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Fokus Corona vom 12. Mai 2021.
Basel

Ammann: «Wir haben in der Vergangenheit viel gelernt»

Schwierige Zeiten liegen hinter den Bewohnern von Alters-und Pflegeheimen. Jetzt gilt es mit dem Virus zu leben. Aber wie?

Wochenlang nicht einmal die engsten Familienangehörigen sehen. Das war für viele Bewohner von Alters- und Pflegeheimen gerade zu Beginn der Pandemie traurige Tatsache. Noch ist die Pandemie nicht vorbei. Doch im letzten Jahr habe man viele lehrreiche Erfahrungen sammeln können, heisst es bei den Verantwortlichen der Pflegezentren des Bürgerspital Basel. Heute sei man um einiges schlauer.

«Die Bewohner erkannten ihre Angehörigen nicht mehr»

Mit Corona kam die Schockstarre. Die Zentrumsverantwortlichen wurden, wie wir alle, vom Virus überrannt. Man habe einfach gemacht, was das BAG vorschrieb. Dies teilweise mit fatalen Folgen. «Durch das, dass unsere Häuser komplett geschlossen waren, haben die Bewohner ihre Angehörigen zum Teil nicht mehr erkannt. Das war traurig», so Franziska Reinhard, Leiterin Geschäftsfeld Betreuung Betagte.

«Wir werden lernen mit dem Virus umzugehen»

Das Bürgerspital Basel habe seine Lehren aus der Vergangenheit gezogen, sagt Direktor Beat Ammann zu Telebasel. «Wir müssen und werden lernen mit dem Virus umzugehen. Gerade bei den sozialen Aspekten müssen wir über die Bücher. Die Bewohner könnten ihren Besuch draussen treffen oder gemeinsam einen Spaziergang machen», so Beat Ammann. Unterdessen ist auch ein Grossteil der Bewohner geimpft. (Telebasel berichtete)

«Ein erneutes Besuchsverbot wäre sehr schwierig»

Obwohl sich Personal und Leitung der Pflegezentren des BSB einiges einfallen liessen, um den Bewohnern die Corona-Zeit zu erleichtern, das Kontaktverbot traf viele Bewohner schwer. Dieses gelte es in Zukunft mit allen Mitteln zu verhindern.

«Viele der Bewohner hatten das Gefühl ausgeschlossen zu sein. Ein erneutes Besuchsverbot wäre für alle sehr schwierig. Die Balance zu finden zwischen Sicherheit und sozialen Kontakten, das ist die grosse Herausforderungen», so Franziska Reinhard.

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