In der Corona-Pandemie kauften Herr und Frau Schweizer mehr Milchprodukte. (Bild: Keystone)
Schweiz

Schweizer greifen während Pandemie öfter ins Käse-Regal

Home Office, geschlossene Restaurants und vermehrtes Kochen zu Hause: Schweizer Milchprodukte waren im Pandemie-Jahr 2020 sehr beliebt.

Vor allem Butter, Käse und Rahm legten im Vergleich zum Vorjahr markant zu. Ein weiterer Grund für die Absatzzunahme bei Schweizer Milch und Milchprodukten seien die geschlossenen Grenzen gewesen, teilte der Verband der Schweizerischen Milchproduzenten Swissmilk mit. Denn diese habe dazu geführt, dass der Einkaufstourismus nicht mehr möglich war.

Insgesamt legte der Milchverbrauch in der Schweiz pro Kopf gegenüber 2019 zwar nur um rund zwei Prozent auf 366 Kilogramm zu, wie Swissmilk auf Anfrage sagte. Doch allein der Absatz von Butter stieg um 15,2 Prozent, derjenige von Käse um 13,9 Prozent und derjenige von Rahm um 13,2 Prozent. Auch der Verkauf von Frischmilch nahm im Gesamtjahr um 8,6 Prozent zu.

Milchverkäufe steigen um fast einen Viertel

Allein im März während des ersten Shutdowns seien die Milchverkäufe gegenüber dem Vorjahresmonat um 24 Prozent gestiegen, hiess es. Von Bio-Frischmilch wurde im Jahr 12,1 Prozent mehr verkauft. Ihr Anteil an den gesamten Frischmilchverkäufen beträgt nun rund 16 Prozent.

Der Bio-Käse legte um 16,9 Prozent zu und macht mittlerweile 6 Prozent des gesamten Käse-Konsums aus. Gleichzeitig stieg im vergangenen Jahr der Verkauf von importiertem Käse um fast 17,7 Prozent. Gemäss Swissmilk ist dieser Anstieg auf die «preissensible» Kundschaft zurückzuführen.

Auch die bisher vorliegenden Zahlen für das Jahr 2021 lägen bei allen Teilmärkten «deutlich über den Werten von 2019» aber etwas tiefer als im 2020, sagte Reto Grolimund von Swissmilk gemäss der Mitteilung. Die kommenden Monate mit den weiteren Öffnungsschritten dürften zeigen, ob dann die alten Gewohnheiten wieder aufgenommen werden.

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