Wegen der Coronapandemie gingen die Passagierzahlen und die Einnahmen beim Tarifverbund Nordwestschweiz deutlich zurück. (Bild: Keystone)
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TNW meldet ein Drittel weniger Fahrgäste

Der öffentliche Verkehr in der Nordwestschweiz leidet: Wegen der Corona-Pandemie verzeichnet der Tarifverbund im Jahr 2020 fast ein Drittel weniger Fahrgäste.

Die Coronapandemie hat beim Tarifverbund Nordwestschweiz (TNW) tiefe Spuren hinterlassen. Die Einnahmen brachen um 20,2 Prozent ein, bei den Passagieren musste gar ein Rückgang um 30,9 Prozent verzeichnet werden.

Die Einnahmen des TNW beliefen sich 2020 auf 195,7 Millionen Franken. Das sind 49,5 Millionen weniger als im Vorjahr. Zusammen mit Rückstellungen von 2,1 Millionen Franken betrug das Gesamtergebnis 193,6 Millionen Franken, wie der Tarifverbund im öffentlichen Verkehr am Montag mitteilte.

Die Rückstellungen sind eine Folge der Coronakrise. Inhaberinnen und Inhaber eines Monats-U-Abos wurden wegen des reduzierten Angebots mit zwei Tageskarten respektive einer Verlängerung des Jahresabos um 15 Tage entschädigt.

Öffentliches Leben eingeschränkt

Bei den Abonnements ging der Ertrag um 22,2 Millionen Franken zurück. 27,3 Millionen Franken betrugen die Mindereinnahmen bei Einzelbilletten, Mehrfahrten- und Tageskarten. Dies begründet der TNW mit den coronabedingten Einschränkungen des öffentlichen Lebens und den Absagen zahlreicher Veranstaltungen.

Unter Einbezug der direkt an die Transportunternehmen verteilten Einnahmen des Direkten Verkehrs und aus Generalabonnements betrugen die Einnahmen 213,7 Millionen Franken Das sind 53 Millionen Franken weniger als im Vorjahr.

75 Millionen Passagiere weniger

Einen markanten Rückgang musste der TNW im ersten Coronajahr auch bei den Fahrgästen verbuchen. Transportiert wurden insgesamt 168 Millionen Passagiere, 75,1 Millionen weniger als im Vorjahr. Die zurückgelegten Personenkilometer sanken um 31 Prozent respektive 359,2 Millionen auf 801,1 Millionen.

Der grösste Passagierrückgang wurde nach Angaben der TNW im städtischen Bereich verzeichnet. Dort sei es einfacher als in ländlichen Gebieten, auf den öffentlichen Verkehr zu verzichten und zu Fuss zu gehen oder das Velo zu nutzen.

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