Featured Video Play Icon
Der Telebasel-Newsbeitrag vom 30. April 2021.
Region

«Margarethenstich» im Aufwind – trotz Nein an Urne

Vor vier Jahren sagte die Baselbieter Bevölkerung Nein zum «Margarethenstich». Doch nun hat die Idee wieder Aufwind.

Über 55 Prozent der Baselbieter sagten Nein zum «Margarethenstich» 2017. Also zum Ausbau des Tramstreckennetzes zwischen den Haltestellen Dorenbach und Margarethen. Die Idee dahinter: Das Leimental besser an den Bahnhof SBB anbinden, dass die Trams direkt zur Schalterhalle kämen. Nun erfährt die Idee wieder Aufwind. Die beiden Basel haben eine Absichtserklärung unterschrieben, die unter anderem die alte Idee wieder vorantreiben will. Geht alles nach Plan, soll dereinst ein Express-Tram mit weniger Haltestellen zwischenverkehren. Der Bund gab bereits 2019 sein ok.

Isaac Reber, Vorsteher der Bau- und Umweltdirektion, verweist darauf, dass die Ausgangslage sich verändert habe. Reber: «Wenn die SBB einen direkten Zugang vom Perron zum Margarethenbrücke plant, dann macht es Sinn, wenn man die Leute direkt dorthin bringt und nicht einen Bogen fahren muss.» Bislang fahren die Trams quer durch die Stadt. Es sei eine einfache und schnell umsetzbare Methode, die ausserdem vergleichsweise günstig sei. Keine Chance haben dafür die Wünsche nach einer S-Bahn nach Rodersdorf. «Vollständig unrealistisch ist eine S-Bahn», sagt Reber.

Just dies wollte der CVP-Landrat Pascal Ryf. Auf parlamentarischem Weg versuchte er seinen Erfolg, hatte aber keine Chance. Ryf begrüsst das Wiedererwecken des «Margarethenstich», hält aber weiter an seinem S-Bahn-Wunsch fest. «Man muss nun ein Stück weit visionärer Denken», sagt der Landrat. Gerade im Kontext des Herzstücks wäre es nun der ideale Moment, die Idee voranzutreiben. Doch vorerst hat der Margarethenstich die bessere Karte.

5 Kommentare

  1. Der Kanton BL hat die Finanzierung des Projektes abgelehnt und das wird von allen akzeptiert. Worüber nicht abgestimmt wurde ist die Umsetzung des Projektes, denn da hätte der Kanton BL absolut nichts zu entscheiden, weil der gesamte Margarethenstich auf Basler Boden liegt.
    Von dem her ist es keine Missachtung des Volkswillens, denn BS kann selber entscheiden, wo sie was bauen und müssen ENtscheide des Kantons BL beachten. Und die BL Regierung bückt sich für niemanden, weil sie einfach nichts zu entscheiden habenReport

  2. Was abgelehnt wurde, war der Beitrag des Kantons Basel-Landschaft an die Kosten des Margarethenstichs.
    Wenn der Kanton Basel-Stadt nun diesen als wichtig erachtet, kann er ihn ganz zu seinen Lasten bauen. Der gesamte Verlauft der Strecke liegt auf Baselstädtischem Boden…Report

  3. Warum kann ein nein nicht als nein akzeptiert werden.demokratie heisst, die andere meining akzeptieren.so geht das.aber die grünen können das nicht.Report

  4. Das Volk hat abgestimmt. Alle BL Gemeinden sagten Nein.
    Und das beste: Sogar alle betroffenen Gemeinden des Leimentals, welche profitieren sollten, sagten Nein. Bottmingen, Oberwil, Therwil usw…..
    Wenn Herr Ryf von der CVP-BL dies Missachtet – ist das typisch undemokratisch. Seine Idee gilt. Doch damit fördert er die Politikverdrossenheit. Abstimmen und dann wird es doch anders gemacht…
    Die machen doch was sie wollen – so heisst es dann wieder. Bei solchen Politikern verständlich.
    Bitte aufhören mit solchen Trickli.
    Demokratie geht anders – auch für die CVP!Report

  5. Ausgerechnet ein Oberbaselbieter und noch ein grüner missachtet den Volkswillen, die damalige Abstimmung und will den Margaretenhügel mit dem Tram verschandeln. Die Mehrheit der Pendler wollen in die Stadt und nicht über den Bahnhof. Wieso bietet nun die Baselbieter Regierung den Baslern die Hand? Für welche Interessen bückt sich die BL Regierung? Ist man der Meinung, jetzt wo das Läufelfingerli in trocknen Tücher ist, kommt aus dem Oberbaselbiet mehr Unterstützung?Report

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel