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Der Fokus Corona Beitrag vom 4. Mai 2021.
Basel

Einsamkeit gibt es nicht erst seit Corona

Ältere Menschen leiden besonders unter der Isolation und den Massnahmen. Das spürt auch die Spitex Tagesstätte.

Freundschaftliche, familiäre oder nachbarschaftliche Beziehungen zu pflegen, trägt viel zum Wohlbefinden der Menschen bei. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie ist dies seit rund einem Jahr kaum noch möglich. Diese Einschränkungen belastet besonders Seniorinnen und Senioren, die sowieso schon kaum eine Tagesstruktur haben.

Das spürt auch die Spitex-Tagesstätte. «Das Virus hat auch unseren Alltag stark verändert. Wir haben viele Besucher, die mit Ängsten zu kämpfen haben. Sie haben Angst, dass sie krank werden und wissen nicht, wie sie sich richtig verhalten sollen», so Peter Kury, der Geschäftsleiter der Spitex Allschwil, Binningen und Schönenbuch. Die Tagesstätten wurden vor einigen Jahren gegründet und sind im Herzen von Binningen und Allschwill.

Isolation schon vor der Pandemie

Im letzten März, als der erste Lockdown ausgerufen wurde, mussten viele Institutionen vorübergehend schliessen. Die Tagesstätten der Spitex durften aber weiterhin ihre Besucher empfangen. Für viele Seniorinnen und Senioren war das eine grosse Erleichterung. «Im letzten Jahr als der Lockdown kam wurde ich fast panisch, weil ich dachte, die Tagesstätte muss auch schliessen. Ich bin fast blind und gehe nie alleine raus, ausserdem habe ich fast keinen Besuch mehr. In der Tagesstätte habe ich eine Abwechslung und ich kann mich hier mit den anderen Besucher unterhalten», so die Tagesstätten-Besucherin Susanne Kirchhofer.

Isolation und Einsamkeit gibt es aber nicht erst seit dem Coronavirus. Sie ist jetzt einfach für alle Menschen sicht- und spürbar meint Susanne Kirchhofer weiter. «Ich würde sagen, am meisten leiden die Jungen und die Alten unter der Pandemie. Aber mein Leben hat sich trotz Coronavirus nicht gross verändert. Ich bin grösstenteils Zuhause und habe keinen Besuch. Das aber schon vor dem Coronavirus», so Susanne Kirchhofer im Interview. Die Seniorin wünscht sich ausserdem, dass dieses Thema auch nach der Pandemie nicht wieder in Vergessenheit gerät.

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