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Sehen Sie hier Medienkonferenz mit den Fachpersonen des Bundes im Rückblick. (Video: Youtube/Der Schweizerische Bundesrat)
Schweiz

Erste 260 Covid-Zertifikate erfolgreich ausgestellt

Die Fachexperten des Bundes informierten am Dienstag über die ersten Covid-Zertifikate und über das Nachlassen der Impflust. Alles dazu hier im Überblick:

Die Covid-19-Pandemie ist in der Schweiz auf dem Rückzug. Die Lieferungen von Impfstoffen haben einen guten Rhythmus und haben sich eingependelt. Allein in der laufenden Woche treffen 600’000 Impfdosen ein, wie Virginie Masserey vom Bundesamt für Gesundheit sagte.

Mit den am Dienstag gemeldeten 429 Fällen von Neuinfektionen mit dem Coronavirus liege dieser Wert seit Freitag unter 500, erklärte die Leiterin der Sektion Infektionskontrolle im BAG vor den Bundeshausmedien weiter. Auch die Zahl der Todesfälle sei tief.

Die Fallzahlen seien in allen Altersgruppen rückläufig. Der Trend in den Nachbarländern zeige sich ähnlich. Grossbritannien hingegen sehe sich mit einem Anstieg konfrontiert.

Zu früh, um Auswirkungen der Lockerungen zu beurteilen

Um die Auswirkungen der Lockerungen zu beurteilen, sei es noch zu früh, sagte Masserey weiter. 40 Prozent der Bevölkerung hätten indessen bereits die erste Impfdosis erhalten, bei den Erwachsenen sogar 50 Prozent. Vollständig geimpft sind demnach 24 Prozent der Bevölkerung.

Es bleibe wichtig, dass Impfbereitschaft konstant und die Impfkadenz hoch blieben, um einen hohen Schutz auch gegen die Varianten des Virus zu erreichen. Für die Dauer des Impfschutzes warte das BAG auf Daten, um den aktuellen Zeitraum von aktuell sechs auf neun oder zwölf Monate ausweiten zu können.

Im weiteren warnte Masserey, das Covid-19-Zertifikat sei kein Freipass fürs Reisen. Es gelte nach wie vor, sich über die Regelungen im Zielland zu informieren.

Bislang etwas mehr als 260 Zertifikate ausgestellt

In der Schweiz sind bis am Dienstagvormittag gemäss Bundesamt für Gesundheit (BAG) 249 Zertifikate für geimpfte, 14 für genesene und 2 für negativ getestete Personen ausgestellt worden. Für die Kantone ist deren Ausstellung eine Herausforderung.

Zudem sei der Fahrplan ambitioniert, sagte Linda Nartey, Kantonsärztin des Kantons Bern und Vizepräsidentin der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte. Aber es sei klar, dass die Zertifikate Ende Juni bereit gestellt sein müssten. Die Kräfte dafür würden entsprechend gebündelt. Aus Sicht des Kantons Bern sei es aber machbar, für die anderen Kantone könne sie nicht sprechen. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Wie Philippe Voirol, Vizedirektor, Hauptabteilung Strategy & Innovation, Bundesamt für Informatik und Telekommunikation BIT, sagte, könne das System pro Sekunde 67 Covid-Zertifikate ausstellen. Die Behörden rechnen damit, dass die Ausstellung aller Zertifikate für die bisher geimpften glimpflich über die Bühne laufen wird, wenn diese dann zu Verfügung stehen.

Berner Kantonsärztin beobachtet ein Nachlassen der Impf-Lust

Ein Nachlassen der Impfbereitschaft beobachtet die Berner Kantonsärztin Linda Nartey, nachdem in den vergangenen Wochen Termine für eine Covid-19-Impfung jeweils in kürzester Zeit vergeben waren.

Es sein eine gewisse «Sättigung» eingetreten, das zeige sich daran, dass Impftermine längere Zeit offenblieben, sagt Nartey. Diese «Sättigung» sei besonders zu beobachten bei der Impfgruppe der 16- und 17-Jährigen, die Jugendlichen würden sich eher «gemächlich» motivieren lassen für eine Impfung.

Die Impfung sei wichtig, so Nartey. Und sie warnte eindringlich davor, sich bloss impfen zu lassen, um wieder unbeschwert reisen zu können. Anreize für eine Impfung wie in den USA, wo Lotterien veranstaltet werden, hält die Berner Kantonsärztin indessen nicht für ein geeignetes Mittel.

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