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Schweiz

US-Gesundheitsbehörde: Beim Impfen von Jüngeren noch viel zu tun

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Impfstoff-Patente: EU-Staaten mit Vorbehalten gegen Bidens Vorstoss

Der US-Vorstoss für eine Aussetzung von Patenten auf Corona-Impfstoffe trifft im Kreis der EU-Staaten auf Vorbehalte. Bei einem Abendessen in Porto hätten viele Staats- und Regierungschefs Zweifel geäussert, ob dies schnell zu einer besseren Versorgung der Welt mit Impfstoff führen würde, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am späten Freitagabend aus EU-Kreisen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel habe sich entschieden gegen die Freigabe der Patente gewandt. Dabei habe sie auch das Argument angeführt, dass Fachwissen über die neuartigen mRNA-Impfstoffe an China abfliessen könnte. Die Volksrepublik könne dieses Knowhow leichter nutzen als Entwicklungsländer.

Nur wenige Vakazine an Drittstaaten

Der Vorschlag der Regierung von US-Präsident Joe Biden sei wenig konkret und möglicherweise taktisch, berichtete ein EU-Vertreter aus den Gesprächen. Die Initiative solle womöglich verdecken, dass Europa die einzige demokratische Region sei, die grosse Mengen Corona-Impfstoffe an Drittstaaten liefere. Die USA lassen nach Darstellung der EU nur sehr wenig Vakzine aus dem Land.

England hebt striktes Reiseverbot Mitte Mai auf

Nach mehr als vier Monaten striktem Ausreiseverbot dürfen die Menschen in England ab Mitte Mai unter strengen Auflagen wieder ins Ausland reisen. «Wir müssen sicherstellen, dass die Länder, mit denen wir uns wieder verbinden, sicher sind», sagte der britische Verkehrsminister Grant Shapps, der die Lockerung ab dem 17. Mai am Freitag bestätigte.

Ein Ampelsystem bestimmt je nach Infektionslage einzelner Länder, welche Regeln bei der Einreise beziehungsweise Rückkehr nach England gelten. So müssen Rückkehrer und Einreisende aus «gelben Ländern», zu denen zunächst auch Deutschland gehört, vor ihrer Einreise sowie am Tag zwei und acht nach ihrer Ankunft einen Test machen und sich für zehn Tage in Quarantäne begeben. Wer aus «roten Ländern» einreist, muss sogar auf eigene Kosten für zehn Tage in ein Quarantäne-Hotel. Nur Einreisenden aus «grünen Ländern» bleibt die Quarantäne erspart – auch sie müssen sich jedoch testen lassen. Zu Beginn gehören nur zwölf Länder zu jenen mit grünem Status, darunter Portugal, Israel, Island und Australien.

US-Gesundheitsbehörde: Beim Impfen von Jüngeren noch viel zu tun

Die US-Regierung will bei der weiteren Impfkampagne die jüngeren Amerikaner besonders in den Blick nehmen. Die Chefin der Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky, sagte am Freitag, bislang sei nur ein Fünftel der 18- bis 29-Jährigen im Land vollständig geimpft. Bei den 30- bis 39-Jährigen sei es weniger als ein Drittel. Hier gebe es noch viel zu tun.

Wie andere Länder auch hatten die USA zu Beginn sehr darauf gesetzt, vorrangig die älteren, besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen zu impfen. Unter den Senioren ab 65 Jahren sind in den USA haben bereits gut 70 Prozent einen vollen Impfschutz, mehr als 80 Prozent dieser Bevölkerungsgruppe haben mindestens eine Dosis bekommen.

Nepals Regierung: Kein Corona-Ausbruch auf Mount Everest

Die nepalesische Regierung hat ein Team ins Basislager des Mount Everest entsandt, um herauszufinden, ob es dort einen Corona-Ausbruch gibt. Die Untersuchungen hätten ergeben, dass es kein Corona auf dem Everest gebe, sagte ein Sprecher des Tourismusministeriums der Nachrichtenagentur DPA am Freitag.

Zuvor hatten mehrere Bergsteigerinnen und Bergsteiger auf sozialen Netzwerken und gegenüber Medien berichtet, dass sie sich mit dem Virus infiziert hätten. Der polnische Bergsteiger Pawel Michalski etwa schrieb vergangene Woche auf Facebook, dass mehr als 30 Menschen in die Hauptstadt Kathmandu gebracht und später positiv auf das Coronavirus getestet worden seien. Auch eine Mitarbeiterin des CIWEC Hospital, Prativa Pandey, hatte der DPA vor zwei Wochen gesagt, dass mehrere positiv getestete Abenteurerinnen und Abenteurer behandelt würden. Auf erneute Anfrage wollte sie sich nicht mehr dazu äussern.

WHO-Notfallzulassung für chinesischen Corona-Impfstoff von Sinopharm

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat für den chinesischen Corona-Impfstoff von Sinopharm eine Notfallzulassung erteilt, wie WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag in Genf sagte. So können UN-Organisationen das Mittel kaufen und verteilen. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Pfizer/Biontech stellt Zulassungsantrag für Impfung ab 12 Jahren

Der Pharmakonzern Pfizer will in der Schweiz Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren gegen das Coronavirus impfen. Dafür stellte er beim Schweizerischen Heilmittelinstitut Swissmedic einen Zulassungsantrag für den Impfstoff Comirnaty, wie es am Freitag hiess. Swissmedic prüft das Gesuch nun im rollenden Verfahren.

(Bild. Keystone)

Comirnaty, das in der Schweiz seit Mitte Dezember für Personen ab 16 Jahren zugelassen ist, wurde vom deutschen Unternehmen Biontech in Mainz entwickelt; es wird seit Monaten in Zusammenarbeit mit dem US-Pharmariesen Pfizer massenweise hergestellt.

Ende April erteilte Swissmedic zudem Novartis die Betriebsbewilligung für den Produktionsstandort Stein im Aargau für die Abfüllung und Verpackung des Impfstoffs Comirnaty von Biontech/Pfizer.

Indische Corona-Variante gilt in England als "besorgniserregend"

Die zunächst in Indien entdeckte Corona-Variante B.1.617.2 gilt in England nun als «besorgniserregend». Man habe diese Variante als «Variant of Concern» eingestuft, da sie sich als ansteckender erwiesen habe als andere, erklärte Susan Hopkins von der Gesundheitsbehörde Public Health England am Freitag in London.

Es gebe allerdings noch keine ausreichenden Daten dazu, ob die Variante auch schwerere Erkrankungen auslöse oder die Wirkung von Impfstoffen schwäche.

Derzeit sind in Grossbritannien 520 Fälle der Variante bekannt, in der vergangenen Woche waren es noch 202. Zwei weitere in Indien entdeckte Varianten – B.1.617.1. und B.1.617.3 – bleiben in England weiterhin unter Beobachtung.

Bank von England rechnet mit keiner grossen Covid-Pleitewelle

Die britische Notenbank erwartet auch nach einem Auslaufen der staatlichen Stützungsschritte keine grosse Corona-Pleitewelle bei den heimischen Unternehmen. Viele Schulden, die sich Firmen zuletzt aufgeladen haben, besässen lange Laufzeiten, sagte der Chefvolkswirt der Bank von England, Andy Haldane, am Freitag bei einer Veranstaltung.

(Bild: Keystone)

Das erhöhe die Chancen, das sie zurückgezahlt werden können. «Und daher nehmen die Insolvenzen nicht sehr zu, ausgehend von den gegenwärtig relativ gedämpften Niveaus,» sagte er. Aber letztendlich bestünden da Risiken und die müssten im Auge behalten werden.

Arme Länder müssen wegen Krise in Indien auf Impfstoff warten

Die verheerende Corona-Krise in Indien hat auch für ärmere Länder im Rest der Welt gravierende Folgen. Sie erhalten versprochene Impfdosen nicht, weil Indien die Produktion aus dem indischen Serum-Institut nun selbst beansprucht.

Dort hatte das internationale Impfprogramm Covax, auf das sich viele ärmere Länder bei der Versorgung mit Impfstoff verlassen, einen grossen Teil seiner Impfdosen bestellt. «Covax rechnet nicht mehr damit, dass die Lieferung von Impfdosen aus dem Serum-Institut im Mai wieder aufgenommen werden», sagte eine Sprecherin der Impfinitiative Gavi, die Covax managt, der Nachrichtenagentur DPA am Freitag in Genf.

Bis Mai hätte das Serum-Institut laut Verträgen 110 Millionen Impfdosen an Covax liefern sollen. Es kamen aber nur 20 Millionen an. Covax hofft, die nun leer ausgehenden Empfängerländer bis spätestens Juni beliefern zu können, wie die Sprecherin sagte. Wichtig sei, Menschen zu versorgen, die bereits die erste Dosis des Impfstoffs von Astrazeneca erhalten haben. Dafür fehlten noch 20 Millionen Dosen. Covax hat auch bei anderen Astrazeneca-Lieferanten bestellt.

Junge Kunden vermissen das Shoppen im Laden

Wenig überraschend hat das Onlineshopping während der Pandemie an Beliebtheit gewonnen. Doch vermissen vor allem jüngere Kunden das Einkaufen vor Ort. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Städte sorgen sich um ihre Finanzen und schielen auf SNB-Geld

Die Städte und Gemeinden in der Schweiz rechnen in den Nach-Corona-Jahren mit einer steigenden Schuldenlast. 40 Prozent schliessen gemäss einer Umfrage Steuererhöhungen nicht aus. Künftige Ausschüttungen der Nationalbank (SNB) müssten deshalb auch in die kommunalen Kassen fliessen. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Corona-Superstar Neuseeland: Streifzug durch ein fast normales Land

Während in Neuseeland 50’000 Menschen an einem Konzert feiern, ist der Rest der Welt noch immer in den Fängen der Pandemie. Ein Blick auf den Inselstaat. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Ende von Corona-Notstand sorgt in Spanien für Chaos

Das Ende des sechsmonatigen Corona-Notstands an diesem Wochenende in Spanien sorgt in vielen Regionen für Verwirrung. Vielerorts gab es am Freitag Streit darüber, welche alten oder neuen Einschränkungen von Sonntag an noch gelten.

Ärger droht auch auf den Balearen mit der Urlauberinsel Mallorca. Dort kündigten Gastwirte eine Art Aufstand gegen Pläne der Regionalregierung an. Die Zeitung «El País» sprach von «Chaos».

Auf Mallorca erklärten mehrere Gastronomen, entgegen einer Anordnung der Regionalregierung die Innenräume von Restaurants, Bars und Kneipen noch in der Nacht zu Sonntag wieder zu öffnen. Die angeordnete Zwangsschliessung von Innenräumen für weitere zwei Wochen sei illegal, heisst es in Mitteilungen verschiedener Gastronomen-Verbände. Man werde «alle Kunden bewirten, die unsere Lokale aufsuchen wollen».

EU-Arzneibehörde untersucht neue Covid-19-Therapie

Die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) hat die Prüfung eines Medikaments zur Behandlung von Covid-19-Patienten in Gang gesetzt. Studienergebnisse des Antikörper-Mittels Sotrovimab würden nach dem beschleunigten Rolling Review-Verfahren bewertet, teilte die EMA am Freitag in Amsterdam mit.

Das Präparat wird von dem britischen Hersteller GlaxoSmithKline gemeinsam mit dem US-Unternehmen Vir Biotechnology produziert. Erste Ergebnisse von Studien deuten nach Angaben der EMA darauf hin, dass das Mittel einen schweren Verlauf der Covid-19-Erkrankung und damit Krankenhausaufnahme und auch Tod verhindern könne. Da die EMA aber noch nicht alle Daten erhalten habe, könne man Nutzen und Risiken noch nicht gegeneinander abwägen. Wie lange die Prüfung dauern wird, ist unklar.

Swissmedic: Keine unerwarteten Nebenwirkungen bei Covid-19-Impfung

Die Nebenwirkungen nach einer Covid-19-Impfung bewegen sich im Rahmen der Zulassungsstudien und des «Beipackzettels». Zu diesem Ergebnis kommt das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic nach Auswertung von knapp 2’000 Meldungen. Mit 1’252 (64,1 Prozent) der Meldungen über Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna war der grössere Teil nicht schwerwiegend, 701 Meldungen (35,9 Prozent) hingegen wurden als schwerwiegend eingestuft, wie Swissmedic in einer Mitteilung vom Freitag schreibt.

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(Symbolbild: Kestone)
Corona-Superstar Neuseeland: Streifzug durch ein fast normales Land

Eine Delegation des Bundesrat hat sich am Freitag mit den Spitzen der Bundesratsparteien zu den Von-Wattenwyl-Gesprächen getroffen. Im Zentrum der Gespräche standen die Europapolitik, die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie und China.

Bundesratspräsident Guy Parmelin schreitet zu den Von-Wattenwyl-Gesprächen. (Bild: Keystone)

Von der Landesregierung nahmen Bundespräsident Guy Parmelin sowie die Bundesräte Alain Berset und Ignazio Cassis und Bundeskanzler Walter Thurnherr teil, wie der Bundesrat mitteilte. Mit Blick auf die Europapolitik bekräftigte der Bundesrat, dass das Rahmenabkommen mit der EU ohne Lösungen bei den offenen Punkten Lohnschutz, Unionsbürgerrichtlinie und staatliche Beihilfen nicht abgeschlossen werden könne.

Die Delegation des Bundesrates und die Parteien tauschten sich weiter über die nächsten Öffnungsschritte und den Verlauf der Impfkampagne gegen das Coronavirus aus. Weitere Öffnungsschritte erschienen möglich, hiess es. Der Bundesrat werde am 12. Mai darüber beraten.

Zürich: Alle 180'000 Impftermine vergeben

Der Kanton Zürich hat am Freitagmorgen Impftermine für alle Personen ab 16 Jahren freigeschaltet. Bis am Nachmittag waren alle 180’000 Impftermine vergeben. Termine waren für Ende Mai und die erste Junihälfte buchbar, wie die kantonale Gesundheitsdirektion am Freitag mitteilte. Weitere Impftermine werden freigegeben, sobald die Impfstofflieferungen zuverlässig eintreffen.

Kanton Aargau vergibt Impftermine für alle Personen ab 16 Jahren

Im Kanton Aargau erhalten ab sofort alle Personen ab 16 Jahren einen Impftermin. Impfwillige über 65 Jahre und solche mit Vorerkrankungen von höchstem Risiko sind weiterhin bevorzugt, genauso wie Mitarbeitende im Gesundheitswesen. Auch gesunde Personen im Alter von 16 bis 64 Jahren würden erste Impftermine erhalten, teilte das kantonale Departement Gesundheit und Soziales (DGS) am Freitag mit. Wer sich früh angemeldet habe, werde zuerst einen Termin erhalten. Eine Abstufung nach Alter sei nicht vorgesehen.

Bis alle registrierten Personen Termine erhalten haben, wird es laut DGS mehrere Wochen dauern. Derzeit befinden sich knapp 110’000 Personen auf der Warteliste. Sie alle sollten bis im Juni ihre Termine und bis im Juli auch ihre Impfungen erhalten.

Im Kanton Aargau können sich jetzt alle Personen ab 16 Jahren für das Impfen anmelden. (Archivbild: Keystone)

Bisherige Priorisierungen wie etwa für Angehörige von besonders gefährdeten Personen würden aufgehoben, hielt das DGS fest. Die Öffnung der Termine für alle Personen ab 16 Jahren sei angezeigt, da in einigen Impfzentren die Wartelisten mit priorisierten Personen schrumpfen würden.

Die kantonale Impfkampagne schreite voran, hielt das DGS fest. Das will das Departement von Regierungsrat Jean-Pierre Gallati (SVP) am kommenden Dienstag auch medienwirksam dokumentieren: Es lädt zum Fototermin im Kantonsspital Aarau (KSA) ein. In dieser Woche werde die 100’000. Zweitimpfung verabreicht, hiess es in der Medieneinladung.

Biontech und Pfizer beantragen vollständige US-Zulassung

Die Impfstoffhersteller Biontech und Pfizer wollen in den USA eigenen Angaben zufolge die vollständige Zulassung ihres Covid-Vakzins für alle Menschen über 16 erreichen. Die Firmen aus Deutschland und den USA begannen nach Angaben vom Freitag den Prozess der Einreichung bei der zuständigen US-Behörde FDA und beantragten eine bevorzugte Prüfung. Bis zur abschliessenden Entscheidung könnte es Wochen oder Monate dauern.

Bislang hat der sehr erfolgreiche und effektive Impfstoff von Biontech/Pfizer in Amerika eine Notfallzulassung und wurde bereits mehr als 130 Millionen Mal gespritzt. Die Firmen bemühen sich auch um eine Zulassung für die Altersgruppe von 12 bis 15.

Die Impfstoffhersteller Biontech und Pfizer wollen in den USA eigenen Angaben zufolge die vollständige Zulassung ihres Covid-Vakzins für alle Menschen über 16 erreichen. (Bild: Keystone)
Über eine Million Personen in der Schweiz vollständig geimpft

Vom 29. April bis am 5. Mai sind in der Schweiz weitere 372’796 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden. Damit sind nun in der Schweiz über eine Millionen Menschen vollständig geimpft. Dies geht aus den Angaben hervor, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag auf seiner Website veröffentlichte.

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1'546 neue Corona-Fälle

Am Freitag, 7. Mai 2021, vermeldet das Bundesamt für Gesundheit (BAG) 1546 neue Corona-Fälle. Seit dem Vortag sind 49 Personen hospitalisiert worden. Die Zahl der Hospitalisationen ist aber mit Vorsicht zu geniessen, da es zu Meldelücken und Meldeverzügen kommen kann. Weitere vier mit dem Coronavirus infizierte Personen sind verstorben.

Bund stellt Lonza Personal für Impfproduktion zur Verfügung

Der Bund leiht Lonza Fachpersonal aus, damit das Unternehmen an seinem Standort in Visp VS die Produktion des Corona-Impfstoffes von Moderna ausweiten kann. Geplant sind Einsätze von rund sechs Monaten ab Mitte Mai, bezahlt von Lonza. 25 Personen mit Biochemie-, Chemie- oder Pharmaziehintergrund stehen bereits zur Verfügung.

Die Versorgung mit Moderna-Impfstoff sei für die Schweiz von herausragender Bedeutung, schreibt das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) in einer Mitteilung vom Freitag weiter.

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Neuer Infektionshöchststand in Indien

Zum zweiten Mal in Folge hat Indien einen weltweiten Höchststand an Corona-Neuinfektionen von mehr als 400’000 Fällen registriert. In den vergangenen 24 Stunden waren es 414’188, wie Zahlen des indischen Gesundheitsministeriums am Freitag zeigten. In dem gleichen Zeitraum starben 3’915 Menschen mit oder an Corona.

Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen – auch weil es in Teilen des Landes schwer ist, getestet zu werden. Insbesondere in ländlichen Regionen sterben viele Menschen zu Hause, und sie tauchen dann nicht immer in der Statistik auf.

Zum zweiten Mal in Folge hat Indien einen weltweiten Höchststand an Corona-Neuinfektionen von mehr als 400’000 Fällen registriert. (Bild: Keystone)

In der grössten Demokratie der Welt nehmen zudem Forderungen nach einem landesweiten Lockdown zu. Auch US-Gesundheitsexperte und Präsidentenberater Anthony Fauci sprach sich schon für einen Lockdown in Indien aus.

Darauf wollte Indiens Premierminister Narendra Modi zunächst verzichten. Stattdessen setzt er eher auf Lockdowns in besonders betroffenen Gebieten. Hintergrund: Ein harter landesweiter Lockdown im vergangenen Jahr hatte zu einer Massenwanderung von Millionen von Wanderarbeiterinnen und Wanderarbeitern aus den Städten in ihre Heimatdörfer geführt. Damit dürften sie das Virus verbreitet haben. Auch die Wirtschaft wurde stark getroffen.

BAG entscheidet sich für internes System für Covid-Zertifikat

Das fälschungssichere Covid-Zertifikat für geimpfte, genesene und negativ getestete Personen wird verwaltungsintern realisiert. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) mit der Aufgabe betraut. Zur Verfügung stehen soll das Zertifikat bis Ende Juni, wie das BAG am Freitag mitteilte.

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Bundesamt für Informatik erhält Zuschlag: Covid-Zertifikat kommt bis Ende Juni. (Symbolbild: Keystone)
Audi trotz starken Quartals nur «vorsichtig optimistisch»

Mit einem starken China-Geschäft hat der Autobauer Audi Absatz, Umsatz und Gewinn im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr kräftig gesteigert und auch die Zahlen von 2019 übertroffen. Dennoch liess die Ingolstädter VW-Tochter ihre Prognose für das Gesamtjahr am Freitag unverändert: Angesichts der Corona-Pandemie und der Engpässe bei der Halbleiter-Versorgung schaue man «vorsichtig optimistisch auf die kommenden Monate».

(Bild: Keystone)
Mehr als 31 Prozent der Bürger in Deutschland erstgeimpft

In Deutschland haben 31,5 Prozent der Menschen mindestens eine Corona-Impfung erhalten. Das teilte der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn mit Verweis auf das Impfquotenmonitoring des Robert Koch-Instituts (RKI) am Freitag bei einer Pressekonferenz mit. Den vollen Impfschutz erhielten der Bundesbehörde für Infektionskrankheiten (RKI) zufolge bislang 8,8 Prozent der Bevölkerung.

Am Donnerstag wurden nach Angaben des RKI (Stand: 7. Mai, 10:10 Uhr) 932’495 Impfungen gemeldet. Der bislang höchste Tageswert seit Beginn der Impfkampagne war am Mittwoch vergangener Woche mit 1’116’608 Impfungen erreicht worden. Insgesamt verabreichten alle Impfstellen bislang knapp 33,6 Millionen Dosen, davon etwas mehr als 26,2 Millionen bei Erstimpfungen und weitere fast 7,4 Millionen bei Zweitimpfungen.

Deutschland: Lockerung der Corona-Regeln für Geimpfte und Genesene

In Deutschland werden für vollständig Geimpfte und von Corona Genesene die Pandemie-Regeln gelockert. Einen Tag nach dem Bundestag passierte die entsprechende Verordnung am Freitag auch den deutschen Bundesrat. Wenn sie nun zügig im Bundesgesetzblatt veröffentlicht wird, könnten die Lockerungen bereits am Wochenende gelten.

(Bild: Keystone)

Laut Verordnung fallen nun etwa Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen für vollständig Geimpfte und Genesene in Deutschland weg. Bei Treffen mit anderen Personen werden sie nicht mitgezählt. Also könnten sich zum Beispiel auch in Regionen mit hohen Infektionszahlen zwei nicht geimpfte Menschen mit einer unbegrenzten Zahl Geimpfter treffen. Geimpfte müssen zudem in Läden oder beim Friseur keinen Test mehr machen.

Abendliche Ausgangsbeschränkungen fallen für beide Gruppen ebenfalls weg, nach Reisen oder nach Kontakt zu Infizierten müssen sie in der Regel auch nicht mehr in Quarantäne – ausser man hat sich mit einer in Deutschland noch nicht verbreiteten Virusvariante angesteckt oder man reist aus einem Virusvarianten-Gebiet ein. Auch Geimpfte und Genesene müssen aber weiter Masken an bestimmten Orten und in Gebäuden tragen und Abstandsregeln befolgen.

Pensionskassen bleiben trotz Krise finanziell gut aufgestellt

Die Pensionskassen in der Schweiz haben sich in der Coronakrise gut behauptet und bleiben finanziell weiterhin solide aufgestellt. Die ultratiefen Zinsen bereiten den Kassen allerdings nach wie vor grosse Sorgen.

Die Pensionskassen hätten das Jahr 2020 positiv abgeschlossen und seien gut ins 2021 gestartet. Grund dafür ist die gute Entwicklung an den Finanzmärkten. Zu diesem Schluss kommt der Pensionskassenberater Complementa in der jährlich durchgeführten «Risiko Check-up-Studie». Am Freitag wurden erste Ergebnisse daraus veröffentlicht.

(Symbolbild: Keystone)
Teststrategie in Graubünden senkt Corona-Infektionsraten

Seit Februar werden im Kanton Graubünden wöchentlich über 40’000 Personen auf das Coronavirus getestet. Auswertungen der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) zeigen nun, dass dadurch die Infektionsraten bis zu 50 Prozent reduziert worden sind. Einzig bei Branchen mit erhöhter Mobilität wie dem Tourismus stellte die Empa eine nicht ganz so hohe Reduktion fest, wie es in einer Mitteilung des Kantons Graubünden am Freitag, 7. Mai, hiess. Dennoch sanken durch die hohe Testbeteiligung auch da die Fallzahlen.

Der Kanton Graubünden gilt als Vorreiter in der Teststrategie. Seit dem 1. Februar 2021 wurden in Graubünden 427’000 Tests ausgewertet. Davon 223’158 Tests in 1996 Betrieben und 127’714 Tests in 165 Schulen. Dies als Massnahme zur nachhaltigen Eindämmung der Infektionszahlen und als Alternative zur Regelung für die Quarantäne.

Personen, die während 15 Minuten ohne Schutzmaske Kontakt zu einer infizierten Person hatten, müssen nicht in Quarantäne. Sie können weiterhin arbeiten, sofern sie symptomfrei bleiben. Sie müssen sich lediglich sieben Tage lang täglich testen lassen. Ist der Test negativ, wechseln sie nach sieben Tagen wieder in den gewohnten Testrhythmus.

Seco rechnet mit weiterer Erholung am Arbeitsmarkt

In der Schweiz erholt sich der Arbeitsmarkt weiter von der Coronakrise. Im April habe insbesondere der Bau zum Rückgang der Arbeitslosigkeit beigetragen, betonte Boris Zürcher, Leiter der Direktion für Arbeit beim Seco, an einer Telefonkonferenz. Doch auch im Detailhandel oder im Gastgewerbe hellt sich die Lage dank den weiteren Öffnungsschritten des Bundes auf.

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Im April habe insbesondere der Bau zum Rückgang der Arbeitslosigkeit beigetragen, betonte Boris Zürcher, Leiter der Direktion für Arbeit beim Seco. (Bild: Keystone)
England will Maskenpflicht in Schulen aufheben

Trotz Warnungen von Wissenschaftlern und Gewerkschaften will die britische Regierung die Maskenpflicht in Schulen in England aufheben. Dies sei möglich aufgrund sinkender Corona-Infektionszahlen und dem Erfolg des Impfprogramms, sagte Bildungsminister Gavin Williamson der Zeitung «The Telegraph» (Freitag). Die Massnahme solle am 17. Mai in Kraft treten, wenn auch andere Corona-Restriktionen wie das Verbot von nicht notwendigen Auslandsreisen aufgehoben werden, wie das Blatt berichtete.

«Das Entfernen von Gesichtsmasken wird die Interaktion zwischen Lehrern und Schülern erheblich verbessern, während alle anderen Sicherheitsmassnahmen für Schulen bestehen bleiben, um das Virus aus den Klassenzimmern fernzuhalten», sagte Williamson.

Trotz Warnungen von Wissenschaftlern und Gewerkschaften will die britische Regierung die Maskenpflicht in Schulen in England aufheben. (Symbolbild: Keystone)

Ein Ministeriumssprecher betonte, die Virusübertragung zwischen Schülern, Lehrern und Mitarbeitern sei deutlich gesunken. Im Vereinigten Königreich sind Gesundheitsfragen Sache der einzelnen Landesteile, die britische Regierung entscheidet nur für England.

Hingegen forderten Wissenschaftler, Gesundheitsexperten und Gewerkschaften in einem Brief an Premierminister Boris Johnson, die Maskenpflicht frühestens am 21. Juni aufzuheben, wenn die Regierung alle Corona-Restriktionen beenden will. Die Massnahme sei ein «zentraler Teil» der Virus-Kontrolle in Schulen. Diese «notwendigen Schutzmassnahmen» aufzuheben, werde Konsequenzen «für die Gesundheit unserer Kinder, ihrer Eltern sowie ihrer Gemeinden» haben.

Justin Bieber verschiebt Nordamerika-Tour erneut - auf 2022

Popstar Justin Bieber (27) hat wegen der Coronavirus-Pandemie seine geplante Konzertreihe in Nordamerika ein weiteres Mal verschoben. Der kanadische Sänger gab am Donnerstag die neuen Termine für die «Justice World Tour 2022» bekannt. Die fünfmonatige Tour mit 52 Auftritten in den USA und Kanada soll im Februar 2022 im kalifornischen San Diego beginnen.

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Popstar Justin Bieber (27) hat wegen der Coronavirus-Pandemie seine geplante Konzertreihe in Nordamerika ein weiteres Mal verschoben. (Bild: Keystone)
Lausanner Forscher entwickeln 3D-Detektoren für gesunden Abstand

Die Einhaltung einer gesunden Distanz ist in Corona-Zeiten nicht immer einfach. Lausanner Forscher haben nun einen 3D-Detektor entwickelt, der Menschenmengen auf Einhaltung des Social Distancing überprüft. Das könnte für Geschäfte und Restaurants interessant sein.

Der Algorithmus war eigentlich für selbstfahrende Autos gedacht. «Aber wir sahen schnell, dass wir unser Programm durch Hinzufügen einiger weniger Funktionen zu einem nützlichen Werkzeug für das Management der Pandemie machen konnten», lässt sich Lorenzo Bertoni, Doktorand am EPFL-Labor Visual Intelligence for Transportation (VITA), in einer Mitteilung vom Freitag zitieren.

Nachdem sie mehrere Wochen damit verbracht hatten, sich über die Verbreitung des Covid-19-Virus zu informieren, erkannten Bertoni und sein Team – wie auch der Rest der wissenschaftlichen Gemeinschaft –, dass Mikrotröpfchen eine Schlüsselrolle bei der Verbreitung des Virus spielen und dass es für Menschen unerlässlich ist, einen Abstand von mindestens 1,5 Metern einzuhalten, wenn sie keine Gesichtsmaske tragen.

Die Forscher begannen daher, ihren Algorithmus zu optimieren, der ursprünglich darauf ausgelegt war, die Anwesenheit eines anderen Autos oder eines Fussgängers auf der Strasse zu erkennen und das selbstfahrende Auto anzuweisen, langsamer zu fahren, anzuhalten, die Richtung zu ändern oder zu beschleunigen.

Kantonspolizei Aargau appelliert an Demonstrationswillige

Die Kantonspolizei Aargau hat an Demonstrationswillige appelliert, am Samstag, 8. Mai, nicht nach Aarau oder Wettingen zu reisen. Obwohl die Demonstrationen gegen die Corona-Massnahmen im Aargau nicht bewilligt sind, wird auf sozialen Medien zur Teilnahme aufgerufen. Man beobachte die Lage und werde mit einem grösseren Aufgebot vor Ort sein, teilte die Kantonspolizei am Freitag mit. Mitarbeitende des Polizeikonkordates Nordwestschweiz würden den Einsatz unterstützen.

Wer an einer unbewilligten Demonstration teilnehme, mache sich strafbar, schrieb die Polizei. Und wer keine Maske trage, gefährde nicht nur sich selbst, sondern auch Dritte. Die Bevölkerung werde gebeten, am Samstag auf Besuche in Aarau und Wettingen zu verzichten. «So können Sie uns unterstützen, unseren Auftrag zu erfüllen.»

Gesuche für Demonstrationen am Samstag in Aarau und Wettingen hatte das «Aktionsbündnis Aargau-Zürich für eine vernünftige Corona-Politik» eingereicht. Für Wettingen hatte der Aargauer Regierungsrat Ende April das Gesuch abgelehnt, wie zuvor der Gemeinderat des Aargauer Ortes. In Aarau verbot der Stadtrat eine Kundgebung.

Swissmedic erteilt Zulassung von neuem Antigen-Schnelltest

Ab dem 10. Mai steht in den Schweizer Apotheken ein neuer Antigen-Selbsttest zur Anwendung als Selbsttest zur Verfügung. Laut Angaben des Herstellers BD vom Freitag hat das Heilmittelinstitut Swissmedic die entsprechende Zulassung erteilt. Becton, Dickinson and Company (BD) habe die Ausnahmebewilligung für den Marktzugang ihres Antigen-Sars-Cov-2-Schnelltests erhalten, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Angewendet werde er als Selbsttest. Er liefere Personen mit und ohne Symptome innerhalb einer Viertelstunde ein Echtzeitergebnis.

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(Symbolbild: Keystone)
Zürich impft jetzt alle Impfgruppen gegen Corona

Der Kanton Zürich hat am Freitag Impftermine für alle Personen ab 16 Jahren freigeschaltet. Bis Mitte Juni stehen rund 180’000 Termine in Impfzentren und Apotheken für die Corona-Impfung zur Verfügung.

Termine sind für Ende Mai und die erste Junihälfte buchbar, wie die kantonale Gesundheitsdirektion am Freitag mitteilte. Weitere Impftermine werden freigegeben, sobald die Impfstofflieferungen zuverlässig eintreffen.

Bis am Donnerstagabend wurden im Kanton Zürich 457’107 Corona-Impfungen verabreicht.

Der Kanton Zürich hat am Freitag Impftermine für alle Personen ab 16 Jahren freigeschaltet. (Bild: Keystone)
Australien schwächt umfassendes Einreiseverbot aus Indien ab

Australien wird sein umstrittenes Einreiseverbot für Rückkehrer aus Indien voraussichtlich am 15. Mai wieder aufheben. Dann sei das Ziel der Massnahme erreicht, eine Verlängerung sei wohl nicht mehr nötig, sagte Premierminister Scott Morrison am Freitag, 7. Mai. Angesichts der schnellen Ausbreitung des Coronavirus in Indien hatte die Regierung in Canberra vor einer Woche einen Einreisestopp auch für seine eigenen Bürger erlassen – unter Androhung von Haftstrafen von bis zu fünf Jahren bei Zuwiderhandlung.

Australien wird sein umstrittenes Einreiseverbot für Rückkehrer aus Indien voraussichtlich am 15. Mai wieder aufheben. (Bild: Keystone)

Morrison kündigte an, dass zunächst drei Rückführungsflüge «für die dringendsten Fälle» geplant seien. Die Maschinen würden in der Region Northern Territory landen, wo die aus Indien kommenden australischen Staatsbürger auch die Quarantäne verbringen sollen. Das absolute Reiseverbot und speziell die Androhung von Gefängnis- und Geldbussen bei Verstössen hatten der Regierung viel Kritik eingebracht. Gegner monierten, der Premierminister lasse die eigenen Bürger im Stich.

Deutsche Produktion zieht im März merklich an

Die deutsche Wirtschaft hat ihre Produktion im März erstmals in diesem Jahr erhöht. Industrie, Bau und Energieversorger stellten zusammen 2,5 Prozent mehr her als im Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Freitag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten einen Anstieg um 2,3 Prozent erwartet. Im Vergleich zum Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Corona-Einschränkungen, lag die Produktion um 4,3 Prozent niedriger.

Besonders in der Industrie stehen die Weichen auf Aufschwung: Ihre Produktionserwartungen sind aktuell so hoch wie seit 30 Jahren nicht mehr. Der entsprechende Indikator stieg im April um 2,9 auf 33,1 Punkte, wie das Ifo-Institut zu seiner monatlichen Umfrage unter Unternehmen mitteilte. Dies ist der höchste Stand seit 1991. «Die Auftragsbücher füllen sich, und es gibt immer noch Nachholbedarf nach dem Krisenjahr», sagte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe. Nahezu alle Branchen kündigen Produktionssteigerungen demnach an. «Insbesondere die Elektronindustrie und die Automobilbranche wollen ihre Produktion stark ausweiten», sagte Wohlrabe.

BMW bleibt vorsichtig – bestätigt Prognose trotz Gewinnsprung

Der Autobauer BMW bleibt angesichts der Risiken vorsichtig und hält trotz eines Gewinnsprungs im ersten Quartal an seiner Jahresprognose fest. Der Gewinn unterm Strich verfünffachte sich nahezu im Vergleich zum coronabedingt schwachen Vorjahresquartal auf 2,8 Milliarden Euro, wie das Dax-Unternehmen am Freitag in München mitteilte.

(Bild: Keystone)
Arbeitslosenquote geht im April weiter zurück

Die Lage am Schweizer Arbeitsmarkt hat sich im April weiter aufgehellt. Das zeigen die am Freitag vom Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) veröffentlichten Daten. Ein wichtiges Auffangnetz für viele Firmen und Arbeitnehmer bleibt in der Coronakrise die Kurzarbeit.

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(Symbolbild: Keystone)
Neue Einreiseregeln auf Island – Quarantänehotel für Reisende

Auf Island sind am Freitag, 7. Mai, neue Regeln für die Einreise in Kraft getreten. Gemäss dem neuen System werden die Kriterien geändert, inwieweit Länder als Hochrisikogebiete betrachtet werden: Neben der 14-Tages-Inzidenz schauen die Isländer nun auch darauf, wie hoch der prozentuale Anteil an positiven Corona-Tests an der gesamten Testmenge ist.

Deutschland sowie fast 150 weitere Länder und Gebiete gelten laut Auflistung der isländischen Regierung ab jetzt als Hochrisikogebiete. Für deutsche Island-Urlauber ohne Corona-Impfung oder überstandene Infektion bedeutet das, dass für sie Quarantäne in einer dafür vorgesehenen Einrichtung wie einem Quarantänehotel vorgeschrieben ist. Wie Reisende aus 129 anderen Staaten sowie von den spanischen Inseln können sie aber eine Ausnahme davon beantragen. Darin müssen sie vor Reiseantritt hinreichend aufzeigen, dass sie auch in einer von ihnen gewählten Bleibe alle Quarantäneregeln erfüllen werden.

(Bild: Keystone)
Bund steht vor der Einführung eines Tests für indische Variante

Das BAG steht in Zusammenarbeit mit den Labors vor der Einführung eines neuen Tests, mit dem die indische Variante des Coronavirus rasch erkannt werden soll.

Ein solcher Test werde bald vorliegen, sagte Fosca Gattoni, Leiterin der Corona-Test-Arbeitsgruppe beim BAG, in einem Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung» (Freitagausgabe). Die Schweiz nehme das Thema sehr ernst. Sie sei eines der Länder, die am meisten positive Testergebnisse sequenziere, um neue Mutationen zu entdecken.

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Das BAG steht in Zusammenarbeit mit den Labors vor der Einführung eines neuen Tests, mit dem die indische Variante des Coronavirus rasch erkannt werden soll. (Symbolbild: Keystone)
Frankreich blockiert EU-Bestellung von BioNTech/Pfizer-Impfstoff

Frankreich blockiert laut einem Zeitungsbericht eine Bestellung der EU-Kommission von bis zu 1,8 Milliarden Impfdosen der Hersteller BioNTech/Pfizer. Die Mitgliedsstaaten befürchteten nun, die EU könne mit ihrer Bestellung zu spät kommen und einen Teil des Kontingents verlieren, berichtete deutsche Tageszeitung «Welt» (Freitagausgabe) vorab unter Berufung auf EU-Diplomaten.

Frankreich blockiert laut einem Zeitungsbericht eine Bestellung der EU-Kommission von bis zu 1,8 Milliarden Impfdosen der Hersteller BioNTech/Pfizer. (Symbolbild: Keystone)

«Das wäre eine Katastrophe, für die Frankreich verantwortlich wäre», zitierte das Blatt einen Diplomaten. Über die Motive der Regierung in Paris werde spekuliert. Offenbar gehe es darum, Produktionskapazitäten für den BioNTech-Impfstoff nach Frankreich zu holen und heimische Unternehmen stärker in die Fertigung einzubinden.

Australien öffnet Grenzen vielleicht erst Mitte 2022

Australiens Handelsminister Dan Tehan hält es für möglich, dass die internationalen Grenzen erst Mitte kommenden Jahres wieder komplett geöffnet sein werden. Er hoffe, dass weitere Öffnungsvereinbarungen – sogenannte «Reiseblasen» – zwischen Staaten getroffen werden könnten, wie sie bereits zwischen seinem Land und Neuseeland existierten, sagte Tehan dem Sender Sky News.

In den USA bereits mehr als 250 Millionen Impfungen verabreicht

Seit Beginn der Corona-Impfkampagne in den USA Mitte Dezember sind bereits mehr als 250 Millionen Impfungen verabreicht worden. Rund 57 Prozent aller Erwachsenen bekamen bislang mindestens eine Impfdosis, 42 Prozent sind bereits vollständig geimpft, wie Daten der US-Gesundheitsbehörde CDC am Donnerstag, 6. Mai, zeigten. In der Gruppe der über 65-Jährigen sind demnach bereits 70 Prozent der Menschen abschliessend geimpft.

Seit Beginn der Corona-Impfkampagne in den USA Mitte Dezember sind bereits mehr als 250 Millionen Impfungen verabreicht worden. (Bild: Keystone)

Insgesamt wurden bislang 252 Millionen Dosen verabreicht, wie das CDC berichtete. In den Vereinigten Staaten ist neben den Impfstoffen von Moderna und Biontech/Pfizer, bei denen je zwei Dosen gespritzt werden, auch der Impfstoff von Johnson & Johnson im Einsatz. Dieser entfaltet bereits nach einer Dosis seine volle Wirkung.

Am Höhepunkt der Impfkampagne in den USA wurden täglich mehr als drei Millionen Menschen geimpft. Inzwischen verlangsamt sich das Tempo wegen nachlassender Nachfrage vielerorts etwas. Nach den CDC-Daten bekamen bislang knapp 149 Millionen Menschen mindestens eine Impfdosis, 109 Millionen Menschen sind bereits vollständig geimpft.

Bundesregierung steht Freigabe von Impfpatenten skeptisch gegenüber

Die Bundesregierung steht einer Freigabe von Impfstoff-Patenten skeptisch gegenüber. «Der Schutz von geistigem Eigentum ist Quelle von Innovation und muss es auch in Zukunft bleiben», sagte eine Regierungssprecherin der «Süddeutschen Zeitung» am Donnerstag. Der limitierende Faktor bei der Herstellung von Impfstoffen seien die Produktionskapazitäten und die hohen Qualitätsstandards, nicht die Patente an sich. Die Bundesregierung arbeite in vielerlei Hinsicht daran, «wie wir innerhalb Deutschlands und innerhalb der Europäischen Union, aber auch weltweit die Kapazitäten für die Produktion verbessern können und dies tun auch die betroffenen Unternehmen», so die Sprecherin.

Die US-Regierung hatte vorgeschlagen, dass der Patentschutz von Pharmafirmen auf ihre Corona-Impfstoffe vorübergehend entfallen soll. Hersteller in aller Welt könnten dann die Impfstoffe produzieren, ohne Lizenzgebühren an die Unternehmen zu zahlen, die die Mittel entwickelt haben. Die Pharmafirmen lehnen den Vorschlag ab.

Schweiz gegen Aufhebung des Patentschutzes - prüft aber US-Position

Die Schweiz ist weiterhin der Ansicht, dass die Aufhebung des Patentschutzes bei Impfstoffen im Kampf gegen die Pandemie nicht die richtige Lösung ist. Sie werde aber «den neuen Vorschlag» aus Washington evaluieren.

Die Ankündigung der USA sei «bedeutsam», teilte das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Donnerstagabend auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Laut Seco werde diese vorübergehende Aussetzung aber keinen «fairen, bezahlbaren und schnellen» Zugang zu Impfstoffen und anderen Technologien gegen die Pandemie garantieren.

Didier Chambovey. (Bild: Keystone)

Die Schweiz sei davon überzeugt, dass es keine einfache Lösung gebe, da es so viele Komponenten zu berücksichtigen gebe und eine Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren erforderlich sei. Botschafter Didier Chambovey, Leiter der Ständigen Mission der Schweiz bei der Welthandelsorganisation (WTO), erklärte zudem erneut, dass die Pharmaunternehmen nicht in ihrem Innovationsstreben entmutigt werden sollten.

Auch Schweizer Nationalspieler können sich impfen lassen

Wie die potenziellen Schweizer Olympia-Teilnehmer an den Sommerspielen in Tokio haben auch die Spieler und der Staff der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft seit Anfang Mai die Möglichkeit, sich in der Schweiz im Vorfeld der am 11. Juni in Rom beginnenden Europameisterschaft gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

Die Impfung beruht auf Freiwilligkeit. Ob und wie die Möglichkeit wahrgenommen wird, ist sehr individuell, weil die Mehrheit der Spieler bei ausländischen Klubs engagiert ist. Zudem haben einige wie Xherdan Shaqiri oder Manuel Akanji bereits eine COVID-19-Erkrankung durchgemacht.

Ziel ist es, dass diejenigen, die sich impfen lassen möchten, spätestens zu Beginn des EM-Trainingslagers in Bad Ragaz (ab dem 26. Mai) die erste Impfdosis erhalten. Die zweite Injektion würde erst nach der Rückkehr von der EM erfolgen. Das erste EM-Spiel bestreitet die Schweiz am 12. Juni in Baku gegen Wales.

Immer weniger Coronavirus-Ansteckungen - Auch R-Zahl nimmt ab

Die Zahl gemeldeter Ansteckungen mit dem Coronavirus nimmt in der Schweiz und in Liechtenstein weiter deutlich ab: dies zeigt ein Vergleich der zwei zurückliegenden Wochen. Auch die Zahl der Spitaleinweisungen ist rückläufig. Auf der anderen Seite sind im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung mehr Menschen gestorben.

Das meldete das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag in seinem neuesten Wochenbericht. Vom 26. April bis 2. Mai wurden 11’915 laborbestätigte Fälle gemeldet, gegenüber 14’570 in der Woche davor. Das entspricht einer Abnahme um 18,2 Prozent.

Der Anteil der mutierten Coronaviren lag bei 98 Prozent der 264 darauf analysierten Proben. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung stieg mit 60 Fällen markant. In der Vorwoche waren es noch 44 gewesen.

Die Inzidenz der laborbestätigten Fälle lag zwischen 93 Fällen pro 100’000 Einwohnerinnen und Einwohnern im Tessin und 373 im Kanton Uri.

Russland: 20 Millionen weltweit mit Sputnik V gegen Corona geimpft

Im Kampf gegen das Coronavirus haben weltweit mehr als 20 Millionen Menschen mindestens eine Injektion mit dem russischen Impfstoff Sputnik V bekommen. Das teilte der staatliche Direktinvestmentfonds RDIF am Donnerstag mit, der das Vakzin im Ausland vermarktet.

Sputnik V besteht aus zwei Komponenten und ist nach Angaben aus Moskau in mehr als 60 Ländern zugelassen, in denen insgesamt 3,2 Milliarden Menschen leben. Der Weltgesundheitsorganisation WHO zufolge wurden weltweit bereits mehr als eine Milliarde Impfdosen verschiedener Wirkstoffe verabreicht.

(Bild: Keystone)

Russlands Präsident Wladimir Putin zeigte sich offen, den Patentschutz auf Impfstoffe auszusetzen. Diese Idee verdiene Beachtung, sagte er der Agentur Interfax zufolge. «Eine Pandemie ist ein Notfall.» Die USA hatten zuletzt die Debatte angeheizt, dass Pharmafirmen vorübergehend den Patentschutz verlieren sollen.

Nach Putins Angaben steht in Russland nun ein weiterer Impfstoff bereit: die «Light-Version» von Sputnik V, mit der man nur eine Injektion benötigt. Dem Direktinvestmentfonds zufolge hat das Vakzin eine Wirksamkeit von fast 80 Prozent. Nach früheren Angaben soll «Sputnik Light» zwar weniger lange Schutz bieten, dafür aber schneller wirksam sein. Der Wirkstoff werde dazu beitragen, die Ausbreitung des Coronavirus durch eine schnellere Immunisierung grösserer Bevölkerungsgruppen zu verhindern, teilte das Gamaleja-Forschungszentrum für Epidemiologie und Mikrobiologie mit.

Uni Zürich findet Biomarker, der schwere Corona-Verläufe vorhersagt

Forschende an der Universität Zürich haben den ersten zuverlässigen Anhaltspunkt ermittelt, der voraussagt, ob ein Corona-positiver Mensch einen schweren Krankheitsverlauf haben wird: Die Anzahl sogenannter Killer-T-Zellen, einer Klasse der weissen Blutkörperchen. Lesen Sie hier mehr. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Deutlich weniger Corona-Ansteckungen im Vergleich zur Vorwoche

Die Zahl gemeldeter Ansteckungen mit dem Coronavirus hat in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein in der Woche vom 26. April bis 2. Mai (Woche 17) im Vergleich zur Vorwoche deutlich abgenommen, ebenso die Anzahl der Spitaleinweisungen. Deutlich zugenommen hat allerdings die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Erkrankung.

Das meldete das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag in seinem neuesten Wochenbericht. In der Woche 17 wurden 11’915 laborbestätigte Fälle gemeldet, gegenüber 14’570 in der Vorwoche. Das entspricht einer deutlichen Abnahme um 18,2 Prozent.

Der Anteil der mutierten Coronaviren lag bei 98 Prozent der 264 darauf analysierten Proben. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung ist mit 60 Fällen markant gestiegen. In der Vorwoche waren es 44.

Die Inzidenz der laborbestätigten Fälle lag zwischen 93 Fällen pro 100’000 Einwohnerinnen und Einwohnern im Tessin und 373 im Kanton Uri. Landesweit lag die Inzidenz bei 168 pro 100’000.

Céline Dion verschiebt ihre Schweizer Konzerte auf 2022 und 2023

Nach etlichen Verschiebungen ihrer Schweizer Auftritte ist klar: Der kanadische Superstar Céline Dion kommt am 17. Juli 2023 ans Paléo Festival in Nyon. Im Rahmen ihrer «Courage»-Welttournee wird sie am 15. und 16. Juni 2022 ausserdem im Hallenstadion auftreten.

Für alle diese Konzerte, so teilen das Paléo Festival in einer Medienmitteilung und das Hallenstadion auf der Website mit, gilt: Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit.

(Bild: Keystone)

In der Deutschschweiz ist Céline Dion zuletzt 2017 im Stadion Wankdorf in Bern aufgetreten. In der Romandie hat sie seit 2008 nicht mehr gesungen. Die 53-Jährige hat eine besondere Beziehung zur Schweiz. 1988 vertrat sie die Schweiz in Dublin am Eurovision Song Contest mit dem Song «Ne partez pas sans moi».

Das nächste Paléo Festival Nyon findet vom 19. bis 24. Juli 2022 statt.

Corona-Impfstoffe: Afrika setzt auf Unterstützer des US-Vorstosses

Nach Ankündigung der US-Regierung, sich für die Aussetzung des Patentschutzes auf Covid-19-Impftstoffe einzusetzen, werden in Afrika Forderungen nach Unterstützung des US-Vorstosses laut.

«Die Ankündigung ist ein bedeutender Schritt in die richtige Richtung – die (USA) tun das Richtige zur rechten Zeit», sagte John Nkengasong von der Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union (AU), der Africa CDC. Es sei höchste Zeit für ähnlich mutige Schritte: «Das ist ein Appell an die internationale Gemeinschaft: seid bitte auf der rechten Seite der Geschichte.»

Insgesamt sechs Länder in Afrika stellten bereits Impfstoffe her, aber notwendig seien nun Partnerschaften und auch entsprechende Anreize, sagte Nkengasong.

Schweiz unterstützt Indien mit medizinischen Hilfsgütern

Ein Frachtflugzeug ist am Donnerstag mit 13 Tonnen medizinischen Hilfsgütern von Zürich nach Neu Delhi geflogen. Die Schweiz unterstützt Indien mit rund drei Millionen Franken bei der Bekämpfung von Covid-19. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
BAG meldet 1'687 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag innerhalb von 24 Stunden 1687 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 41 neue Todesfälle und 77 Spitaleinweisungen.

Die Zahlen zu den Hospitalisationen hat das BAG allerdings am Donnerstag angepasst. Ferner hat es Falsch- und Doppelmeldungen bereinigt sowie Nachmeldungen aus dem Zeitraum November 2020 bis Anfang April 2021 erfasst. Aus diesem Grund seien zusätzlich 17 Spitaleinweisungen aufgeführt worden, sonst hätte die Zahl 60 betragen. Dasselbe gilt für die Todesfälle: Dort kamen 33 zu den acht neuen hinzu. Mehr dazu hier.

82 Prozent der Lehrstellen besetzt – Sorge um Ausbildungsqualität

Der Lehrstellenmarkt ist 2021 besser auf die Corona-Pandemie vorbereitet als vor Jahresfrist. Der Anteil noch offener Lehrstellen war gemäss einer Erhebung im April 2021 deutlicher tiefer als im April 2020. Schutzmassnahmen in den Lehrbetrieben, Homeoffice und Quarantäne wirkten sich allerdings negativ aus auf die Qualität der Ausbildung.

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Der Lehrstellenmarkt ist 2021 besser auf die Corona-Pandemie vorbereitet als vor Jahresfrist. (Symbolbild: Keystone)
EU-Einreisestopp gilt nicht mehr für Israel

Reisende aus Israel können künftig wieder problemlos in die Europäische Union einreisen. Aufgrund der verbesserten Corona-Lage gilt für das Land eine Ausnahme der zu Beginn der Corona-Pandemie eingeführten Einreisebeschränkungen, wie der Rat der EU-Staaten am Donnerstag mitteilte.

Auf Einreisestopps hatten sich bereits zu Beginn der Corona-Pandemie alle EU-Staaten ausser Irland sowie die Nicht-EU-Staaten Schweiz, Norwegen, Liechtenstein und Island verständigt. Demnach sind alle nicht zwingend notwendigen Reisen in die EU verboten. Rechtlich bindend ist der Einreisestopp allerdings nicht. Zudem gelten Ausnahmen etwa für EU-Bürger und ihre Familien.

Auf der Liste jener Staaten, aus denen die Einreise möglich ist, stehen neben Israel sechs weitere Länder: Australien, Neuseeland, Ruanda, Singapur, Südkorea und Thailand. Für alle anderen Staaten gelten drastische Einschränkungen. Die Liste wird regelmässig überarbeitet.

Bund sichert sich weitere 7 Millionen Dosen von Moderna-Impfstoff

Der Bund hat weitere sieben Millionen Dosen Moderna-Impfstoff bestellt. Die Lieferung ist für Anfang 2022 vorgesehen. Weiter hat sich der Bund eine Option für zusätzliche sieben Millionen Dosen für 2022 gesichert, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitteilte.

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Debatte um Patente: China will Zugang zu Impfstoffen verbessern

In der Debatte über eine mögliche Aussetzung der Patente von Corona-Impfstoffen hat sich China allgemein für einen besseren Zugang zu Vakzinen ausgesprochen. «Wir schauen konstruktiven und positiven Diskussionen im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO) für wirksame und ausgewogene Ergebnisse entgegen», sagte der Sprecher des Aussenministeriums, Wang Wenbin, am Donnerstag lediglich auf Fragen von Journalisten, ob China eine von den USA vorgeschlagene Aussetzung der Patente unterstützen würde.

Alle Länder hätten eine Verantwortung, gegen die Pandemie zu kämpfen. Auch sollten alle gleich sein, wenn es um Zugang zu Impfstoffen gehe, sagte der Sprecher. China unterstütze die internationale Kooperation bei Vakzinen gegen Covid-19. «Wir werden Impfstoffe weiterhin zu einem öffentlichen Gut machen und dazu beitragen, dass sie in Entwicklungsländern zunehmend bezahlbar und zugänglich sind.»

Münchener Rück lässt sich von Corona nicht mehr bremsen

Die Folgen der Corona-Pandemie halten sich für die Münchener Rück in diesem Jahr trotz hoher Totenzahlen in den USA und in Südafrika in Grenzen. Der weltgrösste Rückversicherer gehe «ziemlich unverändert» von einer Covid-19-Schadenbelastung von 600 Millionen Euro aus, sagte Finanzvorstand Christoph Jurecka am Donnerstag in München.

Aargauer Regierung fordert vom Bund eine Langfristperspektive

Der Aargauer Regierungsrat fordert vom Bundesrat die Erarbeitung einer strategischen Langfristperspektive zur Bewältigung der Corona-Pandemie. So sollen die nach der Durchimpfung der Bevölkerung nach wie vor bestehenden Risiken minimiert werden, wie der Regierungsrat festhält.

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Der Aargauer Regierungsrat erwartet vom Bundesrat, dass er eine strategische Langfristperspektive zur Pandemie ausarbeitet. (Symbolbild: Keystone)
Grünes Licht für die Tour de Suisse 2021

Die Tour de Suisse 2021 findet statt. Die Organisatoren erhielten von den 14 betroffenen Kantonen grünes Licht für die Durchführung. Die Landesrundfahrt mit Start am 6. Juni in Frauenfeld wird (fast) ohne Zuschauer und ohne Werbekolonne und Neben-Events ausgetragen.

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(Symbolbild: Keystone)
412'000 Neuinfektionen in Indien

In Indien ist ein weltweiter Höchststand bei den Corona-Neuinfektionen erfasst worden. Es wurden mehr als 412’000 Fälle in den vergangenen 24 Stunden gemeldet, wie Zahlen des Gesundheitsministeriums vom Donnerstag, 6. Mai, zeigten. Demnach starben 3’980 Menschen in Verbindung mit dem Coronavirus. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen – auch weil es in Teilen des Landes schwer ist, getestet zu werden und besonders in ländlichen Regionen viele zu Hause sterben und nicht immer in der Statistik auftauchen.

In Indien ist ein weltweiter Höchststand bei den Corona-Neuinfektionen erfasst worden. (Bild: Keystone)

Nach Kritik an der Geschwindigkeit und Transparenz der Verteilung der internationalen Hilfe im Land, bat der deutsche Botschafter Walter J. Lindner um Geduld. Gegenüber der Zeitung «The Hindu» sagte er: «Wenn man ankommende internationale Hilfe hat, gibt es immer eine Zeitverzögerung, bevor man Resultate sieht. Man muss Freigaben erhalten, dann muss man die Geräte manchmal auspacken und wiederverpacken, um sie zu nutzen. Das dauert ein paar Tage.»

Nach Angaben indischer Behörden haben mehr als 40 Länder Hilfslieferungen unter anderem in Form von Beatmungsgeräten und Sauerstoffkonzentratoren versprochen. Deutschland schickt eine grosse Sauerstoffgewinnungsanlage sowie 120 Beatmungsgeräte.

In absoluten Zahlen ist Indien mit seinen mehr als 1,3 Milliarden Einwohnerinnen und Einwohnern mit insgesamt mehr als 21 Millionen erfassten Corona-Infektionen hinter den USA am stärksten von der Pandemie betroffen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) machten vergangene Woche die in Indien erfassten Corona-Fälle fast die Hälfte aller weltweit gemeldeten Corona-Fälle aus.

Zürcher Demonstrations-Einschränkung war «unverhältnismässig»

Bis am 18. April waren im Kanton Zürich nur Demonstrationen bis maximal 15 Personen erlaubt. Das Zürcher Verwaltungsgericht hat diese Einschränkung nun als «unverhältnismässig» eingestuft. Sie habe gegen die Bundesverfassung verstossen. Ein Eingriff in die verfassungsrechtlich geschützte Meinungs- und Versammlungsfreiheit sei nur zulässig, wenn die Voraussetzungen dazu erfüllt seien, schreibt das Zürcher Verwaltungsgericht in seinem Urteil, das am Donnerstag publiziert wurde.

Die 15er-Regel, welche im Kanton Zürich galt, sei unverhältnismässig gewesen, vor allem angesichts des heutigen Wissenstandes zu den Corona-Ansteckungen und der geltenden Maskenpflicht an Demonstrationen.

Behörden könnten eine Demonstration zudem immer auch nicht bewilligen, schreibt das Gericht weiter. Das Verwaltungsgericht gab damit neun Personen eines linken Bündnisses aus dem Umfeld von Klimastreik und Frauendemos Recht, die gegen die Zürcher Demonstrations-Einschränkung Einsprache erhoben hatten.

Weitere Corona-Lockerungen in Dänemark: Kinos und Theater wieder auf

Die Däninnen und Dänen können jetzt wieder ins Kino und Theater gehen oder ihre Homeoffice-Kilos im Fitnessstudio abtrainieren. All diese Einrichtungen durften am Donnerstag, 6. Mai, gemäss dem dänischen Plan zur schrittweisen Abkehr von den geltenden Corona-Massnahmen erstmals seit Monaten wieder öffnen. Alle Schüler bis zur achten Klasse sowie die Abschlussklassen kehren nun komplett zum Präsenzunterricht zurück. Als Voraussetzung für einen Besuch im Kino, Theater oder Fitnessstudio gilt, dass man per App in seinem Corona-Pass einen maximal 72 Stunden alten negativen Test, eine Impfung oder eine überstandene Infektion vorweisen kann.

In den bereits vor zwei Wochen geöffneten Restaurants und Kneipen fällt darüber hinaus die Vorgabe weg, dass die Gäste bis zu 30 Minuten vorher einen Tisch bestellen müssen. Die Versammlungsgrenze in geschlossenen Räumen wurde nun zudem auf 25 Teilnehmer angehoben, draussen liegt sie jetzt bei 75.

In den bereits vor zwei Wochen geöffneten Restaurants fällt die Vorgabe weg, dass die Gäste bis zu 30 Minuten vorher einen Tisch bestellen müssen. (Bild: Keystone)

Die dänische Regierung und eine breite Mehrheit im Parlament in Kopenhagen hatten sich im März auf einen umfassenden Öffnungsplan geeinigt, mit dem die Beschränkungen des öffentlichen Lebens nach und nach zurückgefahren werden sollen. Trotz der bisherigen Öffnungsschritte sind die Neuinfektionszahlen relativ stabil geblieben, die Sieben-Tage-Inzidenz liegt seit Wochen unter 100.

Mehr Coronavirus-Infizierte brauchen Spitalpflege

Mehr Coronavirus-Infizierte brauchen derzeit Spitalpflege als in der letzten Pandemie-Welle. Deren Anteil liegt rund 50 Prozent höher als noch in der zweiten Welle. Zu diesem Schluss kommt die nationale Covid-19-Task-Force. Die Gesamtauslastung der zertifizierten Intensivbetten sei derzeit stabil und bleibe seit zehn Tagen bei rund 80 Prozent, heisst es im wissenschaftlichen Update der Task Force vom Donnerstag. Das Risiko einer Spitaleinweisung sei bei der jetzt in der Schweiz dominanten britischen Coronavirus-Variante B.1.1.7 erhöht.

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Mehr Coronavirus-Infizierte brauchen derzeit Spitalpflege als in der letzten Pandemie-Welle. (Bild: Keystone)
Pharmaverband kritisiert US-Signal zu Patenten auf Corona-Impfstoffe

Der Dachverband der Pharmafirmen (IFPMA) hat die Entscheidung der USA kritisiert, die vorübergehende Aufhebung des Patentschutzes bei Corona-Impfstoffen zu unterstützen.

Das werde die Impfstoffproduktion kaum ankurbeln, teilte der in Genf ansässige Verband internationaler Pharmahersteller in der Nacht zum Donnerstag, 6. Mai, mit. Problem seien vielmehr Handelsbarrieren sowie Mangel an Rohstoffen und Bestandteilen, die für die Herstellung der Impfstoffe nötig seien. Bei der Unterversorgung der ärmeren Länder könnten auch Regierungen reicher Länder in die Bresche springen und einen Teil der Impfdosen, die sie sich in bilateralen Verträgen gesichert haben, an ärmere Länder abgeben.

Rotes Kreuz ruft zu Solidarität bei Corona-Pandemiebekämpfung auf

500 Millionen Menschen gegen das Coronavirus impfen: Dieses Ziel haben sich die Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften gesetzt. Die Pandemie hat nach deren Einschätzung soziale Ungleichheiten verschärft und besonders verletzliche Bevölkerungsgruppen geschwächt.

Anlässlich des Weltrotkreuztags an diesem Samstag ruft das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) zu mehr Solidarität auf. Armut, Ernährungsunsicherheit und eine unzureichende öffentliche Gesundheitsversorgung führen dazu, dass die Pandemie insbesondere im globalen Süden die sozialen Ungleichheiten weiter verschärft, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst.

Auch ärmere Länder sollen Personen, die zu einer Risikogruppe gehören, so rasch wie möglich schützen können. Dazu brauchten sie genügend Impfstoff, aber auch massive Unterstützung bei den enormen logistischen Aufgaben, die sie zu bewältigen hätten.

Von der Leyen: EU offen für Debatte über Impfstoff-Patente

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen zeigt sich offen für eine Debatte über den US-Vorstoss zur Aussetzung von Corona-Impfstoffpatenten. «Die Europäische Union ist bereit, jeden Vorschlag zu diskutieren, der diese Krise wirksam und pragmatisch angeht», sagte von der Leyen am Donnerstag. Man müsse sehen, wie der US-Vorschlag diesem Ziel dienen könne. «Kurzfristig rufen wir jedoch alle Länder mit Impfstoffproduktion auf, Exporte zu erlauben und alles zu vermeiden, was Lieferketten stören könnte.»

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen zeigt sich offen für eine Debatte über den US-Vorstoss zur Aussetzung von Corona-Impfstoffpatenten. (Bild: Keystone)

Von der Leyen betonte in ihrer online übertragenen Rede für eine Konferenz in Italien: «Um es klar zu sagen, Europa ist die einzige demokratische Region der Welt, die Exporte im grossen Massstab erlaubt.» Bisher seien mehr als 200 Millionen Dosen Corona-Impfstoff in den Rest der Welt geliefert worden. Das sei fast so viel, wie hier in der EU verabreicht worden sei. Die EU sei die Apotheke der Welt.

Ein Jahr Covid-19-Pandemie: Unispitäler kommen die Grenzen

Die fünf Universitätsspitäler sind in der seit über einem Jahr grassierenden Covid-19-Pandemie personell und finanziell an ihre Grenzen gekommen. In der Bewältigung der grössten Krise des Gesundheitssystems seit Jahrzehnten spielen sie eine zentrale Rolle.

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Swiss streicht 780 Stellen

Die Fluggesellschasft Swiss baut aufgrund der anhaltenden weltweiten Corona-Pandemie den Personal- und den Flottenbestand ab. Von betrieblichen Kündigungen wären potenziell bis zu 780 Mitarbeitende am Boden und beim Fliegenden Personal betroffen, teilte die Lufthansatochter am Donnerstag mit. Die Flotte von 90 Flugzeugen soll um 15 Prozent gegenüber 2019 reduziert werden.

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US-Universität Harvard führt Corona-Impfpflicht für Studenten ein

Studierende der US-Universität Harvard müssen sich zum Beginn des neuen Semesters im Herbst gegen Corona impfen lassen. Ausnahmen würden nur aus medizinischen oder religiösen Gründen gewährt, hiess es. «Um die hohen Impfraten zu erreichen, die zum Schutz unserer Gemeinde erforderlich sind, wird Harvard die Corona-Impfung für alle Studenten vorschreiben, die sich in diesem Herbst auf dem Campus aufhalten werden», teilte die Hochschule in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts am Mittwoch (Ortszeit) mit. Zuvor hatten eine Reihe anderer US-Universitäten wie Yale, Columbia und Princeton bereits eine solche Impfpflicht eingeführt.

Studierende der US-Universität Harvard müssen sich zum Beginn des neuen Semesters im Herbst gegen Corona impfen lassen. (Bild: Keystone)

Vor ihrer Rückkehr zum Campus müssen Studenten ihre Impfung mit einem Vakzin abgeschlossen haben, das von der US-Arzneimittelbehörde FDA oder der Weltgesundheitsorganisation WHO zugelassen ist. Dies bedeute, dass seit der Verabreichung der letzten Impfdosis mindestens zwei Wochen verstrichen sein müssten, hiess es weiter. Internationalen Studierenden und anderen, die vor dem Herbst keinen Zugang dazu haben, will die Universität bei deren Ankunft eine Impfung anbieten.

Die diffizile Arbeit im Berner Biosicherheitslabor mit Coronaviren

Unter strengsten Sicherheitsregeln infizieren Forschende in einem Berner Labor menschliche Zellen mit dem Coronavirus. Sie wollen die Folgen der durch Sars-CoV-2 verursachten Entzündungsreaktionen im Herz-Kreislauf-System entschlüsseln. Mit Ganzkörper-Schutzanzügen, luftfiltrierenden Hauben mit Gesichtsvisieren und nur durch eine Schleuse mit zwei Türen gelangen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ins Biosicherheitslabor der Stufe 3.

Unter strengsten Sicherheitsregeln infizieren Forschende in einem Berner Labor menschliche Zellen mit dem Coronavirus. (Bild: Keystone)

Dieses befindet sich im Zentrum für Translationale Medizin und Unternehmertum in Bern (sitem-insel). Hier wird unter strengen Sicherheitsregeln an krankmachenden Mikroorganismen geforscht, die für Menschen hochansteckend sind – zum Beispiel Sars-CoV-2.

Im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms «Covid-19» (NFP78) versuchen die Forschenden um die Biomedizinerin und Studienleiterin Yvonne Döring von der Universität und des Inselspitals Bern, zellspezifische Reaktionen auf eine Infektion mit dem Coronavirus zu entschlüsseln. «Schwere Covid-19-Verläufe können Schäden in der Lunge anrichten», sagte Döring während eines Laborbesuchs gegenüber Keystone-SDA. «Gleichzeitig wissen wir auch, dass die Krankheit auch andere Organe im Mitleidenschaft zieht.»

Moderna: Booster-Dosis wirkt auch gegen Varianten

Eine Auffrischungsdosis des Corona-Impfstoffs von Moderna wirkt gemäss ersten Daten des US-Unternehmens gut gegen Coronavirus-Varianten. Das Unternehmen veröffentlichte am Mittwoch, 4. Mai, Daten aus einer laufenden Studie zu zwei verschiedenen sogenannten Booster-Dosen – einerseits mit dem bereits in vielen Ländern der Welt zugelassenen Impfstoff und andererseits mit einer auf Basis der zuerst in Südafrika identifizierten Virus-Variante entwickelten Booster-Dosis.

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Eine Auffrischungsdosis des Corona-Impfstoffs von Moderna wirkt gemäss ersten Daten des US-Unternehmens gut gegen Coronavirus-Varianten. (Bild: Keystone)
Paypal mit Rekordquartal – Online-Zahlungen boomen in Corona-Zeiten

Der Trend zum Einkaufen im Internet beschert dem Online-Bezahldienst Paypal in der Corona-Krise weiter glänzende Geschäfte. Im ersten Quartal 2021 stieg der Betriebsgewinn im Jahresvergleich um 162 Prozent auf 1,0 Milliarden Dollar, wie Paypal am Mittwoch, 5. Mai, nach US-Börsenschluss mitteilte. Der Umsatz legten um 29 Prozent auf 6,0 Milliarden Dollar zu. Das gesamte von Paypal abgewickelte Zahlungsvolumen wuchs um 50 Prozent.

Der Trend zum Einkaufen im Internet beschert dem Online-Bezahldienst Paypal in der Corona-Krise weiter glänzende Geschäfte. (Bild: Keystone)

Die zunehmende Verlagerung des Konsums ins Internet habe im ersten Quartal weiter für Schwung gesorgt und Paypal zu seinem bislang stärksten Jahresauftakt verholfen, sagte Vorstandschef Dan Schulman.

Auch Anlegern gefielen die Zahlen. Die Aktie reagierte nachbörslich mit deutlichen Kursgewinnen. Für gute Stimmung am Markt sorgte auch der Geschäftsausblick. Paypal stellte für das laufende Quartal ein kräftiges Wachstum in Aussicht und hob zudem seine Jahresziele an.

WHO bezeichnet US-Entscheidung zu Corona-Patenten als «historisch»

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Unterstützung der US-Regierung für die Aussetzung von Patenten für die Corona-Impfstoffe als «historische Entscheidung» begrüsst. Dies sei ein wichtiger Meilenstein im Kampf gegen die Pandemie, erklärte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch über Twitter. Die Entscheidung sei ein eindrucksvolles Beispiel der amerikanischen Führungsrolle in Fragen der globalen Gesundheit, schrieb er. Damit könne die globale Ungleichheit bei den Impfstoffen bekämpft werden, um gemeinsam daran zu arbeiten, «diese Pandemie zu beenden».

Die US-Regierung hatte unmittelbar zuvor bekanntgegeben, dass sie sich im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO) für ein Abkommen zur zeitweisen Aussetzung der Patente stark machen will. Mehr als 100 WTO-Mitgliedsländer wollen die Rechte am geistigen Eigentum für die Impfstoffe aussetzen, damit mehr Firmen in mehr Staaten Impfstoffe herstellen können. Wichtige Herkunftsländer der Pharmaindustrie wie die USA blockierten das von Südafrika und Indien angestossene Vorhaben bislang. Die Pharmaindustrie wehrte sich auch dagegen.

USA unterstützen Aussetzung von Patenten für Corona-Impfstoffe

Für den Kampf zur weltweiten Eindämmung der Pandemie unterstützt die US-Regierung die Aussetzung von Patenten für die Corona-Impfstoffe. Die USA stünden hinter dem Schutz geistigen Eigentums, die Pandemie sei aber eine globale Krise, die ausserordentliche Schritte erfordere, erklärte die US-Handelsbeauftragte Katherine Tai am 5. Mai. Das Ziel sei, «so viele sichere und wirksame Impfungen so schnell wie möglich zu so vielen Menschen wie möglich zu bringen», sagte Tai.

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(Symbolbild: Keystone)
Laufzeit von Grünem Pass in Israel wird verlängert

Die Laufzeit des Grünen Passes für alle Menschen in Israel, die gegen das Coronavirus geimpft oder von einer Erkrankung genesen sind, wird bis Jahresende verlängert. Dies teilte das Gesundheitsministerium des Landes am 5. Mai mit. Der Pass war für Geimpfte bislang ein halbes Jahr gültig, beginnend ab dem siebten Tag nach der Zweitimpfung. Unklar blieb bislang, ob anschliessend eine Folgeimpfung notwendig ist. Auch Genesene können sich in Israel mittlerweile impfen lassen.

(Bild: Keystone)

Der Impfstoff scheine mindestens bis Jahresende zu wirken, erklärte der Generaldirektor des Ministeriums, Chesi Levy, zur Verlängerung der Laufzeit. Er mahnte, weiter Distanz zu halten und in Innenräumen Masken zu tragen.

Kampf gegen Corona: Malta hat bald die Hälfte der Bürger geimpft

Das kleine EU-Land Malta kommt seinem Ziel näher, bis Ende Juni eine Impfquote um die 70 Prozent zu erreichen. Schon jetzt haben 47 Prozent aller 514’000 Einwohner und Einwohnerinnen mindestens eine Impfdosis erhalten, wie Daten des Gesundheitsministeriums in Valletta am Mittwoch, 5. Mai, zeigten.

Bezogen nur auf die Erwachsenen lag die Impfquote sogar bei rund 55 Prozent. Ausserdem gehen die Zahlen der Corona-Neuinfektionen in dem Inselstaat deutlich zurück. Mit den im internationalen Vergleich hohen Impfquoten will das Mittelmeerland sich als sicheres Reiseziel profilieren.

Kantone wollen Pilotversuche auch für Clubs

Der Vorstand der kantonalen Gesundheitsdirektionen will auch Anbietern von kleineren und mittleren Veranstaltungen wie Hochzeiten, Geburtstagen oder Beerdigungen bald eine Perspektive bieten. Und er bittet den Bundesrat, auch Pilotversuche für Clubs vorzusehen. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Lokalbesuch trotz Ausgangssperre: Slowakische Politiker treten zurück

Zwei führende Politiker der slowakischen Regierungspartei Für die Menschen haben am Mittwoch, 5. Mai 2021, ihren Rücktritt erklärt, weil sie von Journalisten trotz geltender Corona-Ausgangssperre bei einem unerlaubten Lokalbesuch ertappt worden waren.

Die Boulevardzeitung «Plus7dni» veröffentlichte Fotos, die belegten, dass sich Vize-Parlamentspräsident Juraj Šeliga und seine Parteikollegin Jana Žitňanská  während der nächtlichen Ausgangssperre mit dem liberalen Präsidenten der Region Bratislava in einer Kneipe getroffen hatten, die einem politisch nahestehenden Journalisten gehört. Juraj Šeliga habe auf dem Nachhauseweg betrunken gewirkt, berichtete das Medium.

Kanada lässt BioNTech-Impfstoff für 12- bis 15-Jährige zu

In Kanada darf der Corona-Impfstoff von BioNTech/Pfizer nun auch 12- bis 15-Jährigen verabreicht werden. Dies teilte die federführende Gesundheitsbehörde am 5. Mai mit. Sie bezeichnete die Genehmigung als wichtigen Meilenstein im Kampf gegen die Pandemie. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Mehr Patienten auf Intensivstationen – fast 1'800 neue Corona-Fälle

Immer mehr Covid-Patienten müssen wegen der britischen Virusvariante auf der Intensivstation behandelt werden. Das Gesundheitspersonal befindet sich im Dauerstress.

Die britische Virusvariante führt etwa 50 Prozent häufiger zum Tod als die früher dominierende Virusvariante. Immer mehr Hospitalisierte müssten zudem auf der Intensivstation behandelt werden, sagte Urs Karrer, Vizepräsident der wissenschaftlichen Covid-19-Task Force des Bundes, am Mittwoch, 5. Mai 2021, vor den Medien in Bern.

Seien es in der ersten Welle 15 Prozent gewesen, müssten nun 30 Prozent der Hospitalisierten auf die Intensivstation verlegt werden, sagte Karrer. Mit der neuen Virus-Variante seien auch 50- bis 60-Jährige zur Risikogruppe geworden. Viele schwer Erkrankte seien zwischen 40 und 50 Jahre alt.

Tessin: Entlassener Lehrer reicht Beschwerde ein

Der Lehrer, der Anfang März an einer illegalen Party in einer Schule in Locarno teilnahm, hat gegen seine Entlassung Beschwerde eingereicht. Das kantonale Verwaltungsgericht bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA entsprechende Berichte in den Tessiner Medien.

(Bild: Keystone)

Der Lehrer hatte am 10. März mit anderen Personen in einer Locarneser Mittelschule ein illegales Fest gefeiert. Bilder und Videos der Party waren auf Social Media-Kanälen veröffentlicht worden. An der Party war gemäss einer Mitteilung des Tessiner Bildungsdepartements auch Alkohol konsumiert worden.

Wenige Tage nach der illegalen Party wurde der Mann mit sofortiger Wirkung entlassen.

Keine reguläre Münchner Sicherheitskonferenz in diesem Jahr

Die Münchner Sicherheitskonferenz wird wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht in der üblichen Form als Treffen mit hunderten Teilnehmern stattfinden. Einen entsprechenden Bericht der «Bild»-Zeitung bestätigte der Sprecher der Konferenz, Christian Thiels, am Mittwoch der Nachrichtenagentur DPA.

(Bild: Keystone)

«In den vergangenen Monaten haben wir intensiv geprüft, ob, wann und wo wir die Sicherheitskonferenz in diesem Jahr durchführen können», sagte Christian Thiels der DPA. Mehrere Optionen seien erwogen worden. «Im Ergebnis sind wir zur Entscheidung gelangt, keine Präsenzveranstaltung durchzuführen.» Es seien aber stattdessen kleinere Veranstaltungen angedacht, deren Gestaltung von der Pandemielage abhängig gemacht werde.

Tourismusbranche fordert zeitnah weitere Lockerungen

Die Schweizer Tourismusbranche hat an ihrem jüngsten Treffen mit drei Mitgliedern des Bundesrates «zeitnah weitere Lockerungen» der Corona-Massnahmen verlangt. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Serbien bietet rund 25 Euro für Corona-Impfungen

Um die weit verbreitete Impfskepsis in der Bevölkerung des Balkanlandes zu überwinden, will Serbien den Bürgern Geld für eine Corona-Impfung zahlen.

Wer sich bisher impfen liess oder bis zum 31. Mai eine Impfung erhält, soll eine einmalige Unterstützung in Höhe von 3’000 Dinar (25 Euro) erhalten, gab Präsident Aleksandar Vučić am Mittwoch in Belgrad bekannt. Durchschnittlich verdienen Serben derzeit 520 Euro im Monat.

(Bild: Keystone)

Diskriminierende Einschränkungen für Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen, kämen nicht infrage, sagte Vučić dem regierungsnahen privaten Fernsehsender Pink. Er halte es für «verantwortungslos und egoistisch», wenn sich jemand nicht impfen lassen möchte. «Deshalb haben wir darüber nachgedacht, wie wir Menschen belohnen können, die Verantwortung an den Tag legen.»

Berlin bekommt Pandemiefrühwarnzentrum der WHO

In Berlin entsteht eine Art Pandemiefrühwarnzentrum der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Das Zentrum soll im Herbst an den Start gehen, wie der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn zusammen mit WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus ankündigte.

Es soll die Kooperation unter Ländern und Wissenschaftsinstituten in aller Welt stärken und helfen, früh Hinweise auf mögliche Pandemieausbrüche zu erkennen.

«Eine Lektion aus der Covid-19-Pandemie ist, dass die Welt einen bedeutenden Sprung in der Datenanalyse machen muss, damit Politiker auf dieser Basis Entscheidungen zur öffentlichen Gesundheit treffen können», sagte Tedros. Die Anschubfinanzierung in Höhe von 30 Millionen Euro kommt von der Bundesregierung.

Möglicherweise gibt es künftig zwei Covid-Zertifikate

Mit dem Covid-19-Zertifikat des Apothekerverbands und der Ärztevereinigung FMH sowie dem Zertifikat des Bundes, könnte es künftig zwei Zertifikate geben. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Was bisher geschah

Die bisherigen Kurzmeldungen aus der Schweiz und der Welt zu Corona finden Sie hier.

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