(Bild: Keystone)
International

Strafverfahren wegen Verdachts der Hehlerei gegen Antikenmuseum

Gegen das Antikenmuseum soll in Italien ein Strafverfahren wegen Hehlerei eröffnet worden sein. Auch die Basler Staatsanwaltschaft konfiszierte elf Objekte.

Die Basler Staatsanwaltschaft hat elf Objekte im Basler Antikenmuseum beschlagnahmt. Das bestätigt die Basler Staatsanwaltschaft gegenüber der «Basler Zeitung». Die Behörden hätten «im Rahmen eines Rechtshilfeersuchens der italienischen Behörden vom 9. September 2018 elf archäologische Güter im Antikenmuseum Basel-Stadt örtlich beschlagnahmt. Ein weiteres Objekt, die Herkules-Statuette, wurde durch die italienische Justiz vor Ort sichergestellt», wird Staatsanwalt Peter Gill zitiert.

Der Hintergrund: Die italienische Polizei hat am 5. Dezember in Turin eine antike Herkules-Statue beschlagnahmt.  Die Statue wurde 2018 konfisziert, als im Palast Regia die Vernara in Turnier 15 temporäre Leihgaben des Antikenmuseums Basel standen. Die Beschlagnahmung in Basel seitens der hiesigen Staatsanwaltschaft sei «wenig später» erfolgt.

Strafverfahren läuft

In Italien läuft ein Strafverfahren wegen Verdachts der Hehlerei, wie es im Zeitungsbericht weiter heisst. Seither wird die Herkules-Statue in Italien in einem Schliessfach der Carabieneri in Rom verwahrt. Museumsdirektor Andrea Bignasca wird gegenüber der Zeitung zitiert: «Die Beschlagnahmung erachte ich als problematisch. Wenn die Italiener Beweise hätten, würde ich das verstehen.»

Weitere Gegenstände, die die italienische Polizei zunächst sichergestellt hatte, sind wieder in Basel. So etwa die weltberühmte Amphora des sogenannten Berliner Malers mit Athena und Herakles, welche die Ciba AG dem Antikenmuseum Basel zur Eröffnung 1965 geschenkt hatte.

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