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Fokus Corona vom 25. Mai 2021.
Basel

Kleine Heldinnen ganz gross – UKBB-Kinder werden zu Filmstars

Wegen Corona musste das Projekt «UKBB tanzt» letztes Jahr abgebrochen werden. Dieses Jahr sollen die Kinder nicht auf ihren «Glücksmoment» verzichten müssen.

Es war alles so gut wie vorbereitet letztes Jahr für das grosse Finale von «UKBB tanzt», doch dann machte Corona dem Tanzprojekt der Stiftung Pro UKBB einen Strich durch die Rechnung. Die Vorführung ihrer Choreographie, auf die die jungen Patientinnen des UKBB monatelang hingearbeitet haben, konnte nicht stattfinden. Dieses Jahr soll besser sein. Anstatt einer Aufführung vor Publikum, gibt es einen Film.

«Wenn wir daran denken, kommen die Tränen»

Ins Leben gerufen wurde «UKBB tanzt» im Jahr 2014 unter der Leitung von Rocío Oberer-González, Choreografin und Physiotherapeutin FH, und Richard Wherlock, Ballettdirektor Theater Basel. Dieses Jahr findet es bereits zum siebten Mal statt und wird durch verschiedene Sponsoren finanziert. Eines der Ziele sei es, den Kindern Kraft und Motivation für Ihren weiteren Weg mitzugeben, so die Verantwortlichen.

Letztes Jahr war dies nicht möglich. «Die Absage des Projektes war ein Schock für uns. Wir hatten ganz tiefe Momente. Wenn ich daran denke, kommen die Tränen», so Rocío Oberer-González.

Aufstehen und neue Wege gehen

Nach der Absage der sechsten Ausgabe von «UKBB tanzt», kam die Planung der siebten. Da Gemeinschaftstrainings nicht möglich waren, fanden sie grösstenteils online statt. «Das war sehr schwierig für alle. Die Kinder hatten wenig Motivation und auch wenig Platz zu Hause vor den Bildschirmen», so Choreographin Désirée Chew Duca.

Als klar war, dass auch im Jahr 2021 eine Vorführung der Choreographie vor Publikum nicht möglich sein wird, entschieden die Verantwortlichen andere Wege einzuschlagen. Sie baten die Kinder ans Filmset. «Eines unserer Ziele ist es, den Kindern einen Glücksmoment zu bescheren. Eine Aufführung ohne Publikum wäre nicht das Wahre gewesen. Deswegen entschieden wir uns für den Film», so Projektleiterin Nicole Herrmann.

Strenge Sicherheitsmassnahmen

Während mehreren Intensivtagen performen die Kinder nun nicht vor Publikum, sondern vor der Kamera. Am Filmset gelten strenge Sicherheitsregeln. «Einige Kinder haben Vorerkrankungen. Ihre Sicherheit steht für uns an erster Stelle. Daher gilt strenge Maskenpflicht für Erwachsene. Ausserdem muss jeder, der das Set betritt, einen Corona-Schnelltest machen», so Nicole Herrmann.

Die Freude über das etwas andere Finale des «UKBB tanzt» ist bei allen gross, besonders bei den acht Tänzerinnen. «Es ist mega krass, dass so ein grosser Aufwand für uns betrieben wird», sagt Lea. «Es ist schön mit den anderen Mädchen zusammen zu sein. Da merkt man wieder einmal, man ist nicht allein mit seinen Problemen», findet die 16-Jährige Amelie.

Mehr zu den begeisterten Tänzerinnen sehen Sie am Mittwoch, 26. Mai, in Fokus Corona.

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