Die Manchester City-Spieler feiern den ersten Finaleinzug in der Königsklasse der Vereinsgeschichte. (Bild: Keystone)
International

Manchester City erstmals im Champions League-Final

Manchester City steht erstmals im Final der Champions League. Nach dem 2:1-Erfolg im Hinspiel in Paris siegt City gegen zuhause mit 2:0 gegen PSG.

Riyad Mahrez von Manchester City erzielte in der 11. und in der 63. Minute beide Tore. Mit dem 2:0 war alles entschieden, zumal PSGs Ángel Di María wenig später wegen einer Tätlichkeit mit der Roten Karte ausgeschlossen wurde.

Manchester City hat mithin eine weitere Stufe hinauf zum langersehnten grössten Ruhm genommen. Die Mannschaft wird am 29. Mai 2021 in Istanbul erstmals an einem Champions League-Final teilnehmen – entweder gegen Chelsea oder gegen Real Madrid.

Starke Bilanz von Manchester City

Dass der Vorstoss in den Final verdient ist, zeigt allein schon ein Blick auf die Ergebnisse. Die Citizens haben in dieser Saison elf von insgesamt zwölf Spielen in der Königsklasse gewonnen. Das zwölfte war ein 0:0 in der Gruppenphase in Porto.

Diese Leistungen, ermöglicht auch durch die Arbeit des Weltklasse-Trainers Pep Guardiola, gehen mit der deutlichen Dominanz in der Premier League. Am kommenden Wochenende kann Manchester City den Meistertitel früh sicherstellen.

Sensationelle erste Halbzeit

Im zweiten Gigantenduell zweier vom Persischen Golf gesteuerter Klubs war in den ersten 20 Minuten fast so viel los wie in den nachfolgenden 70. Zuerst revidierte der niederländische Schiedsrichter Björn Kuipers zu Recht einen Handspenalty-Entscheid gegen Manchester City.

Kurze Zeit später nutzte auf der anderen Seite Riyad Mahrez einen Abpraller, um aus kurzer Distanz von der Seite PSG-Goalie Keylor Navas kaltblütig zu bezwingen. Wieder verging wenig Zeit, bis Marquinhos den schnellen Ausgleich mit mit einem Kopfball an die Latte knapp verpasste.

Direkt danach hätte Ángel Di María wohl ausgleichen müssen. Nach einem Fehler von City-Goalie Ederson sah der Argentinier die Hälfte des Tores leer vor sich, aber er traf es nicht. Nach diesen 20 Minuten hätten die Franzosen führen müssen, sie lagen aber zurück.

Riyad Mahrez und Phil Foden überragend

Der Schlüsselspieler beider Partien war Riyad Mahrez. Der 30-jährige Frankreich-Algerier, just bei Paris aufgewachsen, hatte im Hinspiel das eminent wichtige 2:1 erzielt. Wenn es der Mannschaft, wie auch im Rückspiel gegen PSG, in längeren Phasen nicht besonders gut läuft, braucht er nicht viele Chancen, um zu treffen.

Das zweite Tor in Manchester erzielte er nach einem Konter fast aus der gleichen Position wie das erste. Die Effizienz, die Mahrez an den Tag legte, ging der ganzen gegnerischen Mannschaft inklusive Neymar ab. Die Franzosen enttäuschten keineswegs, aber ihre generösen Bemühungen führten zu oft ins Nichts. Bester Spieler auf dem Platz war Manchester Citys Phil Foden.

Ausfall von Kylian Mbappé nicht zu übersehen

PSG hatte schon vor dem kapitalen Match einen Rückschlag hinnehmen müssen. Der an der Wade verletzte Kylian Mbappé konnte nicht rechtzeitig fit gebracht werden.

Mbappé sass auf der Ersatzbank, aber ein Einsatz des Ausnahmespielers auf dem aufgeweichten, anfänglich leicht schneebedeckten Terrain wäre nicht zu verantworten gewesen. So stellte Mauro Icardi den Stossstürmer dar. Der Argentinier konnte bis zu seiner Auswechslung nichts bewirken.

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