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Der Telebasel-Newsbeitrag vom 21. Mai 2021.
Schweiz

Handelskammer warnt vor Stromknappheit

In den kalten Monaten ist die Schweiz auf Stromimporte angewiesen. Die Handelskammer warnt vor den Auswirkungen bei einer Ablehnung des Rahmenabkommens.

Die Schweiz hat ein Problem. In den kalten Monaten produzieren wir nicht so viel Strom, wie wir brauchen. Wir importieren im Moment den fehlenden Strom aus unseren Nachbarländern. Das Rahmenabkommen zwischen der EU und der Schweiz steht bekanntlich auf der Kippe. Das werde auch auf die Stromversorgung Auswirkungen haben, heisst es bei der Handelskammer. «Wir werden Probleme bekommen, für diese Importe, die wir brauchen im Winterhalbjahr, weil wir da noch keine stabile Lösung haben mit unseren eigenen Anlagen. Das Risiko, dass wir eine Versorgungslücke haben im Winterhalbjahr, steigt.»

Die Schweiz ist aber auch Transitland, so wird beispielsweise Strom aus Deutschland, durch die Schweiz, nach Italien exportiert. Wenn das Rahmenabkommen scheitert, befürchtet man bei der Handelskammer, dass die Schweiz beim europäischen Strommarkt keine Mitsprachemöglichkeiten mehr hat. 

Stromkonsum steigt

Wir brauchen aber auch immer mehr Strom. Doch neue Windanlagen oder Wasserkraftwerke stossen auf grossen Widerstand. Zahlreiche Einsprachen machen, dass sich Projekte um Jahre, zum Teil Jahrzehnte verzögern. Bei der Handelskammer heisst es, eine längerfristige Planung sei so, fast unmöglich.
«Wir wollen so vorgehen, dass wir den Prozess optimieren. Niemand soll seine demokratischen Rechte verlieren, aber wir müssen dort hinkommen, dass Projekte, die ja vielleicht, von der Mehrheit der Gesellschaft nicht getragen werden, nicht erst im letzten Zehntel scheitern, sondern schon davor», sagt Dr. Sebastian Deininger, Leiter Verkehr, Raumplanung, Energie und Umwelt der Handelskammer beider Basel.

Zwei wegweisende Entscheide

Der Bundesrat will noch vor der Sommersession entscheiden, wie es mit dem Rahmenabkommen weitergeht. Das eidgenössische Parlament will das Energiegesetzt noch dieses Jahr revidieren. Beide Beschlüsse sind entscheiden, wenn es um die längerfristige Stromversorgung geht.

2 Kommentare

  1. Ganz einfach E-Heizungen auch Wärmetauscher Netzbetrieben verbieten und e-Autos nur noch mit eigenem Solardach aufzuladen und nicht an der Steckdose!Report

  2. Damit der Strom auf Europa richtig verteilt werden kann, sind die Nachbarn auf die Schweiz für die Stromversorgung durch die Schweiz angewiesen.
    Wir sind überhaupt alle aufeinander angewiesen, also hört immer mit dieser Angstmacherei auf. Ein Rahmenabkommen mag gewisse Abläufe erleichtern. Die Auflagen der EU sind aber in keinem Verhältnis zu den Vorteilen, die damit einhergehen würden!Report

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