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Der Telebasel-Talk vom 5. Mai 2021.
Region

Streit im Talk um die Verlängerung der Tramlinie 14

Die Tramlinie 14 soll von Pratteln nach Augst verlängert werden. Zu teuer, sagt ein Referendumskomitee. Am 13. Juni 2021 wird das Baselbiet darüber abstimmen.

Beim Streit um die Verlängerung der Tramlinie 14 geht es um die Frage: Soll man das Gebiet möglichst rasch als Erschliessungsgebiet bewirtschaften oder dessen Bebauung mit einer Denkpause belegen. (Kürzlich hat die Regierung eine Initiative für ein Baumoratorium von 15 Jahren endgültig gebodigt).

Der Landrat hat mit 63 zu 13 Stimmen einen Projektierungskredit von 8,5 Millionen Franken für die Tramlinie 14 genehmigt. In der Abstimmung vom 13. Juni geht es um den erwähnten Kredit, und um den vorgezogenen Landerwerb im Umfang von sieben Millionen Franken und um den Bau des provisorischen Busbahnhofs Augst im Umfang von 1,6 Millionen Franken.

Die Befürworter sprechen von «Entwicklungsgebiet»

Das Ja-Komitee liest sich wie ein BL-politisches Who is Who. Die grüne Ständerätin Maya Graf verbindet sich mit Mitte-Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter oder mit BLT-Direktor Andreas Büttiker. Sie sehen in Salina Raurica einen Wohn- und Arbeitsraum, ein «städtisches» Entwicklungsareal, das Firmen und Investoren anziehen soll.

Die Verlängerung der Tramlinie sei ein «Leuchtturmprojekt», das das Gebiet optimal und umweltfreundlich erschliessen soll. «Der 14er soll endlich die beliebten Gewerbe- und Einkaufsquartiere Prattelns erschliessen, die Zielort sind für Familien, für Samstagsausflüge und die Anwohnerschaft», lautet ein Argument für die Verlängerung der Tramlinie 14.

Die Gegner sagen «Retortenstadt»

Das Nein-Komitee ist weniger prominent besetzt, profitiert aber mit mehreren ehemaligen Gemeindeverwaltern von einer besonderen Nähe zur Bevölkerung. Für die Gegner ist Salina Raurica eine «Retortenstadt», die verlängerte Tramlinie 14 ein Vorwand und Mittel für deren Überbauung. Sie wollen das Gebiet, soweit es geht, «grün» erhalten. Für eine Überbauung, aber auch für die Tramlinie fehlten die Bedürfnisnachweise. 

Das Gebiet sei verkehrstechnisch bereits sehr gut erschlossen, Augst bringe es keinen Nutzen. Das Tramprojekt mit einer 300 Meter langen Brücke werde 200 Millionen Franken kosten und nicht bloss 170, wie die Befürworter sagen.

Der Telebasel News Beitrag vom 5. Mai 2021.

4 Kommentare

  1. Ich Wohne in Kaiseraugst und wäre um ein 15min Takt Basel – Rheinfelden mit der S-Bahn sehr froh. Allerdings finde ich im Netz Pläne AB(!) 2045, das ist erst in 25 Jahren
    !Report

  2. An Frau Marthe
    Tram ist nur ein Vorwand in diesem Fall. Es geht um Bauen, Bauen, Bauen, mehr mehr mehr bis zum geht nicht mehr. ZUDEM ist dieses Gebiet schon sehr gut erschlossen. S-Bahn (Eigene neue Haltestelle bei der Längi) und verschiedene BLT und Autobusgesellschaft-Liestal-Busse schwirren dort schon umher.
    Die Baulöwen wollen immer mehr, bis der Kragen platzt. Nein zu diesem Tram-Schwindel, das brauchen wir dort nicht.Report

  3. Mitte-Links und die Grünen können es nicht mehr abstreiten, dass sie eine 10 Millionen Schweizer wollen. Schönes Kulturland für eine Tramlinie opfern, damit die Einwohner einer neuen gross Siedlung bessere Verbindung hat. Dabei wurden in Pratteln, Liestal, Sissach, im ganzen Kanton Bauten erstellt wie nie zuvor. Unbezahlbarer Wohnraum. Macht weiter so. Oder fangt an eine glaubwürdige Politik zu betreiben. Wo sind die 1 Mai Demonstrationen. Gruss ein echter Grüner.Report

  4. Eine Tramlinie Verlängerung ist immer positiv, egal welche. Man kann sich besser bewegen , kein Parkplatz stress und ist erst noch für die Umwelt gut…Report

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