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Der Telebasel News-Beitrag vom 10. Mai 2021.
Baselland

Bachgraben-Industriegebiet entwickelt sich rasant

Beim Allschwiler Bachrgraben-Industriegebiet befindet sich eine der grössten Baustellen der Schweiz. 6'000 bis 7'000 neue Arbeitsplätze sollen hier entstehen.

BaseLink-Areal ist der offizielle Name des Gebiets, das am Allschwiler Hegenheimermattweg gebaut wird. Es umfasst eine Bodenfläche von insgesamt 75’000 Quadratmetern und gehört hauptsächlich dem Basler Bürgerspital und der Gesellschaft JP Bachgraben der Architekten Herzog und de Meuron. Laut Masterplan soll hier eine Life Science-Hochburg entstehen, was aufzugehen scheint. Zahlreiche Unternehmen wollen hier hin. Bis zu 10’000 Mitarbeitende sollen im Bachgraben-Gebiet künftig eine Arbeitsstelle haben.

Die rasante Ausbreitung passt aber nicht allen und so kommt es nun zur Abstimmung. Am 13. Juni müssen die Allschwiler entscheiden, ob der sogenannte Quartierplan Alba angenommen wird. Er umfasst eine knapp 7’000 Quadratmeter grosse Teil-Fläche am äusseren Rand des BaseLink-Areals. Wird der Quartierplan angenommen, darf das geplante Alba Haus 40 Meter hoch werden. Kommt das Referendum durch, ist die Limite, wie bei den andere Bauten des Bachgraben-Gebiets, auf 20 Meter beschränkt.

Visualisierung Alba Haus (40 Meter). (Bild: Burckhardt+Partner AG)

Dem Referendumskomitee ginge es aber auch darum, «die Bevölkerung zu Wort kommen lassen», erklärt Ueli Keller, Einwohnerrat und Fraktionspräsident der EVP, GLP und Grüne Allschwil. Kritisiert wird auch das Mobilitätskonzept.

Die ersten Mieter kommen

Ganz sicher und sogar schon sehr bald zieht das Schweizerische Tropen- und Public Health-Institut in den Neubau am anderen Ende ein. Spätesten Anfang 2022 sollen hier rund 650 Mitarbeitende arbeiten. Einige Monate später, im Sommer, soll dann der Switzerland Innovation Park Basel Area Main Campus fertiggestellt sein. Das Basler Pharmaunternehmen Basilea Pharmaceutica, der Hersteller von Medizinaltechnik Hamilton Bonaduz, das Schweizer Forschungs- und Entwicklungszentrum CSEM, das Department of Biomedical Engineering der Universität Basel und das Bio-Bistro des Bürgerspitals Basel sollen hier Platz finden.

Mobilitätskonzept birgt noch Fragen

Die grösste Unklarheit gibt es aber beim Mobilitätskonzept. Bis 2040 wird eine Verdreifachung des Individualverkehrs erwartet. Der Zubringer Bachrgaben soll das Gebiet via Schnellstrasse über die Basler Nordtangente an die Autobahn anbinden. Nur wird sich diese Schnellstrasse verspäten. Der Baselbieter Baudirektor Isaac Reber teilte im September 2020 mit, dass der Bau um mindestens drei Jahre auf 2027 verschoben werden müsse.

Als Grund hatte Reber die Komplexität der Absprachen mit Frankreich und dem Kanton Basel-Stadt genannt, durch deren Hoheitsgebiete die neue Strasse dereinst ober- und unterirdisch führen soll. Eng mit dem Zubringer Bachgraben verbunden ist das geplante Tramprojekt. Der Allschwiler Gemeinderat erwartet auch hier, dass frühestens 2030 die Bagger auffahren.

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