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Der Telebasel News Beitrag vom 21. Mai 2021.
Basel

1500 Menschen gehen fürs Klima auf die Strasse

In Basel haben sich gegen 1500 Menschen zur Klimastreik-Kundgebung versammelt. Auch Gewerkschaften und Gender waren ein Thema.

In verschiedenen Ansprachen wurde deutlich, dass sich das inhaltliche Spektrum der Bewegung von der Sorge um die Klimaerwärmung unter anderem auf Gewerkschaftsanliegen und Gender-Themen erweitert hat.

Der Demonstrationszug zog ab 17.00 Uhr vom Theaterplatz mit einem Schlenker durchs Kleinbasel und über den Marktplatz wieder zurück zum Ausgangsort. Beim stärker werdenden Regen begannen sich die Reihen deutlich zu lichten.

In verschiedenen Ansprachen wurde für ein Ja für das CO2-Gesetz plädiert, das ein «ganz kleiner», aber immerhin ein Schritt in die richtige Richtung sei. Mehrere Rednerinnen und Redner wiesen darauf hin, dass ein Einsatz gegen die Klimakatastrophe nicht möglich sei, ohne weitergehende Inhalte wie Genderthemen, Solidarität mit dem armen Süden der Welt, die Überwindung des Kapitalismus und gewerkschaftlichen Anliegen.

Beim friedlichen Demonstrationszug waren Schülerinnen und Schüler in der Mehrzahl. Es marschierten aber auch viele ältere Menschen mit – die Gewerkschaften Unia und IGA haben sich neben dem federführenden Klimabündnis Basel explizit am Aufruf zur Kundgebung beteiligt.

Aktionen in der ganzen Stadt verteilt

Mit vorgängigen Aktionen nahmen die Aktivistinnen und Aktivisten am Freitagnachmittag zu mehr oder weniger konkreten umweltpolitischen Anliegen Stellung, wie aus einer Mitteilung des Klima-Bündnisses Basel vom Freitag hervorgeht.

Am Spalenberg legten AktivistInnen Steine hin. Diese sind farbig und widerspiegelten jeweils einen Bereich des Klima-Aktions-Plan. Dieser rund 400 Seiten lange Bericht umfasst 138 Massnahmen, die für mehr Klimaschutz sorgen sollen. Aktivistin Katharina sagt: «Das Ziel der heutigen Aktion ist zu zeigen, dass der Klimastreik sich intensiv mit diesen Themen auseinandergesetzt hat.» Mit der Aktion wollen die Aktivisten die Vorschläge an die breite Öffentlichkeit bringen.

Die Forderungen betreffen die Bildung, aber auch Bereiche wie die Mobilität. So soll der motorisierte Individualverkehr ersetzt werden, wie Aktivistin Katrin sagt. «Eine Mischung aus Velo, E-Bike, öV und E-Autos, die geteilt werden, wäre ideal», so die Aktivistin gegenüber Telebasel. Der Anlass wurde von älteren Aktivisten organisiert. Katrin: «Mein Anliegen ist wirklich, die Jungen in ihrem Engagement zu unterstützen.»

Transparent an der Pfalzmauer

Auf ein konkretes politisches Geschäft nahm die Umbeschriftung der Basler Feldbergstrasse zur Tempo 30-Zone Bezug. Die Basler Regierung plant tatsächlich, auf der stark befahrene Strasse im Kleinbasel Tempo 30 einzuführen. Dagegen setzten sich unter anderem die Automobilverbände heftig zu Wehr.

Weniger konkret, aber gut sichtbar war ein grosses Transparent mit der Aufschrift «Untätigkeit tötet», das an der Pfalzmauer beim Münster aufgehängt wurde. Zu den weiteren Aktionen gehörten gemäss Communiqué ein Infostand im jungen Erlenmattquartier oder eine Standaktion mit Transparent vor dem Basler UBS-Sitz.

In der ganzen Schweiz gab es Demonstrationen mit insgesamt 30’000 Teilnehmenden. Zudem gab es über 100 Aktionen im ganzen Land für eine klimagerechtere Gesellschaft. Alles dazu lesen Sie hier.

Zum Auftakt des Klimastreiktags in Basel wurde an der Basler Pfalz ein grosses Transparent aufgehängt. (Bild: Klimabündnis Basel)

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