(Bild: Keystone)
Schweiz

St. Galler können als erste Impfzertifikate beantragen

Seit Mittwoch können St. Gallerinnen und St. Galler ein nationales Impfzertifikat beantragen. Die Auslieferung soll ebenfalls bereits starten.

Der Kanton St. Gallen hat auf ein eigenes Impftool gesetzt und den Testbetrieb bereits absolviert.

Die St. Gallerinnen und St. Galler gehörten zu den ersten, die ein nationales Impfzertifikat in digitaler Form bekämen, teilte das kantonale Gesundheitsdepartement am Mittwoch mit. Die Auslieferung der Zertifikate beginne ebenfalls bereits am Mittwoch.

Als die Impfkampagne im Januar startete, setzte der Kanton St. Gallen für die Abwicklung auf eine eigene Lösung. Dieses Tool erlaube schnelle und flexible Anpassungen und habe bereits mit einer Schnittstelle zum Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) erweitert werden können.

Bundeslösung war nicht bereit

Ende Januar sei die Lösung des Bundes noch nicht bereit gewesen, schilderte Karin Faisst, Leiterin der kantonalen Präventivmedizin, gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA den Weg. Deshalb habe man sich für eine eigene Lösung (wir-impfen.ch) entschieden. Dafür wurde ein Tool des Kantonsspitals übernommen und weiterentwickelt.

Die Software werde inzwischen auch von den Thurgauer Hausärztinnen und Hausärzten eingesetzt. Mit dem Kanton Zürich habe es Gespräche gegeben, doch dann habe sich Zürich für eine Lösung entschieden, die der Kanton Bern entwickelt hatte.

Wer vollständig geimpft ist, bekommt im Kanton St. Gallen unmittelbar nach der Injektion ein Mail mit einem Impfnachweis. Im Mail findet sich neu auch ein Link, mit dem das nationale Impfzertifikat beantragt werden kann. Wer die Impfungen bereits früher absolviert hat, erhält ein Mail, das auf die Antragsseite weiterleitet. Dafür kann auch der QR-Code auf dem Impfnachweis eingescannt werden.

Gestaffelte Auslieferung

Aufgrund der zu erwartenden Menge von Anträgen erfolge die Auslieferung gestaffelt, heisst es in der Mitteilung. Das Zertifikat bekommt man ebenfalls per Mail. Noch offen ist, ob es irgendwann auch in Papierform und via Post bestellt werden kann.

Keine Rolle spielt bei diesem Ablauf das Impfbüchlein. Das sei kein offizielles Dokument, sondern diene vor allem als Information über die Impfungen, erklärte Faisst. Es habe ja auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Einen Eintrag gibt es deshalb nicht. Als Ersatz kann das ausgedruckte Zertifikat der Covid-19-Impfung ins Büchlein gelegt werden.

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