Hier darf vorerst während einem Jahr Musik gehört werden: Im Führerstand der BVB-Trämli. (Bild: Kanton Basel-Stadt/Sabine Schneeberger)
Basel

Tram-Chauffeure der BVB dürfen jetzt offiziell Musik hören

Schweizweite Premiere in den BVB-Trämli: Die Chauffeurinnen dürfen nun offiziell Radio hören. Dies vorerst in einer einjährigen Versuchsphase.

Über 600 Menschen hatten Ende 2020 die Petition «Radiohören im Tram» des vpod region basel unterschrieben. Sie forderten, dass das Musikhören im Tramführerstand bei der BVB möglich ist. Mit Erfolg: Ab dem 1. Juni 2021 ist das Musikhören im Rahmen eines einjährigen Versuchsbetriebs möglich.

Damit sind die WagenführerInnen der BVB schweizweit die Ersten, welche im Führerstand offiziell Musik hören dürfen, wie vpod region basel mitteilt. Im Mai 2022 wird die BVB dann zusammen mit den Sozialpartnern abschliessend entscheiden, ob der Versuchsbetrieb verlängert und in eine definitive Regelung umgewandelt wird.

Langjähriger Wunsch umgesetzt

Das Musikhören im Tramführerstand war «ein langjähriger, mehrfach deponierter aber bisher unerfüllter Wunsch der WagenführerInnen», wie es in der Mitteilung weiter heisst. Deshalb hatte der vpod region basel zusammen mit seinen Mitgliedern im letzten Jahr die Petition «Radiohören im Tram» lanciert. Die über 600 gesammelten Unterschriften wurden im Dezember von der Petentschaft mit Unterstützung des «Samichlaus» den BVB übergeben.

«Der vpod region basel und seine Mitglieder sind stolz, dass ihre Petition dazu geführt hat, dass die TramführerInnen der BVB schweizweit als erste offiziell im Führerstand Musik hören dürfen.»

Gefahren würde die Änderung keine bergen: «Eine Analyse der FHNW, die eigens für das Anliegen durchgeführt wurde, hatte ergeben, dass das Musikhören nicht zu einem erhöhten Sicherheitsrisiko führt», so die Mitteilung. Trotzdem haben sich die BVB und der vpod region basel darauf geeinigt, für die Pilotphase gewisse, einzuhaltenden Rahmenbedingungen zur Sensibilisierung im Umgang mit dem Musikhören festzulegen.

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