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Fokus Corona vom 26. Mai 2021.
Basel

«Die Mädchen gehen strahlend nach Hause» – UKBB-Tanzprojekt findet trotz Corona statt

Nach der letztjährigen Absage, findet das Projekt «UKBB tanzt» dieses Jahr statt. Unter strengen Sicherheitsauflagen dürfen die Kinder wieder gemeinsam tanzen.

Seit dem Jahr 2015 präsentieren Patientinnen und Patienten des UKBB im Rahmen des Tanzprojektes «UKBB tanzt» einmal im Jahr eine monatelang einstudierte Tanzchoreographie vor Publikum. Nach der letztjährigen coronabedingten Absage, wird auch dieses Jahr nicht vor Publikum performt. Es wird – coronakonform – ein  Film mit den Kindern gedreht. Für viele das «Highlight des Jahres».

«Hier können wir sein, wie wir sind»

Acht Mädchen machen bei der siebten Ausgabe des Tanzprojektes der Kinderspitals mit. Während mehrerer intensiver Tage performen sie gemeinsam vor Kameras und verbringen Zeit miteinander. Zeit, die viele während der Corona-Krise umso mehr geniessen. «Trainings haben die letzten Monate nur online stattgefunden. Es ist so schön, dass wir jetzt wieder alle zusammen proben können», sagt Tänzerin Julia.

Für viele der Kinder ist «UKBB tanzt» mehr als nur ein Projekt. «Jede von uns hier hat irgendein Handicap. Wir können sein, wie wir sind», so die 16-jährige Lea. «Das Schönste ist das Verständnis von allen. Wir können jederzeit sagen, wenn wir nicht mehr können. Jeder versteht das», so Amelie.

«Die Mädchen gehen strahlend nach Hause»

Nach Monaten mit wenig sozialen Kontakten, sei das Zusammensein am Filmset für viele eine wahre Wohltat, so die Verantwortlichen. Obwohl, die intensiven Drehtage den Mädchen einiges abverlangten. «Die Mädchen kennen ihre Körper und können jederzeit sagen, wann genug ist», so Choreographin Rocío Oberer-González. «Es ist aber unglaublich, wie viel Durchhaltevermögen sie haben. Sie gehen abends strahlend heim und dann bekommen wir noch eine SMS, wie schön der Tag für sie war», so die Tänzerin.

Prominenter Schirmherr ist begeistert

Wie wichtig das Tanzprojekt für die Mädchen ist, spürt auch Nicole, die Mutter der Tänzerin Stefania. «Für Stefania ist das Projekt eine Bereicherung. Es gibt ihr Kraft. Sie geniesst es jetzt sehr, alle wieder zu sehen», so Nicole.

Die Begeisterung der Kinder, Eltern und Choreographen teilt auch Richard Wherlock. Der Direktor des Balletts Basel ist Schirmherr und Mitgründer des Tanzprojektes. «Es ist unglaublich, was für eine Leidenschaft die Mädchen haben und wie diszipliniert sie alle sind. Beim Beobachten wird einem warm ums Herz», so Richard Wherlock.

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