Seine musikalischen Schwerpunkte macht Lucerne Festival durch die Bildung der drei Sparten «Symphony», «Contemporary» und «Music for Future» sichtbar. (Archivbild: Keystone)
Schweiz

Lucerne Festival ergänzt sich mit drei neuen Kurzfestivals

Lucerne Festival stellt das Sinfonieorchester und Minifestivals stärker ins Scheinwerferlicht. Das Pianofestival wirde es wieder geben.

Lucerne Festival stellt das Sinfonieorchester und die zeitgenössische Musik mit Minifestivals stärker ins Scheinwerferlicht. Das Pianofestival wirde es wieder geben. wie es am Mittwoch bekannt gab.

Lucerne Festival habe die Coronakrise nicht tatenlos ausgesessen, sagte Markus Hongler, Stiftungsratspräsident von Lucerne Festival. Das Festival stütze sich noch breiter ab und öffne sich für neue Zuschauergruppen. Intendant Michael Haefliger sprach von einer «neuen Ära», die auch in einem neuen Logo ausgedrückt werde.

Zentral sei die «positive Ambivalenz», die das Festival ausmache, nämlich die Spannung zwischen jungen Talenten und arrivierten Stars, Tradition und Innovation, Livekonzerten und digitale Angeboten, der Zentralschweiz und der weiten Welt, teilte das Festival mit.

Hauptanlass bleibt das grosse, rund einmonatige Festival im Sommer. Er wird mit drei neuen Kurzfestivals ergänzt. Im November gibt es so ein Festival mit zeitgenössischer Musik. Es heisst «Lucerne Festival Forward!» und wird vom neuen Lucerne Festival Contemporary Orchestra geprägt. Dieses besteht aus aktuellen und ehemaligen Mitgliedern der Lucerne Festival Academy.

Plattformen für Festivalorchester

Nicht nur das neue Lucerne Festival Contemporary Orchestra erhält eine eigene Plattform, sondern auch das seit 2003 bestehende und aktuell von Riccardo Chailly geleitete Lucerne Festival Orchestra. Das Festivalorchester, das traditionellerweise im Sommerfestival mehrere Konzerte gibt, residiert künftig auch am Wochenende vor Ostern in Luzern.

Im Mai folgt zudem neu ein dreitägiges Pianofest, das von Pianist Igor Levit gestaltet wird. Ein der Klaviermusik gewidmetes Festival hatte es bereits bis 2019 gegeben.

Seine musikalischen Schwerpunkte macht Lucerne Festival durch die Bildung der drei Sparten «Symphony», «Contemporary» und «Music for Future» sichtbar. «Symphony» steht vor allem für das Gipfeltreffen der grossen Orchester im Sommerfestival. Haefliger sagte, es gebe weltweit kein anderes Festival, dass innerhalb von vier Wochen eine derartige Fülle von Weltklasseorchester anbieten könne.

Gewachsenes Netzwerk

«Contemporary» ist das Gefäss für die zeitgenössische Musik mit Academy und dem neuen Contemporary Orchestra. Lucerne Festival greift damit auf das seit seiner Gründung 2004 gewachsene Netzwerk von Absolventinnen und Absolventen der Lucerne Festival Academy zurück.

Unter «Music for Future» will Lucerne Festival seine Bemühungen um künftige Generationen von Musikerinnen und Musikern sowie Zuhörerinnen und Zuhörer zusammenfassen. Dazu gehören Konzerte von Jugendorchestern, Debutkonzerte, aber auch Familien- und Schulkonzerte.

Verrückt»

Lucerne Festival wird vom 10. August bis 12. September 2021 wie angekündigt sein grosses Sommerfestival durchführen. Motto ist «verrückt». Das Heraustreten aus dem Normalzustand sei die Voraussetzung aller Kreativität, sagte Haefliger zum Festivalthema.

Wegen Corona findet das Festival in einem angepassten Rahmen statt. So gehen maximal 1’000 Karten pro Konzert in den Verkauf, Pausen gibt es keine. Auch künstlerisch musste das Programm teilweise angepasst werden, dies weil die Konzerte von teilweise kleineren Besetzungen bestritten werden. Total gibt es 87 Sinfonie- und Kammerkonzerte sowie weitere Veranstaltungen.

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