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Schweiz

Fallzahlen in Deutschland sinken markant

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Parahotellerie mit Rückgang von knapp 11 Prozent bei Logiernächten

Die Schweizer Parahotellerie musste 2020 einen Rückgang bei den Logiernächten hinnehmen. Eine höhere Nachfrage inländischer Gäste kompensierte den starken Einbruch bei den ausländischen Gästen immerhin teilweise.

Mehr dazu hier.

Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete Parahotellerie 2020 ein Minus von 11,3 Prozent. (Bild: Keystone)
London will Massnahmen laut Medienberichten doch verlängern

Der britische Premierminister Boris Johnson will Medienberichten zufolge die Corona-Massnahmen in England wegen der Ausbreitung der zunächst in Indien entdeckten Delta-Variante verlängern.

Der bislang für den 21. Juni geplante «Tag der Freiheit» solle um bis zu vier Wochen aufgeschoben werden, meldeten verschiedene britische Medien am Montag. Mit einer offiziellen Ankündigung des Regierungschefs wurde am Abend gerechnet.

Geplant war bislang, dass am Montag nächster Woche alle noch geltenden Kontaktbeschränkungen aufgehoben werden. Geschäfte und Gastronomie haben bereits seit Wochen wieder geöffnet. Die anderen Landesteile Schottland, Wales und Nordirland haben eigene Corona-Regeln, die sich jedoch nur geringfügig von denen in England unterscheiden.

Obwohl die britische Impfkampagne weit vorangeschritten ist und bereits mehr als 56 Prozent der Erwachsenen voll geimpft sind, hat die Delta-Variante die Infektionszahlen im Land wieder in die Höhe schnellen lassen. Nachdem wochenlang nur sehr wenig Neuinfektionen gezählt wurden, liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz nun wieder bei knapp 65. Der Wert spiegelt die Zahl der neuen Ansteckungen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche wieder.

Maskenpflicht in Dänemark quasi beendet

Die Däninnen und Dänen müssen von nun an kaum noch Mund-Nasen-Schutz tragen. Die seit Monaten im Kampf gegen das Coronavirus geltende Pflicht zum Tragen einer Maske oder eines Visiers ist zum Montag für fast alle Bereiche des öffentlichen Lebens aufgehoben worden.

Darauf hatten sich die Regierung und der Grossteil der Parlamentsparteien geeinigt. Einen solchen Corona-Schutz muss man in Dänemark jetzt nur noch im öffentlichen Nahverkehr tragen, wenn man dort nicht sitzt. Bis zum 1. September soll die Maske dann gänzlich verschwinden.

Lockerung in England auf der Kippe

Der britische Premier Boris Johnson will im Laufe des Tages seinen weiteren Fahrplan für die Corona-Maßnahmen bekanntgeben. Mit Spannung wird erwartet, ob am 21. Juni wie zunächst geplant alle noch geltenden Corona-Beschränkungen in England aufgehoben werden.

Grossbritanniens Premier Boris Johnson will am Montag eine Entscheidung treffen. (Bild: Keystone)

Wegen der Ausbreitung der zunächst in Indien entdeckten Delta-Variante des Virus gilt es zunehmend als unwahrscheinlich, dass der «Tag der Freiheit» am angepeilten Datum stattfinden wird. Durch die letzte geplante Lockerungsstufe könnten etwa Nachtclubs wieder öffnen und Theater wieder ihre Säle voll besetzen. Gastronomie und Geschäfte haben in England bereits seit Wochen wieder auf.

Corona-Zahlen in Deutschland weiter deutlich runter

Erstmals seit mehr als acht Monaten haben die Gesundheitsämter in Deutschland weniger als 1000 Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet.

So registrierte das staatliche an das Robert Koch-Institut (RKI) 549 neue Fälle, wie aus Zahlen vom Montagmorgen hervorgeht. Sie geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.01 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Zuletzt war die Zahl der Neuinfektionen pro Tag am 21. September mit 922 dreistellig.

Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland sinkt weiter. (Bild: Keystone)

Vor einer Woche hatte der Wert bei 1117 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Montagmorgen mit deutschlandweit 16,6 an (Vortag: 17,3, Vorwoche: 24,3).

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 10 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 22 Tote.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3’715’518 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3’580’600 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 89’844 angegeben.

Alain Berset: "Eine gute Nachricht für alle Hilfsbedürftigen"

Die «solide Mehrheit» für das Covid-19-Gesetz sei eine gute Nachricht für alle Personen und Unternehmen, die wegen der Pandemie noch Hilfe nötig haben. Das sagte Gesundheitsminister Alain Berset am Sonntag vor den Medien.

«Wir können ihnen jetzt sagen, dass die Hilfsgelder des Bundes und der Kantone wenn nötig über den September hinaus fliessen können», sagte Berset. Obwohl sich die gesundheitliche Situation verbessere, blieben wirtschaftliche Probleme weiterhin bestehen. Mehr dazu hier.

3'000 Gegner von Corona-Massnahmen demonstrieren in Zug

Rund 3’000 Corona-Massnahmen-Gegner haben sich am Abstimmungssonntag in Zug zu einer Kundgebung getroffen. Sie verlief bis zur ihrer Auflösung ab 17.30 Uhr ohne grössere Zwischenfälle, wie die Polizei mitteilte. Organisiert hatte die Kundgebung der Verein «Stiller Protest». Mehr dazu hier.

G7 einigt sich auf Impfversprechen und harten China-Kurs

Mit einem umfangreichen Impfversprechen an ärmere Länder und gemeinsamen Klimazielen haben die führenden westlichen Industriestaaten bei ihrem G7-Gipfel neue Einigkeit demonstriert. Zum Abschluss ihres dreitägigen Treffens im südenglischen Cornwall verständigten sich die Staats- und Regierungschefs am Sonntag auch auf einen härteren Kurs gegenüber China. Es gab allerdings auch Kritik an den Beschlüssen – vor allem an der Zusage von mindestens einer Milliarde Impfdosen im Kampf gegen die Corona-Pandemie bis Mitte nächsten Jahres. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hält sie für unzureichend.

60 Prozent sagen Ja zum Covid-19-Gesetz

Rückendeckung für die Corona-Politik des Bundes: Die Schweizer Stimmbevölkerung hat das Covid-19-Gesetz am Sonntag mit rund 60 Prozent angenommen. Am deutlichsten war die Zustimmung in der lateinischen Schweiz. Mehr dazu hier.

Kantonsergebnisse, Ständemehr, Volksmehr und Stimmbeteiligung vom Sonntag, 13. Juni 2021. (Grafik: Keystone)
Frankreich verdoppelt seine Impfstoff-Zusagen für ärmere Länder

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will Frankreich doppelt so viele Impfdosen für ärmere Länder zur Verfügung stellen als ursprünglich vorgesehen. Frankreich hat seine eigenen Zusagen in diesem Zusammenhang verdoppelt und erhöht ganz konkret von 30 auf 60 Millionen Dosen, die bis Ende des Jahres verteilt werden, sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Sonntag nach dem dreitägigen G7-Gipfel im englischen Cornwall.

Ziel sei es daher nun auch eine Einigung in der Frage der Patente und des geistigen Eigentums zu erzielen. Dies dürfe kein Hindernis für den allgemeinen Zugang zu Impfstoffen sein. Impfstoffe müssten ein globales öffentliches Gut sein. Auch Pharmaunternehmen müssten in die Pflicht genommen werden und ihre Preise transparent machen.

Die G7-Gruppe hatte sich darauf geeinigt, ärmeren Ländern mindestens eine Milliarde Dosen Impfstoff zur Verfügung zu stellen. Dies soll bis Juni 2022 sowohl über Spenden als auch über Zahlungen an das internationale Impfprogramm Covax geschehen.

Johnson lehnt Patentaufhebung bei Corona-Impfstoffen ab

Der britische Premierminister Boris Johnson lehnt eine Aufhebung von Patenten für die Herstellung von Corona-Impfstoffen weiterhin ab. Zentral sei, weltweit Produktionsstätten aufzubauen, vor allem in Afrika, sagte Johnson zum Abschluss des G7-Gipfels im südwestenglischen Cornwall. Auch Know-how müsse geteilt werden. Aber zugleich müssten Anreize für Innovationen geschützt werden, mahnte Johnson. Der richtige Weg sei es, Impfstoffe zum Selbstkostenpreis zu verteilen, wie es der britisch-schwedische Konzern Astrazeneca tut.

Johnson lobte, das Vakzin, das Astrazeneca gemeinsam mit der Universität Oxford entwickelt hat, sei der beliebteste Impfstoff der Welt. Mehr als eine halbe Milliarde Menschen sei geschützt wegen der Entwicklung des Impfmittels, das von der britischen Regierung finanziert worden sei. Dies sei ein Akt der Grosszügigkeit von Astrazeneca.

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, hatte am Vortag bei einer virtuellen Pressekonferenz die Teilnehmer des G7-Gipfels dringend dazu aufgerufen, den Patentschutz für Impfstoffe vorübergehend aufzuheben. Das sei essenziell, um grosse Teile der Weltbevölkerung bis zum nächsten Jahr vor dem Coronavirus zu schützen, so der WHO-Generaldirektor.

Taskforce Culture freut sich über Ja zu Covid-19-Gesetz

Die von der Kulturszene ins Leben gerufene Taskforce Culture hat sich über das Ja zum Covid-19-Gesetz gefreut. Die Unterstützungsmassnahmen seien notwendig und helfen, die kulturelle Vielfalt der Schweiz zu erhalten, sagte Alex Meszmer von der Koordinationsstelle Taskforce Culture und Geschäftsleiter von Suisseculture.

Die Kultur sei von den Covid-19-Massnahmen stark betroffen, sagte Meszmer der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Viele Kulturevents hätten für den Sommer abgesagt werden müssen, und das Planen sei bei so viel Unsicherheit schwierig.

Das Kulturangebot nehme erst jetzt wieder Fahrt auf. «Wir gehen davon aus, dass der Kulturbetrieb frühestens im Sommer 2022 wieder normal läuft, falls sich alles entwickelt wie gewünscht», sagte Meszmer. Das Covid-19-Gesetz ermögliche für viele Kulturschaffenden eine gewisse Sicherheit.

G7 will bei Suche nach Ursprung des Coronavirus nicht locker lassen

Die grossen Industrienationen (G7) wollen bei der Suche nach dem Ursprung des Coronavirus nicht locker lassen. In der Abschlusserklärung des G7-Gipfels im englischen Carbis Bay wurde am Sonntag, 13. Juni, eine «zeitnahe, transparente, von Experten geführte und wissenschaftlich basierte Studie» gefordert. Die Ermittlungen sollen von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als zweite Phase der ersten Ermittlungen im Januar und Februar in China organisiert werden.

Die Studie soll wie von den beteiligten Experten empfohlen auch in China stattfinden, heisst es im Text. Diese Formulierung scheint zumindest die Möglichkeit einzuschliessen, wie von China gefordert, zusätzlich auch noch anderswo zu ermitteln. Mit dieser Forderung will Peking seine These untermauern, dass das Virus nicht unbedingt aus China stammt, sondern auch aus dem Ausland gekommen sein könnte. Dahinter steckt die Sorge, für die Pandemie angeprangert zu werden.

G7 unterstützt ärmere Länder mit einer Milliarde Impfdosen

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie stellt die G7-Gruppe ärmeren Ländern mindestens eine Milliarde Dosen Impfstoff zur Verfügung. Dies geschehe bis Juni 2022 sowohl über Spenden als auch über Zahlungen an das internationale Impfprogramm Covax, sagte der britische Premierminister Boris Johnson am Sonntag nach dem Abschluss des Treffens im englischen Carbis Bay.

Im Abschlusskommuniqué heisst es, dass es Zusagen über 870 Millionen Impfdosen gebe, die möglichst schnell und zur Hälfte bis Jahresende vor allem über die internationale Impfplattform Covax an die bedürftigsten Länder ausgeliefert werden sollen. Seit dem virtuellen G7-Treffen im Februar seien ferner Milliarden an Finanzzusagen zum Kauf von Impfdosen gemacht worden, heisst es weiter.

Mit den direkten Spenden und den Finanzzusagen kommen laut Abschlusserklärung seit Beginn der Pandemie mehr als zwei Milliarden Impfdosen der G7 für die Verteilung zusammen. Auch Kanzlerin Angela Merkel hatte am Vortag von 2,3 Milliarden Impfdosen gesprochen. Hingegen hält die Weltgesundheitsorganisation (WHO) elf Milliarden für notwendig.

SVP gespalten in Bezug auf Ja zum Covid-19-Gesetz

Die SVP ist gespalten in Bezug auf das Ja der Stimmbevölkerung zum Covid-19-Gesetz. Die Partei freut sich zwar über die Unterstützung der wirtschaftlichen Massnahmen, kritisiert jedoch das Signal, das mit dem Ja ausgesendet wird, nämlich ein «Blankoscheck» für den Bundesrat. Das sagte die Genfer Nationalrätin Céline Amaudruz der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Aus den gleichen Gründen sei die Partei im Vorfeld der Abstimmung schon uneins gewesen, sagte sie. Die SVP hatte für den Urnengang zum Covid-19-Gesetz Stimmfreigabe beschlossen.

Ob die SVP das von der Jungpartei angekündigte Referendum gegen die Änderungen des Covid-19-Gesetzes unterstützen werde, ist noch unklar. Die Partei werde wie üblich zuerst über das Thema diskutieren und dann in einer Versammlung darüber abstimmen, sagte Amaudruz.

Johnson: G7 unterstützt ärmere Länder mit einer Milliarde Impfdosen

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie stellt die G7-Gruppe ärmeren Ländern mindestens eine Milliarde Dosen Impfstoff zur Verfügung. Dies geschehe sowohl über Spenden als auch über Zahlungen an das Impfprogramm Covax, sagte der britische Premierminister Boris Johnson am Sonntag nach dem Abschluss des Treffens in Carbis Bay. Wie sich die Zahl genau zusammensetzt, sagte Johnson zunächst nicht. Er hatte zuvor angekündigt, dass Grossbritannien 100 Millionen Dosen spendet, die aus dem eigenen Überschuss stammen.

Kundgebung von Corona-Massnahmen-Gegnern in Zug

Corona-Massnahmen-Gegner haben sich am Abstimmungssonntag in Zug zu einer Kundgebung getroffen. Laut der Polizei verläuft die bewilligte Kundgebung bislang friedlich. Die Teilnehmer versammelten sich hinter dem Bahnhof und marschierten gegen 13:45 Uhr los in Richtung Stierenmarktareal. Die Zuger Polizei konnte auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA keine Angaben zur Teilnehmerzahl machen, die Veranstalter hatten im Vorfeld mit mehreren tausend Personen gerechnet. Die Polizei stellte weitere Informationen gegen Abend in Aussicht.

Corona-Massnahmen-Gegner haben sich am Abstimmungssonntag in Zug zu einer Kundgebung getroffen. (Bild: Keystone)

Organisiert hatte die Kundgebung der Verein «Stiller Protest». Auf dem Stierenmarktgelände sollen verschiedene Reden gehalten werden. Bereits am Samstag hatten sich in Luzern rund 400 Corona-Massnahmen-Gegner zu einer Kundgebung getroffen. Im Vorfeld rief eine linke Gruppierung zum Gegenprotest auf, die Polizei konnte eine Konfrontation der beiden Gruppen aber verhindern.

SP wertet Ja zu Covid-19-Gesetz als Ja zur Bundesratspolitik

Die SP wertet das klare Ja zum Covid-19-Gesetz als klare Unterstützung der wirtschaftlichen Massnahmen sowie als Ja zur Politik des Bundesrats. «Das Ja zum Gesetz darf auch als Ja zur Bewältigung der Krise interpretiert werden», sagte Barbara Gysi, St. Galler Nationalrätin und Vizepräsidentin der SP Schweiz.

Barbara Gysi, St. Galler Nationalrätin und Vizepräsidentin der SP Schweiz. (Bild: Keystone)

Zudem habe die Bevölkerung mit der Zustimmung zum Gesetz ihre Solidarität mit den von der Covid-19-Pandemie betroffenen Betrieben und Branchen ausgedrückt, sagte Gysi am Sonntag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Deshalb sei sie sich sicher, dass das Gesetz auch in einer nächsten Abstimmung angenommen würde, sagte Gysi im Hinblick auf das von der Jungen SVP angekündigte Referendum gegen die Änderungen im Gesetz seit vergangenem März.

Freunde der Verfassung wollen weiter gegen Covid-19-Gesetz kämpfen

Die Freunde der Verfassung haben sich am Sonntag, 13. Juni, enttäuscht ob der klaren Zustimmung zum Covid-19-Gesetz gezeigt. Sie wollen jedoch zur «Wiederherstellung der Volkssouveränität» weiter gegen das Covid-19-Gesetz kämpfen. Der Verein werde das Referendum gegen die Änderungen des Covid-19-Gesetzes vom letzten März unterstützen, sagte Werner Boxler, Co-Präsident des Vereins, der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

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(Bild: Keystone)
Junge SVP kündigt Referendum gegen neues Covid-19-Gesetz an

Die Junge SVP will Unterschriften sammeln gegen die Neuerungen im Covid-19-Gesetz vom 19. März. Das hat die Partei am Sonntag angekündigt. Die Schweizer Stimmbevölkerung hat klar Ja gesagt zur Vorlage. «Wir erwarten bei einem erneuten Referendum ein Nein, da sich die Befürworter nicht mehr hinter den Finanzhilfen verstecken können», sagte David Trachsel, Präsident der Jungen SVP, der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Sonntag auf Anfrage.

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Polizei löst mehrere Open-Air-Partys in Paris auf

Die Pariser Polizei hat am Wochenende mehrere illegale Open-Air-Partys aufgelöst. Am Freitag- und Samstagabend versammelten sich Hunderte Menschen auf der Esplanade vor dem Invalidendom und feierten. Hygiene- und Abstandsregeln seien nicht beachtet worden, so die Pariser Polizeipräfektur. Medien berichteten, es habe zuvor einen Aufruf in sozialen Netzwerken gegeben. Auf Videos war zu sehen, wie zahlreiche junge Menschen ohne Masken und Abstand tanzten.

Die Polizei griff jeweils etwa gegen 23 Uhr ein. Die Einsatzkräfte berichteten am Samstagabend von mehreren Festnahmen. Menschen hätten auch am Park Jardin des Tuileries oder auf dem Square Tino Rossi an der Seine gefeiert. In Frankreich gilt wegen der Corona-Pandemie ab 23 Uhr eine abendliche Ausgangssperre. Dann dürfen sich Menschen nur noch mit triftigem Grund draussen aufhalten. Es dürfen sich im öffentlichen Raum ausserdem nicht mehr als zehn Menschen versammeln.

2. Hochrechnung: 61 Prozent sagen Ja zum Covid-19-Gesetz

Die Schweizer Stimmbevölkerung stellt sich hinter die Corona-Politik von Bundesrat und Parlament. Auch gemäss der zweiten Hochrechnung von gfs.bern im Auftrag der SRG ist das Covid-19-Gesetz deutlich mit 61 Prozent angenommen worden. Die Zustimmung kommt nicht überraschend: Die letzten Umfragen von SRG und Tamedia waren von einem Ja zwischen 64 und 69 Prozent ausgegangen. Alle Parteien ausser der SVP sowie die Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften hatten sich für das Gesetz ausgesprochen.

Der Urnengang zum Bundesgesetz über die gesetzlichen Grundlagen für Verordnungen des Bundesrates zur Bewältigung der Covid-19-Epidemie war nötig geworden, nachdem der Verein «Freunde der Verfassung» im Januar das Referendum eingereicht hatte. Er argumentierte, dass notrechtliche Kompetenzen des Bundesrates während der Pandemie nicht nachträglich legitimiert werden dürften.

Zudem verleihe das Gesetz dem Bundesrat zu viel Macht. Die Gegner bezeichnen das Gesetz auch sonst als unnötig. Der grösste Teil befasse sich mit Finanzierungsleistungen, die der Bundesrat mit Bundesbeschlüssen regeln könnte.

Merkel: «Erheblicher Beitrag» zur Impfstoffverteilung aus Deutschland

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat einen «erheblichen Beitrag» aus Deutschland bei der Verteilung von Corona-Impfstoffen zugesichert. «Deutschland zeichnet verantwortlich für 350 Millionen Dosen», sagte Merkel am Sonntag, 13. Juni, zum Abschluss des G7-Gipfels im südwestenglischen Cornwall. Dazu gehörten 30 Millionen Dosen, die Deutschland bestellt habe und weitergeben werde. «Das werden vermutlich im Laufe der Zeit noch mehr», sagte Merkel. Sie verwies auf Lieferprobleme der Impfstoffhersteller.

Bundeskanzlerin Angela Merkel. (Bild: Keystone)

Der grösste Teil des deutschen Beitrags laufe über das Impfprogramm Covax. Dort sei Deutschland der zweitgrösste Geber. Covax finanziert mit dem Geld etwa die Herstellung von Impfstoffen und den Aufbau von Produktionsstätten.

Ziel sei, den Zugang aller Menschen zu Impfstoffen sicherzustellen, sagte Merkel. Die G7-Gruppe sei sich «einig, dass die Pandemie nur global besiegt werden kann. Der Weg aus der Pandemie sind Impfstoffe», sagte Merkel. Die Kanzlerin bekräftigte, dass die G7-Gruppe bis Ende 2022 insgesamt 2,3 Milliarden Impfdosen verteilen wolle. «Deutschland beteiligt sich in erheblichem Masse.»

Tausende neue Corona-Fälle in Moskau

Angesichts drastisch steigender Corona-Zahlen in der russischen Hauptstadt Moskau wollen die Behörden mehr Anreize für eine Impfung schaffen. Bis Mitte Juli werden unter Leuten, die sich erstmals impfen lassen, jede Woche fünf Autos verlost, wie Bürgermeister Sergej Sobjanin am Sonntag in seinem Blog schrieb. «Der Hauptgewinn für diejenigen, die sich impfen lassen, ist natürlich nicht mit einem Auto gleichzusetzen – es ist Ihre eigene Gesundheit.» Für ältere Menschen in Moskau gibt es bereits Geschenkgutscheine nach einer Immunisierung.

Am Sonntag meldeten die Behörden rund 7’700 Neuinfektionen in der 12-Millionen-Einwohner-Metropole – so viele wie seit Ende Dezember nicht mehr. In Europas grösster Stadt gelten deshalb wieder Beschränkungen, um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern. Sobjanin ordnete arbeitsfreie Tage bis zum kommenden Sonntag an. Zudem müssen öffentliche Spielplätze schliessen. Restaurants und Clubs dürfen zwischen 23 Uhr und 6 Uhr keine Gäste mehr empfangen.

Cancelo liefert positiven Corona-Test

Portugals Joao Cancelo ist kurz vor dem EM-Auftakt des Titelverteidigers am Dienstag gegen Ungarn positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dem 27-jährigen Verteidiger von Manchester City geht es gemäss Mitteilung des portugiesischen Fussballverbandes (FPF) gut. Cancelo begab sich nach dem positiven Testresultat umgehend in Budapest in Isolation. Für ihn rückte U21-Nationalspieler Diogo Dalot (22) von der AC Milan nach.

Portugals Joao Cancelo (links) ist kurz vor dem EM-Auftakt des Titelverteidigers am Dienstag gegen Ungarn positiv auf das Coronavirus getestet worden. (Bild: Keystone)
Ex-Premier Brown: G7 hat bei Impfstoffverteilung moralisch versagt

Der britische Ex-Premierminister Gordon Brown hat die Ankündigung der G7-Gruppe scharf kritisiert, mindestens eine Milliarde Impfdosen gegen das Coronavirus zu spenden. «Dieser Gipfel wird als unverzeihliches moralisches Versagen in die Geschichte eingehen», sagte Brown am Sonntag dem Sender Sky News. «Als wir elf Milliarden Impfdosen brauchten, haben wir einen Plan für eine Milliarde angeboten bekommen.» Dabei hätten die reichsten Länder die Macht, etwas zu verändern. Es fehle zudem ein verständlicher Plan, wie die Impfmittel verteilt werden – kurzum, der Gipfel sei eine verpasste Gelegenheit, sagte Brown.

Der britische Ex-Premierminister Gordon Brown hat die Ankündigung der G7-Gruppe scharf kritisiert, mindestens eine Milliarde Impfdosen gegen das Coronavirus zu spenden. (Bild: Keystone)

«Wir werden ein riesiges Problem der Spaltung bekommen zwischen den reichsten Ländern, die geschützt sind, und den ärmsten Ländern, die nicht geschützt sind», sagte Brown, der von 2007 bis 2010 Premierminister war. «Dann aber wird das Problem wieder die reichsten Länder heimsuchen, weil wir dann eine Ansteckungsgefahr haben, die wegen Mutationen und Varianten sogar die Menschen treffen wird, die eigentlich geimpft sind.»

Optimismus in der Schweizer Hotellerie-Branche

In der Hotellerie ist unterdessen wieder Optimismus eingekehrt. «Dieser Sommer dürfte noch besser werden als der letzte. Damit hätte ich nicht gerechnet», zitiert die «NZZ am Sonntag» Andreas Züllig, Präsident des Verbandes Hotelleriesuisse. Graubünden und das Tessin könnten auf eine gute Saison hoffen. Auch für die Stadthotellerie sehe es wieder besser aus. Der letzte Öffnungsschritt des Bundesrates vom 31. Mai habe der Branche wieder Leben eingehaucht.

Die Erholung könne sogar schneller gehen als ursprünglich gedacht, sagte Martin von Moos, Präsident des Zürcher Hoteliervereins. Das Forschungsinstitut BAK Economics stützt diese Beobachtung. Das Covid-Zertifikat könnte den Markt zusätzlich ankurbeln.

Badeferien am Mittelmeer locken nach über einem Jahr Pandemie

Nach Lockerung der Corona-Massnahmen und Aufhebung zahlreicher Restriktionen im Reiseverkehr entdeckt die Schweizer Bevölkerung wieder ihre Reiselust. Laut dem Reisebarometer des TCS kann sich jeder zweite Schweizer und jede zweite Schweizerin vorstellen, in den nächsten Monaten ins Ausland zu fahren, wie die «SonntagsZeitung» schreibt. Nach über einem Jahr Pandemie locken Badeferien am Mittelmeer. Zu beachten bleibt, dass einzelne Restriktionen bei Reisen noch immer in Kraft sind. So verlangt zum Beispiel Italien nach wie vor einen negativen Covid-Test und ein Passagier-Lokalisierungs-Formular.

Die beliebtesten Destinationen sind Italien, Griechenland und Frankreich. (Symbolbild: Keystone)
Neue Impfpläne der G7-Staaten als "Ablenkungsmanöver" kritisiert

Die Überlegungen der reichen Industrienationen (G7) für eine Verteilung von 2,3 Milliarden Impfdosen an ärmere Länder bis Ende nächsten Jahres sind als «Ablenkungsmanöver» und unzureichend kritisiert worden. Entwicklungsorganisationen sprachen am Sonntag auf dem G7-Gipfel im englischen Carbis Bay in Cornwall von einem «Verwirrspiel mit Zahlen». Auch die neuen Pläne gingen angesichts der benötigten elf Milliarden Impfdosen nicht weit genug.

«Das hört sich besser an, als es ist», sagte Fiona Uellendahl vom Kinderhilfswerk World Vision. Es reiche bei weitem nicht. «Die G7 werfen eine Nebelkerze.» Sie wollten davon ablenken, dass sie gegen eine Freigabe des Patentschutzes seien. «Ein globaler Plan zur Bekämpfung der Pandemie sieht anders aus.» Langfristig müsse in Forschung und Produktion in den ärmeren Ländern investiert werden. Mehr dazu hier.

Angela Merkel blockiert nach wie vor eine Aussetzung des Patentschutzes. (Bild: Keystone)
WHO-Chef: Bis nächstes Jahr 70 Prozent der Weltbevölkerung impfen

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, will mit Hilfe der G7-Staaten innerhalb eines Jahres mindestens 70 Prozent der Weltbevölkerung zu einer Corona-Impfung verhelfen. Dieses Ziel solle bis zum nächsten G7-Gipfel in Deutschland 2022 erreicht werden, sagte der WHO-Chef beim Treffen der führenden westlichen Wirtschaftsmächte im englischen Cornwall bei einer virtuellen Pressekonferenz am Samstag. Dazu seien jedoch weit grössere Anstrengungen notwendig als bislang geplant. Er sei aber überzeugt, dass dieses Ziel erreichbar sei, so Tedros weiter. Die Produktionskapazitäten könnten bis dahin entsprechend erhöht werden.

G7 will Verteilung von 2,3 Milliarden Impfdosen ermöglichen

Deutschland und die anderen G7-Staaten wollen nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel bis 2022 die Verteilung von insgesamt 2,3 Milliarden Dosen Corona-Impfstoff an Entwicklungsländer ermöglichen. Die G7-Gruppe habe eine globale Verantwortung, sagte Merkel am Samstag am Rande des G7-Gipfels im südwestenglischen Carbis Bay. Ein finaler Beschluss der Teilnehmer lag aber zunächst noch nicht vor.

Unklar war auch, wie sich die Verteilung der 2,3 Milliarden Dosen zusammensetzt. Als möglich galt, dass es sich teils um Spenden handelt, aber auch die Finanzierung von Impfstoffen und der Aufbau von Produktionsstätten in die Berechnung mit einfliessen. Zuvor war eine Impfstoffspende der G7-Gruppe von mindestens einer Milliarde Dosen im Gespräch.

 1,6 Milliarden Euro flossen ins Impfprogramm Covax

Bisher hat Deutschland nach Angaben von Entwicklungsminister Gerd Müller 2,2 Milliarden Euro für die globale Initiative zur Bewältigung der Corona-Pandemie ACT-A beigetragen, die Corona-Impfstoffe, Medikamente und Tests fördert. Nach Angaben der Bundesregierung flossen 1,6 Milliarden Euro ins Impfprogramm Covax. Damit sei die Lieferung von mehr als 320 Millionen Impfdosen an Entwicklungsländer möglich gemacht worden. Die EU hat demnach auf verschiedenen Wegen mehr als 600 Millionen Impfdosen ermöglicht. Im Jahr 2021 hätten EU-Unternehmen etwa die Hälfte ihrer Produktion – 270 Millionen Impfdosen – weltweit exportiert.

Johnson zweifelt an kompletter Lockerung zum 21. Juni

Der britische Premierminister Boris Johnson hat Zweifel an der für den 21. Juni geplanten Aufhebung aller restlichen Corona-Beschränkungen in England erkennen lassen. Auf die Frage, ob er nun weniger optimistisch sei als noch Ende Mai, sagte Johnson am Samstag dem Sender Sky News: «Ja, das ist sicherlich angemessen.» Die Ausbreitung der zunächst in Indien entdeckten Delta-Variante des Virus sei sehr beunruhigend. Diese Variante werde leichter übertragen. Es stimme auch, dass Fallzahlen und Zahl der Krankenhausaufenthalte stiegen. Inwieweit sich das auf die Zahl der Todesopfer auswirke, lasse sich noch nicht sagen.

Grossbritanniens Premier Boris Johnson hegt Zweifel, ob eine Aufhebung aller Corona-Massnahmen noch angemessen ist. (Bild: Keystone)

Johnson will am Montag bekanntgeben, wie sein weiterer Fahrplan aussieht. Eigentlich sollen die letzten Beschränkungen in England am 21. Juni aufgehoben werden. Dann könnten zum Beispiel auch Nachtclubs wieder öffnen und Theater ihre Säle wieder voll besetzen. Gastronomie und Geschäfte haben bereits seit Wochen wieder auf. Nach Angaben der Nachrichtenagentur PA wird damit gerechnet, dass Johnson einen Aufschub um bis zu vier Wochen verkünden wird.

Die anderen Landesteile Schottland, Wales und Nordirland entscheiden eigenständig über ihre Corona-Massnahmen. Sie unterscheiden sich allerdings nur im Detail. Teils wurden geplante Lockerungen wegen der Ausbreitung der Delta-Variante bereits verschoben.

Corona-Massnahmen-Gegner ziehen durch Luzern

Rund 400 Personen sind am Samstagnachmittag durch die Stadt Luzern gezogen und haben gegen die Corona-Massnahmen demonstriert. Im Vorfeld rief eine linke Gruppierung zum Gegenprotest auf.

Laut einer Schätzung der Luzerner Polizei waren rund 400 Personen anwesend, wie es auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA hiess. Beide Kundgebungen waren nicht bewilligt. Nach 13.45 Uhr zogen laut einer Keystone-SDA-Reporterin vor Ort einige hundert Personen – meist ohne Masken – über die Seebrücke zum Kapellplatz und dann durch die Altstadt.

Die Polizei war mit einem Grossaufgebot vor Ort. Sie hatte die Kundgebung erwartet und bereitete sich entsprechend vor. Am Freitag bat sie in einer Medienmitteilung und auch auf Twitter, den Aufrufen zu den unbewilligten Kundgebungen nicht zu folgen.

Mehrere Fälle der Virusvariante Delta an Kunsthochschule in Strassburg

An einer Kunsthochschule in Strassburg sind mehrere Fälle der besonders ansteckenden Coronavirus-Variante Delta entdeckt worden. Die regionale Gesundheitsbehörde erliess am Samstag eine Reihe von Notfallmassnahmen, um die Lage unter Kontrolle zu halten. Demnach haben sich im Umfeld der Kunst- und Musikhochschule Haute école des arts du Rhin in der Elsass-Metropole nahe der deutschen Grenze mehrere Menschen mit der Corona-Variante infiziert, die zunächst in Indien bekannt wurde.

Um wie viele Infektionen es sich handelt, wurde zunächst nicht bekannt. Nach einem Bericht der Zeitung «Dernières Nouvelles d’Alsace» ist die Schule bereits seit Donnerstag geschlossen. Die Delta-Variante trat zuletzt auch verstärkt in der Region Nouvelle-Aquitaine im Südwesten Frankreichs auf.

Wieder deutlich mehr Corona-Neuinfektionen in Moskau

In der russischen Hauptstadt Moskau wächst die Sorge vor weiter steigenden Corona-Zahlen. Am Samstag meldeten die Behörden 6700 Neuinfektionen – der höchste in diesem Jahr gemessene Wert binnen eines Tages. Bürgermeister Sergej Sobjanin erwartet den Höhepunkt spätestens im Juli. «Viele Moskauer liegen auf der Intensivstation und werden künstlich beatmet», sagte er im Staatsfernsehen. Die Gefahr einer Ansteckung sei gross. Zahlen nannte er nicht. Die Behörden in der 12-Millionen-Einwohner-Metropole wollen nun verstärkt kontrollieren, ob etwa Schutzmasken in der U-Bahn oder beim Einkaufen getragen werden.

Obwohl Russland seinen eigenen Impfstoff hat, wollen sich viele Russen nicht impfen lassen. (Bild: Keystone)

Sobjanin warb einmal mehr für Corona-Impfungen. «Das ist sehr wichtig, besonders für ältere Menschen.» Obwohl Russland mit seinen 146 Millionen Einwohner drei eigene Impfstoffe entwickelt hat, wollen sich viele Russen nicht impfen lassen. In Moskau gibt es seit Monaten kaum noch Beschränkungen. Zur Fussball-Europameisterschaft öffnete am Freitag eine Fanzone. Landesweit wurden am Samstag 13’500 Neuinfektionen gemeldet – so viele wie seit Februar nicht mehr.

Zahl der registrierten Neuinfektionen in Indien sinkt

In Indien ist die Zahl der offiziell registrierten Corona-Neuinfektionen auf den niedrigsten Stand seit mehr als zwei Monaten zurückgegangen. In dem von der Pandemie stark betroffenen Land mit mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern steckten sich innerhalb von 24 Stunden mindestens 84’332 Menschen mit dem Virus an, wie das Gesundheitsministerium am Samstag in Neu Delhi mitteilte. Die Zahl der Toten lag den Angaben zufolge mit 4002 vergleichsweise hoch.

Grund für diese Entwicklung war auch, dass Bundesstaaten wie Maharashtra nach einer Prüfung die Zahlen der seit März erfassten Todesopfer nach oben korrigierten. Diese Zahlen flossen in den Tageswert ein. Geprüft werden die Angaben, weil der Verdacht besteht, dass die Corona-Todeszahlen bisher zu niedrig angegeben wurden. Bislang sind nur etwa 3,5 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen Covid-19 geimpft.

Die Fallzahlen in Indien sinken wieder. (Bild: Keystone)

Vor der heftigen zweiten Infektionswelle im Februar gab es in Indien rund 10 Millionen bekannte Corona-Infektionen. Inzwischen sind es mehr als 29 Millionen. In absoluten Zahlen gibt es nur in den USA mehr erfasste Fälle. Nachdem die Zahl der Neuinfektionen zuletzt deutlich zurückging, haben einige Regionen begonnen, Schutzmassnahmen zu lockern. Dazu gehören auch die Hauptstadt Neu Delhi und das Finanzzentrum Mumbai.

Kanton Bern hat 238'000 Covid-19-Impfzertifikate ausgestellt

Der Kanton Bern hat zwischen Donnerstag und Samstagvormittag rund 238’000 Covid-19-Impfzertifikate ausgestellt. Damit ist die Ausgabe von Zertifikaten an die bisher vollständig geimpften Personen im Kanton Bern in der Nacht auf Samstag abgeschlossen worden.

Sämtliche vollständig geimpften Personen im Kanton Bern, die ihr Einverständnis für ein Zertifikat gegeben hätten, verfügten nun über den SMS-Zugangscode zum Impfzertifikat, teilte die kantonale Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion am Samstagmorgen mit.

Im Kanton Bern haben alle vollständig geimpften Personen den SMS-Zugangscode zum Impfzertifikat erhalten. (Bild: Keystone)

Ab Samstag würden alle weiteren Zertifikate nach Abschluss der Impfdokumentation automatisiert erstellt.

Personen, die sich nachträglich für das Zertifikat entscheiden, können dieses über die Internetseite des Kantons Bern respektive das dort zugängliche Vacme-Portal beantragen. Vacme ist die Impfapplikation des Kantons Bern. Auf dem zur Impfung vorhandenen Blog ist eine bebilderte Beschreibung zu finden.

Entwicklungsorganisationen kritisieren Gesundheitspläne der G7-Länder

Die Gesundheitspläne der grossen Industrienationen (G7) sind bei Entwicklungsorganisationen auf Kritik gestossen. Vor allem wurde bemängelt, dass die G7-Staaten grundsätzliche Probleme nicht angingen, die verhinderten, dass die grosse Mehrheit der Menschen Zugang zu Impfstoffen bekomme. Am zweiten Tag des G7-Gipfels im englischen Badeort Carbis Bay bekräftigten Hilfsorganisationen am Samstag ihre Forderung nach Aufhebung der Patentrechte, um die Produktion von Vakzinen auch in armen Ländern zu fördern.

«Es ist begrüssenswert, dass die G7 konkrete Schritte planen, um künftige Pandemien schneller zu beenden, aber das Fehlen dringender Massnahmen zur Beendigung der aktuellen Krise ist unverzeihlich», sagte Jörn Kalinski von Oxfam zu der «Gesundheitserklärung von Carbis Bay», die die G7-Staaten am Sonntag verabschieden wollen. «Gerade schnellen die Infektionsraten in vielen afrikanischen Ländern in die Höhe und die G7-Gruppe glaubt immer noch, dass verspätete Impfstoffspenden die Situation retten.»

G7 beraten über Gesundheit, Wirtschaft und Aussenpolitik

Die G7-Gruppe westlicher Wirtschaftsmächte setzt ihren Gipfel im englischen Cornwall am Samstag mit Beratungen über Wirtschaftsfragen, Gesundheit und Aussenpolitik fort. Dabei dürfte das zentrale Thema die Pandemiebekämpfung sein. Die G7 will den ärmeren Ländern eine Milliarde Impfdosen spenden, um den Kampf gegen die Pandemie voranzutreiben. Die USA wollen 500 Millionen Dosen beitragen, die britischen Gastgeber 100 Millionen, der deutsche Beitrag war bis Freitagabend noch offen.

Ausserdem dürfte es am zweiten von drei Gipfel-Tagen um die Frage gehen, ob der Patentschutz für Impfstoffe ausgesetzt werden soll, um deren Produktion in Entwicklungsländern zu fördern. Die US-Regierung hatte die Diskussion darüber angestossen. Bundeskanzlerin Angela Merkel stemmt sich dagegen. Zu den prinzipiellen Befürwortern gehört neben US-Präsident Joe Biden unter anderem der französische Präsident Emmanuel Macron. Mehr dazu hier.

Millionen Impfdosen von Johnson & Johnson unbrauchbar

Nach einer Produktionspanne in einem US-Werk muss der Corona-Impfstoff-Hersteller Johnson & Johnson Millionen Impfdosen vernichten.

Mehrere Chargen im Umfang von jeweils mehreren Millionen Dosen seien wegen einer möglichen Kontamination unbrauchbar, teilte die Arzneimittelbehörde FDA am Freitag mit.

Weder die FDA noch der Hersteller nannten eine genaue Zahl. Die «New York Times» berichtete unter Berufung auf informierte Kreise, dass 60 Millionen Impfdosen betroffen seien.

Unter Berufung auf informierte Kreise seien 60 Millionen Impfdosen betroffen. (Bild: Keystone)
«Gesundheitserklärung»: G7-Staaten wollen neue Pandemie verhindern

Die Gruppe der grossen Industrienationen (G7) will eine neue Pandemie mit allen Mitteln verhindern. Dazu wollen die Staats- und Regierungschefs bei ihrem Gipfel in Südwestengland eine «Gesundheitserklärung von Carbis Bay» verabschieden, wie der britische G7-Vorsitz in der Nacht zum Samstag mitteilte. Vorgesehen sei, die Entwicklung von Impfstoffen, Behandlungsmethoden und Diagnosen für künftige Krankheiten auf unter 100 Tage zu drücken.

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FDA gibt Impfstoff aus umstrittener US-Fabrik nur teilweise frei

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat den in einer umstrittenen Produktionsstätte in Baltimore hergestellten Coronavirus-Impfstoff des US-Unternehmens Johnson & Johnson zunächst nur teilweise freigegeben. Zwei Ladungen könnten mit angepassten Regelungen in den USA zum Einsatz kommen oder exportiert werden, teilte die FDA am Freitag mit. «Mehrere andere Ladungen» seien dagegen unter anderem wegen möglicher Verunreinigung nicht mehr benutzbar, weitere Ladungen würden noch untersucht.

Um wie viele Ladungen es sich dabei insgesamt genau handelt und wie viele Impfdosen jede Ladung enthält, teilte die FDA zunächst nicht mit. US-Medien berichteten, dass rund zehn Millionen Impfdosen freigegeben wurden und rund 60 Millionen entsorgt werden müssten.

Die Fabrik in der Ostküstenmetropole Baltimore war zuvor von Astrazeneca an den Konkurrenten Johnson & Johnson gegangen. Medienberichten zufolge hatte die US-Regierung Johnson & Johnson in einem ungewöhnlichen Schritt in die Verantwortung gedrängt, nachdem wegen eines Produktionsfehlers an dem Standort Millionen Impfdosen entsorgt werden mussten. Auslöser war den Berichten zufolge, dass Inhaltsstoffe der beiden Impfstoffe vermischt worden waren.

Bei einer Überprüfung der vom US-Biopharma-Unternehmen Emergent Biosolutions betriebenen Produktionsstätte hatte die FDA zahlreiche Mängel entdeckt. Derzeit pausiert die Produktion. Die Fabrik sei noch nicht wieder freigegeben, hiess es am Freitag von der FDA.

Bundesrat plant weitere Corona-Lockerungen vor den Sommerferien

Der Bundesrat plant einen weiteren grösseren Öffnungsschritt vor der Sommerpause. Ab 28. Juni soll die Maskenpflicht im Freien aufgehoben werden. Beizer sollen mehr Personen bewirten können. Auch Discos sollen für Personen mit Covid-Zertifikat wieder zugänglich sein.

Alles zu den geplanten Lockerungen können Sie hier nachlesen.

Bundesrat Alain Berset und Bundesratspräsident Guy Parmelin an der Medienkonferenz am Freitag in Bern. (Bild: Keystone)
Weisses Haus: Biden begrüsst G7-Pläne für Impfspende als historisch

US-Präsident Joe Biden hat die Pläne der G7-Gruppe zur Spende von einer Milliarde Corona-Impfdosen für ärmere Länder nach Angaben des Weissen Hauses als historisch begrüsst.

Diese Verpflichtung bilde die Grundlage für ein umfassendes Paket von G7-Massnahmen zur Beendigung der Pandemie im nächsten Jahr, teilte das Weisse Haus am Freitag zum Auftakt des Gipfels sieben führender Industriestaaten im südwestenglischen Cornwall mit.

Die britische Regierung als Gipfel-Gastgeber hatte davor mitgeteilt, dass die G7 ärmeren Staaten mit einer Milliarde Impfdosen helfen wolle. Die bis nächstes Jahr geplante Unterstützung solle sowohl durch Verteilung als auch durch Finanzierung von Impfstoff möglich werden.

Das Weisse Haus teilte mit, der Aktionsplan, der bei dem dreitägigen Treffen beschlossen werde, umfasse die Impfung der weltweit am stärksten gefährdeten Menschen, die Bereitstellung von Notvorräten und die Unterstützung des weltweiten wirtschaftlichen Aufschwungs.

Die Staats- und Regierungschefs der wirtschaftsstarken Demokratien kamen am Freitag erstmals seit zwei Jahren wieder persönlich zusammen. (Bild: Keystone)

Bestandteil seien auch Massnahmen, damit sich die internationale Gemeinschaft auf künftige Pandemien vorbereiten und diese verhindern, erkennen sowie darauf reagieren könne. Die USA – die eine Spende von einer halben Milliarde Impfdosen angekündigt haben – würden die G7-Staaten in einer globalen Impfkampagne anführen.

«Die Vereinigten Staaten bleiben dem Ziel verpflichtet, Leben zu retten und die Covid-19-Pandemie jetzt zu beenden», hiess es in der Mitteilung weiter. «Wir rufen andere Länder und Partner aus dem Privatsektor auf, dieses Ziel zu unterstützen.»

Zulassungsantrag für Moderna-Impfstoff ab 12 Jahren

Das Heilmittelinstitut Swissmedic hat ein Gesuch für die Zulassung des Impfstoffs von Moderna für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren erhalten. Bisher ist dieser Impfstoff erst ab 18 Jahren zugelassen. Das Vakzin von Pfizer/Biontech erhielt die erweiterte Zulassung bereits vor einer Woche.

Swissmedic prüft das Gesuch um die Erweiterung der Anwendungsmöglichkeiten im rollenden Verfahren, wie die Zulassungsstelle am Freitag mitteilte. Das ermöglicht schnellere Zulassungsentscheide.

Bisher ist der Impfstoff von Moderna erst ab 18 Jahren zugelassen. (Bild: Keystone)

Swissmedic begutachtet die eingereichten Daten einschliesslich einer grossen klinischen Studie, die noch läuft, sobald sie eingetroffen sind. Sobald der Behörde genügend Belege für Sicherheit, Wirksamkeit und Qualität des Covid-19-Impfstoffs für Kinder und Jugendliche von zwölf bis 17 Jahren vorliegen, entscheidet sie unmittelbar über die beantragte Anwendungserweiterung.

Johnson fordert Lehren aus der Corona-Pandemie

Zum Auftakt des G7-Gipfels hat der britische Premierminister Boris Johnson die Bedeutung der Zusammenkunft unterstrichen.

«Dieses Treffen muss unbedingt stattfinden», sagte Johnson vor Beginn der ersten Arbeitsgespräche im südwestenglischen Badeort Carbis Bay. Die Staats- und Regierungschefs müssten sicherstellen, dass sie die Lektionen aus der Corona-Pandemie gelernt haben und dass die Volkswirtschaften wieder ansprängen, sagte der Regierungschef. Es sei entscheidend, dass die Welt gemeinsam auf die Krise reagiere.

Johnson ist in diesem Jahr Gastgeber des Treffens finanzstarker Demokratien, da Grossbritannien den Vorsitz inne hat. Es ist die erste Zusammenkunft in diesem Format seit Beginn der Pandemie. «Es ist wirklich wunderbar, alle persönlich zu sehen», sagte Johnson. Dies bedeute einen deutlichen Unterschied zu Online-Formaten wie Videokonferenzen.

Boris Johnson ist in diesem Jahr Gastgeber des Treffens. (Bild: Keystone)

Johnson sagte, er sehe grosse Chancen für einen Wiederaufbau. Die G7 seien vereint in ihrer Vision einer ambitionierteren, grüneren Welt, die Lösungen für den Klimawandel findet. In grünen Technologien liege zudem die Chance zum Aufbau zahlreicher Jobs.

«Das ist es, was unsere Bürger wollen: Sicherstellen, dass wir gemeinsam die Pandemie besiegen», sagte Johnson. Die Erholung von der Pandemie müsse besser, grüner, fairer, gerechter und weiblicher ausfallen. Falls Ungleichheiten bestehen blieben, bestehe die Gefahr, dass die Pandemie eine «bleibende Narbe» hinterlasse.

Deutsche Reisebranche bietet mehr Flüge an

Im zweiten Corona-Sommer haben Urlauber wieder mehr Möglichkeiten, ins Ausland zu fliegen. Die Nachfrage ist da, das Angebot an Zielen wächst – und doch steht das Reiseerlebnis ganz im Zeichen der Pandemie.

Am blauen Sommerhimmel dürften in den kommenden Monaten wieder häufiger Kondensstreifen von Urlaubsfliegern zu sehen sein: Der zweite Corona-Sommer verspricht deutlich mehr Reisemöglichkeiten innerhalb Europas. Ab Juli sollen von Deutschland aus wieder 217 Orte in 38 Ländern angeflogen werden, wie der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) am Freitag mitteilte. Das sind demnach fast so viele Ziele wie vor der Pandemie im Jahr 2019. Damals standen von Deutschland aus 226 Destinationen auf dem Flugplan.

«Die Welt ist wieder deutlich erreichbarer als in den letzten 15 Monaten», sagte BDL-Hauptgeschäftsführer Matthias von Randow in Berlin. Für manche Länder übersteige das Angebot sogar das Niveau von 2019, etwa für Griechenland und die Türkei.

Italien: Industrieproduktion auf Vor-Corona-Niveau

Die Industrieproduktion in Italien hat nach Angaben der nationalen Statistikbehörde wieder das Vor-Corona-Niveau erreicht. Verbände klagen jedoch über Personalmangel.

In der norditalienischen Region Venetien etwa hätten die Einschränkungen an den Grenzen nach Osteuropa zum Mangel beigetragen, sagte der Präsident der italienischen Arbeitgeberorganisation Confindustria in Venetien im Interview des «Corriere della Sera» (Freitag). Dies wirke sich auf die Saisonarbeiter von dort aus, die seit Jahren im Tourismus gearbeitet hätten.

BAG registriert 658'987 neue Impfungen in den letzten 7 Tagen

Vom 3. Juni bis 9. Juni sind in der Schweiz 658’987 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden. Dies geht aus den Angaben hervor, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag auf seiner Website veröffentlichte.

Pro Tag wurden damit durchschnittlich 94’141 Impfungen durchgeführt. Im Vergleich zur Woche davor stieg die Impfkadenz um 8 Prozent.

BAG registriert 658’987 neue Impfungen in den letzten 7 Tagen. (Bild: Key)

Insgesamt wurden bis Mittwoch 5’810’914 Impfungen durchgeführt. Bislang sind 2’221’755 Personen vollständig geimpft, das heisst 25,7 Prozent der Bevölkerung haben bereits zwei Impfdosen erhalten. Bei 1’367’404 Personen wurde bislang nur die Erstimpfung durchgeführt.

Bereits an die Kantone ausgeliefert, aber noch nicht eingesetzt, sind momentan 294’211 Impfdosen. Zudem sind noch 55’900 Impfdosen beim Bund gelagert.

BAG meldet drei neue Todesfälle

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag innerhalb von 24 Stunden 354 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 24 Spitaleinweisungen und drei neue Todesfälle.

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EU-Staaten lockern Grenzwerte für Corona-Reisebeschränkungen

Die EU-Staaten haben sich kurz vor dem Beginn der Sommerurlaubszeit auf eine Lockerung der Grenzwerte für Corona-Reisebeschränkungen verständigt.

Ein am Freitag angenommener Beschluss sieht vor, Regionen künftig erst bei deutlich höheren Inzidenzzahlen als Risikogebiet einzustufen. Dies soll dazu führen, dass weniger Menschen unter strenge Test- und Quarantäneauflagen fallen und innerhalb der EU wieder mehr gereist werden kann. Geimpfte und Genesene sollen zudem in der Regel gar keine Reisebeschränkungen zu befürchten haben.

Deutschland streicht Bern und Thurgau von Risikoliste

Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen streicht die deutsche Regierung am Sonntag Teile der Schweiz sowie ganz Österreich von der Liste der Risikogebiete.

Das teilte die deutsche Bundesbehörde für Infektionskrankheiten, das Robert Koch-Institut (RKI), am Freitag mit. In der Schweiz gelten die Kantone Bern und Thurgau dann nicht mehr als Risikogebiet. Wer aus diesen Gebieten auf dem Landweg nach Deutschland kommt, muss künftig keinerlei Einreisebeschränkungen wegen Corona mehr beachten.

Auch die Urlaubsinseln Madeira in Portugal und Zypern sowie zwölf weitere Länder auf dem Balkan, in Osteuropa, Asien und Nordamerika werden von der Risikoliste gestrichen, darunter die USA und Kanada. Für alle diese Länder und Regionen entfällt auch die Reisewarnung des Auswärtigen Amts. Die Regierung rät allerdings weiterhin grundsätzlich von touristischen Reisen ins Ausland ab. In einer Woche beginnen in den ersten deutschen Bundesländern die Sommerferien.

Als Hochinzidenzgebiete werden in der Regel Länder eingestuft, in denen die Zahl der Neuinfektionen pro 100’000 Einwohner innerhalb einer Woche (Sieben-Tage-Inzidenz) über 200 liegt. Als Risikogebiete gelten Länder mit einer Inzidenz über 50.

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Kein Corona-Erwerbsersatz für Eltern von erwachsenen Behinderten

Eltern von Erwachsenen mit Behinderung sollen keinen Anspruch haben auf Corona-Erwerbsersatz, wenn sie wegen pandemiebedingter Schliessungen von Einrichtungen für die Betreuung eingesprungen sind. Das steht in einem Bericht des Bundesrats ans Parlament.

Der Bundesrat kommt im am Freitag verabschiedeten Papier zum Schluss, dass die Betreuung von Erwachsenen mit Behinderung trotz Schliessungen wegen Covid-19 jederzeit gewährleistet gewesen sei. Die Einrichtungen und zuständigen Kantone hätten Wege gefunden, um ihre Bewohnerinnen und Bewohner auch in der Corona-Zeit zu betreuen.

Den Bericht angefordert hatte der Ständerat mit einem Postulat von Marianne Maret (Mitte/VS). Er wollte wissen, ob Eltern, die wegen Schliessungen von Heimen, Werkstätten und Tageszentren erwachsene Kinder mit Behinderung selbst betreuen müssen und deshalb nicht arbeiten können, einen Anspruch auf Erwerbsersatz erhalten sollten.

Impfstoff für ärmere Länder: Covax hofft auf konkrete Zusagen der G7

Die Co-Vorsitzende des Covax-Programms, mit dem ärmeren Ländern Zugang zu Corona-Impfstoffen ermöglicht werden soll, hat sich hoffnungsvoll zu den Gesprächen beim G7-Gipfel in Cornwall geäussert.

Insgesamt hatten sich die Staats- und Regierungschefs der sieben führenden westlichen Wirtschaftsmächte für den von Freitag bis Samstag andauernden Gipfel zum Ziel gesetzt, Zusagen von einer Milliarde Dosen zu machen.

Jane Halton begrüsste die Ankündigung des britischen Premierministers Boris Johnson, bis zum kommenden Jahr 100 Millionen Corona-Impfdosen zu spenden. US-Präsident Joe Biden hatte gar 500 Millionen Dosen für Länder mit niedrigen und mittleren Einkommensniveaus versprochen.

Sie sei «erfreut und aufgeregt», sagte Halton dem britischen Radiosender «Times Radio» am Freitag und fügte hinzu: «Lassen Sie uns annehmen, wir kommen auf eine Milliarde bis zum Schluss, das wäre ausserordentlich willkommen.»

Maskentragpflicht in ÖV: Nur konkrete Fälle gerichtlich überprüfbar

Das Bundesamt für Gesundheit ist zu Recht nicht auf ein Gesuch von 396 Privatpersonen eingetreten. Dies hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden. Die Beschwerdeführer verlangten eine Feststellung, dass sie in öffentlichen Verkehrsmitteln keine Maske zu tragen brauchen. Die zu Grunde liegende Verordnung kann als solche jedoch nicht angefochten werden, sondern nur ein konkreter Einzelfall.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) trat auf das Gesuch der fast 400 Personen im August vergangenen Jahres nicht ein. Gegen diesen Entscheid reichten die Privatpersonen eine Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht ein.

Sie argumentierten, die vom Bundesrat in der «Covid-19-Verordnung besondere Lage» festgelegte Maskentragpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln verletze ihr verfassungsmässig geschütztes Recht auf persönliche Freiheit und körperliche Unversehrtheit. Das BAG müsse deshalb ihr Gesuch inhaltlich prüfen und die Rechtsfrage klären.

Dies sei nicht so, hat das Bundesverwaltungsgericht in einem am Freitag veröffentlichten Urteil entschieden. Der Grund dafür ist, dass es sich bei der besagten Verordnung um so genannte generell-abstrakte Normen handelt, die als solche nicht angefochten werden können.

Die Einhaltung der Maskenpflicht kann nur in konkreten Fällen gerichtlich überprüft werden, hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden. (Symbolbild: Keystone)
Hotelplan erlebt dank neuer BAG-Risikoliste Buchungsboom

Herr und Frau Schweizer haben wieder Lust auf Ferien im Ausland. Insbesondere Destinationen am Mittelmeer stehen hoch im Kurs. Den «Buchungsboom» bei Hotelplan Suisse verknüpft der Reiseveranstalter mit den jüngst für viele Ländern gelockerten Einreisebestimmungen.

Die Buchungen für die kommenden Sommerferien im Ausland steigen deutlich an. Bei Hotelplan Suisse hätten seit Anfang Juni knapp 50 Prozent mehr Kundinnen und Kunden Ferien im Mittelmeerraum gebucht als zum gleichen Zeitraum 2019, teilte die Migros-Tochter am Freitag in einem Communiqué mit.

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Impfstoff von Biontech/Pfizer schützt auch vor Mutationen

Der Impfstoff des deutschen Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer schützt einer neuen Studie zufolge auch vor der zuerst in Indien aufgetretenen Corona-Variante Delta (B.1.617.2). Auch vor mehreren anderen Varianten wie beispielsweise der zuerst in Nigeria aufgetretenen Mutante B.1.525 schütze der Impfstoff, schreiben die Wissenschaftler um Pei Yong Shi von der University of Texas in Galveston im Fachjournal «Nature».

Für die Studie untersuchten die Forscher 20 Blutproben von 15 Menschen, die jeweils zwei Dosen des Impfstoffes von Biontech/Pfizer erhalten hatten, und testeten die Reaktion auf die verschiedenen Corona-Varianten. Die Wirksamkeit der Antikörper sei bei den Varianten zwar niedriger ausgefallen als bei einem im Januar 2020 isolierten Coronavirus-Typ, sie sei jedoch immer noch «robust», hiess es. Vorherige Studien und Datenerfassungen hatten ähnliche Ergebnisse erbracht.

Kritik an G7: Eine Milliarde Impfdosen nicht genug – Patente aufheben

Entwicklungsorganisationen haben die Pläne der grossen Industrienationen (G7), bedürftigen Ländern mit einer Milliarde Impfdosen helfen zu wollen, als unzureichend kritisiert. Zum Beginn des G7-Gipfels an diesem Freitag im englischen Carbis Bay forderten sie darüber hinaus eine Aufhebung des Patentschutzes für Impfstoffe, die Weitergabe von Technologie zur Impfstoffproduktion und Investitionen in regionale Produktion weltweit.

«Eine sofortige Weitergabe von Impfdosen ist momentan dringend erforderlich und die Milliarde Impfdosen sind daher willkommen», sagte Jörn Kalinski von Oxfam. Aber wenn das alles sei, «muss dies als Fehlschlag gewertet werden». Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) halte 11 Milliarden Impfdosen für nötig – oder zumindest acht Milliarden, um für eine Herdenimmunität 80 Prozent der Bevölkerung in Ländern mit geringem oder mittleren Einkommen zu impfen.

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G7 will ärmeren Ländern mit einer Milliarde Impfdosen helfen

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will die G7-Gruppe westlicher Wirtschaftsmächte ärmeren Staaten mit einer Milliarde Impfdosen helfen. Dies solle sowohl durch Verteilung als auch durch Finanzierung von Impfstoff möglich werden, teilte die britische Regierung in der Nacht zum Freitag mit. Die Staats- und Regierungschefs wollen demnach auch einen Plan ausarbeiten, um die Impfstoffproduktion auszuweiten. Der britische Premierminister Broris Johnson ist in diesem Jahr Gastgeber des dreitägigen G7-Gipfels, der am Freitagnachmittag im südwestenglischen Cornwall beginnt.

Erstmals seit zwei Jahren kommen die Staats- und Regierungschefs der wirtschaftsstarken westlichen Demokratien wieder persönlich zusammen – wenn auch wegen Covid-19 unter strengen Vorsichtsmassnahmen. Zur Gruppe der Sieben (G7) gehören die USA, Deutschland, Grossbritannien, Kanada, Frankreich, Italien und Japan. Für US-Präsident Joe Biden ist es der erste grosse internationale Gipfel, für den er seine erste Auslandsreise seit Amtsantritt unternimmt. Bundeskanzlerin Angela Merkel reist erst am Freitag an. Für sie wird es der 15. und letzte G7-Gipfel sein.

Am Freitag beginnt im südwestenglischen Cornwall der G7-Gipfel: Dort sind auch Beschlüsse zur anhaltenden Corona-Pandemie zu erwarten. (Bild: Keystone)
New York: Auch Empire State Building wird Impfzentrum

In der Corona-Pandemie wird auch das Empire State Building in New York zum Impfzentrum. Vorerst von diesem Freitag an bis Sonntag könnten sich Menschen in dem berühmten Hochhaus mitten in Manhattan impfen lassen, teilte Gouverneur Andrew Cuomo am Donnerstag mit. Die ersten 100 Geimpften dürfen danach kostenlos die Aussichtsplattformen des Wolkenkratzers besuchen.

Zuvor waren im Bundesstaat New York schon zahlreiche weitere berühmte Einrichtungen – wie etwa das American Museum of Natural History – zu Impfzentren geworden. Für Impfungen wurden von der Regierung und Unternehmen zahlreiche Anreize geschaffen, beispielsweise kostenlose Donuts, Pommes, U-Bahn-Karten, Eintrittskarten für Museen und Sportveranstaltungen, eine Geld-Lotterie und die Verlosung von kostenlosen Studienplätzen für Kinder und Jugendliche. Mehr als 60 Prozent der Erwachsenen im Bundesstaat New York mit rund 19 Millionen Einwohnern sind bereits voll geimpft, zuletzt hatte der Schwung der Impfkampagne aber nachgelassen.

Wird zum Impfzentrum: das Empire State Building in New York. (Bild: Unsplash)

Biden: USA knüpfen Impfstoff-Spenden nicht an Bedingungen

US-Präsident Joe Biden hat die Unterstützung der globalen Impfkampagne zur Beendigung der Corona-Pandemie als humanitäre Pflicht bezeichnet. Die Vereinigten Staaten knüpften die Spende von Hunderten Millionen Impfdosen an arme Länder nicht an Bedingungen, sagte Biden am Donnerstag im Küstenort St. Ives im englischen Cornwall. «Unsere Impfstoffspenden beinhalten keinen Druck für Gefälligkeiten oder mögliche Zugeständnisse. Wir tun das, um Leben zu retten. Um diese Pandemie zu beenden.» Biden stellte für Freitag eine Ankündigung der G7-Staaten zur Unterstützung der globalen Impfkampagne in Aussicht.

Das Weisse Haus hatte zuvor angekündigt, 500 Millionen Impfdosen des Vakzins der Pharmakonzerne Pfizer und Biontech zu erwerben und an 92 arme Länder und die Afrikanische Union zu spenden. 200 Millionen Dosen sollen zwischen August und Ende des Jahres geliefert werden, die übrigen 300 Millionen bis Juni 2022.

Merkel zurückhaltend bei zusätzlichen Impfdosis-Spenden

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich vor dem G7-Gipfel zurückhaltend zu zusätzlichen Corona-Impfstoff-Spenden Deutschlands für ärmere Länder der Welt geäussert. Sie sehe durchaus Sinn darin weiterzugeben, was überzählig sei, sagte Merkel am Donnerstag in Berlin. Angesichts nicht völlig klarer Liefermengen für Juli, August und September könne sie nun aber keine Verpflichtung für noch nicht gelieferte Mengen eingehen. Sie müsse «schon auch darauf achten, dass wir unseren Bürgerinnen und Bürgern jetzt ein Impfangebot machen, so wie die Vereinigten Staaten von Amerika das selbstverständlich ihren Bürgern auch gemacht haben».

Merkel nannte es erfreulich, dass die US-Regierung vor dem G7-Gipfel im englischen Cornwall eine Spende von 500 Millionen Impfdosen an Dutzende arme Länder der Welt angekündigt hat. Sie verwies zugleich auf den bisherigen Beitrag der Europäischen Union für die globale Versorgung mit der Ausfuhr von schon deutlich mehr als 200 Millionen Dosen, was sich sehen lassen könne. «Wir teilen seit Januar unsere Impfstoffe mit allen auf der Welt. Das tun nicht alle anderen.»

Deutschland stelle rund eine Milliarde Euro für das internationale Programm Covax bereit, was Geld für den Kauf von etwa 200 Millionen Impfdosen entspreche. Generell stelle sich die Frage, ob dies nicht der bessere Weg sei, als über Bedarf zu bestellen und es dann zu verschenken. Merkel verwies zudem auf die Zusage, dass Deutschland bis Jahresende 30 Millionen Dosen zur Verfügung stellen wolle.

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel gibt sich bei zusätzlichen Spenden von Corona-Impfstoff an ärmere Länder zurückhaltend. (Bild: Keystone)
Bundesländer wollen Corona-Regeln für Grossveranstaltungen erarbeiten

Die deutschen Bundesländer wollen einen einheitlichen Rahmen zum Umgang mit Grossveranstaltungen unter Corona-Bedingungen erarbeiten. Vor allem SPD-regierte Bundesländer meldeten vor den Gesprächen der Länder-Regierungschefs mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag Abstimmungsbedarf an – auch mit Blick auf die anstehende Fussball-Europameisterschaft. Die unionsregierten Länder, das von den Grünen geführte Baden-Württemberg und das Kanzleramt traten aber dem Vernehmen nach auf die Bremse. Das Thema wurde schliesslich einer Arbeitsgruppe auf Ebene der Staatskanzleichefs übertragen, die dazu auch einen Beschluss fassen soll.

In der zweiten Augusthälfte wird es nach Merkels Worten wieder eine Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) geben. Dann werde man sich ansehen, wie der Impffortschritt sei und wie sich die Mutationen verbreitet hätten. «Wir haben einen Sommer, der uns viele Möglichkeiten gibt, die wir lange Monate nicht hatten, aber wir sollten nicht sorglos sein, sondern die Lage immer wieder sehr, sehr genau beobachten», sagte die Kanzlerin.

Passagieraufkommen am Flughafen Zürich weit unter Vor-Corona-Niveau

Der Flughafen Zürich leidet weiter unter der Coronakrise. Zwar sind im Mai 2021 massiv mehr Menschen über den grössten Schweizer Flughafen gereist als noch im vergangenen Jahr. Aber im Vergleich zum Niveau von vor der Krise bleiben immer noch mehr als acht von zehn Passagieren aus.

Die Passagierzahlen lagen im Berichtsmonat bei 450’500, das sind rund 10 mal mehr als im Mai 2020. Seinerzeit hatte der Flughafen Zürich eine der tiefsten Passagierzahlen während der Corona-Pandemie verzeichnet. Im Vergleich zum Mai 2019 seien die Passagierzahlen aber immer noch 83,4 Prozent tiefer, erklärte das Unternehmen am Donnerstag in einem Communiqué.

Die Zahl der Passagiere am Flughafen Zürich ist zuletzt zwar wieder gestiegen, im Vergleich zur Situation vor der Pandemie bleiben aber immer noch viele Reisende weg. (Archivbild: Keystone)

Die Anzahl der Flugbewegungen lag mit 8’043 Starts und Landungen ebenfalls deutlich über dem Vorjahreswert. Verglichen mit dem Mai 2019 fanden aber 67,1 Prozent weniger Flugbewegungen statt. Auch die Sitzplatzauslastung ist im Berichtsmonat um 18,8 Prozentpunkte auf 53,8 Prozent gestiegen. Durchschnittlich sassen 92,6 Passagiere in einer ankommenden oder abfliegenden

Der Optimismus ist der Flughafenbetreiberin aber nicht abhanden gekommen. «Nach über einem Jahr Corona-Pandemie kehrt langsam wieder mehr Leben an den Flughafen Zürich zurück», erklärte diese mit Blick auf die steigende Reiselust und die Lockerung der Restriktionen in vielen Ländern.

Frankreich will G7 Aussetzung von Patenten für Impfstoffe vorschlagen

Frankreich unterstützt im Kampf zur weltweiten Eindämmung der Pandemie die Aussetzung von Patenten für die Corona-Impfstoffe. Präsident Emmanuel Macron kündigte am Donnerstag an, gemeinsam mit Südafrika auf dem G7-Gipfel ab Freitag einen Vorschlag auf den Tisch zu legen, um an einer zeitlich und räumlich begrenzten Ausnahmeregelung zu arbeiten. Man müsse «sicherstellen, dass geistiges Eigentum niemals ein Hindernis für den Zugang zu Impfstoffen darstellt», sagte Macron bei einer Pressekonferenz.

Man setze sich für eine faire Vergütung und den Respekt vor geistigem Eigentum ein, so Macron. «Ich hoffe, dass es beim G7-Gipfel zu einer Einigung kommen wird.» Man müsse nun auch mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Welthandelsorganisation (WTO) zusammenarbeiten. Macron hatte zuletzt immer wieder betont, dass es pragmatische Lösungen im Kampf gegen Corona geben müsse und dazu auch die Aussetzung der Patente gezählt.

Macron forderte ausserdem Pharmaunternehmen auf, zehn Prozent der verkauften Impfstoffdosen an die ärmsten Ländern zu spenden. Er betonte, dass Staaten die Forschung für Impfstoffe und den Verkauf der Dosen massiv mitfinanziert hätten.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will auf dem G7-Gipfel die temporäre Aussetzung von Patenten für die Corona-Impfstoffe beantragen. (Bild: Keystone)
Von der Leyen sieht eine der schlimmsten Bildungskrisen wegen Corona

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat kurz vor dem G7-Gipfel deutlich mehr finanzielle Unterstützung für die Initiative globale Partnerschaft für Bildung angekündigt. «Covid-19 hat zu einer der schlimmsten Bildungskrisen der Geschichte für Kinder in der ganzen Welt geführt», sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag in einer Pressekonferenz zum Gipfel der sieben grossen Wirtschaftsmächte im englischen Cornwall. Etwa elf Millionen Mädchen, von der Vorschule bis zur Sekundarschule, liefen Gefahr, nicht in die Schule zurückzukehren, was schwerwiegende Folgen für ihr Leben nach sich ziehe. «Wir wissen, dass insbesondere Mädchen und junge Frauen durch die Pandemie gefährdet sind», sagte sie.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will wegen der Corona-Pandemie mehr Geld in die Bildung investieren. (Bild: Keystone)

Nach Angaben von der Leyens wird die EU-Kommission deswegen ihren Beitrag für die Initiative globale Partnerschaft für Bildung um 32 Prozent erhöhen. Im Zeitraum von 2021 bis 2027 solle ein Gesamtbetrag in Höhe von 700 Millionen Euro fliessen, sagte sie.

Die Globale Partnerschaft für Bildung ist ein Zusammenschluss von Geber- und Entwicklungsländern sowie internationalen staatlichen und nicht staatlichen Organisationen, Stiftungen und der Privatwirtschaft. Sie strebt an, allen Kindern auf der Welt den Zugang zu hochwertiger und kostenfreier Grundbildung zu ermöglichen.

Auch Schweden mit Reservekader für die EM

Nach Spanien hat auch Schwedens Nationalteam ein Parallel-Kader für die EM aufgeboten. Sechs Spieler trainieren gemäss Aussage von Nationalcoach Janne Andersson abgekapselt von dem für die EM gemeldeten Kader im Vorbereitungscamp in Göteborg. Zu den Reservespielern zählen die Feldspieler Isaac Kiese Thelin (Kasimpasa), Jesper Karlsson (Alkmaar), Joakim Nilsson (Arminia Bielefeld), Mattias Johansson (vereinslos), Niclas Hult (Hannover 96) sowie Goalie Jacob Rinne (Aalborg).

Das Sextett wird von U21-Trainer Poya Asbaghi betreut und zumindest bis Sonntagabend bleiben. Die EM-Vorbereitung der Schweden war am Dienstag von zwei positiven Corona-Fällen bei Dejan Kulusevski (Juventus Turin) und Mattias Svanberg (FC Bologna) durcheinandergewirbelt worden. Auch bei Auftaktgegner Spanien gab es positive Tests, woraufhin ein Reservekader aufgeboten wurde.

Das schwedische Nationalteam wird unmittelbar vor der Europameisterschaft von Corona-Fällen heimgesucht. (Bild: Keystone)
Airlines trommeln für Abbau von Corona-Reisebeschränkungen

Die Airlines in Europa haben einen Tag vor den Beratungen der EU-Mitgliedstaaten ihre Forderung nach einem Abbau der Corona-Reisebeschränkungen unterstrichen. «Jetzt ist die Zeit, dass Europa beginnt, sich sicher und vollständig zu öffnen», erklärte Johan Lundgren, Vorsitzender des Airline-Verbandes «Airlines for Europe» (A4E) und Chef des Billigfliegers Easyjet, am Donnerstag bei der A4E-Jahrestagung.

Angesichts steigender Zahlen bei Covid-Impfungen und des ab 1. Juli geltenden EU-weiten digitalen Impfzertifikats sei das möglich. «Tests und Zertifikate können aber nicht das neue Normal werden», mahnte er.

Neuansteckungen und Spitaleinweisungen weiterhin stark rückläufig

Der neueste Coronavirus-Wochenbericht des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) weist für die Woche vom 31. Mai bis 6. Juni einen starken Rückgang der gemeldeten Fälle und Spitaleinweisungen auf und eine auf tiefem Niveau verharrende Zahl an Todesfällen.

Die Zahl der laborbestätigten Coronavirus-positiven Fälle in der Schweiz und in Liechtenstein sank gegenüber der Vorwoche um 31 Prozent auf noch 3520, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Wochenbericht hervorgeht. Alle Hintergründe dazu finden Sie hier.

Zahl der Corona-Toten korrigiert - Indien meldet neuen Höchstwert

Indien hat am Donnerstag 6’148 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Das ist ein neuer Tageshöchstwert.

Der Anstieg geht allerdings in erster Linie darauf zurück, dass der Gliedstaat Bihar die Zahl der seit März registrierten Corona-Toten um fast 4’000 nach oben korrigiert hat. Diese Zahlen flossen in den Tageswert mit ein.

Auch 2021 kein Blue Stars/FIFA Youth Cup

Wie schon im letzten Jahr fällt der Blue Stars/FIFA Youth Cup auch heuer der Coronavirus-Pandemie zum Opfer. Das traditionelle Jugendturnier hätte nach einer ersten Verschiebung am 28./29. August in Zürich-Altstetten stattfinden sollen. Nun soll die 82. Austragung im nächsten Jahr am angestammten Termin über Auffahrt (25./26. Mai) nachgeholt werden.

EZB erwartet stärkeres Wirtschaftswachstum und höhere Inflation

Die Aussichten für das Wirtschaftswachstum im Euroraum haben sich nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank (EZB) angesichts sinkendender Corona-Infektionszahlen und der globalen Konjunkturerholung deutlich verbessert. Die Notenbank geht nun für dieses Jahr von einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 4,6 Prozent aus. Im März hatten die Währungshüter noch ein Wachstum von 4,0 Prozent vorhergesagt.

2022 wird die Wirtschaft nach der neuesten Vorhersage der EZB vom Donnerstag um 4,7 Prozent zulegen (März-Prognose: 4,1 Prozent). 2023 wird ein unveränderter Anstieg der Wirtschaftsleistung um 2,1 Prozent erwartet. Im Corona-Krisenjahr 2020 war das BIP im gemeinsamen Währungsraum eingebrochen.

Die Verteilung der Corona-Fälle in den einzelnen Kantonen
(Grafik: Keystone-SDA, Quelle: BAG)
US-Inflation weiter auf dem Vormarsch - Preise steigen um 5,0%

Die Inflation in den USA hat einen weiteren kräftigen Schub erhalten. Die Verbraucherpreise kletterten im Mai um 5,0 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Arbeitsministerium in Washington am Donnerstag mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten nur 4,7 Prozent erwartet, nach einem Zuwachs von 4,2 Prozent im April.

Die US-Notenbank (Fed) verfolgt die Preisentwicklung genau. Sie geht aber davon aus, dass die Inflation nur vorübergehend anziehen wird. Denn im Vorjahresvergleich ergeben sich wegen des Konjunktureinbruchs im Jahr 2020 hohe Preissteigerungsraten. Die Fed, die sich nächste Woche zur Zinssitzung trifft, unterstützt die Wirtschaft trotz der anziehenden Konjunktur weiter mit monatlichen Geldspritzen von 120 Milliarden Dollar. Sie will an den Anleihekäufen festhalten, bis substanzielle Fortschritte bei der Preisstabilität und der Arbeitslosigkeit erreicht sind. Fed-Vize Randal Quarles hat signalisiert, dass er für Gespräche über das Bond-Programm offen sei.

US-Arbeitslosenanträge gehen weiter zurück

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist erneut auf den niedrigsten Stand seit Ausbruch der Corona-Pandemie vor über einem Jahr gesunken. In der vergangenen Woche beantragten 376’000 Amerikaner die Stütze, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Das ist der niedrigste Wert seit Mitte März 2020, als die Pandemie auf die Konjunktur durchzuschlagen begann. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem etwas kräftigeren Rückgang auf 370’000 gerechnet, nachdem in der Woche zuvor noch 385’000 Erstanträge gezählt worden waren. Experten sehen allerdings erst bei Werten zwischen 200’000 und 250’000 eine Normalisierung am Arbeitsmarkt.

Die US-Wirtschaft hat im Mai wegen der Konjunkturerholung doppelt so viele neue Jobs geschaffen wie im Vormonat und dennoch die Erwartungen verfehlt. Es fehlen immer noch 7,6 Millionen Arbeitsplätze gemessen am Vor-Corona-Niveau.

Moderna beantragt Zulassung in den USA ab 12 Jahren

US-Hersteller Moderna hat nun auch in Amerika eine Notfallzulassung seines Corona-Impfstoffes für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren beantragt.

Man habe die nötigen Unterlagen bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eingereicht, teilte Moderna am Donnerstag mit. Bisher darf Menschen dieser Altersgruppe in den USA und auch in der Europäischen Union nur das Vakzin von Biontech/Pfizer gespritzt werden. Moderna hatte bereits am Montag in der EU die Zulassung für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren beantragt.

Moderna will in den USA die Impfstoff-Zulassung ab zwölf Jahren erwirken. (Bild: Keystone)

Grundlage des Antrags sei eine Phase-2/3-Studie mit dem mRNA-1273 genannten Moderna-Impfstoff bei 2500 Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren in den USA. Die Wirksamkeit habe dabei bei 100 Prozent gelegen. Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil seien wie bei der Phase-3 Studie von Erwachsenen, hiess es weiter.

Lehrstellenmarkt ist laut Bund stabil

Bis Ende Mai sind in der Schweiz über 49’500 Lehrverträge abgeschlossen worden. Das entspricht 1700 Lehrverträgen mehr als im Vorjahresmonat und rund zwei Drittel der im Vorjahr insgesamt abgeschlossenen Lehrverträge. Diese Situation bezeichnet das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) als stabil und zufriedenstellend.

Die stabile Situation auf dem Lehrstellenmarkt sei zum einen auf die hohe Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen zurückzuführen, zum anderen setzten sich Kantone und Organisationen der Arbeitswelt für eine möglichst reibungslose Lehrstellenbesetzung ein, teilte das SBFI am Donnerstag mit.

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie hat der Bund seit Mai 2020 rund 70 Projekte zur Stabilisierung des Lehrstellenmarktes in der Höhe von 19 Millionen Franken unterstützt. Dazu zählen Lehrstellenbörsen und virtuelle Berufsmessen. Unterstützt werden auch besonders betroffenen Branchen wie die Gastronomie in der Grundausbildung – zum Beispiel durch Vorbereitungskurse auf die Lehrabschlussprüfungen.

Über 23'000 Covid-Zertifikate bis Mittwochabend

Insgesamt wurden bis Sonntagabend 5’884’950 Impfdosen an die Kantone und Liechtenstein ausgeliefert. Davon wurden 5’491’240 Dosen verabreicht. 2’066’994 Personen sind, Stand Sonntagabend, vollständig geimpft.

Bis Mittwochabend wurden insgesamt 23’383 Covid-Zertifikate ausgestellt, davon 23’336 an Geimpfte, 37 an Genesene und 10 an negativ Getestete. 19’581 Zertifikate wurden allein am Mittwoch ausgestellt. Alles zum Thema gibt es hier.

 

In der Schweiz wurden bis Mittwochabend bereits über 23’000 Covid-Zertifikate ausgestellt. (Bild: Keystone)

EZB bleibt auf Anti-Krisen-Kurs: Keine Straffung der Geldpolitik

Europas Währungshüter gehen trotz besserer Aussichten für die Konjunktur und steigender Verbraucherpreise vorerst nicht vom Gas. Sowohl das milliardenschwere Notkaufprogramm zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie als auch die Zinsen im Euroraum bleiben unverändert.

Das entschied der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag in Frankfurt. Die EZB hat in der Corona-Pandemie ein besonders flexibles Notkaufprogramm für Staatsanleihen und Wertpapiere von Unternehmen (Pandemic Emergency Purchase Programme/PEPP) aufgelegt. Das Programm mit einem Volumen von inzwischen 1,85 Billionen Euro läuft bis mindestens Ende März 2022.

Martin Ackermann gibt Leitung der Taskforce ab

Die Covid-Taskforce des Bundes wird im Laufe des Sommers neu organisier: Taskforce-Chef Martin Ackermann wird die Leitung an ETH-Professorin Tanja Stadler abgeben. Dies, sobald der Bundesrat offiziell die «Normalisierungsphase» verkündet habe, wie die Taskforce am Donnerstag mitteilt. Diese beginnt im Drei-Phasen-Modell des Bundes, wenn alle impfwilligen erwachsenen Personen vollständig geimpft sind.

Weiter soll die Anzahl der Mitglieder mit Beginn der neuen Phase reduziert werden. Genaueres dazu ist noch nicht bekannt: Derzeit liefen Diskussionen über die Zusammenstellung der Taskforce ab Sommer. Die Taskforce soll weiterhin interdisziplinär zusammengestellt sein.

Ackermann wolle sich derweil nach einem intensiven Jahr «wieder vollumfänglich seiner Arbeit an der ETH Zürich und der Eawag und seiner Forschungsgruppe widmen.» Ackermann: «Die Schweiz ist auf gutem Weg, die Krise zu überwinden. Aber wir müssen wachsam bleiben. Wir wissen beispielsweise nicht, wie neue Mutationen die Wirksamkeit der Impfung beeinflussen werden. Tanja Stadler ist eine anerkannte Expertin für die Evolution von Viren und ist deshalb die ideale Person, um die Task Force durch die nächste Phase zu führen.»

BAG meldet 358 neue Corona-Fälle

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag innerhalb von 24 Stunden 358 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 18 Spitaleinweisungen und 6 neue Todesfälle. Mehr zum Thema gibt es hier.

Wirrwarr um Corona-Test von Llorente

Spaniens Diego Llorente ist womöglich doch nicht an Corona erkrankt. Nachdem der 27-jährige Profi von Leeds United am Mittwoch ein positives Testergebnis geliefert hatte, fielen zwei weitere PCR-Tests negativ aus.

Bis Freitag soll sich der in Isolation befindende Internationale weiteren PCR-Tests unterziehen. Bestätigen auch diese das negative Resultat, darf Llorente gemäss spanischem Verband ab Freitagnachmittag wieder den Trainingseinheiten der Nationalmannschaft beiwohnen.

Merkel vor G7-Gipfel weiter gegen Aufhebung von Impfstoff-Patenten

Die deutsche Regierungschefin Angela Merkel lehnt vor dem G7-Gipfel der wichtigen Industriestaaten im englischen Cornwall eine Aufhebung des Patentschutzes für Corona-Impfstoffe weiterhin ab.

Die Kanzlerin glaube nicht, dass eine Patentfreigabe hilfreich sei und dass die Patente das Problem bei dem Thema weltweiter Impfungen seien, hiess es am Donnerstag in deutschen Regierungskreisen in Berlin. «Es hat sich an der deutschen Position nichts geändert.» Zu möglichen zusätzlichen deutschen Angeboten von Impfdosen-Spenden für ärmere Länder hiess es, Deutschland habe in dem Bereich bereits sehr viel getan und sei «einer der grossen Unterstützer».

Angela Merkel lehnt die Aufhebung des Patentschutzes für Corona-Impfstoffe weiterhin ab. (Bild: Keystone)

Auch die EU-Spitze sprach sich am Donnerstag klar gegen eine umfassende Aussetzung des Patentschutzes für Corona-Impfstoffe aus. Biden hatte sich überraschend hinter Forderungen ärmerer Länder zur Aussetzung des Patentschutzes für Covid-19-Impfstoffe gestellt. Dann könnten Hersteller in aller Welt die Impfstoffe ohne Lizenzgebühren produzieren. Kritiker argumentieren unter anderem, nicht die Patente seien das Hindernis, sondern Produktionskapazitäten, Kenntnisse und Rohstoffnachschub.

Abschiedskonzerte für Mario Venzago in Bern mit 550 Leuten erlaubt

Mit zwei Konzerten im Casino Bern verabschiedet sich Mario Venzago Ende Juni als Chefdirigent des Berner Symphonieorchesters vom Publikum. Über 550 Leute sind pro Konzert zugelassen.

Der Kanton Bern hat dazu grünes Licht gegeben, wie Konzert Theater Bern (KTB) am Donnerstag mitteilte. Jeder zweite Sitz im Grossen Saal des Casinos darf besetzt werden.

Es handle sich um eine Sonderbewilligung, sagte Gundekar Giebel, Sprecher der bernischen Gesundheitsdirektion, auf Anfrage. Die Konzerte finden am 24. und 25. Juni statt.

Arbeitnehmerverbände fordern gesetzliche Grundlagen fürs Homeoffice

Homeoffice ist während der Corona-Pandemie zur Selbstverständlichkeit geworden und wird wohl auch über die Krise hinaus – zumindest teilweise – weiterbestehen. Dafür braucht es jedoch gesetzliche Grundlagen, fordern die Arbeitnehmerverbände von Dienstleistungs- und Wissensberufen.

Damit Homeoffice langfristig und über die aktuelle Krisensituation hinaus für die Mehrheit der Schweizer Arbeitnehmenden tragfähig werde, müssten die gesetzlichen Grundlagen erst noch geschaffen werden, teilte «die plattform», eine Allianz verschiedener Arbeitnehmerverbände, am Donnerstag mit.

(Bild: Keystone)

Das gegenwärtige Arbeitsgesetz stamme aus dem Industriezeitalter und sei auf fixe Arbeitszeiten im Betrieb ausgelegt, argumentiert die Allianz. Eine Modernisierung des geltenden Arbeitsgesetzes sowie Ergänzungen im Obligationenrecht seien deshalb dringend nötig.

Die Verbände fordern eine klare Definition der Arbeit mit Regelungen und Abgrenzungen der Arbeits- und Ruhezeiten. Zudem müsse der Umfang der Arbeit im Homeoffice, die Erreichbarkeit, die allfällige Übernahme der mit der Verrichtung von Homeoffice verbundenen Ausgaben, die Bereitstellung von Hard- oder Software sowie Versicherungen und Datensicherheit geregelt werden.

Ein Jahr Corona-Pandemie nagt am Ruf des Gesundheitswesens

Ein Jahr Corona-Pandemie hat am Ruf des Gesundheitswesens genagt und die Meinung, dass die Medikamentenpreise zu hoch sind, verstärkt. Mehr Menschen in der Schweiz sind nun für eine einheitliche Spitalfinanzierung und für mehr Leistungen der Krankenkassen.

Das Schweizer Gesundheitssystem sei unter der Covid-19-Krise nicht zusammengebrochen, es habe sich aber nicht vollständig bewährt, fasst der «Gesundheitsmonitor» von Interpharma zusammen, die jährliche Umfrage des Branchenverbandes, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Interpharma ist die 1933 in Basel gegründete Interessenvertretung der forschenden Pharmaunternehmen der Schweiz.

Eine deutliche Mehrheit findet laut einer Umfrage von Interpharma die Medikamentenpreise zu hoch. (Symbolbild: Keystone)

Es zeigen sich demnach deutliche sprachregionale Unterschiede zur Einschätzung des Gesundheitswesens: In der französischsprachigen und der italienischsprachigen Schweiz überwiegen mit 71 Prozent beziehungsweise 60 Prozent die positiven Stimmen. Das gesamtschweizerisch negative Resultat kommt durch die Deutschschweiz zustande, wo sich in der Umfrage 67 Prozent negativ geäussert haben.

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Aargau startet mit Impfungen in Betrieben

Unternehmen im Aargau können ab Ende Juni an ihren Standorten die Angestellten gegen Covid-19 impfen lassen. Mitmachen bei diesem Angebot des Kantons können Firmen, die einen eigenen Betriebsarzt haben oder für die Impfung eine Ärztin beauftragen.

Damit solle der Zugang zur Impfung weiter vereinfacht werden, teilte das kantonale Departement Gesundheit und Soziales (DGS) am Donnerstag mit. Interessierte Unternehmen können sich auf der Website des Kantons anmelden. Die Impfdosen für die Mitarbeitenden werden über die 19 Stützpunktapotheken zur Verfügung gestellt. Die Impfung muss von einem Arzt beaufsichtigt werden.

Neuer Rekord: In der vergangenen Woche wurden im Aargau fast 50’000 Impfungen gegen Covid-19 verabreicht. (Symbolbild: Keystone)

Weitere niederschwellige Impfangebote wie mobile Impfstationen oder Walk-ins beziehungsweise Drive-ins seien in Prüfung, schrieb das DGS in seiner Medienmitteilung. Auch das Impfen in Schulen werde evaluiert, aber frühestens nach den Sommerferien konkretisiert. Der Kanton Solothurn hat Anfang Monat als schweizweite Premiere an drei Standorten Impf-Drive-ins gestartet. Für die Impfung muss dort das Fahrzeug nicht verlassen werden.

In der vergangenen Woche wurden laut dem DGS im Aargau fast 50’000 Impfungen verabreicht. Dies sei ein neuer Rekord. Weil mehr Impfstoff geliefert worden sei, habe das Impftempo erhöht werden können. Dadurch schrumpfe die Warteliste für eine Impfung. Derzeit würden noch rund 45’000 Personen auf ihren Impftermin warten. Das DGS rechnet damit, dass in zwei Wochen nur noch wenige hundert Personen auf der Warteliste stehen werden.

Stadt Zürich will Sans-Papiers und Obdachlose unkompliziert impfen

Die Stadt Zürich bietet Sans-Papiers, Obdachlosen, Sexarbeitenden und anderen Menschen ohne regulären Zugang zur Gesundheitsversorgung ab Mitte Juni die Möglichkeit, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen. Der Zugang zur Impfung soll möglichst unbürokratisch erfolgen.

Das Ambulatorium Kanonengasse des Stadtärztlichen Dienstes werde das niederschwellige Impfangebot betreiben, teilte die Stadt Zürich am Donnerstag mit. Die benötigten Impfdosen werden vom Kanton zur Verfügung gestellt.

Impfwillige Personen brauchen laut Mitteilung keine Krankenversicherung und müssen sich auch nicht ausweisen. Die medizinischen Voraussetzungen für die Impfung werden wie üblich abgeklärt.

«Es ist wichtig, dass auch Menschen am Rande unserer Gesellschaft während der Pandemie eine angemessene medizinische Versorgung erhalten. Dazu gehört auch die Corona-Impfung», wird Stadtrat Andreas Hauri, Vorsteher des Gesundheits- und Umweltdepartementes, zitiert.

Zahl der britischen Covid-Patienten in Krankenhäusern steigt wieder

Die Zahl der Krankenhaus-Patienten mit Covid-19 ist in Grossbritannien wieder deutlich gestiegen. Erstmals seit Mitte Mai liegt die Zahl wieder über 1000, wie die BBC am Donnerstag berichtete.

Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf rund 49, nachdem sie wochenlang knapp über 20 gelegen hatte. Wissenschaftler sprechen vom Beginn einer dritten Corona-Welle, die durch die Ausbreitung der wohl sehr ansteckenden, zunächst in Indien entdeckte Delta-Variante verursacht wird.

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Die Zahl der Krankenhaus-Patienten mit Covid-19 ist in Grossbritannien wieder deutlich gestiegen. (Bild: Keystone)
USA spenden halbe Milliarde Impfdosen an ärmere Länder

Die USA wollen eine halbe Milliarde Impfdosen an Dutzende arme Länder der Welt verteilen. Nach Angaben des Weissen Hauses sollen die Dosen des Impfstoffs von Pfizer/Biontech an 92 Länder mit niedrigem und niedrigem mittleren Einkommen sowie an die Afrikanische Union gespendet werden. 200 Millionen Dosen sollen zwischen August und Ende des Jahres geliefert werden, die übrigen 300 Millionen bis Juni 2022.

US-Präsident Joe Biden werde den «historischen» Schritt an diesem Donnerstag verkünden und andere Demokratien der Welt aufrufen, die globale Versorgung mit sicheren und wirksamen Impfstoffen zu unterstützen, erklärte das Weissen Haus. Biden ist derzeit im englischen Cornwall, wo am Donnerstag ein Treffen mit dem britischen Premierminister Boris Johnson geplant ist. Von Freitag bis Sonntag nimmt er dort am Gipfel der Staats- und Regierungschefs der sieben grossen Industrienationen teil.

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Gipfel in Corona-Zeiten – Wie sich Merkel & Co. schützen

Persönliche Begegnungen zwischen Spitzenpolitikern sind während der Corona-Pandemie selten geworden, Gipfeltreffen wie nun der G7 in Grossbritannien umso mehr. Doch der britische Premier Boris Johnson, der in diesem Jahr den G7-Vorsitz inne hat, wollte unbedingt einen «echten» Gipfel – und nicht nur einen virtuellen. Auch dank des erfolgreichen Impfprogramms geht dieser Wunsch nun in Erfüllung.

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Impfbereitschaft der Schweizer Bevölkerung stark angestiegen

In der Schweizer Bevölkerung ist die Bereitschaft, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen, im ersten Halbjahr 2021 stark angestiegen.

Bei den über 70 Jahre alten Personen sei die Impfbereitschaft hervorragend, sagte Christoph Berger, Präsident der Eidgenössischen Kommission für Impffragen, in einem Interview mit den Tamedia-Zeitungen (Donnerstagausgabe). Die Impfbereitschaft sei in den letzten Jahren grösser geworden.

Die Impfbereitschaft der Schweizer Bevölkerung stieg im ersten Halbjahr an. (Bild: Keystone)

Generell lasse sich sagen, dass die Impfwilligkeit mit dem Alter zunehme. Für jene, die jetzt geimpft würden, sei das Coronavirus weniger gefährlich. Die 20- bis 40-Jährigen gingen wegen Covid-19 seltener ins Spital als die 50- bis 70-Jährigen. Es sei deshalb richtig, dass die jüngere Generation eine Impfung anders überlege.

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Private Vermögen 2020 trotz Pandemie auf Rekordhöhe

Ungeachtet der Corona-Krise sind die Privatvermögen weltweit auf einen Rekordwert gestiegen. Im letzten Jahr erreichten die persönlichen Finanzvermögen 250 Billionen Dollar.

Das geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten Bericht «Global Wealth 2021» der Beratungsfirma Boston Consulting Group (BCG) hervorgeht. Geschuldet sei der Zuwachs von 8,3 Prozent binnen eines Jahres dem starken Anstieg der Aktienmärkte und einer sprunghaften Zunahme der Ersparnisse.

Laut der Studie dürften die Vermögen in den nächsten fünf Jahren im Einklang mit der sich abzeichnenden wirtschaftlichen Erholung weiter deutlich zunehmen. Motoren des Wachstums werden vor allem Nordamerika, Westeuropa und Asien – ohne Japan – sein. Bis 2025 dürften in diesen Regionen 87 Prozent des erwarteten Vermögenszuwachses generiert werden.

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Illegales Corona-Impfzentrum in Panama aufgeflogen

In Panama ist ein unerlaubtes Corona-Impfzentrum entdeckt worden. In einem Büro- und Wohngebäude in Panama-Stadt wurden angeblich die Impfstoffe von Pfizer und Biontech sowie von Astrazeneca verabreicht, wie der Gesundheitsminister des mittelamerikanischen Landes, Luis Sucre, am Mittwoch im TV-Sender Telemetro sagte. Es werde noch untersucht, ob die Vakzine echt waren.

Es wurden demnach auch Büros eines Privatlabors untersucht. Festnahmen gab es zunächst keine. Nach einem Bericht der Zeitung «La Prensa» liessen sich an dem Ort im gehobenen Stadtviertel Coco del Mar allein an einem Tag mindestens 17 Menschen impfen. In Panama darf nur der Staat Corona-Impfstoff ankaufen und verabreichen.

Frankreichs Premier Castex muss als Corona-Kontaktfall in Isolation

Frankreichs Premierminister Jean Castex muss in Corona-Isolation. Seine Frau war zuvor positiv auf das Virus getestet worden, wie die französische Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch mit Verweis auf sein Amt berichtete. Castex wird sich demnach eine Woche lang isolieren. Ein erster Corona-Test bei ihm sei negativ gewesen. Der 55-Jährige ist bereits einmal gegen das Coronavirus geimpft.

(Bild: Keystone)

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Frankreich ist in den vergangenen Wochen bedeutend gesunken. Zuletzt wurden im Land knapp 69 Corona-Neuinfektionen pro 100’000 Einwohner binnen einer Woche gezählt. Rund 43 Prozent der französischen Bevölkerung sind mit mindestens einer Dose gegen das Coronavirus geimpft.

USA wollen 500 Millionen Impfdosen an andere Länder spenden

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will die US-Regierung übereinstimmenden Medienberichten zufolge 500 Millionen Impfdosen erwerben und sie an andere Länder spenden. Das Weisse Haus habe sich entsprechend mit den Pharmakonzernen Pfizer und Biontech geeinigt, berichtete am Mittwoch unter anderem die «Washington Post» unter Berufung auf mehrere mit den Plänen vertraute Personen. Den Berichten zufolge dürfte US-Präsident Joe Biden das Vorhaben vor oder beim G7-Gipfel im südwestenglischen Cornwall verkünden, an dem er während seiner ersten Auslandsreise als Präsident teilnimmt. Laut «New York Times» sollen die Impfdosen im Laufe der kommenden zwei Jahre an etwa 100 Länder verteilt werden.

Die Impfkampagnen gehen in den einzelnen Ländern der Welt im Vergleich in höchst unterschiedlichem Tempo voran. In den USA haben bereits mehr als 171,7 Millionen der rund 330 Millionen Einwohner mindestens eine Impfdosis erhalten. Mehr als 140,4 Millionen Menschen sind voll geimpft.

Pakistan führt Impfpflicht für Arbeitnehmer ein

In Pakistan müssen sich Staatsbedienstete und Angestellte privater Unternehmen künftig gegen das Coronavirus impfen lassen. Das teilte die für die Pandemie-Bekämpfung zuständige Behörde NCOC am Mittwoch mit.

Beschäftigte im öffentlichen Dienst müssen demnach bereits bis Ende Juni vollständig geimpft sein. Für private Unternehmen gab es noch keine näheren Bestimmungen.

Ein Lehrer in Peshawar. (Bild: Keystone)

Die Regierung in Islamabad hat vor, bis Ende des Jahres 70 Millionen der 220 Millionen Landesbewohner impfen zu lassen. Bisher wurden etwas mehr als 10 Millionen Impfstoffdosen verabreicht. «Je mehr wir impfen, desto besser werden wir geschützt sein», sagte Planungsminister Asad Umar am Mittwoch bei einer Zeremonie anlässlich der Verabreichung von nun zehn Millionen Dosen. In dem südasiatischen Land werden neben dem Vakzin von Astrazeneca vor allem chinesische Impfstoffe verabreicht.

Viele Neuinfektionen: Moskau verschärft Corona-Kontrollen

Angesichts steigender Infektionszahlen verschärfen die Behörden in Russlands Hauptstadt Moskau die Kontrolle von Corona-Beschränkungen.

Ausserdem würden in den kommenden Tagen zusätzliche Krankenhäuser für Corona-Patienten geöffnet, sagte Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin am Mittwoch der Agentur Interfax zufolge. Zuletzt waren in Europas grösster Metropole mehr als 4100 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert worden – so viele wie seit Mitte Januar nicht mehr. In ganz Russland zählten die Behörden mehr als 10’400 neue Fälle und damit einen Höchststand seit Mitte März bei einer wahrscheinlich hohen Dunkelziffer.

Strassen in Mumbai überflutet – Impfzentrum geschlossen

In der indischen Finanzmetropole Mumbai sind nach heftigen Regenfällen der beginnenden Monsunsaison Strassen überflutet worden. So blieben auch Busse und Züge stecken, wie Fernsehbilder am Mittwoch zeigen. Zudem sei mindestens ein Impfzentrum wegen Überflutung geschlossen worden, teilten örtliche Behörden mit.

(Bild: Keystone)

Auch für die kommenden Tage sagte der indische Wetterdienst starken Regen voraus. Die Stadt hatte erst diese Woche nach einem wochenlangen Lockdown wegen einer heftigen zweiten Corona-Welle mit Lockerungen begonnen.

Solche Überflutungen sind in der Millionenmetropole während der jährlichen Monsunsaison häufig. Dabei sterben auch immer wieder Menschen – etwa wenn Häuser zusammenstürzen, sie einen Stromschlag erleiden oder ertrinken.

Deutschland definiert für EM Quarantäne-Ausnahmeregeln

Für die EM werden in Deutschland Ausnahmen von der Corona-Quarantänepflicht gelten. Von dieser bis zum 28. Juli befristeten Ausnahme-Regelung für die Europameisterschaft ist jeder erfasst, der zur Teilnahme, Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung internationaler Sportveranstaltungen durch das jeweilige Organisationskomitee akkreditiert worden ist, wie das Kabinett am Mittwoch in Berlin beschloss.

Von der Pflicht zur Anmeldung und Absonderung nach Einreise aus einem sogenannten Virusvariantengebiet werden also nicht nur Fussballer ausgenommen sein, sondern beispielsweise auch Journalisten, die von den Spielen berichten. Auch das für solche Gebiete eigentlich verhängte Beförderungsverbot gilt für diese Fälle nicht.

Dank der Ausnahmeregelung dürfen für die EM akkreditierte Personen auch aus Grossbritannien ohne 14-tägige Quarantäne nach Deutschland einreisen. Das Mutterland des Fussballs gilt wegen der starken Verbreitung der in Indien entdeckten Coronavirus-Variante als Virusvariantengebiet. Nach ursprünglicher Regelung hätte damit weder das englische Nationalteam ohne Quarantäne nach München reisen können, noch deutsche Nationalspieler, die bei englischen Klubs angestellt sind.

UPS peilt bis 2023 weiteres Geschäftswachstum an

Der US-Paketdienst UPS setzt sich nach dem Paketboom in der Corona-Krise neue Ziele für die kommenden Jahre. Bis zum Jahr 2023 soll der Umsatz von zuletzt 84,6 Milliarden auf etwa 98 bis 102 Milliarden US-Dollar (etwa 80 bis 84 Mrd Euro) steigen, wie United Parcel Service (UPS) am Mittwoch zu seiner Investorenkonferenz in Atlanta mitteilte.

(Bild: Keystone)

Vom Umsatz sollen dann 12,7 bis 13,7 Prozent als bereinigter operativer Gewinn beim Unternehmen hängen bleiben. Im Corona-Jahr 2020 hatte diese Marge bei 10,3 Prozent gelegen, im Jahr 2019 bei 11,0 Prozent.

In den Jahren 2021 bis 2023 will das Unternehmen insgesamt 13,5 bis 14,5 Milliarden Dollar investieren, um sein Geschäft auszubauen und zu modernisieren. Insgesamt soll UPS nach dem Willen des Managements 2023 auf das investierte Kapital eine bereinigte Rendite von 26 bis 29 Prozent erzielen.

Corona-Impfdosen manipuliert – drei Jahre Haft für US-Apotheker

Ein Apotheker und Impfskeptiker im US-Gliedstaat Wisconsin hat Dosen des Corona-Impfstoffs Moderna verderben wollen – dafür muss er jetzt für drei Jahre ins Gefängnis.

Zudem muss er seinem Arbeitgeber, einem Krankenhaus in der Ortschaft Grafton, Schadenersatz in Höhe von 83’800 Dollar (etwa 68’800 Euro) zahlen, wie das US-Justizministerium in Washington am Dienstag mitteilte.

Ein Apotheker aus Wisconsin hat 500 Moderna-Impfdosen manipuliert und muss nun drei Jahre ins Gefängnis. (Bild: Keystone)

Der Mann unterbrach demnach die für den Impfstoff notwendige Kühlkette. Medienberichten zufolge mussten etwa 500 Dosen als Folge der Manipulation vernichtet werden.

Der 46-Jährige hatte der Behörde zufolge im Dezember 2020 in zwei Nachtschichten in Folge an seinem Arbeitsplatz eine Box mit den Moderna-Dosen aus dem Kühlschrank genommen und erst nach mehreren Stunden wieder zurückgestellt. Damit seien 57 Menschen anschliessend geimpft worden, bevor die Manipulation des Apothekers bekannt geworden sei, hiess es weiter. Der Mann habe das Risiko «rücksichtslos missachtet», dass Menschen dadurch der Gefahr von Tod und Körperverletzung ausgesetzt werden könnten.

Der Apotheker entschuldigte sich am Dienstag vor Gericht, wie der Lokalsender WTMJ berichtete. «Ich hatte nicht das Recht, diese Entscheidung zu treffen.» Er fühle sich fürchterlich, ihm tue es sehr leid, und er sei beschämt. Im Februar hatte er sich in zwei Fällen der Manipulation für schuldig bekannt. Er sagte demnach, er stehe Impfungen generell und dem Moderna-Impfstoff im Speziellen skeptisch gegenüber und habe dies auch seinen Kollegen gesagt.

Belgien macht Kneipen und Kinos wieder auf

Kneipen, Kinos, Fitnessstudios: Belgien hat dank abnehmender Infektionszahlen am Mittwoch die Corona-Regeln deutlich gelockert.

So sind in dem von der Pandemie zeitweise hart getroffenen Land ab sofort neben Terrassen auch die Innenräume von Restaurants geöffnet, aber nur an Vierertischen und mit Hygieneauflagen. Zuhause darf man ebenfalls vier Personen empfangen.

Restaurants in Belgien dürfen nun nebst den Terrassen auch ihre Innenräume öffnen. (Bild: Keystone)

Neben Sporteinrichtungen dürfen auch Kinos den Betrieb wieder aufnehmen, kulturelle Veranstaltungen mit bis zu 200 Menschen sind mit Sicherheitsregeln drinnen wieder möglich. In Brüssel entfällt die allgemeine Maskenpflicht draussen – sie gilt allerdings weiter an besonders belebten Orten sowie in Läden und öffentlichen Verkehrsmitteln. Arbeitnehmer dürfen nun wieder einen Tag die Woche ins Büro, für den Rest der Zeit ist immer noch Heimarbeit Pflicht.

BAG meldet 541 Neuinfektionen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem BAG am Mittwoch innerhalb von 24 Stunden 541 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG sieben neue Todesfälle und 32 Spitaleinweisungen.

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EU-Gericht kippt Genehmigung von Corona-Hilfen für Condor

Ryanair hat vor dem EU-Gericht einen Erfolg gegen staatliche Corona-Hilfen für die deutsche Condor erzielt. Die Richter kippten am Mittwoch den Beschluss der EU-Kommission zur Genehmigung der Beihilfe.

Die Entscheidung der Brüssler Behörde sei nicht ausreichend begründet, erklärte das Gericht in Luxemburg. Praktisch hat das aber zunächst keine Folgen: Die Wirkung der Nichtigerklärung wurde ausgesetzt, bis die EU-Kommission einen neuen Beschluss gefasst hat.

09.06.2021 12:15

Nach einem positiven Corona-Fall zieht sich das Intermarché-Wanty-Gobert-Teams per sofort zurück von der Tour de Suisse. Das schreibt das Team auf Twitter.

Ein Mitarbeiter des Intermarché-Wanty-Gobert-Teams war am Dienstag positiv auf das Virus getestet worden. Am Samstag sei der Test bei dieser Person noch negativ ausgefallen. Die Person sei in einem Hotelzimmer isoliert und weise keine Symptome auf.

Trotz negativen Kontrolltests am Dienstag sowie am Mittwoch entscheid die Team-Leitung, die Tour de Suisse sofort zu verlassen. «Wir als Veranstalter respektieren diese Entscheidung zum Wohle aller», schreibt das Organisations-Komitee dazu.

Erste Impfzertifikate für den Kanton St. Gallen

Seit Mittwoch können St. Gallerinnen und St. Galler ein nationales Impfzertifikat beantragen. Die Auslieferung soll ebenfalls bereits starten. Der Kanton St. Gallen hat auf ein eigenes Impftool gesetzt und den Testbetrieb bereits absolviert.

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Auch Ko Samui hofft auf baldige Wiedereröffnung

Nach den thailändischen Urlauberhochburgen Phuket und Chiang Mai hofft auch die beliebte Insel Ko Samui von den Behörden die Erlaubnis zur touristischen Wiedereröffnung zu bekommen.

Vertreter des Sektors hätten sich jetzt mit der Tourismusbehörde und Tourismus- und Sportminister Phiphat Ratchakitprakarn getroffen, um die Pläne zu erläutern, berichtete die Zeitung «Bangkok Post» am Mittwoch. Die Ideen für sicheres Reisen trotz Corona-Pandemie seien bereits seit März ausgearbeitet worden.

«Ko Samui steht jetzt auch in der Schlange für die Wiedereröffnung», titelte das Blatt. Unter anderem ist vorgesehen, dass geimpfte Reisende quarantänefrei auf die Insel im Golf von Thailand reisen können, sich aber zunächst einige Tage nicht frei, sondern nur im Zuge einer gebuchten Tour auf Ko Samui bewegen können. Das letzte Wort habe das staatliche Center for Covid-19 Situation Administration (CCSA), hiess es.

Lockdown in Melbourne wird ab Freitag gelockert

Der Corona-Lockdown in der australischen Millionenmetropole Melbourne wird ab Freitag deutlich gelockert.

Unter anderem werden die Schulen wieder geöffnet und die Menschen dürfen sich wieder im Umkreis von 25 Kilometern um ihre Häuser bewegen, wie der Premierminister des Gliedstaates Victoria, James Merlino, am Mittwoch ankündigte. Auch kleinere Versammlungen und Feiern wie Hochzeiten mit bis zu zehn Gästen sind dann wieder erlaubt, zudem gilt nur noch in Innenräumen eine Maskenpflicht.

Der Lockdown in der australischen Millionenmetropole Melbourne wird ab Freitag deutlich gelockert. (Bild: Keystone)

Der gesamte Gliedstaat war am 28. Mai nach mehreren Dutzend Corona-Neuinfektionen zunächst für sieben Tage in einen strikten Lockdown gegangen. Während dieser nach einer Woche im Rest von Victoria weitgehend aufgehoben wurde, wurde er für Melbounre verlängert. Die Menschen durften nur noch das Haus verlassen, um zur Arbeit zu gehen, einzukaufen, Sport zu treiben oder sich impfen zu lassen. Vergangenes Jahr galt in Melbourne bereits ein monatelanger Lockdown mit strengen Ausgangsbeschränkungen.

Steinmeier kritisiert Tempo der Impfstoff-Hilfe für arme Länder

Kurz vor dem G7-Gipfel in Grossbritannien hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier stärkere Anstrengungen der reichen Länder für die weltweite Impfkampagne gegen das Coronavirus angemahnt. Es sei zwar ein grosser Schritt, dass die G7-Staaten noch in diesem Jahr Impfstoffe abgeben wollten, um Gesundheitspersonal und gefährdete Gruppen in Afrika und anderen Teilen der Welt impfen zu lassen, sagte Steinmeier in einem Video für die Diskussionsveranstaltung «The Africa Roundtable». «Zugleich bleibt die Frage, ob das nicht früher hätte geschehen müssen und in grösserem Umfang. Ich weiss, dass viele Menschen in Afrika das als ungerecht empfinden, und ich teile dieses Empfinden.»

Deutschlands Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kritisiert das Tempo der weltweiten Impfkampagne. (Bild: Keystone)

Steinmeier unterstützte alle Bemühungen, Produktionsstätten für Impfstoffe in ärmeren Ländern und Regionen aufzubauen. «Die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in Staaten, die nicht über die Mittel verfügen, sich den Herstellern der Impfstoffe als Vorzugskunden anzubieten», betonte er. Auf den Streit über den Patentschutz für Impfstoffe ging er aber nicht direkt ein.

Die Staats- und Regierungschefs der Gruppe der Sieben (G7), in der die wirtschaftsstarken Demokratien USA, Deutschland, Grossbritannien, Kanada, Frankreich, Italien und Japan vereint sind, kommen von Freitag bis Sonntag in der südenglischen Urlaubsregion Cornwall zusammen. Der Kampf gegen Covid-19 ist eines der zentralen Themen des Gipfels. US-Präsident Joe Biden hat sich für eine Aussetzung der Patente für Impfstoffe ausgesprochen, um die Produktion für arme Länder zu erleichtern. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat diesen Vorstoss allerdings abgeblockt.

Lockdown-Ende beflügelt Geschäft von Zara-Mutter Inditex

Die Öffnung fast aller Geschäfte nach den Lockdowns im Winter lässt den Textilhändler Inditex auf bessere Geschäfte hoffen. Derzeit seien 98 Prozent der Läden geöffnet, teilte der Eigner der Modeketten Zara, Bershka und Massimo Dutti am Mittwoch im spanischen Arteixo mit.

Im ersten Geschäftsquartal (bis Ende April) legte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund die Hälfte auf mehr als 4,9 Milliarden Euro zu. In der Zeit vom 1. Mai bis 6. Juni lag der Erlös währungsbereinigt sogar mehr als doppelt so hoch wie kurz nach Beginn der Pandemie ein Jahr zuvor – und fünf Prozent höher als im gleichen Zeitraum des Jahres 2019.

Corona-Lage in Deutschland entspannt sich weiter

In Deutschland geht die Zahl der gemeldeten Ansteckungen mit dem Coronavirus weiter deutlich zurück. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Mittwoch eine 7-Tage-Inzidenz von 20,8 (Vortag: 22,9; Vorwoche: 36,8), das ist der niedrigste Wert seit acht Monaten.

Die gute Entwicklung könnte an den wärmeren Temperaturen, dem wachsenden Immunschutz in der Bevölkerung vor allem durch Impfungen sowie an Schnelltests bei Schule, Arbeit und Freizeit liegen. Ein Risikofaktor bleiben Virus-Mutanten wie die zunächst in Indien aufgetretene Delta-Variante. Bislang ist hierzulande aber keine starke Zunahme zu sehen.

Über 46 Prozent der Menschen in Deutschland haben mindestens ihre erste Impfdosis erhalten. (Bild: Keystone)

Auf Bundeslandebene liegen alle Länder unter einer Inzidenz von 25 – ausser Baden-Württemberg. Für den Südwesten gab das RKI den Wert mit 26,9 an. Die Zahl der Menschen auf den Intensivstationen geht weiter zurück. Zuletzt gab die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin sie mit deutlich unter 2000 an. Ende April waren es noch mehr als 5000.

Mittlerweile haben mehr als 46 Prozent der Menschen in Deutschland mindestens eine Impfdosis erhalten.

Spaniens Nationalmannschaft mit weiterem Corona-Fall

Spaniens Nationalmannschaft verzeichnet einen weiterer Corona-Fall in seinen Reihen. Nach Captain Sergio Busquets wurde auch Diego Llorente positiv auf das Coronavirus getestet. Der Verteidiger von Leeds United hat das EM-Quartier in Las Rozas bei Madrid verlassen. Die Vorbereitung des Teams auf die am Freitag beginnende EM-Endrunde wird mit individuellem Training fortgesetzt.

Spanien trifft zum Auftakt der Gruppenphase am Montag in Sevilla auf Schweden. Auch die Skandinavier haben bereits zwei Corona-Fälle vermeldet.

16- bis 18-Jährige zeigen wenig Impfbereitschaft

Auch 16- bis 18-Jährige in der Schweiz können sich gegen Covid-19 impfen lassen. Doch die Bereitschaft dazu sei in dieser Altersklasse vergleichsweise gering, wie «20 Minuten» berichtet.

Im Kanton Bern sei die Hälfte der Impftermine für diese Alterskategorie noch offen, sagt der Sprecher der Berner Gesundheitsdirektion gegenüber der Zeitung. Und im Kanton Solothurn ergebe sich ein ähnliches Bild. Rund 80 Prozent der 16- und 17-Jährigen hätten sich bisher nicht um einen Termin im Impfzentrum bemüht. Man arbeite dort aber bereits an Massnahmen, wie man das Interesse der Jugendlichen für eine Impfung wecken könnte.

Jugendliche im Alter von 16 bis 18 Jahren zeigen wenig Bereitschaft, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen. (Bild: Keystone)

 

«Light-Zertifikat» soll in der Schweiz zum Einsatz kommen

Seit Beginn der Woche werden innerhalb der Pilotphase die ersten Covid-Zertifikate ausgestellt. Nebenbei läuft in der Schweiz aber noch ein zweites Projekt, wie «Blick» schreibt. Das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) erhielt vom Bundesrat den Auftrag, ein weiteres Zertifikat zu entwickeln.

Es nennt sich Light-Zertifikat und soll eine datensparsamere Version des Covid-Zertifikats sein. Gedacht sei es für den Gebrauch im Inland. Der Bund wolle mit der «Light»-Version verhindern, dass Gesundheitsdaten in die falschen Hände geraten. Laut Plänen des BIT soll das zweite Zertifikat am 12. Juli verfügbar sein.

US-Präsident Biden warnt vor Delta-Variante in Grossbritannien

Die Delta-Variante, eine weitere Corona-Mutation, bedroht die Pläne der britischen Regierung, jegliche Massnahmen aufzuheben. Am 21. Juni sollten voraussichtlich alle Restriktionen aufgehoben werden, nun aber breitet sich die indische Coronavirus-Variante B.1.617.2, neu Delta genannt, in Grossbritannien rasch aus.

Innerhalb der letzten drei Wochen hat sich die Zahl der Neuinfektionen mehr als verdreifacht, von rund 1500 Ansteckungen auf 5000 pro Tag. Auch US-Präsident Biden warnt vor der ansteckenderen Variante. Diese würde sich insbesondere unter jungen Menschen zwischen 12 und 20 Jahren schnell ausbreiten. «Wenn Du jung bist und noch nicht geimpft, ist es jetzt wirklich an der Zeit», schreibt Biden am Dienstag auf Twitter.

Christian Drosten: «Alle, die sich nicht impfen lassen, werden sich infizieren»

Herdenimmunität funktioniere bei Menschen nicht, sagt der deutsche Top-Virologe Christian Drosten im Interview mit dem Onlinemagazin «Republik». Das sei von Anfang an ein Missverständnis gewesen.

Auch wenn 70 Prozent der Bevölkerung durch Impfung oder Infektion immun sei, könne das Virus nicht verschwinden. «Das ist bei diesem Virus einfach nicht so. Alle, die sich nicht impfen lassen, werden sich mit Sars-2 infizieren», so Drosten.

Der deutsche Virologe Christian Drosten forscht seit 20 Jahren zu Coronaviren. (Bild: Keystone)

Der Begriff Herdenimmunität komme aus der Veterinär­medizin, beim Rinderpest­virus beispielsweise seien solche Rechnungen auch gemacht worden. Diese seien auf Menschen aber nicht anwendbar, da diese nicht in Herden leben. «Menschen sind keine abgeschlossene Gruppe. Wir haben Reise­verkehr und Austausch und Kontinuität.» Auf diese Weise werde sich das Virus weiter verbreiten. Der Virologe geht davon aus, dass in ein paar Jahren «hundert Prozent der Bevölkerung entweder geimpft oder infiziert sein wird.»

167 Corona-Fälle um den Mount Everest während zweiter Welle

In Dörfern rund um den Mount Everest werden während der heftigen zweiten Welle 167 Corona-Fälle gemeldet. Dort leben hauptsächlich Menschen des Sherpa-Volksstamms.

Viele von ihnen führen ausländische Bergsteiger auf den Everest oder andere Berge, tragen deren Gepäck oder kochen für sie während der Expedition. Seit die ersten von ihnen im April vom Everest-Basislager zurückgekehrt seien, habe es eine stetige Zunahme an Infektionen in Pasang Lhamu gegeben, sagte die Chefin der zuständigen Gesundheitsbehörde, Aarti Maya Tamang, der Deutschen Presse-Agentur.

Die Kommune um den höchsten Berg der Welt zählt rund 9000 Einwohner. Das Gebiet sei nur teils mit Autos erreichbar.

FDP-Fraktion will mit Covid-Zertifikat meineimpfungen.ch ersetzen

Das Covid-Zertifikat soll zu einem allgemeinen elektronischen Impfpass erweitert werden. Dies verlangt die FDP-Fraktion mit einer Motion. Mit dieser Lösung soll die Online-Plattform meineimpfungen.ch ersetzt werden.

Die Nutzung der Infrastruktur für das Covid-Zertifikat soll nicht auf wenige Monate beschränkt werden, sondern dauerhaft genutzt werden. Dies teilte die FDP-Fraktion am Dienstag nach ihrer Sitzung mit.

Die Fraktion will den Bundesrat mit einer Motion beauftragen, das Zertifikat auf alle Impfungen auszuweiten und so eine Digitalisierung der Impfdaten zu ermöglichen. Das Zertifikat soll als Ersatzlösung für die Online-Plattform meineimpfungen.ch dienen, die gravierende Sicherheitsmängel aufwies.

Die Nutzung des elektronischen Ausweises solle freiwillig bleiben. Mit der elektronischen Lösung werde jedoch ein Mehrwert für die Bevölkerung geschaffen. Gleichzeitig würden die Investitionen der öffentlichen Hand nachhaltig genutzt.

David Hasselhoff macht Werbung für Corona-Impfung

Der US-Schauspieler und Sänger David Hasselhoff («Baywatch», «Knight Rider») macht Werbung für die Impfkampagne des Bundesgesundheitsministeriums. «Ärmel hoch», sagt Hasselhoff auf Deutsch in einem vom Ministerium auf Twitter veröffentlichten Video. Das Haus von Jens Spahn (CDU) bestätigte am Dienstag, dass Hasselhoff für seinen Beitrag kein Geld bekommen habe.

Sein Rat an alle Amerikaner in der ganzen Welt und in Deutschland sei, sich impfen zu lassen, so Hasselhoff in einem weiteren Video. Dazu zeigt er ein kleines Pflaster auf seinem rechten Oberarm. Er wolle wieder Alltag haben und die Freiheit zu reisen, erklärt der Sänger des Mauerfall-Hits «Looking For Freedom» (zu deutsch «Suche nach Freiheit») vor seiner Villa in der kalifornischen Stadt Calabasas. Und er habe Freiheit durch die Impfung gefunden: «I found freedom».

Prinz Charles warnt: Welt ist angreifbar für weitere Pandemien

Vor dem G7-Gipfel in Grossbritannien hat Prinz Charles (72) vor neuen Pandemien auf der Welt gewarnt. Umweltzerstörung und der Verlust der Artenvielfalt hätten die Erde angreifbar gemacht, sagte der britische Thronfolger am Dienstag bei einer Veranstaltung der Handelskammer von Cornwall. Lesen Sie hier mehr.

Nordostschweizer Fest erst im September

Im Zug der Coronavirus-Pandemie wird das Nordostschweizer Schwingfest in Mels SG vom 27. Juni auf den 12. September verschoben.

Das Nordostschweizer Teilverbandsfest wird somit knapp zwei Wochen vor dem Saisonhöhepunkt stattfinden, dem Kilchberger Schwinget vom Samstag, 25. September.

Was bisher geschah

Die bisherigen Kurzmeldungen aus der Schweiz und der Welt zu Corona finden Sie hier.

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