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Die Fachexperten des Bundes über die aktuelle Corona-Lage. (Video: Youtube/Der Eidgenössische Bundesrat)
Schweiz

BAG-Mathys: «Die Situation ist positiv»

Die Corona-Pandemie ist am Abklingen. Laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) gehen alle wichtigen Indikatoren der Überwachung in die richtige Richtung.

Trend ist erfreulich

Insbesondere erfreulich sei, dass die Todesfälle deutlich abgenommen hätten, sagte Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit im BAG, am Freitag vor den Medien in Bern. «Das ist mit den Fortschritten bei der Impfkampagne zu erklären.»

Wie in den meisten umliegenden Ländern nehmen laut Mathys auch in der Schweiz die Fallzahlen, die Hospitalisierungen und die Auslastungsquote der Intensivpflegeplätze ab. Auch der Trend bei der Positivitätsrate und der Reproduktionszahl sei erfreulich.

Mathys hielt fest, dass es keine Anhaltspunkte dafür gebe, dass die epidemiologische Lage falsch eingeschätzt werde. Das zeige die parallel laufende Überwachung der Viren im Abwasser. «Die Auswertungen von sechs Kläranlagen zeigen, dass in sämtlichen Regionen die beiden Kurven praktisch deckungsgleich sind.»

Laut Mathys wechselt die BAG-Kampagne von Rot auf Orange. Dennoch sei weiterhin Vorsicht geboten.

Impfung neu für alle Schwangeren

«Die epidemiologische Lage ist gut», bestätigte auch der Zuger Kantonsarzt Rudolf Hauri,  der auch Präsident der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte ist. «Die Impfungen laufen auf Hochtouren.» Die aufwändig durchgeführten seriellen Tests hätten ergeben, dass es keine «epidemiologischen Flächenbrände» mehr gebe. Gemäss Mathys sind bis dato 1,6 Millionen Personen vollständig geimpft. Total wurden bis dato 4,5 Millionen Dosen verimpft.

Die Nationale Impfkommission hat ihre Empfehlungen für Schwangere angepasst. Neu können sich alle schwangeren Frauen impfen lassen. Notwendig für eine Impfung seien eine ärztliche Aufklärung und eine schriftliche Einwilligung der schwangeren Frau. Bisher hatte die Impfkommission einzig Schwangeren, die zur Risikogruppe gehören, empfohlen sich impfen zu lassen.

Impfzulassung für 12-Jährige steht kurz bevor

Laut dem BAG dürfte es auch nicht mehr lange dauern, bis sich auch Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren gegen das Coronavirus impfen lassen dürfen. Diese Personen dürften selbst entscheiden, ob sie eine Impfung wollten oder nicht.

«Aufgrund der Datenlage gehen wir davon aus, dass die Zulassung der Schweizerischen Heilmittelbehörde nächstens kommen könnte», so Patrick Mathys. Danach werde die Eidgenössische Impfkommission (Ekif) die Empfehlungen erarbeiten. Im Anschluss daran werde das BAG den Kantonen die Details für die Umsetzung vorgeben.

«Wenn wir das Virus so gut wie möglich kontrollieren wollen, dann braucht es einen möglichst grossen Anteil an Immunen, mit Kindern und Jugendlichen erreicht man eine neue Menge von Personen», gab Mathys zu bedenken. Für unter Zwölfjährige dürfte es laut dem Bund noch länger dauern, bis eine Impfung zur Verfügung stehen wird.

Der Zuger Kantonsarzt Rudolf Hauri, Präsident der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte, sagte, dass über Zwölfjährige grundsätzlich selbst entscheiden könnten, ob sie sich impfen lassen wollen oder nicht. «Man kann davon ausgehen, dass Personen in diesem Alter wissen, worum es geht.»

Mehr zum Thema finden Sie hier.

Vorsicht beim Reisen

Grundsätzlich rate der Bundesrat nicht mehr von Reisen ab, so Patrick Mathys. Doch Vorsicht gelte weiterhin. Man solle sich im Hinblick auf die Sommerferien vor einer Reise über die Bestimmungen für die Einreise im Zielland informieren. In fast allen Regionen der Welt bestehe das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus.

Es gelte auch, die VOC (variants of concern)-Risikoliste der Länder mit besorgniserregenden Virusvarianten zu beachten. Reisen solle nur, wer keine Symptome einer Coronavirus-Erkrankung aufweise, so Mathys.

Die BAG Kampagne gegen das Coronavirus wechselt von der Farbe Rot auf Orange, wie Mathys weiter sagte. Abstands- und Hygieneregeln sollen weiterhin gelten. Unachtsamkeit solle vermieden werden.

Coronavirus lässt Wohnungspreise steigen

Die Corona-Pandemie hat sich auf den Wohnungsmarkt ausgewirkt. Die Nachfrage und die Preise nach grösseren Wohnungen sind gestiegen.

Martin Tschirren, Direktor, Bundesamt für Wohnungswesen (BWO), erklärte, wie sich die Pandemie auf den Wohnungs- und Büromarkt auswirkt. So habe Wohnen einen höheren Stellenwert erhalten, da dort wegen der Pandemie mehr Zeit verbracht werde. Die Wohnung sei zum Dreh und Angelpunkt des Lebens geworden.

Die Nachfrage nach grösseren Wohnungen sei spürbar höher, so Tschirren. Wohnungen mit Balkon, Aussenbereich und einem Zimmer zusätzlich seien besonders gefragt. Ob die durchschnittliche Wohnfläche pro Kopf steige, werde sich weisen müssen. Mehr zum Thema finden Sie hier.

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