Der neue FCB-Besitzer, David Degen, gibt das erste Mal Auskunft, wie es um den FCB steht und was in Zukunft geplant ist. (Bild: Key)
Basel

Millionenloch und kein Sportchef – der FCB einen Monat nach dem Machtwechsel

Der FCB weist ein Defizit in zweistelliger Millionenhöhe auf und wird auch weiterhin ohne Sportchef auskommen müssen. Das und mehr sagt David Degen.

Seit einem Monat darf sich David Degen als neuer FCB-Besitzer vorstellen. Der Ex-Spieler hat in der Zwischenzeit vieles analysiert und bereits an den ersten Schrauben gedreht. Im grossen Interview mit der «BaZ» spricht Degen über das Millionenloch, den Sportchef, und den nächsten Titel.

28 Millionen Defizit

Die Aufbruchsstimmung, die nicht nur bei den Fans, sondern auch im Verein intern spürbar ist, dürfte von einer Aussage von David Degen stark gedämpft werden: «Wir haben in diesem Jahr ein strukturelles Defizit von gegen 28 Millionen Franken», sagt der Lampenberger im Interview.

Und weiter: «Es bedeutet, dass es auf vielen Ebenen sehr gut laufen muss, damit wir das auffangen können. Du kannst doch nicht bei minus 28 anfangen, so was existiert in meinem Denken gar nicht! Wir müssen schauen, wo der FCB gesund ist und wo nicht. Man ist zuletzt zu grosszügig mit Geld umgegangen. In zwei, drei Jahren muss der FCB an einem ganz anderen Punkt stehen. Da kann auch noch mal eine Pandemie kommen, das wird den Club nicht mehr vor solche Probleme stellen wie jetzt».

Die Reaktionen im Netz auf diese Hiobsbotschaft liessen nicht lange auf sich warten.

Um aus dem finanziellen Loch herauszukommen, soll sich der FCB in diversen Bereichen neu erfinden. In erster Linie möchte die neue Führung wieder mehr Saisonkarten verkaufen. Auf der FCB-Website und in den sozialen Medien erklärt der FCB als Ziel, 20’000 Karten zu verkaufen.

Für David Degen braucht es aber nicht nur die Fans: «Wir brauchen alle, damit wir diese Aufgabe meistern: die Spieler, die Geschäftsstelle, die Fans, die Medien, unsere Partner. Es geht nur gemeinsam». Eine Qualifikation für die UEFA Conference League wäre da natürlich hilfreich.

Weiterhin ohne Sportchef

Um das zu erreichen, braucht es eine wettbewerbsfähige Mannschaft. Diese wird auch weiterhin ohne Sportchef auskommen müssen. Eine Sport-Kommission, wie es sie unter Bernhard Burgener gab, existiert in dieser Form aber nicht mehr.

«Wir haben eine Technische Kommission ins Leben gerufen. Darin sitzen Christian Gross, Ruedi Zbinden, Philipp Kaufmann und ich. Wir haben mehrere Altersschichten und ganz verschiedene Blickwinkel. Da ist so viel Kompetenz und Erfahrung, dass wir zum Schluss gekommen sind, dass da gar kein eigentlicher Sportchef mit eigenen Ideen mehr reinpasst», sagt David Degen im Interview mit der Zeitung.

Christian Gross, rechts, und Ruedi Zbinden waren schon 2009 ein Team beim FCB. (Bild: Key)

5 Kommentare

  1. Im Gegensatz zu dem was uns Herr Burgener aufgetischt hat, fehlen 28 Millionen Schweizer Franken in der Kasse. Zudem erinnere ich mich, dass vor noch nicht so langer Zeit innerhalb kurzer Zeit 40 Millionen Schweizer Franken verbraten wurden. Das schreit für mich förmlich nach einer unabhängigen Untersuchungskommission.

    David Degen muss also mit einem Minus von 28 Millionen Schweizer Franken starten.

    Um an zusätzliche Gelder zu kommen sowie Einsparungen zu treffen, müssen Spieler verkauft und der Kader verkleinert werden.

    Da stellt sich die Frage, welcher Spieler wirft noch (einigermassen) Geld in die Kasse. Da muss man eben auch über den Schatten springen und einen Spieler verkaufen, den man von der Qualität her eigentlich gerne behalten würde.

    Die Kunst wird jetzt sein, dass man Spieler verpflichtet, die einerseits Qualität haben und andererseits das Budget (momentan) nicht gross belastet. Deshalb hat man wohl auch die Fühler nach einem Lars Mai, Destiny Udogie, Jordy Caicedo oder Gianluca Frabotta ausgestreckt, die man vorübergehend mittels Leihe und später allenfalls fix übernehmen könnte.

    Es wird für David Degen nicht einfach, aber das wusste er im Voraus. Nichtsdestotrotz glaube ich an ihn und sein Team dass es gut kommt.Report

  2. Das ist eine riesige Schweinerei. Burgener gehört zur Rechenschaft gezogen . Der Typ ist doch nicht normal echt . Zuerst behaupten das der Club Finanziell gut da steht und jetzt 28 Millionen Schulden. Er ist ein riesengrosser Lügner und ein Gauner. Sind die Millionen etwa in Indien, würde mich nicht wundern.Report

  3. Das wird mi nit verwundere ! Ych ha immer gsait, ass doh ebbis nit kha schtimme.
    Au wo plötzligg 40 Millione schiints. rübis schtübis verpulveret worde sinn, han-y d’Mainig kha, ass me das sett nohekontrolliere.
    Also nüt für Unguet, aber im Burgener sinni zwai Gschäftsfründe, Studhalter und Kerimov, wüsse joh au was es haisst,by Wasser und Brot gsibbti Luft z’schnuppere.Report

  4. ich bi e bitz verwirrt, denn wo vor nid langer Ziit de Burgener an sinere letschte PK Zahle vom FCB veröffentlicht het, isch doch alles no im Plus (öppe 50‘000 Stutz!!)gsi???
    het er ächt doch e 2. Buechhaltig gha???Report

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