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Das Inzlinger Wasserschloss bietet weiterhin nur Bewirtung im Take Away-Service an. (Bild: Telebasel)
Region

Kurz vor der Öffnung bleiben deutsche Restaurants jetzt doch zu

Die Freude war kurz. Trotz aller Vorbereitungen bleiben die Gastrobetriebe in Deutschland zu, denn am Montag wäre bereits wieder Schliessen angesagt.

Grosse Freude machte sich vergangene Woche direkt hinter der Landesgrenze in Deutschland breit. Alles machte den Anschein, dass Restaurants ihren Betrieb ab Samstag, 15. Mai, wieder aufnehmen können – draussen und drinnen.

Zwei Tage allein lohnen sich nicht

Diese Wochenende könnte das Inzlinger Wasserschloss also Gäste empfangen. Das lohnt sich aber nicht. Weil die Infektionszahlen in den letzten zwei Tagen wieder gestiegen sind, müsste der Betrieb bereits am Montag wieder schliessen.

Das Restaurant in Inzlingen bleibt zu. «Jetzt hatten wir eigentlich die Hoffnung, dass die Inzidenz-Zahlen unter 100 bleiben. Jetzt sind wir aber wieder darüber geklettert, deswegen haben wir jetzt nochmals ein wenig auf die Bremse gedrückt», erklärt Co-Geschäftsleiterin und Küchenchefin des Inzlinger Wasserschlosses Simone Beha den Entscheid, ausser für Take Away-Lieferungen den Betrieb geschlossen zu lassen.

Auch die Wio-Gruppe, zu der fünf Betriebe in der Region Baden-Württemberg gehören, musste wieder einen Gang zurückschalten. Hier wollte man in drei Schritten, Restaurant für Restaurant öffnen. Das Restaurant Krone, ebenfalls in Inzlingen, stand kurz vor der Öffnung.

«Am Donnerstag fingen die Köche und Servicemitarbeiter an, alles richtig herzurichten, die Küche zu putzen – man wollte mit dem Produzieren beginnen. Dann sahen wir am Mittwochabend aber auch schon wieder, dass die Sieben-Tage-Inzidenz wieder so steigt, dass es alles für die Katz war, und wir also geschlossen bleiben», so entschied sich auch Rainer Wiedmer von der Wio-Gruppe gegen die Öffnung.

Inzidenz lässt wenig Spielraum

In den Startlöchern wolle man aber bleiben, auch wenn es jetzt nochmals dauern wird: «Wir brauchen wieder fünf Tage, in denen die Inzident unter 100 liegt und dann nochmals zwei Tage, das heisst, rechnerisch würden wir frühstens nächsten Sonntag oder Montag wieder öffnen können. Dann würden wir aber auch wirklich sofort wieder starten wollen», so Rainer Wiedmer.

Der Schweizer Weg mit offenen Terrassen wäre für die Planung wohl idealer, denn durch die Abhängigkeit der Tages-Inzidenz, kann im letzten Moment nochmals alles ändern. «Ich denke. es wäre toll, wenn die Aussengastronomie jetzt, da es auch schöner wird, ein bisschen weniger von der Inzidenz abhängig gemacht würde», heisst es von Simone Beha.

Trotzdem will man sich aber nicht unglücklich zeigen, denn bei einer Öffnung wären einzig in Baden-Württemberg auch die Innenräume involviert. «Deshalb sind wir froh, dass wir innen und aussen planen können, aber ich denke, die Inzidenz wäre draussen nicht so wichtig», ergänzt Simone Beha.

2 Kommentare

  1. Ja, ja das recherchieren ist aus der Mode gekommen, da wird ein gehobenes Restaurant zur Beiz und eine leicht verständliche Verordnung in der von einer Insidenz von drei Tagen über 100 gesprochen wird, ja um die zu finden braucht es ja geschätzte 30 Sekunden, zu lang für einen gestressten Schreiberling. Schade, aber es zeigt sich, dass das Niveau nach unten offen ist.
    Kurzer Hinweis noch, auch ausserhalb von Basel ist Schweiz und auch ausserhalb von Lörrach gibt es Deutschland und die Restaurants können je nach Insidenz geöffnet sein.
    Man muss eigentlich nur jemanden fragen, der sich damit auskenntReport

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