(Bild: Keystone)
Basel

Velo bleibt beliebtestes Fortbewegungsmittel

Die Corona-Pandemie hat im vergangenen Jahr auch im Kanton Basel-Stadt zu weniger Mobilität geführt, wie die Basler Verkehrsdaten 2020 zeigen.

Besonders stark war der Rückgang im öffentlichen Verkehr mit einem Minus von 35,4 Prozent gegenüber 2019, während der Veloverkehr mit einem Rückgang von 3 Prozent relativ stabil blieb. Beim Autoverkehr war ein Minus von 18,2 Prozent und beim Fussverkehr ein Rückgang von 14,7 Prozent registriert worden, wie das Basler Bau- und Verkehrsdepartement am Mittwoch mitteilte. Zudem wurde ein Fünftel weniger Monats-U-Abonnements verkauft.

Mit dem Rückgang der Mobilität im vergangenen Jahr hat der Kanton Basel-Stadt das bis Ende 2020 im Umweltschutzgesetz verankerte Ziel erreicht, den motorisierten Verkehr auf Stadtstrassen von 2010 bis 2020 um zehn Prozent zu reduzieren. Somit wurde der im November 2010 vom Basler Stimmvolk angenommene Gegenvorschlag zur Städteinitiative erfüllt.

Ob das Ziel allerdings nur wegen der Corona-Pandemie erreicht worden sei, könne nicht beurteilt werden, sagte Kathrin Grotrian, Projektleiterin Mobilitätsstrategie im Bau- und Verkehrsdepartement auf Anfrage – zumal bereits von 2010 bis 2019 eine Abnahme der Autofahrten auf Stadtstrassen von acht Prozent registriert worden sei. Dieser Abwärtstrend hätte sich wohl auch ohne Pandemie fortgesetzt.

Home Office und geschlossene Restaurants

Die Abnahme der Mobilität ist gemäss Communiqué unter anderem auf das Home Office, die Schliessung der Geschäfte, Restaurants und Freizeiteinrichtungen sowie auf den Rückgang beim Tourismus zurückzuführen.

Die Verkehrsdaten werden im Kanton Basel-Stadt mittels automatischer Dauerzählstellen erhoben. An 42 Orten wird der Autoverkehr und an 20 Zählstellen der Veloverkehr erhoben. Zählungen der Fussgängerinnen und Fussgänger finden an 18 Standorten statt.

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