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Schweiz

Mit den Lockerungen steigt die Reiselust – häufiger Impf-Nebenwirkungen

Die Reisebranche ringt im In- und Ausland um Kunden und die schweren Nebenwirkungen der Corona-Impfung häufen sich. Die Schlagzeilen der Sonntagspresse.

Zunehmende Reiselust der Schweizer

In der Schweiz ringen der Binnentourismus und die Reisebranche im In- und Ausland um Kunden. Wenn die Grenzen offen seien, würden im kommenden Sommer viele Schweizer ins Ausland reisen, zeigte sich Christian Laesser, Tourismusprofessor an der Universität St. Gallen, gegenüber dem «SonntagsBlick» überzeugt. Griechenland und Spanien setzten alles daran, Touristen zurückzugewinnen. Das merkten auch die Reisebüros. Die Buchungen zögen an. Für die Schweizer Reisebranche sei die Liste des Bundesamtes für Gesundheit über die Risikoländer, die immer wieder geändert werde, sehr mühsam. Sie sei das grösste Geschenk an den Binnentourismus, so Laesser weiter.

Nebenwirkungen der Corona-Impfung häufen sich

In der Schweiz häufen sich Berichte über schwere Nebenwirkungen der Corona-Impfung wie tagelanges Fieber. Davon betroffen sind laut der «SonntagsZeitung» überdurchschnittlich häufig die Impfstoffe von Moderna. Der Heilmittelbehörde Swissmedic sind 1’061 Fälle von schweren Nebenwirkungen bekannt gegenüber 870 beim Vakzin von Pfizer/Bionetch. Christoph Berger, Präsident der Impfkommission, gibt jedoch Entwarnung. Es gebe nicht mehr Nebenwirkungen als aufgrund der Zulassung zu erwarten gewesen wäre. Zudem seien keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Impfstoffen bekannt. Berger warnte davor zuzuwarten. Das gefährde nur die Impfkampagne. Das BAG sieht keinen Anlass, die Impfstrategie anzupassen.

Impfung von Teenagern nach Sommerferien

Die Heilmittelbehörde Swissmedic will bis Ende Juni Impfstoffe für Jugendliche zum Schutz vor Corona-Infektionen zulassen. Er hoffe, dass nach den Sommerferien die Impfung der 12- bis 15 jährigen Personen beginnen könne, sagte Christoph Berger, Präsident der Eidgenössischen Kommission für Impffragen, gegenüber der «NZZ am Sonntag». Der Impfstoffhersteller Pfizer/Biontech habe bei Swissmedic vor zehn Tagen die Zulassung des Impfstoffs für Jugendliche beantragt. Ein Sprecher von Swissmedic wollte sich nicht auf ein Zeitpunkt festlegen, wann der Impfstoff zugelassen werde. Kanada und die US impfen bereits Jugendliche. Absehbar sind zudem Impfungen für Kinder unter 12 Jahren.

Schweizer Tourismus auf Hilfe angewiesen

Der Schweizer Tourismus-Branche fehlen wegen der Corona-Krise Mittel für Investitionen. Die Tourismusverbände verlangen daher vom Bund Unterstützung. Der Finanzbedarf betrage in den nächsten zehn Jahren 3 Milliarden Franken, sagte Hans Wicki, FDP-Ständerat und Präsident des Seilbahnverbandes, gegenüber der «SonntagsZeitung». Sonst verliere die Tourismusbranche den Anschluss. Mit dem Geld sollten nicht nur Bahnen saniert werden, sondern auch Hotels. Ferner seien Investitionen in die Digitalisierung und in die Nachhaltigkeit nötig. Unterstützt wird die Forderung von den Kantonen, die sich bereits koordinieren, um ein Konzept zu entwickeln.

Trotz Impfung an Coronavirus erkrankt

Trotz zweifacher Impfung können sich Menschen mit dem Coronavirus anstecken. Von den 1,2 Millionen Personen in der Schweiz, die vollständig geimpft sind, haben sich bisher 129 Personen nach ihrer zweiten Impfung trotzdem mit dem Virus infiziert. Dafür gebe es verschiedene Gründe, schreibt die «NZZ am Sonntag». So böten die beiden zugelassenen Impfstoffe von Pfizer/Biontech und Moderna nur einen Schutz von 95 respektive 94 Prozent. Auch scheine bei älteren Menschen die Impfung weniger gut zu wirken. Und schliesslich spielten auch die Corona-Varianten eine Rolle, die wahrscheinlich gefährlicher und ansteckender seien. Fachleute vermuteten, dass die Dunkelziffer viel höher sei als die vom BAG erhobene Zahl.

SVP will Bundesrat konfrontieren

Die SVP macht Druck für die rasche Aufhebung der Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Wenn sich die Wirtschaftskommission des Nationalrates kommende Woche erneut über das Covid-Gesetz beugt, will die grösste Partei der Schweiz den Bundesrat mit einer Reihe von Anträgen konfrontieren. Die Schliessungen und Verbote seien unverzüglich aufzuheben, sagte SVP-Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher gegenüber dem «SonntagsBlick». Die in Aussicht gestellten Öffnungsschritte seien viel zu zögerlich. Die Innenräume in der Gastronomie seien zu öffnen und die Maskenpflicht für Geimpfte und Genesene sofort aufzuheben. Die SVP will ferner die Home-Office-Pflicht abschaffen und keine Personenobergrenzen mehr bei privaten und öffentlichen Veranstaltungen.

Credit Suisse hält Finanzmarktaufsicht auf Trab

Die Manager der Grossbank Credit Suisse haben während Jahren über Verstösse gegen Vorschriften hinweg geschaut. Laut «NZZ am Sonntag» beschäftigt keine andere Bank die Finanzmarktaufsicht derzeit mehr als die Credit Suisse. In den letzten Jahren habe die Finma fünf Verfahren gegen die Bank durchgeführt, um die Versäumnisse zu beheben. Die jüngsten Fälle beträfen die Milliardenverluste mit den Fonds von Greensill und Archegos. Hinzu kämen Untersuchungen wegen Geldwäscherei und ausspionierte Kaderleute. Ein Report zeige, dass die CS weit über hundert Warnsignale ignoriert habe.

Über einen krassen Fall aus der Ära von CS-Verwaltungsratspräsident Urs Rohner berichtet der «SonntagsBlick». Ein Kundenberater habe die Gelder von Superreichen aus Osteuropa betreut. Der Berater sei ein Star gewesen, der jedes Jahr rund 25 Millionen Franken für die CS erwirtschaftet habe. Er sei aber auch ein Betrüger gewesen, der das Vermögen seiner Kunden ohne deren Wissen in hochriskante Anlagen gesteckt habe. Er habe Dokumente gefälscht und Geld in die eigene Tasche gewirtschaftet. Trotz Warnungen habe er weiter für die Grossbank tätig sein können. Erst 2015 sei er entlassen worden, nachdem er sich massiv verspekuliert habe.

Die hohen Verluste der Grossbank haben laut «SonntagsZeitung» auch ein politisches Nachspiel. Die Luzerner SP-Nationalrätin Prisca Birrer-Heimo hat das Thema Credit Suisse auf die Themenliste der Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) des Nationalrats gesetzt. Die WAK-Mitglieder kommen nächste Woche Montag und Dienstag zusammen. Auch ein Vertreter der Finma wird Red und Antwort stehen. Die zentrale Frage laute, ob und wie die Regulierung der Grossbanken verschärft werden müsse. Der grösste Handlungsbedarf bestehe beim Risiko-Management, das offenkundig eklatante Mängel aufweise.

Sicherheitslücke bei M3-Gruppe

Die Plattform der M3-Gruppe, die in Genf Covid-Tests und -Impfungen organisiert, hat eine Sicherheitslücke. Das berichtet die Westschweizer Sonntagszeitung «Le Matin Dimanche». Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) habe die Organisation aufgerufen, das Problem zu beheben. Auf der Website www.m3-test.ch werden die Benutzer aufgefordert, ihre Versicherungskartennummer einzugeben, woraufhin das Formular automatisch ausgefüllt wird. Das Problem sei, dass es keine Begrenzung der Anzahl von Eingabefehlern gebe, so dass es möglich wäre, wahllos Zahlen einzugeben, bis die Identität eines Versicherten gefunden sei. Ein Hacker könnte eine Software entwickeln, die dies schnell und automatisch erledige. Auf Nachfrage der Zeitung sagte M3, dass ein Test durch eine externe Firma durchgeführt werde und dass eine Untersuchung laufe.

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