«Ein Abend zum Staunen, Forschen und Lachen», schrieb das Berliner Portal Nachtkritik.de. (Bild: zVG/Maurice Korbel/Theater Basel)
Schweiz

«Hollywood-tauglich», «Theaterorkan»: «Metamorphosen» begeisterte die Kritik

Telebasel zeigt am Samstagabend in exklusiver TV-Premiere «Metamorphosen». Für das Eröffnungsstück der Saison erhielt das Theater Basel hervorragende Kritiken.

Telebasel zeigt am Samstagabend um 20:15 Uhr die grosse Theaterproduktion «Metamorphosen» in der Inszenierung von Antú Romero Nunes. Die Aufführung erhielt fast ausnahmslos hervorragende Kritiken. Hier eine Auswahl:

Frenetischer Jubel bei der «NZZ»

Kritikerin Daniele Muscionico griff in die Kiste mit den Superlativen: «Das Theater Basel unter Benedikt von Peter startete mit einem Theaterorkan in die neue Saison. Hochkomisch, pathetisch, spielwütig, irre phantastisch und gefühlsberserkerhaft. Der Regisseur Antú Romero Nunes, dieser Hochbegabte des Theaters, verantwortet den Aufreger. (…). Diese etwas andere Saisoneröffnung mit Nunes’ Ovid-Schlachtung bloss bemerkenswert zu finden, wäre schlichtweg eine Untertreibung.

Mit Nunes’ «Metamorphosen» kommt in der Theaterlandschaft Schweiz wiederum einiges in Bewegung. Und man kann es nicht deutlich genug sagen: Hierzulande geschieht ein Theateraufbruch …»

«Betörend», meinte die «bz»

Mathias Balzer schrieb: «Nunes und sein Ensemble reflektieren diesen Stoff auf kluge und berührende Weise. Ovid hat eine Enzyklopädie menschlicher Dramen und Komödien erstellt, Nunes eine Sammlung der Theatermittel: das Chorische und der Monolog, Dokumentarisches und Slapstick, Trash und klassisches Drama, Kalauer und eiskalter Dialog, Popsongs und Metatheater gehen fliessend ineinander über.

Und genauso werden die Gefühle auf Achterbahn geschickt, angetrieben von der immer präsenten Musik. Trauer und Witz, Schmerz und Melancholie, Verzweiflung und Wahnsinn: Alles ist drin in diesem überbordenden Theater-Tableau …»

Die «Basler Zeitung» sah eine «Göttliche Komödie»

Nachtkritik.de: «Jugendliche Respektlosigkeit»

«Mit jugendlicher Respektlosigkeit und spielerischer Frechheit haben Regisseur Antú Romero Nunes und das neue Basler Ensemble (die Hälfte der elfköpfigen Besetzung ist Mitte zwanzig) den 2000-jährigen Koloss aufgespiesst, den größten Teil der 250 Sagen ausgemistet, den Rest auseinandergerissen, neu zusammengesetzt, eigene Texte eingefügt, die Rollen der Monster, Nymphen, Göttinnen und Helden neu gedeutet, umbesetzt, die Geschlechter geswitcht (Jupiter oder Orpheus werden von Frauen gespielt). Das kühne Ineinander- und Übereinanderschieben kuliminiert etwa in der Szene, als sich Narziss im Spiegel erblickt, sich in sein Bild verliebt: Nur dass jetzt Narziss der tobendwütende, weil notorisch unterbewertete Held Herakles ist, der den «Taxi Driver» markiert mit der berühmten De Niro-Improvisation «You’re talkin’ to me?».»

«Metamorphosen», eine Produktion des Theater Basel: Samstag, 15. Mai 2021, um 20:15 Uhr auf Telebasel.

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