Die Deponie Höli in Liestal ist ins Visier der Wettbewerbskommission (WEKO) geraten. (Bild: zvg)
Baselland

Deponie Höli wird von WEKO untersucht

Die Deponie Höli in Liestal ist ins Visier der WEKO geraten. Dies wegen Verdachts auf Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung.

Die WEKO untersucht, ob das Unternehmen im Wirtschaftsraum Basel eine marktbeherrschende Stellung im Deponiewesen hat und diese missbrauchte. Ihr lägen entsprechende Anhaltspunkte vor, teilte die Wettbewerbskommission am Dienstag, 8. Juni 2021, mit. Demnach scheine die Deponie in der Vergangenheit den Aktionären und Aktionärinnen tiefere Preise verrechnet zu haben als den übrigen Kundinnen und Kunden. Zudem bestünden Indizien dafür, dass das Unternehmen die Annahme von Abfallmaterial gewisser Kundinnen und Kunden verweigert habe.

Auf die Deponie Höli AG aufmerksam gemacht wurde die Weko durch den Kanton Baselland. Dieser habe im letzten Dezember eine Anzeige eingereicht, sagte Weko-Direktor Patrik Ducrey gegenüber dem Regionaljournal Basel von Radio SRF.

Seit Mitte Mai geschlossen

Die Wettbewerbskommission klärt nun ab, ob das Unternehmen tatsächlich eine marktbeherrschende Stellung innehat und sich im Sinne des Kartellgesetzes missbräuchlich verhalten hat. Die WEKO rechnet mit einer Untersuchungsdauer von zwei Jahren.

Bei der Deponie Höli handelt es sich um eine 2010 eröffnete Inertstoff-Deponie im Waldareal der Bürgergemeinde Liestal. Diese ist auch Mehrheitsaktionärin der Betreibergesellschaft, an der gemäss der Website des Unternehmens auch private Bau- und Logistikfirmen beteiligt sind.

Seit dem 12. Mai ist die Deponie Höli auf Anordnung der Baselbieter Behörden geschlossen, wie es auf der Website des Unternehmens heisst. Die Deponie hat ihre Füllmenge Jahrzehnte früher als geplant bereits in diesem Jahr erreicht. Eine Erweiterung ist geplant.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel