Der bevorstehende Abgang von Bernhard Burgener lässt viele aufatmen. (Foto: Keystone)
Basel

Ein Gefühl der Befreiung

Die Ära Bernhard Burgener hat ein Ende. Die Stadt atmet auf. Ein Gefühl der Befreiung macht sich breit. Doch «Erlöser» David Degen muss nun Taten folgen lassen.

Der tobende Sturm rund um den St. Jakob-Park flaut ab. Dem Machtwechsel von Bernhard Burgener zu David Degen folgt ein Gefühl der Befreiung. Rastlose Anhänger von Rotblau atmen auf. Vielleicht sogar eine ganze Stadt. Der neue Mehrheitsaktionär David Degen gilt als der grosse «Erlöser». Allerdings einer, der seinen Worten nun Taten folgen lassen muss.

Die richtige Entscheidung

Sein Vorgänger Bernhard Burgener ist beim FC Basel gescheitert. Einerseits auf sportlicher Ebene. Andererseits vermochte er die Kluft zwischen sich und den Fans nie zu schliessen. Der Druck von aussen, welcher in den vergangenen Wochen und Monaten immer grösser wurde und ungeheuerliche Ausmasse annahm, konnte nicht mehr einfach ignoriert werden. Es gab für Bernhard Burgener keinen Weg mehr aus der Sackgasse. Zu verhärtet waren die Fronten.

Den Machtwechsel nun zu gewähren, ist die richtige Entscheidung. Für ihn als Person. Aber auch für den Verein. Und auch wenn Bernhard Burgener als gescheiterter Inhaber des FC Basel in die rotblaue Geschichte eingehen wird. Und seine Ära, als eine geprägt von Missverständnissen und Fehlentscheidungen gilt. Er wird sogar bei vielen Fans als Hassfigur in Erinnerung bleiben. Man darf aber eine Sache nicht vergessen: Burgener hatte sein rotblaues Herz immer am rechten Fleck und den Verein in einer schwierigen Zeit vor dem finanziellen Untergang bewahrt.

Neue Hoffnung

Mit seinem Nachfolger David Degen keimt wieder Hoffnung auf. Hoffnung auf sportlichen Erfolg. Hoffnung auf Ruhe im Verein. Der ehemalige FCB-Spieler hat sich seine Chance verdient, das Ruder bei Rotblau zu übernehmen. Doch wird es wichtig sein, welchen Kurs der Lampenberger einschlagen wird. So demütig sich David Degen nach aussen gibt. So klar sein Plan mit dem FC Basel zu sein scheint. Zu gering ist die Geduld der rotblauen Anhängerschaft. Zu dünn das Nervenkostüm. Zu frisch noch die Wunden der vergangenen vier Jahre.

Die Zweifel an David Degen, sie sind da. Es ist nun am neuen starken Mann beim FC Basel, diese Zweifel auszuräumen. Doch seit einer gefühlten Ewigkeit herrscht rund um Rotblau wieder Aufbruchsstimmung. Das ist schon mal ein Anfang.

3 Kommentare

  1. Ach Herr Hablützel, das Einzige was Sie mit ihren ständigen «Motzer-Kommentaren» bewirken, ist ihren eigenen Frust über ihre jeweilige Nichtwahl der FCB-Mitglieder loszuwerden, mehr leider nicht !
    Statt strampeln und teubelen würde ein Aufenthalt in der Natur wunder bewirken und zur Besinnung führen.Report

  2. @Hablützel: das ist doch der übliche Trick um gegen Aussen den Eindruck zu erwecken, dass die Gewaltentrennung da ist. Wenn man «bös» will, dann ist Baumgartner der Strohmann des Holding VR’s der dann einfach das in den VR der AG weitergibt, was der VR der Holding will – und die restlichen VR Mitglieder der AG sind dann die Ja-Sager …
    Das muss jetzt aber nichts schlechtes heissen! Einfach mal abwarten und wie im Artikel von Chris Stöcklin geschrieben: gebt jetzt mal Ruhe und den Neuen die Zeit – 100 Tage sagt man ja. ALSO: auf die Finger schauen, aber erst motzen, wenn man Resultate (oder keine – hoffentlich nicht) sieht.Report

  3. Corporate Governance jetzt auch beim FCB
    Das sind die Neuen im Verwaltungsrat der FC Basel Holding AG: (Baumgartner, Barth, Gadola, Gross, Herzog, Rey, Degen).

    Wer sind die Neuen im Verwaltungsrat der FC Basel 1893 AG (Klub)? Leider fehlte diese wichtigen Information an der PK.
    Wenn Degen glaubhaft den FCB umstrukturieren will, dann muss er die Grundsätze der Corporate Governance übernehmen.
    (Grundsätze der Unternehmensführung ist der rechtliche und faktische Ordnungsrahmen für die Leitung und Überwachung von Unternehmen zum Wohlwollen aller relevanten Anspruchsgruppen). Dementsprechend kann nur der Präsident des Verwaltungsrats der Holding, Einsitz im Verwaltungsrat der FC Basel 1893 AG nehmen. Es stellt sich dann die berechtigte Frage, hat Baumgartner die Kapazität neben seinem Beruf,  um den FCB in eine neue Zukunft zu führen.Report

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