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Der Telebasel Report vom 28. April 2021.
Region

Report: Invasion der Tigermücken

Sie sind aggressiv. Sie stechen mehrmals, auch tagsüber. Und, sie sind nun definitiv in Basel angekommen: die Tigermücken.

«Ich habe es selber schon erlebt», sagt Pie Müller vom Schweizerischen Tropen und Public Health Institut in Basel. Er wollte mit seinen Kindern auf einen Spielplatz, als die Tigermücken kamen: «Das waren so viele, da konnte man mit Kindern auf keinen Fall mehr sein». Genau solche Szenen drohen in Basel nun zur Normalität zu werden.

Die Bevölkerung soll mithelfen: Sämtliche Wasserstellen im Garten sollen eliminiert werden – zum Beispiel Topfuntersätze. (Bild: Telebasel)

Tigermücken auf dem Vormarsch

2015 hatte man in Basel die erste Tigermücke gesichtet, eingeschleppt wurde sie wahrscheinlich via Nord-Süd-Route aus dem Tessin. Seither überwacht das Swiss TPH das Tigermücken-Aufkommen in Basel regelmässig. Der Befund ist klar: «Die Fläche, auf denen sich die Tigermücken ausbreiten, wird immer grösser», sagt Pie Müller.

Waren die Stech-Biester ursprünglich vor allem an der Deutschen und Französischen Grenze zugegen, hätten sie sich neuerdings auch im Neubad und in Birsfelden ausgebreitet. Mit speziellen Fallen versuchen Pie Müller und sein Team aktuell gerade herauszufinden, wie weit sich die Tigermücken in den betroffenen Gebieten schon verbreitet haben.

So erkennt man eine Tigermücke. Funde sollte man via muecken-schweiz.ch melden. (Bild: TIGER, Interreg V Rhin Supérieur / N. Henon)

Kampagnen-Offensive der Kantone

Den Kantonen ist die Situation schon länger bekannt. Nun startet man jedoch eine Grosskampagne zur Bekämpfung der Tigermücken: Das Basler Gesundheitsdepartement hat die Bevölkerung aufgerufen, sich am Kampf gegen die Tigermücken zu beteiligen: «Auf den öffentlichen Flächen sind wir als Kanton aktiv, auf Privatgrundstücken sind wir jedoch auf die Hilfe der Bevölkerung angewiesen», sagt Ann-Christin Honnen, Biosicherheitsinspektorin des Kantons Basel-Stadt.

Sämtliche Wasseransammlungen sind mögliche Brutstätten für die Mücken, die es zu verhindern gelte. Das geht von Topfuntersätzen über stehengelassene Giesskannen bis hin zu Regenfässern. Nicht betroffen seien gechlorte Swimming Pools oder belebte Teiche.

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