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Der Telebasel News Beitrag vom 20. Mai 2021.
Basel

Engpass bei Coronatests für Reisende

Kurz vor Pfingsten sind die meisten Teststellen für Reisende ausgelastet. Insbesondere im Internet findet man kaum noch freie Plätze.

Wer über die freien Tage oder auch für etwas länger ins Ausland verreisen will, braucht einen aktuellen Corona-Test. Auch das Team von Telebasel, welches morgen über die Wiedereröffnung des Europa-Parks in Rust berichten soll, muss einen negativen Test vorweisen.

Sich testen zu lassen, ist aber derzeit nicht so einfach. Ein Blick auf die Reservationstools von verschiedenen Anbietern zeigt, dass die meisten Termine bereits vergeben sind. Auch bei Medix Toujours in Basel, wo man sich telefonisch anmelden muss, sind die meisten Termine bereits vergeben. Der Leitende Arzt Axel Rowedder sagt, sein Team mache derzeit etwa 70 bis 80 Abstriche am Tag nur für Reisende. «Unsere Termine jetzt in den Tagen vor Pfingsten sind eigentlich schon seit mehr als einer Woche ausgebucht.» Wer trotzdem noch kurzfristig einen Test machen muss, verweist Rowedder an die Testeinrichtung auf dem Euro-Airport oder ans Labor Rothen in Basel.

Hier kann man ohne Termin für einen Test vorbeikommen. Wenn man Glück hat, wird man sofort bedient. Vor dem Labor können sich aber auch manchmal lange Schlangen bilden. Auch hier ist der Ansturm vor Pfingsten gross, pro Tag würden ein paar hundert Leute getestet, sagt CEO Claude Rothen.

Eigenverantwortung der Reisenden gefordert

Was das ganze Testen weiter verkompliziert. Fast jedes Land hat eigene Einreisebestimmungen. Manchmal braucht es einen PCR-Test, manchmal nur einen Schnelltest. Je nach Land werden verschiedene Sprachen für das Testprotokoll verlangt und manchmal muss auch die Nummer des Passes darauf abgedruckt sein. Zudem ändern diese Bestimmungen regelmässig.

Die Labore könnten kaum den Überblick bewahren. Deshalb seien die Reisenden dazu aufgefordert, jeweils genau zu sagen, was für einen Test und welches Formular sie am Ende brauchen. Die Angestellten seien auf alle Notwendigkeiten vorbereitet.

Kosten könnten umgangen werden

Gegenwärtig fährt der Bund eine breite Teststrategie. So sind die Schnelltests für alle gratis, der Grund für den Test spielt keine Rolle. Auch der PCR-Test wird bei Symptomen übernommen. Die grosse Ausnahme ist der PCR-Test für private Reisen. Laut Claude Rothen würden auf der anderen Seite die Kosten für einen PCR-Test bei einer Geschäftsreise übernommen.

Je nach Anbieter liegen die Kosten meist im Bereich zwischen 140 und 160 Franken. Bei diesen Preisen wäre es denkbar, dass gewisse Reisende vorgeben, sie hätten Symptome, um den Test kostenlos zu absolvieren. Axel Rowedder weist darauf hin, dass solche Personen häufig dann auffliegen, wenn sie auf dem Formular auch die ID des Reisepasses eintragen lassen wollen. Ebenso sei es nicht Aufgabe der Labore, Polizei zu spielen. Zudem sei die Teststrategie des Bundes auch absichtlich sehr breit gefasst, so dass man sich schon bei einfachsten Symptomen testen lassen soll.

Immerhin, nach einer längeren Suche hat auch das Telebasel-Team noch einen Corona-Test absolviert und sollte deshalb morgen wie geplant aus dem Europa-Park berichten können.

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