Dominic Stricker scheitert an den Geneva Open in den Viertelfinals an Pablo Andujar. (Bild: Keystone)
Schweiz

Dominic Strickers Abenteuer in Genf ist zu Ende

Dominic Stricker hat in Genf für Furore gesorgt: Das Schweizer Tennis-Talent stiess bis in die Viertelfinals vor und scheiterte dort am Spanier Pablo Andujar.

Für Dominic Stricker endet der Höhenflug in Genf im Viertelfinal. Der junge Schweizer unterlag dem Spanier Pablo Andujar, der schon Roger Federer eliminiert hatte, nach 6:4, 3:1-Führung mit 6:4, 4:6, 4:6.

Fast anderthalb Sätze lang war Stricker bei seinem ersten ATP-Turnier auf Kurs Richtung Halbfinal. Nach Marin Cilic (ATP 43) und Marton Fucsovics (ATP 44) brachte er auch Andujar (ATP 75) in Bedrängnis. Der 18-jährige Berner gab über eine Stunde lang das Tempo vor und spielte den Routinier aus Valencia immer wieder geschickt aus. Auf den ersten kleineren Rückschlag, als Andujar im ersten Satz aus dem 1:3 ein 3:3 machte, reagierte Stricker umgehend mit dem Rebreak.

Stricker zeigte doch noch Nerven

Als die rund 100 Zuschauer unter für einmal in dieser Woche strahlendem Sonnenschein schon meinten, Stricker habe keine Nerven, begann die Hand des French-Open-Champions der Junioren doch noch zu zittern. Er verlor bei 3:1-Führung im zweiten Umgang den Faden und acht der nächsten neun Games. Es schlichen sich einige leichte Fehler ins Spiel des Teenagers ein, die dem 17 Jahre älteren Routinier auf der Gegenseite zugute kamen. Zwar kam Stricker nochmals auf 4:4 heran, doch die alte Sicherheit fand er nicht wieder. Nach zwei Stunden und 14 Minuten musste er sich geschlagen geben.

Für Stricker ist die Niederlage eine verpasste Gelegenheit – vor allem angesichts der zwischenzeitlich guten Ausgangslage. Aber selbstredend ist das Turnier im Ganzen ein grosser Erfolg für den ATP-Novizen: «Es war eine grossartige Woche für mich. Es ist super zu wissen, dass ich auf diesem Level spielen kann und mit diesen Spielern mithalten kann.» Bei seinem ersten Auftritt auf der höchstem Niveau schlug er gleich zwei Top-50-Spieler. In der Weltrangliste wird der Linkshänder damit gut 80 Plätze gut machen und in den ersten 350 klassiert sein.

Gegner Andujar: «Er wird ein ganz starker Spieler»

Andujar war beeindruckt von Stricker, von dessen Service und Schlägen. «Er hat die wichtige Fähigkeit zu antizipieren, was der Gegner macht. Er lässt dir keine Ruhe, weil er immer angreifen will», stellte der Spanier fest, der Stricker schon im letzten Jahr im Training beobachtet hatte. Sein einziges Manko sei momentan noch, dass er sich etwas weniger gut bewege als andere auf der Tour. «Aber ich denke, er wird ein ganz starker Spieler.»

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