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Schweiz

Schweizer Experten erwarten Normalisierung: «Es wird ein sehr guter Sommer»

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Zwei EM-Finals wegen positiver Corona-Tests abgesagt

Die Finals der Männer im Einzel und im Doppel mussten bei den Badminton-Europameisterschaften in Kiew abgesagt werden. Zwei Finalisten lieferten positive Corona-Tests ab.

Der topgesetzte Däne Viktor Axelsen musste nach dem positiven Test seinen Titel kampflos an seinen Landsmann Anders Antonsen abgeben. Im Doppel konnten die Deutschen Mark Lamsfuss und Marvin Seidel im Final nicht antreten, nachdem Lamsfuss positiv getestet worden war. Der Titel im Doppel ging an die Russen Wladimir Iwanow und Iwan Sosonow.

Massentreffen in Brüsseler Park eskaliert erneut - 132 Festnahmen

Erneut ist ein illegales Massentreffen in einem Brüsseler Stadtpark eskaliert. Trotz behördlichen Verbots versammelten sich am Samstagnachmittag nach Angaben der belgischen Nachrichtenagentur Belga 1000 bis 2000 Menschen im beliebten Park Bois de la Cambre der Hauptstadt. Die Polizei wurde unter anderem mit Flaschen und Böllern beworfen. Am Ende des Tages hatten die Einsatzkräfte 132 Personen festgenommen, wie Belga unter Berufung auf eine Polizeisprecherin berichtete.

Die Lage in einem Brüsseler Park ist erneut eskaliert. 132 Menschen wurden verhaftet. (Bild: Keystone)

Die Veranstaltung «La Boum 2» war auf Facebook angekündigt, aber von den Behörden verboten worden. Auch Ministerpräsident Alexander De Croo hatte dazu aufgerufen, nicht teilzunehmen. Bereits Anfang April war es bei «La Boom» zu heftigen Auseinandersetzungen gekommen. Auch damals trafen sich nach einem Aufruf im Internet Tausende Menschen und feierten unter Missachtung der Corona-Regeln. Die Polizei löste die Veranstaltung auf.

Am Samstagnachmittag kamen nun erneut Hunderte in den Park. Wie ein dpa-Reporter vor Ort berichtete, waren unter ihnen viele junge Menschen, die feierten, aber auch Kritiker der Corona-Massnahmen und Impfgegner. Belgische Medien berichteten zudem von Fussball-Hooligans.

Indien meldet Tagesrekord an Corona-Toten

In Indien sind an einem Tag noch nie so viele Menschen in Verbindung mit dem Coronavirus gestorben. 3689 Todesfälle wurden nach Daten des Gesundheitsministeriums vom Sonntag registriert. Erst am Samstag hatte Indien mit seinen über 1,3 Milliarden Einwohnern als erstes Land weltweit an einem Tag mehr als 400’000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus erfasst. Das Gesundheitssystem ist überfordert, Krankenhäuser und Krematorien sind überfüllt, es mangelt an medizinischem Sauerstoff, Medikamenten und Impfdosen.

 

Indien verzeichnet einen erneuten bitteren Rekord. 3689 Todesfalle: Noch nie sind so viele Menschen an einem Tag im Land im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. (Bild: Keystone)

Seit Beginn der Pandemie haben sich in Indien rund 19,5 Millionen Menschen angesteckt, insgesamt 215’542 starben. Mehrere Länder, darunter Deutschland, die USA, Grossbritannien und Japan, haben Indien Unterstützung zugesagt. Am Samstagabend erreichte eine Maschine der Luftwaffe die Hauptstadt Neu Delhi mit 120 Beatmungsgeräten.

Millionen orthodoxe Christen feiern Osterfest

Millionen orthodoxe Christen haben weltweit Ostern gefeiert – einen Monat später als die westlichen Kirchen. Anders als noch zu Beginn der Corona-Pandemie vor einem Jahr durften die Gläubigen vielerorts wieder die Gottesdienste besuchen. In Russlands Hauptstadt Moskau sagte das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, Patriarch Kirill, in der Nacht zum Sonntag: Er wünsche sich, dass sein Volk bald und vollständig von dem Virus befreit werde. Das Osterfest gebe Hoffnung, dass die Pandemie überwunden werden könne. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Lufthansa will im Sommer Rekordzahl von Urlaubszielen anfliegen

Die Airline Lufthansa und ihre Tochter Eurowings wollen in diesem Sommer über 100 Urlaubsziele anfliegen. «Das ist absoluter Rekord in der Firmengeschichte», sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr der «Bild am Sonntag».

Die Lufthansa will bei den Urlaubszielen im Sommer einen neuen Rekord aufstellen. (Bild: Keystone)

Er forderte zugleich Erleichterungen für geimpfte Passagiere. Erste Länder würden bereits ihre Grenzen für Geimpfte öffnen und es würden wohl schnell weitere hinzukommen. Deshalb brauche man «internationale, digitale Impf- und Testnachweise, um endlich die kaum kontrollierbare Quarantäne zu ersetzen».

Europa müsse dabei gemeinschaftlich handeln. Der geplante grüne EU-Impfpass wäre in dieser Sache «ein Durchbruch».

Experten erwarten Normalisierung im Sommer

Bilder, wie dieses hier in Israel, soll es auch in der Schweiz im Sommer wieder geben: Experten rechnen mit einer Normalisierung der Lage. (Bild: Keystone)

Schweizer Covid-Experten erwarten dank der Impfung eine deutliche Normalisierung der Situation im Sommer. «Wenn 50 Prozent der Bevölkerung zweimal geimpft sind, gibt es in der Schweiz einen Sommer wie in Israel», Steve Pascolo, Immunologe an der Uni Zürich, zum «SonntagsBlick». In Israel, wo über 50 Prozent der Bevölkerung geimpft sind, sind die Fallzahlen drastisch gesunken. Die Schweiz hat auf dieselben Impfstoffe gesetzt. ETH-Immunologe Sai Reddy stimmt zu: «Die mRNA-Vakzine wirken eindeutig besser gegen die Mutationen. Es wird ein sehr guter Sommer.» Auch Rudolf Hauri (61), Präsident der Kantonsärzte, ist überzeugt: «Wir werden eine deutliche Normalisierung erleben, wenn die Hälfte der Bevölkerung geimpft ist.»

Pfizer und Moderna planen eine zusätzliche Impfung im Herbst, der die neusten Mutationen berücksichtigt. «Auch die Schweiz sollte sich um diesen Booster bemühen», sagt Reddy. «Dann werden wir auch frohe Weihnachten haben.» Weitere Schlagzeilen der Sonntagspresse gibt es hier.

Hotelverband fordert Verlängerung der Härtefall-Massnahmen

Der Hotelverband HotellerieSuisse fordert, dass das Härtefall-Programm zur Abfederung der Corona-Massnahmen von Ende Juni 2021 bis Ende Dezember 2021 verlängert wird. Bis Ende Juni seien für viele Unternehmen die Probleme nicht gelöst, da die Covid-Krise andauere.

 

Der Schweizer Hotelverband HotellerieSuisse fordert die Verlängerung der Härtefall-Massnahmen. (Symbolbild: Keystone)

Analog zur ausgebauten Kurzarbeitsentschädigung sollen Bund und Parlament daher die Härtefallhilfe auf 24 Monate ausdehnen, fordert der Verband am Sonntag in einer Mitteilung. Angesichts der weiterhin bestehenden Einschränkungen und des anhaltenden Nachfrageeinbruchs könnten viele Betriebe die finanziellen Herausforderungen ohne Zuschüsse nicht meistern.

Chile macht Tempo: Menschen ab 35 Jahren können sich impfen lassen

Chile gibt bei der Impfkampagne gegen das Coronavirus weiter Gas. Innerhalb der kommenden zwei Wochen sollen sich bereits Menschen zwischen 35 und 45 Jahren impfen lassen können, wie Präsident Sebastián Piñera am Samstag ankündigte. Möglich sei dies wegen eines neuen Vertrags über die Lieferung von drei Millionen zusätzlichen Impfdosen des chinesischen Unternehmens Sinovac. «Wir werden unser Impfprogramm so schnell wie möglich auf die jüngeren Generationen ausdehnen, die sich am häufigsten infizieren», sagte der Staatschef.

 

In Chile können sich nun Menschen ab 35 Jahren impfen lassen. (Bild: Keystone)

Mit rund 35 Prozent liegt Chile bei der vollständig geimpften Bevölkerung weltweit auf einem der vordersten Plätze. Gerade im Vergleich zu den anderen Ländern der Region drückt Chile enorm auf das Tempo. In Brasilien sind gerade mal 6,4 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft, in Kolumbien 3,1 Prozent und in Argentinien 2,1 Prozent. Chile hat sich frühzeitig Impfstoffe einer ganzen Reihe von Herstellern gesichert. Geimpft wird nach einem recht einfachen Priorisierungsplan ohne komplizierte Terminvergabe – in Gesundheitszentren, Fussballstadien und Impfstrassen.

Sommaruga als letzte Bundesrätin geimpft

Bundesrätin Simonetta Sommaruga hat sich gegen das Coronavirus impfen lassen. Gegenüber der «SonntagsZeitung» sagte ihr Departement: «Bundesrätin Simonetta Sommaruga hat Wert darauf gelegt, dass zunächst die Risikogruppen die Möglichkeit haben, sich impfen zu lassen.» Das sei inzwischen der Fall. «So hat sich auch Bundesrätin Sommaruga kürzlich impfen lassen.» Lange war darüber spekuliert worden, ob sich Sommaruga, der aus ihrer Zeit als Konsumentenschützerin eine gewisse Impfskepsis nachgesagt wurde, impfen lassen werde. Sie selbst hat sich nie als impfskeptisch bezeichnet. Trotzdem gilt ihre Impfung als Signal an eher impfkritische Kreise. Mit Sommaruga dürften nun nach unbestätigten Informationen alle Mitglieder des Bundesrats geimpft worden sein. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Mit der Impfung von Bundesrätin Simonetta Sommaruga haben sich nun alle sieben Regierungsmitglieder gegen das Virus schützen lassen. (Bild: Keystone)

EU-Staaten sollen Abwasser auf Coronaviren untersuchen

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie sollten die EU-Staaten nach Ansicht der EU-Kommission systematisch das Abwasser auf Coronaviren untersuchen. «Die Überwachung von Abwasser kann eine kostengünstige, schnelle und verlässliche Quelle für Informationen sein über die Verbreitung des Virus und seinen Varianten in der Bevölkerung», sagte EU-Umweltkommissar Virginijus Sinkevicius der «Welt am Sonntag». Die 27 Staaten sollten «schnellstmöglich effektive Abwasser-Überwachungssysteme einrichten». Diese liessen sich innerhalb von maximal sechs Monaten auf die Beine stellen.

Sinkevicius forderte, dass in Städten und grösseren Gemeinden künftig möglichst zwei Stichproben wöchentlich genommen werden sollten. Diese wiederum sollten regelmässig, vorzugsweise zweimal im Monat, analysiert werden. Die Analyse von Abwasser könne als Frühwarnsystem eingesetzt werden. «Wenn das Virus dagegen nicht im Abwasser nachgewiesen wird, kann das ein Hinweis darauf sein, dass die untersuchten Gebiete als mit geringem Risiko behaftet angesehen werden können», sagte Sinkevicius.

Deutsche Corona-Hilfe in Indien angekommen

Ein Flieger der Luftwaffe hat Hilfsmaterial aus Deutschland in das derzeit schwer von der Pandemie getroffene Indien gebracht. An Bord der Maschine, die sonst auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Mitglieder der Regierung fliegt, waren 120 Beatmungsgeräte sowie 13 Sanitätssoldatinnen und Sanitätssoldaten. Sie kam am Samstagabend (Ortszeit) in der Hauptstadt Neu Delhi an, wie ein Sprecher der Luftwaffe mitteilte.

Den Krankenhäusern in Indien geht wegen der steigenden Zahl an Corona-Patienten der medizinische Sauerstoff aus. Die Soldatinnen und Soldaten sollen eine mobile Sauerstoffgewinnungsanlage der Bundeswehr in Indien aufbauen, Personal des örtlichen Roten Kreuzes einweisen und dazu 14 Tage im Land bleiben, sagte ein Luftwaffensprecher. Die sehr grosse Sauerstoffgewinnungsanlage soll am Mittwoch und Donnerstag mit zwei Transportflugzeugen geliefert werden.

Papst eröffnet Gebetsmarathon für Ende der Corona-Pandemie

Papst Franziskus hat einen weltweiten Gebetsmarathon für das Ende der Corona-Pandemie eingeläutet. Damit soll auch der Menschen gedacht werden, die schwer von der Krise getroffen wurden. Am Samstagabend hielt das Oberhaupt der katholischen Kirche in einer Kapelle des Petersdoms vor mehr als 150 Gläubigen die erste Rosenkranz-Andacht der für den gesamten Mai geplanten Initiative.

Jeden Tag soll an einem anderen Marienwallfahrtsort auf der Welt die Gebetsfeier abgehalten werden. Mit dabei ist nach Angaben des Heiligen Stuhls am 28. Mai nach derzeitigen Plänen auch die Gnadenkapelle im bayerischen Wallfahrtsort Altötting, allerdings ohne persönliche Teilnahme des Papstes. Am 31. Mai will der Pontifex in den Gärten des Vatikans den Gebetsmarathon abschliessen.

Wieder illegales Massentreffen in Brüsseler Stadtpark eskaliert

In der belgischen Hauptstadt Brüssel ist erneut ein illegales Massentreffen eskaliert. Zahlreiche Menschen bewarfen die Polizei am Samstagnachmittag unter anderem mit Böllern und Flaschen, als die Einsatzkräfte mit der Räumung des Stadtparks Bois de la Cambre begannen. Wie ein dpa-Reporter vor Ort berichtete, waren Hunderte Polizisten sowie mehrere Wasserwerfer und Polizeipferde im Einsatz. Um die Menschen aus dem Park zu vertreiben, setze die Polizei zudem Tränengas ein. Ein Hubschrauber kreiste über dem Park. Die Veranstaltung «La Boum 2» war auf Facebook angekündigt, aber von den Behörden verboten worden.

Belgische Medien berichteten von 600 oder 700 Polizeikräften und mehreren Tausend Teilnehmern. Unter ihnen waren viele junge Menschen, aber auch etliche Kritiker der Corona-Massnahmen. Medienberichten zufolge waren auch Corona-Leugner und Impfgegner sowie Fussball-Hooligans in den Park gekommen. Corona-Regeln wie Abstands- und Maskenpflicht wurden weitgehend ignoriert.

Corona-Impfungen in Syriens letztem grossen Rebellengebiet gestartet

In Syriens letztem grossen Rebellengebiet Idlib hat am Samstag eine Impfkampagne gegen das Coronavirus begonnen. Geimpft würden in der Region im Nordwesten des Bürgerkriegslandes zunächst Mitarbeiter des Gesundheitswesens, wie die lokale Gesundheitsbehörde meldete. Danach sollen Ältere und chronisch Kranke an der Reihe sein.

Bereits vor mehr als einer Woche waren in dem Gebiet nach Angaben der Gesundheitsbehörde Idlibs rund 54’000 Dosen des Impfstoffs von Astrazeneca eingetroffen. Sie stammen aus der Covax-Initiative, die ärmeren Ländern den Zugang zu Impfstoffen ermöglichen soll.

Linksaussen-Demo zieht durch Bern - Massnahmen-Gegner weggewiesen

Mehrere Hundert Personen haben sich am Samstag an einer unbewilligten 1.-Mai-Demonstration in Bern beteiligt. Die Polizei hielt sich beim Umzug durch die Innenstadt im Hintergrund, obwohl die Teilnehmerzahl deutlich zu hoch war.

Im Kanton Bern dürfen an Demonstrationen zurzeit maximal 100 Personen teilnehmen. Die Polizei schrieb im Kurznachrichtendienst Twitter, sie beobachte die Lage. Die Maskentragpflicht werde offensichtlich eingehalten.

Weit weniger Menschen hatten sich am frühen Nachmittag beim Berner Bahnhof versammelt. Sie begannen Lieder zu singen und zu tanzen. Offenkundig handelte es sich um Gegner der Corona-Massnahmen; viele trugen keine Masken. Die Polizei wies deshalb nach eigenen Angaben mehrere Personen weg.

Die befürchtete Konfrontation beider Lager in der Innenstadt blieb aus. Die Polizei markierte überall in der Stadt Präsenz. Von den Gegnern der Corona-Massnahmen war abgesehen vom Bahnhof kaum etwas zu sehen. Alles zum 1. Mai gibt es hier.

Unbewilligte 1.-Mai-Kundgebung in Bern

In der Berner Innenstadt hat eine unbewilligte 1.-Mai-Demonstration begonnen. Trotz Pandemie existiere der Kapitalismus mit all seinen Übeln weiter, hiess es in einem im Internet verbreiteten Aufruf.

 

Am 1. Mai machte sich die Polizei für eine unbewilligte Demonstration in Bern bereit. (Bild: Keystone)

Zur Kundgebung aufgerufen hat ein «Berner Bündnis Revolutionärer 1. Mai». Die Organisatoren bemühten sich nicht um eine Bewilligung für ihre Demonstration. Sie riefen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aber dazu auf, eine Schutzmaske zu tragen und Abstand zu halten.

Polizei löst illegale Rave-Party mit 500 Teilnehmern auf

Die französische Polizei hat in der Nacht auf Samstag eine illegale Rave-Party mit 500 Teilnehmern in der Bretagne aufgelöst. Die Sicherheitsbehörden seien gegen ein Uhr morgens auf einem Feld bei Haut-Corlay im Departement Côtes-d’Armor gegen die Veranstaltung vorgegangen, meldete die französische Nachrichtenagentur AFP am Samstag mit Bezug auf die dortige Präfektur. Gegen rund 300 Personen sei Strafanzeige wegen Verstosses gegen die Coronaschutzverordnung gestellt worden. Ausserdem stellte die Polizei vier Drogendelikte und zwei Fälle von Fahren unter Drogeneinfluss fest.

Zuletzt hatte die Region Anfang Januar für Schlagzeilen gesorgt. Am Silvesterabend trafen sich in einer leerstehenden Lagerhalle in Lieuron südlich von Rennes rund 2500 Menschen zu einer illegalen Party.

Russland hilft Indien mit Corona-Impfstoff Sputnik V

Im Kampf gegen die rasante Ausbreitung des Coronavirus in Indien hat Russland seinen Impfstoff Sputnik V geliefert. Die erste Charge sei am Samstag in der Stadt Hyderabad eingetroffen, teilte der staatliche Direktinvestmentfonds RDIF bei Twitter mit. Angaben zur Menge wurden zunächst nicht gemacht. «Wir müssen diese Epidemie gemeinsam besiegen», hiess es. Russland hatte bereits Beatmungsgeräte, Anlagen zur Erzeugung von Sauerstoff und Medikamente nach Indien geflogen.

Dem indischen Gesundheitsministerium zufolge gab es am Samstag insgesamt 401 993 Neuinfektionen mit dem Coronavirus – das ist der weltweit höchste Tageswert. Mit insgesamt 211 853 Toten liegt Indien hinter den USA, Brasilien und Mexiko auf dem vierten Platz weltweit. Die Regierung will nun alle Erwachsenen Impfungen anbieten. Bislang sind erst etwa zwei Prozent vollständig geimpft.

Italiens Ex-Regierungschef Berlusconi aus Krankenhaus entlassen

Der frühere italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi ist nach mehr als 20 Tagen wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden. Der 84-Jährige habe die San Raffaele Klinik in Mailand bereits am Freitag verlassen, bestätigte ein Sprecher seiner Partei Forza Italia am Samstag. Dort war er am 6. April für eine Reihe von Untersuchungen aufgenommen worden.

Italiens Ex-Regierungschef Silvios Berlusconi musste wegen seiner Corona-Infektion im vergangenen September wieder ins Krankenhaus. (Bild: Keystone)

Die Nachrichtenagentur Ansa zitierte seinen Anwalt, der auf eine zurückliegende Corona-Infektion Berlusconis vom vergangenen September verwies, die seine Gesundheit weiterhin belaste. Gegen den Politiker läuft derzeit unter anderem ein Gerichtsprozess in der toskanischen Stadt Siena, in dem er sich wegen Zeugenbestechung verantworten muss. Das Verfahren wurde wegen Berlusconis Krankenhausaufenthalt bereits mehrmals verschoben. Den nächsten Termin setzte das Gericht für Mitte Mai an.

Italien will Impfkampagne mit Hilfe von Firmen beschleunigen

Italiens Corona-Kommissar will mit Impfungen in Firmen und Touristen-Orten die Kampagne beschleunigen. Es gebe 730 Firmen-Impfstellen, zuvor müssten jedoch die über 65-Jährigen immunisiert sein, sagte der ausserordentliche Kommissar für den Corona-Notfall, Francesco Figliuolo, im Interview der Zeitung «La Repubblica» (Samstag). «Wir hoffen, bis Ende Mai dieses Ziel zu erreichen», erklärte der Armee-General weiter.

Mit Blick auf die nahende Ferienzeit und die Möglichkeit, dass Menschen für ihren Impftermin nicht zuhause, sondern verreist sind, stellte Figliuolo Impfungen in Urlaubszentren in den Berg- und Sommerferienregionen in Aussicht. Darüber werde derzeit beraten.

Firmen sollen die Impfkampagne in Italien beschleunigen. (Bild: Keystone)
Niederlande verschieben weitere Lockerung von Corona-Massnahmen

Die Niederlande haben angesichts anhaltend hoher Infektionszahlen geplante Lockerungen der Corona-Schutzmassnahmen vorerst ausgesetzt. Die im Rahmen eines Öffnungsplans ab 11. Mai vorgesehenen Erleichterungen für Freiluftbereiche – darunter Zoos, Vergnügungsparks und Sporteinrichtungen – werden verschoben, beschloss die Regierung am Samstag. Wie die Nachrichtenagentur ANP berichtete, soll geprüft werden, ob sie ab dem 18. Mai möglich sind.

Die Regierung folgte damit dem Rat von Experten, die auf eine Zunahme der Corona-Patientenzahlen in den Krankenhäusern verwiesen. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag in den Niederlanden zuletzt deutlich über 300 und war damit etwa doppelt so hoch wie in Deutschland.

Pinault-Museum in Paris soll am 22. Mai öffnen

Das Pariser Museum des französischen Modemilliardärs François Pinault wird voraussichtlich am 22. Mai öffnen. Der Eintritt sei bis zum 24. Mai kostenlos, teilte die verantwortliche Pressestelle mit. Die Eröffnung des Kunsttempels, der in der für rund 160 Millionen Euro umgebauten Bourse de Commerce (Handelsbörse) inmitten der Hauptstadt seinen Betrieb aufnehmen soll, war wegen der coronabedingten Schliessung der Kulturstätten mehrmals verschoben worden.

Es ist das dritte Museum des 84-Jährigen, der einst an der Spitze eines gewaltigen Luxus- und Modeimperiums mit Marken wie Gucci, Yves Saint Laurent und Balenciaga stand. Das Palazzo Grassi und die Punta della Dogana in Venedig wurden 2006 und 2009 eröffnet. Pinaults Sammlung gehört mit rund 5000 Werken zu den bedeutendsten für zeitgenössische Kunst.

Kindergärten, Wohnen, Wasser: die Herausforderungen des Oberwallis

Nachdem der Lonza-Konzern in den vergangenen Jahren bereits 1000 neue Arbeitsplätze geschaffen hat, will das Unternehmen dieses Jahr angesichts der gestiegenen Nachfrage in der Coronavirus-Pandemie nochmals 1200 Stellen schaffen. In einer dezentralen Region wie dem Oberwallis ist dies eine Herausforderung auf zahlreichen Ebenen.

 

Mit dem Wachstum der Lonza entstehen im Oberwallis neue Herausforderungen. (Bild: Keystone)

Lonza hat angesichts des Fachkräftemangels bereits damit begonnen, für neue Produktionsanlagen nach spezialisiertem Personal in der Schweiz und im Ausland zu suchen.

Der Konzern kann dabei auf die Hilfe von mehreren Seiten zählen – so will auch der Bund das Vorhaben unterstützen, wie er Anfang der Woche mitgeteilt hatte. Geeignete Absolventen werden laut Medienberichten auch an Hochschulen gesucht. Sogar der Nestlé-Konzern soll einen Appell zur Unterstützung gestartet haben. Lonza wollte dies aber weder kommentieren noch bestätigen. Alle Hintergründe gibt es hier.

Pandemie soll nicht auf dem Rücken der Frauen ausgetragen werden

Laut dem Schweizerischen Gewerkschaftsbund (SGB) hat sich in der Corona-Pandemie vor allem die Situation in Berufen mit niedrigen Löhnen verschlechtert. Insbesondere Frauen seien die Leidtragenden.

Die Basler Nationalrätin Sibel Arslan fordert, dass die Pandemie nicht auf dem Rücken der Frauen ausgetragen wird. (Bild: Keystone

Nationalrätin Sibel Arslan (BS/Grüne) betonte am Samstag in einem im Internet übertragenen Livestream des SGB die Wichtigkeit der Mindestlohn-Initiative. Vor allem für Frauen und Migranten sei dies ein Muss, denn der Lohn solle zum Leben reichen. Die Schweiz könne sich das leisten, sagte Arslan.

Dieser Meinung war auch Unia-Präsidentin Vania Alleva. Durch die Pandemie habe sich die Situation vor allem für Frauen verschlechtert, sagte sie im Livestream. Die Pandemie könne aber auch eine Chance sein, denn es sei Zeit für eine soziale Wende. Man solle solidarisch aus der Krise kommen und letztendlich als Gesellschaft weiter kommen und Lohndiskriminierung beenden. Alles zum 1. Mai in der Region Basel, der Schweiz und weltweit erfahren Sie hier im Ticker.

Statistik: Weniger Corona-Tote im März in Russland

In Russland ist die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus im März laut offizieller Statistik zurückgegangen. 23 715 Menschen seien mit oder an dem Virus gestorben und damit etwa 650 weniger als noch im Februar, teilte die Statistikbehörde Rosstat in der Nacht zum Samstag mit. Allerdings lag die Sterbefallzahl insgesamt im flächenmässig grössten Land der Erde mit 191’000 deutlich über dem Vorjahreswert, als die Pandemie begann.

Den Rosstat-Zahlen zufolge sind seither fast 250’000 Menschen mit dem Virus gestorben. Diese Zahl ist deutlich mehr als doppelt so hoch wie die in der offiziellen Corona-Statistik der Regierung. Dort war am Samstag von rund 110 500 Corona-Toten die Rede. Sie listet lediglich Fälle auf, bei denen Covid-19 als Todesursache bestätigt wurde. Diese Zählweise wurde immer wieder kritisiert.

Tausende feiern bei erster Clubnacht in Liverpool

In Liverpool hat zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie in Grossbritannien eine legale Clubnacht ohne Abstand und Masken stattgefunden. Rund 3000 Gäste strömten am Freitagabend Berichten zufolge auf die Tanzfläche eines Lagerhauses, in dem DJs wie Lewis Boardman und The Blessed Madonna auflegten. Die Partys am Freitag und Samstag sind Teil eines Pilotprojekts der britischen Regierung, mit dem Grossveranstaltungen in Corona-Zeiten getestet werden sollen. Alle Anwesenden mussten vor dem Einlass einen maximal 24 Stunden alten negativen Corona-Test vorweisen und sollen fünf Tage nach dem Event einen weiteren Test machen. Vor Ort gilt dafür keine Abstands- und Maskenpflicht. Mehr zum Thema gibt es hier.

Berichte: England wird striktes Reiseverbot Mitte Mai aufheben

Die Menschen aus England sollen Berichten zufolge ab Mitte Mai wohl wieder unter strengen Auflagen ins Ausland reisen dürfen. Die Regierung wolle in der kommenden Woche verkünden, dass das bisherige Reiseverbot am 17. Mai aufgehoben werde, berichteten die «Times» und der «Telegraph» am Samstag unter Berufung auf Regierungskreise.

Seit Monaten sind Reisen ins Ausland nur in wenigen Ausnahmen erlaubt – etwa bei medizinischen Notfällen, Beerdigungen oder für die Arbeit. Die Regierung muss die Lockerung noch formal bestätigen. Da die Infektionslage in Grossbritannien mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von rund 24 derzeit sehr stabil ist, wird damit jedoch gerechnet.

Ab Mitte Mai soll dann ein Ampelsystem für Reisen eingeführt werden. Je nach Infektionslage im jeweiligen Land gelten für Einreisende in England unterschiedlich strenge Regeln.

Polizei löst im Kanton Freiburg Feier mit über 100 Menschen auf

Die Freiburger Kantonspolizei hat in der Nacht auf Samstag in Villars-sur-Glâne FR eine Geburtstagesfeier mit über hundert Menschen aufgelöst. Die Party verstiess gegen die wegen der Corona-Pandemie geltenden Bestimmungen.

Die Teilnehmenden im Alter von 16 bis 25 Jahren, hauptsächlich aus den französischsprachigen Kantonen, seien zum Verlassen des Geländes aufgefordert worden, schreibt die Freiburger Kantonspolizei in einer Mitteilung.

 

Im Kanton Freiburg feierten über 100 Menschen an einer illegalen Geburtstagsparty. (Bild: Keystone)

Erste Ermittlungen hätten ergeben, dass der 21-jährige Organisator aus dem Kanton Freiburg ein Haus für eine private Party gemietet habe. Er sei ermittelt und der zuständigen Behörde gemeldet worden. Die Polizei habe gegen 23.30 Uhr interveniert, nachdem es zuvor zu mehreren Anrufen bei der Alarm- und Einsatzzentrale wegen Lärms und dem Verkehr gekommen sei.

Alle bernischen Lehrkräfte können sich impfen lassen

Im Kanton Bern können sich ab 10. Mai alle Lehrerinnen und Lehrer impfen lassen. Das teilte der Berufsverband Bildung Bern am Freitagabend auf seiner Website mit.

Alle bernischen Lehrkräfte können sich impfen lassen. (Bild: Keystone)

Er hat seit längerem gefordert, dass Berufsgruppen mit vielen direkten sozialen Kontakten prioritär geimpft werden. Dafür habe sich auch die kantonale Bildungsdirektorin Christine Häsler (Grüne) eingesetzt, schreibt der Verband. Alles zum Thema gibt es hier.

Indien: Mindestens 18 Corona-Patienten sterben bei Krankenhausbrand
Mindestens 18 Menschen starben beim Spital-Feuer in Indien. (Bild: Keystone)

Bei einem Brand in einem Krankenhaus im westindischen Bundesstaat Gujarat sind mindestens 18 mit dem Coronavirus infizierte Patienten ums Leben gekommen. Weitere 50 Menschen seien am frühen Samstagmorgen von Einheimischen und Feuerwehrleuten aus dem vierstöckigen Welfare Hospital in der Stadt Bharuch gerettet worden, berichtete die Zeitung «Times of India» unter Berufung auf die Polizei. Sie seien in andere Krankenhäuser gebracht worden.

Auf Bildern seien die Überreste von Menschen zu sehen, die lebendig auf Krankentragen und in Betten verbrannt seien, hiess es weiter. Das Feuer sei auf einer Station für Covid-19-Patienten ausgebrochen und nach einer Stunde gelöscht gewesen. Die Ursache für den Brand müsse noch ermittelt werden. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Indien meldet als erstes Land 400'000 Neuinfektionen an einem Tag

Indien notiert als erstes Land überhaupt mehr als 400’000 Corona-Neuinfektionen an einem Tag. Dies berichtet NTV. In 24 Stunden seien 401’993 Fälle verzeichnet worden, meldet das indische Gesundheitsministerium. Damit infizierten sich im Land seit Beginn der Pandemie 19,1 Millionen Menschen.

Mit über 400’000 Ansteckungen verzeichnet Indien einen weltweiten Rekord der neuen Corona-Infektionen in 24 Stunden. (Bild: Keystone)

Mit 3523 weiteren Toten steigt die Zahl der Verstorbenen auf insgesamt 212’000. Experten rechnen jedoch mit einer hohen Dunkelziffer. Die Lage in Indien ist dramatisch: Das Land hat sich in den vergangenen Tagen zum Epizentrum der Pandemie entwickelt. Nur seit Anfang Anfang April wurden rund sieben Millionen Neuansteckungen verzeichnet. Der Anstieg liegt vermutlich an der neuen Virusvariante B.1.617. Alle Hintergründe lesen Sie hier.

Disneyland in Kalifornien nach langer Corona-Pause wieder geöffnet

13 Monate lang war Disneyland wegen der Corona-Pandemie stillgelegt, nun hat der beliebte Freizeitpark in Kalifornien wieder auf. Mit dem Slogan «Der Zauber ist zurück» hiess der Disney-Konzern am Freitag die ersten Besucher willkommen. Auch der benachbarte Vergnügungspark, Disney California Adventure Park, ist wieder in Betrieb.

 

Das Disneyland in Kalifornien öffnete am Freitag nach 13 Monaten seine Tore wieder. (Bild: Keystone)

Nach grossen Impf-Fortschritten in dem Westküstenstaat sind in den letzten Wochen viele Corona-Beschränkungen gelockert worden. Disneyland-Besucher sind aber angewiesen, Schutzmasken zu tragen und Abstandsregeln zu befolgen. Derzeit ist eine Auslastung von 25 Prozent erlaubt, zunächst haben aber nur Besucher mit Wohnsitz in Kalifornien Zugang. Eine Reservierung ist erforderlich.

USA: Maskenpflicht in Flugzeugen bis September verlängert

Die wegen der Coronavirus-Pandemie in den USA verhängte Maskenpflicht in Flugzeugen, Zügen und anderen öffentlichen Verkehrsmitteln wird bis zum 13. September verlängert. Die Transportsicherheitsbehörde TSA teilte am Freitag mit, trotz rasant fortschreitender Impfungen in den USA blieben Masken ein wichtiges Instrument im Kampf gegen die Pandemie. Die TSA setze damit Richtlinien der Gesundheitsbehörde CDC um, wonach vollständig geimpfte Personen zwar innerhalb der USA wieder sicher reisen könnten, dabei aber weiterhin Vorsichtsmassnahmen beachten müssten.

Die Maskenpflicht gilt auch an Verkehrsknotenpunkten wie Flughäfen, Bahnhöfen oder Häfen. Verstösse können mit 250 Dollar (208 Euro) Strafe geahndet werden, im Wiederholungsfall drohen Bussgelder bis zu 1500 Dollar. Ausgenommen von der Maskenpflicht sind Kinder unter zwei Jahren sowie Menschen mit gewissen Einschränkungen. Die Massnahme trat am 1. Februar infolge einer Verfügung von US-Präsident Joe Biden in Kraft. Ohne die nun erfolgte Verlängerung wäre sie nach TSA-Angaben am 11. Mai ausgelaufen.

USA kündigen Einreisebeschränkungen für Indien an

Die US-Regierung will wegen der verheerenden Corona-Krise in Indien Reisen aus dem südasiatischen Land von kommender Woche an einschränken. Auf Anraten der US-Gesundheitsbehörde CDC werde die Regierung ab kommendem Donnerstag entsprechende Massnahmen umsetzen, teilte die Sprecherin des Weissen Hauses, Jen Psaki, am Freitag mit.

Sie machte keine Angaben dazu, welche Einschränkungen dann genau in Kraft treten sollen. Die bisher in der Pandemie erlassenen US-Einreisebeschränkungen gelten für Ausländer, die aus bestimmten Staaten kommen.

Psaki begründete den Schritt mit ausserordentlich hohen Fallzahlen und mit dem Zirkulieren mehrerer Varianten des Coronavirus in Indien. Weiterhin gilt in den USA wegen der Pandemie prinzipiell ein Einreisestopp für Ausländer aus dem europäischen Schengen-Raum, aus Grossbritannien, Irland, China, Brasilien, Südafrika und dem Iran. Eine Einreise aus diesen Staaten ist für Ausländer nur mit einer Ausnahmegenehmigung (National Interest Exception) möglich.

Gesundheitsdirektorenkonferenz setzt auf Impfrate und Richtwerte

Das vom Bundesrat vorgeschlagene Drei-Phasen-Modell zum Ausstieg aus der Corona-Krise wird von der Konferenz der GDK teilweise begrüsst. Die Impfrate soll jedoch besser berücksichtigt werden. Zudem sollen keine Öffnungen vollzogen werden, wenn der überwiegende Teil der Richtwerte nicht erfüllt ist.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Der Basler Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger ist Präsident der GDK. (Bild: Keystone)
Berufungsgericht erhöht Busse gegen Lazio

Lazio Rom muss im Fall um die Verletzung geltender Corona-Gesundheitsbestimmungen mit höheren Strafen rechnen als bisher gedacht. Das Berufungsgericht des italienischen Fussballverbandes erhöhte die Busse gegen den Verein auf 200’000 Euro, wie aus dem Urteil hervorging. In erster Instanz waren 150’000 Euro veranschlagt worden. Ausserdem soll Klubpräsident Claudio Lotito nicht sieben, sondern zwölf Monate in seiner Funktion gesperrt werden. Das Gericht kam damit einem Antrag der Staatsanwaltschaft nach.

Lazio dürfte gegen das Urteil gemäss «Gazzetta dello Sport» in letzter Instanz in Berufung gehen. Der Verein soll positive Corona-Testergebnisse im Oktober und November des vergangenen Jahres den italienischen Gesundheitsbehörden nicht fristgerecht gemeldet haben.

Trotz Corona: Bayreuther Wagner-Festspiele sollen 2021 stattfinden

Die Bayreuther Festspiele 2021 sollen trotz der Corona-Pandemie stattfinden. Das haben die Mitglieder des Verwaltungsrates der Festspiele am Freitag bekanntgegeben.

Die Festspiele auf dem Grünen Hügel sollten unter Beachtung der notwendigen Hygienekonzepte sowie gesetzlicher und behördlicher Regelungen ausgetragen werden, hiess es. Wie viele Zuschauer bei den Vorstellungen zugelassen werden, sei noch nicht entschieden. Die Entwicklung der Pandemie unterliege nach wie vor grosser Dynamik.

Sputnik V wartet in der Slowakei weiter auf Zulassung

Seit zwei Monaten warten in der Slowakei 200 000 bereits gelieferte Dosen des russischen Impfstoffs Sputnik V auf ihre Zulassung. Die staatliche slowakische Arzneimittelbehörde SUKL sah am Freitag ihre früheren Bedenken bestätigt, wonach der an die Slowakei gelieferte Impfstoff nicht in allen Details identisch mit dem zuvor in der renommierten Fachzeitschrift Lancet beschriebenen sei.

In einer der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Stellungnahme begrüsste SUKL-Sprecherin Magdalena Jurkemikova, dass der zunächst geheimgehaltene russisch-slowakische Liefervertrag nun doch veröffentlicht wurde. Dadurch sei nachweisbar, dass der Hersteller selbst ausdrücklich auf mögliche Abweichungen hingewiesen habe. «Sputnik V» sei laut Vertragstext eine Handelsmarke, die keine identische Zusammensetzung aller gelieferten Chargen garantiere.

Weisses Haus: 100 Millionen Amerikaner voll geimpft

Die US-Impfkampagne in der Corona-Pandemie hat eine weitere wichtige Marke erreicht. «Heute sind 100 Millionen Amerikaner voll geimpft», sagte der Corona-Koordinator des Weissen Hauses, Jeff Zients, am Freitag. Zients betonte, dass dies nicht bedeute, dass schon alle 100 Millionen, die die erforderlichen Impfungen erhalten haben, auch schon über den vollen Impfschutz verfügen. Dieser ist nach offiziellen Angaben erst zwei Wochen nach der letzten erforderlichen Impfung erreicht.

In den USA leben rund 330 Millionen Menschen – somit hat annähernd jeder Dritte in der Bevölkerung die erforderlichen Corona-Impfdosen bekommen.

Keine Prämie für Krankenpflegepersonal in Genf

Genf will im Gegensatz zum Kanton Waadt dem Pflegepersonal keine Prämie wegen der Coronavirus-Pandemie ausrichten. Der Grosse Rat hat am Freitag eine Petition abgelehnt, die einen Bonus in Höhe von 1000 Franken pro Person verlangte.

Die Petition wurde von einem Bürger gestartet, der von «der Hingabe des Pflegepersonals berührt war, das sich mit Leib und Seele den Kranken widmet, die Gesundheit aufs Spiel setzt und manchmal sogar das Leben riskiert». Die Linke unterstützte die Initiative, während die Rechte der Meinung war, dass die Petition unfair sei, da sie nur auf Pflegekräfte abziele.

«Dieser Bonus ist ungleich und unfair», sagte der MCG-Abgeordnete François Baertschi. SVP-Vertreter Stéphane Florey sagte, er verstehe nicht, warum nicht auch Apotheker, Angestellte des öffentlichen Verkehrs und Ambulanzfahrer, die während der Krise ebenfalls an vorderster Front standen, unterstützt werden sollten.

Bund arbeitet an Ausweitung der Kurzarbeit um weitere sechs Monate

Die zuständige Nationalratskommission fordert den Bundesrat auf, die Kurzarbeitsentschädigung von 18 auf 24 Monate zu verlängern. In der Bundesverwaltung laufen offenbar entsprechende Vorarbeiten.

Die Regierung hatte vom Parlament im revidierten Covid-19-Gesetz die Kompetenz erhalten, die Kurzarbeitsentschädigung von 18 auf 24 Monate zu verlängern. Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats (SGK-N) erwartet, dass der Bundesrat diesen Schritt an seiner nächsten Sitzung vollzieht, wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilten.

Zudem fordert die Kommission den Bundesrat in einem Schreiben auf, dem Parlament rechtzeitig eine Vorlage zu unterbreiten, damit die Massnahmen zur Entschädigung des Erwerbsausfalls bis Ende Jahr verlängert werden können. Befriedigt habe die Kommission zur Kenntnis genommen, dass in der Verwaltung auch in diesem Punkt entsprechende Vorarbeiten liefen, heisst es in der Mitteilung weiter.

Nasenabstriche bei Kamelen zur Vorbeugung der nächsten Pandemie

Die Atemwegserkrankung Middle East Respiratory Syndrome (Mers) sorgte 2012 für Schlagzeilen. Auch Kamele tragen dieses Virus in sich. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Niederländische Regierung gibt grünes Licht für ESC mit Zuschauern

Beim Eurovision Songs-Contest (ESC) in Rotterdam im Mai dürfen trotz anhaltend hoher Infektionszahlen doch Zuschauer dabei sein. Die niederländische Regierung gab endgültig grünes Licht, wie die ESC-Organisatoren am Freitag in Rotterdam mitteilten.

Bei öffentlichen Proben, Halbfinals und dem Finale werden jeweils 3500 Zuschauer zugelassen. Die Regierung machte aus dem Mega-Event ein Experiment in der Forschungsreihe «Fieldlab». Dabei wird unter wissenschaftlicher Begleitung untersucht, ob auch in Corona-Zeiten Veranstaltungen mit Publikum möglich sind.

Die Regierung hatte zwar schon zuvor unter Vorbehalt Zustimmung gegeben, doch die letzte Entscheidung von der aktuellen Entwicklung der Verbreitung des Virus abhängig gemacht. Sollten mehr als 900 Patienten auf den Intensivstationen liegen, wäre keine Zustimmung erteilt worden. Am Donnerstag waren es 813. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner lag am Donnerstag nach Angaben der niederländischen Regierung landesweit bei etwa 317.

Die Organisatoren reagierten erleichtert, betonten jedoch, dass alle Schutzmassnahmen getroffen würden. «Die Sicherheit für Besucher, Künstler und Delegationen geht vor.» Zuschauer müssen einen negativen Test vorlegen, der nicht älter als 24 Stunden ist. Sie müssen sich auch einige Tage nach Besuch einer Show erneut testen lassen.

Die Halbfinals des ESC finden am 18. und 20. Mai statt. Das grosse Finale ist am 22. Mai. Ein Ticket bekommen nur diejenigen, die bereits für die Shows im vergangenen Jahr eine Karte hatten. 2020 war der Wettbewerb wegen der Corona-Pandemie aber zum ersten Mal in seiner Geschichte abgesagt worden.

AstraZeneca-Chef verteidigt Impfstoff-Lieferverzögerungen

Der Chef des britisch-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca verteidigt trotz des holprigen Starts sein Impfstoffgeschäft. «Wir haben nie zu viel versprochen, wir haben das kommuniziert, was wir zu dem Zeitpunkt für möglich gehalten haben», sagte Pascal Soriot am Freitag bei der Vorlage der Quartalszahlen.

Auch wenn er unzufrieden sei, weil nicht noch mehr geliefert worden sei, sei er stolz auf die Leistungen seines Unternehmens bei der Entwicklung und Produktion des Mittels. «Wir bedauern nichts … weil wir einen grossen Unterschied gemacht haben», fuhr Soriot fort.

Zugleich stellte er steigende Impfstofflieferungen in Aussicht. Das Unternehmen sei auf Kurs zu dem Ziel, monatlich 200 Millionen des Impfstoffs auszuliefern. Die Produktion ziehe an. AstraZeneca war in den vergangenen Monaten wegen immer wieder gekürzter Impfstoffzusagen in der EU in die Kritik geraten.

Corona-Impfung für alle Erwachsenen in Frankreich ab Mitte Juni

Frankreich will Impfungen gegen Covid-19 ab dem 15. Juni für alle Erwachsenen zulassen. Das kündigte Präsident Emmanuel Macron am Freitag auf Twitter an.

Alle Menschen über 50 Jahre sollen sich ab dem 15. Mai impfen lassen können, schrieb er ausserdem. Alle Erwachsenen mit bestimmten Vorerkrankungen könnten ab diesem Wochenende einen Impftermin wahrnehmen.

Mehr als 15,2 Millionen Menschen haben in Frankreich mit Stand Donnerstagabend mindestens eine erste Impfung erhalten. Das entspricht knapp 23 Prozent der Gesamtbevölkerung.

357'624 Impfdosen in einer Woche verabreicht

Vom 22. April bis 28. April sind in der Schweiz 357’624 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden. Dies geht aus den Angaben hervor, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag auf seiner Website veröffentlichte.

Pro Tag wurden damit durchschnittlich 51’089 Impfungen durchgeführt. Im Vergleich zur Woche davor stieg die Impfkadenz um 12 Prozent. Insgesamt wurden bis Mittwoch 2’642’062 Impfungen durchgeführt.

Bislang sind 930’199 Personen vollständig geimpft, das heisst 10,8 Prozent der Bevölkerung haben bereits zwei Impfdosen erhalten. Bei 781’664 Personen wurde bislang nur die Erstimpfung durchgeführt.

BAG meldet 1'831 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag innerhalb von 24 Stunden 1’831 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG acht neue Todesfälle und 108 Spitaleinweisungen.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Biontech: Antrag auf Impfstoffzulassung für Kinder ab zwölf gestellt

Der deutsche Impfstoffhersteller Biontech und sein US-Partner Pfizer haben nach eigenen Angaben bei der europäischen Zulassungsbehörde EMA die Zulassung ihres Corona-Vakzins für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren beantragt.

Dabei gehe es um die Anpassung und Erweiterung der bestehenden Zulassung auf diese Altersgruppe, teilten die Unternehmen am Freitag mit. Sobald die EMA die Änderung genehmige, werde die angepasste bedingte Zulassung in allen 27 Mitgliedsstaaten der EU gültig sein.

Das Mittel von Biontech/Pfizer ist in der EU und in den USA bislang erst für Menschen ab 16 Jahren bedingt zugelassen. In den USA haben die beiden Partner bereits bei der Lebens- und Arzneimittelbehörde (FDA) einen Antrag auf die Erweiterung der bestehenden Notfallzulassung für den Impfstoff auf die Gruppe der 12- bis 15-Jährigen eingereicht.

Der Impfstoffhersteller Pfizer/Biontech hat bei der europäischen Zulassungsbehörde EMA die Zulassung für 12- bis 15-Jährige beantragt. (Symbolbild: Keystone)
Italien knackt Halbe-Million-Marke bei täglichen Corona-Impfungen

Italien hat das angestrebte Ziel von einer halben Million Corona-Impfungen am Tag erreicht. Mehr als 500’000 Vakzin-Dosen seien am Donnerstag gespritzt worden, teilte Gesundheitsminister Roberto Speranza am Freitag auf Facebook mit.

Die Regierung des früheren Chefs der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, hatte sich im März das Ziel gesetzt, bis Ende April die Halbe-Million-Marke täglicher Schutzimpfungen zu erreichen.

In dem Mittelmeerland wurden inzwischen mehr als 19,4 Millionen Impfdosen verabreicht, wie aus Zahlen des Gesundheitsministeriums vom Freitag hervorgeht. In dieser Woche trafen insgesamt ungefähr 4,7 Millionen weitere Dosen der vier Hersteller Biontech/Pfizer, Astrazeneca, Moderna und Johnson & Johnson in Italien ein, wie der für die Verteilung zuständige Corona-Kommissar mitteilte.

Brasilien leidet unter Corona-Pandemie und Hunger

Inmitten der ausser Kontrolle geratenen Corona-Pandemie in Brasilien ist der Hunger mit voller Wucht zurückgekehrt. 116,8 Millionen Brasilianer haben keinen vollständigen und dauerhaften Zugang zu Nahrung, 19 Millionen unter ihnen leiden Hunger, wie aus einer Studie des Brasilianischen Forschungsnetzwerks für Ernährungssicherheit (Rede PENSSAN) mit Daten vom Dezember hervorgeht. Damit sind mehr als 55 Prozent der Haushalte betroffen, ein Anstieg um 54 Prozent im Vergleich zu 2018. In der Corona-Pandemie überschritt das Land am Donnerstag die Marke von 400’000 Toten.

Brasilien wird mitten in der Corona-Pandemie von einer Hungersnot überrollt. (Symbolbild: Keystone)
Mehr als 386'000 neue Corona-Fälle in Indien – Impfstoff knapp

In Indien ist ein weltweiter Höchstwert an neuen Corona-Infektionen binnen eines einzigen Tages erfasst worden. Innerhalb von 24 Stunden wurden mehr als 386’000 Infektionen registriert, wie aus Zahlen des Gesundheitsministeriums von Freitag hervorgeht. Im selben Zeitraum starben weitere 3’498 Menschen mit oder an dem Virus. In dem südasiatischen Land mit insgesamt mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern sind Krankenhäuser und Krematorien überfüllt. Medizinischer Sauerstoff ist knapp.

Zugleich berichteten mehrere indische Bundesstaaten, dass ihnen die Impfdosen ausgehen. Nach dem Plan der Regierung sollen sich von diesem Samstag an eigentlich alle Erwachsenen impfen lassen können. Dem Land, das auch als «Apotheke der Welt» bekannt ist und selbst massenhaft Corona-Impfstoff herstellt, fehlt es jedoch an Impfstoffen. In der Hauptstadt Neu Delhi ist unklar, wann wirklich alle Menschen über 18 Jahren geimpft werden. In der Finanzmetropole Mumbai wurden am Freitag die Impfzentren für mindestens drei Tage geschlossen.

Die Lage in Indien ist prekär: Die Krematorien sind überfüllt. (Bild: Keystone)
AstraZeneca nimmt für Impfstoff weniger Gewinn in Kauf

Der britisch-schwedische Pharmakonzern AstraZeneca hat für seinen Corona-Impfstoff einen geringeren Gewinn in Kauf genommen. Im ersten Quartal sei der Ertrag je Aktie deswegen drei Cent geringer ausgefallen, teilte das Unternehmen am Freitag mit.

Weltweit nahm der Konzern 275 Millionen Dollar mit seinem Impfstoff ein, den grössten Teil davon in Europa. Der Pharmakonzern hatte angekündigt, während der Pandemie keinen Gewinn mit seinem Impfstoff erwirtschaften zu wollen. In den drei Monaten bis Ende März seien 68 Millionen Dosen ausgeliefert worden.

Insgesamt stieg der Umsatz um elf Prozent währungsbereinigt auf 7,32 Milliarden Dollar, der Kerngewinn je Aktie lag bei 1,63 Dollar. Die Zahlen fielen besser aus als Analysten erwartet hatten. Für die zweite Jahreshälfte sagte AstraZeneca-Chef Pascal Soirot eine Geschäftsbelebung voraus, wenn die Auswirkungen der Corona-Pandemie zurückgingen.

Amazon schreibt in Corona-Krise weiteren Rekord

Amazon setzt seine Rekordjagd in der Corona-Krise fort: Der Gewinn verdreifachte sich auf bisher nie erreichte 8,1 Milliarden Dollar, wie der weltgrösste Onlinehändler am Donnerstag nach Börsenschluss mitteilte.

Es ist das vierte Quartal in Folge mit einem Rekord. Angesichts geschlossener Läden rund um den Globus kaufen immer mehr Menschen bei Amazon ein, nutzten mehr Firmen die Lager des US-Konzerns oder warben auf der Plattform. Die Amazon-Aktie legte nachbörslich vier Prozent zu.

Mehr als 1,2 Millionen Mitarbeiter

Inzwischen kommt das Unternehmen mit weltweit mehr als 1,2 Millionen Mitarbeitern auf mehr als 200 Millionen Prime-Mitglieder, die gegen Gebühren unter anderem Zugriff auf schnellere Lieferungen und den Streamingdienst haben. Der Umsatz legte von Januar bis März um 44 Prozent auf 108,5 Milliarden Dollar zu. Um die eigenen Mitarbeiter bei der Stange zu halten, will Amazon künftig rund 500’000 Angestellten mehr zahlen und dafür mehr als eine Milliarde Dollar in die Hand nehmen.

Im Februar hatte Unternehmensgründer Jeff Bezos völlig überraschend seinen Rückzug von der Firmenspitze angekündigt. Sein Nachfolger wird der bisherige Chef der Cloudsparte AWS, Andy Jassy. Der Umsatz des weltgrössten Cloud-Anbieters vor Microsoft und Google stieg um 32 Prozent auf 13,5 Milliarden Dollar. Neben dem Online- und Cloud-Geschäft betreibt Amazon auch die Bio-Supermarktkette Whole Foods und stellt beispielsweise eigene elektronische Geräte her.

Mehr als 400'000 Corona-Tote in Brasilien

Brasilien hat die Marke von 400’000 Corona-Toten überschritten. Seit Beginn der Pandemie sind 401’186 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums in Brasília am Donnerstagabend (Ortszeit) hervorgeht. Nur in den USA wurden bislang mehr Tote als in Brasilien registriert. Nach den Vereinigten Staaten und Indien verzeichnet das grösste und bevölkerungsreichste Land Lateinamerikas zudem mit 140’590’678 Fällen die meisten Infektionen. Erst vor rund 35 Tagen hatte Brasilien die Marke von 300’000 Corona-Toten überschritten, wobei vor allem die Zahl der Gestorbenen unter den 20- bis 39-Jährigen gestiegen ist.

(Bild: Keystone)

Der rechtspopulistische Präsident Jair Bolsonaro hat das Coronavirus von Anfang an verharmlost, Schutzmassnahmen und Einschränkungen lehnt er – aus wirtschaftlichen Gründen – weiterhin ab. Mittlerweile zieht Bolsonaro auch den Sinn von Impfungen in Zweifel. Am Dienstag nahm ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss die Arbeit auf, der Handlungen und Unterlassungen des Präsidenten in der ausser Kontrolle geratenen Pandemie in Brasilien beleuchten soll. Bolsonaro wird unter anderem vorgeworfen, mögliche Lieferungen von Corona-Impfstoffen ausgeschlagen und verschleppt sowie Bundesmittel in der Pandemiebekämpfung veruntreut zu haben.

Weltweit bereits mehr als 150 Millionen bestätigte Infektionen

Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie ist die Zahl der weltweit nachgewiesenen Infektionen auf mehr als 150 Millionen angestiegen. Das ging am Donnerstagabend (Ortszeit) aus Daten der US-Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Erst vor gut drei Monaten, am 26. Januar, war die Schwelle von 100 Millionen bekannten Infektionen überschritten worden.

Die Zahl der bekannten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus liegt der Universität zufolge inzwischen bei mehr als 3,1 Millionen, eine Million mehr als noch Ende Januar. Experten gehen sowohl bei den Infektionen als auch bei den Todesfällen allerdings weltweit von hohen Dunkelziffern aus.

Höherer Stand als WHO

Die Webseite der US-Universität wird regelmässig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden die Zahlen aber auch wieder nach unten korrigiert. Die WHO zählte bis Donnerstagabend 149,2 Millionen bestätigte Infektionen, 3,1 Millionen Todesfälle und rund eine Milliarde verabreichte Corona-Impfungen.

Das weltweite Infektionsgeschehen wird seit etwa Anfang April stark von der Entwicklung in Indien beeinflusst. In dem Land mit rund 1,3 Milliarden Einwohnern meldeten die Behörden zuletzt rund 300’000 Neuinfektionen pro Tag. Dem jüngsten WHO-Wochenbericht zufolge war Indien für rund 38 Prozent aller Infektionen weltweit verantwortlich.

USA mit vielen Fällen

Die meisten bestätigten Infektionen gibt es bislang mit gut 32 Millionen in den USA, einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern. Auf Platz zwei steht mit rund 18 Millionen Infektionen Indien, dahinter folgen Brasilien (14,5 Millionen) und Frankreich (5,7 Millionen). In Deutschland gab es den Johns-Hopkins-Daten zufolge knapp 3,4 Millionen bestätigte Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2.

Portugal beendet nach fünfeinhalb Monaten den Corona-Ausnahmezustand

Im Zuge der seit Wochen sinkenden Infektionszahlen geht im früheren Corona-Hotspot Portugal der Ausnahmezustand nach knapp fünfeinhalb Monaten am Samstag zu Ende. Das bedeute allerdings nicht, dass die Gefahr vorüber sei, warnte Ministerpräsident António Costa am Donnerstagabend in Lissabon. Zur Aufrechterhaltung einiger Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie werde man deshalb eine niedrigere Notstandsstufe in Kraft setzen.

(Bild: Keystone)

Ab Samstag wird es weitere Lockerungen geben: Restaurants, Cafés und Bars sowie Kinos, Theater und andere Kultur- und Freizeitstätten dürfen nun auch an den Wochenenden bis 22:30 Uhr offen bleiben. Bisher galt an den Wochenenden in ganz Portugal eine Sperrstunde um 13 Uhr. Neben weiteren Lockerungen dürfen Einkaufszentren künftig werktags bis 21 und an den Wochenenden bis 19 Uhr offen bleiben. Zudem wird am Samstag die Landgrenze zu Spanien wieder geöffnet.

Knapp dreiwöchiger Corona-Lockdown beginnt in Türkei

Zur Eindämmung der hohen Corona-Fallzahlen hat in der Türkei ein landesweiter Lockdown begonnen. Alle für den Grundbedarf nicht nötigen Geschäfte schlossen am Donnerstag um 19 Uhr Ortszeit (18 Uhr MEZ). Die Menschen dürfen bis zum frühen Morgen des 17. Mai nur noch aus triftigen Gründen wie etwa zum Einkaufen auf die Strasse. Dazu öffnen Supermärkte zu bestimmten Tageszeiten ausser sonntags.

Von den Restriktionen nicht betroffen sind etwa der Bausektor und Betriebe, die für die Aufrechterhaltung von Produktion und Lieferketten wichtig sind. Touristen sind von den Ausgangsbeschränkungen ausgenommen.

Irischer Premier kündigt Corona-Lockerungen an

Der irische Premierminister Micheál Martin hat angesichts einer stabilen Corona-Lage in Irland weitreichende Lockerungen angekündigt. «Wegen Ihrer harten Arbeit, sind wir nun in einer besseren Situation», sagte Martin am Donnerstag in Dublin nach Angaben des Senders RTÉ. Ab dem 10. Mai dürfen die Iren im eigenen Land wieder reisen und sich draussen in Gruppen von sechs Personen treffen. Am gleichen Tag sollen auch erstmalig Friseure, Museen und Büchereien wieder öffnen dürfen.

(Bild: Keystone)

Für den 17. Mai ist dann die Wiedereröffnung von Geschäften geplant, für Anfang Juni der Neustart für Hotels und Ferienwohnungen. Die Gastronomie muss sich – genauso wie Fitnessstudios und Schwimmbäder – noch bis zum 7. Juni gedulden.

Rund jeder fünfte Ire hat bereits mindestens eine erste Corona-Impfung erhalten. In den vergangenen 14 Tagen zählte das Land pro 100’000 Einwohner rund 114 Corona-Neuinfektionen.

Tschechien öffnet Einzelhandel in anderthalb Wochen

Tschechien geht erste Schritte aus dem harten Corona-Lockdown. In anderthalb Wochen – vom 10. Mai an – dürfen alle Einzelhandelsgeschäfte wieder öffnen, wie die Regierung in Prag am Donnerstag beschloss. Dabei ist die Zahl der Kunden im Geschäft begrenzt. Zudem gelten Hygiene- und Abstandsregeln. Die meisten Läden waren gut ein halbes Jahr lang geschlossen.

Eine Woche später soll die Aussengastronomie folgen. Bereits von diesem Montag an werden Friseurbesuche möglich, aber nur mit einem negativen Corona-Test. Zudem kehren in Teilen des Landes weitere Schüler an die Grundschulen zurück. Die Testpflicht für Arbeitnehmer in Firmen wurde bis in den Juni hinein verlängert.

Corona-Regeln für Freibäder in Konsultation geschickt

In den kommenden Tagen und Wochen öffnen viele Freibäder ihre Türen für Schwimmer. Welche Corona-Regeln dort genau gelten, ist derzeit noch nicht ganz klar. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Weiterer Coronavirus-Fall im FC St. Gallen

Der FC St. Gallen hat einen nächsten Ausfall aufgrund des Coronavirus zu beklagen. Eine gute Woche nach Captain Jordi Quintilla gab auch Elie Youan ein positives Testresultat ab. Der 22-jährige Angreifer muss auf Anweisung des Kantonsarztes bis am nächsten Montag in Isolation. Youan wird dem FCSG damit in Basel und im wichtigen Heimspiel gegen den FC Sion nicht zur Verfügung stehen.

Der Rest der Mannschaft wurde nach Youans positivem Test ebenfalls getestet. Alle Proben fielen negativ aus. In Absprache mit dem Kantonsarzt kann der FC St. Gallen damit den Spielbetrieb wie bis anhin fortführen.

Aargau will bis zu 200'000 Personen jede Woche auf Corona testen

Im Kanton Aargau starten in der kommenden Woche mit dem repetitiven Corona-Testen. Das Konzept sieht einen schrittweisen Testaufbau in Schulen, Betrieben, Pflegeheimen und sozialmedizinischen Institutionen vor. Ab Mitte Juni sollen bis zu 200’000 Personen pro Woche getestet werden.

Zunächst startet der Testbetrieb in den Schulen und Betrieben, wie das kantonale Departement Gesundheit und Soziales (DGS) am Donnerstag mitteilte. Rund 800 Lehrpersonen und 4300 Mittelschülerinnen und -schülern in Tagesschulen können als erste teilnehmen.

Das repetitive Testen in Schulen und Betrieben startet im Kanton Aargau ab nächster Woche. (Symbolbild: Keystone)

Eine Woche später folgten die Pflegeheime und die sozialmedizinischen Institutionen. Bis Ende Mai wird gemäss DGS angestrebt, rund 100’000 Personen pro Woche zu testen.

Ab Mitte Juni bis zum voraussichtlichen Projektende Ende September soll die Zahl der Getesteten auf bis zu 200’000 Personen pro Woche ansteigen. Damit würde ein relevanter Teil der mobilen Aargauer Bevölkerung getestet werden, heisst es in einer Medienmitteilung. Für alle beteiligten Personen sei das repetitive Testen freiwillig. Die Kosten trage der Bund.

Mehr als jeder Vierte in Deutschland einmal gegen Corona geimpft

Mehr als jeder Vierte in Deutschland hat der Bundesbehörde für Infektionskrankheiten zufolge mindestens eine Impfdosis gegen das Coronavirus bekommen. Das geht aus dem Impfquotenmonitoring des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstag hervor (Stand: 29.4., 13.30 Uhr).

25,9 Prozent der etwa 83 Millionen Menschen im Land erhielt bereits die erste Impfdosis, 7,5 Prozent den vollen Impfschutz. Zudem seien am Donnerstag erstmal mehr als eine Million Impfdosen gespritzt worden – so viele an einem Tag wie noch nie seit Beginn der Impfkampagne.

(Bild: Keystone)

Alle Stellen verabreichten bislang insgesamt über 27,8 Millionen Impfungen. Davon waren knapp 21,6 Millionen Erstimpfungen. Weitere gut 6,2 Millionen Impfungen wurden für den vollständigen Impfschutz gespritzt. Wegen technischer Probleme lagen die aktualisierten Impfdaten einiger Bundesländer am Donnerstag nicht vor.

Bundesrat beantragt dem Parlament weitere Corona-Millionenkredite

In den vergangenen Wochen hat der Bundesrat weitere Ausgaben zur Bewältigung der Corona-Pandemie von 614 Millionen Franken beschlossen. Diese müssen vom Parlament im Rahmen eines Nachtragskredits bewilligt werden.

Ende März 2021 verabschiedete der Bundesrat den Nachtrag I zum Voranschlag 2021. Damit wurden die Ausgaben zur Bewältigung der Corona-Pandemie im laufenden Jahr auf 22,9 Milliarden Franken erhöht. Seither hat der Bundesrat weitere Mittel im Umfang von 614 Millionen Franken beschlossen. Dadurch steigen die Corona-Ausgaben im Jahr 2021 auf 23,5 Milliarden Franken an, wie es in einer Mitteilung des Bundesrats vom Donnerstag heisst.

Die Nachmeldung umfasst vier Massnahmen: Erstens den Beitrag an die globale Initiative «Access to Covid-19 Tools Accelerator»; zweitens Mittel zur Beschaffung weiterer Arzneimitteln gegen Covid-19; drittens Finanzhilfen im Kulturbereich; und viertens den Bundesanteil für den Schutzschirm der Eventbranche.

Das Parlament befindet in der Sommersession vom Juni über die Nachtragskredite.

Bürgermeister: New York macht im Juli wieder ganz auf

New York will im Juli alle Corona-Beschränkungen wieder aufheben. «Unser Plan ist, New York vom 1. Juli an wieder voll zu öffnen», sagte Bürgermeister Bill de Blasio am Donnerstag dem TV-Sender MSNBC.

«Wir sind bereit dafür, dass Läden wieder öffnen, Unternehmen wieder öffnen, Büros, Theaters, volle Kraft.» Weitere Details nannte der Bürgermeister zunächst nicht.

Viel fehlt zu einer kompletten Öffnung der Millionenmetropole an der amerikanischen Ostküste schon jetzt nicht mehr: Bis auf Grossveranstaltungen ist das Meiste erlaubt und geöffnet – wenn auch fast immer mit Abstands-, Hygiene- und Maskenvorschriften sowie teils eingeschränkten Kapazitäten.

Einige kulturelle Einrichtungen wie die Metropolitan Oper haben allerdings angekündigt, erst zum Jahresende hin wieder zu öffnen. Die Theater des Broadway planen mit Herbst. New York war im vergangenen Frühjahr das Epizentrum der Pandemie in den USA. Inzwischen hat sich das Infektionsgeschehen jedoch stabilisiert. Die Zahl der Neuinfektionen sinkt. Die Impfkampagne kommt rasch voran.

EU-Experten prüfen Fälle von Herzmuskelentzündungen nach Impfung

Die Experten der EU-Arzneimittelbehörde (EMA) prüfen Fälle von Herzmuskelentzündungen nach einer Impfung mit den Präparaten der Hersteller Pfizer/Biontech und Moderna. Das teilte die Behörde am Donnerstag in Amsterdam auf Anfrage der Nachrichtenagentur DPA mit.

«Zur Zeit gibt es keinen Hinweis, dass diese Fälle mit dem Impfstoff zusammenhängen», teilte die EMA mit. Myokarditis (Herzmuskelentzündung) komme jedoch im Zusammenhang mit einer Covid-19 Erkrankung häufiger vor.

(Bild: Keystone)

Die EMA machte keinerlei Angaben über die Zahl der Fälle. Betroffen seien die sogenannten mRNA-Impfstoffe. In der EU sind das die Präparate von Biontech/Pfizer und Moderna.

Israelische Medien hatten über eine Analyse berichtet, der zufolge 62 Fälle von Myokarditis im zeitlichen Zusammenhang mit einer Impfung aufgetreten seien, vor allem bei jungen Männern im Alter von 18 bis 30 Jahren. Davon seien zwei Patienten – ein Mann und eine Frau – gestorben. Die meisten – 56 Fälle – traten nach der Zweitimpfung auf. Insgesamt haben in Israel rund fünf Millionen Einwohner eine Zweitimpfung erhalten. In dem Land wurde nahezu ausschliesslich mit dem Biontech/Pfizer-Präparat geimpft.

Wallis erhöht Impfkapazität – Personen ab 16 sollen sich anmelden

Der Kanton Wallis weitet seine Corona-Impfkampagne aus. Er ruft Personen ab 16 Jahren dazu auf, sich zu registrieren. Momentan haben über 50-Jährige Vorrang. Sobald neue Impfstoffdosen verfügbar sind, erhalten jüngere Menschen ihre Impftermine.

Zudem werden ab Mitte Mai neue Impfzentren in Vouvry, Saxon, Haute-Nendaz, Siders und Gampel eröffnet, wie der Kanton Wallis am Donnerstag weiter mitteilte. Sie ergänzen die bestehenden Einrichtungen in Brig, Sitten, Martigny, Collombey und die Arztpraxen. Die Impfung in Apotheken hat in einer Pilotphase bereits begonnen und wird schrittweise ausgeweitet.

Bislang hat der Kanton Wallis mehr als 100’000 Dosen des Impfstoffs verabreicht. Etwa 11,4 Prozent der Bevölkerung hat zwei Dosen Impfstoff erhalten, womit das Wallis im Schweizer Durchschnitt liegt (10,05 Prozent).

Corona in Europa: Viele Staaten wagen Schritte aus dem Lockdown

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie haben die EU-Staaten unterschiedliche Herangehensweisen. Eine Übersicht zu den Lockerungs-Plänen.

In der Schweiz sind die Restaurantterrassen seit dem 19. April wieder offen. (Keystone)
BAG meldet 2'066 Neuinfektionen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag innerhalb von 24 Stunden 2066 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 18 neue Todesfälle und 86 Spitaleinweisungen. Mehr dazu hier.

Keine Bewilligung für Corona-Demo in Wettingen

Das «Aktionsbündnis Aargau-Zürich für eine vernünftige Corona-Politik» erhält keine Bewilligung für die geplante Kundgebung am 8. Mai in Wettingen AG. Der Aargauer Regierungsrat hat die Ablehnung des Gesuchs durch den Gemeinderat bestätigt. Auch Aarau lehnte ein Gesuch ab.

Der Gesundheitsschutz gehe in diesem konkreten Fall der Meinungsäusserungs- und Versammlungsfreiheit vor, teilte der Regierungsrat am Donnerstag mit. Auch bestehe ein Öffentliches Interesse für Nichtdurchführung der Kundgebung. Die Gruppierung hatte beim Regierungsrat eine Beschwerde gegen den Entscheid des Gemeinderats Wettingen eingereicht.

Jura gibt Impftermine ab 16 Jahre frei

Im Kanton Jura können sich ab nächster Woche sämtliche Personen ab 16 Jahren gegen Coronavirus impfen lassen. Möglich machen dies die höheren Lieferungen der Impfstoffe von Moderne und Pfizer/Biontech, die für Mai und Juni in der Schweiz erwartet werden.

Der Kanton Jura ist der erste in der Romandie, der diesen Schritt vollzieht. Gemäss einer Mitteilung vom Donnerstag wird die Impfkampagne ab 6. Mai auf Personen ab 16 Jahren ausgeweitet. Mehr dazu hier.

BAG über die aktuelle Lage

Die Zahl gemeldeter Ansteckungen mit dem Coronavirus hat in den Kantonen und im Fürstentum Liechtenstein in der Woche vom 19. bis 25. April (Woche 16) im Vergleich zur Vorwoche leicht zugenommen. Ebenso die Anzahl Todesfälle.

Das meldete das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag in seinem neusten Wochenbericht. In der Woche 16 wurden insgesamt 14’542 laborbestätigte Fälle gemeldet, gegenüber 14’136 in der Vorwoche. Das entspricht einer leichten Zunahme von 2,9 Prozent. Das BAG spricht von einer Stagnation. Mehr dazu hier.

Biontech: Bald Zulassungsantrag für Impfstoff für Kinder ab 12

Der deutsche Impfstoffhersteller Biontech will in Kürze eine Zulassung seines Corona-Vakzins für Kinder ab zwölf Jahren in der EU beantragen. Dieser Antrag werde voraussichtlich «in den nächsten Tagen» bei der europäischen Zulassungsbehörde EMA gestellt, sagte eine Unternehmenssprecherin am Donnerstag der Nachrichtenagentur DPA.

(Symbolbild: Keystone)

Zuvor hatte der «Spiegel» berichtet, dieser Antrag solle am kommenden Mittwoch eingereicht werden. «Wir haben die Studiendaten für die 12- bis 15-Jährigen in den USA für die bedingte Zulassung eingereicht, in Europa sind wir in den letzten Zügen vor der Einreichung», zitierte das Nachrichtenmagazin Biontech-Chef Ugur Şahin. Die Prüfung eines Zulassungsantrags für Corona-Impfstoffe bei der EMA dauert in der Regel wenige Wochen.

Erneut Rekord bei Corona-Neuinfektionen in Indien

Die Corona-Pandemie wütet in Indien weiter mit immer höheren Werten bei den täglichen Neuinfektionen. In den vergangenen 24 Stunden haben sich 379’000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, wie Zahlen des indischen Gesundheitsministeriums am Donnerstag zeigen – ein weltweiter Rekord.

Die Gesamtzahl der Corona-Infektionen in Indien stieg auf mehr als 18 Millionen. Zudem sind seit Pandemiebeginn insgesamt mehr als 200’000 Menschen in Verbindung mit dem Coronavirus gestorben. (Keystone)

3’645 Menschen sind demnach im selben Zeitraum mit oder an der Krankheit gestorben. Ab Mai sollen sich in Indien alle Erwachsenen impfen lassen können. Am Mittwoch war der Ansturm auf die Registrierungswebseiten so gross, dass die Server zeitweise überlastet wurden, wie indische Medien berichteten. Zunächst sollen Impfungen nur nach einer Online-Registrierung möglich sein.

7-Tage-Inzidenz mit niedrigstem Wert seit Mitte April

In Deutschland ist die vom Robert Koch-Institut gemeldete 7-Tage-Inzidenz so niedrig wie seit rund zwei Wochen nicht mehr. Der Wert, der die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100’000 Einwohner angibt, lag am Donnerstagmorgen bei 154,9.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstag binnen eines Tages 24 736 Corona-Neuinfektionen. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 264 neue Todesfälle verzeichnet. (Symbolbild: Keystone)

Niedriger lag die Inzidenz nach RKI-Angaben zuletzt am 14. April (153,2). Am Mittwoch hatte das RKI die 7-Tage-Inzidenz noch mit 160,6 angegeben, vor einer Woche hatte sie bei 161,1 gelegen.

Jede dritte Fachperson der Sozialen Arbeit am Rande eines Burnouts

Soziale Arbeit ist an sich schon ein emotional herausforderndes Berufsfeld – seit dem Ausbruch von Covid geraten Fachpersonen in diesem Bereich aber erst recht an ihre Grenzen. Jede dritte Person steuert auf ein Burnout zu. Das beweist eine aktuelle empirische Studie.

3’507 Personen beteiligten sich an der Online-Befragung, welche das Institut für Soziale Arbeit und Gesundheit an der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW Ende 2020 durchführte. (Symbolbild: Keystone)

«Die Ergebnisse zeigen überdies eindrücklich, dass sich die Kommunikation zwischen Fachpersonen und AdressatInnen stark verändert hat. Diese Veränderungen werden mehrheitlich negativ erlebt», heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag, 29. April. Weniger freundlich ausgedrückt: Die Klientel lässt ihre Frustration an den Fachpersonen aus.

Lonza and Moderna wollen Impfstofffabrikation in Visp verdoppeln

Die Produktion von Covid-19-Impfstoff bei Lonza in Visp soll verdoppelt werden. Eine Vereinbarung von Lonza mit Moderna sieht den Bau von drei zusätzlichen Produktionslinien vor.

Wie Lonza am 29. April mitteilte, werden die zusätzlichen Produktionskapazitäten schrittweise in Betrieb genommen. Anfang 2022 soll dann die gesamte zusätzliche Produktionskapazität in Betrieb sein. Wie hoch das Investitionsvolumen für die zusätzlichen Fabrikationslinien ist, schrieb Lonza in der Medienmitteilung nicht.

Mit der Rekrutierung von zusätzlichen Personal, das man für die Fabrikationslinien benötigt, wurde gemäss den Angaben bereits begonnen.

32-Jährige Deutsche stirbt nach AstraZeneca-Impfung

Eine Frau im Alter von 32 Jahren aus dem deutschen Bundesland NRW ist an den Folgen einer Impfung mit AstraZeneca gestorben. Dies gibt der Kreis Herford am Mittwoch, 28. April 2021, in einer Mitteilung bekannt.

Den Zusammenhang bestätigt ein abschliessender Bericht des Instituts für Rechtsmedizin Münster. Die Frau verstarb am 9. März, mehrere Tage nach der Covid-19-Impfung an den Folgen einer Immunreaktion auf den Impfstoff. Die Todesursache war demnach eine Gerinnungsstörung mit Einblutung im Gehirn.

Erste US-Hilfsflüge sollen in Indien ankommen

Erste Flüge mit Hilfsgütern aus den USA sollen am 29. April Indien erreichen, wo die Corona-Pandemie völlig ausser Kontrolle geraten ist. Die zu liefernden Güter im Wert von mehr als 100 Millionen US-Dollar sollen das Land insbesondere bei der Versorgung von Patienten mit Sauerstoff, der Produktion von Impfstoffen und der Diagnose und Behandlung von Covid-19-Erkrankungen unterstützen, wie aus einer Mitteilung des Weissen Hauses von Mittwoch hervorgeht.

Kinder- und Jugendverbände fordern Nach-Corona-Strategie

Eine breite Allianz der Kinder- und Jugendorganisationen der Schweiz fordert in einem Appell dringend Perspektiven für die junge Generation in und nach der Covid-19-Pandemie. Kinder und Jugendliche sind demnach erwiesenermassen psychisch stark belastet, haben Zukunftsangst und wurden bisher ungenügend in die Debatte einbezogen.

Der jüngste Lockerungsschritt des Bundesrats nimmt nach Darstellung der Allianz kaum Rücksicht auf die Jungen. (Symbolbild: Keystone)

Die Zeit sei gekommen, die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen ernstzunehmen, ihre Solidarität zu würdigen und ihnen für die Zeit nach der Pandemie echte Perspektiven zu bieten, schreibt die Allianz am Donnerstag in einem Communiqué.

Joe Biden fordert Amerikaner zum Impfen auf

US-Präsident Joe Biden hat eine positive Zwischenbilanz seiner Corona-Politik gezogen und die Amerikaner dazu aufgefordert, sich die vorhandenen Impfdosen auch spritzen zu lassen.

«Geh und lass dich impfen, Amerika!», sagte Joe Biden am Mittwochabend, 28. April, in seiner ersten Rede vor beiden Kammern des US-Kongresses. Es seien genügend Vakzin-Dosen verfügbar. Biden verkündete zudem, sein selbstgestecktes Ziel von ursprünglich 100 Millionen verabreichten Impfdosen binnen 100 Tagen mit über 220 Millionen Dosen deutlich übertroffen zu haben.

Studie in den USA: Corona-Impfung senkt Krankenhaus-Risiko für Ältere deutlich

Die Corona-Impfungen mit den Wirkstoffen von Moderna und BioNTech/Pfizer senken neuen Daten der US-Gesundheitsbehörde CDC das Risiko von Krankenhaus-Einweisungen für Ältere sehr deutlich.

Die Daten stammen aus 24 Krankenhäusern in 14 US-Bundesstaaten. Einbezogen wurden 417 Menschen, darunter 187 Covid-19-Patienten und 230 Menschen zur Kontrolle. (Symbolbild: Keystone)

Zwei Wochen nach der zweiten Dosis läge das Risiko einer Krankenhaus-Einweisung wegen Covid-19 für Menschen ab 65 Jahren um 94 Prozent niedriger als für gleichaltrige, aber nicht geimpfte Menschen, teilte die CDC am Mittwoch, 28. April, mit. Ab zwei Wochen nach der ersten Dosis liege das Risiko schon um 64 Prozent niedriger.

Chinesische und Russische Medien sollen Fake-News über Impf-Tote verbreiten

Russische und chinesische Medien sollen laut einem EU-Bericht systematisch versuchen, das Vertrauen in westliche Corona-Impfstoffe zu untergraben. Die jüngsten Desinformationskampagnen würden darauf abziehen, den Westen zu spalten. Dies geht dem Bericht EU hervor, wie NTV berichtet.

Laut einem EU-Bericht verbreiten chinesische und russische Medien falsche Berichte über Impf-Tote in Europa. (Bild: Keystone)

Von Dezember bis April hätten die staatlichen Medien der beiden Länder entsprechende Falschmeldungen in verschiedenen Sprachen verbreitet, so der Bericht. Darin seien unter anderem russische und chinesische Vakzine als überlegen dargestellt worden. Weiter seien falsche Zusammenhänge zwischen den Impfstoffen und Todesfällen in Europa hergestellt worden. Die Regierungen in Moskau und Peking würden derweil die Vorwürfe bestreiten.

US-Notenbank Fed hält trotz Aufschwungssignalen an Niedrigzins fest

Die US-Notenbank (Fed) hält trotz anziehender Konjunktur an ihrer Politik des billigen Geldes fest. Die Währungshüter um Fed-Chef Jerome Powell beliessen den Leitzins am 28. April 2021 in der Spanne von null bis 0,25 Prozent.

Den Umfang ihrer monatlichen Wertpapierkäufe in Höhe von 120 Milliarden Dollar will die Fed noch so lange beibehalten, bis «substanzielle weitere Fortschritte» auf dem Weg zu Vollbeschäftigung und Preisstabilität erreicht sind. Die Notenbank sieht zugleich Erholungstendenzen bei der Wirtschaft und am Arbeitsmarkt, die sich in einem Umfeld von Impf-Fortschritten und starker Unterstützung durch Staat und Notenbank vollziehe.

Zuletzt meldete sich der von der Corona-Krise arg gebeutelte Jobmarkt mit Macht zurück – im März entstanden 916’000 neue Arbeitsplätze, für den April rechnen Experten mit einem ähnlich hohen Stellenplus.

Positive Fälle im deutschen Curling-Team

Vor dem für Freitag vorgesehenen Beginn der Curling-WM der Frauen in Calgary wurden zwei Spielerinnen des deutschen Teams um Skip Daniela Jentsch positiv auf das Coronavirus getestet.

Die betroffenen Spielerinnen und die übrigen Team-Mitglieder wurden nach den Tests bei der Ankunft in Calgary abgeschottet. In die geschützte Umgebung von Arena und Hotel gelangen einstweilen nur alle übrigen 13 Teams.

Die Deutschen werden zum offiziellen Training vom Donnerstag nicht zugelassen. Ob sie das WM-Turnier von Beginn an bestreiten können, wird nach weiteren Tests entschieden. Im schlimmsten Fall wird die WM mit Teams aus 13 Nationen ausgetragen. Der Weltverband WCF und die lokalen Gesundheitsbehörden werden bis Freitag, 30. April, entscheiden.

Experten: Reiche Staaten soll Überbestellung von Impfstoffen abgeben

Fachleute für die weltweite Corona-Impfkampagne haben mehr Anstrengungen auf dem Weg zu einer globalen Herdenimmunität gefordert. Dazu müssten die wohlhabenden Staaten überzählige Impfstoff-Bestellungen an die ärmeren Staaten abgeben, forderten Vertreter internationaler Organisationen am Mittwoch bei einer Expertenrunde, die die Entwicklungsorganisation One organisiert hatte.

Inzwischen hätten sich die reichen Industrieländer insgesamt 1,9 Milliarden Impfdosen mehr gesichert, als sie für eine Herdenimmunität in den eigenen Staaten benötigten, sagte One-Geschäftsführer Tom Hart. Eine Analyse zeige, dass zum Ende des Sommers alle G7-Staaten ihre Bedürfnisse erfüllt hätten und dann Lager mit Überkapazitäten aufbauen würden. Aus einem Absichern dürfe kein Horten werde. «Die nächsten sechs Wochen sind entscheidend», sagte er. Vom richtigen Vorgehen hänge ab, ob man die Pandemie in den kommenden sechs Monaten besiegen könne.

Russischer Corona-Impfstoff Sputnik V wird auch in Mexiko produziert

Der russische Coronavirus-Impfstoff Sputnik V soll auch in Mexiko hergestellt werden. Das erklärten die Aussenminister beider Länder, Marcelo Ebrard und Sergej Lawrow, in einer Pressekonferenz am Mittwoch in Moskau. Die Produktion könnte schon im Mai beginnen, wie Russlands staatlicher Direktinvestmentfonds RDIF im Twitter-Konto, das den Namen des Impfstoffes trägt, schrieb.

Der russische Impfstoff Sputnik V wird auch in Mexico produziert. (Bild: Keystone)

In Mexiko werden bisher die Impfstoffe von Astrazeneca und Cansino – für den Gebrauch in Lateinamerika beziehungsweise in Mexiko – abgefüllt. Insgesamt sechs Präparate sind in dem nordamerikanischen Land für den Notfallgebrauch zugelassen.

Unternehmen trauen sich wieder an die Schweizer Börse

Nach zehnmonatiger Flaute geht es an der Schweizer Börse SIX wieder los mit Neuzugängen. Ab morgen werden Aktien des Pharmazulieferers Polypeptide an der Schweizer Börse gehandelt. Und der nächste Börsengang steht ebenfalls bereits in den Startlöchern.

Die Gerüchte gab es schon länger, vergangene Woche wurde es dann offiziell: Das schwedische Pharmaunternehmen Polypeptide geht in der Schweiz an die Börse. Es ist der erste Börsenneuling an der SIX seit zehn Monaten und zudem das erste «klassische» Initial Public Offering (IPO) an der SIX seit 2019.

Damit hat der Schweizer IPO-Betrieb wieder Fahrt aufgenommen. Und er zieht auch schon die nächsten Börsenkandidaten mit: Auch der Aargauer Luftfahrtzulieferer Montana Aerospace will demnächst den Schritt aufs Börsenparkett wagen. Die Firma soll laut den Plänen von der Gruppe Montana Tech Components abgespalten und der Börsengang noch im zweiten Quartal erfolgen.

Istanbul übernimmt für Montreal

Das Formel-1-Rennen von Kanada fällt wegen der Corona-Pandemie auch 2021 aus. Der für den 13. Juni in Montreal geplante Grand Prix kann primär wegen der Einreisebestimmungen in Kanada mit einer 14-tägigen Quarantäne nicht stattfinden – am Wochenende zuvor macht der Tross in Aserbaidschan Station. Als Ersatz springt nun wieder die Türkei ein. Die Strecke am Bosporus war bereits im November 2020 Ersatzorganisator gewesen.

Die Formel 1 ist weiter gewillt, die Rekordsaison mit 23 geplanten Rennen durchzuziehen. Am kommenden Wochenende gastieren Lewis Hamilton und Co. in Portugal.

Die Reaktionen von Sport-Grossveranstaltungen
(Bild: Keystone)

Die Welt der Sports reagiert im Grundsatz erfreut auf die Ankündigung des Bundesrates, ab Juli wieder 3000 und ab September 10’000 Zuschauer zuzulassen.

«Durch diesen Entscheid ist eine Perspektive da. Er gibt den Organisatoren, aber auch den Athletinnen und Athleten Rückenwind für die kommenden Wochen und Monate. Auch aus finanzieller Sicht ist er natürlich wichtig», betont Ruedi Kunz, der Turnierdirektor des Beachvolleyball-Turniers in Gstaad und Präsident von der Organisation SwissTopSport, die 20 der grössten Sportveranstaltungen, welche jährlich in der Schweiz stattfinden und in ihren Sportarten zu den Besten der Welt gehören, vereinigt. Alles dazu lesen Sie hier.

Was bisher geschah

Die bisherigen Kurzmeldungen aus der Schweiz und der Welt zu Corona finden Sie hier.

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