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Der Telebasel News-Beitrag vom 5. Mai 2021.
Region

Zufriedenheit im Elsass über neuste Massnahmen-Lockerungen

Die Lockerungspläne von Emmanuel Macron kommen beim Bürgermeister von Saint-Louis gut an. Auch mit dem Impfen komme man bei den Nachbarn voran.

Die aktuelle Lage in Saint-Louis im Elsass sei sehr positiv, sagt der stellvertretende Bürgermeister Daniel Schicca. Kein Vergleich zu der Situation noch vor drei Wochen, nun sei man auf gutem Weg. Daher schaue er auch positiv auf die vorgesehenen Lockerungen der Massnahmen. «Jeder Punkt ist ein Fortschritt, gegenüber dem, was wir bis jetzt haben.»

Der Französische Präsident hat bis Mitte Sommer vier verschiedene Öffnungsschritte in Aussicht gestellt. Die Umsetzung ist abhängig vom Pandemie-Verlauf, wenn nötig, seien regional auch wieder Verschärfungen denkbar. Auch das Parlament kann sich noch zu den Plänen äussern.

In vier Phasen zur Normalisierung

Der erste Schritt des Vier-Phasen-Plans wurde bereits am 3. Mai umgesetzt: Die Reisebeschränkungen innerhalb Frankreichs wurden aufgehoben. Als nächstes ist auf den 19. Mai die Öffnung der Restaurant-Terrassen, der Geschäfte, Museen, Theater und Kinos vorgesehen. Dies jeweils unter der Berücksichtigung von Schutzkonzepten. Der Beginn der abendlichen Ausgangssperre soll von 19 auf 21 Uhr verschoben werden.

Ab dem 9. Juni sollen Restaurants auch wieder in den Innenräumen bedienen dürfen. Zudem sollen Sporthallen wieder zugänglich sein und die Home Office-Pflicht gelockert werden. Der Beginn der Ausgangssperre würde auf 23 Uhr gelegt. Verläuft die Pandemie weiter ohne grössere negative Überraschungen, dann soll die Ausgangssperre per 30. Juni ganz aufgehoben werden.

Saint-Louis schlägt zurück

Impfungen sind wohl das wichtigste Mittel im Kampf gegen das Coronavirus. In Saint-Louis hat man die grosse Eventhalle Forum zum Impfzentrum umfunktioniert. Duzende Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte und Freiwillige sind hier für den Betrieb zuständig, sagt der leitende Arzt Pascal Moritz. Gegenwärtig können hier 500 Personen pro Tag geimpft werden. Man sei zudem daran, die Kapazität auf bis zu 750 Personen am Tag zu erhöhen. Am Anfang seien noch recht wenige Impfdosen zur Verfügung gestanden. Man habe aber seit dem 18. Januar aber fast 20’000 Personen impfen können, sagt Pascal Moritz.

Das Eventlokal Forum ist für die Stadt Saint-Louis ein Ort mit grosser Symbolkraft. Es wurde letztes Jahr zu Ehren des früheren Bürgermeisters in Forum Jean-Marie Zoellé umbenannt. Jean-Marie Zoellé war eines der prominentesten Opfer der ersten Corona-Welle, welche das Elsass im Frühling 2020 hart getroffen hat. Trotz Verlegung in ein Krankenhaus im deutschen Bonn verlor der langjährige Bürgermeister den Kampf gegen Covid-19. Somit ist die Impfung gegen das Coronavirus für die Einwohnerinnen und Einwohner von Saint-Louis ein stückweit auch etwas Persönliches.

Um die vorgesehenen Rücknahmen der Massnahmen, die sogenannte Dekonfinierung, umzusetzen, ist neben den Impfungen die Rücksichtnahme der Bevölkerung auf einander weiterhin wichtig. Daniel Schicca glaube, dass dies im Département Haut-Rhin kein Problem sein sollte. Und zwar eben gerade wegen der Ereignisse, welche die Leute hier zu Beginn der Pandemie erlebt haben: «Die hatten Erfahrungen, schlechte Erfahrungen». Daran liege es vielleicht, dass die Situation am Oberrhein besser sei als in anderen Gegenden Frankreichs.

4 Kommentare

  1. Schweizer und Franzosem dürfen ohne Test nicht nach Drutschland gehen umgekehrt kommen Deutsche nach Frankreich und Schweiz zum Einkaufen. Wo bleibt da die Logik?Report

  2. Liebe Schweizer Wohnsitznehmende. Ihr habt keine Ahnung bzw. Vorstellung was eine Ausgangsdperre bedeutet. Umschrieben ist es eine Halbgefangenschaft, wir dürfen zur Arbeit gehen und müssen zu bestimmten Zeiten zu Hause sein. Also nur Mitmaulen wer diese Massnahmen versteht und spürt.Report

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