Chelsea steht nach einer starken Leistung über beide Halbfinal-Begegnungen im Champions League-Final. Im Rückspiel bezwangen die Engländer Real Madrid mit 2:0. (Bild: Keystone)
International

Verdienter Finaleinzug von Chelsea

Im Champions League-Final kommt es wie 2019 zu einem englischen Duell. Nach Manchester City zieht auch Chelsea in das Endspiel am 29. Mai in Istanbul ein.

Nach dem 1:1 im Hinspiel siegen die Blues zuhause gegen Real Madrid 2:0. Der viel kritisierte Stürmer Timo Werner brachte Chelsea in der 28. Minute in Führung, als er nach einem Heber von Kai Havertz an die Latte den zurückspringenden Ball ins Tor köpfelte.

Mason Mount entschied gut fünf Minuten vor Schluss die Partie mit dem 2:0 endgültig. Für Chelsea ist es der dritte Finaleinzug nach 2008 und 2012, als die Londoner in München gegen die Bayern unter der Führung von Roberto Di Matteo das bisher einzige Mal die wichtigste Klubtrophäe der Welt gewannen.

Chelsea über weite Strecken überlegen

Chelsea war wie bereits im Hinspiel das bessere Team und hätte bereits unmittelbar nach der Pause das Duell frühzeitig entscheiden müssen. Kai Havertz traf per Kopf die Latte (47.), Mason Mount schoss über das Tor (53.), ehe Havertz (59.) und N’Golo Kanté (66.) alleine vor Thibaut Courtois scheiterten.

Auch dessen Gegenüber Edouard Mendy war zweimal gefordert. Die beiden einzigen, allerdings erstklassigen Torchancen Reals durch Karim Benzema parierte der senegalesische Keeper glänzend (26./38.).

Enttäuschendes Real Madrid

Trotz zuvor 19 Spielen in Folge ohne Niederlage konnte Real Madrid nicht kaschieren, dass es nicht mehr jene Stärke besitzt, mit dem es in der ersten Amtszeit Zinédine Zidanes dreimal in Serie die Champions League gewonnen hatte. Sinnbildlich dafür war der Auftritt von Sergio Ramos, der sein erstes Pflichtspiel seit Mitte März bestritt.

Der Captain konnte den verletzten Abwehrchef Raphaël Varane nicht ersetzen. Vor allem nach der Pause überforderte Chelseas Tempo die Abwehr von Real Madrid immer und immer wieder. Das Resultat hätte deutlich höher ausfallen können.

Duell Tuchel gegen Guardiola

Thomas Tuchel konnte es am Ende egal sein. Nach nur wenigen Monaten als Verantwortlicher an der Stamford Bridge hat der 47-jährige Deutsche die Chance, sich in der Klubgeschichte der Blues zu verewigen.

Nachdem er bereits vor einem Jahr mit Paris Saint-Germain den Final erreicht hatte, schaffte er dies nun auch mit seinem nächsten Arbeitgeber. Den Final im letzten Sommer verlor PSG gegen Bayern München 0:1.

Im diesjährigen Final warten auf Thomas Tuchel und sein jetziges Team der designierte englische Meister Manchester City mit Trainer Pep Guardiola, an dem sich Tuchel früh orientiert hat. 2015 kam es zu zwei legendären Abendessen der beiden in München, als diese mit Weingläsern, Salz- und Pfefferstreuern Spielsituationen nachstellten, wie Augenzeugen berichteten.

Inzwischen verbindet die beiden ein freundschaftliches Verhältnis. Wie man Guardiolas Team bezwingt, bewies Tuchels Chelsea vor gut zwei Wochen in den Halbfinals des FA Cup, als die Londoner mit 1:0 siegten.

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