazedonien seinen Gegenspieler Ezgjan Alioski beleidigt und dabei auch rassistische Äusserungen getätigt zu haben. Die UEFA stufte die Äusserungen in ihrer Untersuchung nicht als Rassismus ein.

Pavards Blackout
(AP Photo/Alexander Hassenstein, Pool)

Benjamin Pavards Erinnerung an den Auftaktsieg der Franzosen gegen Deutschland weist eine Lücke auf. Der französische Verteidiger war nach seinem Zusammenprall mit Deutschlands Robin Gosens eigenen Angaben zufolge schwer benommen. «Ich war ein wenig ausgeknockt. 10 bis 15 Sekunden lang. Danach war es besser», sagte Pavard nach der Partie. Der Bayern-Profi war bei einer Abwehraktion nach knapp einer Stunde von Gosens mit voller Wucht am Kopf getroffen worden und hart auf dem Rasen aufgeschlagen. Nach kurzer Behandlung spielte der 25-Jährige die Partie zu Ende.

Eine Kerze für die Seleção
EPA/HOMEM GOUVEIA

Der Beistand von Cristiano Ronaldos Mutter dürfte sich für die Portugiesen gelohnt haben. Dolores Aveiro hatte angekündigt, eine Kerze für ihren Sohn und die Seleção in der Kathedrale von Funchal anzuzünden. Der Titelverteidiger startete am Dienstag mit einem 3:0 und einem Doppelpack von Cristiano Ronaldo gegen Ungarn in die Fussball-EM. Ein Karriereende ihres 36-jährigen Sohnes sei noch nicht absehbar. «Es wird noch drei Jährchen oder so dauern», meinte Dolores Aveiro, die während der Endrunde wie gewohnt auf Madeira mitfiebern wird und nur zum Final am 11. Juli anreisen würde. «Ich werde mir nur das letzte Spiel ansehen. Die Party ist hier auf Madeira», sagte sie.

Spanien und der «Rasen von Sevilla»
(Jose Manuel Vidal/Pool via AP)

Spaniens Fussballer wollten es nicht als Ausrede verstanden wissen. Unerwähnt liessen sie den schlechten Zustand des Rasens im Estadio La Cartuja von Sevilla nach dem harzigen 0:0 gegen Schweden im Auftaktspiel aber nicht. Auch zwei Tage später sorgte das Thema für Schlagzeilen in den spanischen Medien. «Und jetzt das Chaos um den Rasen», schrieb die Sportzeitung «Marca» am Mittwoch. Wobei der Ausrichter Besserung versprach: «Jede Situation auf dem Rasen, die verbessert werden kann, wird sich verbessern», teilten die Verantwortlichen mit. Am Samstag muss Spanien im La Cartuja gegen Polen ran, am Mittwoch nächster Woche gegen die Slowakei. Sevilla war erst Ende April als Ausrichter für Bilbao eingesprungen. (sda)

Frankreich - Deutschland als Quotenhit
(AP Photo/Rafael Yaghobzadeh)

Das Schlagerspiel zwischen Frankreich und Deutschland sorgte erwartungsgemäss für gute Einschaltquoten. Dem ZDF bescherte die Partie mit 22,55 Millionen Zuschauern den bisherigen Top-Wert im Turnier. Der Marktanteil für den öffentlich-rechtlichen Sender lag bei 67,4 Prozent. Das heisst, dass zwei von drei Fernsehzuschauern zu der Zeit Fussball im ZDF geschaut haben, wobei die Partie auch auf dem Bezahlsender Magenta TV übertragen wurde. Im Weltmeister-Land Frankreich schauten etwas mehr Menschen zu als im Eröffnungsspiel der vorherigen Europameisterschaft im eigenen Land. Der übertragende Free-TV-Sender M6 verzeichnete im Durchschnitt 15,1 Millionen Zuschauer und einen Marktanteil von 57,5 Prozent. (sda)

Ein guter Moment für ein Zeichen

Im zweiten EM-Spiel in Rom gegen Italien hat die Schweiz am Mittwoch die Gelegenheit, zu beweisen, dass man den eigenen Ansprüchen gerecht werden kann.

Eigentlich ist die Ausgangslage für die Schweiz beruhigend. Gegen Gastgeber Italien, im schwierigsten Spiel der Vorrunde, kann sie viel gewinnen, hat sie aber wenig zu verlieren. Schafft die Schweiz den Coup und schlägt den Favoriten, ist sie so gut wie sicher in den Achtelfinals. Gewinnt sie nicht, ist auch nach zwei sieglosen Spielen noch nichts verloren. Die Entscheidung würde – wie erwartet – in der letzten Partie am Sonntag in Baku gegen die Türkei fallen.

Mehr dazu hier.

Verfolgen Sie das Spiel am Mittwoch, 16. Juni, ab 21 Uhr im Live-Ticker auf telebasel.ch und in der Telebasel-App.

Türkei und Russland unter Zugzwang

In der Schweizer Gruppe A steht die Türkei in der Partie vom frühen Mittwochabend (18.00 Uhr) bereits unter Zugzwang. Das Team von Senol Günes muss nach der 0:3-Auftaktniederlage gegen Italien im zweiten Spiel gegen Wales eine Reaktion zeigen, um sich noch Hoffnungen auf einen Platz im Achtelfinal machen zu können. Die Waliser sprachen nach dem 1:1 gegen die Schweiz von einem gelungenen Auftakt und wollen gegen die Türkei entsprechend nachlegen.

In der Gruppe B kann sich EM-Neuling Finnland mit dem ersten Sieg seit über 100 Jahren gegen Nachbar Russland vorzeitig seinen Platz in den Achtelfinals sichern. Finnland feierte beim EM-Debüt am Samstag einen 1:0-Sieg über Dänemark. Das Spiel wurde vom Zusammenbruch des Dänen Christian Eriksen überschattet. Die Russen leisteten sich in St. Petersburg in der 1. Runde einen 0:3-Fehlstart gegen Belgien.

Schweiz trifft auf Favorit Italien

Im zweiten EM-Gruppenspiel bekommt es die Schweiz am Mittwoch in Rom mit einem harten Brocken zu tun. Gastgeber Italien ist seit 28 Spielen ungeschlagen und gehört spätestens nach dem überzeugenden 3:0 zum Auftakt gegen die Türkei zu den Favoriten auf den Titel. Die Schweiz dagegen enttäuschte im Startspiel mit einem 1:1 gegen Wales.

 (Bild: Keystone)

Das macht die Ausgangslage für den Rest der Gruppenphase delikat. Selbst wenn die Schweiz gegen Italien ein Unentschieden holt, dürfte sie im abschliessenden Spiel gegen die Türkei zum Siegen verdammt sein. Allerdings kann sie sich gegen Italien auch eine Niederlage erlauben. Die Qualifikation für die Achtelfinals wäre danach immer noch möglich.

Arnautovic und Alioski im Reinen - UEFA nicht

Untereinander haben Marko Arnautovic und Ezgjan Alioski in einem «Gespräch unter Freunden» (Alioski) nach dem Schlusspfiff alles geklärt. Für Nodmazedoniens Verband bedarf der Vorfall anlässlich des 1:3 gegen Österreich indes weiterer Aufarbeitung. Der EM-Debütant legte bei der UEFA Beschwerde ein und fordert «die schärfste Strafe für den österreichischen Nationalspieler». Leistete sich Arnautovic ein rassistisches Vergehen, das ihn um weitere EM-Einsätze bringen könnte? Oder übten sich die Heisssporne lediglich im Trash Talk? Der Ball liegt bei der UEFA. Sie leitete ein Ethik- und Disziplinarverfahren gegen Arnautovic ein, der sich für seine verbale Entgleisung öffentlich entschuldigt hat.

«Danke, Mesut Özil»

Das ist ein Zeichen der Entspannung: Drei Jahre nach seinem von schweren Vorwürfen und grosser Enttäuschung begleiteten Rücktritt aus der deutschen Nationalmannschaft hat Mesut Özil der DFB-Elf einen erfolgreichen EM-Start gewünscht. «Viel Glück Jungs und alles Gute beim 1. EM-Spiel gegen Frankreich. Die Gruppe ist brutal schwer, aber mit einem erfolgreichen Start ist alles möglich», schrieb der 32-Jährige am Dienstag auf Twitter.

Der DFB bedankte sich wenige Stunden vor dem Anpfiff der Partie in München über seinen Account beim Weltmeister von 2014 und schrieb zurück: «Danke, @MesutOzil1088!».

Flitzer und Ungarn, Aktivist in München

Ein Flitzer hat im ersten EM-Gruppenspiel zwischen Titelverteidiger Portugal und Mit-Gastgeber Ungarn kurz für Aufregung gesorgt. Der Mann lief in der Schlussphase der Partie in Budapest auf den Rasen und stand dann ganz nahe bei Adam Szalai, bevor er von Ordnern abgeführt wurde.

Kurz vor dem Anpfiff des EM-Spiels zwischen Deutschland und Frankreich bringt ein Fallschirmspringer sich selbst und die Fans in der Münchner Arena in Gefahr. Zwei Menschen werden verletzt.

Vor dem EM-Spiel zwischen Deutschland und Frankreich bringt ein Fallschirmspringer sich selbst und die Fans in der Münchner Arena in Gefahr. (Bild: Keystone)

Der Mann schwebte am Dienstagabend über dem Stadion und versuchte, einen grossen gelben Ball in die Arena zu werfen. Dabei geriet er in eine Stahlseilkonstruktion am Stadiondach und kam ins Trudeln. Nur mit grosser Mühe konnte er einen Absturz in die Zuschauerränge verhindern und landete unsanft auf dem Rasen.

Hinter der Aktion stand die Umweltorganisation Greenpeace, die damit gegen den Sponsor Volkswagen protestieren wollte. Die Umweltorganisation hat sich nach ihrer misslungenen Protest-Aktion entschuldigt. «Das tut uns wahnsinnig leid», liess die Organisation verlauten.

Zwei Menschen wurden einem Polizeisprecher zufolge verletzt und zur weiteren medizinischen Versorgung ins Spital gebracht worden. Über die Schwere der Verletzungen gab es zunächst keine Informationen. Der Greenpeace-Aktivist wurde festgenommen, wie der Polizeisprecher weiter sagte

Ronaldos Ode an das Wasser

So hat sich Coca Cola seinen Werbevertrag an der EM nicht vorgestellt. An den Pressekonferenzen platzieren die Organisatoren jeweils Flaschen des Getränkeherstellers. Cristiano Ronaldo fand daran kein Gefallen. Der 36-jährige Routinier schob anlässlich der Pressekonferenz vor dem Auftaktspiel gegen Ungarn die Flaschen zur Seite und stellte sein Wasser an den prominenten Platz. Dazu sagte der Superstar: «Trinkt Wasser.»

Ronaldo wird zum Rekordtorschützen

Cristiano Ronaldo ist nun alleiniger EM-Rekordtorschütze. Der 36-jährige Portugiese erzielte beim 3:0-Sieg im Gruppenspiel gegen Ungarn seine Tore 10 und 11 an EM-Endrunden.

Zuvor hatte sich der fünffache Weltfussballer den Rekord mit dem Franzosen Michel Platini geteilt, der alle seine neun Treffer an nur einer EM (1984) erzielte. Cristiano Ronaldo bestreitet seine fünfte Endrunde. Auch in dieser Sparte ist der Stürmer von Juventus Turin jetzt alleiniger Rekordhalter.

Ist der neue EM-Torschützenkönig: Christiano Ronaldo. (Bild: Keystone)
EM für russischen Routinier Schirkow vorzeitig beendet

Für den Routinier Juri Schirkow ist die EM vorzeitig beendet. Dies gab der russische Fussballverband auf Twitter bekannt und verwies auf die Oberschenkelverletzung, die Schirkow am Wochenende erlitten hatte.

Schirkow hatte sich beim 0:3 gegen Belgien kurz vor der Pause verletzt und wurde ausgewechselt. Der 37-Jährige war der mit Abstand erfahrenste Spieler im Kader der Russen und hatte die Partie als Linksverteidiger begonnen.

Ramsdale ersetzt Henderson in Englands Kader

England, das am Sonntag mit einem 1:0 gegen Kroatien im Wembley in die EM gestartet ist, hat einen weiteren Ausfall zu beklagen. Der Ersatztorhüter Dean Henderson von Manchester United fällt mit einer Hüftverletzung für den Rest des Turniers aus. Ersetzt wird der 24-Jährige durch Aaron Ramsdale von Sheffield United.

Das wissen die Basler über Nati-Gegner Italien

Am Mittwoch gilt es wieder ernst für die Schweizer Nati. In der nächsten Gruppenphase-Partie warten die Italiener in Rom. Wie gut kennen die Basler den nächsten Schweiz-Gegner? Telebasel hat nachgefragt.

Der Telebasel Sport-Beitrag vom 14. Juni 2021.

Grossbritannien erlaubt 40'000 Zuschauer im Final

Trotz der rapiden Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante des Coronavirus erlaubt Grossbritannien bei mehreren grossen Sport-Events in den kommenden Wochen Zehntausende Zuschauer. So dürfen am Final der Fussball-EM am 11. Juli im Londoner Wembley-Stadion rund 40’000 Zuschauer dabei sein, wie Kultur- und Sportminister Oliver Dowden am Montag mitteilte. Bis zu 15’000 Zuschauer sollen am Grand-Slam-Turnier in Wimbledon zugelassen werden.

Russe pfeift zweites Schweizer Spiel

Das zweite Gruppenspiel der Schweiz gegen Italien am Mittwoch in Rom wird vom Russen Sergej Karassew geleitet. Der 42-Jährige aus Moskau wird assistiert von seinen Landsmännern Igor Demeschko und Maxim Gawrilin.

Karassew pfiff schon einmal eine EM-Partie der Schweiz. Mit einem gerechtfertigten Penaltypfiff nach einem Trikot-Zupfer von Stephan Lichtsteiner trug er 2016 in Frankreich dazu bei, dass die Schweiz beim 1:1 gegen Rumänien nach 18 Minuten ins Hintertreffen geriet.

Zwei Blonde im Training

Die Schweizer Nationalmannschaft hat vor dem zweiten Gruppenspiel gegen Italien offenbar zwei neue Spieler erhalten. Am Montag standen im Training in Rom im Stadio «Tre Fontane» jedenfalls zwei blonde Spieler auf dem Platz, die bisher nicht dabei gewesen waren. Oder doch? Nach kurzer Verwirrung wurde die Sache geklärt: Granit Xhaka und Manuel Akanji hatten sich am Sonntag die Haare blond färben lassen. Granit Xhaka postete zudem auf Instagram ein Video, das zeigt, wie er seine Frau Leonita mit der neuen Haarpracht via FaceTime überrascht:

Wie der SFV-Kommunikationschef Adrian Arnold erklärte, habe ein Coiffeur am Tag nach dem 1:1 gegen Wales im Römer Hotel mehreren Schweizer Spielern die Haare geschnitten. «Granit Xhaka und Manuel Akanji haben sich blond färben lassen, bei Nico Elvedi gab es ein paar blonde Strähnen.» Der Coiffeur habe selbstverständlich einen PCR-Test vorgelegt und alle Corona-Schutzmassnahmen beachtet, so Arnold.

Stellt sich bloss die Frage nach dem Warum. Arnold: «Die Spieler wollten offenbar ein Zeichen setzen.» Bleibt zu hoffen, dass Xhaka & Co. gegen Italien nicht bloss wegen neuer Frisur und neuer Haarfarbe auffallen.

Schweizer Nati absolviert erstes Training in Rom

Nach einer kurzen Nacht stand am Sonntagabend im Stadio Tre Fontane in Rom für die Schweizer Nati das erste Training auf dem Programm. Zum Training erschienen waren wie üblich nur die gegen Wales nicht von Anfang an eingesetzen Spieler, der Rest der Mannschaft gönnte sich eine Ruhepause im Hotel. Ersatztorhüter Yvon Mvogo sprach nach dem Training über die Stimmung in der Mannschaft nach dem Unentschieden und wie die Mannschaft auf das Drama um den Dänen Christian Eriksen reagierte.Leistungsphysiologe Markus Tschopp verriet, wie die Mannschaft den langen Flug von Baku nach Rom für die Regeneration nutzte.

Christian Eriksen nach Kollaps: «Fühle mich jetzt besser»

Am EM-Spiel der Dänen gegen Finnland am Samstag kollabierte Christian Eriksen gegen Ende der ersten Halbzeit plötzlich. Der Mittelfeldspieler von Inter Mailand musste auf dem Rasen nach einem Herzstillstand reanimiert werden.

Der Zustand des 29-Jährigen sei mittlerweile stabil. Am Montag äusserte sich Eriksen nun selbst zu dem tragischen Vorfall in Kopenhagen. Er lässt er über seinen Manager der italienischen Zeitung «Gazzetta dello Sport» ausrichten: «Danke an alle, ich werde nicht aufgeben.» Auch zu seinem gesundheitlichen Zustand äussert er sich. «Ich fühle mich besser. Aber ich will verstehen, was passiert ist.»

Nach dem Zusammenbruch am Samstag meldet sich Christian Eriksen am Montag erstmals zu Wort. (Bild: Keystone)

Weshalb der Fussballer vergangenen Samstag zusammengebrochen ist, ist noch nicht geklärt. Wie sein zuständiger Arzt gegenüber dem Sender TV2 berichtet, sei Eriksens Zustand stabil. Erste Untersuchungen hätten einen Herinfarkt bestätigt. Die Dänen werden trotz des Vorfalls weiter an der Em mitspielen.

Schwerverletzter nach Sturz von Tribüne im Wembley

Beim EM-Spiel zwischen England und Kroatien im Londoner Wembley-Stadion ist ein Zuschauer schwer verletzt worden. Wie ein Sprecher nach der Partie mitteilte, stürzte die Person kurz nach dem Anpfiff von einer Tribüne. Nach medizinischer Erstbehandlung vor Ort sei die Person in «kritischem Zustand» in ein Spital gebracht worden.

Jonas Omlin verletzt – Gregor Kobel rückt nach

Die Nati muss einen personellen Wechsel vollziehen. Goalie Jonas Omlin erlitt beim Aufwärmen des Auftaktspiels zur EM in Baku gegen Wales eine leichte Sprunggelenksverletzung im rechten Fuss. Dadurch steht der 27-jährige Torhüter der Nati für das Turnier nicht mehr zur Verfügung. Anstelle des Keepers von Montpellier HSC rückt am Montag Gregor Kobel (neu Borussia Dortmund) nach. Das schreibt der Schweizerische Fussballverband am Sonntagabend in einer Mitteilung.

Gregor Kobel rückt für den verletzten Jonas Omlin nach. (Bild: Keystone)
Dänemark bestrebt Turnier fortzusetzen

Dänemarks Nationalteam will die EM nach dem Kollaps von Christian Eriksen zu Ende spielen. «Wir wollen weitermachen. Wir wünschen uns, dieses Turnier fortzusetzen», sagte Sportdirektor Peter Möller am Sonntag. Trainer Kasper Hjulmand sagte: «Christian fühlt sich am besten, wenn seine Füsse nah an einem Fussball sind. Wir werden versuchen, uns zusammenzureissen und für Christian zu spielen.»

Das dänische Nationalteam wird nach dem Zusammenbruch seines Offensivspielers derzeit psychologisch betreut. «Ab Montag wollen wir wieder versuchen, so gut wie möglich zur Normalität zurück zu kehren», sagte Möller. Dass dies nicht allen Spielern nach den traumatischen Erlebnissen vom Samstag möglich sein werde, sei nicht auszuschliessen.

Die Dänische-Nationalmannschaft möchte die EM zu Ende spielen. (Foto: Keystone)
UEFA unter Beschuss

Der Kollaps von Christian Eriksen löste am Samstag weltweit Bestürzung aus. Ein Athlet in der Blütezeit seiner Karriere, regelmässig medizinisch gecheckt und für gesund befunden, kippt während eines Spiels einfach um. Wie kann so etwas passieren?

Der Fall Eriksen verlangt nach Antworten, weil er Zeitzeugen so hilflos und verwundbar macht. Lesen sie die Kritik an der UEFA und deren Erklärung im ganzen Artikel.

Christian Eriksen kippte während dem Spiel bewusstlos um. (Bild: Keystone)
Cancelo liefert positiven Corona-Test

Portugals Joao Cancelo ist kurz vor dem EM-Auftakt des Titelverteidigers am Dienstag gegen Ungarn positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dem 27-jährigen Verteidiger von Manchester City geht es gemäss Mitteilung des portugiesischen Fussballverbandes (FPF) gut. Cancelo begab sich nach dem positiven Testresultat umgehend in Budapest in Isolation. Für ihn rückte U21-Nationalspieler Diogo Dalot (22) von der AC Milan nach.

Portugals Joao Cancelo (links) ist kurz vor dem EM-Auftakt des Titelverteidigers am Dienstag gegen Ungarn positiv auf das Coronavirus getestet worden. (Bild: Keystone)
Ruhig und idyllisch: So logiert die Nati in Rom

Für ihren Aufenthalt in Rom hat sich die Schweizer Fussballnationalmannschaft eine ruhige Unterkunft weitab vom Hauptstadttrubel ausgesucht. Das Viersterne-Haus Sheraton Golf Parco de’Medici liegt rund 20 Minuten vom Zentrum entfernt. Die Unterkunft liegt in einer grosszügigen Gartenanlage, in der sich die Spieler nach den Trainings am Pool bestens entspannen können. Gleich neben dem Hotel gibt es einen Golfplatz. Keystone-SDA nahm noch vor der Ankunft der Spieler einen Augenschein vor Ort:

(Video: Keystone-SDA)
Darum waren so wenige Zuschauer in Baku

Obwohl über 30’000 Zuschauer zugelassen gewesen wären, sahen am Samstag offiziell nur 8782 Fans die Partie im Olympiastadion in Baku zwischen Wales und der Schweiz (1:1). Wegen der Restriktionen aufgrund der Corona-Pandemie reisten nur ein paar hundert Fans aus der Schweiz und Wales an.

Zwar wurden die Einreisebestimmungen für EM-Fans in Aserbaidschan erleichtert, die walisischen Fans müssen bei ihrer Rückkehr nach Grossbritannien aber in Quarantäne. Für viele Einheimische waren die Tickets, die zwischen 30 und 130 Franken kosten, zu teuer. Bei den beiden Spielen der Türkei werden aufgrund der geografischen Nähe deutlich mehr Zuschauer erwartet.

Dänemark verschiebt Training

Dänemarks Nationalteam hat nach dem Zusammenbruch von Starspieler Christian Eriksen das für Sonntag geplante Training zunächst verschoben. Auch alle Medienaktivitäten wurden gestrichen. Ausserdem bot der dänische Verband seinen Spielern psychologische Hilfe an, wie er am Tag nach der 0:1-Niederlage in Kopenhagen gegen EM-Neuling Finnland mitteilte.

Christian Eriksen wird auf dem Feld versorgt. (Foto: Key)

Eriksen war während des EM-Startspiels der Dänen kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit auf dem Platz kollabiert und musste reanimiert werden. Inzwischen ist der Zustand des 29-jährigen Offensivspielers von Inter Mailand nach Verbandsangaben stabil, er liegt in einem Spital in Kopenhagen. Laut Inter Mailands Geschäftsführer Beppe Marotta soll Eriksen wenige Stunden nach seinem Zusammenbruch eine Nachricht in den klubinternen Mannschaftschat geschickt haben.

Trotz des Vorfalls wurde die Partie nach einer 100-minütigen Unterbrechung auf Wunsch beider Mannschaften schliesslich fortgesetzt. Auch Eriksen, der sich über Facetime mit seinen Teamkollegen ausgetauscht haben soll, sprach sich für eine Fortsetzung der Partie aus.

Mit Zuspruch von Federer, Josi, Cologna und Co. zum Exploit

In einer Video-Botschaft hat die Schweizer Sportwelt am Tag des ersten EM-Auftritts dem Fussball-Nationalteam von Trainer Vladimir Petkovic die Unterstützung ausgesprochen.

Über den 20-fachen Grand-Slam-Sieger Roger Federer, zu den NHL-Stars Roman Josi, Timo Meier oder Nino Niederreiter und den Wintersportlern Wendy Holdener, Dario Cologna oder Andri Ragettli liess es sich die Schweizer Sportelite nicht nehmen, der SFV-Auswahl Glück zu wünschen. Tipps inklusive: «Nicht vergessen, tief spielen und hoch gewinnen», liess sich etwa Dario Cologna entlocken. Das 4:10 Minuten lange Video zeigt eins deutlich. Die Schweizer Sportwelt traut der Nationalmannschaft den grossen Exploit zu: «Brecht den Bann, holen wir endlich so einen Titel», sagte Fischer, Petkovics Pendant im Eishockey-Nationalteam.

Ritterorden für Henderson und Sterling

Die englischen Nationalspieler Jordan Henderson und Raheem Sterling werden mit dem britischen Ritterorden geehrt. Der 30-jährige Henderson erhält die Auszeichnung «Member of the British Empire» für besondere Dienste für Fussball und Wohltätigkeit während der Corona-Pandemie. Sterling (26) wird für seinen Einsatz für Gleichberechtigung und gegen Rassismus im Sport ausgezeichnet.

Beim MBE handelt es sich um die niedrigste der fünf Ordensstufen, die noch nicht zum Prädikat «Sir» berechtigt. Die Ritterehre erhalten haben etwa die englischen Weltmeister Sir Bobby Charlton und Sir Geoff Hurst, aber auch Jahrhundertfussball Pelé, der als ausländischer Würdenträger jedoch nur ehrenhalber aufgenommen werden konnte und ebenfalls auf das Sir verzichten muss. (sda)

Italien glänzt zum EM-Auftakt
(Alfredo Falcone/LaPresse via AP)

Im Eröffnungsspiel der EURO lässt Italien zum Auftakt ins Turnier die Muskeln spielen und gewinnt gegen eine überforderte Türkei diskussionslos mit 3:0. Und das vor rund 16’000 Zuschauern im römischen Stadion Olimpico.

Den ausführlichen Matchbericht finden Sie hier.

Russe Mostowoi positiv getestet

Auch Russland hat seinen ersten Corona-Fall. Der Flügelstürmer Andrej Mostowoi von Zenit St. Petersburg wurde positiv getestet und am Tag vor dem ersten Gruppenspiel in St. Petersburg gegen Belgien durch Roman Jewgenjew von Dinamo Moskau ersetzt.

 

Belgien zum Auftakt ohne De Bruyne
(AP Photo/Francisco Seco)

Belgien muss das erste EM-Gruppenspiel am Samstag gegen Russland ohne Kevin de Bruyne bestreiten. Der Mittelfeldstratege ist noch verletzt.

Der WM-Dritte und Mitfavorit Belgien ist gemäss übereinstimmenden Medienberichten ohne Schlüsselspieler Kevin de Bruyne nach St. Petersburg gereist, wo er am Samstag auf Gastgeber Russland (21 Uhr) trifft. Der 29-jährige Mittelfeldspieler von Manchester City hatte am 29. Mai im Final der Champions League gegen Chelsea einen Nasenbeinbruch sowie einen Bruch des Augenhöhlenbodens erlitten und musste operiert werden. De Bruyne hofft, im zweiten Spiel am kommenden Donnerstag gegen Dänemark (18 Uhr) einsatzfähig zu sein.

Der Veränderung von Vladimir Petkovic
(KEYSTONE/Ti-Press/Samuel Golay)

Nati-Coach Vladimir Petkovic ist kein Mann der vielen Worte. Aber er hat sich in den letzten zwei Jahren verändert. Das hat mit Personen im Hintergrund zu tun. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Italien ohne Lorenzo Pellegrini

Der Schweizer Gruppengegner Italien muss einen Tag vor dem EM-Eröffnungsspiel gegen die Türkei eine Kadermutation vornehmen. Lorenzo Pellegrini wird nach an die EURO reisen können. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Gareth Bale - Messias oder Judas?
(AP Photo/Darko Vojinovic)

Für die einen der Messias, für die anderen ein Judas. Die Karriere von Wales-Superstar Gareth Bale wandelt zwischen Heilsbringer und Hassfigur. Wieso das so ist, lesen Sie hier.

Die englischen Nationalspieler Jordan Henderson und Raheem Sterling werden mit dem britischen Ritterorden geehrt. Der 30-jährige Henderson erhält die Auszeichnung «Member of the British Empire» für besondere Dienste für Fussball und Wohltätigkeit während der Corona-Pandemie. Sterling (26) wird für seinen Einsatz für Gleichberechtigung und gegen Rassismus im Sport ausgezeichnet.

Beim MBE handelt es sich um die niedrigste der fünf Ordensstufen, die noch nicht zum Prädikat «Sir» berechtigt. Die Ritterehre erhalten haben etwa die englischen Weltmeister Sir Bobby Charlton und Sir Geoff Hurst, aber auch Jahrhundertfussball Pelé, der als ausländischer Würdenträger jedoch nur ehrenhalber aufgenommen werden konnte und ebenfalls auf das Sir verzichten muss.

1 Kommentar

  1. Ich finde es eine doofe EM. Wie kann und darf es sein, dass Mannschaften bevorzugt sind mit andauerndem Heimvorteil!
    Italien spielt Zuhause, Deutschland spielt Zuhause, Spanien auch! Was soll das??
    Das ist doch kein Wettbewerb so, wenn die Favoriten immer Zuhause vor eigenem Publikum spielen können.
    Auch wenn man ein Turnier zusammen plant, so das jeder die Heimvorteile genießen kann. Für mich unverständlich so etwas!Report

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