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Fokus Corona vom 6. Mai 2021.
Basel

Gastronomen zwischen Kämpfen und Aufatmen

Die Basler Regierung vereinfacht in ihrer neuen Verordnung den Weg zu Härtefallgeldern. Ein Lichtblick, der für Gastronomen unterschiedlich hell ist.

Aufgrund des Andauerns der Covid-19-Massnahmen hat der Basler Regierungsrat in der Verordnung vom 21. April 2021 die Härtefallgelder um weitere 12 Millionen Franken erhöht. (Fokus Corona berichtete) Gemeinsam mit den Bundesgeldern stehen somit insgesamt 237 Millionen Franken für baselstädtische Unternehmen zur Verfügung.

Zugleich vereinfacht die Regierung die Regeln und gibt sich in drei Punkten grosszügiger als die Bundesverordnung. Unter anderem erhalten Betriebe bereits ab einem Umsatzverlust von -20 Prozent Härtefallgelder. Die Bundesverordnung schreibt -40 Prozent Umsatzverlust vor.

«Basel-Stadt hat die Nase weit vorne»

Die neue Verordnung verschafft vielen Gastrounternehmern in der Region Luft. «Wir stellen fest, dass Basel-Stadt im Vergleich zu anderen Kantonen weit voraus ist mit dem Entschädigungsprogramm. Es besteht wieder Planungssicherheit», so Johann Rudolf Meier, Geschäftsführer der Berest-Gruppe.

Die Unternehmensgruppe ist in verschiedenen Regionen der Schweiz tätig. In Sachen Administration, Abwicklung und Kommunikation habe Basel-Stadt aktuell die Nase weit vorn, so Johann Rudolf Meier.

«Ich blicke nicht sehr positiv in die Zukunft»

Hilfegelder hin oder her. Für einige Gastrounternehmer wird die Corona-Krise kein gutes Ende nehmen. Bereits «abgeschlossen» hat Andreas Klein. Mit dem «Bierlager» importiert und vertreibt er als Zulieferer internationale Biere und Softdrinks. «Ich blicke nicht sehr positiv in die Zukunft. Ich frage mich jeden Tag, wer von meinen Kunden wird morgen noch da sein. Ich habe abgeschlossen und sage, alles was besser ist, als schliessen, ist ein Erfolg», so Andreas Klein.

Kämpfen für den Lebenstraum

Den Kopf ganz in den Sand stecken, will Andreas Klein aber nicht. «Natürlich kämpfe ich noch. Es ist ein Lebenstraum von mir», so der Unternehmer. Gemeinsam mit Geschäftspartnerin Julia Füzesi betreibt er ausserdem den «Bierjohann» an der Elsässerstrasse. «Für die Gastronomie sehe ich bessere Chancen. Die Unterstützungsleistungen sind besser», so der Unternehmer.

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