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Schweiz

David Hasselhoff macht Werbung für deutsche Impfkampagne

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
FDP-Fraktion will mit Covid-Zertifikat meineimpfungen.ch ersetzen

Das Covid-Zertifikat soll zu einem allgemeinen elektronischen Impfpass erweitert werden. Dies verlangt die FDP-Fraktion mit einer Motion. Mit dieser Lösung soll die Online-Plattform meineimpfungen.ch ersetzt werden.

Die Nutzung der Infrastruktur für das Covid-Zertifikat soll nicht auf wenige Monate beschränkt werden, sondern dauerhaft genutzt werden. Dies teilte die FDP-Fraktion am Dienstag nach ihrer Sitzung mit.

Die Fraktion will den Bundesrat mit einer Motion beauftragen, das Zertifikat auf alle Impfungen auszuweiten und so eine Digitalisierung der Impfdaten zu ermöglichen. Das Zertifikat soll als Ersatzlösung für die Online-Plattform meineimpfungen.ch dienen, die gravierende Sicherheitsmängel aufwies.

Die Nutzung des elektronischen Ausweises solle freiwillig bleiben. Mit der elektronischen Lösung werde jedoch ein Mehrwert für die Bevölkerung geschaffen. Gleichzeitig würden die Investitionen der öffentlichen Hand nachhaltig genutzt.

David Hasselhoff macht Werbung für Corona-Impfung

Der US-Schauspieler und Sänger David Hasselhoff («Baywatch», «Knight Rider») macht Werbung für die Impfkampagne des Bundesgesundheitsministeriums. «Ärmel hoch», sagt Hasselhoff auf Deutsch in einem vom Ministerium auf Twitter veröffentlichten Video. Das Haus von Jens Spahn (CDU) bestätigte am Dienstag, dass Hasselhoff für seinen Beitrag kein Geld bekommen habe.

Sein Rat an alle Amerikaner in der ganzen Welt und in Deutschland sei, sich impfen zu lassen, so Hasselhoff in einem weiteren Video. Dazu zeigt er ein kleines Pflaster auf seinem rechten Oberarm. Er wolle wieder Alltag haben und die Freiheit zu reisen, erklärt der Sänger des Mauerfall-Hits «Looking For Freedom» (zu deutsch «Suche nach Freiheit») vor seiner Villa in der kalifornischen Stadt Calabasas. Und er habe Freiheit durch die Impfung gefunden: «I found freedom».

Prinz Charles warnt: Welt ist angreifbar für weitere Pandemien

Vor dem G7-Gipfel in Grossbritannien hat Prinz Charles (72) vor neuen Pandemien auf der Welt gewarnt. Umweltzerstörung und der Verlust der Artenvielfalt hätten die Erde angreifbar gemacht, sagte der britische Thronfolger am Dienstag bei einer Veranstaltung der Handelskammer von Cornwall. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Nordostschweizer Fest erst im September

Im Zug der Coronavirus-Pandemie wird das Nordostschweizer Schwingfest in Mels SG vom 27. Juni auf den 12. September verschoben.

Das Nordostschweizer Teilverbandsfest wird somit knapp zwei Wochen vor dem Saisonhöhepunkt stattfinden, dem Kilchberger Schwinget vom Samstag, 25. September.

Pfizer startet entscheidende Impfstoffstudie mit Kindern unter 12

Pfizer und Biontech treiben die Entwicklung ihres Covid-19-Impfstoffs zum Einsatz bei Kindern unter zwölf Jahren voran. Am Dienstag startet die entscheidende klinische Studie der Phase 2/3 mit Kindern zwischen fünf und elf Jahren, wie Pfizer über den Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte.

Im März hatte die klinische Entwicklung begonnen, insgesamt sollen an der Studie rund 4500 Kindern zwischen sechs Monaten und elf Jahren in den USA, Finnland, Polen und Spanien teilnehmen.

Pfizer rechnet damit, die US-Zulassung für Fünf- bis Elfjährige im September/Oktober und kurze Zeit später für Kinder zwischen sechs Monaten und fünf Jahren beantragen zu können. In der Europäischen Union, den USA und Kanada ist bereits der Einsatz des Impfstoffs ab zwölf Jahren genehmigt worden.

Prämien fürs Impfen sind in der Schweiz nicht geplant

Die Schweiz will die Bevölkerung nicht mit Prämien für eine Impfung gegen das Coronavirus belohnen. Der Impfentscheid sollte informiert fallen, sagte die Berner Kantonsärztin und Vizepräsidentin der Kantonsärztevereinigung Linda Nartey. Die Freiwilligkeit sollte bestehen bleiben und Anreize keine Rolle spielen.

Im Prinzip sollten die Leute ihren Impfentscheid fällen, weil sie den Nutzen sehen und zur Normalität zurückkehren wollen, ergänzte Virginie Masserey, Leiterin der Sektors Infektionskontrolle im Bundesamt für Gesundheit (BAG), am Dienstag vor den Bundeshausmedien in Bern.

Sollte die Impfbereitschaft sinken, müsste erst einmal Ursachenforschung betrieben werden. In diesem Fall würde sich die Frage stellen, ob die Impfungen nahe genug bei den Leuten angeboten werden und welche Gruppen sich nicht impfen lassen wollen.

Berner Kantonsärztin beobachtet ein Nachlassen der Impf-Lust

Ein Nachlassen der Impfbereitschaft beobachtet die Berner Kantonsärztin Linda Nartey, nachdem in den vergangenen Wochen Termine für eine Covid-19-Impfung jeweils in kürzester Zeit vergeben waren. Es sein eine gewisse «Sättigung» eingetreten, das zeige sich daran, dass Impftermine längere Zeit offenblieben, sagt Nartey, Kantonsärztin Bern und Vizepräsidentin der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte VKS, am Dienstag vor den Bundeshausmedien in Bern.

Ein Nachlassen der Impfbereitschaft beobachtet die Berner Kantonsärztin Linda Nartey, nachdem in den vergangenen Wochen Termine für eine Covid-19-Impfung jeweils in kürzester Zeit vergeben waren. (Bild: Keystone)

Diese «Sättigung» sei besonders zu beobachten bei der Impfgruppe der 16- und 17-Jährigen, die Jugendlichen würden sich eher «gemächlich» motivieren lassen für eine Impfung.

Die Impfung sei wichtig, so Nartey. Und sie warnte eindringlich davor, sich bloss impfen zu lassen, um wieder unbeschwert reisen zu können. Anreize für eine Impfung wie in den USA, wo Lotterien veranstaltet werden, hält die Berner Kantonsärztin indessen nicht für ein geeignetes Mittel.

Bislang etwas mehr als 260 Zertifikate ausgestellt

In der Schweiz sind bis am Dienstagvormittag gemäss BAG 249 Zertifikate für geimpfte, 14 für genesene und zwei für negativ getestete Personen ausgestellt worden. Für die Kantone ist deren Ausstellung eine Herausforderung. Zudem sei der Fahrplan ambitioniert, sagte Linda Nartey, Kantonsärztin des Kantons Bern und Vizepräsidentin der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte am Dienstag vor den Medien in Bern.

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Covid-19-Pandemie ist auf dem Rückzug

Die Covid-19-Pandemie ist in der Schweiz auf dem Rückzug. Die Lieferungen von Impfstoffen haben einen guten Rhythmus und haben sich eingependelt. Allein in der laufenden Woche treffen 600’000 Impfdosen ein, wie Virginie Masserey vom Bundesamt für Gesundheit sagte.

Mit den am Dienstag gemeldeten 429 Fällen von Neuinfektionen mit dem Coronavirus liege dieser Wert seit Freitag unter 500, erklärte die Leiterin der Sektion Infektionskontrolle im BAG vor den Bundeshausmedien weiter. Auch die Zahl der Todesfälle sei tief.

Die Fallzahlen seien in allen Altersgruppen rückläufig. Der Trend in den Nachbarländern zeige sich ähnlich. Grossbritannien hingegen sehe sich mit einem Anstieg konfrontiert.

Um die Auswirkungen der Lockerungen zu beurteilen, sei es noch zu früh, sagte Masserey weiter. 40 Prozent der Bevölkerung hätten indessen bereits die erste Impfdosis erhalten, bei den Erwachsenen sogar 50 Prozent. Vollständig geimpft sind demnach 24 Prozent der Bevölkerung.

EU-Kommission billigt erste Pläne zu Coronahilfen nächste Woche

Die ersten nationalen Pläne zur Verwendung der milliardenschweren europäischen Coronahilfen sollen nächste Woche von der EU-Kommission gebilligt werden. Dies kündigte Präsidentin Ursula von der Leyen am Dienstag im Europaparlament an. «Das erste Geld wird in den nächsten Wochen fliessen.» Rund ein Jahr nach den ersten Gipfel-Beschlüssen für das Programm im Umfang von 750 Milliarden Euro sei das ein historischer Erfolg.

Bisher hätten 23 der 27 EU-Staaten ihre Aufbaupläne bei der EU-Kommission zur Prüfung eingereicht, sagte von der Leyen. Nach Analyse dieser Pläne sei die Botschaft klar: «Die Europäer sind bereit für einen Neustart.» So hätten die Mitgliedsstaaten 50 Milliarden Euro für saubere Energien eingeplant und weitere 50 Milliarden für die Gebäudesanierung. Mindestens 85 Milliarden sollten in die Förderung umweltfreundlicheren Verkehrs fliessen.

«Das sind genau die Investitionen, die wir wollen», sagte von der Leyen. Bei Investitionen in Digitalisierung gebe es dieselbe Dynamik.

Spaniens Nationalteam wird geimpft

Spaniens Nationalteam wird nach dem positiven Corona-Befund bei Captain Sergio Busquets noch vor dem EM-Start auf das Coronavirus geimpft. «Wir machen eine Ausnahme, weil sie unser Land bei einem Wettbewerb auf höchster Ebene vertreten», sagte Sportminister Jose Manuel Rodriguez gegenüber dem Radiosender Cadena Ser. Verbandsboss Luis Rubiales hatte sich vor zwei Monaten für eine Impfung der Spieler stark gemacht. Dies war damals aber abgelehnt worden.

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Spaniens Nationalteam wird nach dem positiven Corona-Befund bei Captain Sergio Busquets noch vor dem EM-Start auf das Coronavirus geimpft. (Bild: Keystone)
BAG registriert 667'307 Covid-19-Impfungen in den letzten 7 Tagen

Vom 31. Mai bis 6. Juni sind in der Schweiz 667’307 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden. Dies geht aus den Angaben hervor, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag auf seiner Website veröffentlichte.

Pro Tag wurden damit durchschnittlich 95’330 Impfungen durchgeführt. Im Vergleich zur Woche davor stieg die Impfkadenz um 23 Prozent.

Insgesamt wurden bis Sonntag 5’491’240 Impfungen durchgeführt. Bislang sind 2’066’994 Personen vollständig geimpft, das heisst 23,9 Prozent der Bevölkerung haben bereits zwei Impfdosen erhalten. Bei 1’357’252 Personen wurde bislang nur die Erstimpfung durchgeführt.

Bereits an die Kantone ausgeliefert, aber noch nicht eingesetzt, sind derzeit 393’710 Impfdosen. Zudem sind noch 180’525 Impfdosen beim Bund gelagert

Produktpiraterie hat in der EU durch Corona noch zugenommen

Das Problem der Produktpiraterie hat sich während der Corona-Pandemie und der einhergehenden Zunahme des Onlinehandels weiter verschärft. Fälscher hätten vor allem die Unsicherheit von Menschen angesichts neuer Behandlungen und Impfstoffe ausgenutzt, geht aus einer Mitteilung des EU-Amtes für geistiges Eigentum (EUIPO) hervor, die am Dienstag an deren Sitz im spanischen Alicante veröffentlicht wurde.

Beobachtet worden sei vor allem die Verbreitung gefälschter Arzneimittel wie Antibiotika und Schmerzmittel sowie zuletzt anderer medizinischer Produkte wie persönliche Schutzausrüstung und Gesichtsmasken, heisst es weiter. Bei 6,8 Prozent der EU-Einfuhren im Wert von 121 Milliarden Euro handle es sich um Fälschungen. Herstellern und den Staaten entgingen Milliarden an Einnahmen und Abgaben, auch Arbeitsplätze gingen verloren.

Insgesamt habe das Risiko zugenommen, dass Verbraucher im Internet gefälschte Produkte kauften. So hätten sich neun Prozent im EU-Durchschnitt schon einmal trotz der Risiken für Gesundheit und Sicherheit durch Täuschung dazu verleiten lassen, ein gefälschtes Produkt zu kaufen. Weltweit würden gefälschte Medikamente im Wert von vier Milliarden Euro gehandelt.

BAG meldet 429 Neuinfektionen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem BAG am Dienstag innerhalb von 24 Stunden 429 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG vier neue Todesfälle und 31 Spitaleinweisungen.

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Covid-Zertifikat ist neu im Playstore verfügbar

Auch Android-Nutzer können die Covid-Zertifikat App nun herunterladen. Die App ist im Playstore verfügbar.

Die App für das Covid-Zertifikat gibt es neu auch im Playstore für Android-User. (Bild: Keystone)
So steht es um die Auslastung der Intensiv-Betten in der Schweiz
 

(Grafik: Keystone-SDA, Quelle: KSD, Kantone)

Prominente fordern Impfstoffspenden von G7-Gipfel für arme Länder

Vor dem G7-Gipfel in Grossbritannien haben Unicef-Botschafter und andere Prominente die reichen Länder aufgefordert, verfügbare Impfdosen an ärmere Staaten zu spenden. Es müsse eine gerechtere Impfstoffversorgung für Länder mit niedrigeren und mittleren Einkommen sichergestellt werden, hiess es am Dienstag in einem offenen Brief, der in der «Financial Times» veröffentlicht wurde. Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem David Beckham, Billie Eilish, Claudia Schiffer und Pink.

Die Staats- und Regierungschefs der Gruppe der Sieben (G7) aus USA, Deutschland, Grossbritannien, Kanada, Frankreich, Italien und Japan kommen von Freitag bis Sonntag zu ihrem Gipfel in dem Touristenort Cornwall zusammen. Die 28 Unterzeichner des Briefes fordern die G7 auf, zwischen Juni und August mindestens 20 Prozent der verfügbaren Impfdosen gegen Covid-19 zu teilen, um das Risiko einer weiteren Ausbreitung des Virus und die Gefahr von Mutationen zu verringern.

Petition zur Aufhebung von Patenten für Corona-Impfstoffe

Zum Beginn der WTO-Verhandlungen über die Aussetzung von Patenten für Corona-Impfungen haben Amnesty International Schweiz und Public Eye in Bern eine Petition für Solidarität bei den Impfungen eingereicht. Die Petition trägt über 20’000 Unterschriften.

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600'000 weitere Moderna-Impfdosen

Wie Bundesrat Alain Berset an einer Medienkonferenz im Kanton Solothurn am Dienstag, 8. Juni, sagt, treffen noch diese Woche 600’000 weitere Moderna-Impfdosen in der Schweiz ein.

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Bundesrat Alain Berset an der Medienkonferenz im Kanton Solothurn. (Bild: Keystone)
SBB bereiten Rückkehr zu einer «gewissen Normalität» vor

Die SBB bereiten nach den vom Bundesrat beschlossenen Lockerungen der Corona-Massnahmen die Rückkehr zu einer «gewissen Normalität» vor. Sie machen die Bahnhöfe für ein höheres Passagieraufkommen im öffentlichen Verkehr parat und die Mitarbeitenden am Schalter sind in den Startlöchern.

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Die SBB bereiten nach den vom Bundesrat beschlossenen Lockerungen der Corona-Massnahmen die Rückkehr zu einer «gewissen Normalität» vor. (Bild: Keystone)
Weniger als 100'000 Tagesneuinfektionen in Indien

Erstmals seit mehr als zwei Monaten (63 Tage) sind in Indien weniger als 100’000 Tagesneuinfektionen mit dem Coronavirus erfasst worden. Konkret wurden in den vergangenen 24 Stunden mehr als 86’000 Fälle registriert, wie Zahlen aus dem indischen Gesundheitsministerium am Dienstag, 8. Juni, zeigten. Die Rate positiver Tests betrage demnach 4,62 Prozent.

Im April und Mai steckte Indien in einer heftigen zweiten Corona-Welle mit teils mehr als 400’000 erfassten Fällen am Tag. Diese ist inzwischen stark abgeflacht.

Gesamtumsatz von Post steigt wegen Paketboom durch Corona

Die Corona-Pandemie hat auch für die Post weitreichende Auswirkungen gehabt: Wegen des Paketbooms stieg der Gesamtumsatz im Postmarkt um 3 Prozent auf 4,2 Milliarden Franken – so stark wie seit mehreren Jahren nicht mehr. Allerdings wurden wegen des Homeoffice viel weniger Briefe, Zeitungen und Zeitschriften verschickt. Das Gesamtvolumen sankt entsprechend.

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Die Corona-Pandemie hat auch für die Post weitreichende Auswirkungen gehabt: Wegen des Paketbooms stieg der Gesamtumsatz im Postmarkt um 3 Prozent auf 4,2 Milliarden Franken. (Bild: Keystone)
Ständerat will besseres Krisenmanagement bei Grossereignissen

Der Ständerat will ein besseres Krisenmanagement bei künftigen Grossereignissen und Katastrophen. Er hat einen entsprechenden Vorstoss ohne Gegenstimme überwiesen. Klären will er zudem das Verhältnis zwischen Politik und Wissenschaft.

Die Bewältigung der Coronakrise habe deutliche Schwächen in der strategischen Planung und Führung offenbart, schreibt die Sicherheitspolitische Kommission des Ständerats (SK-S) in ihrem Vorstoss. Es brauche bessere Optionen, zum Beispiel wenn es um die Versorgung der Schweiz mit Desinfektionsmitteln und Schutzmasken gehe.

Der Ständerat will ein besseres Krisenmanagement bei künftigen Grossereignissen und Katastrophen. (Bild: Keystone)

Lücken habe es auch gegeben beim Testen, bei der frühzeitigen Sicherung von Impfstoff, beim effizienten Impfen oder bezüglich einer nachvollziehbaren Öffnungsstrategie, sagte Kommissionssprecher Werner Salzmann (SVP/BE) am Dienstag im Ständerat.

Der Bundesrat müsse zudem ein Ausbildungs- und Übungskonzept ausarbeiten. Zudem brauche es alle vier oder fünf Jahre eine nationale Gesamtübung für Bund, Kantone und Stäbe. Der Bundesrat wehrte sich nicht gegen die Überweisung des Postulats.

Schweizer Hotellerie erholt sich im April vom Corona-Einbruch

Die Schweizer Hotellerie steht aktuell wieder deutlich besser da als vor einem Jahr. Das Vorkrisenniveau liegt aber noch in weiter Ferne. Im April 2021 zählte das Bundesamt für Statistik (BFS) 1,97 Millionen Logiernächte. Das sind zwar 1,75 Millionen mehr als im Vorjahresmonat, als die Übernachtungszahlen im Zuge der Lockdown-Massnahmen auf einen historischen Tiefpunkt gesunken waren. Im Vergleich zum April 2019 fehlen aber immer noch rund 700’000 Übernachtungen.

(Symbolbild: Keystone)

Bemerkenswert ist, dass die Anzahl Schweizer Gäste gegenüber 2019 um satte 40 Prozent anstieg. Die Zahl der ausländischen Gästen lag im April dagegen um knapp 79 Prozent unter dem Wert von April 2019.

Appell vor G7-Gipfel: Patente zur Impfstoffproduktion freigeben

Vor dem G7-Gipfel in Grossbritannien haben regierungsunabhängige Organisationen die reichen Industrieländer aufgefordert, im Kampf gegen die Pandemie die Patente für Impfstoffe freizugeben. Auch müsse Technologie in ärmere Länder transferiert werden, um dort eine Produktion aufzubauen. «Spenden können marginal helfen, aber die Entwicklungsländer brauchen die Rechte, das Know-how und die Technologie zur eigenen, regionalen Herstellung der Impfstoffe», sagte Jörn Kalinski von Oxfam International am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur vor dem Gipfel im britischen Carbis Bay.

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Vor dem G7-Gipfel in Grossbritannien haben regierungsunabhängige Organisationen die reichen Industrieländer aufgefordert, die Patente für Impfstoffe freizugeben. (Bild: Keystone)
Japans Wirtschaft weniger stark geschrumpft als angenommen

Japans Wirtschaft ist im ersten Quartal dieses Kalendarjahres weniger stark geschrumpft als zunächst gedacht. Nach revidierten Daten der Regierung vom Dienstag sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der drittgrössten Volkswirtschaft der Welt in Folge eines erneuten Corona-Notstands auf das Jahr hochgerechnet um 3,9 Prozent. Zunächst hatten die amtlichen Statistiker einen Rückgang um 5,1 Prozent errechnet.

Es war der erste Rückgang des BIP seit drei Quartalen. In den vorangegangenen Quartalen hatte Japans Wirtschaft noch kräftig aufgeholt, nachdem die Exportnation im Zuge der Pandemie in eine Rezession gerutscht war.

Nationalrat will die Härtefallregelung verlängern

Der Nationalrat hat am Montag zwei Vorstössen zugestimmt, die verlangen, die Härtefallregelung bis Ende 2021 zu verlängern und sie gegebenenfalls auch zu erhöhen. Aus der SVP-Fraktion kamen Gegenstimmen.

Die Kommission für Wirtschaft Abgaben des Nationalrats (WAK-N) hatte die beiden Motionen zu den Härtefall-Hilfen eingereicht. Die Härtefallregelung läuft Ende Juni dieses Jahres aus.

Die Probleme seien dann aber für viele Branchen und Unternehmen nicht gelöst, da die Covid-Krise nicht sofort überwunden werden könne, argumentierte die WAK-N. Deshalb solle die Massnahme verlängert werden.

Aus der SVP-Fraktion kamen ablehnende Stimmen. Der Bundesrat habe inzwischen die überfällige Öffnung der Gesellschaft und der Wirtschaft in die Wege geleitet. Die Debatte über die Verlängerung der Härtefallmassnahmen sei deshalb befremdend, schrieb Erich Hess (BE) im Ablehnungsantrag.

Tschechien öffnet Grenzen für Touristen aus allen EU-Staaten

Tschechien öffnet seine Grenzen vom 21. Juni an für Touristen aus allen EU-Staaten sowie Serbien. Das kündigte Gesundheitsminister Adam Vojtech am Montag an. Die Reisenden müssten nachweisen, dass sie gegen das Coronavirus geimpft, negativ getestet oder genesen seien. Es reiche, wenn die erste Impfung mehr als 22 Tage zurückliege. Die Tourismusbranche in Tschechien hat unter der Corona-Pandemie stark gelitten. Die Zahl der ausländischen Hotelgäste ging 2020 um knapp 75 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück.

(Bild: Keystone)

Bereits seit einiger Zeit dürfen geimpfte Touristen aus Deutschland, Österreich und fünf weiteren EU-Staaten wieder nach Tschechien reisen, wenn die erste Spritze mehr als 22 Tage zurückliegt. Es muss ein Online-Einreiseformular ausgefüllt werden. Für Deutschland ist Tschechien aufgrund sinkender Corona-Infektionszahlen ab Sonntag kein Risikogebiet mehr. Die Sieben-Tage-Inzidenz je 100 000 Einwohner betrug zuletzt 22.

Luis Enrique bot zusätzliches Quartett auf

Nach der Corona-Infektion von Captain Sergio Busquets hat Spaniens Nationalcoach Luis Enrique vier Spieler nachnominiert. Rodrigo Moreno (Leeds United), Pablo Fornals (West Ham United), Carlos Soler (Valencia) und Brais Mendez (Celta Vigo) sind gemäss dem spanischen Verband aufgeboten worden, um das Kader zu unterstützen, das sich in Las Rozas bei Madrid auf die Europameisterschaft vorbereitet.

Das Quartett soll ab Dienstag aus Vorsichtsgründen in einer eigenen Blase trainieren. Dieser Entscheid sei «wegen möglichen Konsequenzen» getroffen worden, die sich aus dem positiven Testergebnis von Busquets ergeben könnten, hiess es. Die nachnominierten Profis sollen für eine Aufnahme ins Kader bereitstehen, falls es weitere Infektionsfälle geben sollte, die zu Ausfällen für die EM führen könnten.

Ob Busquets an der EM wird teilnehmen können, steht noch nicht fest.

Nationalrat spricht 3,8 Milliarden Franken für Corona-Massnahmen

Der Nationalrat hat am Montag elf Nachtragskrediten und drei Nachmeldungen zum Voranschlag 2021 gutgeheissen. Das Geld wird vor allem für Massnahmen im Zusammenhang mit dem Coronavirus benötigt.

2,56 Milliarden Franken umfassen die elf Nachtragskredite insgesamt. Bei den drei Nachmeldungen geht es um 1,2 Milliarden Franken.

Den letzten Nachtragskredit reichte der Bundesrat erst am 2. Juni ein. Deshalb musste der Nationalrat über einen höheren Betrag befinden als der Ständerat, der das Geschäft vergangene Woche beraten hatte. Der Ständerat hatte 2,4 Milliarden Franken bewilligt.

Bei dem zusätzlichen Geld handelt es sich zum grössten Teil um Ausgaben im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. So werden 2,4 Milliarden Franken für die «Testoffensive» benötigt. Angesichts der Gesamthöhe des Mittelbedarfs werden sämtliche Testkosten gemäss Schuldenbremse ausserordentlich geführt.

Schweiz schickt humanitäre Hilfsgüter nach Sri Lanka

Die Schweiz hilft nach Indien und Nepal auch Sri Lanka im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie. Die Humanitäre Hilfe des Bundes schickte am Montag rund eine halbe Million Antigentests, 50 Beatmungsgeräte, 150 Sauerstoffkonzentratoren sowie medizinisches Untersuchungsmaterial im Wert von 3,5 Millionen Franken nach Colombo.

Ein Flugzeug startete am Montag von Zürich mit 16 Tonnen Material an Bord Richtung Colombo, wie das Aussendepartement EDA am Abend mitteilte. Die Hilfslieferung erfolge auf Ersuchen der sri-lankischen Behörden.

(Bild: Keystone)

Das Material wird laut EDA in Colombo vom Gesundheitsministerium in Empfang genommen und anschliessend auf die verschiedenen Standorte verteilt. Die Schweizer Botschaft in Sri Lanka stehe in engem Kontakt mit den lokalen Behörden, um eine bedarfsgerechte und faire Verteilung der Hilfsgüter nach humanitären Prinzipien sicherzustellen.

Die Schweiz hat Sri Lanka für die Bekämpfung von Covid-19 bereits letztes Jahr in Höhe von rund einer Million Franken unterstützt. Im vergangenen Oktober hatte die Schweiz ein Gerät zur Durchführung von PCR-Tests für den Flughafen Colombo finanziert sowie 39’000 Test-Kits zur Verfügung gestellt.

WHO: G7-Gipfel soll für gerechtere Impfstoffverteilung sorgen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wenige Tage vor Beginn des G7-Gipfels an die reichen Länder appelliert, umgehend für die dringend nötigen Corona-Impfstoffe im ärmeren Teil der Welt zu sorgen. Die G7-Staaten hätten bei ihrem Treffen im englischen St. Ives die Macht, zusätzliche 100 Millionen Dosen allein im Juni und Juli zur Verfügung zu stellen, um die weltweiten Impfziele zu erreichen, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag in Genf.

«Das baldige Teilen von Impfstoff ist die beste Art, die akute Phase der Pandemie zu beenden.» Bisher seien fast 44 Prozent aller Dosen in den reichen Ländern verabreicht worden, aber nur 0,4 Prozent in den armen Regionen. «Besonders frustrierend an diesen Zahlen ist, dass sich daran seit Monaten nichts geändert hat.»

Indiens Premier verspricht Corona-Impfungen für alle Erwachsenen

In Indien sollen sich in zwei Wochen alle Erwachsenen kostenlos gegen Corona impfen lassen können. Das versprach Indiens Premierminister Narendra Modi am Montag in einer im Fernsehen übertragenen Rede. Als Starttermin für die Impfungen nannte er den 21. Juni. Kritik an Modis bisheriger Impfstrategie gab es zuvor aus der Opposition, mehreren Bundesstaaten und dem Höchsten Gericht.

Von der Regierung werden bisher nur Impfdosen für Erwachsene ab 45 Jahren bereitgestellt. Impfstoffe für jüngere Altersgruppen müssen zurzeit von den Bundesstaaten oder Privatkliniken selbst besorgt werden – für einen höheren Preis als von der Zentralregierung – und oftmals müssen Geimpften für diese Impfungen bezahlen.

(Bild: Keystone)

Unklar ist jedoch, wie schnell die Regierung genügend Dosen für alle Erwachsenen aus der einheimischen Produktion oder aus dem Ausland einkaufen kann. Bislang war die Impfstoffverfügbarkeit in Indien knapp. 3,5 Prozent der 1,3 Milliarden Einwohnerinnen und Einwohner des Landes sind bereits vollständig geimpft.

Modi kündigte zudem Unterstützung für ärmere Menschen an, die unter der Pandemie besonders gelitten hätten. 800 Millionen Menschen sollen bis November kostenlos Getreide erhalten.

Mehr Anrufe bei der «Dargebotenen Hand» wegen Corona-Pandemie

Die «Dargebotene Hand» hat im Corona-Jahr 2020 deutlich mehr Gespräche geführt als im Vorjahr. 270’000 Anrufe gingen beim Hilfsangebot «Tel 143» ein, das sind 7 Prozent mehr als 2019.

Von April bis Juli und im Dezember bot die Dargebotene Hand fast 200 zusätzliche Gesprächsstunden an. Es seien mehr und auch längere Gespräche geführt worden, teilte das Hilfsangebot am Montag mit.

Die Sorgen rund um die Corona-Pandemie erreichten beim Lockdown vom April 2020 einen Höhepunkt. Dieses Thema sei im März erstmals als Anrufgrund genannt worden. Das demonstriere deutlich, wie sich die Pandemie auf die Befindlichkeit ausgewirkt habe.

(Bild: Keystone)

Die Pandemie habe bisherige Leiden noch akzentuiert. Generell lasse sich sagen, dass Menschen, die sonst schon belastet seien, im Jahr 2020 noch die Angst vor dem Virus und den Stress in Zusammenhang mit den Pandemie-Massnahmen aufgebürdet bekommen hätten.

Die typische Hilfe suchende Person war weiblich und zwischen 41 und 65 Jahre alt. Die Sorgen würden sich rund um die Alltagsbewältigung drehen, um psychische Schwierigkeiten und um Einsamkeit.

Corona-Massnahmen rechtmässig? Teilerfolg für Belgien vor Gericht

Die belgische Regierung hat in einem Rechtsstreit über die Zulässigkeit von Corona-Beschränkungen einen Teilerfolg erzielt.

Das zuständige Berufungsgericht entschied am Montag nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Belga, dass es grundsätzlich eine Rechtsgrundlage für Notmassnahmen zur Eindämmung der Pandemie gebe.

Gleichwohl warf es die Frage auf, ob womöglich die belgische Verfassung oder die europäische Menschenrechtskonvention verletzt sein könnten. Die Entscheidung liege beim Verfassungsgericht.

Ein Brüsseler Gericht hatte Ende März in erster Instanz die Regierung verpflichtet, die Corona-Massnahmen binnen 30 Tagen zurückzunehmen oder eine geeignete Rechtsgrundlage dafür zu schaffen. Geklagt hatte die Liga für Menschenrechte. Sie hielt es für unrechtmässig, dass die Entscheidungen per ministeriellen Erlassen verfügt wurden. Die Regierung legte Einspruch ein.

Nun erkannte das Berufungsgericht an, dass drei Gesetze von 1963, 1992 und 2007 Grundlage für die Erlasse des Innenministeriums sein könnten. Zugleich warf es jedoch verfassungsrechtliche Fragen auf. Es gebe Zweifel, ob einem einzigen Ministerium Kompetenzen zur Begrenzung von Grundrechten übertragen werden dürften, zitierte der öffentlich-rechtliche Sender RTBF aus der Begründung.

«Mein Arzt»-Chef wegen Corona-Betrugs in Bülach vor Gericht

Vor dem Bezirksgericht Bülach ZH muss sich kommende Woche der ehemalige Chef der Praxiskette «Mein Arzt» verantworten. Er wollte seine schlingernde Praxiskette mit 22 Corona-Krediten sanieren und reichte dafür frei erfundene Angaben ein. Es handelt sich um den bisher grössten Corona-Betrug in der Schweiz. Lesen Sie hier mehr.

(Themenbild: Keystone)
Person erleidet allergischen Schock nach Impfung in Neuenburg

Eine Person hat nach einer Covid-19-Impfung vergangene Woche in Neuenburg einen anaphylaktischen Schock erlitten. Sie wurde vom Rettungsdienst versorgt und in die Notaufnahme gebracht.

«Da das statistische Risiko 1 zu 100’000 beträgt, haben wir dies erwartet, da im Kanton Neuenburg bereits 109’000 Dosen verabreicht wurden», sagte eine Sprecherin des kantonalen Krisenstabs am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. «Wir sind entsprechend vorbereitet, um so schnell wie möglich einzugreifen», fügte sie hinzu.

Angesichts des bekannten schweren Allergieproblems der Person sei diese 30 Minuten lang überwacht worden. Kurz nach der Impfung habe sich ihr Zustand verschlechtert. Der verabreichte Impfstoff stammt von Moderna. Weitere Informationen gab der Krisenstab nicht.

Der anaphylaktische Schock ist eine seltene allergische Reaktion. Die häufigsten anaphylaktischen Reaktionen erfolgen auf Insektengifte, Medikamente und Nahrungsmittel. Ein anaphylaktischer Schock ist lebensbedrohlich. Innerhalb weniger Minuten kann die pathologische Akutreaktion des Immunsystems fatale Folgen wie Organversagen, Atemnot und Kreislaufstillstand haben.

New York plant Konzert um Ende von Krise zu feiern

Zum Ende der Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie plant die US-Ostküstenmetropole New York ein Konzert für Zehntausende im Central Park. Die für den 21. August geplante Show mit 60’000 Menschen soll von Star-Producer Clive Davis hochkarätig besetzt werden und Teil einer Festwoche werden, berichtete die «New York Times» am Montag.

«Dieses Konzert wird eine einmalige Gelegenheit sein», sagte Bürgermeister Bill de Blasio der Zeitung. «Es wird ein tolles Line-Up. Die ganze Woche wird so sein, wie man es noch nie zuvor in New York City gesehen hat.» Noch ist nicht klar, wer auftreten wird. Davis denkt der «New York Times» zufolge aber über acht Interpreten in einer dreistündigen Show nach.

Wallis beschliesst Corona-Kredit von 213 Millionen Franken

Der Walliser Grosse Rat hat am Montag einen Nachtragskredit zur Bewältigung der zweiten Corona-Welle einstimmig angenommen. Der Betrag von 213,15 Millionen Franken beinhaltet eine Erneuerung der vom Grossen Rat im Jahr 2020 bewilligten Kredite sowie neue Kredite zur Förderung der Wirtschaftstätigkeit und Sicherung von Arbeitsplätzen.

Laut Kantonsregierung erlaubt der Zustand der Finanzen, diese unvorhergesehenen Mehrausgaben und Einkommensverluste ohne Sparprogramm aufzufangen. Der vom Staatsrat beantragte Betrag umfasst unter anderem 150 Millionen Franken zur Unterstützung von Unternehmen, die wegen Covid-19 schliessen mussten oder erhebliche Umsatzeinbussen erlitten, 19,5 Millionen Franken zur Unterstützung der Veranstaltungs- und Reisebranche sowie 15 Millionen Franken für die MEM-Industrie.

13,4 Millionen Franken sind für die Kultur vorgesehen, 6,2 Millionen Franken für die Tourismusförderung und 4,3 Millionen Franken für die Durchführung von Impfungen und Vorsorgeuntersuchungen.

Bereits im vergangenen November hatte der Grosse Rat eine erste Reihe von Nachtragskrediten im Gesamtbetrag von 122,8 Millionen Franken genehmigt. Die Hälfte davon wurde bis zum Ende des Jahres ausgegeben.

Tests mit Covid-Zertifikaten laufen an

Mit dem Covid-Zertifikat für Geimpfte, Getestete und Genesene geht es vorwärts: Erste Kantone stellten am Montag testweise erste Zertifikate aus. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Moderna: EU-Zulassung von Covid-Impfstoff für Kinder beantragt

Nun hat auch der US-Hersteller Moderna bei der EU-Arzneimittelbehörde EMA die Zulassung seines Corona-Impfstoffs für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren beantragt. Dies teilte das Unternehmen am Montag, 7. Juni, mit. Hier gelangen Sie zum kompletten Artikel.

Nun hat auch der US-Hersteller Moderna bei der EU-Arzneimittelbehörde EMA die Zulassung seines Corona-Impfstoffs für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren beantragt. (Bild: Keystone)
BAG meldet 1’077 Neuinfektionen übers Wochenende

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem BAG am Montag innerhalb von 72 Stunden 1’077 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 12 neue Todesfälle und 34 Spitaleinweisungen.

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Ein Festival für New York: «Tribeca» im Jahr nach Corona

Das Filmfestival von Tribeca hat vom ersten Tag an mehr leisten müssen, als nur neue Filme zu zeigen – schon beim Auftakt 2002 ging es stattdessen darum, einer gebeutelten Stadt ihre Hoffnung zurückzugeben. «Das Festival ist mit der Mission entstanden, nach dem 11. September Menschen zusammenzubringen», erinnert sich Schauspieler Robert de Niro an die Anfangstage nach den Terroranschlägen 2001. Er ist einer der Gründer des Festivals und wollte einst mit seinen Mitstreitern ein Zeichen für die künstlerische Widerstandskraft der Stadt setzen.

So gesehen könnte die diesjährige Ausgabe genau das sein, was die im vergangenen Jahr von der Corona-Pandemie stark getroffene Metropole braucht. Vom 9. bis 20. Juni wird es fast ausschliesslich Open-Air-Vorführungen vor Live-Publikum in allen fünf Stadtteilen geben. Die Gala zur Preisvergabe am 19. Juni markiert ausserdem die erste Veranstaltung nach der Pandemie in der berühmten Radio City Music Hall im Herzen Manhattans. Das Festival soll nach rund 33’000 Toten in der Stadt das nächste Zeichen einer Rückkehr zur Normalität in der Weltstadt sein. «Jetzt, wenn New York aus dem Schatten von Covid-19 tritt, scheint es nur folgerichtig, die Menschen wieder persönlich für unseren 20. Geburtstag zusammenzubringen», sagt de Niro, einer der berühmtesten Bürger Tribecas, ein Stadtviertel im Südwesten des Stadtteils Manhattan.

Merkel und Laschet verteidigen Spahn in einem Masken-Streit

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und CDU-Chef Armin Laschet haben Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gegen Vorwürfe um die Verteilung von angeblich minderwertige Corona-Masken an Menschen mit Behinderung und Obdachlose verteidigt.

Merkel sagte am Montag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen in einer hybriden Sitzung des CDU-Vorstands, die Vorwürfe seien von Fakten nicht gedeckt. Die SPD versuche, die Pandemie-Politik in ein schlechtes Licht zu stellen.

 

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und CDU-Chef Armin Laschet verteidigen Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gegen Vorwürfe um die Verteilung von angeblich minderwertige Corona-Masken an Menschen mit Behinderung und Obdachlose. (Bild: Keystone)

Merkel sagte nach den Informationen aus Teilnehmerkreisen: «Wir alle unterstützen Jens Spahn.» Die Argumentation des Bundesgesundheitsministeriums sei hieb- und stichfest. Nach «Bild»-Informationen hatte Merkel in der Präsidiumssitzung vor der grossen Vorstandsrunde gesagt: «Wenn ich sehe, was mit Jens passiert: Das entbehrt wirklich jeder Sachgrundlage.» Sie habe von einem Versuch gesprochen, «durch negative Stimmung Schaden anzurichten». Dies sei «fernab von dem, was man guten Umgang nennt». Sie habe die Runde aufgefordert: «Wir müssen jetzt dagegenhalten.»

Smartphone-Verkäufe steigen um mehr als ein Viertel

Smartphones sind in der Corona-Pandemie weiterhin stark gefragt. Im ersten Quartal legten die Verkäufe um 26 Prozent auf fast 378 Millionen Geräten zu, teilte das Marktforschungsunternehmen Gartner am Montag mit.

«Bessere Aussichten für Verbraucher, anhaltendes Lernen und Arbeiten von zu Hause aus sowie die aufgestaute Nachfrage aus dem Jahr 2020 haben den Absatz von Smartphones im ersten Quartal angekurbelt», sagte Gartner-Experte Anshul Gupta. Verbraucher gäben nun wieder Geld für Luxusartikel aus. Zudem seien im Vergleichszeitraum vergleichsweise wenig Smartphones vekauft worden.

Samsung Electronics knüpfte Apple zum Jahresstart den im Weihnachtsgeschäft gewonnenen Thron wieder ab und nahm mit mehr als 76 Millionen verkauften Smartphones den Spitzenrang ein. Bei Kunden kamen besonders Geräte, die weniger als 150 Dollar kosteten, gut an. Apple landete mit knapp 58,6 Millionen iPhones auf dem zweiten Rang. Die Nachfrage wurde erneut von den 5G-fähigen Modellen wie dem iPhone 12 angeschoben. «5G wird der Hauptwachstumstreiber für Apple 2021 bleiben», sagte Gupta. Hinter Apple reihten sich die drei chinesischen Anbieter Xiaomi, Vivo und Oppo ein.

Warnungen vor Aufhebung der englischen Corona-Massnahmen nehmen zu

Zwei Wochen vor der geplanten Aufhebung aller Corona-Massnahmen in England nehmen die Warnungen von Wissenschaftlern zu. «Ganz zurück zur Normalität zurückkehren, ist sicher nicht im allgemeinen Interesse», sagte der Immunologe Ravindra Gupta von der Universität Cambridge am Montag der BBC.

Er sprach sich «für ein paar Wochen eher als ein paar Monate» aus, um die die verbliebenen Restriktionen verlängert werden sollten.

Die britische Regierung plant bisher, am 21. Juni alle Massnahmen aufzuheben. Dann sollen auch Abstandsregeln und Maskenpflicht fallen. Wegen der Ausbreitung der hoch ansteckenden Delta-Variante erwägt Premierminister Boris Johnson, die Lockerungen auszusetzen. Am 14. Juni soll eine Entscheidung verkündet werden. Gastronomie, Wirtschaft und konservative Politiker drängen darauf, den Plan einzuhalten.

App für Covid-Zertifikat ab sofort verfügbar

Letzt Woche wurde die App für das Covid-Zertifikat vorgestellt, nun ist sie erhältlich. Wie am Montag, 7. Juni, «Blick» berichtet, ist die App bereits im App-Store von Apple verfügbar – unter dem Namen «COVID Certificate». Im Play-Store von Google ist sie allerdings noch nicht erhältlich.

Mit dieser App können geimpfte, genesene und getestete Personen bald ihr Covid-Zertifikat einlesen. Dieses werde aber erst Ende Monat in der Schweiz eingeführt.

(Bild: Keystone)
Dauerhafte Homeoffice-Arbeit kann beim Klimaschutz helfen

Keine Pendelei per Auto, kein beheizter Grossraum: Arbeit im Homeoffice verkleinert den CO2-Fussabdruck der Arbeitswelt. Das gilt allerdings nicht überall – und im Winter kann Büroarbeit sogar besser für das Klima sein.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Keine Pendelei per Auto, kein beheizter Grossraum: Arbeit im Homeoffice verkleinert den CO2-Fussabdruck der Arbeitswelt. (Bild: Keystone)
Corona-Lockerungen in Irland: Aussengastronomie und Kinos öffnen

In Irland sind seit Montag weitreichende Lockerungen der Corona-Massnahmen in Kraft. Restaurants, Kneipen und Cafés dürfen ihre Gäste nun wieder bedienen – zunächst aber nur im Freien. Mehr als 4’000 Pubs öffnen, viele sind in den kommenden Tagen ausgebucht.

Fitnessstudios, Schwimmbäder und Freizeitzentren sind ebenso wieder im Betrieb wie Kinos, Theater und Freizeitparks. Tausende Menschen kehren damit nach Monaten im Homeoffice oder in Kurzarbeit in ihre Arbeitsstätten zurück. Mehrere Strassen etwa in der Hauptstadt Dublin wurden vorübergehend zu Fussgängerzonen erklärt, um volle Bürgersteige zu vermeiden.

(Archivbild: Keystone)

Auch für Feiern und private Treffen gelten nun neue Regeln. Zu Hochzeiten sind nun 25 Gäste zugelassen, zu offiziellen Veranstaltungen im Freien bis zu 100 Menschen. Auch für geschlossene Räume gibt es Änderungen: Ein ungeimpfter Haushalt darf nun einen ebenfalls ungeimpften Haushalt empfangen.

Über zwei Milliarden Menschen geimpft

Weltweit haben bisher über 2,1 Milliarden Menschen mindestens eine Corona-Impfung erhalten. Das geht aus den Zahlen von «Our World in Data» hervor. Diese zeigen, dass die Verteilung alles andere als gleichmässig ist.

Weltweit haben bisher über 2 Milliarden Menschen mindestens eine Corona-Impfung erhalten. (Symbolbild: Keystone)

Demnach wurde mehr als die Hälfte der Impfungen in Asien verabreicht (1,2 Milliarden). In Europa sind es 383,3 Millionen Menschen, die mindestens eine Dosis erhalten haben. 375,5 Millionen Menschen sind in Nordamerika bereits geimpft.

Auf dem afrikanischen Kontinent wurden bislang 34,5 Millionen Personen geimpft, Südamerika zählt 128,5 Millionen und Ozeanien 6 Millionen.

Wenn Corona die Eltern raubt – Indiens traumatisierte Waisenkinder

Corona hat Divyesh und Neha kurz nacheinander beide Eltern geraubt. Sie starben im April während der heftigen zweiten Infektionswelle in Indien. Der 15-jährige Divyesh verlor daraufhin jede Hoffnung. Seine zwei Jahre ältere Schwester Neha handelte und rief eine Hotline der Kinderschutzbehörde in der Hauptstadt Neu Delhi an. So erzählt es der Chef der Behörde, Anurag Kundu, der Deutschen Presse-Agentur. Divyesh sei schwer traumatisiert, Verwandte kümmerten sich jetzt um die Geschwister.

(Symbolbild: Keystone)

Die Behörde habe mit mehreren Corona-Waisen und -Halbwaisen Kontakt. «Es ist schwierig zu verstehen, was in ihnen vorgeht», sagt Kundu. «Schlafstörungen, Angstzustände, weniger Appetit und das Gefühl, allein zu sein, sind ein Teufelskreis, aus dem sehr schwer freizukommen ist.»

Hilfsorganisationen haben überall in Indien Hilferufe erreicht. Besonders bei Kindern aus ärmeren Familien wird befürchtet, dass Corona-Waisen und -Halbwaisen ein höheres Risiko haben, selbst arbeiten zu müssen, um überleben zu können, dass Mädchen früh verheiratet werden, damit ihre Familien nicht mehr für sie sorgen müssen oder dass sie Opfer sexueller Gewalt werden. Kinderarbeit und zu einem gewissen Grad auch Kinderehen waren schon vor der Pandemie nicht ungewöhnlich in dem Riesenland.

Chinas Aussenhandel setzt Erholung nach Corona-Einbruch fort

Chinas Aussenhandel hat im Mai erneut zugelegt. Wie die Pekinger Zollbehörde am Montag mitteilte, stiegen die Exporte der zweitgrössten Volkswirtschaft im Vergleich zum Mai des Vorjahres um 27,9 Prozent auf 263,9 Milliarden US-Dollar (etwa 216,9 Milliarden Euro). Die Importe machten einen Sprung um 51,1 Prozent auf 218,4 Milliarden Dollar.

Die aussergewöhnlich hohen Zuwächse im Vorjahresvergleich erklären sich zum Teil damit, dass der Welthandel wegen der Corona-Pandemie damals stark eingebrochen war. Zwar geht es nun bereits seit Monaten für den Aussenhandel weiter bergauf, jedoch hatten Analysten für den Mai im Durchschnitt mit einer noch stärkeren Erholung gerechnet.

China, das die Corona-Krise schon lange überwunden hat, war mit einem Rekordwachstum ins neue Jahr gestartet. Die Wirtschaft wuchs in den ersten drei Monaten um 18,3 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres. Es war der grösste Sprung seit Beginn der quartalsweisen Auswertung vor gut 30 Jahren.

Europaparlament kehrt nach mehr als einem Jahr nach Strassburg zurück

Nach mehr als einem Jahr Corona-Pause tagt das Europaparlament erstmals wieder in Strassburg. Das Juniplenum findet von Montag an in der Elsassmetropole statt und wird nicht vom Sitz in Brüssel aus gehalten. Strassburgs Bürgermeisterin begrüsste die Entscheidung und kündigte an, bei der Sitzungseröffnung am Nachmittag dabei sein zu wollen.

Nach mehr als einem Jahr Corona-Pause tagt das Europaparlament erstmals wieder in Strassburg. (Archivbild: Keystone)

Wie voll es in den Reihen der Abgeordneten in Strassburg während der Plenarwoche werden wird, ist dagegen unklar. Auch weiterhin können die Parlamentarierinnen und Parlamentarier aus ihren Mitgliedsländern an der hybriden Sitzung teilnehmen. Eine Reise nach Strassburg dürfte wegen der aktuellen Corona-Regeln für viele mit Hindernissen verbunden sein. Für die Einreise nach Frankreich wird noch immer ein negativer PCR-Test benötigt, bei der Rückreise kann Quarantäne drohen. Teils hatte es deshalb aus dem Parlament den Wunsch gegeben, erst nach der Sommerpause zurück ins Elsass zu kommen.

Der Sitz des Europaparlaments in Strassburg ist in den EU-Verträgen festgelegt. Normalerweise ziehen die Abgeordneten allmonatlich von Belgien in die ostfranzösische Stadt um. Dass nach dem Februarplenum keine Sitzungen mehr in Strassburg abgehalten wurden, hatte für heftige Kritik und politischen Druck aus Frankreich gesorgt. Präsident Emmanuel Macron hatte bereits im Herbst eine sofortige Rückkehr des Parlaments ins Elsass gefordert.

Nationalrat entscheidet über weitere Hilfen in der Pandemie

Der Nationalrat debattiert am Montag über weitere Hilfen in der Pandemie. Die Anträge des Bundesrates sind wie schon im Ständerat unbestritten. Zu reden geben dürften auch das Covid-19-Zertifikat und Schutzmassnahmen gegen das Coronavirus.

Zur Diskussion steht das einmal mehr aktualisierte Covid-19-Gesetz. Der Bundesrat will die Erwerbsersatz-Entschädigung für jene, die wegen Schutzmassnahmen gegen das Coronavirus ihren Erwerb unterbrechen oder erheblich einschränken mussten, bis Ende Jahr weiterlaufen lassen statt bis Ende Juni.

Damit ist die vorberatende Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK-N) einverstanden; der Ständerat hat diese Verlängerung bereits gutgeheissen. Bei den À-fonds-perdu-Beiträgen für den Profi-Mannschaftssport will der Bundesrat die Obergrenze von 115 Millionen Franken aufheben. Der Ständerat hat bereits eingewilligt.

Spanischer Captain Busquets positiv auf Coronavirus getestet

Der spanischen Nationalmannschaft droht für die EM der Ausfall von Captain Sergio Busquets. Der 32-Jährige vom FC Barcelona wurde gemäss dem spanischen Verband positiv auf das Coronavirus getestet. Bei allen anderen Spielern sei das Resultat negativ ausgefallen. Busquets habe das Trainingslager in Las Rozas bereits verlassen. Ob der Mittelfeldspieler an Covid-19-Symptomen leidet, wurde zunächst nicht bekannt.

Der spanischen Nationalmannschaft droht für die EM der Ausfall von Captain Sergio Busquets. (Bild: Keystone)

Spaniens EM-Hauptprobe am Dienstag gegen Litauen werde mit U21-Spielern absolviert, teilte der Verband weiter mit. Als Trainer wird der Junioren-Coach Luis de la Fuente agieren, die Fans bekommen ihr Eintrittsgeld zurück, falls sie die Partie nun nicht mehr sehen wollen.

Spanien spielt in der Gruppe E der EM gegen Polen, Schweden und die Slowakei. Das erste Spiel bestreitet der dreifache Europameister am 14. Juni in Sevilla.

Falsche Corona-Tests? 140 Reisende am Prager Flughafen gestoppt

Die tschechische Fremdenpolizei hat am Prager Vaclav-Havel-Flughafen 140 Reisende stundenlang aufgehalten, weil sie ihre Corona-Tests nicht anerkannte. Aussenminister Jakub Kulhanek kündigte am Sonntag eine Untersuchung an, ob das Vorgehen der Polizisten korrekt war. Nach Medienberichten war bei den Touristen am Samstag der Verdacht entstanden, ihre Testzertifikate könnten gefälscht sein. Deshalb mussten sie sich alle nochmals testen lassen, bevor ihnen die Einreise nach Tschechien erlaubt wurde.

Die Fremdenpolizei rechtfertigte die Vorsichtsmassnahme damit, dass bei der Einreise immer wieder gefälschte Testzertifikate auftauchten. (Symbolbild: Keystone)

Betroffen waren fast ausschliesslich tschechische Touristen, die in zwei Flugzeugen von einem Tunesien-Urlaub heimkehrten, meist Familien mit Kindern. Nach Angaben der Reiseveranstalter seien sie noch in Tunesien von einem tschechischen Arzt nach tschechischen Standards getestet worden, bevor sie ihren Rückflug in die Heimat antraten.

Taiwan bekommt 750'000 Corona-Impfdosen aus erster US-Spende

Taiwan wird als eines der ersten Länder Corona-Impfstoff aus einer Spende der USA erhalten. Für das Land seien 750’000 Einheiten vorgesehen, sagte die US-Senatorin Ladda Tammy Duckworth am Sonntag bei ihrer Ankunft in Taiwans Hauptstadt Taipeh, wie die staatliche Nachrichtenagentur Central News Agency berichtete. Wegen des dringenden Bedarfs und der Partnerschaft sei es für die USA entscheidend gewesen, dass Taiwan in die erste Gruppe der Empfängerländer komme. Unbekannt war zunächst, von welchem Hersteller der Impfstoff stammen wird.

Noch kein Corona-Fall an der Hockey-WM

An der Eishockey-WM in Lettland gab es bis zum Finaltag keinen Corona-Fall. Von Spielern, Teambetreuern und Offiziellen sei während des Turniers niemand positiv getestet worden, teilten die WM-Organisatoren und der Weltverband IIHF vor den letzten zwei Spielen am Sonntag in Riga mit.

«Ich freue mich sehr», sagte IIHF-Präsident René Fasel (r.). (Keystone)

Der 71-jährige Freiburger dankte den 16 Mannschaften und deren Begleitern für die Einhaltung der strengen Corona-Regeln. Jedes Team habe aus 44 Mitgliedern bestanden, dennoch habe es in den WM-Blasen keinen positiven Fall gegeben. «Das ist aussergewöhnlich», so Fasel.

Das WM-Turnier fand in verschiedenen Blasen statt. Nach offiziellen Vorgaben mussten sich die teilnehmenden 16 Mannschaften bei der Ankunft zunächst in eine dreitägige Einzel-Isolation mit regelmässigen Corona-Tests begeben und danach alle drei Tage einem PCR-Test unterziehen.

Israel beginnt mit Impfung von 12- bis 15-Jährigen

Israel hat am Sonntag mit der Impfung von Jugendlichen im Alter von 12 bis 15 Jahren gegen das Coronavirus begonnen. Das Gesundheitsministerium hatte zuvor mitgeteilt, die Gefahren einer Erkrankung seien höher als mögliche Nebenwirkungen der Impfung. «Die Fälle von Herzmuskelentzündungen bei 16- bis 19-Jährigen waren selten und sind meist ohne Komplikationen verlaufen», hiess es in der Mitteilung. In Israel wird das Vakzin der Hersteller Biontech und Pfizer verwendet.

Das Neun-Millionen-Einwohner-Land Israel setzt seit dem 19. Dezember erfolgreich eine Impfkampagne um. Fast 5,5 Millionen haben bereits eine Erstimpfung und mehr als 5,1 Millionen eine Zweitimpfung erhalten. (Keystone)

Angesichts der äusserst niedrigen Corona-Infektionsrate in Israel empfiehlt das Ministerium vorerst die Impfung von Risikopatienten, Angehörigen von Risikopatienten und Jugendlichen in Familien, die ins Ausland reisen wollen. «Abgesehen von den Risikogruppen kann jeder geimpft werden, der daran interessiert ist», hiess es weiter.

Kantone, Städte und Gemeinden rechnen mit deutlich sinkenden Steuereinnahmen

Schweizer Kantone, Städte und Gemeinden erwarten für die Jahre 2020 und 2021 deutlich sinkende Steuereinnahmen. Das geht aus einer Studie hervor.

Die Pandemie schlägt sich laut einer Studie, die das Prüfungs- und Beratungsunternehmen PwC Schweiz in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Städteverband SSV führte, im Finanzhaushalt 2021 definitiv nieder. Die Ertragseinbussen von Unternehmen (-23 Prozent bei Kantonen, -16,6 Prozent bei Städten) sind dabei stärker ausgeprägt als jene von Privatpersonen (-1,1 Prozent bei Kantonen, -1,6 Prozent bei Städten). Mehr dazu hier.

 

Rahm als Führender in Quarantäne

Jon Rahm musste nach einem positiven Corona-Test das Memorial Tournament im US-Bundesstaat Ohio als Führender aufgeben. Die Verantwortlichen der PGA Tour teilten dem 26-jährigen Spanier das Testergebnis mit, unmittelbar nachdem der Weltranglistendritte seine dritte Runde beendet und mit sechs Schlägen Vorsprung klar geführt hatte.

Rahm war in Ohio als Titelverteidiger angetreten. Durch die erzwungene Aufgabe übernahmen die beiden Amerikaner Collin Morikawa und Patrick Cantley die Führung in der Gesamtwertung. (Keystone)

Laut Mitteilung der PGA hatte Rahm bereits am vergangenen Montag Kontakt zu einer Person, die positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Den Gesundheitsregeln der Tour zufolge hatte der Golfprofi aber die Möglichkeit, am Wettbewerb teilzunehmen, wenn er täglich getestet wird und er nur eingeschränkten Zutritt zu Innenbereichen erhält. Rahm, der bisher keine Symptome zeigt, begab sich unmittelbar nach dem Testergebnis in Quarantäne.

Drosten: Plausibelste Quelle für Corona ist Chinas Pelzindustrie

Der renommierte deutsche Virologe Christian Drosten sieht unter den verschiedenen Hypothesen zur Herkunft von Sars-CoV-2 den Weg über die Pelzindustrie als plausibelste an. Dies sagte der Berliner Forscher dem Schweizer Online-Magazin «Republik».

Beim ersten Sars-Virus seien die Übergangswirte Marderhunde und Schleichkatzen gewesen, sagte Drosten. (Keystone)

«Ich habe dafür keinerlei Belege, ausser die klar belegte Herkunft von Sars-1, und das hier ist ein Virus der gleichen Spezies. Viren der gleichen Spezies machen die gleichen Sachen und haben häufig die gleiche Herkunft», sagte Drosten. Mehr dazu hier.

Nebenwirkungen nach Corona-Impfung

Die Nebenwirkungen der Covid-19-Impfstoffe betreffen zahlreiche Menschen in der Schweiz. Wie die Westschweizer Sonntagszeitung «Le Matin Dimanche» schreibt, gehören zu den häufigsten Reaktionen etwa Müdigkeit, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Schüttelfrost und Fieber.

Nicht ganz ohne Nebenwirkung: Die Corona-Impfung kann Müdigkeit, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Schüttelfrost oder Fieber verursachen. (Keystone)

Letzteres betrifft etwa eine von zehn Personen nach der ersten Dosis und eine oder zwei von zehn Personen nach der zweiten, wie der Mediziner Blaise Genton von der Waadtländer Impfkampagne der Zeitung sagte. Eine Nebenwirkung ist dabei typisch für die Impfstoffe gegen das Coronavirus, nämlich eine Rötung und Schwellung am Arm, in den die Impfung injiziert wurde. Dieses Phänomen trete etwa bei 8 von 1’000 Personen nach der ersten Dosis und bei 2 von 1000 Menschen nach der zweiten Dosis auf.

Fällt die Maskenpflicht für Gymnasiasten und Berufsschüler?

Der Bundesrat plant eine Lockerung der Maskenpflicht für Gymnasiasten und Berufsschüler. Zumindest auf dem Schulhof soll diese fallen, wie die «SonntagsZeitung» berichtet. Der Bundesrat werde im Rahmen des nächsten Öffnungsschrittes diese Massnahme zur Diskussion stellen, erklärte ein Sprecher des Bundesamts für Gesundheit (BAG) der Zeitung. Die Konsultation sei auf den 11. Juni geplant.

Können SchülerInnen an den Gymnasien und Berufsschulen wieder bald ohne Maske zum Unterricht? (Keystone)

Die Maskenpflicht an den Volksschulen ist in vielen Kantonen bereits gefallen. Gemäss der Corona-Verordnung des Bundes blieb sie aber auf der Sek-II-Stufe bestehen. Auch der Schweizer Schulleiterverband ist für eine Streichung der Maskenpflicht im Freien.

Boris Johnson: Gesamte Weltbevölkerung bis Ende 2022 impfen

Der britische Premier Boris Johnson hat vor dem anstehenden G7-Gipfel die führenden Industrienationen aufgerufen, die Impfung der gesamten Weltbevölkerung bis Ende 2022 anzustreben.

Der britische Premier Boris Johnson erhielt am 3. Juni seine zweite Dosis AstraZeneca. (Keystone)

«Ich fordere meine Kollegen der G7-Staaten auf, diese schreckliche Pandemie mit uns zu beenden und zu versprechen, dass wir die durch das Coronavirus angerichtete Verwüstung nie wieder zulassen werden», sagte Johnson laut einer Mitteilung am Samstagabend. «Die Welt bis Ende des nächsten Jahres zu impfen, wäre die grösste Heldentat der medizinischen Geschichte.» Mehr dazu hier.

Lage in Indien bessert sich – erste Lockerungen geplant

Angesichts deutlich sinkender Infektionszahlen im einstigen Corona-Hotspot Indien wagen die Millionenstädte Delhi und Mumbai zusammen mit weiteren Regionen erste Lockerungen. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden war am Samstag den Gesundheitsbehörden zufolge auf 120’529 Fälle gesunken – und damit deutlich unter den Anfang Mai erreichten Spitzenwert von 400’000.

Die Lage in Indien bessert sich allmählich, die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus war zuletzt rückläufig. (Bild: Keystone)

In der Metropolregion Delhi, die sich seit 19. April im Lockdown befindet, könnten am Montag wieder Märkte und Einkaufszentren öffnen, teilte der dortige Regierungschef Arvind Kejriwal am Samstag mit. Allerdings sollen Geschäfte mit geraden Hausnummern an anderen Tagen öffnen als solche mit ungeraden Nummern. Zudem dürfe die Metro mit der Hälfte ihrer Sitzplatzkapazität wieder fahren. Auch Büros könnten mit der Hälfte ihrer Belegschaft wieder öffnen.

Die Infektionszahlen in Indien waren Ende Februar mit dem Beginn einer zweiten Corona-Welle von 10 Millionen Fällen auf knapp 28,7 Millionen gesprungen. Nur in den USA sind nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in absoluten Zahlen bislang mehr Fälle registriert worden. Mehr als 334’000 Menschen starben der JHU zufolge auf dem Subkontinent in Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Studie: Ärmere Schüler stärker durch Corona benachteiligt

Bei Grundschülern aus ärmeren Familien sind durch die Schulschliessungen während der Pandemie einer aktuellen Untersuchung aus England zufolge grössere Wissenslücken entstanden als bei anderen. «Diese Schüler haben grössere Lernverluste erlebt als ihre wohlhabenderen Gleichaltrigen, wodurch die Gefahr besteht, dass sich die allgemeine Kluft im Bildungsniveau vergrössert», sagte der Studienautor Jon Andrews des Education Policy Institute, das die Untersuchung im Auftrag der britischen Regierung durchgeführt hat.

500 Personen bei Demo gegen Corona-Massnahmen in Appenzell

Rund 500 Personen haben sich laut Polizei am Samstagnachmittag in Appenzell versammelt, um gegen die Corona-Massnahmen zu demonstrieren. Die Polizei beobachtete die nicht bewilligte Kundgebung, schritt aber nicht ein.

Es sei zu keinen Ausschreitungen oder Sachbeschädigungen gekommen, und es seien auch keine Personen verhaftet worden, teilte die Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden mit. Die Corona-Massnahmen-Kritiker hatten sich ausserhalb des Ortskerns besammelt. Sie bewegten sich friedlich durchs Dorf in Richtung Landsgemeindeplatz.

Die Polizei war laut einem Sprecher mit einem «für Appenzell Innerrhoder Verhältnisse grösseren Aufgebot» vor Ort und erhielt Unterstützung aus benachbarten Polizeikorps. Angesichts der relativ kleinen Gruppe von Corona-Aktivisten war die Polizei «auf Verhältnismässigkeit bedacht» und schritt nicht ein.

Die Polizei und die lokalen Behörden hatten die Kundgebung erwartet. In Appenzell war kein Gesuch für eine Kundgebung eingegangen und auch keine Bewilligung erteilt worden.

100 Personen demonstrieren in Appenzell gegen Corona-Massnahmen

Rund 100 Personen haben sich am Samstagnachmittag in Appenzell versammelt, um gegen die Corona-Massnahmen zu demonstrieren. Die Polizei beobachtete die nicht bewilligte Kundgebung, schritt aber nicht ein.

Es habe keine Vorfälle gegeben, sagte der Innerrhoder Kantonspolizei-Sprecher Roland Koster der Nachrichtenagentur Keystone-SDA gegen 14 Uhr. Die Corona-Massnahmen-Kritiker hatten sich ausserhalb des Ortskerns besammelt. Sie bewegten sich friedlich durchs Dorf in Richtung Landsgemeindeplatz.

Eine der ersten Testveranstaltungen in der Schweiz: Der Swiss Canyon Trail

In Couvet NE findet an diesem Wochenende das Rennen Swiss Canyon Trail statt. Etwa 2000 Läuferinnen und Läufer werden am Samstag und Sonntag an den Start gehen. Es gibt drei Rennen à 650 Personen, die von rund 500 Freiwilligen betreut werden. Die Läuferinnen und Läufer müssen auf den ersten 300 Metern eine Maske tragen. Sie wurden zudem alle vorab auf das Coronavirus getestet – auch jene, die bereits geimpft wurden.

Der Swiss Canyon Trail ist eine der ersten Pilot für Grossveranstaltungen. (Keystone)
Niederländer erfreuen sich weiterer Corona-Lockerungen

Kinos, Museen, Theater und Restaurants – die Niederlande sind am Samstag mit der Wiedereröffnung von Kulturstätten und der Innengastronomie weitere Schritte in Richtung Normalität gegangen.

Kinos, Museen, Theater und Restaurants: In den Niederlanden werden die Corona-Massnahmen gelockert. (Symbolbild: Keystone)

Der Ausblick auf ein Leben ohne Corona sei begeistert aufgenommen worden, hiess es in Medienberichten. Restaurants seien oft ausgebucht, Tickets rasch ausverkauft gewesen – wohl auch, weil die jeweiligen Gäste- und Besucherzahlen noch begrenzt sind. Mehr dazu hier.

Schottland lockert Corona-Beschränkungen in Teilen des Landes

In vielen Teilen Schottlands können sich die Menschen über weitere Corona-Lockerungen freuen. Seit Samstag können sich etwa in der grössten schottischen Stadt Glasgow, in der noch länger strengere Regeln galten, erstmals nach monatelangem Lockdown wieder Menschen auch privat in Innenräumen treffen oder sich auf ein Bier im Pub verabreden. In abgelegenen Regionen wie den Shetland- oder Orkney-Inseln sind sogar wieder grössere Veranstaltungen wie Hochzeiten mit bis zu 200 Personen möglich.

Wegen der zunehmenden Verbreitung der zunächst in Indien entdeckten Delta-Variante müssen sich andere Teile Schottlands jedoch noch gedulden, bis weitere geplante Lockerungen in Kraft treten können. Das betrifft einem BBC-Bericht zufolge immerhin 2,3 Millionen Schotten, darunter auch die Menschen in der Hauptstadt Edinburgh. Der britische Landesteil hat insgesamt rund 5,4 Millionen Einwohner.

Britische Pubs beklagen 20 Prozent Umsatzminus trotz Öffnungen

Trotz der Öffnung der Innengastronomie in Grossbritannien klagen die Pubs über deutliche Umsatzeinbussen. In der Woche vom 17. Mai, der ersten nach Lockerung entsprechender Corona-Vorschriften, hätten die Erlöse 20 Prozent unter der Vergleichswoche im Jahr 2019 gelegen, teilte der Branchenverband British Beer and Pub Association (BBPA) am Samstag mit.

Wenn sich der Trend fortsetze, werde jeder Pub im Jahr durchschnittlich rund 94’000 Pfund (110’000 Euro) verlieren, rechnete der BBPA vor. (Symbolbild: Keystone)

Dafür machte der Verband die bestehenden Restriktionen verantwortlich. So dürfen auch in Pubs die Gäste nur am Tisch bedient werden, es gilt eine Abstandspflicht von mindestens einem Meter und Stehen ist verboten.

Ab Montag ohne PCR-Test nach Spanien

Ab Montag können Reisende auch ohne den bisher obligatorischen PCR-Test nach Spanien einreisen. Ein Antigentest, ein Nachweis einer vollständigen Impfung oder einer Genesung von einer Corona-Erkrankung reiche dann aus, teilte das spanische Gesundheitsministerium mit.

Dank Impfkampagne: Ab Montag wird das Reisen nach Spanien wieder einfacher. (Symbolbild: Keystone)

Das erleichtert auch Reisen zu der auch bei Schweizern beliebten Urlauberinsel Mallorca, da jetzt bei Hin- und Rückflug ein negativer Antigentest ausreicht. Dieser ist schneller und deutlich günstiger. Gesundheitsministerin Carolina Darias begründete die Lockerung in einer Pressemitteilung mit der «erfolgreichen» Impfkampagne.

14 Prozent voll geimpft: Noch mehr Corona-Lockerungen in Mexiko-Stadt

Die Megacity Mexiko-Stadt kehrt in der Corona-Pandemie immer mehr zur Normalität zurück. Die Bürgermeisterin der mexikanischen Hauptstadt, Claudia Sheinbaum, kündigte am Freitag an, ab der kommenden Woche auf grün in Mexikos System der «epidemiologischen Ampel» überzugehen. Damit wird etwa Restaurants, Kinos und Theatern eine Auslastung von 50 Prozent ihrer Kapazität erlaubt. Auch beginnt der Präsenzunterricht nach rund 15 Monaten am Montag wieder – einen Monat vor Ende des Schuljahres. Knapp 14 Prozent der Bewohner von Mexiko-Stadt sind bisher vollständig gegen das Coronavirus geimpft – im ganzen Land sind es gut zehn Prozent.

Auch der an den Stadtstaat grenzende Bundesstaat Mexiko – der bevölkerungsreichste des Landes – soll ab kommender Woche auf grün stehen. Damit gelten die Lockerungen für den gesamten Grossraum Mexiko-Stadt – mit einer Bevölkerung von rund 22 Millionen Menschen laut UN der fünftgrösste der Welt.

Spanien hebt PCR-Testpflicht bei Einreise auf

Ab Montag können Reisende auch ohne den bisher obligatorischen PCR-Test nach Spanien einreisen. Ein Antigentest, ein Nachweis einer vollständigen Impfung oder einer Genesung von einer Corona-Erkrankung reiche dann aus, teilte das spanische Gesundheitsministerium am Freitag mit. Das erleichtert auch Reisen zu der bei Deutschen beliebten Urlauberinsel Mallorca, da jetzt bei Hin- und Rückflug ein negativer Antigentest ausreicht. Dieser ist schneller und deutlich günstiger. «Spanien ist ein sicheres Reiseziel und wir haben alle Voraussetzungen, um unsere führende Stellung im internationalen Tourismus bald wiederzuerlangen», betonte Gesundheitsministerin Carolina Darias in einer Pressemitteilung.

Mexiko will Impfungen in US-Grenzgebiet vorantreiben

Mexiko will gespendeten Impfstoff aus den USA an der gemeinsamen Grenze einsetzen, um diese möglichst bald wieder öffnen zu können. Die USA haben angekündigt, 25 Millionen Impfdosen an andere Länder zu spenden – der südliche Nachbar soll davon gut eine Million Dosen des Vakzins von Johnson & Johnson bekommen. Damit will Mexiko zunächst ein Drittel der Menschen im Alter zwischen 18 und 40 Jahren impfen, die in den Gemeinden an der US-Grenze leben, wie Aussenminister Marcelo Ebrard am Freitag mitteilte.

Insgesamt leben im Grenzgebiet auf mexikanischer Seite rund 7,75 Millionen Menschen. Bis Ende Juni will Mexiko dort nach Ebrards Angaben in etwa auf denselben Anteil an Geimpften kommen wie in den USA, damit der Grenzverkehr wieder aufgenommen werden könne.

Giro-Sieger Bernal positiv auf Coronavirus getestet

Wenige Tage nach seinem Sieg am Giro d’Italia ist der kolumbianische Radprofi Egan Bernal positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er habe leichte Symptome, sei sonst aber bei guter Gesundheit, teilte sein Team Ineos Grenadiers mit. Der Tour-de-France-Sieger von 2019 hatte am vergangenen Sonntag die 104. Auflage der Italien-Rundfahrt gewonnen.

Die Infektion sei bei dem obligatorischen Test vor dem Flug in Bernals Heimat entdeckt worden. Statt mit seinen Fans in Kolumbien zu feiern, bergab sich Bernal in seiner Wahlheimat Monaco in Isolation.

Kanton Waadt genehmigt zwei Testveranstaltungen

Der Kanton Waadt hat anlässlich der Lockerung der Corona-Massnahmen zwei Testveranstaltungen genehmigt: Am 17. und 18. Juni wird der Chor Vivace in der Kathedrale von Lausanne auftreten, und am 27. Juni wird der «Triathlon Vallée de Joux» durchgeführt.

Nach den Anlässen werde den kantonalen und den Bundesbehörden eine Auswertung geschickt, sagte Jean-Christophe Sauterel, Sprecher des kantonalen Kommandostabs, zur Nachrichtenagentur Keystone-SDA und bestätigte einen Bericht der Zeitung «24heures».

Der Vivace-Chor, der Bachs Weihnachtsoratorium präsentieren wird, teilte auf seiner Website mit, dass der Ticketverkauf geöffnet werde, sobald die Anzahl der zugelassenen Zuschauerinnen und Zuschauer in der Kathedrale von den Behörden mitgeteilt werde.

Grand Prix von Singapur erneut abgesagt

Der Grosse Preis von Singapur wird auch in dieser Formel-1-Saison nicht stattfinden. Das Nachtrennen, das für den 3. Oktober geplant war, ist wegen der Coronavirus-Pandemie zum zweiten Mal in Folge abgesagt worden. «Es war ein unglaublich schwerer Entscheid, das Event zum zweiten Mal abzusagen, aber es war wegen der anhaltenden Restriktionen für Veranstaltungen in Singapur notwendig», kommentierte das Organisationskomitee die Absage.

Da sich das Aus für den Grand Prix von Singapur abgezeichnet hatte, prüfte die Formel 1 bereits Alternativen. Das Ziel der Königsklasse des Motorsports ist es offenbar weiterhin, trotz Corona an den 23 Stationen festzuhalten.

Putin gibt Sputnik V für Impftourismus in Russland frei

Kremlchef Wladimir Putin hat den in seinem Land entwickelten Corona-Impfstoff Sputnik V für Impftouristen aus dem Ausland gegen Bezahlung freigegeben.

Schon bisher hätten sich Ausländer impfen lassen, er habe die Regierung aber angewiesen, das Verfahren offiziell zu machen und Besuchern in Russland eine Impfung zu ermöglichen, sagte Putin am Freitag auf dem internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg. Im Juli soll der Impftourismus in Russland offiziell starten. Die Nachfrage aus dem Ausland sei hoch, sagte Putin.

 

Impftouristen können sich gegen Bezahlung in Russland neu Sputnik V spritzen lassen. (Bild: Keystone)

«Wir sichern nicht nur in vollem Umfang die eigenen Erfordernisse, sondern können auch Ausländern anbieten, nach Russland zu kommen und sich impfen zu lassen», sagte Putin. Für russische Staatsbürger ist die Impfung kostenlos. Die Regierung solle nun die Preise für Ausländer festlegen. Zugleich beklagte Putin einmal mehr eine politische Stimmungsmache im Ausland oder Verbote gegen den russischen Corona-Impfstoff.

Serbien startet Produktion von Sputnik-Vakzin in russischer Lizenz

Serbien beginnt mit der Produktion des russischen Impfstoffs Sputnik V gegen das Coronavirus. Der in Serbien für Innovation und Technologie zuständige Minister Nenad Popovic und Russlands Vizepremier Juri Borissow feierten am Freitagabend in Belgrad den Produktionsstart im Torlak-Institut für Virologie, berichtete das serbische Nachrichtenportal «danas.rs». Binnen sechs Monaten sollen dort in russischer Lizenz vier Millionen Impfdosen hergestellt werden. Nach dem Willen der serbischen Regierung solle damit auch anderen Ländern in der Region geholfen werden.

 

In Serbien wird neu das Sputnik-Vakzin in russischer Lizenz produziert. (Bild: Keystone)

Serbien ist damit nach Belarus das zweite europäische Land ausserhalb Russlands, das Sputnik-Impfstoff herstellt. Sputnik sowie der chinesische Impfstoff Sinopharm werden in Serbien bereits seit Monaten geimpft, ebenso wie die in der EU zugelassenen Vakzine von Biontech/Pfizer und Astrazeneca. Mehr als 30 Prozent der etwa sieben Millionen Einwohner Serbiens haben bereits mindestens eine Impf-Dosis erhalten. Belgrad hat zudem den ärmeren ex-jugoslawischen Nachbarstaaten Montenegro, Bosnien-Herzegowina und Nordmazedonien, aber auch Tschechien Vakzine gespendet.

USA schicken eine Million Impfdosen für Militär nach Südkorea

Die USA haben eine grosse Corona-Impfstoff-Spende für das südkoreanische Militär auf den Weg gebracht. Der Sprecher des US-Aussenministeriums, Ned Price, schrieb am Freitag auf Twitter, eine Million Dosen des Präparats von Johnson & Johnson seien unterwegs nach Südkorea. Damit werde die Sicherheit und Einsatzbereitschaft von südkoreanischen und amerikanischen Truppen sichergestellt. Der Impfstoff von Johnson & Johnson entfaltet seine volle Wirkung bereits nach einer Dosis.

US-Präsident Joe Biden hatte Ende Mai bei einem Besuch seines südkoreanischen Kollegen Moon Jae In in Washington in Aussicht gestellt, der Regierung in Seoul Impfstoff für das dortige Militär zur Verfügung zu stellen. Dabei gehe es um rund 550’000 Soldaten. Biden sagte, dies sei auch im Interesse der Tausenden US-Soldaten, die in Südkorea stationiert seien.

Booking zahlt nach Kritik an Manager-Gehältern Corona-Hilfen zurück

Nach scharfer Kritik an der Entlohnung seiner Chefs zahlt der US-Reiseanbieter Booking 110 Millionen Dollar staatliche Corona-Beihilfen zurück. Allein 78 Millionen Dollar davon gingen zurück an die Niederlande, den Sitz der grössten Booking-Tochter, teilte der Konzern am Freitag mit. Politiker in Den Haag hatten kritisiert, dass Booking-Chef Glenn Fogel 2020 mit 7,1 Millionen Dollar und Finanzchef David Goulden mit 24 Millionen Dollar entlohnt wurden.

Booking erklärte zwar, diese vor allem über Aktienoptionen gewährten Zahlungen seien in der Branche üblich und weitgehend an die künftige Geschäftsentwicklung gekoppelt. Man habe aber die Stimmen aus den Niederlanden gehört und ernst genommen, sagte eine Sprecherin. Booking sei der Regierung für die Unterstützung dankbar, die bei der Sicherung von Arbeitsplätzen helfe, und freue sich auf die weitere Zusammenarbeit.

Was bisher geschah

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