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Der Telebasel News Beitrag vom 20. Mai 2021.
Region

Die Angst vor dem Spitalbesuch

Die Spitäler in der Regionen bemerken eine Skepsis bei den Patienten. Der Grund: Die globale Corona-Pandemie.

Rund fünf Prozent weniger stationäre und 2,5 Prozent weniger ambulante Patienten verzeichnet das Claraspital im letzten Jahr. Auf der Notfallstation ging die Zahl der PatientInnen deutlich zurück. Ebenso bei der Pneumologie, also dem Bereich der Lunge. Für Direktor Peter Eichenberger ist klar: «Wir erleben, dass Patienten später zum Hausarzt gehen, später zum Spezialisten gehen und dann zu spät zu uns ins Claraspital kommen mit Befunden, die schon recht weit sind.» Das kann weitreichende Folgen haben.

«Es kann also sein, dass man zu spät dran ist und nicht mehr die Heilungschancen hat, die man sich wünschte», so Eichenberger. Dann sind bei einem Tumor keine chirurgischen Eingriffe mehr möglich. Stattdessen muss auf eine Chemotherapie gesetzt werden. Doch wie kann es soweit kommen, dass die Menschen die Spitäler meiden? Der Claraspital-Direktor denkt, dass es zum einen mit einer Corona-Ansteckungs-Angst zu tun hat. Es gibt einen weiteren Grund: «Auch die Aufforderung, bleiben Sie zuhause, geht nur im Notfall raus, hat einen Einfluss.»

Dieselbe Entwicklung beobachtet man auch im Baselbiet. Nebst dem Rückgang wegen dem temporären Verbot der elektiven Eingriffe beobachtete das Kantonsspital Basel-Land im ersten Lockdown einen Rückgang um 45 Prozent bei der Notfallstation. Mediensprecherin Anita Kuoni schreibt: «Wir vermuteten, dass die Bevölkerung aus Angst vor einer Ansteckung oder aus Rücksicht auf das überlastete Gesundheitswesen dem Spital fernblieb.» Die Normalität ist weiterhin nicht in der Schweiz eingezogen.

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