Sie stellen nun die Mehrheit in der Regierung: Laurent Favre, Crystel Graf und Alain Ribaux von der FDP. (Bild: Keystone)
Schweiz

FDP erlangt Mehrheit in Neuenburger Regierung

Am Sonntag wählte der Kanton Neuenburg seine Kantonsregierung. Die FDP ging dabei klar als Sieger hervor.

Die FDP hat bei der Staatsratswahl in Neuenburg die Mehrheit in der Kantonsregierung erobert. Verlierer sind die Grünen mit ihrem Kandidaten Roby Tschopp, der abgeschlagen auf dem letzten Platz landete.

Die grosse Frage vor dem zweiten Wahlgang am Sonntag war, ob sich die Strategie der vereinigten Linken auszahlen wird, ein rot-grünes Wahlticket zu bilden. Die SP hatte nach der ersten Runde am 18. April ihren Kandidaten Frédéric Mairy zurückgezogen, um Platz für den Kandidaten der Grünen auf dem Dreierticket zu machen.

Der Plan ist nicht aufgegangen. Die SP, die seit 2013 drei von fünf Sitzen innehatte, verliert einen Sitz in der fünfköpfigen Kantonsexekutive. Die Grünen sind mit ihrem Ziel der Regierungsbeteiligung deutlich gescheitert.

Bisherige Freisinnige vorne

An der Spitze klassierten sich die beiden bisherigen FDP-Staatsräte Alain Ribaux und Laurent Favre mit 25’197 beziehungsweise 25’175 Stimmen. Es folgte die erstmals angetretene Sozialdemokratin Florence Nater mit 24’724 Stimmen. Sie lag noch vor ihrem Parteikollegen und bisherigen Staatsrat Laurent Kurth mit 24’356 Stimmen. Die FDP-Kandidatin Crystel Graf eroberte mit 23’567 Stimmen den fünften Platz.

Der Bewerber der Grünen Partei, Roby Tschopp, erzielte rund 4000 Stimmen weniger (19’346) als die 35-jährige Stadträtin (Exekutive) von La Chaux-de-Fonds.

Zwei Frauen in der Regierung

Erst zum zweiten Mal in der Geschichte Neuenburgs sind zwei Frauen Teil der Kantonsexekutive. Erstmals war dies zwischen 2001 und 2005 mit der Sozialdemokratin Monika Dusong und der Freisinnigen Sylvie Perrinjaquet der Fall. Die neue Regierung wird am 25. Mai eingesetzt.

Die Wahlbeteiligung lag bei 30,2 Prozent, im Vergleich zu 40 Prozent im Jahr 2013. Bereits im ersten Wahlgang war die Beteiligung mit 32,09 Prozent bereits niedriger als 2017 (34,2 Prozent). Vor vier Jahren gab es keinen zweiten Wahlgang.

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