Den Kredit verwendete der Mann unter anderem, um private Schulden zu bezahlen. (Symbolbild: Keystone)
Schweiz

Mann (30) erschleicht sich 80’000 Franken Coronakredite

Einem Unternehmer aus dem Raum Zürich wird vorgeworfen, sich einen Covid-Kredit in der Höhe von 80'000 Franken erschlichen zu haben. Nun wurde er verurteilt.

Im ersten Betrugsfall um einen Covid-Notkredit im Kanton Zürich ist es zu einem Schuldspruch gekommen: Das Bezirksgericht Dietikon hat einen 30-Jährigen zu einer bedingten Freiheitsstrafe von einem Jahr verurteilt.

Das Gericht sprach den Mann am Dienstag wegen Betrugs und Urkundenfälschung schuldig. Er habe darauf vertraut, dass die Bank seine Angaben wegen der aussergewöhnlichen Situation nicht genauer prüfe.

Der Mann hatte angegeben, dass sein Unternehmen einen Umsatz von 800’000 Franken gemacht habe. Er erhielt in der Folge – nur vier Tage nach der Stellung des Gesuchs – unbürokratisch einen Kredit über 80’000 Franken. Dabei hatte er mit seinem Planungsbüro lediglich 15’000 Franken umgesetzt. Er hätte damit nur Anspruch auf 1500 Franken gehabt.

Den Kredit verwendete der Mann unter anderem, um private Schulden und Krankenkassenprämien zu bezahlen. Die Verteidigung hatte geltend gemacht, dass der verschuldete Unternehmer nicht arglistig vorgegangen sei. Er sei deshalb vom Betrugsvorwurf freizusprechen.

Das Dietiker Bezirksgericht folgte aber der Argumentation der Staatsanwaltschaft.

1 Kommentar

  1. Bravo. Unverständlich dass die Verteidigung auf keine Arglist plädierte. Was ist es dann, wenn man mit falschangaben Gelder erschleicht, die der Steuerzahler finanzieren darf. Meines Erachtens hätte das Strafmass noch viel höher ausfallen dürfen mit unbedingtem Strafvollzug.Report

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel