Featured Video Play Icon
Der Telebasel News-Beitrag vom 9. Mai 2021.
Basel

Privater Kinogenuss und ein Kunstmuseum im Hotel

Die aktuelle Krise hat nicht nur ihre Schattenseiten. Es entstehen auch kreative Konzepte und neue Raumnutzungen.

Einen grossen Kinosaal ganz für sich alleine, für seine Freunde oder die Familie – dies wird zu Zeiten von Corona im Pathé Küchlin in Basel möglich. Auf der riesigen Leinwand können im privaten Rahmen Videospiele gespielt oder die aktuelle Lieblingsserie gestreamt werden. Den Ton dazu liefert die potente Soundanlage des Kinos.

Pathé stellt diverse Gamekonsolen, einen Internetanschluss und Anschlussmöglichkeiten für die eigenen elektronischen Geräte bereit. Die gewünschten Spiele muss man allerdings selbst mitbringen, beziehungsweise sich mit seinem eigenen Account einloggen.

Laut Pathé-Sprecherin Jolanda Schönenberger mache sich das Kino-Unternehmen schon länger Gedanken, um neue Erlebnisse zu bieten. Denn die Kundenbedürfnisse seien im Wandel. Da sich die Situation seit Corona ohnehin ständig ändert, habe man sich daher letztes Jahr entschieden, in Ebikon und Spreitenbach einen Testlauf zu starten. Dieser sei so erfolgreich verlaufen, dass man das Angebot nun auf vier weitere Standorte ausbaue – darunter auch auf Basel. Das sogenannte «Personal Ciné» soll auch nach Corona weiter angeboten werden.

Hotel wird zu Kunstmuseum

Auch das Basler Hotel Nomad hat sich eine alternative Nutzung für gewisse Räume überlegt, denn die internationalen Touristen fehlen derzeit. Unter dem Titel «Kunst im Nomad» verwandelt sich das Hotel vom 8. bis 23. Mai 2021 in ein Kunstmuseum. Neun Zimmer auf drei Stockwerken wurden von verschiedenen Künstlern umgestaltet. Einige haben ihre Werke in die normale Zimmermöblierung integriert. Andere Kunstschaffende haben das ganze Interieur ausgeräumt und bespielen den Raum von Grund auf neu.

Laut dem Projektverantwortlichen Thomas Gratwohl gehe es darum, zwei Branchen zu verbinden, welche von der Pandemie besonders hart getroffen wurden. Dies freut das Duo Rahel Mor und Samuel Bron, da es in letzter Zeit eher weniger Möglichkeiten für Ausstellungen gegeben habe. Die Designerin und der Künstler zeigen ihre selbstgemachten Porzellanlampen, welche mit ihren planetaren Formen das ganze Zimmer zum Leuchten bringen.

Kuratiert wird die Schau von Dorian-Orlando Weber. Es sei seine erste Arbeit dieser Art. Er sagt, die Künstler hätten sich mit ihren Arbeiten auf die speziellen Gegebenheiten in den Hotelzimmern eingelassen.

Auch dieses Projekt soll nicht nur einmalig durchgeführt werden. Für nächstes Jahr ist eine weitere Ausgabe angedacht.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel