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International

Schweizer Curlerinnen gewinnen erneut WM-Gold

Die Schweizer Curlerinnen um Skip Silvana Tirinzoni verteidigen an der Weltmeisterschaft in Calgary ihren 2019 gewonnen WM-Titel mit Erfolg und Bravour.

Im Final besiegen die Schweizer Curlerinnen Melanie Barbezat, Esther Neuenschwander, Silvana Tirinzoni und Alina Pätz das von Alina Kowalewa angeführte Team Russland 4:2. Die Schweizerinnen waren an der ganzen WM mit nur einer Niederlage in 15 Partien das mit Abstand stärkste der 14 Teams. Auch alle übrigen statistischen Auswertungen sprechen für sie und unterstreichen ihre grossartigen Leistungen über die zehn Wettkampftage.

Melanie Barbezat, Esther Neuenschwander, Silvana Tirinzoni und Alina Pätz vom CC Aarau setzen nicht nur ihre eigene Erfolgsgeschichte fort, sondern auch die des Schweizer Frauen-Curlings generell. Seit 2012, seit dem Triumph des Davoser Teams um Skip Mirjam Ott im kanadischen Lethbridge, haben die Schweizerinnen den besten Teams der anderen grossen Curling-Nationen wie Kanada, Schweden und Schottland nur drei WM-Titel überlassen. Die übrigen sechs haben sie für sich behalten.

Die sechs WM-Titel teilen sich auf vier Teams auf. Davos (Mirjam Ott, 2012) und Baden Regio (Alina Pätz, 2015) gewannen einmal, Flims (Binia Feltscher, 2014 und 2016) und Aarau (Silvana Tirinzoni, 2019 und 2021) je zweimal. Alina Pätz wurde demnach schon dreimal als Nummer 4 im Team Weltmeisterin. 2020 wurde infolge der Pandemie keine WM ausgetragen.

Jede Einzelne der Schweizer Curlerinnen erstklassig

Es gibt verschiedene Kennzahlen, die belegen, welch ausserordentliche Leistung die Schweizer Curlerinnen am ganzen WM-Turnier erbracht haben. Da sind einmal die von den geschulten Beobachtern erhobenen Erfolgsquoten, die Prozentwerte an gelungenen Steinen. Jede Schweizerin war auf ihrer Position die Beste unter den jeweils 14 Spielerinnen. Dass die Schweizerinnen die entsprechende inoffizielle Teamwertung für sich entschieden, ergibt sich von selbst.

Bei ihren insgesamt 14 Siegen wurden die Schweizerinnen nur gerade dreimal – in den Round-Robin-Spielen gegen Schottland und gegen die USA sowie im Final – über die volle Distanz von zehn Ends gefordert. In den übrigen elf Spielen gaben die Gegnerinnen spätestens nach dem 9. End auf, oft auch vorher.

Die Schweizerinnen spielten im ganzen Turnier 127 Ends. In 126 davon ermöglichten sie es den Gegnerinnen nicht, drei Steine (Dreierhaus) oder mehr zu schreiben. Das zeugt davon, welch hohen Druck sie auf die jeweiligen Gegnerinnen ausüben konnten.

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