«Im Corona-Jahr 2020 brauchten Einfamilienhausbesitzer wesentlich mehr Geduld, um ihre Liegenschaft zu verkaufen». (Symbolbild: Keystone)
Schweiz

Einfamilienhäuser standen 2020 länger zum Verkauf als vor Corona

Der Verkauf eines Einfamilienhauses hat im Corona-Jahr 2020 länger gedauert als im Vorjahr. Die regionalen Unterschiede waren indes gross.

Die sogenannten Insertionszeiten sind im schweizweiten Schnitt laut dem Immobilienportal Homegate um 16 Tage auf rund zweieinhalb Monate gestiegen.

«Im Corona-Jahr 2020 brauchten Einfamilienhausbesitzer wesentlich mehr Geduld, um ihre Liegenschaft zu verkaufen», heisst in einer Mitteilung vom Dienstag. Konkret stieg die durchschnittliche Insertionszeit im Vergleich zu 2019 laut Homegate um 26 Prozent von 61 auf 77 Tage. Dies obwohl das Angebot im selben Zeitraum nur um 4 Prozent angestiegen sei.

Dauer eines geschalteten Inserats gestiegen

Die längeren Insertionszeiten seien insbesondere durch drei Kantone getrieben worden: Im Tessin stieg die Dauer eines geschalteten Inserats um satte 60 Prozent auf 147 Tage. Aber auch die Kantone Waadt und Wallis trieben den gesamtschweizerischen Durchschnitt nach oben. Demgegenüber sank die durchschnittliche Zeit, in der ein Einfamilienhaus ausgeschrieben war, in der Grossregion Zürich auf 43 Tage.

Nicht messbar war hingegen laut Homegate die aufgrund der Pandemie oft prognostizierte Stadtflucht. «So lagen etwa gleich viele Zentrumsgemeinden im Bereich der zunehmenden Nachfrage wie im Bereich der abnehmenden Nachfrage», heisst es dazu. Die Hypothese, dass Corona zu Stadtflucht führe, könne für Einfamilienhäuser somit nicht bestätigt werden. Eine mehrheitlich abnehmende Nachfrage hätten derweil die ländlichen Pendlergemeinden hinnehmen müssen.

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