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Der Telebasel News Beitrag vom 30. Mai 2021.
Baselland

Biker-Gottesdienst mit Motorenlärm, Bier und Rockmusik

Am Sonntag trafen sich wieder Gläubige und Motorrad-Begeisterte zum Biker-Gottesdienst in Langenbruck. Mit dabei war auch der Töff-Pfarrer Torsten Amling.

Am Sonntag herrschte wieder Hochbetrieb auf dem Hofgut Spittel an der Passstrasse zum Oberen Hauenstein. Nachdem der Biker-Gottesdienst im letzten Jahr wegen Corona abgesagt werden musste, konnte die evangelisch-reformierte Kirche ihren mittlerweile traditionellen Anlass wieder durchführen.

Rockmusik statt Orgelklänge

Dieses Mal trafen sich die Biker aber nicht in der Scheune, sondern an der frischen Luft auf dem grossen Vorplatz vor dem Wohnhaus. Statt traditioneller Orgelklänge gab es Rockmusik von der Band «Simply Blues Gang». Die aufgestellten Festbankgarnituren waren fast vollständig besetzt. Wer also meint, Biker seien gar nicht so religiös, der täuscht sich offenbar.

«Keine Ahnung, dass kann ich im Einzelnen nicht beurteilen,» sagt Pfarrer Torsten Amling. Es gebe unter den Teilnehmern sicher sowohl regelmässige Kirchgänger, als auch solche, die nur einmal im Jahr an diesen Anlass kommen. «Aber darauf kommt es uns eigentlich auch gar nicht an.»

Einer der Anwesenden ist Ricardo Jeger. In der Kirche sei er sonst nur an den grossen Feiertagen anzutreffen. Hier gefalle es ihm aber besonders: «Es ist nicht der 08/15 Gottesdienst, wie man ihn sonst kennt.» Und auch Teilnehmer Heinz Regenass findet Gefallen am Event: «Es ist das ganze Drum und Dran, dass mich fasziniert.»

Der Freiluftgottesdienst lockte aber nicht nur Biker an. Auch Gläubige aus den angrenzenden Gemeinden, welche mit dem Bus oder dem Auto angereist sind, nahmen teil. Darunter war auch Käthi Dettwiler aus Langenbruck. Sie komme insbesondere wegen der Musik und um Bekannte zu treffen.

Pfarrer legt Fokus auf Freiheit

Der zentrale Punkt eines Gottesdienstes bleibt aber die Predigt. In dieser sprach Torsten Amling unter anderem über Themen, wie die leider immer wieder vorkommenden Motorradunfälle und Todesfälle. Auch ermunterte er die Anwesenden dazu, etwas mehr Rücksicht auf AnwohnerInnen in Wohngebieten zu nehmen. Das Hauptthema seiner Predigt war aber die Freiheit.

Und dabei ging es ihm nicht um die Einschränkungen wegen Corona, für diese habe er Verständnis. Pfarrer Amling versuchte den Sinn des Bibelzitats «Wo der Geist Gottes weht, da ist Freiheit», auf das Motorradfahren zu übertragen: «Töfffahren hält den Traum von der Freiheit aufrecht.» Seiner Meinung nach sei dies in der heutigen Zeit besonders wichtig.

Amling beobachte, dass es die Tendenz gebe, immer mehr individuelle Freiheitsrechte einzuschränken: «Beim Essen, beim Reisen, in der Sprache, da wird immer mehr reglementiert, die Geschichte wird uminterpretiert und gesagt, nur so und so ist es richtig.» Er meint, man dürfe die individuelle Freiheit nicht vernachlässigen. «Denn die hat eigentlich für den Wohlstand gesorgt und für das gute Leben, das wir hier haben.»

Bei den Bikern kamen diese Worte gut an. Bevor schliesslich das Mittagessen serviert wurde, fuhren die meisten Töfffahrer und Töfffahrerinnen noch eine ausgedehnte Runde durch das Oberbaselbiet.

1 Kommentar

  1. Schade das sich Telebasel nicht an die Fakten hält.
    – Motorenlärm?
    – Bier?
    – Rockmusik?
    Der Verbrennungsmotor macht Lärm, es kommt immer darauf an, wie man fährt.
    Auf den Tischen stand kein Bier, sondern Mineralwasser und/oder Kaffee.
    Der Unterschied zwischen Rock- und Countrymusik ist ja sehr schwierig.
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