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Schweiz

2000 Menschen sollen an italienischem Discotest teilnehmen

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
App in Grossbritannien soll Corona-Impfstatus für Reisen nachweisen

Ihren Impfstatus gegen Corona können Menschen in England von diesem Montag an per App abrufen. Auf vielen Geräten funktionierte die Funktion sogar bereits am Wochenende. Die App ist nicht identisch mit der Corona-Warn-App, sondern dient unter anderem auch dazu, Termine beim Hausarzt zu vereinbaren oder die eigene Krankenakte einzusehen.

Nach Angaben des britischen Gesundheitsdiensts NHS soll der elektronische Impfpass auch für Reisen als Nachweis gegenüber ausländischen Behörden benutzt werden können. Unklar war jedoch zunächst, welche Länder die App als Impfnachweis akzeptieren.

Pläne für einen Einsatz der App im Inland sind aber in Grossbritannien derzeit nicht mehr im Gespräch. Gedankenspiele der Regierung, die Vorlage des Impfnachweises beispielsweise als Voraussetzung für einen Pub-Besuch zu machen, waren auf grossen Widerstand gestossen. Sie wurden daher schnell wieder begraben.

Unklar war jedoch zunächst, welche Länder die App als Impfnachweis akzeptieren. (Symbolbild: Keystone)
Shitstorm für indischen Politiker nach Behauptung, Covid-19 habe «das Recht zu leben»

Ein indischer Politiker erntete einen Shitstorm, nachdem er eine umstrittene Aussage gemacht hatte: «Das Coronavirus ist ein lebender Organismus» und es habe «das Recht zu leben», sagte der ehemalige Chefminister des Bundesstaates Uttarakhand, Trivendra Singh Rawat.

Dies sei aus einem «philosphischen Blickwinkel» gesehen, so der Politiker. «Es hat das Recht zu leben, wie der Rest von uns. Aber wir Menschen denken, wir seien die intelligentesten und wollen es eliminieren. Deshalb mutiert das Virus ständig.» Er räumte aber ein, dass der Mensch dem Virus einen Schritt voraus sein müsse, um sicher zu bleiben.

Dennoch schlagen die Kommentare Rawats hohe Wellen und sorgen für scharfe Kritik, wie indische Medien berichten. Indien ist nach einer Corona-Mutation derzeit das am weltweit stärksten von der Pandemie betroffene Land: Tausende Menschen sterben täglich, die Spitäler sind überfüllt und es gibt nicht genügend Sauerstoff für alle Patienten.

Trotz Corona: Disco-Test mit 2000 Menschen in Italien geplant

Tanzen in der Disco soll in Italien trotz Corona wieder möglich werden: Der Verband der Disco-Betreiber startet zwei Versuche mit Grossevents für Getestete und Geimpfte, um den Gesundheitsschutz bei den Veranstaltungen zu erproben. Das berichtete die Nachrichtenagentur Ansa am Sonntag.

Italien startet einen Disco-Test, um die Veranstaltung von Grossveranstaltungen zu prüfen. (Bild: Keystone)

Am 5. Juni soll ein Experiment in der süditalienischen Hafenstadt Gallipoli starten, wo 2000 Menschen unter freiem Himmel in der Disco «Praja» feiern dürfen. Ein anderer Test sei in geschlossenen Räumen des Clubs «Fabric» in Mailand geplant. Dafür wurde kein Datum genannt. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Wieder steigende Corona-Infektionszahlen in Moskau

In der russischen Hauptstadt Moskau wächst die Sorge vor wieder deutlich steigenden Corona-Infektionszahlen. In den vergangenen sieben Tagen habe es insgesamt etwa 20 000 neue Fälle gegeben – so viele wie seit Mitte Januar nicht mehr, meldete die Staatsagentur Tass am Sonntag. Gegenüber der Vorwoche seien das 17 Prozent mehr Infektionen gewesen.

Die russischen Behörden meldeten am Sonntag landesweit rund 8500 Neuinfektionen. Damit entfällt gut ein Drittel aller Fälle auf Europas grösste Metropole. Nach den Mai-Feiertagen sind den Angaben nach zudem wieder mehr Menschen mit einer Corona-Erkrankung in Krankenhäuser eingeliefert worden – nach etwa 1000 pro Tag Ende April seien es nun bis zu 1300 neue Patienten.

Weniger Corona-Patienten in belgischen Krankenhäusern

Die Zahl der Corona-Patienten in belgischen Krankenhäusern hat in den vergangenen Wochen spürbar abgenommen. Das berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga am Sonntag unter Berufung auf die amtlichen Corona-Zahlen. Vor drei Wochen waren die Krankenhäuser teils so voll, dass darum gebeten wurde, Corona-Patienten nach Deutschland zu verlegen. Nun hat sich die Zahl der Corona-Patienten in Krankenhäusern den Angaben zufolge um 16 Prozent im Vergleich zu Vorwoche verringert. Auf den Intensivstationen des Landes mit rund 11,5 Millionen Einwohnern sei ein Rückgang von zwölf Prozent verzeichnet worden.

In Belgien verzeichnen die Krankenhäuser weniger Corona-Patienten. (Bild: Keystone)

Zwischen dem 6. und 12. Mai wurden laut Belga im Schnitt 2634 Corona-Fälle pro Tag registriert, was einem Rückgang von ebenfalls zwölf Prozent im Vergleich zum vorherigen Sieben-Tage-Zeitraum entspreche. Die 14-Tage-Inzidenz liegt offiziellen Angaben zufolge bei gut 342 Fällen pro 100 000 Einwohnern.

Ausgangsbeschränkungen in Türkei auch nach Ende des Lockdowns

In der Türkei endet am Montagmorgen ein 17 Tage langer harter Lockdown – Ausgangbeschränkungen am Wochenende bleiben aber weiterhin bestehen. Auch Restaurants und Cafés sind weiter geschlossen und dürfen nur Lieferservice anbieten, wie das Innenministerium am Sonntag mitteilte. Landesweit gelten zudem abendliche Ausgangssperren ab 21.00 Uhr. Reisen zwischen Städten sind ausserhalb der Beschränkungen wieder möglich. Schulen bleiben vorerst geschlossen. Diese Regelungen gelten vorerst bis zum 1. Juni.

Touristen sind in der Türkei von Ausgangsbeschränkungen ausgenommen. Diese Regelung sowie ein Verbot von Verkauf von Alkohol während des Lockdowns hatten zu Unmut in der Bevölkerung geführt. Am Freitag war ein offizielles Werbevideo für Urlaub in der Türkei nach grosser Empörung aus dem Netz genommen worden. Darin wurden unter anderem Mitarbeiter im türkischen Tourismussektor gezeigt, die Masken mit der Aufschrift «Enjoy, I’m vaccinated.» («Geniess es, ich bin geimpft.») Die Opposition bezeichnete das als Demütigung. Nutzer kritisierten, sie würden in ihrem Land als Bürger zweiter Klasse behandelt. Mitarbeiter im Tourismussektor werden in der Türkei bevorzugt geimpft.

129 Geimpfte haben sich mit Corona infiziert
129 vollständig Geimpfte Personen haben sich bisher in der Schweiz trotzdem mit dem Coronavirus angesteckt. (Bild: Keystone)

129 von knapp 1,2 Millionen vollständig geimpften Menschen in der Schweiz haben sich laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) mit dem Coronavirus angesteckt. Grund ist, dass die Impfstoffe nicht zu 100 Prozent wirksam sind.

Die Wirksamkeitsrate liege für den Impfstoff von Pfizer/Biontech bei 95 Prozent und für den Moderna-Impfstoff bei 94 Prozent. Deshalb seien diese Ansteckungen trotz Impfung nicht überraschend, sagte BAG-Sprecher Grégoire Gogniat auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Er bestätigte Informationen der «NZZ am Sonntag». Alles zum Thema lesen Sie hier.

Trotz Indien-Variante: Britischer Regierung bleibt bei Lockerungen

Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock hat die Öffnungspläne der Regierung in London trotz lokaler Ausbrüche der indischen Coronavirus-Variante im Land verteidigt. Sollte sich die höhere Übertragbarkeit der Mutante als gering herausstellen, werde es so gut wie keine Auswirkungen auf den Lockerungsfahrplan des Landes geben, sagte Hancock am Sonntag dem Nachrichtensender Sky News. «Wir wissen es einfach nicht, deswegen ist es angemessen, den Fahrplan weiter zu verfolgen, aber die Menschen müssen wachsam und vorsichtig sein», sagte der konservative Politiker weiter.

Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock sagt, dass die Lockerungen in seinem trotz der indischen Variante bleiben. (Bild: Keystone)

Von Montag an sollen im grössten britischen Landesteil England wieder Treffen von bis zu sechs Personen in Privathaushalten möglich sein. Auch die Innengastronomie, Theater, Kinos und Museen dürfen wieder Gäste empfangen. Und das obwohl lokal begrenzt ein starker Anstieg an Infektionen durch die indische Virus-Variante B.1.617.2 verzeichnet wurde. Die Bundesregierung hatte das Land deswegen am Freitag wieder als Corona-Risikogebiet eingestuft. Insgesamt hat Grossbritannien aber derzeit mit einer landesweiten Sieben-Tage-Inzidenz von rund 23 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche vergleichsweise nur wenige Fälle.

Impfung von Teenagern nach Sommerferien

Die Heilmittelbehörde Swissmedic will bis Ende Juni Impfstoffe für Jugendliche zum Schutz vor Corona-Infektionen zulassen. Er hoffe, dass nach den Sommerferien die Impfung der 12- bis 15 jährigen Personen beginnen könne, sagte Christoph Berger, Präsident der Eidgenössischen Kommission für Impffragen, gegenüber der «NZZ am Sonntag». Der Impfstoffhersteller Pfizer/Biontech habe bei Swissmedic vor zehn Tagen die Zulassung des Impfstoffs für Jugendliche beantragt. Ein Sprecher von Swissmedic wollte sich nicht auf ein Zeitpunkt festlegen, wann der Impfstoff zugelassen werde. Kanada und die US impfen bereits Jugendliche. Absehbar sind zudem Impfungen für Kinder unter 12 Jahren.

Mehr Kescha-Beratungen in Corona-Jahr

Die unabhängige Anlaufstelle Kindes-und Erwachsenenschutz (Kescha) hat im letzten Jahr in 1324 Fällen Personen beraten, die sich mit der Kesb, einem Beistand oder Gericht wegen einer angeordneten Massnahme in einer Konfliktsituation befanden.

In 60 Prozent der Kescha-Fälle ging es dabei um Kinderschutz. Meist seiein Konflikt zwischen den Elternteilen das Problem gewesen. Strittig waren an erster Stelle Fragen des Besuchsrechts, an zweiter Stelle Fragen zur Obhut beziehungsweise zum Sorgerecht.

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Tourismus-Branche verlangt Finanz-Spritze vom Bund

«In den nächsten zehn Jahren sind 3 Milliarden vom Bund nötig, damit die Tourismusbranche nicht den Anschluss verliert», sagt Hans Wicki, FDP-Ständerat und Präsident des Seilbahnverbands. Während der Corona-Krise wurden Reserven aufgebraucht und Schulden angehäuft. Jetzt fehlen die Mittel, um zu investieren, so die Nidwaldner Ständerat in der Sonntags Zeitung.

«Wenn der Bund schon Geld für Bauern, Bildung und die SBB ausgibt, könnte er auch den Tourismus unterstützen», so Wicki weiter. Unterstützung erhält Wicki von Nicolo Paganini, Mitte-Nationalrat und Präsident des Schweizer Tourismus-Verbands.  «Der Bund hat mit seiner Nothilfe die Unternehmen im Tourismus am Leben erhalten. Jetzt darf er sie nicht fallen lassen, sonst wäre alles für nichts gewesen.»

(Foto: Key)
Auffrischung des Corona-Impfschutzes im 2022

Die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland müssen sich nach Ansicht der Ständigen Impfkommission (Stiko) wohl spätestens im nächsten Jahr erneut gegen das Coronavirus impfen lassen.

«Das Virus wird uns nicht wieder verlassen. Die aktuellen Corona-Impfungen werden deswegen nicht die letzten sein», sagte der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens den Zeitungen der Funke Mediengruppe.»Grundsätzlich müssen wir uns darauf einstellen, dass im nächsten Jahr alle ihren Impfschutz auffrischen müssen».

Moderna liefert 750'000 Dosen Impfstoff gegen Covid-19

Am Samstag wird in der Schweiz eine Lieferung von 750’000 Dosen des Corona-Impfstoffes von Moderna erwartet. Am Montag folgt eine weitere Lieferung des Vakzins von Pfizer/Biontech.

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(Bild: Keystone)
Polen öffnet Aussengastronomie und lockert Maskenpflicht

In Polen hat nach mehr als sechs Monaten die Aussengastronomie wieder geöffnet. Die Kunden dürfen nur jeden zweiten Tisch besetzen, wie die Agentur PAP am Samstag berichtete. In vielen grossen Städten feierten die Menschen die Wiedereröffnung der Bars und Restaurants bereits in der Nacht zum Samstag im Freien. Bei sonnigem Wetter füllten sich die Café-Terrassen auch im Laufe des Tages wieder.

Im Freien müssen die Menschen nun keine Masken mehr tragen, wenn sie im öffentlichen Raum einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen einhalten können. Die Maskenpflicht gilt indes weiter in Bus und Bahn, in Geschäften und den meisten öffentlichen Gebäuden.

Die Behörden meldeten am Samstag 2’896 Corona-Neuinfektionen und 298 Todesfälle innerhalb von 24 Stunden. Seit Beginn der Pandemie starben in Polen mehr als 71 600 Menschen. Der EU-Mitgliedstaat hat knapp 38 Millionen Einwohner. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt nach aktuellen Zahlen bei rund 65.

Polizei kesselt in Bern Corona-Massnahmen-Gegner ein

Die Polizei ist am Samstagnachmittag in der Berner Innenstadt konsequent gegen nicht-maskierte Gegner von Corona-Massnahmen vorgegangen. Rund 20 Personen wurden eingekesselt und dann einer Personenkontrolle unterzogen.

Die Berner Kantonspolizei hatte die Demonstrationswilligen zuvor per Lautsprecher aufgefordert, die Örtlichkeit zu verlassen. Sie ist mit einem Grossaufgebot präsent. Im Einsatz stehen auch Kastenwagen mit Gitteraufsätzen und der Wasserwerfer steht bereit.

Die Zahl der nicht-maskierten und offensichtlich demonstrationswilligen Personen ist bescheiden aber schwierig einzuschätzen, weil auch Schaulustige herumstehen. Sie dürfte sich auf wenige Dutzend belaufen.

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Mehrere hundert Corona-Massnahmen-Kritiker an Demo in Urnäsch AR

Im Kanton Appenzell Ausserrhoden haben sich am Samstag mehrere hundert Kritiker der Corona-Massnahmen zu einer unbewilligten Demonstration versammelt. In Urnäsch setzte sich ein Umzug mit Trychler-Gruppen am frühen Nachmittag durch den Ort in Bewegung. Zahlreiche Schaulustige säumten den Strassenrand.

Es hätten sich zunächst rund zweihundert Personen versammelt, sagte ein Sprecher der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am frühen Nachmittag.

Der überwiegend grösste Teil der Kundgebungsteilnehmer trug keine Hygienemasken, wie aus Livebildern vor Ort hervorging. Einzelne von ihnen umarmten sich. Die Polizei hielt sich zurück. Die Stimmung war friedlich.

Die Kundgebungsteilnehmer führten Schweizerfahnen, Kantonsflaggen sowie Spruchbänder mit sich. Die Protestierenden lehnten unter anderem Impfungen ab und machten Stimmung gegen den Urnengang zum Covid-19-Gesetz am 13. Juni.

Kantone für nationales Steuerungsgremium zu Corona-Pandemie

Aus Sicht der Kantone braucht es ein paritätisch zusammengesetztes Steuerungsgremium, das in der Pandemie frühzeitig die Koordination von Massnahmen übernimmt. Das sagte Christian Rathgeb, Präsident der Konferenz der Kantonsregierungen (KdK) gegenüber Radio SRF.

Mit dem Drei-Phasen-Plan des Bundesrats für schrittweise Lockerungen von Massnahmen gegen das Coronavirus besteht heute gemäss Rathgeb erstmals eine Perspektive für mehrere Monate. Das möchten wir künftig auch in einer Akutphase einer Krise haben, sagte der oberste Kantonsvertreter und Bündner Regierungsrat in der Sendung Samstagsrundschau.

Aufgrund der Erfahrungen der Coronakrise würden die Kantone daher ein nationales Führungsgremium vorschlagen, das die Lage beurteile und auch auf nationaler Ebene rasch reagiere. Es sei die gemeinsame Aufgabe von Bund und Kantonen, eine solche Krise zu bewältigen.

Polizei bereitet sich in Bern auf Demo gegen Corona-Massnahmen vor

In der Berner Innenstadt bereitet sich die Polizei auf eine unbewilligte Kundgebung vor, welche Gegner der Corona-Massnahmen angekündigt haben. An den Eingängen zum Bahnhof stehen Polizistinnen und Polizisten, vielerorts sind Kastenwagen der Polizei platziert, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete. Der Bundesplatz war kurz nach dem Mittag bereits mit Gittern abgesperrt, obwohl der Wochenmarkt noch andauerte.

Die Berner Stadtregierung hatte die Organisatoren dazu aufgerufen, auf die unbewilligte Kundgebung zu verzichten. Für Sicherheitsdirektor Reto Nause sei es unverständlich, ohne Absprache mit den Behörden und ohne verbindliches Schutzkonzept zu Kundgebungen aufzurufen und damit grosse Menschenansammlungen zu provozieren, schreibt der Gemeinderat. Er gab der Polizei den Auftrag, Kundgebungen von nicht-maskierten Personen und bei Missachtung der Abstandsregeln nicht zu tolerieren.

Knapp ein Viertel der Schüler einer Neuenburger Schule hat Corona

An einer Primarschule in Fleurier im Kanton Neuenburg hat sich rund ein Viertel der Schülerinnen und Schüler jüngst mit dem Coronavirus infiziert. Dies ergaben die Resultate von Tests sowie einem umfangreichen Massentest vom vergangenen Mittwoch.

Insgesamt steckten sich in einer der drei Grundschulen im Ort 37 Schülerinnen und Schüler sowie fünf Lehrpersonen mit dem Coronavirus an, wie der Kanton Neuenburg am Samstag mitteilte. Dies entsprach rund 23 Prozent aller Schülerinnen und Schüler der betroffenen Schule.

Alleine das Speicheltest-Screening am Mittwoch hatte 19 Coronafälle aufgedeckt. Dieses wurden mit dem Einverständnis der Eltern unter einer Mehrheit der Schüler durchgeführt, nachdem bereits mehrere Infektionen bekannt geworden waren. Alle Klasse wurden unter Quarantäne gestellt.

Deutschland: Drei von vier Ex-Mitgliedern kehren nach Pandemie nicht in Fitnessstudio zurück

Den Fitnessstudios in Deutschland drohe laut «n-tv.de» auch nach der Wiedereröffnung eine lange Durststrecke. Drei von vier Ex-Mitgliedern (72 Prozent), die ihren Vertrag in der Pandemie gekündigt haben, würden nicht zurückkehren wollen. Das hätte eine Umfrage des Kündigungsdienstleisters Aboalarm ergeben. Fast alle Befragten hätten angegeben, dass sie trotz geschlossener Studios weiter Beiträge zahlen sollten (88 Prozent) und dafür keine Gutscheine als Entschädigung erhielten (87 Prozent). Als Gründe für die Vertragsauflösung hätte jedes zweite Ex-Mitglied (48 Prozent) die Schließung wegen der Pandemie angegeben, 28 Prozent hätten «kein Bedarf mehr» angegeben. «Zu teuer» sei der Vertrag für zwölf Prozent der Sportler.

Hälfte des Präsenzunterrichts in Deutschland ausgefallen

Bei Deutschlands rund elf Millionen Schülern sind nach Angaben des Deutschen Lehrerverbands seit Beginn der Corona-Pandemie rund die Hälfte der Schulstunden im Präsenzunterricht ausgefallen.

Seit März 2020 fielen durchschnittlich zwischen 350 und 800 Stunden Präsenzunterricht für jeden Schüler aus, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger der «Bild»-Zeitung (Samstagsausgabe). «Das ist im Schnitt wohl ein halbes Schuljahr.»

Mancherorts sei der Ausfall noch grösser. In Hamburg etwa seien durch weitgehende Schulschliessungen 540’000 Stunden ausgefallen, berichtete die «Bild» unter Berufung auf die zuständige Schulbehörde. Homeschooling und Distanzunterricht seien in diesen Zahlen nicht eingerechnet. Jeder Hamburger Mittelstufen-Schüler habe demnach im Durchschnitt 900 Schulstunden verpasst. Dies entspreche sogar drei Viertel der Schulstunden eines Schuljahres.

Die Bundesregierung hatte Anfang des Monats ein Aufholpaket zur Abfederung der Pandemiefolgen bei Schülern im Umfang von zwei Milliarden Euro auf den Weg gebracht. (Bild: Keystone)
Litauen will Corona-Impfstoff an EU-Ostpartner abgeben

Litauen wird den östlichen EU-Partnerländern 200’000 Dosen Corona-Impfstoff bereitstellen, damit sie in der Impfkampagne nicht abgehängt werden. Nach Angaben der Regierung in Vilnius will das baltische EU-Land bis zum Herbst der Ukraine 100’000 Dosen, Georgien 15’000 Dosen und der Republik Moldau 11’000 Dosen zuweisen. Über die Aufteilung der restlichen Dosen soll in Kürze entschieden werden. Bereitstellen werde Litauen den Impfstoff von Astrazeneca, sagte Aussenminister Gabrielius Landsbergis der Agentur BNS zufolge.

«In den Ländern der EU verläuft der Impfprozess schnell und reibungslos, aber wir werden nicht sicher sein, bis unsere Nachbarn sicher sind. Wahre Solidarität ist Handeln», sagte Landsbergis. «Wir hoffen, dass andere EU-Mitglieder dem Beispiel Litauens folgen.»

Litauens Präsident Gitanas Nauseda lobte während eines Besuchs in der Republik Moldau die Entscheidung als «sehr gut» und «rechtzeitig». «Dies wird dazu beitragen, den Impfprozess durchzuführen, der hier bisher ziemlich chaotisch gewesen ist», sagte er in Chisinau.

Polen startet Corona-Impfkampagne mit Promis

Die polnische Regierung will mit Prominenten die Impfbereitschaft der Bevölkerung ankurbeln. Spitzensportler und Filmstars sollen in Medien und auf Plakaten für Corona-Impfungen werben. An der am Freitag begonnenen Kampagne nehmen nach Regierungsangaben unter anderem die Fussball- und Volleyball-Nationalmannschaften sowie der Formel-1-Rennfahrer Robert Kubica teil.

«Impfungen sind ein Weg, die Pandemie loszuwerden», erklärte Ministerpräsident Mateusz Morawiecki bei der Ankündigung der Kampagne. Wenn die Polen nun Solidarität zeigten, sei ein normaler Sommer «in unserer Reichweite», ergänzte er. Gesundheitsminister Adam Niedzielski gab sich optimistisch: «Ich gehe davon aus, dass Polen während der Sommerferien dank der Impfungen eine Immunisierung von 70 bis 80 Prozent der Bevölkerung gegen Covid-19 erreichen wird.» In diese Schätzung bezog er auch die von der Erkrankung Genesenen ein.

Johnson: Indische Variante leichter übertragbar als bisheriges Virus

Die indische Variante des Coronavirus B.1.617.2 ist nach Ansicht britischer Experten leichter übertragbar als die bisher vorherrschenden Virus-Varianten, inklusive der sogenannten britischen Variante B.1.1.7. Das sagte der Premierminister Boris Johnson am Freitag in London. Noch sei nicht klar, um wie viel schneller sich die Variante verbreite, so der konservative Politiker weiter. Im schlimmsten Fall stünden dem Land schwere Entscheidungen bevor. Das Expertengremium SAGE, das die Regierung berät, geht davon aus, dass sich B.1.617.2 um bis zu 50 Prozent schneller ausbreiten könnte als B.1.1.7.

Der britische Premierminister Boris Johnson. (Bild: Keystone)

Insgesamt sind die Infektionszahlen in Grossbritannien mit einer landesweiten Sieben-Tage-Inzidenz von rund 23 sehr niedrig. Regional kam es aber in den vergangenen Wochen wieder zu einem Anstieg, der teilweise auf die indische Variante zurückgeführt wird. Laut Behördendaten hat sich die Zahl der in Grossbritannien nachgewiesenen Fälle der Variante B.1.617.2 innerhalb einer Woche auf gut 1’300 Fälle verdoppelt.

Von Montag an sind weitere Öffnungsschritte geplant. Johnson sieht diesen Fahrplan bislang nicht in Gefahr, warnte aber, die für Ende Juni geplante Aufhebung aller Corona-Massnahmen könnte durch die indische Variante erschwert werden. Vorsorglich soll nun der Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung für die Gruppe der über 50-Jährigen von zwölf auf acht Wochen verkürzt werden. «Es gibt keine Hinweise darauf, dass die Impfstoffe weniger wirksam sind», so Johnson.

Corona-Lage in Indien weiter angespannt – Hoffnung auf mehr Impfstoff

Im schwer von der Corona-Pandemie getroffenen Indien sind die offiziellen Infektionszahlen auf hohem Niveau etwas gesunken. Am Freitag wurden laut den indischen Behörden in der grössten Demokratie der Welt mehr als 343’000 neue Fälle und 4’000 Tote binnen 24 Stunden erfasst. Bis vor wenigen Tagen hatte Indien noch mehr als 400’000 Fälle pro Tag erfasst.

Allerdings verlagert sich die Pandemie zunehmend von den grossen Städten aufs Land, wo die Gesundheitsversorgung deutlich schlechter ist und es weniger Tests gibt. So dürfte die Dunkelziffer hoch sein. Zuletzt berichteten Behörden von Dutzenden Leichen, die auf dem Fluss Ganges trieben – zumindest teils von Corona-Opfern, deren Familien zu arm für eine traditionelle hinduistische Einäscherung waren.

Im schwer von der Corona-Pandemie getroffenen Indien sind die offiziellen Infektionszahlen auf hohem Niveau etwas gesunken. (Bild: Keystone)

Bislang sind weniger als drei Prozent der 1,3 Milliarden Einwohnerinnen und Einwohner Indiens ganz geimpft. Der Impfstoff ist angesichts der grossen Bevölkerung knapp, obwohl Indien eigentlich als «Apotheke der Welt» bekannt ist und massenhaft Impfstoff herstellt. Ein Gesundheitsberater der Regierung sagte allerdings am Donnerstagabend, dass zwischen August bis Dezember mehr als 2 Milliarden Impfstoffdosen für das 1,3-Milliarden-Einwohner-Land bereitstehen sollten.

Am Freitag wurde in Indien wohl erstmals eine im Ausland produzierte Impfdose verabreicht – Sputnik V, wie der der staatliche russische Direktinvestmentfonds RDIF, der das Vakzin im Ausland vermarktet, bekannt gab. Bislang hatte Indien seine Bevölkerung nur mit in Indien produziertem Astrazeneca-Impfstoff sowie mit einem einheimisch entwickelten Vakzin geimpft.

Slowakei beendet Corona-Notstand

Die slowakische Regierung hat am Freitag das Ende des seit 1. Oktober geltenden Corona-Notstands beschlossen. «Wir haben versprochen, dass der Notstand keine Minute länger als notwendig gelten werde, und daran halten wir uns», erklärte der konservative Ministerpräsident Eduard Heger vor Journalisten in Bratislava. Wirksam werde die Aufhebung noch in der Nacht auf Samstag.

Der stets umstrittene Notstand erlaubte der Regierung unter anderem die Zwangsrekrutierung von Gesundheitspersonal, das Verhängen von Ausgangssperren sowie das Verbot von Protestkundgebungen und anderen Massenversammlungen. Mit dem Ende des Notstands gelten zwar die Versammlungsverbote nicht mehr, einen Teil ihrer Sondervollmachten im Gesundheitswesen will die Regierung aber behalten und liess sich diese am 11. März vom Parlament durch ein eigenes Gesetz absegnen.

Positive Fälle, Hospitalisationen und Todesfälle weiter rückläufig

Der neuste Wochenbericht des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) weist für die Woche vom 3. bis 9. Mai einen Rückgang der gemeldeten Fälle, Spitaleinweisungen und Todesfälle aus. Dagegen stagnierte die Zahl der gemeldeten Tests. Die Zahl der laborbestätigten positiven Fälle in der Schweiz und in Liechtenstein sank gegenüber der Vorwoche um 13 Prozent auf noch 10’317, wie aus dem am Freitag online veröffentlichten aktualisierten Bericht hervorgeht.

Die Inzidenz in der Berichtswoche lag zwischen 77 Fällen pro 100’000 Einwohner in Liechtenstein und 343 im Kanton Uri. Insgesamt ist die Inzidenz von 139 auf 119 gesunken. Bezogen auf die Bevölkerungszahl war die Altersklasse der 10- bis 19-Jährigen mit fast 200 Fällen pro 100’000 Einwohner am meisten betroffen. Am wenigsten betroffen waren die über 80-Jährigen mit einer Inzidenzrate von 34.

WHO-Chef fordert Impfstoff für ärmere Länder statt für Kinder

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat an reiche Nationen appelliert, Corona-Impfstoff an ärmere Länder zu spenden statt jetzt damit Kinder zu impfen. Derzeit stünden nur 0,3 Prozent des globalen Angebots an Impfstoffen Ländern mit niedrigem Einkommen zur Verfügung, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag in Genf. In vielen Ländern seien noch nicht einmal medizinisches Personal und Pflegerinnen gegen Covid-19 geschützt.

(Symbolbild: Keystone)

«Ich verstehe, warum manche Länder ihre Kinder und Jugendlichen impfen wollen. Aber zu diesen Zeitpunkt bitte ich sie dringend, dies zu überdenken,» sagte Tedros. Die Dosen sollten besser der Initiative Covax zur Verfügung gestellt werden. Das Projekt, an dem die WHO führend beteiligt ist, hat eine gerechte globale Verteilung von Impfstoffen zum Ziel.

Wales lockert ab Montag – aber mit Vorsicht wegen Variante

Im britischen Landesteil Wales haben die Menschen ab kommenden Montag wieder mehr Freiheiten. Pubs und Restaurants dürfen dann auch drinnen wieder Gäste empfangen, wie Regierungschef Mark Drakeford am Freitag, 14. Mai, bestätigte. Auch Museen, Theater und Kinos dürfen unter Auflagen wieder öffnen. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Wales mit rund neun Fällen pro 100’000 Einwohnern am niedrigsten in ganz Grossbritannien.

Bei weiteren geplanten Lockerungen drückte Drakeford jedoch auf die Bremse und vertröstete die Bevölkerung auf eine neue Prüfung der Lage Anfang Juni. Grund ist das verstärkte Auftreten der indischen Corona-Variante B.1.617.2 im Nordwesten von England und in einigen Fällen auch direkt in Wales.

Je nach Entwicklung der Lage könnten sich Veranstalter einiger Kulturevents und Food-Festivals länger gedulden müssen, bis sie wieder grünes Licht bekommen. Auch Kontaktbeschränkungen könnten länger in Kraft bleiben als zunächst geplant. Drakeford riet seinen Landsleuten ausserdem davon ab, in diesem Jahr Auslandsreisen zu planen.

Plattform meineimpfungen.ch wird eingestellt

Die Plattform meineimfpungen.ch wird wegen momentan nicht zu behebender Sicherheitslücken eingestellt. Eine erneute Gesamtbeurteilung habe ergeben, dass ein sicherer Betrieb der Plattform nicht mehr möglich sei, teilte die Stiftung am Freitag auf ihrer Webseite mit.

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(Symbolbild: Keystone)
BAG registriert 496'634 neue Impfungen in den letzten 7 Tagen

Vom 6. Mai bis 12. Mai sind in der Schweiz 496’634 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden. Dies geht aus den Angaben hervor, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag auf seiner Website veröffentlichte.

Pro Tag wurden damit durchschnittlich 70’948 Impfungen durchgeführt. Im Vergleich zur Woche davor stieg die Impfkadenz um 33 Prozent.

Insgesamt wurden bis Mittwoch 3’511’492 Impfungen durchgeführt. Bislang sind 1’184’138 Personen vollständig geimpft, das heisst 13,7 Prozent der Bevölkerung haben bereits zwei Impfdosen erhalten. Bei 1’143’216 Personen wurde bislang nur die Erstimpfung durchgeführt.

Quarantäne-Pflicht bei Einreise fällt in Italien weg

Für Italien-Urlauber aus europäischen Ländern entfällt am Sonntag die bisher notwendige Corona-Quarantäne nach der Ankunft. Das teilte das Gesundheitsministerium am Freitag in Rom mit.

Künftig sei für Einreisen aus den Ländern der Europäischen Union, dem Schengenraum sowie Grossbritannien und Israel nur noch ein negativer Test erforderlich. Bisher musste man fünf Tage in Quarantäne und am Ende einen zweiten Test machen.

Das 60-Millionen-Einwohner-Land zählte am Donnerstag in 24 Stunden rund 8’000 Corona-Neuinfektionen und etwa 200 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Sars-CoV-2-Virus. Von Montag an werden voraussichtlich fast alle Regionen Italiens zur Gelben Zone mit moderatem Corona-Risiko gehören.

Italien-Urlauber brauchen nur noch einen negativen Test zur Einreise. (Bild: Keystone)
BAG meldet 2'300 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 48 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag innerhalb von 48 Stunden 2’300 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 42 neue Todesfälle und 101 Spitaleinweisungen. Mehr dazu hier.

Genf impft ab nächster Woche alle Personen ab 16 gegen Corona

Im Kanton Genf erhält ab Mittwoch die gesamte Bevölkerung ab 16 Jahren Zugang zur Impfung gegen Covid-19. Die Gesundheitsbehörden rufen alle Altersgruppen auf, sich jetzt für die Impfung anzumelden.

«Die 62’000 Personen unter 45 Jahren, die sich bereits online registriert haben, werden in den nächsten Tagen Termine erhalten», sagte Adrien Bron, Generaldirektor für Gesundheit, am Freitag vor den Medien. Das vom Kanton eingerichtete Impfsystem sei bereit und robust für einen Hochlauf.

Kritik an Corona-Politik bei deutschem FDP-Parteitag

Mit deutlicher Kritik an der Corona-Politik der deutschen Regierung hat der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki den Bundesparteitag der Liberalen eröffnet.

«Es wurden Grundrechtsbeschränkungen eingeführt, von denen die Bundesregierung selbst nie richtig erklärte, ob diese Beschränkungen überhaupt ihren Zweck erfüllen können», sagte Kubicki am Freitag in Berlin. «Das Narrativ entstand, härtere Grundrechtseinschränkungen führten zu grösseren Erfolgen in der Pandemiebekämpfung.» Die FDP habe sich anhören müssen, mit ihrer Kritik verantwortungslos zu sein.

«Wenn die Verteidiger der Freiheit und des Rechtsstaats mit Populisten verglichen werden, dann sollte uns das nicht irritieren», betonte Kubicki. Es sollte für die FDP vielmehr Ansporn sein, um noch mehr für Freiheit und Rechtsstaat zu streiten. «Wenn das Populismus ist, dann will ich Populist sein.» (Archivbild: Keystone)
Berliner Gastronomie darf Pfingsten draussen wieder öffnen

In der deutschen Hauptstadt dürfen Cafés und Restaurants zumindest im Freien wohl in Kürze wieder Gäste bedienen. Am Freitag hat der Berliner Senat entsprechende Lockerungen für die Aussengastronomie nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur beschlossen – für die Zeit ab Freitag vor Pfingsten (21.5.).

Voraussetzung ist neben einem vor dem Hintergrund der anhaltenden Pandemie obligatorischen Hygienekonzept, dass die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Neuinfektionen bis dahin weiter stabil unter 100 liegt. Dann greift die Bundes-Notbremse nicht mehr, die solche Lockerungen bisher verbietet.

34 neue Corona-Fälle an einem Tag - Singapur verschärft Massnahmen

Singapur will angesichts jüngster Corona-Infektionsfälle die strengsten Einschränkungen seit fast einem Jahr verhängen.

Von Sonntag an dürfen sich in dem südostasiatischen Stadtstaat nur noch zwei Menschen treffen, wie der Co-Vorsitzende der Corona-Arbeitsgruppe der Regierung, Lawrence Wong, am Freitag auf einer Pressekonferenz mitteilte. Essen in Restaurants wird nicht mehr möglich sein, und für Veranstaltungen gilt eine Obergrenze von 100 Anwesenden. Die Massnahmen sollen zunächst für einen Monat gelten.

Das Gesundheitsministerium hatte am Donnerstag 34 neue Infektionsfälle binnen 24 Stunden gemeldet – das war die höchste Zahl an einem Tag seit September. Wong zufolge, der in Kürze sein Amt als Bildungsminister abgibt und Finanzminister wird, kann die Regierung nicht ausschliessen, dass noch schärfere Massnahmen ergriffen werden müssen.

ETH-Forschende entdecken Achillesferse des Coronavirus

ETH-Forschende haben eine wichtige Schwachstelle des Coronavirus entdeckt: Stört man einen bestimmten Prozess, hemmt das die Vermehrung des Erregers. Aus dieser Erkenntnis lässt sich möglicherweise ein Medikament entwickeln, das alle Varianten des Virus› angreift.

Das Zauberwort heisst «Frameshifting»: Beim schrittweisen Ablesen des Bauplans aus Ribonukleinsäure (RNA) «verzählt» sich das Ribosom – die zelleigene Proteinfabrik – gelegentlich und lässt Buchstaben aus. Bei gesunden Zellen kommt das selten vor, denn aus einer falsch abgelesenen und kopierten Reihenfolge resultieren dysfunktionale Proteine. Mehr dazu hier.

Mann ergaunert Corona-Gelder und kauft Luxusauto - Haftstrafe

In den USA ist ein Mann zu mehr als sechs Jahren Haft verurteilt worden, nachdem er etwa 3,9 Millionen Dollar an Corona-Darlehen ergaunert und davon unter anderem einen Luxuswagen gekauft hat.

Der 29-Jährige aus dem Gliedstaat Florida habe gleich mehrere falsche Anträge eingereicht und darüber hinaus auch anderen Menschen beim Betrug geholfen, teilte das US-Justizministerium mit. Von den erhaltenen Geldern kaufte er sich unter anderem einen Lamborghini für rund 318’000 Dollar.

Die Darlehen im Rahmen eines Hilfsprogramms waren eigentlich für von der Corona-Pandemie betroffene Unternehmen vorgesehen. Der Mann habe fälschlicherweise angegeben, Dutzende Angestellte zu haben, denen er die Gehälter fortzahlen müsse. Geld und Luxuswagen seien von den US-Behörden beschlagnahmt worden.

Von den erhaltenen Geldern kaufte er sich unter anderem einen Lamborghini für rund 318’000 Dollar. (Bild: Keystone)
Wallis öffnet Corona-Impfung für die breite Bevölkerung

Im Kanton Wallis können sich nun alle Personen ab dem Alter von 16 Jahren gegen das Coronavirus impfen lassen. Personen unter 50 Jahren, die sich bereits bei einem Impfzentrum registriert haben, erhalten in Kürze ihre Termine.

Der Kanton begründet den Schritt damit, dass vermehrt Impfdosen geliefert werden, wie es in einer Mitteilung von Freitag heisst. Bereits Ende April hatten die Walliser Gesundheitsbehörden, Personen ab 16 dazu aufgerufen, einen Impftermin zu buchen.

Um das Tempo beim Impfen zu erhöhen, werden zudem in den nächsten Tagen neue Impfzentren in Vouvry, Saxon, Haute-Nendaz, Siders und Gampel eröffnet. Sie ergänzen die bestehenden Einrichtungen in Brig, Sitten, Martigny, Collombey sowie die Arztpraxen und Apotheken.

Briten wollen indische Variante eindämmen

Nach einem Anstieg von Fällen der indischen Corona-Variante B.1.617.2 will die britische Regierung mit gezielten Massentests in betroffenen Regionen die Ausbreitung verhindern.

Im Nordwesten Englands sowie in London würden mobile Teams gezielt Tests anbieten und die Nachverfolgung von Kontakten verstärken, teilte die britische Regierung mit. Ausserdem sollen noch mehr Proben gensequenziert werden.

Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland wieder unter 100

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen hat in Deutschland nach Daten des staatlichen Robert Koch-Instituts (RKI) erstmals seit dem 20. März wieder die Schwelle von 100 unterschritten.

Nach Stand des RKI-Dashboards vom Morgen lag der Wert am Freitag bei 96,5 (20. März: 99,9). Am Vortag hatte das RKI die Zahl der Neuinfektionen pro 100’000 Einwohner und Woche mit 103,6 angegeben, am Freitag vor einer Woche mit 125,7. Einen Höchststand hatte die deutschlandweite Inzidenz während der dritten Welle am 26. April mit 169,3 erreicht. Der bisher höchste Inzidenz-Wert hatte bei 197,6 am 22. Dezember gelegen.

Disney spürt Flaute in der Unterhaltungsbranche

Der Lichtblick war bislang das florierende Streaming-Geschäft, doch der grosse Andrang blieb zuletzt aus. Walt Disney ächzt weiter unter der Corona-Krise. Nach dem fulminanten Start des Online-Videodienstes Disney+ litt der Netflix-Rivale im jüngsten Geschäftsquartal unter mangelnden Film- und Serienhits. Da die Pandemie den Rest von Disneys Unterhaltungs-Imperium weitgehend lahmlegt, ist der Konzern auf die Streaming-Services angewiesen. Mehr dazu hier.

In normalen Zeiten tragen Disneys Vergnügungsparks, Ferienresorts und Kreuzfahrten einen grossen Teil zum Umsatz bei, doch die Corona-Krise hat das Geschäft zum Erliegen gebracht. (Bild: Keystone)
Neuenburg: Erste Stadt bewilligt wieder eine Demo

Seit Wochen kommt es in der Schweiz zu unbewilligten Demos gegen die Massnahmen um das Coronavirus. Keine Schweizer Stadt wollte in letzter Zeit Corona-Demos beherbergen. Überall wurden die Gesuche abgelehnt. Die Stadt Neuenburg erlaube nun erstmals wieder eine Demo, wie «nau.ch» schreibt. Der Verein «Stiller Protest» plane für kommenden Samstag eine Corona-Demo in Neuenburg.

Stadler will bis Ende Jahr coronabedingte Verzögerungen aufholen

Der Eisenbahnhersteller Stadler Rail will bis Ende 2021 die pandemiebedingten Verzögerungen wettgemacht haben. Dies sagte Konzernchef und Hauptaktionär Peter Spuhler in einem Interview mit dem St. Galler Tagblatt.

«Wir haben bei den Abnahmen in der Zwischenzeit sehr viel aufgeholt. Und auch unser Servicegeschäft normalisiert sich, weil der öffentliche Verkehr wieder hochgefahren worden ist», sagte Spuhler.

Wegen Corona war es im Vorjahr zu Probleme in der Lieferkette gekommen und Zulassungen durch die Behörden und Kundenabnahmen verzögerten sich. Daher standen rund hundert fertige Loks und Züge herum und warteten auf die Auslieferung.

Corona-Pandemie «hätte verhindert werden können»

Die weltweite Verbreitung des Coronavirus hätte nach Ansicht unabhängiger Experten vermieden werden können. Dafür aber hätten die Warnsignale sofort beachtet, die WHO früher Alarm schlagen und die einzelnen Länder konsequenter reagieren müssen, urteilen Experten. Mehr dazu hier.

Japan weitet Corona-Notstand aus

Angesichts weiter steigender Infektionszahlen weitet Japan den Corona-Notstand weniger als drei Monate vor den Olympischen Spielen in Tokio nochmals aus. In den Präfekturen Hokkaido, Okyama und Hiroshima müssen bis 31. Mai ebenfalls strengere Restriktionen umgesetzt werden. Ein Lockdown ist der Notstand in Japan aber nicht.

Trotz der hohen Zahlen und der Kritik in der Bevölkerung betonen die Regierung und das Internationale Olympische Komitee (IOC) immer wieder, dass die Spiele ungeachtet des äusserst langsamen Impftempos in Japan wie geplant und für jeden «sicher» stattfinden sollen.

Griechische Inseln wollen Touristen mit hohen Impfquoten locken

Am Samstag wird in Griechenland offiziell die Tourismus-Saison eingeläutet – Gastronomen, Hoteliers und Ladenbesitzer erwarten sie mit Hoffnung und Bangen gleichermassen. Auch wegen des Saisonstarts wird in den Urlaubszielen kräftig geimpft – um Touristen mit «covidfreien Inseln» zu locken.

Auf der Insel Milos etwa und anderen griechischen Eilanden könnten so in den kommenden Wochen Impfquoten von bis zu 90 Prozent erreicht werden – nicht zuletzt, weil die Menschen vom Tourismus leben, wie Konstantinos Makris, Chef des örtlichen Gesundheitszentrums, der Nachrichtenagentur dpa sagte.

Die Tourismusbranche trägt normalerweise fast 20 Prozent zur griechischen Wirtschaftsleistung bei – und war im vergangenen Jahr wegen Corona um mehr als 75 Prozent eingebrochen. Die einzige Lösung scheint der Kampf gegen das Virus. «Wir haben wirklich alles für die Sicherheit sowohl der Einwohner als auch der Gäste getan», sagt Dimitris Moraitis vom Hotelverband der Insel Milos.

«Die Nachfrage der Bürger ist enorm», sagt Mediziner Makris. «Ich gehe davon aus, dass bis Mitte Juni mehr als 90 Prozent der Inselbewohner über 18 geimpft sein werden.» (Bild: Keystone)
Schweizer Gastgewerbe hat 2020 über 40'000 Stellen verloren

Das Schweizer Gastgewerbe hat im letzten Jahr wegen der Betriebsschliessungen im Zuge der Corona-Pandemie über 40’000 Stellen verloren. Besonders hart getroffen hat es jene Restaurants, die auf den Geschäftstourismus angewiesen sind.

Die Auswirkungen des zweiten Lockdowns seien in der vom Seco erhobenen Zahl verlorener Stellen noch nicht enthalten, sagte Casimir Platzer, Präsident des Dachverbandes Gastrosuisse, in einem Interview mit den Tamedia-Zeitungen (Freitagausgabe). Seither dürften mindestens 10’000 weitere Stellen verloren gegangen sein.

Eine Umfrage von Gastrosuisse Anfang März hatte ergeben, dass zwei Drittel der rund 3’500 befragten Mitglieder finanzielle Probleme hätten. Fast 20 Prozent gaben an, dass sie auf unbestimmte Zeit geschlossen blieben. Eine weitere Umfrage im April zeige, dass sich die Zahl betroffener Betriebe verringert habe.

Neuenburger Regierung will Dienstag zum Testtag machen

Der Gesundheitsdirektor des Kantons Neuenburg, Laurent Kurth, ruft die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich einmal pro Woche jeweils am Dienstag auf das Coronavirus testen zu lassen. Tests sollten zur Gewohnheit werden.

Jeweils am Dienstag solle sich jede Neuenburgerin und jeder Neuenburger mit den vom Bund gratis abgegebenen Testkits selber auf das Virus testen. Die Tests sollten so alltäglich werden wie das Tragen einer Maske, sagte Kurth in einem Interview mit den Tamedia-Zeitungen (Freitagausgabe). Mehr dazu hier.

USA - Biden: Richtlinien zum Aufheben der Maskenpflicht sind «Meilenstein»

US-Präsident Joe Biden hat die neuen Richtlinien der Gesundheitsbehörde CDC zum weitgehenden Aufheben der Maskenpflicht für Geimpfte als «Meilenstein» im Kampf gegen die Pandemie gefeiert. «Heute ist ein grosser Tag für Amerika in unserem langen Kampf gegen das Coronavirus», sagte Biden am Donnerstag im Weissen Haus. «Wenn Sie vollständig geimpft sind, müssen Sie keine Maske mehr tragen.» Biden warnte, das gelte nicht für Menschen, die noch keinen vollständigen Impfschutz haben. Die CDC hatte zuvor Richtlinien veröffentlicht, nach denen vollständig geimpfte Personen nicht nur draussen, sondern auch in geschlossenen Räumen meist keine Maske mehr tragen müssen.

Vizepräsidentin Kamala Harris hört Präsident Joe Biden zu, wie er verkündet, dass vollständig geimpfte Menschen in den meisten Umgebungen, ob im Freien oder in Innenräumen, keine Gesichtsmaske mehr tragen oder einen Abstand einhalten müssen. (Bild: Keystone)
Italienerin (23) erhält aus Versehen sechs Impfdosen auf einmal

Eine 23-jährige Italienerin hat laut einem Bericht von CNN sechs Impfdosen auf einmal gespritzt bekommen. Beim Vorfall soll es sich um einen Fehler handeln. Der Vorfall ereignete sich in der Toskana, wo die Frau den Pfizer/BioNTech-Impfstoff erhalten sollte.

Eine Gesundheitsmitarbeitende soll die Spritze aus Versehen mit dem ganzen Inhalt einer Impfstoff-Ampulle gefüllt haben. Den Fehler habe sie erst bemerkt, als sie die sechs Dosen bereits in den Arm der 23-Jährigen gespritzt hatte. Der Fall wird intern untersucht. Man gehe von einem menschlichen Fehler aus: «Das war bestimmt nicht extra», sagte eine Spitalsprecherin zum Sender.

Eine Italienerin (23) erhielt aus Versehen sechs Impfdosen auf einmal. (Bild: Keystone)

Die 23-Jährige musste in der Folge ins Spital, wo ihr Gesundheitszustand für 24 Stunden engmaschig überwacht wurde. Die Ärzte hatten wegen der massiven Dosis ihr Immunantwort überwacht. Von ihrem Alter her, wäre die Frau in Italien noch nicht an der Reihe gewesen mit der Impfung: Sie erhielt sie, weil sie als Praktikantin auf einer Psychiatrie-Abteilung eines Spitals arbeitet, und deshalb engen Menschenkontakt hat.

Urteil in Prozess gegen Berlusconi auf Oktober verschoben

In einem Prozess wegen mutmasslicher Zeugenbestechung gegen Italiens Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi hat das Gericht in Siena das geplante Urteil auf den 21. Oktober verschoben. Das berichtete die Nachrichtenagentur Adnkronos am Donnerstag. Grund war ein Krankenhausaufenthalt des 84-jährigen Chefs der konservativen Partei Forza Italia, der sein Erscheinen verhindert hatte. Im selben Verfahren wurde dem Bericht zufolge am Donnerstag ein Musiker, der Falschaussagen zugunsten Berlusconis gemacht haben soll, zu zwei Jahren Gefängnis auf Bewährung verurteilt.

Das Urteil gegen den Ex-Premier war zuvor schon mehrfach verlegt worden, untern anderem weil der Politiker unter den Spätfolgen einer Covid-Erkrankung von 2020 leiden soll. Er kam diese Woche ins Hospital in Mailand.

Das Urteil im Berlusconi-Prozess wurde verschoben, weil der frühere Premierminister Italiens wegen Corona-Spätfolgen im Spital liegt. (Bild: Keystone)

In den USA sollen Geimpfte drinnen meist keine Maske mehr tragen müssen

Vollständig gegen Corona geimpfte Menschen müssen in den USA einer Empfehlung der Gesundheitsbehörde CDC zufolge in vielen Innenräumen keine Masken mehr tragen.

Sie müssen sich auch nicht mehr an die Abstandsgebote halten, erklärte CDC-Chefin Rochelle Walensky am Donnerstag. «Wir haben uns alle nach diesem Moment gesehnt, in dem wir wieder zu einer gewissen Normalität zurückkehren können», sagte Walensky bei einer Pressekonferenz. Die Ankündigung dürfte zum Beispiel auch die Rückkehr in Büros erleichtern. Das Tragen einer Maske ist demnach aber weiter in dicht gedrängten Situationen wie etwa in Bussen, Flugzeugen, Krankenhäusern oder Flughäfen gefordert.

Kolumbien: Krankenhäusern droht inmitten von Protesten Corona-Kollaps

Nach tagelangen Protesten steht das Gesundheitssystem in Kolumbien angesichts der Corona-Pandemie vor dem Zusammenbruch. «Es muss mit aller Realität gesagt werden: die Ansteckungssituation in Bogota ist kritisch: fast einhundertprozentige Belegung der Intensivstation», schrieb der kolumbianische Gesundheitsminister Fernando Ruiz am Mittwochabend (Ortszeit) auf Twitter. 500 Patienten müssten aus der Hauptstadt in andere Teile des Landes verlegt werden.

Das Gesundheitssystem in Kolumbien steht vor dem Kollaps. (Bild: Keystone)

Seit zwei Wochen kommt es in Kolumbien zu zahlreichen, teilweise von Gewalt überschatteten Protesten. Mindestens 42 Menschen sind nach den jüngsten Angaben der nationalen Ombudsstelle während der Protesttage ums Leben gekommen, 168 Personen werden vermisst. Alle Hintergründe gibt es hier.

Trotz Pandemie: Indiens Regierung baut prestigeträchtiges Parlament

Trotz der schweren Corona-Pandemie in Indien lässt die Regierung weiter an einem neuen Parlamentsgebäude und anderen administrativen Gebäuden bauen. Zwölf Oppositionsparteien kritisierten dafür in einem Schreiben Premierminister Narendra Modi und forderten ihn auf, das Projekt zu stoppen. Das Geld solle besser für die Beschaffung von Sauerstoff und Impfstoff verwendet werden.

Indien erlebt derzeit eine heftige zweite Corona-Welle, die die Krankenhäuser überlastet. In dem Brief forderten die Oppositionsparteien auch kostenloses Essen für Arme, Gratisimpfungen und ein Aus für die umstrittenen Gesetze zur Liberalisierung der Landwirtschaft, die Anfang des Jahres zu massiven Bauernprotesten geführt hatten.

Impfanreize in den USA: Ohio verlost eine Million Dollar an Geimpfte

Im US-Bundesstaat Ohio kann eine Corona-Impfung künftig mit einer Million US-Dollar (830’000 Euro) belohnt werden – man muss dafür allerdings bei einer Impflotterie gewinnen. Alle Bürger, die mindestens ihre erste Impfung erhalten haben, können gewinnen, wie der Gouverneur des Bundesstaats, Mike DeWine, über Twitter erklärte. Die erste Auslosung solle am Mittwoch 26. Mai stattfinden, genauso in den vier Folgewochen. «Der Gewinner an jedem Mittwoch wird eine Million Dollar bekommen», schrieb er.

Viele Bundesstaaten und Kommunen in den USA haben bereits Anreize ausgelobt, damit sich möglichst viele Bürger gegen Corona impfen lassen. Zu den Anreizen gehören zum Beispiel Anleihen über 100 US-Dollar für bestimmte Altersgruppen, freier Eintritt in Museen sowie Freigetränke oder Snacks. Alles dazu lesen Sie hier.

Rekord: Fünf Millionen warten in England auf Krankenhausbehandlung

Wegen der Corona-Pandemie warten so viele Menschen wie nie zuvor in England auf eine Behandlung im Krankenhaus. Ende März hätten fast fünf Millionen Menschen auf Wartelisten gestanden, teilte der Nationale Gesundheitsdienst (NHS) am Donnerstag in London mit. Das ist der höchste Stand seit Beginn der Statistik im August 2007. Mehr als 430’000 Menschen warteten demnach bereits seit einem Jahr auf den Start ihrer Behandlung. Im März 2020 waren es nur 3097 Langzeit-Wartende.

 

Die Spitäler in Grossbritannien sind Überlastet: Fünf Millionen Menschen warten auf Behandlungen. Darunter Krebskranke oder Menschen mit psychischen Erkrankungen. (Bild: Keystone)

Um den Rückstau abzubauen, forderten Gesundheitsexperten eine Aufhebung von Corona-Abstandsmassnahmen für Pflegekräfte. Ausserdem seien höhere Investitionen nötig, um in den kommenden Monaten so viele Patienten wie möglich zu betreuen. Unter den Wartenden sind vor allem Krebspatienten, aber auch Menschen mit psychischen Erkrankungen. Der NHS fürchtet, dass der Abbau mehrere Jahre dauern wird.

Detailhändler verlangen Aufhebung der Quadratmeter-Beschränkung

Der Branchenverband Swiss Retail Federation fordert die vollständige Aufhebung der wegen der Corona-Pandemie erlassenen Kapazitätsbeschränkungen im Detailhandel. Der Vorschlag des Bundesrates für eine Lockerung der Zutrittslimiten im Non-Food-Bereich gehe zu wenig weit.

Die Schweizer Detailhändler fordern, dass die Quadratmeter-Beschränkung in den Läden aufgehoben wird. (Bild: Keystone)

Swiss Retail stützt die Forderung nach vollständiger Aufhebung auf eine durch die GFO Unternehmensberatung vorgenommene Datenanalyse zum Infektionsgeschehen bei 49 Firmen des Detailhandels mit 38’000 Angestellten, wie aus einer Mitteilung vom Donnerstag hervorgeht. Mehr dazu lesen Sie hier.

Debatte über langsameren Ausstieg aus Lockdown in Grossbritannien

Wegen der Ausbreitung der zunächst in Indien entdeckten Corona-Variante in Grossbritannien fordern Experten einen langsameren Ausstieg aus dem Lockdown als bisher geplant. Die Untervariante B.1617.2 dominiert nun in fünf der sechs Gebiete, wo zuletzt der höchste Anstieg von Neuinfektionen registriert wurde, wie die Zeitung «The Telegraph» am Donnerstag berichtete. Landesweit gebe es mehr als 1700 Fälle, das ist dreimal mehr als der Nationale Gesundheitsdienst (NHS) vorige Woche registriert hatte. Premierminister Boris Johnson zeigte sich «besorgt».

«Wir wollen sicherstellen, dass wir jetzt überlegt und vorsichtig handeln», sagte Johnson bei einem Besuch in Nordengland. «Es gibt eine Reihe von Dingen, die wir tun könnten, wir schliessen nichts aus.» Noch am Donnerstag sollte eine wissenschaftliche Beratungsgruppe der Regierung zusammenkommen. Expertin Christina Pagel vom University College London warnte, die von nächstem Montag an geplanten Corona-Lockerungen würden Öl ins Feuer giessen.

Biden ruft zur Impfung von Kindern und Jugendlichen ab zwölf auf

Nach der Zulassung des Corona-Impfstoffs von Pfizer/Biontech in den USA für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren hat US-Präsident Joe Biden zur Impfung dieser Altersgruppe aufgerufen. Auch diese Altersgruppe könne sich mit dem Coronavirus infizieren und Freunde, Geschwister, Eltern und Grosseltern anstecken. Biden versprach, dass Impfmöglichkeiten für die 12- bis 15-Jährigen schnell bereitgestellt würden. Schon von diesem Donnerstag an könnten sie sich in 15’000 Apotheken im ganzen Jahr impfen lassen.

US-Präsident Joe Biden. (Bild: Keystone)

Bislang konnten sich in den USA Jugendliche erst im Alter ab 16 Jahren impfen lassen. Der US-Präsident kündigte zugleich an, dass an diesem Donnerstag die Marke von 250 Millionen verabreichten Corona-Impfdosen seit seinem Amtsantritt am 20. Januar überschritten werde. Insgesamt sind in den USA nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC vom Mittwoch inzwischen mehr als 117 Millionen der rund 330 Millionen Menschen vollständig geimpft.

Vor den USA hatten schon Kanada und andere Länder den Impfstoff auch für 12- bis 15-Jährige freigegeben. Bei der europäischen Zulassungsbehörde EMA liegt ebenfalls ein entsprechendes Gesuch, die Prüfung könnte noch bis kommenden Monat dauern. In der EU darf das Mittel von Pfizer/Biontech bislang nur Menschen ab 16 Jahren gespritzt werden.

Australien sichert sich 25 Millionen Impfdosen von Moderna

Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie hat sich Australien 25 Millionen Dosen vom Impfstoff des US-Pharmaherstellers Moderna gesichert. Die Vereinbarung umfasst 10 Millionen Dosen im Jahr 2021 und 15 Millionen Dosen von Modernas dann aktualisiertem Varianten-Auffrischungsimpfstoff im Jahr 2022, wie das Unternehmen am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte. Die Verwendung des Moderna-Impfstoffs muss noch von der australischen Aufsichtsbehörde genehmigt werden, wie Premierminister Scott Morrison in einer am Donnerstag in Canberra veröffentlichten Erklärung mitteilte.

Bislang hat Australien die Impfstoffe von Pfizer und Astrazeneca verwendet. Mit dem Moderna-Impfstoff sollen Menschen unter 50 Jahren geimpft werden, wie die australische Nachrichtenagentur AAP berichtete. Zwei Dosen müssen wohl im Abstand von 28 Tagen verabreicht werden. Australien hat sein ursprüngliches Ziel, bis Ende März 4 Millionen Covid-19-Impfungen zu verabreichen, weit verfehlt und im April sein ursprüngliches Versprechen aufgegeben, die gesamte erwachsene Bevölkerung bis Oktober zu impfen. Mit Stand vom 11. Mai waren 2,8 Millionen Impfungen verabreicht worden. In Australien leben 25 Millionen Menschen.

Nebenwirkungen bei gemischter Corona-Impfung etwas häufiger

Wer zwei unterschiedliche Corona-Impfstoffe bei seiner Erst- und Zweitimpfung erhält, hat eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für milde und moderate Nebenwirkungen nach der zweiten Dosis. Das geht aus vorläufigen Daten einer Studie der Universität Oxford hervor, die am Donnerstag im Fachmagazin The Lancet veröffentlicht wurden.

(Symbolbild: Keystone)

Anlass zur Sorge um die Patientensicherheit gebe es deswegen aber nicht, betonten die Wissenschaftler. Ob die Immunreaktion davon betroffen ist, könne noch nicht beurteilt werden. Daten dazu würden aber in den kommenden Monaten erwartet. Untersucht wurden Fälle, bei denen im Abstand von vier Wochen entweder zuerst das Präparat von Astrazeneca verabreicht wurde und dann der Impfstoff von Biontech/Pfizer oder umgekehrt. In beiden Fällen war die Häufigkeit der leichten und moderaten Nebenwirkungen erhöht.

Betrachtet wurden 830 Freiwillige im Alter von über 50 Jahren, die in vier Gruppen jeweils zwei Impfdosen gleicher Art und in unterschiedlicher Reihenfolge je zuerst das eine und dann das andere Präparat erhielten. Es sei möglich, dass die Nebenwirkungen bei jüngeren Menschen noch verbreiteter seien, hiess es in der Mitteilung weiter. Im April wurde die Studie um weitere Varianten mit den Impfstoffen Moderna und Novavax als Zweitdosis nach einer Erstimpfung mit Astrazeneca oder Biontech/Pfizer erweitert. Die Ergebnisse dazu stehen noch aus.

Ansturm auf AstraZeneca-Impfstoff in Deutschland

Der wegen zahlreicher Pannen in Verruf geratene Corona-Impfstoff von AstraZeneca ist nun in Deutschland unvermittelt zum Renner geworden. Deutsche Ärzte verzeichnen laut einem Bericht der Rheinischen Post (Donnerstagsausgabe) einen Ansturm auf das Vakzin, seit die Alterspriorisierung aufgehoben worden ist. Der Impfstoff sei insbesondere für jüngere Menschen attraktiv, auch wegen des möglichen kürzeren Intervalls bis zur Zweitimpfung.

Deutschland ist für Schweizer Einkaufstouristen wieder offen

An Auffahrt ist es endlich so weit. Schweizer dürfen wieder quarantänefrei für 24 Stunden nach Deutschland reisen. Der Reisegrund ist egal. Denn das Land hat seine Regeln für die Einreise aus einem Risikogebiet entsprechend angepasst. Dies betrifft auch die Schweiz und freut vor allem Einkaufstouristen. So ist die Grenze für sie ab Donnerstag wieder offen und das ganz ohne negativen Corona-Test oder Quarantäneauflagen. Wie der «Südkurier» berichtet, hat die Abschaffung dieser Auflagen vor allem für das Grenz-Bundesland Baden-Württemberg gravierende Folgen.

Aber auch Tagesausflüge von Deutschland in die Schweiz sind wieder erlaubt. Die Schweiz erachtet weiterhin die Bundesländer Sachsen und Thüringen als Risikogebiete. Wer von dorther einreist, muss unter anderem in Quarantäne.

US-Gesundheitsbehörde unterstützt Biontech-Vakzin für Kinder ab zwölf

Auch die US-Gesundheitsbehörde CDC unterstützt die Verabreichung des Corona-Impfstoffes von Pfizer/Biontech für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren. Ein Expertengremium der CDC sprach sich am Mittwoch für die Anwendung bei den Minderjährigen aus, wie mehrere Medien übereinstimmend berichteten. Am Montag hatte die US-Arzneimittelbehörde FDA das Vakzin bereits für diese Altersgruppe zugelassen. Die bereits bestehende Notfallzulassung zur Verabreichung ab 16 Jahren wurde entsprechend angepasst und erweitert. Viele lokale Behören in den USA hatten aber neben der FDA-Zulassung aber die Empfehlung der CDC abgewartet.

Vor den USA hatten schon Kanada und andere Länder den Impfstoff auch für 12- bis 15-Jährige freigegeben. Bei der europäischen Zulassungsbehörde EMA liegt ebenfalls ein entsprechendes Gesuch, die Prüfung könnte noch bis Anfang oder Mitte Juni dauern. In der EU darf das Mittel von Biontech/Pfizer bislang nur Menschen ab 16 Jahren gespritzt werden.

In Spanien sind teilweise wieder Zuschauer erlaubt

Die finalen drei Runden in der Primera Division dürfen teilweise vor Zuschauern gespielt werden. Wie Sportminister José Manuel Rodriguez Uribes am Mittwoch bekannt gab, können die Stadien ab dem Wochenende bis zu 30 Prozent ausgelastet werden, wobei das Maximum 5000 Fans beträgt.

Bedingung ist, dass in der Region die 14-Tage-Inzidenz pro 100’000 Einwohner höchstens 50 beträgt, was aktuell bloss in den Regionen Valencia und Balearen der Fall ist. Somit dürfen ab dem Wochenende Valencia, Villarreal, Levante und Elche wieder vor Zuschauern antreten – erstere beiden Teams spielen zu Hause.

Passagieraufkommen am Flughafen Zürich weit unter Vor-Corona-Niveau

Der Flughafen Zürich leidet weiter unter der Coronakrise. Zwar sind im April 2021 massiv mehr Menschen über den grössten Schweizer Flughafen gereist als noch im vergangenen Jahr. Aber im Vergleich zum Niveau von vor der Krise bleiben immer noch neun von zehn Passagieren aus.

Die Passagierzahlen lagen im Berichtsmonat bei 323’500, das sind rund 12 mal mehr als im April 2020. Seinerzeit hatte der Flughafen Zürich die tiefste Passagierzahl während der Corona-Pandemie verzeichnet. Im Vergleich zum April 2019 sind die Passagierzahlen aber immer noch 88,1 Prozent tiefer, erklärte das Unternehmen am Mittwoch in einem Communiqué.

Ein Mann mit Reisegepäck schaut auf die Abflug Tafel am Flughafen Zürich. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Die Anzahl der Flugbewegungen lag mit 6’771 Starts oder Landungen ebenfalls deutlich über dem Vorjahreswert. Verglichen mit dem April 2019 fanden aber 70,9 Prozent weniger Flugbewegungen statt. Auch die Sitzplatzauslastung ist im Berichtsmonat um 25,7 Prozentpunkte auf 45,8 Prozent gestiegen. Durchschnittlich sassen 81,3 Passagiere in einer ankommenden oder abfliegenden Maschine.

Immer noch mehr Todesfälle in der EU als vor der Pandemie

In der dritten Corona-Welle zu Jahresbeginn hat es in der Europäischen Union weiter mehr Todesfälle gegeben als in normalen Jahren. Die sogenannte Übersterblichkeit lag im Januar 2021 bei 16 Prozent, im Februar bei 5 Prozent und im März bei 9 Prozent, wie die EU-Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch mitteilte. Verglichen wurde mit der durchschnittlichen Zahl von Todesfällen in den Jahren 2016 bis 2019.

In der EU ergibt sich für die ersten drei Monate des Jahres ein sehr unterschiedliches Bild. Im März verzeichnete die Tschechische Republik mit rund 16 000 Toten die höchste Zahl an Todesfällen in einem Monat seit 1947 – rund 63 Prozent mehr als zu erwarten gewesen wäre. Dänemark hingegen meldete 12,2 Prozent weniger Todesfälle als in einem normalen Jahr – trotz Corona. Die Zahlen geben keine Auskunft über die Todesursache, aber sie geben laut Eurostat Einblick, wie viele Menschen während einer Krise mehr gestorben sind.

Spanien hofft auf 45 Millionen Touristen

Spanien erwartet für dieses Jahr bis zu 45 Millionen ausländische Touristen. Das wäre mehr als die Hälfte des vor Ausbruch der Pandemie erreichten Niveaus, sagte Tourismusministerin Reyes Maroto am Mittwoch bei der Präsentation einer Werbekampagne, die Besucher im Sommer anlocken soll.

A couple wearing face masks walk along the shore in a beach in Cadiz, south of Spain, on Tuesday, July 21, 2020. (KEYSTONE/AP Photo/Emilio Morenatti)

«Spanien wird bereit sein, sich der Welt sehr bald wieder zu öffnen», sagte Maroto. «Internationale Touristen können jetzt mit der Planung ihres Spanien-Urlaubs beginnen.» Mehr dazu hier.

EMA zuversichtlich: Impfstoffe schützen vor indischer Virus-Variante

Die bisher vorliegenden Daten seien «beruhigend» und deuteten auf einen «ausreichenden Schutz» hin, sagte der Direktor für Impfstrategie bei der EMA, Marco Cavaleri, am Mittwoch in Amsterdam. Die EMA-Experten würden weiterhin die Entwicklung sehr genau verfolgen und prüfen.

Die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) ist zuversichtlich, dass die bisher zugelassenen Impfstoffe auch vor der neuen indischen Virus-Variante schützen. (Symbolbild: Keystone)

Bisher sind in der EU vier Corona-Impfstoffe zugelassen. Vier weitere werden zurzeit nach dem beschleunigten Rolling-Review-Verfahren geprüft. Die EMA erwartet vor allem in Bezug auf den deutschen Impfstoff Curevac und das amerikanische Novavax eine schnelle Entscheidung.

Beim russischen Impfstoff Sputnik V liefen zurzeit die Inspektionen der Produktionsstätten. Das Prüfverfahren für das Präparat des chinesischen Herstellers Sinuvac ist erst kürzlich angelaufen.

Bund prüft Abgabe von Astrazeneca-Impfdosen an Covax-Initiative

Laut Gesundheitsminister Alain Berset hat die Schweiz genügend Impfdosen fürs laufende Jahr bestellt. Das Innendepartement prüfe nun, ob 3 Millionen der 5,4 Millionen bestellten Astrazeneca-Impfdosen der Covax-Initiative zur Verfügung gestellt werden könnten.

Damit würde die Schweiz einen Beitrag zur Eindämmung der weltweiten Pandemie leisten, sagte Berset am Mittwoch vor den Medien in Bern. Ein fixer Entscheid stehe noch aus. (Symbolbild: Keystone)

Der Bundesrat habe derweil die Impfstoffbeschaffungsstrategie fürs kommende Jahr beschlossen. Die Schweiz wolle damit auch für den Fall bereit sein, dass neue Virusmutationen kommen oder neue Impfungen nötig werden sollten.

GDK begrüsst Drei-Phasen-Modell des Bundesrats

Die Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und Direktoren (GDK) begrüsst die Verabschiedung des Drei-Phasen-Modells durch den Bundesrat. Die schrittweise Öffnung sollte angesichts der fortschreitenden Impfung und mit Blick auf die epidemiologische Lage fortgeführt werden können.

Zwischen den einzelnen Etappen sei jedoch ausreichend Zeit einzuplanen, schrieb der Vorstand der GDK am Mittwoch in einer Stellungnahme zum geplanten weiteren Öffnungsschritt des Bundesrates. Gestützt auf das Drei-Phasen-Modell seien in absehbarer Zeit Öffnungsschritte wahrscheinlich. Mehr dazu hier.

Berset: «Lage ist ermutigend»

Die Lage der Coronavirus-Pandemie in der Schweiz ist laut Gesundheitsminister Alain Berset «ermutigend». Die Fallzahlen würden frappant weiter sinken bei einer hohen Testrate, sagte Berset am Mittwoch vor den Medien in Bern. Auch bei den Todesfällen gebe es einen Rückgang.

Die Situation sei die bestmögliche trotz verschiedener Öffnungsschritte, sagte der Bundesrat. (Keystone)

Ein Grund sei die rasch voranschreitende Impfkampagne. Zudem würde sich die Bevölkerung gut an die Grundregeln wie das Maskentragen und die Mindestabstände halten. Die Leute würden eine grosse Vorsicht an den Tag legen.

Weitere Lockerungen ab 31. Mai?

Angesichts einer positiven Entwicklung der epidemiologischen Lage hat der Bundesrat einen vierten Öffnungsschritt per Ende Mai zur Diskussion gestellt. Demnach sollen dann Innenräume von Restaurants wieder öffnen dürfen. Auch grössere Publikumsanlässe will die Regierung wieder ermöglichen. Zudem sollen Wellness-Anlagen wieder aufgehen und an den Universitäten alle wieder am Unterricht vor Ort teilnehmen dürfen.

Für Betriebe, die wiederholt testen, soll die Homeoffice-Pflicht in eine Empfehlung umgewandelt werden. Lockern will der Bundesrat auch die Quarantäneregeln. Neben Genesenen sollen auch Geimpfte sowohl von der Kontaktquarantäne als auch von der Reisequarantäne ausgenommen werden. Definitiv entscheiden will der Bundesrat in zwei Wochen. Mehr dazu hier. 

Parmelin will «möglichst wenige Kündigungen per Ende August»

Mit der Ausweitung der Kurzarbeit um sechs Monate möchte der Bundesrat erreichen, dass möglichst wenige Kündigungen per Ende August ausgesprochen werden. Das sagte Wirtschaftsminister Guy Parmelin am Mittwoch vor den Medien in Bern.

Der Bundesrat wolle den meistbetroffenen Unternehmen die Möglichkeit bieten, die Übergangsphase gut zu meistern. Die Wirtschaft solle so wieder in ruhigeres Fahrwasser kommen.

«Die Gastronomie, aber auch der Tourismus brauchen Zeit, um das Gleichgewicht zu finden», sagte Parmelin. (Symbolbild: Keystone)

Das Ziel für den Bundesrat sei aber, dass die Unternehmen «so rasch wie möglich die finanzielle Autonomie zurückgewinnen», sagte Parmelin. Die Rückkehr zur Unternehmensverantwortung sei wichtig. Die wirtschaftliche Unterstützung des Bundes werde aber mit den Öffnungen nach und nach weniger werden und dann irgendwann aufhören.

Parmelin mahnt trotz positiver Anzeichen zu «grosser Vorsicht»

Bundespräsident Guy Parmelin mahnt trotz der sinkenden Corona-Fallzahlen und Spitaleinweisungen zu «grosser Vorsicht». In den kommenden Festtagen müssten «alle aufpassen, sodass sich nicht wieder mehr Leute anstecken».

Bundespräsident Guy Parmelin mahnt weiterhin zur Vorsicht. (Keystone)

Weil immer mehr Personen geimpft seien, gingen die Fallzahlen zurück, sagte Parmelin am Mittwoch vor den Medien in Bern. «Wir können die nächsten Tage und Wochen mit Zuversicht angehen». Er warnte aber davor, das Erreichte aufs Spiel zu setzen.

Bundesrat weitet Kurzarbeit um weitere sechs Monate aus

Die Höchstbezugsdauer für Kurzarbeitsentschädigung wird von 18 auf 24 Monate ausgeweitet. Das hat der Bundesrat beschlossen und die entsprechende Verordnung angepasst. Er kommt damit Forderungen aus dem Parlament und der Wirtschaft angesichts der prekären finanziellen Situation vieler Betriebe nach. Letztmals wurde die Kurzarbeitsbestätigung während der Finanzkrise im Jahr 2009 auf 24 Monate erhöht.

Bundespräsident Guy Parmelin, rechts, und Bundesrat Alain Berset informierten am 12. Mai 2021, zu Covid 19 Massnahmen. (Keystone)

Zusätzlich sieht der Bundesrat vor, das summarische Verfahren bei der Abrechnung erneut um drei Monate bis Ende September 2021 zu verlängern.

French Open plant mit rund 118'000 Besuchern

Am French Open (30. Mai bis 13. Juni) sollen in diesem Jahr trotz des Coronavirus wieder mehr Zuschauer zugelassen werden. Die Veranstalter planen im Optimalfall mit insgesamt etwas mehr als 118’000 Besuchern während der gut zwei Wochen. An den ersten zehn Tagen sollen pro Tag etwas mehr als 5000 Zuschauer auf die Anlage Roland Garros dürfen: je 1000 Besucher in den drei grössten Arenen und einige Hundert Zuschauer auf den Aussenplätzen. Vom 9. bis 13. Juni dürfen 65 Prozent der Plätze in den Stadion besetzt werden, mit einer Obergrenze von 5000 Zuschauern.

BAG meldet 1539 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch innerhalb von 24 Stunden 1539 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG vier neue Todesfälle und 50 Spitaleinweisungen.

Mehr dazu hier.

(Bild: Keystone)
BR verlängert Hilfsmassnahmen bei Erwerbsausfällen und im Sport

Der Bundesrat will zwei limitierte Hilfsmassnahmen zur Corona-Pandemie bei Erwerbsausfällen und im Sport verlängern respektive ausbauen. Die Regierung hat eine entsprechende Botschaft zur Anpassung des Covid-19-Gesetzes verabschiedet. So soll die Entschädigung für Personen, die wegen Schutzmassnahmen ihren Erwerb unterbrechen oder erheblich einschränken mussten, bis Ende Jahr weiterlaufen statt nur bis Ende Juni.

Zudem will der Bundesrat die Obergrenze für nichtrückzahlbare Beiträge an Sportklubs von professionellen und semiprofessionellen Ligen aufheben. Die Hilfe von maximal 115 Millionen Franken für Basketball, Eishockey, Fussball, Handball, Unihockey und Volleyball war für die Saison 2020/2021 gedacht und reicht bei möglicherweise andauernden Einschränkungen nicht aus.

Frankreich: Nationalversammlung stimmt nun doch für Corona-Pass

Nach einer überraschenden Ablehnung hat der Corona-Gesundheitspass doch noch Zustimmung in Frankreichs Nationalversammlung erhalten. In der Nacht zu Mittwoch votierten 208 Abgeordnete in zweiter Beratung für die geplanten Regelungen zum Ausstieg aus dem Gesundheitsnotstand und 85 dagegen.

Der Corona-Pass war Teil des Pakets. Der entsprechende Artikel des Gesetzesentwurfs war bei der Abstimmung am Dienstag zunächst an der Fraktion Mouvement Démocrate (MoDem) gescheitert, die eigentlich die Partei von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, La République en Marche (LREM), unterstützt und ihm so eine Mehrheit sichert.

Arztkosten gehen 2020 wegen Covid-19 leicht zurück

Die Covid-19-Pandemie hat 2020 das Patientenvolumen in den Arztpraxen um 1,4 Prozent vermindert. Entsprechend sanken die verrechneten Leistungen pro Arztbesuch und Praxis um durchschnittlich 2 Prozent. Über alle Facharztbereiche gesehen sank das Volumen nach Tarmed um 1,15 Prozent pro Praxis.

Das durchschnittliche Tarmed-Volumen pro Patient blieb seit 2017 praktisch stabil, wie die Ärztinnen- und Ärztevereinigung FMH am Mittwoch mitteilte. Gemäss der Vereinigung beweist das, dass seit den 2018 gesenkten Tarifen keine Mengenausweitung der ärztlichen Leistungen erfolgte. Die Kosten würden somit direkt von der Anzahl der behandelten Patientinnen und Patienten beeinflusst.

Den leichten Rückgang des Patientenaufkommens erklärt der Verband teilweise durch die Schutz- und Hygienemassnahmen sowie die verminderte Mobilität im Zuge der Pandemiebekämpfung. Auch die Angst vor einer Ansteckung in einer Praxis spielte eine Rolle. Zudem blieb die saisonale Grippe weitgehend aus, die sonst zu vielen Konsultationen führt.

Lockerung der Maskentragepflicht an Aargauer Schulen

Der Kanton Aargau lockert ab kommendem Montag die Maskentragepflicht an der Primarschule und Oberstufe. So gilt dort die Tragepflicht für Schülerinnen und Schüler ab der fünften Primarklasse sowie für Erwachsene nur noch in den Innenräumen der Schulen.

Draussen müssen sie keine Maske mehr tragen, wie das kantonale Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS) am Mittwoch mitteilte. Musik- und Instrumentalunterricht seien unter Einhaltung der Abstandsregeln oder anderer Schutzmassnahmen ohne Maske wieder möglich.

(Symbolbild: Keystone)

Auch Schulreisen sind wieder erlaubt. Mehrtägige Lager werden nicht empfohlen, sind aber möglich, ebenso öffentliche Schulanlässe. Dabei müssen stets die Schutzmassnahmen eingehalten werden.

Infektionsgeschehen in Deutschland flaut weiter ab

Deutschland meldet weiter deutliche sinkende Corona-Zahlen. Die 7-Tage-Inzidenz nähert sich nun der Schwelle von 100.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100’000 Einwohner lag nach den Daten des staatlichen Robert Koch-Instituts (RKI) am Mittwoch bei 107,8 (Vortag: 115,4; Vorwoche: 132,8). Der Wert sinkt in allen Altersgruppen. Einen Höchststand hatte die bundesweite Inzidenz während der dritten Welle am 26. April mit 169,3 erreicht.

Die Hälfte der 16 Bundesländer liegt in der Corona-Pandemie mittlerweile unter dem politisch massgeblichen Wert von 100.

Auslandschweizer ohne Anspruch auf Coronavirusimpfung

Schweizer, die im Ausland leben und keine Schweizer Krankenversicherung mehr haben, haben auch kein Recht auf eine Coronavirusimpfung im Heimatland. Das schreibt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) auf seiner Webseite: Die Impfung für Auslandschweizerinnen und -schweizer soll an ihrem Wohnort erfolgen soll.

(Bild: Keystone)

Nach Beschwerden prüfe das BAG aber nun Lösungen, wie die Pendlerzeitung 20 Minuten am Mittwoch berichtet. «Die Frage der Impfung in der Schweiz für Auslandschweizer, die über keine obligatorische Krankenpflegeversicherung verfügen und im Wohnland aufgrund der bürgerrechtlichen Situation keinen oder nur einen erschwerten Zugang zur Impfung haben, befindet sich derzeit in Abklärung», wie BAG-Sprecher Grégoire Gogniat auf Anfrage der Zeitung erklärt.

WHO: Indische Corona-Variante in mehr als 40 Ländern erfasst

Die zunächst in Indien entdeckte Corona-Variante B.1.617 ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) inzwischen in mehr als 40 Ländern nachgewiesen worden.

Mehr als 4500 analysierte Gensequenzen aus 44 Ländern seien B.1.617 zugeordnet worden, zudem lägen Meldungen über Nachweise aus fünf weiteren Ländern vor, teilte die Behörde in Genf am Dienstag mit. Am Montag hatte die UN-Behörde die Variante als «besorgniserregend» eingestuft. Zuvor hatte die WHO nur zunächst in Grossbritannien, Südafrika und Brasilien erfasste Varianten so bezeichnet.

Harter Corona-Winter für Tui – Sommer soll Erholung bringen

Der Tui-Konzern vertraut nach einem harten Corona-Winter auf eine möglichst rasche Erholung des Tourismus in der Sommersaison. Im ersten Semester des Geschäftsjahrs 2020/2021 (Oktober bis Ende März) häufte der weltgrösste Reiseanbieter einen für die Jahreszeit typischen Verlust an. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
GDK-Präsident Engelberger sieht Zeit für weitere Öffnungen gekommen

Am heutigen Mittwoch diskutiert der Bundesrat über die Corona-Schutzmassnahmen und allfällige Öffnungsschritte. GDK-Präsident Lukas Engelberger sieht die Zeit gekommen für weitere Öffnungen. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Pflegeverbände befürchten Massenexodus von Pflegefachpersonen

Ein drohender Massenexodus von Pflegefachpersonen ist das zentrale Thema des Internationalen Tages der Pflege vom Mittwoch. Auch in der Schweiz müssten sich die Arbeitsbedingungen des Pflegepersonals verbessern, soll sich der Personalmangel nicht noch beschleunigen.

Das schreibt der Schweizerische Berufsverband der Pflegefachpersonen (SBK) in einer Mitteilung zum Internationalen Tag der Pflege. In der Schweiz wird dieser gemäss Angaben der Gewerkschaft Unia unter dem Motto «Applaus ist nicht genug» mit dezentralen Aktionen in elf Städten begangen.

(Bild: Keystone)

Verschiedene Sektionen des SBK führen Protestmärsche durch, sogenannte «Walks of Care». Zudem findet gleichentags im Beisein von Bundespräsident Guy Parmelin der virtuelle Kongress des SBK statt. Anne Lévy, Direktorin des Bundesamtes für Gesundheit (BAG), wird über die Bedeutung der Pflege sprechen.

Was bisher geschah

Die bisherigen Kurzmeldungen aus der Schweiz und der Welt zu Corona finden Sie hier.

1 Kommentar

  1. Es ist eine bittere Enttäuschung fpr das Pflegepersonal, aber wogl typisch für das tonnenweise bla bla bla der Politiker usw. Mit Klatschen ist nichts getan. Macht endlich vorwärts bei den Löhnen und anderen Bedingungen.Report

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