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Der Telebasel News Beitrag vom 19. Mai 2021.
Basel

Lehrpersonen müssen sich bei Impfung gedulden

Das Baselbiet priorisiert Lehrpersonen beim Impfen. Basel-Stadt bleibt dabei und Lehrerinnen und Lehrer bekommen kein Vorzug.

Das Baselbiet bevorzugt Lehrer beim Impfen, die Stadt nicht. Das sorge bei der Lehrerschaft im Kanton Basel-Stadt für Unmut, sagt Jean-Michel Héritier, Präsident der freiwilligen Schulsynode, dem Dachverband der Lehrer im Kanton Basel-Stadt. «Wir haben sehr viel Kontakt mit anderen Menschen, wir sind mit bis zu 25 Jugendlichen und Kindern zusammen, mehrere Stunden in geschlossenen Räumlichkeiten. Das ist keine gefahrenlose Situation.»

Beim Kanton Basel-Stadt wird man nicht mit dem Landkanton gleichziehen, das auch weil es der restlichen Bevölkerung gegenüber nicht fair wäre, sagt Kantonsarzt Thomas Steffen: «Würden wir jetzt die vielen Lehrpersonen und Kinderbetreuenden, von denen viele auch nicht im Kanton wohnhaft sind, mit in die Bevorzugung nehmen, würde das dazu führen, dass man die eigene Bevölkerung zurück priorisieren würde.»

«Auf uns alleine gestellt»

Der Kanton habe sich beim Impfen bewusst dazu entschieden, wenige Berufsgruppen zu bevorzugen. «Ja, wir haben uns von Anfang an eigentlich auf die medizinischen Berufsgruppen und Blaulichtorganisationen beschränkt, weil es dort auch um den Schutz der Patienten ging», so Steffen.

Bei den Lehrpersonen vermisse man einmal mehr in der Corona-Pandemie die Unterstützung der Ämter und Behörden, also sprich vom Arbeitgeber, so Héritier. «Wir sind oft auf uns alleine gestellt, gerade dann, wenn es darauf ankommt. Gerade in schwierigen Unterrichtssituationen ist das so, oder an Elternabenden. Dass es jetzt in einer Pandemie-Situation, wo es um den Gesundheitsschutz geht, aber auch so ist: das ist schon schade.»

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