(Bild: Keystone)
Baselland

Unter 50-Jährige müssen länger auf erste Corona-Impfung warten

Der Baselbieter Krisenstab praktiziert seit zehn Tagen eine neue Priorisierung der Impfterminvergabe. Unter 50-Jährige müssen nun länger auf die Impfung warten.

Seit dem 12. März warten tausende Personen im Baselbiet auf einen Impftermin. An diesem Datum wurde die Vorregistrierung für alle Personen ab 16 Jahren geöffnet. Doch Personen unter 50 Jahren brauchen nun wegen einer Anpassung der Impfstrategie noch etwas länger Geduld.

«Neu wird eine altersabsteigende Priorisierung auch unter 65 Jahren empfohlen, da schwere Verläufe der Covid-19 Erkrankung direkt mit höherem Alter korrelieren», heisst es in einer Mitteilung des Kantonalen Krisenstabes Basel-Landschaft von Mitte April. Besonders gefährdete Personen seien mittlerweile sehr gut geschützt. Eine wie bisher angedachte Priorisierungsgruppe sei nicht mehr erforderlich, heisst es weiter.

Bis sechs Wochen länger warten

Heisst konkret: Die Vorregistrierten mit chronischen Erkrankungen mit höchstem Risiko sowie die bereits vorregistrierten über 50-Jährigen werden prioritär geimpft. Das sind 25’000 Personen, wie der Kanton vorrechnet. Das bedeute, dass sich ein Impftermin für Personen unter 50 um vier bis sechs verzögern kann, wie der Kantonale Krisenstab auf Anfrage von Telebasel erklärt.

Dazu kommt durch die Änderung der Impfstrategie, dass wer chronisch erkrankt und jünger als 50 Jahre alt ist, gleich behandelt wird, wie eine gesunde 19-jährige Person, so ein Bericht des SRF Regionaljournals. Bei Experten würde dieses Vorgehen auf Kritik stossen.

Aber immerhin: Lange wird es für die Altersgruppe unter 50 Jahren nicht mehr dauern. Mitte Mai sollen die ersten Personen ihren ersten Termin erhalten, sagt der Kantonale Krisenstab Basel-Landschaft. Und mit den vom BAG prognostizierten Liefermengen dürfe weiterhin davon ausgegangen werden, dass bis Jahresmitte 2021 alle Impfwilligen im Kanton mit Impfterminen bedient sind.

BAG begrüsst vorgehen

Das BAG begrüsse es, dass, wenn genug Impfdosen vorhanden seien, so bald als möglich auch Jüngere geimpft würden, wenn die Nachfrage bei den Älteren sinke. Eine Nachfrage bei der jüngeren Bevölkerung bestehe. Ältere könnten sich aber auch dann noch impfen lassen und würden priorisiert.

Nicht erstaunlich. Denn der Kanton Basel-Landschaft nahm die Anpassungen an seiner Impfstrategie und -empfehlung auf Rat des BAG vor.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel